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evm-Gruppe in Berlin als „Regionaler Gestalter der Gaswende“ ausgezeichnet

Region/Koblenz/Berlin, 11.11.2020 – Erfolg für die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe): Sie ist in Berlin mit dem Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020 ausgezeichnet worden. Sie gewann mit ihrem Projekt „Gasnetz 2040“ in der Kategorie „Klimaschutz & Kommune“.

Erfolgsprojekt „Gasnetz 2040“
Die Energieversorgung Mittelrhein hatte sich gemeinsam mit ihrer Netztochter, der Energienetze Mittelrhein, als evm-Gruppe mit dem Projekt „Gasnetz 2040“ beworben. Seit über 20 Jahren richtet die Unternehmensgruppe ihr Gasnetzgeschäft und ihren Gasnetzbetrieb konsequent auf die effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Gasen sowie die Kopplung von Strom- und Gasnetzen aus. „Wir sehen das Gasnetz als Gesamtprojekt an. Die vielen einzelnen Innovationen, die wir darin integrieren, zahlen insgesamt auf dessen Weiterentwicklung ein. Mit einem verzahnten Maßnahmen-Bündel wollen wir unser Netz fit für die Zukunft machen“, erklärt evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Und er weist auf das enorme Potenzial hin, dass Erdgas als Speichermedium für überschüssigen Strom darstellt: „Im deutschen Erdgasnetz lassen sich etwa 150 Terrawattstunden elektrische Energie speichern – so viel Strom wird in Deutschland in rund drei Monaten verbraucht. Alle derzeit verfügbaren Speicher kommen nur auf einen Bruchteil davon.“

Die Jury des Wettbewerbs zeigte sich sehr angetan von den Aktivitäten im gesamten Netzgebiet der evm-Gruppe: „Viele kleine Bau­steine ergeben ein nachhaltiges Ganzes: Die Unter­nehmens­gruppe Energie­ver­sorgung Mittel­rhein zeigt, wie eine konsequente Aus­richtung des eigenen Gas­netzes auf eine sichere und klima­neutrale Energie­versorgung aussehen kann. Die Ver­knüpfung der Einzel­maß­nahmen, Trans­parenz und die Einbindung von Unter­nehmen, Hoch­schulen und Bürgern schaffen ein regionales Energie­bewusst­sein. Die evm-Gruppe ist damit regionaler Ge­stalter der Gas­wende.“

Bei der Preisverleihung hielt Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger eine kurze Laudatio. „Ich freue mich riesig“, sagte der Parlamentarier. Damit werde das Engagement der evm-Gruppe für den Klimaschutz gewürdigt. „Die evm-Gruppe ist ein modernes, innovatives Unternehmen. Hier wird tolle Arbeit geleistet“, so Pilger. Glückwünsche übermittelte auch der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner. Er ist froh, dass die evm-Gruppe die Stadt dabei unterstützt, die Busflotte auf Erdgasantrieb umzurüsten: „Ich sehe im Gasantrieb die leistungsfähigste und derzeit beste Form des umweltfreundlichen Betriebs der Busse.“ Und er betont: „Als Aufsichtsratsvorsitzender der evm bin ich sehr stolz darauf, dass die evm-Gruppe diesen Innovationspreis gewonnen hat. Dies zeigt, welcher Ideenreichtum hier in der Region vorhanden ist.“

Zu den vielen Einzelmaßnahmen gehört unter anderem das Pilotprojekt Power-to-Gas, bei dem die evm-Gruppe Möglichkeiten der Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse und dessen Einspeisung in ein Gasverteilnetz mit weiteren Unternehmen der thüga-Gruppe erprobt hat. Auch der Betrieb der größten Biogasanlage in Rheinland-Pfalz, die Netzautomatisierung, Netzsimulationen und die Gestaltung des Smart Grid, also des „intelligenten Netzes“, zählen dazu.

Regionaler Gestalter der Gaswende
Wichtig für die evm-Gruppe: Innovationen vor Ort vorantreiben. Sie sieht sich als regionaler Gestalter der Gaswende. „Gase, sowohl umweltschonendes Erdgas als auch regenerative wie Wasserstoff oder Biogas, sind für uns eine Schlüsseltechnologie der Energiewende“, erklärt der Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein, Dr. Andreas Hoffknecht. Erdgas sei beispielweise schon heute ein solider Treibstoff für Fahrzeuge, könne durch Power-to-Gas als Speichermedium für erneuerbare Energien dienen oder dazu beitragen, den CO2-Ausstoß in der Region zu minimieren. „Mit unseren Maßnahmen tragen wir dazu bei, dass Gase zukünftig nicht nur verlässlich verfügbar bleiben, sondern ihr volles Potenzial entfalten können“, so Hoffknecht.

