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Amokfahrer in Trierer Innenstadt rast durch die Fußgängerzone – vier Tote und mehrere Schwerverletzte !

Trier, 01.12.2020 – Es hat sich am 01.12.2020 gegen 13.45 Uhr um eine Amokfahrt in der Trierer Innenstadt gehandelt. Laut Polizei konnte der Fahrer eines SUV-Geländewagens (Range-Rover) festgenommen werden. Es soll sich um einen 51-jähriger Deutschen aus dem Landkreis Trier-Saarburg handeln, so der Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Joche. Die Hintergründe zur Tat sind noch völlig unklar. Der Fahrer des SUV soll von der Konstatinstraße über die Fußgängerzone Richtung Haptmarkt Richtung und Porta Nigra gerast sein und wahllos Personen ins Visier genommen haben.

Die Polizei sprach anfange von mindestens zwei Toten und mindestens 10 Schwerverletzten. Bei der Pressekonferenz gegen 19.00 Uhr wurde die Zahl der Toten mit vier angegeben, darunter ein neun Monate altes Baby. Von einem Ort der Verwüstung ist die Rede. Bei dem SUV-Fahrer wurde 1,4 Promille Alkoholkonzentration festgestellt.

Die Polizei hatte die Menschen aufgefordert, die Innenstadt sofort zu verlassen.  Die Geschäfte in der Innenstadt haben alle geschlossen. Im vergangenen Jahr war die Trierer Innenstadt in der Adventszeit noch mit Durchfahrsperren geschützt. Dieses Jahr leider nicht mehr.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich entsetzt über die Tat. Innenminister Lewentz ist auf dem Weg nach Trier.  Auch in Berlin reagiert man mit großer  Betroffenheit auf die Tat. „Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter“.

„Erschütternde Nachrichten treffen uns bis ins Mark“

Zu den heutigen, schrecklichen Ereignissen in Trier erklären der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer und der Trierer SPD-Landtagsabgeordnete Sven Teuber:

„Die erschütternden Nachrichten aus Trier treffen uns bis in Mark. Wir sind in diesen schrecklichen Stunden in Gedanken bei den Opfern und Verletzten. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir danken den unzähligen Rettungskräften für ihren aufopferungsvollen Einsatz vor Ort. Die Menschen in Rheinland-Pfalz sind heute aufs engste verbunden mit den Triererinnen und Trierern.“

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Corona-Ausbruch in Altenpflegeheim in Körperich – 53 Bewohner und Mitarbeiter positiv getestet

Körperich/Bitburg, 01.12.2020 – Im Altenheim St. Vinzenz-Haus in Körperich (Verbandsgemeinde Südeifel) ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Betroffen sind bisher 31 Bewohner sowie 22 Mitarbeiter. Insgesamt zählen 59 Bewohner und 74 Mitarbeiter zur Einrichtung.

Am 17. November wurden erstmals ein Bewohner und eine Mitarbeiterin der Einrichtung über ihren Hausarzt positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die daraufhin erfolgte Testung von Kontaktpersonen brachte zwischen dem 20. und 27. November ebenfalls positive Ergebnisse für weitere Bewohner und Mitarbeiterinnen.

Angesichts dieser Häufung von positiven Fällen hat das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm im Dialog mit der Einrichtung entschieden, alle Bewohner und Beschäftigte zu testen. Gleichzeitig verfügte das Gesundheitsamt eine erweiterte FFP2-Maskenpflicht unter der Belegschaft. In Abstimmung mit der Heimleitung wurde zudem ein sofortiger Besucherstopp vereinbart.

Am 28. November haben die Bereitschaften des DRK Kreisverbandes Bitburg-Prüm im Auftrag der Kreisverwaltung 119 Personen getestet. Hiervon liegen bereits alle Ergebnisse vor; insgesamt sind nun 53 Ergebnisse positiv. Inwiefern weitere Testungen erfolgen, wird derzeit geprüft. Die Betroffenen berichten mehrheitlich von leichten Symptomen; keiner der Infizierten muss derzeit im Krankenhaus behandelt werden.

In der Altenpflegeeinrichtung wurde neben den bereits verfügten Maßnahmen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine „Corona-Station“ eingerichtet, die der Isolierung der betroffenen Bewohner dient. Zudem wurden verschärfte Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen, z.B. das Tragen von Schutzkitteln und ggf. Schutzbrille. Die Quarantänesituation ist für die Bewohner des St. Vinzenz-Hauses sehr belastend. So konnte eine Bewohnerin am 30. November zu ihrem 102. Geburtstag keine Besucher empfangen.

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Amokfahrer in Trierer Innenstadt rast durch die Fußgängerzone – Mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte!

