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Matthias Linden gewinnt Ortsvorsteherwahl in Wittlich-Wengerohr

Wittlich-Wengerohr. 11.12.2020 – Drei Kandidaten standen am vergangenen Sonntag als künftige Ortsvorsteher des Stadtteils Wengerohr zur Wahl. Insgesamt gaben 855 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 37,48 Prozent. Der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler war mit rund 24 Prozent ein wenig höher als bei anderen Wahlen üblich. Der 58-jährige Justizvollzugsbeamte Matthias Linden, der als Einzelbewerber kandidierte, konnte bereits im ersten Wahlgang 54 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit auf sich vereinigen.

Der von der CDU ins Rennen geschickte Jan Salfer erreichte 35 Prozent. Michael Monzel kam auf rund 11 Prozent der Wählerstimmen. Linden war sichtlich überrascht über das sehr eindeutige Ergebnis und freute sich über die Glückwünsche von Bürgermeister Joachim Rodenkirch und der anwesenden Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Die Ernennung und Amtseinführung des neuen Ortsvorstehers findet am 15. Dezember 2021 im Rahmen der Stadtratssitzung statt.

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Stadt Meckenheim sucht ehrenamtliche Schiedsperson – Bewerbungsfrist läuft bis zum 23. Dezember

Meckenheim, 11.12.2020 – Der amtierende Schiedsmann im Bezirk II (Altendorf, Ersdorf und Lüftelberg) der Stadt Meckenheim, Walter Wette, gibt sein Schiedsamt nach 30 Jahren Tätigkeit auf. Die Stadt Meckenheim sucht deshalb für diesen Bezirk einen Nachfolger. Die gewählte Schiedsperson wird gleichzeitig zur stellvertretenden Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk I (Meckenheim und Merl) gewählt.

Das Schiedsamt

Die Tätigkeit als Schiedsfrau oder Schiedsmann ist ein Ehrenamt. Die Schiedsperson wird für fünf Jahre vom Rat der Stadt Meckenheim gewählt und vom Amtsgericht Rheinbach bestätigt. Eine Wiederwahl ist möglich, sofern weiterhin die Voraussetzungen erfüllt sind.

Wer für das Schiedsamt geeignet ist

Alle Personen

  • zwischen 30 und 70 Jahren
  • die das Wahlrecht besitzen und
  • die nicht unter Betreuung stehen
  • die im Schiedsamtsbezirk II (Altendorf, Ersdorf und Lüftelberg) wohnen. Der Wohnsitz im Schiedsamtsbezirk ist keine zwingende Voraussetzung.
  • In ihrer Privatwohnung muss die Schiedsperson einen separaten, ausreichend großen Raum für die Schlichtungsverhandlungen zur Verfügung stellen können, denn die Herstellung einer ruhigen und entspannten Atmosphäre unterstützt die Voraussetzung für eine Einigung und die Wiederherstellung des sozialen Friedens. Nach Absprache kann im Einzelfall auch ein Raum im Rathaus der Stadt Meckenheim zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Schiedsperson muss von ihrer Persönlichkeit her zur Streitschlichtung besonders geeignet sein. Dies wird in einem Bewerbungsgespräch geklärt. Verläuft dieses Gespräch positiv, werden noch eine Auskunft aus dem Schuldnerregister beim Amtsgericht und ein Führungszeugnis eingeholt.

Bewerbung einreichen

Ihre formlose Bewerbung reichen Interessierte bis zum 23. Dezember bei der Stadt Meckenheim, Fachbereich Bürgerbüro, Personenstandswesen, Statistik und Wahlen, Siebengebirgsring 4, 53340 Meckenheim ein.

Darin sind anzugeben:

  • Name, Vorname, Geburtsname
  • Geburtstag, Geburtsort
  • Anschrift
  • Beruf
  • Telefon, Telefax sofern vorhanden, E-Mail-Adresse

Gibt es eine Auslagenerstattung?