Insgesamt 78 Bewerbungen gab es für den Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft, der in diesem Jahr von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und Zukunft ERDGAS ausgerichtet wurde. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, hatte die Schirmherrschaft übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir am Ende nicht nur unter den 16 Nominierten, sondern tatsächlich unter den fünf Gewinnern sind“, erklärt Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. „An dieser Stelle gilt unser Dank besonders unseren Mitarbeitern, ohne die die kontinuierliche Entwicklung der Netze nicht möglich wäre. Aber auch bei den Kommunen, mit denen wir hier eng zusammenarbeiten, bedanken wir uns. Und am Ende natürlich auch bei unseren Kunden, ohne die die Investitionen gar nicht möglich wären.“

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Stiftung LAPIDEA mit neuem Vorstand

Mayen, 11.11.2020 – Der Stiftungsrat der Stiftung LAPIDEA für Kunst und Kultur hat einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Rolf D. Schumacher. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Mayen gehört dem Stiftungsrat seit der Gründung der Stiftung im Jahre 2009 an und hat dessen Aktivitäten mit großem Engagement begleitet. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Johannes Netz gewählt, der in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der MAYKO Natursteinwerke GmbH & Cie. KG die Stiftung und vorher schon den Förderkreis LAPIDEA, insbesondere bei der Durchführung der Internationalen Naturstein Symposien, gefördert hat. Drittes Vorstandsmitglied ist künftig Udo Lohner, seit 2014 Mitglied des Stiftungsrates.

Der bisherige Vorsitzende Albert Nell und sein Stellvertreter Friedrich W. Kohlbecher, von Jugend auf mit dem Naturstein der Vulkanischen Osteifel eng verbunden, zählen zu den Gründungsvätern von LAPIDEA im Jahre 1983. Sie haben die Entwicklung des Förderkreises und der im Jahre 2009 an seine Stelle getretenen und von ihnen gegründeten Stiftung maßgeblich bestimmt.

Dank großartiger Hilfen der Natursteinindustrie, des Zulieferhandels, der hiesigen Industrie, der Banken und von Vereinsmitgliedern konnten in den Jahren 1985 – 2006 acht Internationale Naturstein Symposien veranstaltet werden. Die Stiftung lobt jährlich seit ihrer Gründung Preise für kulturelles Engagement aus und organisierte selbst kulturelle Veranstaltungen.

Nell, damaliger Oberbürgermeister und späterer Landrat des Vulkaneifelkreises (Daun), wurde 1983 zum Vorsitzenden des Förderkreises gewählt und übernahm 2009 auch den Vorsitz im Stiftungsvorstand. Kohlbecher gehörte von Anfang an dem Vorstand des Förderkreises an, dessen stellvertretender Vorsitzender er 2 Jahre später wurde. Auch in der Stiftung blieb er bis heute stellvertretender Vorsitzender. Drittes Vorstandsmitglied Fritz Schade kümmerte sich seit 2006 um die Finanzen des Förderkreises und der Stiftung.

Sehr verdient gemacht um die Stiftung hat sich auch der langjährige Rheinland – Pfälzische Finanzminister Gernot Mittler, der seit Gründung der Stiftung dem Stiftungsrat vorstand. An seine Stelle wählte der Stiftungsrat den Landrat des Kreises Mayen-Koblenz Dr. Alexander Saftig, der dem Stiftungsrat ebenfalls seit 2009 angehört.

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Wirtschaft

Rund 2,6 Millionen Euro in Pflegeschule im Kreiskrankenhaus Mechernich investiert

Mechernich, 11.11.2020 – „Als großer Arbeitgeber im Kreis Euskirchen möchten wir autark sein und legen deshalb viel Wert darauf, unser Personal selbst auszubilden“, erklärt Manfred Herrmann, Geschäftsführer am Kreiskrankenhaus Mechernich, anlässlich der Erweiterung der Schule für Pflegeberufe. Statt bisher 75 sollen hier bald bis zu 135 Auszubildende unterrichtet werden.