Trier, 01.12.2020 – Es scheint sich am 01.12.2020 gegen 14.45 Uhr um eine Amokfahrt in der Trierer Innenstadt gehandelt zu haben. Laut Polizei konnte der Fahrer eines SUV-Geländewagens (Range-Rover) festgenommen werden. Es soll sich um einen 51-jähriger Deutschen handeln. Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Der Fahrer des SUV soll von der Porta Nigra aus durch die Fußgängerzone Richtung Hauptmarkt – Fleischstraße gerast sein und wahllos Personen ins Visier genommen haben.

Die Polizei sprach anfange von mindestens zwei Toten und mindestens 10 Verletzten. Von einem Ort der Verwüstung ist die Rede. Die Polizei hat die Menschen aufgefordert, die Innenstadt sofort zu verlassen. Die Trierer Schulen wurden verschlossen. Die Geschäfte in der Innenstadt haben alle geschlossen. Im vergangenen Jahr war die Trierer Innenstadt in der Adventszeit noch mit Durchfahrsperren geschützt. Dieses Jahr leider nicht mehr.

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Stadt und StädteRegion Aachen richten Impfzentrum in der Aachener Eissporthalle ein

StädteRegion Aachen, 01.12.2020 – Mit Blick auf die perspektivische Bereitstellung eines Impfstoffs oder mehrerer Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 Virus soll in jedem Gesundheitsamtsbezirk in Nordrhein-Westfalen ein Impfzentrum errichtet werden. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen haben heute entschieden, das gemeinsame Impfzentrum in der Aachener Eissporthalle am Tivoli einzurichten. Die Infrastruktur wird bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein.

„Nach intensiver Prüfung verschiedener Liegenschaften haben wir uns entschieden, das Impfzentrum in der Eissporthallte einzurichten“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier nach der gemeinsamen Sitzung der Krisenstäbe. Mobile Teams werden die Arbeit des Impfzentrums ergänzen. Diese sollen vulnerable, also der Risikogruppen zugehörige, Personen und medizinisch-pflegerisches Personal in Einrichtungen des Gesundheitswesens versorgen. Organisatorisch angedockt sind die Einrichtungen an die untere Gesundheitsbehörde.

Termine können noch nicht vereinbart werden. „Wir wissen noch nicht, wann es genau losgeht. Noch liegen die Zulassungen für Deutschland nicht vor. Sobald Klarheit geschaffen ist, werden wir die Bürgerinnen und Bürger zeitnah informieren“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Den Plan der Impfreihenfolge legt allerdings das Land Nordrhein-Westfalen fest. Zunächst sollen die vulnerable Personen und medizinisch-pflegerisches Personal sowie Beschäftigte geimpft werden, die der kritischen Infrastruktur zuzurechnen sind.

Zur Bewältigung der Impfungen bilden das Gesundheitsamtsamt, Kassenärztliche Vereinigungen, Hilfsorganisationen, Krankenhäuser sowie Apotheken und Labore eine städteregionale Impfallianz.

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In der Kindertagesstätte St. Hubertus wurden Wünsche wahr

Laubach/Kaisersesch, 01.12.2020 – Im Sommer 2019 erfuhren die Pfadfinder der Ortsgemeinden Laubach und Müllenbach, dass sich die Kinder der Kita einen Bauwagen für ihr Außengelände wünschen. Es wurden Spenden gesammelt und die Pfadfinder erarbeiteten in ihrem sozialen Projekt durch den Verkauf von Waffeln und Getränken beim Silvesterfeuerwerk und der Nikolausfeier 2019 einen Erlös, der zur Anschaffung des Wagens beitrug. Ende des Jahres 2019 stand dann fest, dass ein Wagen bestellt werden kann. Die Kinder entschieden sich für einen Zirkuswagen und zwei Stockpferdchen. Im Sommer wurde der Wagen geliefert und anschließend von den Pfadfindern aufgebaut. Nun wird er von begeisterten Kindern genutzt.

Die Anschaffung wurde durch das große Engagement der Pfadfinder und den großzügigen Spenden der Firma Gorges tent…event, der Firma Metallbau Berenz und einem anonymen Spender möglich. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

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VR-Bank Nordeifel: Vorstands-vorsitzender Mark Heiter über Erwartungen der Bankenaufsicht bezüglich der Dividendenzahlung 2020

Schleiden, 01.12.2020  – Die VR-Bank Nordeifel geht wirtschaftlich stabil und mit modernem Servicedenken in die Zukunft. Das war der Tenor der Vertreterversammlung 2020, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht live in einem Gebäude stattfand, sondern über mehrere Tage digital in Form einer Internetkonferenz.

„Et bliev nühs, wie et öss, äver alles bliev secher unn stabil!“, war dabei die Devise, die der Vorstandsvorsitzende Mark Heiter an die 101 Vertreter der 25.511 Mitglieder des größten Personenzusammenschlusses der Nordeifel und der mitgliederstärksten Genossenschaftsbank Deutschlands ausgab.