Für die Nutzung ihrer Wohnung erhält die Schiedsperson eine jährliche Aufwandsentschädigung. Außerdem bekommt sie eine Fallpauschale für jeden verhandelten Fall. Diese Pauschale wird ebenfalls jährlich gezahlt. Auf Antrag werden ihr zusätzlich die notwendigen Auslagen erstattet. Sämtliche Schulungskosten übernimmt ebenfalls die Stadt Meckenheim.

Wie endet das Amt der Schiedsperson?

Die Amtszeit als Schiedsperson endet zunächst nach Ablauf der Wahlzeit von fünf Jahren. Eine Wiederwahl ist aber möglich, wenn sich die Schiedsperson erneut bewirbt und immer noch die Wahlvoraussetzungen erfüllt.

Das Schiedsamt ist an einen Schiedsamtsbezirk gebunden. Die Schiedsperson sollte in diesem Bezirk wohnen. Bei einem Wegzug aus Meckenheim endet die Tätigkeit automatisch.

In dringenden Ausnahmefällen wie zum Beispiel einer schweren Krankheit, die Pflege naher Angehöriger oder häufige berufliche Abwesenheit kann die Schiedsperson aus persönlichen Gründen vor Ablauf der Wahlzeit um Entpflichtung bitten.

Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Ausführliche Auskünfte zum Schiedsamt gibt es bei der:

Stadt Meckenheim, Ursula Schmitz, Leiterin des Fachbereiches Bürgerbüro, Personenstandswesen, Statistik und Wahlen, Telefon (02225) 917-202, Fax (02225) 917-66168.

Ein Flyer zum Schiedsamt kann auch nach schriftlicher Anforderung unter der E-Mail ursula.schmitz@meckenheim.de zugesandt werden.

Weitere Informationen erhalten Interessierte zudem im Internet unter www.schiedsamt.de und www.justiz.nrw.de.

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Pater Albert entsendete 3 Nikoläuse um über 100 Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern

Klausen, 11.12.2020 – Der Heilige Nikolaus ist u.a. als Freund der Kinder bekannt. Deshalb war es ausgeschlossen, dass der Nikolaus wegen Corona nicht zu den Kindern nach Klausen kommt. Rund 100 Kinder hatten sich angemeldet, dass der Nikolaus zu ihnen kommen soll. Da Klausen in der Fläche ein großes Dorf ist, mussten drei Nikoläuse her, um die Kinder zu besuchen. Pater Albert Seul OP hat am Nikolaustag die Nikoläuse am Portal vor der Wallfahrtskirche entsandt. Die Nikoläuse machten mit lautem Schellen auf sich aufmerksam und wurden von freudigen Kinderaugen am Straßenrand erwartet.

Für jedes Kind hatte der Nikolaus ein liebes Wort und eine kleine Überraschung. Auch auf die Gesichter der Eltern und der Senioren zauberte der Nikolaus mit seinen Helfern ein lächeln ins Gesicht. Selbstverständlich hat auch der Nikolaus auch eine Mund/Nasenmaske getragen. „Der Brauch des Nikolaus und der Besuch der Kinder in Klausen war gerade auch in Zeiten von Corona wichtiger denn je, um Freude in das Leben zu bringen.“ sagt Pater Albert. Das SWR Fernsehen hat den Nikolaus begleitet und wir darüber im Rahmen der großen Reportage über Klausen im nächsten Jahr berichten.

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Aloys Krämers erstes Werk „Zeiten“ jetzt in der Buchhandlung Reuffel in Mayen erhältlich

Mayen, 11.12.2020 – Der Mayener Aloys Krämer hat sein erstes Werk „Zeiten“ herausgegeben. Es ist ab sofort in der Buchhandlung Reuffel in Mayen erhältlich und nach der Corona-Pause auch im Museumshop des Eifelmuseums.

Der Titel „Zeiten“ begründet sich aus den Inhalten des Gedichtbandes, da er Themen von König David über Richard Löwenherz bis zu heute (z.B. Biker) behandelt. Die 31 Titel regen zum Schmunzeln, Nachdenken und Lachen an. Sie beziehen sich auf die Schwerpunkte Mayen, Historie und sein eigenes Erlebtes. Illustration und Gestaltung wurden von Dietmar Hildebrand beigetragen.

