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Bauernverband fordert mehr Respekt vor landwirtschaftlichen Nutzflächen

Region/Koblenz, 08.01.2021 – Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) fordert die Mitmenschen auf, Freizeitaktivitäten nicht zum Schaden der Landwirte durchzuführen. Es mehren sich die Beschwerden, dass Felder ohne Rücksicht überfahren, überquert und die pflanzlichen Aufwüchse geschädigt werden.

Der Januar bringt, wie so oft, den ersten Schnee in die Höhenlagen der Mittelgebirge. Gerade in den durch die Corona-Pandemie bedingten Zeiten großer Einschränkungen ist für viele der ansonsten übliche Winterurlaub nicht möglich. Alternativ nutzen viele Mitmenschen – nicht selten motiviert durch Berichte in regionalen Zeitungen und Radiosendern – die Möglichkeit, insbesondere die regionalen Höhenlagen für Schneewanderungen, für Schlittentouren oder zum Skifahren zu nutzen.

Es mehren sich nunmehr die Beschwerden von Landwirten, dass viele Freizeitsuchende kaum Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen nehmen. Schneebedeckte Wiesen und sogar bestellte Ackerflächen werden als Parkplatz genutzt, der Aufwuchs und der Boden nachhaltig geschädigt. Der BWV appelliert daher an alle Erholungssuchenden, nur ausgewiesene und geeignete Parkplätze zum Abstellen der Fahrzeuge und außerdem die vorhandenen Wege für die Wanderungen zu nutzen. „Es kann nicht sein“, so Verbandspräsident Michael Horper, „dass die Landwirte zertrampelte Kulturen und zerfahrene Wiesen mit teilweise erheblichen langfristigen Beeinträchtigungen des Bodens hinzunehmen haben“. Der BWV betont, dass es nicht darum gehe, den Menschen den dringenden Wunsch nach Erholung, Abwechslung und den Aufenthalt in der freien Natur zu vermiesen, sondern darum, die landwirtschaftlichen Kulturen, die großteils mit Wintergetreide und Raps eingesät sind, zu schützen. Das Miteinander von Landbewirtschaftung und Freizeitgestaltung sei problemlos möglich, wenn das jeweilige Eigentum respektiert werde, so Horper.

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Polit-Urgesteine im Ruhestand – 103 Jahre Ratsarbeit in Kall

Kall, 08.01.2021 – Erhard Sohn, Ekkehard Fiebrich und Peter Schmitz berichten über langjährige Ratsarbeit – Politische Keimzelle war bei allen die SPD – Schulstandortverlust als größte Niederlage. 103 Jahre Ratsarbeit in Kall haben Erhard Sohn (SPD), Peter Schmitz (CDU) und Ekkehard Fiebrich (Bündnis 90/Grüne) zusammen „auf dem Buckel“. Die Sitzung am 13. Oktober 2020 war ihre letzte in Amt und Würden. In der konstituierenden Ratssitzung am 3. November wurden sie verabschiedet. Damit enden drei politische Karrieren, die einige Parallelen (etwa Ursprünge in der SPD), aber auch Unterschiede aufweisen, wie sich im Gespräch mit dem „Rundblick Kall“ ergibt.

Neben den drei Interviewpartnern waren bei der konstituierenden Ratssitzung Anfang November noch weitere Ratsmitglieder verabschiedet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Meine Herren, wie war der erste Monat „in Freiheit“?

ERHARD SOHN: Meiner war sehr entspannt. Ich habe es sehr genossen, nicht mehr unter diesem terminlichen Druck zu stehen. (Ekkehard Fiebrich nickt zustimmend) Was viele ja nicht sehen: 80 Prozent der Fraktionsvorsitzendenarbeit besteht in der Vorbereitung auf die Sitzungen und Termine. Ich war froh, am Ende in einem so guten Team zu sein, dass ich einen Teil meiner Aufgaben an Karl Vermöhlen und Emmanuel Kunz abgeben konnte.

PETER SCHMITZ: Für mich war es auch entspannend. Ich habe aber genug zu tun, denn es ist durch die ganzen politischen Termine doch einiges liegen geblieben.