Die Vertreterversammlung kam diesmal per Klick ins Haus der Vertreter. Die Videoclips wurden im Filmstudio im Euskirchener City-Forum aufgezeichnet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die VR-Bank Nordeifel steht wirtschaftlich gesund und ertragreich da, und sie wird ihr Service- und Beratungsangebot auch in Zukunft an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und Kunden ausrichten, ohne an allen bisherigen, aber möglicherweise veränderungsbedürftigen Gepflogenheiten und Einrichtungen festzuhalten.

„2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr“, resümiert Mark Heiter und nennt als Beleg Kennzahlen, die sich zum Teil deutlich über dem Durchschnittsergebnis des Genossenschaftsverbandes bewegen. Für Mark Heiter ist klar: „Die VR-Bank Nordeifel ist als Hausbank der Region weiter der Motor der heimischen Wirtschaft.“ So wuchs das Kundenkreditvolumen von 476 auf 527 Millionen Euro (plus 10,7 Prozent, Verband: plus 6,3 Prozent).

Die Kundeneinlagen wurden von 522 auf 562 Millionen Euro gesteigert (plus 7,6 Prozent). Die Bilanzsumme beträgt 718 Millionen Euro (2018: 665 Millionen Euro, plus 8,1 Prozent). Das Gesamtkundenvolumen stieg um 121 Millionen Euro auf 1,529 Milliarden Euro, das Jahresergebnis vor Steuern kletterte von 2,9 auf 6,4 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Bank beträgt 63,3 Millionen Euro. „Das ist ein stabiles Fundament für die Bank“, meint Heiter.

In einem Interview mit dem Redakteur Thomas Schmitz von der Agentur ProfiPress sprach Mark Heiter außerdem darüber, warum sich die Mitglieder auch 2020 über eine Dividende freuen dürfen.

Frage: Herr Heiter, die VR-Bank Nordeifel zahlt auch 2020 Dividende. Das ist in Deutschland nicht der Normalfall, oder?

Mark Heiter: Die Europäische Zentralbank EZB und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin haben ihre „Erwartungshaltung mit maximaler Deutlichkeit“ ausgesprochen, dass im Jahr 2020 keine Dividende gezahlt wird. Mit dieser Formulierung haben sie eine Drohkulisse auch gegenüber Bankvorständen aufgebaut, die dazu führt, dass viele Banken das als faktisches Verbot auffassen und tatsächlich keine Dividende zahlen.

Das heißt, Sie setzen sich darüber hinweg?

Heiter: Nein, die Erwartungshaltung besteht zwar nach wie vor, allerdings hat die Bankenaufsicht im Herbst ergänzt, dass individuelle und gut begründete Ausnahmen hingenommen werden, sofern die Bank stabil aufgestellt ist. Genau das nehmen wir für uns in Anspruch und haben dies auch der Bankenaufsicht mitgeteilt. Es entspricht unserem Auftrag und unserem Geschäftsmodell, Mitglieder am Erfolg der Bank teilhaben zu lassen.

Wie hoch wird die Dividende ausfallen?

Heiter: Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam beschlossen, dass wir 39.000 Euro Dividende an unsere Mitglieder auszahlen. Zählt man noch die 182.000 Euro für Mitgliederboni und 50.000 Euro für den Mitgliederfonds hinzu, sprechen wir hier von einer Gesamtrendite von 2,6 Prozent. Das wäre bei einer Geldanlage mit ähnlicher Laufzeit nur zu erreichen, wenn man sehr hohes Risiko eingeht.

Hat die Anweisung Auswirkungen auf die Bank?

Heiter: Die EZB will die Dividenden-Zahlungen der Zentralbanken, in unserem Fall die DZ-Bank, unterbinden. Deshalb haben wir deren Dividende in Höhe von 500.000 EUR nicht erhalten. Wir sind aber guten Mutes, dass das nachgeholt wird.

Was treibt die Bankenaufsicht dazu?

Heiter: Mitte März gab es wegen der Auswirkungen auf den Corona-Lockdown einen historischen Kursrutsch an den Börsen. Zwar haben sich die Börsen unerwartet und teilweise unerklärlich rasch weitestgehend erholt, aber die Bankenaufsicht erwartet durch die Pandemie massive Auswirkungen auf die Wirtschaft, einem deutlichen Anstieg der Insolvenzrate und höhere Verluste im Kreditportfolio. Auch ich fürchte, dass wir alle die große Rechnung ab dem ersten Halbjahr 2021 präsentiert bekommen.

Sie können also verstehen, warum die Bankenaufsicht so reagiert?

Heiter: Grundsätzlich haben wir Verständnis für die Besorgnis der Bankenaufsicht; auch für ihr Ansinnen das Kapital der Banken, dass wiederum Grundlage für das Kreditgeschäft ist, zusammen zu halten. Aber wir missbilligen die undifferenzierte Vorgehensweise – erneut werden alle über einen Kamm geschoren. Wir sind keine unpersönliche kapitalmarktorientierte Privatbank, sondern eine Bank, die mit der Region, ihrer heimischen Wirtschaft und ihren Menschen verwurzelt ist. Deshalb sollen genau die, die uns ihr großes Vertrauen schenken, auch von unserem Erfolg profitieren!