Besonders die Gedichte rund um die Eifelstadt sind ein guter Grund, das „Büchlein“ zu Weihnachten zu verschenken.

Aloys Krämer hat schon in vielen Bereichen seine Liebe zur Heimat dokumentiert: So ist er nicht nur Kunsthandwerker, der beispielsweise viele Motive aus der Heimat auf Schiefer gefertigt hat. Besonders stolz ist er auch auf den Zunftbaum vor dem neuen Mayener Rathaus.

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Corona-Pandemie: Landrat Wolfgang Spelthahn fordert strengere Maßnahmen

Düren, 10.12.2020 – Der 7-Tages-Inzidenzwert von 200 ist im Kreis Düren erneut überschritten worden. Daher fordert Landrat Wolfgang Spelthahn zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren und vor allem auch zum Eindämmen der Pandemie nun strengere Maßnahmen. In einem Brief hat er sich am Donnerstagnachmittag an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) Nordrhein-Westfalen (NRW) gewandt.

„Im Kreis Düren wird seit Wochen ein überdurchschnittliches diffuses Infektionsgeschehen festgestellt, welches überwiegend auf Schulen, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Großfamilien zurückzuführen ist“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Zuletzt gab es einige Fälle in einer Pflegeeinrichtung in der Gemeinde Hürtgenwald, aber auch andere Einrichtungen sind betroffen. Dennoch gibt es keine konkreten größeren Ausbruchsgeschehen, die diesen Anstieg alleinig erklären könnten. Doch die Infektionszahlen im Kreis Düren steigen kontinuierlich und auch die Zahl der Todesfälle stieg zuletzt merklich an. „Wir beobachten die Entwicklung der Fallzahlen täglich und mit strengem Auge. Wir müssen jetzt handeln und können uns keine weihnachtliche Schonfrist einräumen“, sagt Spelthahn.

In seinem Brief an das MAGS bittet Landrat Wolfgang Spelthahn um Einverständnis für die Vorschläge zu strengeren Maßnahmen. „Nur so lassen sich aus meiner Sicht eine Überlastung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie weitere Infektionen und Todesopfer verhindern“, betont Spelthahn. Seine Vorschläge umfassen unter anderem:

– Den Wechsel zum Distanz-/digitalen Unterricht oder Wechselunterricht ab dem 14. Dezember in allen weiterführenden Schulen, Berufsschulen und anderen Bildungseinrichtungen

– Eine strengere Besuchsbeschränkung in Pflegeeinrichtungen (eine oder zwei festgelegte Personen und maximal eine Stunde pro Tag pro Bewohner)

– Die Reduzierung privater Zusammenkünfte auf Personen des eigenen und eines weiteren Haushaltes. Auch die Personenzahl soll auf maximal zehn, eher fünf, Personen reduziert werden.

– Der Kreis Düren plant zudem eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr. Das Verlassen der im Kreisgebiet gelegenen Wohnung ist dann nur bei Vorliegen triftiger Gründe wie beispielsweise der Ausübung der beruflichen Tätigkeit, Handlungen zur Versorgung von Tieren, der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und auch dem Einkaufen von Lebensmitteln erlaubt.

– Eine Beschränkung der Anzahl von Kunden im Einzelhandel (nicht mehr als eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche).

Bereits am morgigen Freitag wird eine erste Reaktion des Landes erwartet, das den Vorschlägen des Kreises Düren noch zustimmen muss. „Wir versprechen uns von den nun erbetenen strengeren Maßnahmen eine Verbesserung der derzeitigen Ausgangslage. Wir möchten alles tun, um der Pandemie zum Jahresende entschieden entgegenzuwirken“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

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DEHOGA unterstützt private Initiative „Leere Stühle“ am Freitag, 11. Dezember in Koblenz

Region/Bad Kreuznach, 10.12.2020 – Der DEHOGA Rheinland-Pfalz unterstützt die Aktion „LEERE STÜHLE“ am Freitag, 11. DEZEMBER ´20, 11 – 12 Uhr am Deutschen Eck in Koblenz.