EKKEHARD FIEBRICH: Für mich war dieser Monat eine absolute Entlastung. Als Fraktionsvorsitzender musste ich ja immer zu allem etwas sagen können. Das ist mit einem normalen Beruf heute eigentlich nicht mehr zu vereinbaren. Da muss man erst einmal Menschen finden, die sich das antun wollen. Für mich besonders positiv war aber auch die Tatsache, dass nichts mehr liegengeblieben ist. Ich konnte alle politischen Projekte abschließen.

Wie sind Sie eigentlich zur Politik gekommen?

FIEBRICH: Ich durch eine Juso-Arbeitsgruppe, die die ersten Open-Air-Konzerte im Sötenicher Steinbruch veranstaltet hat. Wir konnten regionale Bands, aber auch überörtliche Gruppen wie Franz K. in die Eifel holen. Aus der SPD heraus wurde dann die offene Jugendarbeit mit selbstverwalteten Jugendzentren entwickelt. Ich war dann ein Mitgründer des Arbeitskreises Jugendzentrum Kall. Gegen den Widerstand seitens der Verwaltung entstand in einem leerstehenden Ladenlokal an der Kölner Straße, dem ehemaligen Wollstübchen, der Jugendtreff „Teepott“. Mein politisches Grundgerüst im sozialen Bereich hat mir die SPD mitgegeben. Willy Brandt und Egon Bahr waren meine Vorbilder.

SCHMITZ: Bei mir kam es durch die Familie. Meine Familie stammt aus Wachendorf, mein Onkel war SPD-Mann in Satzvey. Auf Festen wurde nicht nur Skat gedroschen, es ging auch um Politik. Ich habe mich dann immer gefragt: Was machen die da? Ich bin dann in die Politik gegangen, weil sich das auch mit meinem Beruf bei der Bundeswehr vereinbaren ließ, ich war zunächst Zeitsoldat, zuletzt als Zivilist beschäftigt. Kreistagssitzungen begannen früher schon um 11 Uhr, Ratssitzungen in Kall um 15 Uhr.

SOHN: Ich bin als Willy-Brandt-Anhänger 1969 in die SPD eingetreten. Ich leitete unter anderem den Vorstand der Jusos in meinem früheren Wohnort in Gemünd. Das war zu einer Zeit, als es eigentlich undenkbar war, dass Nicht-Konservative in einer Verwaltung tätig waren. Im Finanzamt Schleiden, in dem ich damals tätig war, hat meine politische Tätigkeit aber nie zu einem Nachteil geführt.

Was waren die größten Enttäuschungen innerhalt Ihrer Ratszeit?

SOHN: Bei mir ist es die Entwicklung des Schulstandortes Kall. Dass es keine Lösung mit Schleiden und Hellenthal gegeben hat, lag für mich auch an den damaligen Verwaltungsbemühungen in diesen drei Kommunen. Denn der Wille des Kaller Rates war ein anderer.

SCHMITZ: Das Nichtzustandekommen der Gesamtschule ist auch eine der Enttäuschungen bei mir. Das wurde letztlich auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. In meinen Augen hat die Verwaltung damals genug getan. Die Bevölkerung hat die Situation aber nicht erkannt und schickte Kinder nach Blankenheim. Eine weitere Enttäuschung war die Schließung des Kindergartens Rinnen, um das Kibiz umzusetzen. Dabei war schon damals erkennbar, dass es zukünftig auch eine U3- und eine heilpädagogische Betreuung nötig wurden. Keine sieben Jahre später wuchs die Zahl der benötigten Kindergartenplätze explosionsartig an, und es gab zu wenig freie Kapazitäten. Das Dilemma hält bis heute an. Dass wir im Kreis an letzter Stelle stehen hat mir in der Seele wehgetan.

FIEBRICH: Dass wir das Rennen um den Schulstandort verloren haben, war auch für mich die größte politische Niederlage. Schleiden hatte sich plötzlich umentschieden.

Und worauf sind Sie in Ihrer politischen Laufbahn stolz?

SOHN: Dass wir damals den Flächennutzungsplan 2004-2016 angegangen sind und durchgeboxt haben, wenngleich der mittlerweile auch wieder überarbeitungswürdig ist, da utopische Wohnflächen in einigen Dörfern vorhanden sind. Aber durch den Flächennutzungsplan haben wir die Entwicklung von Kall maßgeblich mitbeeinflusst und Platz für Handel, Gewerbe und Kindergärten ermöglicht. Aber auch die Entwicklung der Außenorte war mir immer wichtig.