Wie sieht denn Ihre Prognose für 2020 aus?

Heiter: Wir werden die Planzahlen selbst ohne die 500.000 Euro der DZ-Bank erreichen. Wir werden sie aber nicht so überschreiten, wie in den vergangenen Jahren. Wir sind und bleiben eine sehr vitale und gesunde Genossenschaftsbank mit Entwicklungspotenzial.

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Wichtige Beschlüsse für den Landkreis Ahrweiler gefasst

Ahrweiler, 01.12.2020 – Heute tagte in Koblenz die 64. Verbandsversammlung des Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) unter Leitung des Verbandsvorstehers Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Dabei wurden auch wichtige Beschlüsse für den Landkreis Ahrweiler gefasst.

Als bedeutender Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zur Steigerung der Attraktivität des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) setzt sich der SPNV-Nord für Elektrifizierungsprojekte, insbesondere von Nebenstrecken des Nahverkehrs an bereits elektrifizierte Hauptstrecken, ein. Dazu gehört auch die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn zwischen Remagen und Ahrbrück im Landkreis Ahrweiler. Die Fahrgastströme nach NRW verlangen nach Angeboten auf der Schiene über Remagen hinaus nach Bonn und Köln, die auch Teil des Zukunftskonzepts „Deutschland-Takt“ sind. Eine Elektrifizierung bietet beste Möglichkeiten der Beibehaltung und Ausweitung von durchgehenden Verbindungen aus dem Ahrtal weit nach NRW hinein.

Positive Neuigkeiten gibt es auch zur Landesgartenschau (LAGA) 2022 in Bad-Neuenahr-Ahrweiler, für die im Zeitraum vom 20. April  bis 16. Oktober 2022 zwischen 800.000 und 1 Million Besucher erwartet werden. Die Bereiche der LAGA erschließen sich perfekt mit dem Zug, deshalb plant der SPNV-Nord eine Ausweitung des Zug-Angebots auf der Ahrtalbahn zwischen Remagen und Dernau mit Einführung eines 20-Minuten-Taktes. Beschlossen wurde diese Verdichtung für samstags, sonntags und an Feiertagen im LAGA-Zeitraum.

Da ein 20-Minuten-Takt auf der Ahrtalbahn grundsätzlich eine wesentliche Angebotsverbesserung darstellt, setzt sich der SPNV-Nord auch für eine Beibehaltung nach der LAGA und eine Ausweitung auf montags bis freitags ein.

Um den Fahrgästen eine bessere Qualität im SPNV anzubieten, werden Profitester eingeführt. Davon profitiert der Landkreis Ahrweiler sowohl auf der Ahrtalbahn als auch im RE 5 und der RB 26 auf der linken Rheinstrecke.

„Ich freue mich, dass die Verbandsversammlung des SPNV-Nord grundlegende Beschlüsse zur Zukunft des Nahverkehrs im Kreis Ahrweiler getroffen hat. Mit den Untersuchungen zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn und den geplanten Verbesserungen des Zug-Angebots auf der Ahrtalbahn aus Anlass der LAGA 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler sind wichtige Weichenstellungen für eine nachhaltige, ökologische Mobilität in unserem Landkreis und der Region erfolgt“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Weiterführende Informationen zum öffentlichen Teil der 64. Sitzung der Verbands-versammlung sind einsehbar auf www.spnv-nord.de.

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KSK Mayen unterstützt Sanierungsarbeiten an Barockkirche St. Cecilia

Mayen/Saffig, 01.12.2020 – Ein symbolischer Spendenscheck der Kreissparkasse Mayen (KSK) über 6.000 Euro konnte kürzlich in Saffig an Pastor Alexander Kurp und Michael Reuter von der katholischen Kirchengemeinde St. Cäcilia im Beisein von Bürgermeister Dirk Rohm und Landrat Dr. Alexander Saftig zur Restaurierung der Barockkirche St. Cäcilia übergeben werden.

Die Saffiger Kirche St. Cäcilia ist ein Kleinod in der Region. Foto: KSK Mayen/Judith Sauerborn

Die Saffiger Kirche St. Cäcilia ist ein Kleinod in der Region und gilt mit ihrem barocken Baustil als Wahrzeichen von Saffig. Sie wurde in den Jahren 1739 bis 1742 nach den Plänen von Balthasar Neuman  – einem der bedeutendsten Baumeister des Barock und Rokoko – unter Leitung von Johannes Seitz erbaut. Die einzige Kirche im Bistum Trier unter dem Patronat der Heiligen Cäcilia wurde im klassischen mainfränkischen Barockstil erbaut und von dem seinerzeit in Saffig ansässigen Karl Kasper Graf von der Leyen in Auftrag gegeben.