Die private Initiative „Leere Stühle e.V.“ lädt alle Gastronomen, Hoteliers, Caterer, Schausteller, Künstler und Soloselbstständige ein, sich – unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen – an der Mahnwache zu beteiligen, um erneut auf die existenzbedrohende Situation des Gastgewerbes aufmerksam zu machen.

DEHOGA Präsident Gereon Haumann: „Wir unterstützen die private Initiative „Leere Stühle e.V.“ bei der morgigen Veranstaltung in Koblenz gerne ideell durch die Teilnahme der Mitglieder unseres Verbandes und seiner Gremien, weil wir gleichlautende Forderungen haben. So werden Mitglieder des DEHOGA Präsidiums am Mahnmal mit den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben, stellvertretend für die 13.500 Gastgeber in Rheinland-Pfalz, Flagge zeigen, um auf die prekäre Situation hinzuweisen, in die unsere Betriebe unverschuldet durch die angeordnete Schließung gebracht wurden“. Ende Dezember werden die meisten Restaurants und Hotels in diesem Jahr viereinhalb Monate komplett geschlossen haben. „Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Jeder Tag zählt. 70 Prozent unserer Gastgeber sehen sich aufgrund der erheblichen Umsatzverluste von bis zu 50% in diesem Jahr in ihrer Existenz akut gefährdet. In der mittlerweile sechsten Woche des zweiten Lockdowns sind die bislang gewährten Abschläge von maximal 10.000 Euro für viele Betriebe lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Haumann und fordert eine deutliche Erhöhung der Abschlagszahlungen.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Weihnachtsruhe nutzen, um Infektionszahlen zu senken

Region/Mainz, 10.12.2020 – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, dass es in Rheinland-Pfalz nicht zu den Weihnachts- und Silvesterlockerungen kommen wird, die im November noch geplant und erhofft waren.

„Die Zahlen der Neuinfektionen und besonders der schweren und tödlichen Verläufe machen Verschärfungen notwendig. In vielen Regionen in Deutschland sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Das wollen wir für Rheinland-Pfalz verhindern“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir haben jetzt die Chance, die Weihnachtsferien zu nutzen, eine Zeit in der das öffentliche Leben ohnedies weitgehend ruht, um das Land weiter runterzufahren und so weiter Kontakte zu reduzieren.“

In einer Zeit, in der die Schulen und viele Betriebe ferienbedingt geschlossen hätten, sei auch der wirtschaftliche Schaden geringer als in anderen Zeiten. „Ich halte es für wichtig, dass wir eine gemeinsame Linie für ganz Deutschland vereinbaren. Das ist notwendig, da wir ansonsten einen Corona-Tourismus zwischen Ländern mit und ohne Lockdown erleben würden, der kontraproduktiv wäre. Wir müssen bei den Beratungen auch bundesweite verpflichtende Schutzmaßnahmen für Alten- und Pflegeheime festlegen, denn leider müssen wir feststellen, dass dort noch immer viel zu hohe Infektionszahlen sind“, so die Ministerpräsidentin.

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Bürgermeister der Verbandsgemeinden und Landrat stellen sich gemeinsam der Verantwortung

Landkern/Kreis COC, 10.12.2020 – Während wir uns derzeit im sogenannten „Lock-down“ befinden und monatelange Einschränkungen bereits hinter uns liegen, richten sich alle Hoffnungen auf einen wirksamen Corona-Impfschutz. „Es gibt endlich Grund zum Optimismus“, so die Bürgermeister der Verbandsgemeinden – Jung, Steimers, Lambertz und Simon – unisono.