SCHMITZ: Bei mir ist es der Bau der Bürgerhalle Rinnen. Das war das zweite Bürgerhaus im Kaller Gemeindegebiet. Wir haben im Ort zwischen 10.000 und 12.000 D-Mark gesammelt. Die Dorfbevölkerung stand die ganze Zeit hinter dem Projekt. Ermöglicht wurde es dann durch einen ehemaligen Schulpavillon aus Steinfeld, der als Grundlage dient.

FIEBRICH: Besonders positiv ist der Neuanfang der Jugendarbeit im Jahr 2010 mit dem „Schülercafé“ in der Alten Grundschule Kall. Der vorherige Standort in der Hauptschule hatte mehr den Charakter einer erweiterten Schulveranstaltung. Die Uni Koblenz als externer Ratgeber hatte uns bei der Konzeption maßgeblich unterstützt. Die Finanzierung der offenen Jugendarbeit steht aber immer noch alle fünf Jahre auf dem Prüfstand. Stolz bin ich auch darauf, dass wir in Kall zusammenstehen gegen rechte Aktivitäten im ländlichen Raum. 2012 ist es uns gelungen, Michael Klarmann nach Kall zu holen. Wir waren die erste Kommune, die dem Bündnis gegen rechts beigetreten ist und haben als eine der ersten Kommunen die Euskirchener Erklärung unterschrieben. Hinzukommen die neue Müllsatzung, die Einführung der Ehrenamtskarte gemeinsam mit der CDU, die Öffnung des Hallenbads in den Ferien und der bald startende Waldkindergarten.

Wie hat sich die politische Arbeit in Kall verändert?

SCHMITZ: Ich erinnere mich an ein einschneidendes Erlebnis: Ich war relativ neu im Rat und bei einer Abstimmung setzte sich Karl Becker von der FDP zurück und verzichtete auf seine Stimme. Er hatte erkannt, dass bei der CDU Mitglieder fehlten und dadurch das Mehrheitsverhältnis verändert war. Das hat mich beeindruckt.

SOHN: Fair-Play durch Enthaltung, daran kann ich mich auch erinnern. Später war die politische Stimmung eine andere. Dass heute fraktionsübergreifend Anträge gestellt werden, wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Besonders stolz bin ich darauf, dass zum Ende meiner Laufbahn die SPD bei der letzten Wahl als stärkste Partei hervorgegangen ist.

FIEBRICH: Ich war bis auf die letzte Legislaturperiode immer in der Opposition. Politisch geprägt wurde ich von Rot und Grün, eine Zusammenarbeit mit Schwarz ging für mich gar nicht. Aber dann hat die CDU einige unserer Anträge unterstützt, was der Beginn der Zusammenarbeit war. Das hat bei mir den politischen und emotionalen Horizont erweitert. Toni Mießeler als CDU-Fraktionsvorsitzender ist uns immer auf Augenhöhe begegnet.

SOHN: Ich finde ja, dass auf kommunaler Ebene Parteipolitik keine so große Rolle spielt wie die Sachpolitik. Früher wurden gute SPD-Anträge abgelehnt, weil sie von der falschen Partei kamen. Ich erinnere mich zum Beispiel noch daran, dass unser Antrag, eine Toilette an der Grillhütte „Auf dem Fels“ zu errichten, abgelehnt wurde. Als die CDU den Antrag später stellte, ging er durch. Wir hatten auch bereits vor zehn Jahren beantragt, den Sportplatz an der Auelstraße mit seiner maroden Aschenbahn durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen, das wurde aber mehrheitlich abgelehnt. Heute hätte man gerne einen Kunstrasenplatz in Kall.

SCHMITZ: Ich erinnere mich noch an Zeiten, als die Fraktionsvorsitzenden noch gemeinsam über Maßnahmen gesprochen haben – und an die, als niemand mehr miteinander sprach. Heute hat sich das politische Miteinander stark verbessert. Dadurch hat Kall viel erreicht.

Zum Abschluss: Wie sieht Ihre Zukunft aus?