Aber auch ein Kleinod kommt in die Jahre, was sich am Turm des Saffiger Gotteshauses nun mit Schäden an den beiden Welschen Hauben und der Turmzier – eine Kugel mit aufgesetzten Doppelkreuz – zeigt. „Im Rahmen der anstehenden Sanierungsmaßnahmen ist eine fachmännische Restaurierung der Holzbauteile sowie die komplette Neueindeckung der beiden Welschen Hauben vorgesehen. Darüber hinaus wird die Turmzier komplett abgebaut und ebenfalls fachmännisch restauriert“, erklärt Michael Reuter von der Kirchengemeinde St. Cäcilia.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme in Höhe von 368.000 Euro werden zu 60 Prozent vom Bistum Trier bezuschusst. Einen weiteren Anteil von je 10.000 Euro übernehmen die Ortsgemeinde Saffig und die Verbandsgemeinde Pellenz. Auch öffentliche Fördermittel wurden beantragt. Die verbleibende Finanzierungslücke wird aus Eigenmitteln der katholischen Kirchengemeinde St Cäcilia, des Fördervereins Barockkirche sowie aus Spendenmitteln finanziert.

„Für uns als traditioneller Förderer zum Erhalt historischer Bausubstanz in der Region ist es eine Selbstverständlichkeit, die Sanierungsarbeiten am Saffiger Gotteshaus mit einer Spende zu unterstützen“, freut sich KSK-Vorstandsmitglied Christoph Weitzel.

Gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig als Veraltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen und Manuela Klein als Leiterin des BeratungsCenters der KSK Mayen in Plaidt gratulierte Christoph Weitzel zur Spende und übergab symbolisch den „großen“ Scheck über 6.000 Euro vor der Saffiger Barockkirche.

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Geschäftsmann Wolfgang Scheidtweiler übernimmt nach zwei Steinfelder Klöstern zum 1. Januar auch die berühmte frühere Trappistenabtei Mariawald bei Heimbach

Steinfeld/Mariawald, 01.12.2020 – Das Überleben der einstigen Trappistenabtei Mariawald im Nationalpark Eifel bei Heimbach scheint gesichert zu sein. Zumindest als „touristischer Hotspot“, wie der frühere Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer in einer Pressekonferenz am Donnerstag betonte. Eine moderne Klosterbrauerei und ein Gäste- und Seminarhaus sind geplant sowie die Fortführung von Gasthaus, Klosterladen und Likörfabrikation.

Die frühere Trappistenabteil Mariawald war 1480 ursprünglich als Zisterzienserkloster gegründet worden, wurde mehrfach aufgelöst (Napoleon 1795, Kulturkampf zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Nazideutschland 1941), aber immer wieder von Mönchen neu besiedelt. Auch jetzt ist von einer neuen geistlichen Gemeinschaft die Rede, allerdings „nur“ als Mieterin. Luftbild: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mittelfristig soll aber auch eine geistliche Gemeinschaft aufgenommen werden, erklärte Pfarrer Rolf-Peter Cremer, der stellvertretende Generalvikar des Bistums Aachen und Vorsitzende des Trägervereins Mariawald. Der hatte die wirtschaftliche Verantwortung und die umfangreiche Klosterimmobilie – bis auf Kirche und Sakristei – am Donnerstag in einer fünfeinhalbstündigen Notariatssitzung zum 1. Januar 2021 an die „Kloster Mariawald GmbH & Co KG“ übertragen.

Sie wird von dem Hotel- und Brauereiunternehmer Wolfgang Scheidtweiler und Pater Lambertus Schildt SDS, dem Cellerar des Salvatorianerordens in Deutschland, geführt. Die beiden stehen auch an der Spitze der Kloster Steinfeld GmbH & Co KG in Kall, die vor einigen Jahren das berühmte Eifelkloster Steinfeld mit der Eifelbasilika und dem Grab des Heiligen Hermann-Josef sowie dem populären Hermann-Josef-Kolleg vor einer drohenden Schließung bewahrt hatte.

Pressetermin vor der Abteikirche, die nicht mit veräußert wurde (v.r.): Pfarrer Dr. Christian Blumenthal, der Rektor der Kirche bleibt, Geschäftsmann Wolfgang Scheidtweiler, der stellvertretende Aachener Generalvikar Rolf Peter Cremer, Prokurist Wolfgang Nowak, Mit-Geschäftsführer Pater Lambertus Schildt SDS, Ex-Bürgermeister Peter Cremer und der Steinfelder Hotelmanager Christoph Böhnke. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Trappistenabtei Mariawald war bereits seit 2014 in die Obhut der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens in Rom gestellt worden, so Anja Klingbeil, die stellvertretende Presesprecherin des Bistums Aachen. Die Entscheidung zur Schließung war insbesondere in Fürsorge für die dort noch lebenden Mönche getroffen worden. Sie waren im Durchschnitt 81 Jahre alt, ihre Versorgung vor Ort war nicht mehr gewährleistet. Zudem fehlte im Orden der Nachwuchs.