„Unsererseits werden alle Vorkehrungen getroffen und wir setzen alles daran, dass das Impfzentrum in Landkern am 15. Dezember 2020 starten kann. Sobald ein Impfstoff in Deutschland zugelassen ist und dann durch das Land an die Impfzentren verteilt wurde, können wir mit dem Impfen beginnen“, betont Landrat Manfred Schnur.

Die Einrichtung und Betreibung eines Impfzentrums stellt gleichzeitig eine große logistische Herausforderung für die Verwaltung dar.

„Doch dieser Herausforderung und vor allem der Chance zur Impfung müssen und möchten wir uns geschlossen stellen und gemeinsam mithelfen, dass es ein schneller Erfolg wird“, so die Bürgermeister und der Landrat.

Durch die Unterstützung aller vier Verbandsgemeinden ist es möglich, diesen Weg – sowohl organisatorisch als auch personell – gemeinsam zu gehen.

Natürlich bringt die Einrichtung des Impfzentrums auch Einschränkungen mit sich. Nicht zuletzt, da die Eifelgoldhalle in Landkern nun für längere Zeit nicht als Sport- oder Veranstaltungshalle zur Verfügung steht.

„Hierfür möchten wir uns nochmals ausdrücklich bedanken und gleichzeitig erneut um Verständnis bitten. Wir stellen uns hierbei einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung in noch nie gekanntem Umfang, die nur gemeistert werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen.

Uns ist es wichtig, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich impfen zu lassen und eine möglichst große Akzeptanz zu schaffen. Denn nur mit einer hohen Impfquote können wir es schaffen, dass Todesfälle verhindert und Maßnahmen wieder gelockert und nicht zuletzt ganz aufgehoben werden“, so die Bürgermeister und der Landrat weiter.

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Junior Uni Daun: Stadtrat einstimmig begeistert!

Daun, 10.12.2020 – Stadtrat spricht sich einstimmig für die Junior Uni Daun aus. Der Stadtrat war am vergangenen Donnerstag zu einer Sitzung zusammengekommen, um im öffentlichen Teil unter anderem über den Antrag der LEPPER Stiftung abzustimmen, ob das für den Bau der Junior Uni Daun notwendige Änderungsverfahren des Bebauungsplans auf den Weg gebracht werden kann.

Bereits Anfang November hatte der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Stadt Daun den für die Bebauung notwendigen Änderungsantrag einstimmig angenommen. Dem Votum des Ausschusses stand der Stadtrat in nichts nach. Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder für den Antrag der LEPPER Stiftung aus.

Damit können nun sowohl der Bauantrag für die Junior Uni Daun als auch die Änderung des Bebauungsplans für das Gelände, auf dem die Junior Uni Daun errichtet werden soll, auf den Weg gebracht werden.

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Wirtschaft

Zweite KSK Mayen Kunden-Veranstaltung als Telefonkonferenz fand eine große Resonanz

Mayen/Region, 10.12.2020 – Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Uwe Burkert beleuchtete die aktuelle Situation und wagte erste Ausblicke zur weiteren Entwicklung der Finanzmärkte in den kommenden Monaten. Das Jahr 2020 bleibt auch zum Ende hin weiter spannend. Corona, die US-Wahl und die Niedrigzinspolitik prägen unser Umfeld. Aktuell spielt die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie, aufgrund des

Teil-Lockdowns in allen Lebensbereichen nach wie vor eine große Rolle, was auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte und somit auch auf die persönlichen Geldanlagen hat

Nach der großen Resonanz auf die erste Telefon-Kundenveranstaltung im Sommer dieses Jahres lud die Kreissparkasse Mayen (KSK) nun zur zweiten Kunden-Infoveranstaltung in Form einer Telefonkonferenz ein, um Kunden und Anlegern einen Überblick zur aktuellen Lage auf den Finanzmärkten zu geben.