SOHN: Ich möchte mich einfach mal anderen Dingen widmen. Etwa der Malerei.

FIEBRICH: Ich werde zu meinem Sohn an die Ahr ziehen, der dort ein Weingut hat. Außerdem werde ich ehrenamtlich arbeiten, etwa bei der Tafel.

SCHMITZ: Ich habe Haus und Hof mit zwei Gewächshäusern, da gibt es immer etwas zu tun. Und ich will mich der Kocherei widmen.

Zu den Personen:

ERHARD SOHN (76, aus Scheven) war von 1975 an durchgehend im Kaller Rat und zuvor schon drei Jahre im Schleidener Rat aktiv. Von 1994 bis 1999 war er zweiter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Kall. Die SPD-Fraktion leitete er von 1989 an.

EKKEHARD FIEBRICH (72, aus Sistig) trat 1970 in die SPD ein und saß von 1975 bis 1979 für die Genossen im Kaller Rat. Anfang der 90er-Jahre wechselte er zum Bündnis 90/Die Grünen, für die er seit 2002 im Rat tätig war, davon seit 2007 als Fraktionschef.

PETER SCHMITZ (68, aus Rinnen) ist Anfang der 1970er-Jahre in die CDU eingetreten. Im Rat war er von 1984 an. In den Jahren 2009 bis 2014 war er erster stellvertretender Bürgermeister.

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In Rot und mit Kürbissen – Neuer Wachtberg-Ortsplan ist da

Wachtberg, 08.01.2021 – Er ist rot und das Titelbild punktet mit Kürbissen in orange… derart frisch fällt einem der neu aufgelegte Ortsplan der Gemeinde Wachtberg direkt ins Auge. Die größere Kartografie wurde beibehalten, auch Detailkarten der Ortsteile Berkum, Niederbachem und Pech sind wieder integriert.

Der Plan zeigt sich nun in einer überarbeiteten und aktualisierten Version, in der auch die neuesten Wohngebiete und Straßen verzeichnet sind (Stand: November 2020). Zudem gibt es neben den bereits bekannten Angaben, wie zum Beispiel die Wachtberger Radrouten, unter anderem auch Infos zu weiteren Ladestationen für E-Bike-Nutzer sowie für E-Auto-Fahrer. Im bewährten, handlichen Faltformat ist der Plan damit nicht nur für Neubürger*innen, sondern auch für langjährige Wachtberger Bürger*innen äußerst nützlich.

Die Neuauflage des Wachtberger Ortsplans hat wie gewohnt die Agentur ASG in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wachtberg gestaltet und herausgegeben. Ein herzliches Dankeschön gebührt allen Inserenten für deren freundliche Unterstützung. Dank deren zahlreichen Anzeigen konnte der Faltplan auch dieses Jahr wieder finanziert werden.

Der neue Ortsplan ist im Rathaus kostenlos erhältlich. Corona bedingt sollten nicht dringend erforderliche Rathausbesuche jedoch auf später verschoben werden… der neue Ortsplan „läuft nicht weg“. (mm)

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Verantwortung für sieben Rettungswachen im Kreis Düren einvernehmlich vergeben

Düren, 08.01.2021 – Der Kreis Düren hat als Träger des Rettungsdienstes die Zuständigkeit von sieben Rettungs- und Notarztwachen zwischen Titz und Heimbach für die Jahre 2021 bis 2025 vergeben. In das Verfahren eingebunden waren neben dem Malteserhilfsdienst Aachen-Düren (MHD) und den Kreisverbänden Düren und Jülich des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erstmals auch die Johanniter Unfallhilfe Aachen-Düren-Heinsberg (JUH). Alle vier Hilfsorganisationen sind auch seit Jahren in den Katastrophenschutz des Kreises Düren eingebunden.

Nach der Angebotsabgabe und den Verhandlungsgesprächen zeigt sich ein kaum verändertes Bild: Die Johanniter lösen die kreiseigene Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD) als Träger der Rettungswache Heimbach ab. Dafür übernimmt die RDKD die Verantwortung für die Rettungswache Nideggen, die bislang vom MHD geführt wurde. Das sind die einzigen Neuerungen.