Interesse auch an Maria Frieden

Als Prokurist in Kall-Steinfeld setzten Wolfgang Scheidtweiler und Pater Lambertus Schildt SDS den erfolgreichen Hotelfachmann Christoph Böhnke ein, in Mariawald soll es Wolfgang Nowak richten, der sich bereits seit Jahren in unterschiedlichen Funktionen um die Geschäfte des Kermeter-Klosters Mariawald kümmert.

Scheidtweiler und Pater Lambertus haben auch die aufgelassene Benediktinerinnenabtei Maria Heimsuchung in Steinfeld erworben. Ein theoretisches Interesse an der in ihrer Existenz ebenfalls stark gefährdeten Trappistinnenabtei Maria Frieden in Dahlem (Bistumsregion Eifel) schloss der aus Mechernich-Wachendorf stammende Wolfgang Scheidtweiler nicht aus.

Mariawald kenne er seit seiner Brauereilehre in Gemünd. Seine Aufgabe sei es unter anderem gewesen, dorthin Gemünder Bier zu liefern, erzählte Wolfgang Scheidtweiler Medienvertretern. Die frühere Klosterbrauerei habe sein Vater aufgekauft und in der von ihm neugebauten Brauerei Gemünd verwendet. Auch einige der Patres und Mönche habe er seinerzeit persönlich kennengelernt.

Die letzten Mönche (Durchschnittsalter 81 Jahre) verbringen ihre Lebensabende in Altersheimen, nachdem die von Ex-Abt Dom Josef Vollberg inszenierte Rückkehr Mariawalds zum tridentinischen Messritus und zur vorkonziliaren Ordensordnung gescheitert war. Vollberg hatte sich davon Klostereintritte von traditionalistischen Klosteraspiranten aus der ganzen Welt versprochen, zu denen es aber nicht kam.

Um die Mönche kümmert sich weiterhin der von Ralf Peter Cremer geführte Verein. Rektor der Kirche bleibt der Heimbacher Pfarrer Dr. Christian Blumenthal, der regelmäßig in der Abteikirche Heilige Messen mit großem Zulauf an Gläubigen feiert.

„Die ganze Familie steht dahinter“

Wolfgang Scheidtweiler betonte, hinter seinen Klosterinvestitionen stehe seine gesamte Familie. Banken hielten solche Unternehmungen nur für begrenzt finanzträchtig. Im Kloster Steinfeld hat die von Wolfgang Scheidtweiler und Pater Lambertus Schildt geführte GmbH & Co KG 140 moderne und gehobenem Standard entsprechende Gästezimmer sowie zahlreiche stilvolle Seminar- und Tagungsmöglichkeiten geschaffen.

„Mariawald wird nicht ganz so groß“, verriet der als gläubig geltende Wolfgang Scheidtweiler, der in der Pressekonferenz auch jeweils enge persönliche Bindungen von Kindheit an zu den geistlichen Zentren Steinfeld und Mariawald zu Protokoll gab. Bereits bei den Planungen für den Umbau des Klosters werde man einen Bereich für den Einzug einer kleineren geistlichen Gemeinschaft als Mieterin vorsehen, so Scheidtweiler. Von „gefakten Mönchen wie in manchen ehemals buddhistischen Klosteranlagen“ halte er nichts.

Das Bistum Aachen, verriet Scheidtweiler, sei auch schon in Verhandlungen. Der stellvertretende Generalvikar Rolf-Peter Cremer sagte, dieser Weg sei aussichtsreicher als die Übertragung der gesamten Klosteranlage an eine andere Gemeinschaft. Auch das habe man – allerdings mit ausgebliebenem Erfolg – versucht.

In einer Videogrußbotschaft wurde Abt Bernardus Peeters aus dem Trappistenkloster Königshoeven (NL) der Pressekonferenz zugeschaltet. Auch er begrüßte die jetzt gefundene „gute Lösung“ für die ihm nach dem Rücktritt von Dom Josef zusätzlich übertragene Abtei Mariawald.

Sie war 1480 ursprünglich als Zisterzienserkloster gegründet worden, wurde mehrfach aufgelöst (Napoleon 1795, Kulturkampf zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Nazideutschland 1941), aber immer wieder von Mönchen wiederbesiedelt. Ursprünglich war das Kloster auch Sitz des Gnadenbildes von Heimbach, einer im Volksglauben als wundertätig geltenden Pieta, die heute im benachbarten Wallfahrtsort Heimbach verehrt wird.

Keine Konkurrenz zum Klosterbier

Die neue Klosterbrauerei Steinfeld wird eine so genannte Schaubrauerei, wie sie heutzutage in vielen kleineren Brauhäusern eingebaut wird – die Gäste können dem Braumeister dabei zusehen, wie der Gerstensaft behandelt wird und reift. „Die neue Mariawalder Klosterbrauerei steht bereits bei einem Kupferschmied in der Fertigung“, so Wolfgang Scheidtweiler, selbst ein gelernter und studierter Bierbrauer.