Die Pflegeschule befindet sich im gleichen Gebäudetrakt wie die Verwaltung. 1883 erbaut und ursprünglich als Hauptgebäude des Krankenhauses genutzt, ist es der älteste Gebäudeteil im Krankenhauskomplex. Rund 2,6 Millionen Euro wurden seit April in die Erweiterung und Sanierung der Räumlichkeiten investiert. Davon entfallen etwa 700.000 Euro in die energetische Sanierung und 1,9 Millionen Euro in die Neuerstellung von Klassen-, Übungs- und Aufenthaltsräumen.

Sandra Schruff, Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, im sogenannten „Skills Lab“. Dort können die Pflegeschüler ihre Fertigkeiten an einer Simulationspuppe ausprobieren, während sie aus dem Nebenraum von Mitschülern und Lehrern beobachtet werden können. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Zu den neuen Räumen gehören unter anderem zwei sogenannte „Skills Labs“, eine besondere Art von Übungsräumen, in der die Auszubildenden ihre Fertigkeiten in einem realitätsnahen Umfeld praktisch erproben können. In der Schule für Pflegeberufe im Mechernicher Krankenhaus ist das eine dieser beiden Fertigkeitenlabore als Krankenzimmer eingerichtet. Während die Pflegeschüler dort an einer Simulationspuppe üben dürfen, können sie von ihren Mitschülern und Lehrern aus dem angrenzenden Zimmer durch eine Glasscheibe beobachtet werden.

Realistische Arbeitsbedingungen auch für die Pflege außerhalb des Krankenhauses bietet dieses als Senioren-Zimmer eingerichtete „Skills Lab“. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Das zweite „Skill Lab“ ist als Zimmer einer fiktiven Seniorin eingerichtet – mit geblümter Bettwäsche in einem niedrigen Bett mit dunklem Holzrahmen, Spitzendeckchen und gestickten Bildern an den Wänden, Toilettenstuhl und Waschbecken. „Unsere Auszubildenden kommen aus verschiedenen Settings, nicht nur aus dem Krankenhaus, sondern auch aus der Altenpflege oder der ambulanten Pflege. Hier können sie lernen, auch in anderer Umgebung als dem Krankenzimmer zu arbeiten – zum Beispiel wie sie rückenschonend pflegen, auch wenn der Patient nicht über ein höhenverstellbares Bett verfügt“, erklärt Sandra Schruff, Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule.

Sandra Schruff, Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (stehend) sowie die beiden Geschäftsführer des Mechernicher Kreiskrankenhauses Manfred Herrmann und Martin Milde (hintere Reihe, von links), Pflegedirektorin Martina Pilgram und Architekt Joachim Stiller (vordere Reihe, von links) präsentieren einen der vier neuen Unterrichtsräume. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Neben den Übungsräumen gehören vier Unterrichtsräume, ein EDV-Raum, ein Aufenthaltsraum, eine kleine Küche und ein Gruppenraum zur Pflegeschule. „Die jungen Leute, die eine pflegerische Ausbildung beginnen möchten, können sich ihre Schule heutzutage aussuchen“, weiß Martin Milde, Geschäftsführer am Kreiskrankenhaus Mechernich, und fügt hinzu: „Wir möchten konkurrenzfähig bleiben – dazu braucht es eine ansprechende räumliche Struktur und eine gute Zukunftsausrichtung der Schule.“

Aus diesem Grund wolle man auch das Leistungsangebot verändern. Zum einen soll es ab 2021 je zwei Starttermine für die dreijährige sogenannte „Generalistische Pflegeausbildung“ geben, nämlich im April und im Oktober. Damit können jedes Jahr 40 statt bisher 25 Schüler die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zu Pflegefachfrau beginnen. Die „Generalistische Pflegeausbildung“ fasst seit der Gesetzesreform vom Januar 2020 die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeausbildung zusammen und ist EU-weit anerkannt. Martin Milde: „Wer bei uns mit dem Examen abschließt, dem bieten wir einen unbefristeten Vertrag in unserem Verbund an.“

Ergänzend zur dreijährigen Pflegeausbildung soll in der Mechernicher Pflegeschule in der zweiten Jahreshälfte 2021 das Angebot einer einjährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz starten. Damit sollen noch einmal rund 15 Ausbildungsplätze jedes Jahr hinzu kommen. So sollen langfristig jedes Jahr bis zu 135 Auszubildende an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule unterrichtet werden.

„Die Pflegeschüler sind von der ersten Stunde an unsere Kollegen und Mitarbeiter“, betont Pflegedirektorin Martina Pilgram. Gerade in der praktischen Zeit der Ausbildung gebe es viele Entwicklungsmöglichkeiten: Man könne in alle Bereiche reinschnuppern und sich die Vielfalt des Berufes anschauen. Jeder Jahrgang, so Pflegeschulleiterin Sandra Schruff, habe außerdem die Möglichkeit im Team zehn Tage lang eine Station im Krankenhaus zu leiten – natürlich begleitet von examinierten Kräften.