Unverändert sind die Malteser in den kommenden fünf Jahren für die Rettungs- und Notarztwache in Linnich sowie die Rettungswachen in Jülich-Ost und Eggersheim zuständig. Der DRK Kreisverband Düren e.V. trägt unverändert die Verantwortung für die Rettungswachen in Schlich und Kleinhau. Und auch der DRK Kreisverband Jülich e.V. behält die Verantwortung für die Rettungs- und Notarztwache in Jülich-Mitte. Nicht ausgeschrieben waren die Rettungswache in Huchem Stammeln und die Rettungs- und Notarztwache in Nideggen, die von der RDKD mit eigenem Personal selber betrieben werden.

Nicht ohne Grund blickten JUH-Regionalvorstand Marius Mainzer, Uwe Möcker, Vorstand des DRK Düren, und MHD-Diözesan- und Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Heidinger im Kreishaus Düren gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn zufrieden auf das Ergebnis der Verhandlungen, denn bei den Gesprächen mit Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter des Landrates, und Ralf Butz, Vorstand der RDKD, war klar geworden, dass alle Rettungs- und Notarztwachen mit einem in etwa gleichen Finanzaufwand betrieben werden können. Erfreulich für alle Beteiligten, denn so wurde keiner der Leistungserbringer bevorzugt oder benachteiligt und gleichzeitig kann die Qualität des Rettungsdienstes auch künftig auf einem sehr hohen Niveau angeboten werden. Landrat Wolfgang Spelthahn wertete das als positives Zeichen für die kommenden Jahre: „Der Kreis Düren ist im Rettungsdienst bestens aufgestellt. Das ist auch und vor allem ein Verdienst seiner kompetenten Partner.“

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Impfzentrum des Landkreises Cochem-Zell in Landkern geht an den Start

Landkern, 07.01.2021 – Am heutigen Donnerstag hat das Impfzentrum des Landkreises Cochem-Zell seinen Betrieb aufgenommen. Im Tagesverlauf und auch am morgigen Freitag können jeweils 50 Menschen geimpft werden, da pro Tag 50 Impfdosen zur Verfügung stehen.

In der nächsten Woche sind dann bereits 70 Impfungen pro Tag vorgesehen und im Hinblick auf die zweite Impfung – die für die ersten Geimpften in 21 Tagen ansteht – plant man bereits einen Schichtbetrieb. Wenn Impfstoff in größerem Umfang zur Verfügung steht, wird auch am Wochenende geimpft.

Landrat Schnur freut sich – gemeinsam mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden – und nennt diesen Tag einen ganz besonderen. „Das ist der Anfang vom Ende dieser Pandemie und ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, möglichst zügig viele Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landkreises durchzuimpfen“, betont der Kreischef hoffnungsvoll. Schnur sprach von einem großen Kraftakt – einer großartigen Gemeinschaftsleistung –  dem man sich stellt.

Überaus angetan ist er von der angenehmen und freundlichen Atmosphäre vor Ort. Alle Menschen seien froh gestimmt und vor allem auch zuversichtlich. „Jetzt kann es endlich losgehen“, so Schnur weiter und appellierte gleichzeitig an die Impfbereitschaft der Cochem-Zeller.

In den Pflegeheimen wurden bisher 310 Personen durch die mobilen Impfteams geimpft.

Seit Montag können die Termine gebucht werden. Impfberechtigt sind derzeit vor allem Menschen über 80 Jahren sowie Mitarbeiter von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten. Eine Terminvereinbarung ist telefonisch unter 0800 / 57 58 100 oder online über die Internetseite www.impftermin.rlp.de möglich.

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Erfolgreicher Impfstart in Polch -75 Mayen-Koblenzer mit höchster Impf-Priorität wurden in der Maifeldhalle geimpft

Polch/Koblenz, 07.01.2021 – Erfolgreich ist der Impfstart im Impfzentrum Polch verlaufen. 75 Mayen-Koblenzer, die der höchsten Impf-Priorität angehören und entsprechende Termine hatten, sind gegen das Corona-Virus geimpft worden. Zu den ersten Impflingen gehörten eine 84 Jahre alte Frau aus Mayen sowie eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes. Auch im Impfzentrum Koblenz konnten heute Bürger aus dem Landkreis geimpft werden.