Der Mariawalder Klosterbräu soll keine Konkurrenz zum bereits am Markt etablierten „Steinfelder Klosterbrier“ darstellen, das von der Gemeünder Brauerei hergestellt wird. Das Mariawalder Bier solle vor allem vor Ort in der Klostergastronomie ausgeschenkt werden. „Vielleicht füllen wir es auch in geringen Mengen zum Mitnehmen in Flaschen ab“, so Wolfgang Scheidtweiler. Rein Verkauf in Supermarktketten sei hingegen nicht vorgesehen.

Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens in Rom hatte im Jahr 2018 entschieden, dass der Konvent Mariawald aufgelöst wird. Mit der Auflösung des Konvents hatte der Verein „Kloster Mariawald“ vorübergehend weiter die Verantwortung für die Immobilien.

Er wurde nach einer Satzungsänderung um Mitglieder, die der Bischof von Aachen ernennen konnte, erweitert. In den Vorstand wurden Abt Bernardus Peeters aus dem Trappistenkloster Konigshoeven (NL), der damalige Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer und Dompropst Rolf-Peter Cremer, stellvertretender Generalvikar des Bistums Aachen, gewählt.

Der Verein hatte sich nach dem Weggang der Mönche 2018 im wesentlichen drei Ziele gesetzt: die Sicherstellung des Unterhalts der Mönche, die Fortführung der wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe und die Unterstützung der Weiterentwicklung von Mariawald als Ort der Spiritualität und der geistlichen Ausstrahlung sowie die Zukunft der Klosterbetriebe zu sichern. Dies sei gelungen, so Anja Klingbeil. Nun werde das Klostergebäude in einem Erbpachtvertrag auf einen neuen Träger übertragen.

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HwK-Vollversammlung: Parlament des Handwerks tagt digital und fasst Beschlüsse in Hybridveranstaltung

Region/Koblenz, 01.12.2020 – Das hat es in 120 Jahren Handwerkskammer (HwK) Koblenz noch nicht gegeben: ein voll beschlussfähiges Parlament des Handwerks aus Arbeitgeber- wie Arbeitnehmervertretern, die aufgrund der Corona-Richtlinien nicht an einem Ort gemeinsam tagen und beraten konnten. Die Lösung: eine Hybrid-Veranstaltung mit einem kleinen Personenkreis in Präsenzform in Räumlichkeiten der HwK sowie internetbasierte Zuschaltung aller anderen Mitglieder und von diversen Zuschauern. Nicht nur der Austausch untereinander wurde so digital sichergestellt, sondern auch das Abstimmen zu wichtigen Tagesordnungspunkten. Die Vollversammlung der HwK zählt 48 Mitglieder, 32 Arbeitgebervertreter und 16 aus dem Kreis der Arbeitnehmer. An der Spitze ist der Vorstand durch Präsident Kurt Krautscheid (Arbeitgeber) sowie die Vizepräsidenten Joachim Noll (Arbeitnehmer) und Mark Scherhag (Arbeitgeber) besetzt.

Ungewohnte Medien-Kulisse einer Vollversammlung zwischen Monitoren und Online-Klick: die Corona-Auflagen ließen ein nur kleines Forum in den Räumen der Handwerkskammer Koblenz zu, während die meisten der insgesamt 48 Vollversammlungsmitglieder digital teilnahmen. Bildtexte/Quelle: HwK Koblenz

Die Anfang November durch die Bund-Länder-Vertreter beschlossenen, erweiterten Corona-Auflagen haben auch die Vorbereitungen auf die HwK-Vollversammlung geprägt. „Eine Online-Konferenz durchzuführen war weniger das Problem. Wir mussten auch eine rechtssichere Interaktion in der Beschlussfassung organisieren. Was ja für alle Beteiligten in dieser Form Neuland war“, erklärt HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich die Vorbereitung und Durchführung dieser Traditionsveranstaltung in neuem Format. Die Premiere ist gelungen, denn alle Beiträge, Reden und Abstimmungen konnten reibungslos auch online durchgeführt werden. Unter anderem hat die HwK Maurer Markus Morawietz (Rengsdorf) als neues Mitglied in den Vorstand gewählt. Er folgt auf das Arbeitnehmer-Mitglied Schachtmeister Karl-Heinz Müller (Kirchwald), der aus Vorstand und Vollversammlung ausgeschieden ist und digital verabschiedet wurde. In der Vollversammlung rückt Maurermeister Klaus Withum (Neuwied) für ihn nach. Für den ebenfalls aus der Vollversammlung ausgeschiedenen Arbeitgebervertreter Dipl.-Ing.  Detlef Börner (Koblenz) übernimmt Dachdeckermeister Gregor Orth (Grafschaft) das Mandat. Das HwK-Parlament verabschiedete einen Kammerhaushalt für 2021 in Höhe von 43,5 Mio. Euro.