Die Pflegeschule verfügt nun – da ist sich die Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses Mechernich einig – wohl über die schönsten Räume des Gebäudekomplexes. Verantwortlich dafür zeichnet Architekt Joachim Stiller (Stiller Architekten), der die Erweiterung und Sanierung des Gebäudes umgesetzt hat und das Krankenhaus bereits seit vier Jahrzehnten baulich begleitet. In einem Zug mit der Erweiterung wurde der Gebäudeteil auch energetisch saniert: „Wir haben das zum Anlass genommen, auch die energetische Hülle den Anforderungen anzupassen“, so Joachim Stiller.

So seien die alten Stahlfenster mit Einfachverglasung gegen moderne Fenster ausgetauscht worden, der obere Gebäudeteil wurde mit einem Wärmedämmputz versehen und auch das Dach wurde ausgetauscht. „Damit haben wir eine deutliche Energieeinsparung erreicht und auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter haben sich dadurch verbessert“, so Architekt Joachim Stiller. Geschäftsführer Manfred Herrmann betont noch einmal: „Wir möchten für unsere Mitarbeiter und Auszubildenden attraktiv sein – ihnen gute Leistung und pflegerische Qualität anbieten.

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Wachstum

DEHOGA-Umfrage: Wirtschaftliche Verluste bedrohen gesamte Branche

Region/Bad Kreuznach, 11.11.2020 – Zweidrittel der Hoteliers und Gastronomen in akuter Existenznot. „Betriebe benötigen dringend Perspektiven für die Wintermonate“ Restaurants und Hotels verzeichnen in Folge der Corona-Krise nie dagewesene Umsatzeinbrüche. 67% Prozent der gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz sehen sich aktuell  in ihrer Existenz gefährdet. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hervor, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde.

Nach den vorliegenden Ergebnissen für Rheinland-Pfalz droht jedem sechsten Betrieb bereits ab November die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit. „Jetzt ist es wichtig, dass unsere Gastgeber schnellstmöglich ihre Entschädigung für die zwangsweise Schließung im November erhalten!“ Es eilt!“, so DEHOGA Präsident Gereon Haumann „Denn viele unserer Betriebe im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe stehen mit dem Rücken zur Wand!“

Seit März hat die Gastgewerbebranche, aufgrund des Lockdowns im Frühjahr und nach dem Neustart, mit Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen massive Umsatzverluste erlitten. Auch für Oktober beklagen 76 Prozent der befragten Unternehmer Umsatzverluste von durchschnittlich 42 Prozent. Grund dafür war insbesondere die anhaltende Diskussion um ein Beherbergungsverbot, die zu einer regelrechten Stornierungswelle von Übernachtungen führten. Die rheinland-pfälzischen Beherbergungsbetriebe machen über 70 Prozent des Umsatzes mit touristischen Gästen und nur knapp 37 Prozent mit Geschäftsreisenden. Daher trifft das coronabedingte Verbot von touristischen Übernachtungen unsere Gastgeber besonders hart.

„Die Verzweiflung in der Branche wächst“, so Gereon Haumann. „Der neue Lockdown im November hat die Betriebe weiter verunsichert.“ Angesichts der dramatischen Lage brauchen die Betriebe dringend die zugesagten November-Hilfen. „Die Hilfen werden aber nur dann funktionieren, wenn sie jetzt schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden“, macht Haumann deutlich „dies ist dezentral und rechtssicher über die Finanzämter möglich. Wir wurden von Amts wegen geschlossen, also sollte der Staat jetzt auch – ohne langes Antragsverfahren – von Amts wegen unverzüglich die Entschädigungszahlungen vornehmen! In Rheinland-Pfalz warten 13.500 Betriebe dringend auf die versprochene ,November-Hilfe‘!“

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Wirtschaft

Bedenkliche Einkommens-entwicklung in der Landwirtschaft! Landwirte fordern Lebensmittelhandel auf, endlich zu handeln!