Impflinge vor dem Impfzentrum in Polch. Foto: Kreisverwaltung MYK

„Ich bin sehr froh, dass die Impfungen in den Impfzentren in Polch und Koblenz heute gestartet sind und die ersten Bürgerinnen und Bürger geimpft werden konnten“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig und dankt allen Mitwirkenden, die den Impfstart seit Wochen organisatorisch vorbereitet haben und noch in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten aktiv sein werden. „Ich würde mich freuen, wenn das Impfangebot rege von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird.“

Auch wenn die Situation in der Polcher Maifeldhalle für alle Beteiligten – Ärzte, Helfer, Einsatzkräfte und nicht zuletzt Impflinge – Neuland war, sind die Abläufe am Donnerstag von der Aufbereitung des Impfstoffes über die Anmeldung, Aufklärung und Impfung bis hin zum Antritt des Heimwegs reibungslos verlaufen. Bereits am frühen Nachmittag konnte das Team vor Ort Bilanz eines zufriedenstellenden ersten Impftages ziehen. Am Freitag, 8. Januar, werden weitere 75 Personen im Impfzentrum Polch geimpft, bevor ab Montag kommender Woche die Anzahl der Impflinge auf 150 Personen pro Tag erhöht wird. Die Anzahl der geplanten Impfungen ergibt sich durch die Verteilung des Impfstoffes durch das Land Rheinland-Pfalz. In Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Impfstoffes ist es im Volllastbetrieb mit zwei Impfstraßen grundsätzlich möglich, bis zu 800 Menschen pro Tag in Polch zu impfen.

In enger Absprache zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz wurde vereinbart, dass für MYK-Bürger aus der VG Weißenthurm, VG Vallendar, Stadt Bendorf und der ehemaligen VG Rhens, das Impfzentrum in Koblenz zuständig ist. Davon eingeschlossen sind die Kommunen Rhens, Brey, Spay, Waldesch, Bendorf, Vallendar, Niederwerth, Weitersburg, Urbar, Weißenthurm, Kettig, Urmitz, Kaltenengers, Sankt Sebastian, Bassenheim und Mülheim-Kärlich. Für alle anderen Gemeinden aus dem Landkreis Mayen-Koblenz ist der Standort Polch zuständig. Eine Wahl zwischen den Impfzentren ist nicht möglich.

Die Terminvergabe für die Impfungen erfolgt zentral durch das Land Rheinland-Pfalz. Nur wer einen bestätigten Termin hat, kann auch geimpft werden. Impf-Termin können vereinbart werden unter Telefon 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de.

So läuft der Impf-Termin im Impfzentrum Polch im Detail ab:

Die Person, die geimpft werden möchte, bekommt vom Land per Schreiben einen Termin zugewiesen. In diesem Schreiben ist sowohl der erste Termin für die erste als auch für die zweite Impfung vermerkt. Mit diesem Dokument wendet sich die Person am Einlass der Maifeldhalle an einen Mitarbeiter. Dann wird kurz die Berechtigung geprüft und die Person wird anschließend eingelassen. Nach dem Einlass begibt sich der Impfling in einen Wartebereich und von da aus weiter zur Anmeldung. Im Bereich der Anmeldung sitzen zwei Verwaltungsmitarbeiter, die die Daten von dem Impfling erfassen und die notwendigen Unterlagen, wie einen Laufzettel und einen Beratungsbogen aushändigen. Die Datenerfassung und -verarbeitung läuft zwar komplett digital ab, dennoch ist ein Laufzettel für eventuelle Systemausfälle wichtig. Von der Anmeldung aus geht es in einen zweiten Wartebereich und danach weiter zur Beratung. Die Beratung wird durch einen Mediziner durchgeführt und erfolgt entweder in einer Gruppenberatung oder auf Wunsch individuell unter vier Augen.

Nach der Beratung begibt sich der Impfling immer im Einbahnstraßensystem in den nächsten Wartebereich. In diesem Wartebereich halten sich die Impflinge bereits vor den einzelnen Impfkabinen auf. Insgesamt gibt es sechs dieser Impfkabinen pro Impfstraße. Der Impfling wird dann hereingerufen und anschließend geimpft.