Zahlreiche Kunden der Kreissparkasse Mayen hatten sich im Vorfeld zu dieser Telefonkonferenz angemeldet, bei der der aus Stuttgart zugeschaltete Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Uwe Burkert im Interview mit dem Leiter des VermögensberatungsCenters der KSK Mayen, René Goldberg, sprach. In dem rund 70 minütigen Gespräch beleuchtete Burkert die aktuelle Situation im Teil-Lockdown und wagte erste vorsichtige Ausblicke zur wirtschaftlichen Entwicklung im Hinblick auf Geldanlagen, Immobilien- und  Aktienmärkte sowie Edelmetalle in den kommenden Monaten.

Zur aktuellen Situation äußerte sich Burkert vorsichtig optimistisch. Der Wirtschaftsmotor laufe gut, trotz einer gewissen Leichtsinnigkeit nach den Lockerungen des Sommers – auch trotz der Tatsache, dass die Infektionszahlen jetzt im Herbst höher liegen als im Frühjahr. Das Wachstum halte sich, was zeige, dass die Rettungsmaßnahmen greifen. Politik und Menschen haben viel gelernt und die Gesellschaft agiere nach wie vor besonnen, wie Uwe Burkert bemerkt.

Für 2021 prognostizierte der Chefvolkswirt der LBBW eine Erholung der Wirtschaft. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes werde bei 4% liegen. Für die EU rechnet Burkert mit 4,5% und weltweit hält der Spezialist sogar 5,4% für realistisch, was auch als Folge der staatlichen Maßnahmen zu werten ist.

Hierbei muss aber relativiert werden, dass die Konjunktur in Deutschland einen Einbruch von 6% erlebt habe. Nach den Lockerungen im Sommer konnte bereits im 3. Quartal wieder ein starkes Wachstum beobachtet werden, was sich in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Seiner Einschätzung folgend wird es aber mindestens zwei gute Jahre brauchen, um das Level „vor Corona“ zu erreichen – vorausgesetzt es gibt keine weiteren negativen Einflüsse, z.B. durch weitere Corona-Wellen.

Burkert gab den Teilnehmern der Telefonkonferenz einen positiven Ausblick, in dem er symbolisch davon sprach, dass die Sonne derzeit aus zwei Richtungen aufgehe: Die eine Sonne stehe für China, das es geschafft habe, seine Wirtschaft wieder unter Volldampf hoch zu fahren und so die Weltwirtschaft mitziehe. Die zweite Sonne stehe für die baldige Einführung/Zulassung von wirksamen Impfstoffen, die voraussichtlich ein Stück weit Normalität erwarten lassen. Er relativiert jedoch, da einerseits überwiegend die Industriebranchen von Chinas Wachstum profitieren und andererseits die Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen mindestens ein halbes Jahr dauern könne, was in erster Linie von logistischen Herausforderungen und von der Impfbereitschaft in der Bevölkerung abhänge. So werde der Herbst 2021 voraussichtlich ein flacheres Infektionsgeschehen zeigen als der Herbst 2020. „Corona wird uns auch in 2021 weiter begleiten. Wir werden aber besser damit umgehen können, aufgrund einer besseren medizinischen Versorgung und neuer ökonomischer Erkenntnisse“, ist sich Uwe Burkert sicher.

Zur Situation in den Vereinigten Staaten nach der zurückliegenden Präsidentschaftswahl geht der Chefvolkswirt der LBBW davon aus, dass sich unter dem neuen Präsidenten Joe Biden der Umgangston verändern bzw. verbessern werde. Ein Kurswechsel werde aber nicht zu erwarten sein, da Biden in der Sache hart bleiben wird, bzw. bleiben muss, auch um den Wählern aus dem „Trump-Lager“ gerecht zu werden. Es wird weiterhin um Handelskonflikte und Rüstungsfragen gehen, vermutet Uwe Burkert.

Bei der Entwicklung des Zinsniveaus geht Burkert davon aus, dass Zinserhöhungen der EZB noch auf sich warten lassen werden, auch um stark verschuldeten Staaten ihren Schuldenabbau zu erleichtern, begünstigt durch die aktuell niedrige Inflationsrate. Das dürfte Anleger allerdings eher nicht erfreuen, was diese dazu bewegen wird, sich nach Alternativen umzuschauen. Des einen Freud sei des anderen Leid, wie Burkert mit einem hörbaren Schmunzeln resümiert.