Region/Koblenz, 11.11.2020 – Die Dürre der letzten Jahre, die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg und Sachsen, stetig steigende Auflagen und ein preisdrückender Lebensmitteleinzelhandel (LEH) machen den bäuerlichen Familienbetrieben zurzeit das Leben schwer. So liegen beispielsweise die Erzeugerpreise bei Schweinefleisch um circa 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau, der Preis für Ferkel hat sich in dieser Zeit sogar mehr als halbiert. Nun hat der Discounter Aldi eine Preissenkung bei Trinkmilch von zwei Cent durchgesetzt. Aldi hat im Frühjahr den Trinkmilchpreis um zwei Cent pro Liter angehoben. Dem sind die anderen Discounter nicht gefolgt und deshalb sah man sich bei Aldi nun gezwungen, die seinerzeitige Anhebung wieder zurückzunehmen.

„Ich erwarte mir von verantwortlichen Managern, dass sie sich nicht nur Gedanken über die Zukunft ihrer Unternehmen, sondern auch unseres Landes – und damit auch über die Bauern und Winzer – machen. Wir erwarten verantwortliches Handeln und es ist traurig und beschämend, wenn dies nicht geschieht“, betont der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper. Bei nur wenigen Lebensmittelketten in Deutschland könne die Preisentwicklung nicht alleine auf die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage geschoben werden. Es sei dringend geboten, dass der LEH die heimischen Lebensmittelerzeuger, nämlich die Bäuerinnen und Bauern und deren Betriebe, unterstützt und auskömmliche Preise zahlt. Moderate Preiserhöhungen würde der Verbraucher durchaus akzeptieren, so Horper. Allerdings müssten alle Lebensmittelketten nachziehen. Ein Preiskampf auf dem Rücken der Bauern biete keine Perspektiven.

Horper: „Ich bin es leid, an die soziale Verantwortung der Entscheidungsträger in Politik und Handel zu appellieren. Wer immer noch nicht versteht, dass es in vielen Bereichen der Landwirtschaft längst nicht mehr fünf vor zwölf ist, der verschließt die Augen vor der Realität. Die immerwährenden Preiskämpfe im LEH müssen endlich ein Ende finden, denn schließlich möchte der Verbraucher nicht nur qualitativ hochwertige Nahrungsmittel, sondern auch regionale Produkte. Wie soll er diesen Wunsch künftig noch befriedigen können, wenn der LEH genau diese Strukturen zerstört? Eine preispolitische Umkehr ist dringend erforderlich.“

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Wirtschaft

Kreiswirtschafts-förderung Ahrweiler ist Kooperationspartner – Hackathon der Wirtschaft Rheinland-Pfalz

Ahrweiler, 11.11.2020 – Vom 13. bis 15. November findet der Hackathon der Wirtschaft Rheinland-Pfalz des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz statt. Die Kreiswirtschaftsförderung ist als Kooperationspartner vertreten. Mit dieser Online-Veranstaltung soll die innovative Widerstandskraft gezielt gefördert werden, damit die Wirtschaft gestärkt aus der Coronakrise hervorgehen kann. Kurz: Gemeinsam mehr Resilienz für die Wirtschaft schaffen.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen können sich auf die Themenbereiche Smart Mobility, IoT (Internet of Things), Handwerk, Gesundheitswirtschaft und Smart Farming freuen. Erfahrene Mentoren unterstützen bei der Umsetzung der Ideen. Wie bei Olympia gilt auch für den Hackathon der Wirtschaft Rheinland-Pfalz: Dabei sein ist alles! Anmeldung möglich unter: rlp-hackathon.de/ , weitere Informationen unter: www.instagram.com/rlp_hackathon , twitter.com/rlp_hackathon oder  www.linkedin.com/company/rlp-hackathon

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Fieberampeln für kreiseigene Liegenschaften im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 11.11.2020 – Der Werksausschuss des Eigenbetriebes Schul- und Gebäudemanagement hat in seiner jüngsten Sitzung auf Vorschlag von Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Weg für die Anschaffung von Fieberampeln für alle kreiseigenen Schulen sowie für die Verwaltungsgebäude und das Gesundheitsamt frei gemacht. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Corona-Pandemie weiter einzudämmen und das Einschleppen des Coronavirus in die Schulen sowie in die Kreisverwaltung durch fiebrige Personen zu verhindern.

Voraussetzung für die Anschaffung ist ein erfolgreicher Praxistest, der zurzeit am Peter-Joerres-Gymnasium durchgeführt wird. Das Gerät misst die Temperatur auf zwei verschiedenen Höhen, so dass sowohl Kinder als auch Erwachsene erfasst werden. Das Ergebnis wird sowohl farblich entsprechend der Temperaturbereiche  als auch schriftlich auf einem Display angezeigt. Das Gerät ist selbststehend und kann problemlos an jedem Zugang aufgestellt werden.