Nach der Impfung begibt sich der Impfling in einen sogenannten Beobachtungsbereich, in dem zahlreiche Stühle zur Verfügung stehen. Dort muss die Person 15 Minuten lang unter Beobachtung von Sanitätspersonal warten. Und wenn diese 15 Minuten der Beobachtungszeit vorbei sind und keine Nebenwirkungen zu erkennen waren, begibt sich die geimpfte Person zu einem Dokumentationsbereich, wo ein Verwaltungsmitarbeiter den Impfprozess als abgeschlossen dokumentiert. Anschließend kann die geimpfte Person die Maifeldhalle durch einen Nebeneingang verlassen und den Heimweg antreten. Unterm Strich dauert der Impfprozess in der Regel nicht länger als 30 Minuten für die Impflinge – die beschriebenen 15 Minuten Beobachtungszeit inbegriffen.

Bei der Zweitimpfung, die drei Wochen später erfolgt, geht es etwas zügiger voran, denn dann entfällt die medizinische Beratung, die ja bereits bei der ersten Impfung gegeben wurde. Ansonsten ist die Abfolge identisch zur Erstimpfung.

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Impfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf nimmt Betrieb auf – Interesse an Schutzimpfung im Kreis Ahrweiler ist enorm

Ahrweiler/Grafschaft-Gelsdorf, 07.01.2021 – Heute wurde mit den ersten Corona-Schutzimpfungen im Landesimpfzentrum des Kreises in Grafschaft-Gelsdorf begonnen. Pünktlich um 8:30 Uhr ließen sich am Morgen die ersten Bürgerinnen und Bürger gegen das Coronavirus impfen. Insgesamt 70 Seniorinnen und Senioren, die sich zuvor über die zentrale Terminvergabestelle des Landes registriert hatten, erhielten an diesem ersten Tag die Corona-Schutzimpfung.

Kurz vor dem Start schwor Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Mitte) das Team noch einmal ein. Foto: Kreisverwaltung/Risse

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hebt die Bedeutung dieses Tages hervor: „Der Beginn der Impfungen im Landkreis Ahrweiler ist ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung der Pandemie und ein Tag, der in die Geschichtsbücher des Kreises eingehen wird. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten wurde in den vergangenen Wochen Außergewöhnliches geleistet. Allerdings ist der Impfstoff durch Bund und Land streng kontingentiert, sodass wir heute und morgen lediglich je 70 Menschen über 80 Jahre impfen können.“

Die Ersten, die an diesem Morgen im Impfzentrum eintrafen, um geimpft zu werden, sind die 82-jährige Ilse und der 81-jährige Bernd Wittge aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Für uns war es keine Frage, sich impfen zu lassen. Die Erkrankung durch das Virus erachten wir als schlimmer als die möglichen Nebenwirkungen der Impfung“, so Ilse Wittge. Und ihr Mann ergänzt: „Der Piks war auch überhaupt nicht schlimm, mir hat die Grippeimpfung mehr weh getan. Ich bin froh, dass wir die Möglichkeit direkt nutzen konnten.“

Das Interesse der Impfberechtigten ist enorm: Die Termine für die ersten beiden Impftage waren binnen weniger Stunden vergeben. „Jetzt wird die Hoffnung auf wieder unbeschwerte Zeiten greifbar“, blickt auch Achim Juchem, Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, zuversichtlich auf die kommenden Monate. Bürgermeister Juchem und seine Verwaltung hatten maßgeblich zum Bau des Impfzentrums beigetragen.

Auch Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider und sein Stellvertreter, Daniel Blumenberg, zeigen sich erleichtert: „Endlich ist der Start erfolgt und es war ein emotionaler Moment für alle, als wir hier vor Ort die ersten Impflinge empfangen konnten. Denn wir warten bereits seit dem 15. Dezember darauf, dass es losgeht. Das Team hat sich intensiv vorbereitet, um einen reibungslosen Verlauf des Impfstarts zu ermöglichen. Dafür arbeiten alle Kräfte Hand in Hand.“

Einig sind sich Landrat Pföhler, die Ärzteschaft rund um Dr. Michael Berbig, Vorsitzender des Ärztenetzes Kreis Ahrweiler, Dr. Stefan Voss, Leiter des Gesundheitsamtes, sowie die anwesenden Apotheker und der DRK Ortsverein Grafschaft auch in folgendem Punkt: „Es ist noch ein weiter Weg in Richtung Normalität und wir dürfen jetzt nicht unachtsam werden. Es ist auch weiterhin höchste Vorsicht geboten.“

Ab Montag, 11. Januar 2021, dürfen laut Verordnung des Landes und in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Impfstoffs täglich 140 Impfungen im Landesimpfzentrum erfolgen. Parallel zu den Impfungen im Impfzentrum werden die am Dienstag begonnenen Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen durch die mobilen Impfteams fortgesetzt.