Den Aktienmarkt prognostiziert er mittelfristig mit einer grundsätzlich positiven Grundstimmung, auf der viele Anleger „mitschwimmen“ werden. Die Aktie biete hier drei entscheidende Vorteile: Zum einen handele es sich um reale Werte, mit einem entsprechenden Unternehmensgegenwert. Zum anderen seien diese Werte durch Verkauf schnell in Liquidität umsetzbar. Zu guter Letzt sei über die Dividenden trotz niedrigem, bzw. negativem Zinsniveau eine Rendite zu erzielen, was durch die vollen Auftragsbücher vieler Unternehmen begünstigt wird. Es empfiehlt sich jedoch das Portfolio auch international zu bestücken, um von den positiven Entwicklungen in anderen Ländern zu profitieren. Gold sei hierbei als Stabilisator immer eine gut Beimischung im Portfolio. Grundsätzlicher Nachteil damals wie heute ist, dass Gold keinen Zinsenertrag erzielt. Weiterer Nachteil ist, dass Gold in Dollar gehandelt werde, dessen Kurs zum Euro ggf. sinken kann. Es ist aber von einer stetigen Wertsteigerung auszugehen, resümiert Burkert.

Auf dem Immobilienmarkt beobachtet Burkert moderat steigende Preise. Die niedrigen Zinsen tragen dazu bei, dass das Kaufinteresse nach wie vor hoch sei. Wobei das Interesse an Wohnobjekten in den Randgebieten der Ballungsräume stärker sei als in den Innenstadtbereichen.

Bei den gewerblichen Immobilien zeichne sich eine Spreizung ab. Produktions- und Lagerobjekte seien aktuell sehr gefragt, was im boomenden Online-Handel begründet liegt. Büro- und Einzelhandelsimmobilien hingegen werden aktuell eher schlecht nachgefragt. Hier spielt u.a. eine Rolle, dass vermehrt aus dem Homeoffice gearbeitet werde.

Beim Thema Nachhaltigkeit empfiehlt Burkert das CO2-Thema im Auge zu behalten. Hier profitieren in erster Linie Unternehmen, die sich der Thematik gegenüber aufgeschlossen zeigen und ihre Strategien danach ausrichten, z.B. durch Nutzung alternativer Energien. Unternehmen die hier nicht mitziehen (können), werden eher gemieden oder deren Aktien werden mit Abschlägen gehandelt. Großen Einfluss werden hier künftig auch staatliche Fördermaßnahmen haben, die das Thema der Nachhaltigkeit als Bedingung in den Fokus nehmen. Kurzum: Das Thema Nachhaltigkeit wird in nächsten Jahren weiterhin sehr präsent sein.

In der abschließenden Fragerunde, in der Uwe Burkert gemeinsam mit René Goldberg auf zuvor eingereichten Kundenfragen eingingen, beleuchtete Burkert noch das Thema Brexit. Seiner Ansicht nach werde der sich abzeichnende harte Brexit keine großen Auswirkungen auf Konjunktur und Kapitalmärkte in Deutschland und der EU haben, da sich viele Unternehmen in den vergangenen Monaten gut vorbereiten konnten. Auch die staatlichen Instrumentarien bieten den Unternehmen hier zusätzliche Sicherheitsreserven. Anders sieht es für britische Unternehmen aus, da die britische Regierung hier sehr nachlässig, wenn nicht sogar überfordert war.

Im Anschluss an die Fragerunde bedankte sich René Goldberg als Leiter des VermögensberatungsCenters bei Uwe Burkert für seine Ausführungen und bei den zahlreichen Teilnehmern und zog ein positives Fazit zur zweiten KSK-Kundenveranstaltung im Rahmen einer Telefonkonferenz: „Ein sicher spannendes und gutes Format, um mit unseren Kunden auch künftig auf diesem Weg in Kontakt zu bleiben“.