Die Kosten pro Gerät belaufen sich auf rund 1100 Euro. Insgesamt ist auf der Grundlage einer Bedarfsanfrage an den Schulen mit Gesamtkosten in Höhe von rund 58.000 Euro zu rechnen. Sollte der Praxistest positiv verlaufen, wird die Verwaltung auf Grundlage des Beschlusses ermächtigt, die Auftragsvergabe für die Anschaffung der Fieberampeln vorzunehmen.

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Bomben Entschärfungen in Euskirchen erfolgreich abgeschlossen

Euskirchen, 11.11.2020 – Am gestrigen Dienstag, 10. November, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst zwei sogenannte Verdachtspunkte in Euskirchen untersucht, wobei zwei Bombenblindgänger gefunden wurden.

Die Entschärfung der beiden 250-kg-Bomben in Euskirchen wurde erfolgreich abgeschlossen. Bei beiden Blindgängern handelte es sich um 250-kg-Bomben amerikanischer Herkunft mit Front- und Heckzünder.

Die Absperrmaßnahmen sind seit gestern 17.15 Uhr aufgehoben, die Bewohner des betroffenen Bereiches konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

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Vom Apfelbaum zum Apfelsaft: DRK-Kindergarten Dollendorf pflückte Obst – SoNNe eG presste insgesamt 370 Liter

Blankenheim-Dollendorf, 11.11.2020  – Apfelsaft kommt nicht aus dem Tetra-Pak, das ist für die Dollendorfer Kinder schon mal klar. Doch wie viel Arbeit es ist, eine große Menge Apfelsaft herzustellen, das stellten die Mädchen und Jungen jüngst fest.

Weil die Streuobstwiesen Netzwerk Nordeifel eG, kurz SoNNe, angekündigt hatte, nach Dollendorf zu kommen, war man sich im Rotkreuz-Kindergarten und dessen Förderverein schnell einig gewesen: Wir lassen uns unseren eigenen Saft pressen. Bei Familie Riethmeister in Dollendorf durften die Kinder dann auch Äpfel pflücken. Acht Kinder mit acht Elternteilen ernteten mit viel Elan und voller Stolz in kurzer Zeit einen ganzen Hänger voll. Ein paar der Äpfel schafften es übrigens nicht auf den Hänger, sondern wurden noch vor Ort als kleine Stärkung bei der Arbeit verspeist.

Am nächsten Tag schauten die Kindergartenkinder dann bei der Obstpresse vorbei, um ganz erstaunt zuzusehen, wie aus ihren Äpfeln leckerer Saft wird. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der SoNNe eG erklärten den Kleinen sehr anschaulich jeden Arbeitsschritt. Zuerst wurde das Obst mit Hilfe eines Transportbandes in ein Wasserbad gefahren. Nach der Wäsche ging es weiter in einen Häcksler. Die Masse wurde dann in ein Leinentuch gefüllt und unter einer großen Presse zusammengedrückt. Anschließend wurde der ausgepresste Saft in einen Wärmebehälter gepumpt, erhitzt und in Behälter gefüllt. Diesen warmen Apfelsaft durften die Kinder auch direkt probieren – und er schmeckte vorzüglich!

Insgesamt wurden aus den Äpfeln der Kinder 370 Liter Saft gepresst. Da die Kleinen diesen mit Sicherheit nicht komplett trinken können, kann im Kindergarten Apfelsaft gekauft werden. Der Erlös kommt dem Förderverein Kindergarten Dollendorf zugute.

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Polizei Daun führte Kontrollen durch und lobt das Einhalten der Corona Richtlinien der Bürgerinnen und Bürger

Daun, 10.11.2020 – Im Zeitraum 09.11.2020, 16.00 Uhr bis 00.00 Uhr führte die Polizei Daun an wechselnden Orten im Dienstgebiet verstärkt Kontrollen durch. Diese zielten in erster Linie auf die Einhaltung der aktuell geltenden Corona Richtlinien. Um die Bevölkerung dahingehend auch zukünftig zu sensibilisieren, wird das Konzept in dieser Form in der nächsten Zeit beibehalten.

Ein positives Resümee der gestrigen Maßnahme zog der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Johannes Burg, am Ende des Tages. Es wurden keine Verstöße auf diesem Gebiet festgestellt! Gaststätten waren geschlossen und der Mund-Nasen-Schutz wurde da getragen, wo es erforderlich war, so der Beamte.