In seiner Rede ging HwK-Präsident Kurt Krautscheid auf die aktuelle Lage im Handwerk wie auch die wichtigsten Projekte der Handwerkskammer ein. Geprägt ist das handwerkliche Leben im Corona-Jahr 2020 natürlich auch durch die Gesundheits- und Hygienemaßnahmen. Nach dem Konjunkturknick im Frühjahr haben sich die Werte zur Wirtschaftslage im Herbst 2020 wieder deutlich erholt. „Mitten in der ersten Corona-Welle wurden die Werte für den ersten Konjunkturbericht 2020 abgefragt. Sie gingen um knapp 30 Prozent runter. Und auch bei den Aussichten herrschte eher Zurückhaltung. Nur noch 35 Prozent der befragten Unternehmen wollten sich damals positiv äußern. Daraus wurden im Laufe des Jahres 85 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Herbstkonjunkturbericht nur noch neun Prozent unter dem Wert von 2019.“ Krautscheid spricht mit Blick auf diese Zahlen von einer „stabilen Wirtschaftslage im Handwerk, das sich vom Corona-Schock gut erholt hat.“

Das griff auch Staatssekretärin Daniela Schmitt in ihrer Rede auf. Die Politikerin war persönlich nach Koblenz angereist und lobte das Handwerk als „stabilisierenden und verlässlichen Faktor in der Corona-Krise. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Betriebe und ihre Mitarbeiter hier schnell und zielorientiert reagiert haben. Die guten Konjunkturwerte sprechen für sich!“. Die Handwerkskammer Koblenz habe in dieser für alle schwierigen Situation mit einem modernen, stets präsenten und aktuellen Krisenmanagement überzeugt. „Das zeigt sich auch in der heutigen Vollversammlung. Eine solche Hybridveranstaltung ist eine moderne und zeitgemäße Form der Kommunikation und ermöglicht uns allen, im Dialog zu bleiben. Das ist wichtig, gerade jetzt in dieser Phase, denn der Kontakt untereinander darf nicht verloren gehen.“

Dabei spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle „und die Kammer war hier ohnehin gut aufgestellt, hat die Digitalisierungsoffensive in diesem Jahr extrem vorangetrieben“, betont Kurt Krautscheid und nennt Beispiele: Meistervorbereitung und Weiterbildungsseminare, Lehrstellen Akquise, Veranstaltungen, Informations- und Beratungsleistungen – „das alles musste schnell und zuverlässig übers Internet funktionieren. In einigen Feldern gab es bereits Plattformen, auf die wir aufsetzen konnten, manchmal war es aber auch ein Kaltstart.“ Der letztendlich glückte. „Vieles davon werden wir über Corona hinaus beibehalten und weiterentwickeln“, nennt Krautscheid Begleitaspekte der Pandemie-bedingten Umstellungen.

Die Kammer selbst liegt mit ihren Projekten im Plan. Sowohl der Mensa-Neubau wie auch die Planungen für den Campus Handwerk mit einer neuen Verwaltungszentrale am Standort der Berufszentren August-Horch-Straße in Koblenz kommen gut voran.

Für die Arbeitnehmerseite des Handwerks im nördlichen Rheinland-Pfalz sprach Joachim Noll in der Vollversammlung. Der Kfz-Meister wies insbesondere auf die Bedeutung flächendeckender Tarifverträge hin. „Gerade jetzt in der Zeit der Pandemie zeigt sich, wie wichtig sie für die Absicherung der Arbeitnehmer und ‑nehmerinnen sind“. Der Handwerksmeister griff beispielhaft die jüngste Entscheidung auf, die Tarifverträge im Kfz-Handwerk seitens der Arbeitgeber nicht zu verlängern. Sein Appell: „Wenn wir in absehbarer Zeit nicht eine noch größere Flucht aus dem Handwerk in die Industrie erleben möchten, müssen die handelnden Personen die Gespräche so schnell wie möglich wiederaufnehmen und für die Beschäftigten und ihre Betriebe vernünftige Tarifverträge verhandeln und auch abschließen. Tarifverträge sind ein wichtiger Beitrag, um das Handwerk zu stärken.“ Das wirke sich dann auch auf den Ausbildungssektor positiv aus.

Die Krisenbewältigung der Handwerkskammer lobte Noll: „Die Ausbildungszentren wurden entsprechend der Corona Verordnungen ausgestattet, so dass die überbetrieblichen Lehrunterweisungen in der üblichen Qualität präsent stattfinden konnten. Die HwK hat hier engagiert und vorbildlich gehandelt.“

Weitere Informationen zur Vollversammlung gibt die HwK-Pressestelle, Tel. 0261/ 398-161, joerg.diester@hwk-koblenz.de