Weitere Informationen: Personelle Besetzung des Impfzentrums:

  • zwei Ärzte, zwei Medizinische Fachangestellte, ein Sanitätsdienst des DRK für medizinische Notfälle, vier administrative Kräfte, Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider, stellvertretender Impfzentrumskoordinator Daniel Blumenberg sowie Security-Personal

Das Wichtigste im Überblick:

  • Impfberechtigt sind derzeit gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes über 80-Jährige sowie Mitarbeitende von Pflegeeinrichtungen, des mobilen Pflegedienstes und medizinisches Personal.
  • Die Impfung ist für Impflinge kostenlos.
  • Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich über die zentrale Terminvergabestelle des Landes Rheinland-Pfalz auf Grundlage einer ebenfalls seitens des Landes vorgegebenen Kontingentierung des Impfstoffs: Hotline: 0800/5758100, Internet: impftermin.rlp.de
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Wintersportgebiete im Eifelkreis gesperrt!

Bitburg, 07.01.2021 – Gemeinsame Presseerklärung der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der Verbandsgemeinde Prüm und der Polizei Prüm.

Die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, die Verbandsgemeinde Prüm und die Polizeiinspektion Prüm weisen darauf hin, dass auch die Wintersportgebiete Schwarzer Mann und Wolfsschlucht gesperrt sind.

Aufgrund der Gefahr von Schneebruch und zur Vermeidung von Menschenansammlungen sind die Zufahrten und Parkplätze im unmittelbaren Bereich der Gebiete gesperrt.

Das Forstamt Prüm hat bereits in einer eigenen Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass aufgrund der hohen Schneelast jederzeit mit dem Abbrechen von Baumkronen, Ästen zu rechnen ist. Vom Betreten der Wälder wird dringend abgeraten, es besteht Lebensgefahr. Bereits jetzt sind einige Straßen wegen umstürzender Bäume gesperrt, die verkehrssichernden Arbeiten dauern an und sind auch für die dort eingesetzten Mitarbeiter der Straßenmeistereien und der Forstämter mit großen Gefahren verbunden.

Die Zufahrten zum Wintersportgebiet Schwarzer Mann und Wolfsschlucht bleiben auf Anordnung der Kreisverwaltung gesperrt. Zum Jahreswechsel kam es dort zu größeren Personenansammlungen die nicht mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu vereinbaren waren.

Aufgrund der großen Anzahl an „wild“ parkenden Fahrzeugen kam es zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit, teilweise waren Zufahrten zu Rettungspunkten nicht mehr passierbar. Es mussten mehr als 170 Verwarnungen ausgesprochen werden, dazu kommen weitere Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr die durch die Mitarbeiter der VG Prüm festgestellt wurden.

Die zuständigen Behörden und die Polizei Prüm mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei des Landes Rheinland-Pfalz werden am kommenden Wochenende sowohl die Einhaltung der verkehrsbehördlichen Anordnungen, als auch die Einhaltung der Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie überwachen. Die Maßnahmen werden sich nicht auf die Wintersportgebiete beschränken. Gegebenenfalls werden weiträumige Absperrungen oder Umleitungen eingerichtet.

Es wird abschließend darauf hingewiesen, dass im gesamten Gebiet keinerlei sanitäre Einrichtungen oder andere touristische Infrastruktur zur Verfügung stehen.

Wir bitten im Interesse aller darum, dass Gebiet zu meiden. #StayHome

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Volksbank RheinAhrEifel eG unterstützt Vereine mit 150.000 Euro und einer App zur Gästerfassung

Region Rhein-Ahr-Eifel-Mosel, 07.01.2021 – Die Volksbank RheinAhrEifel eG hat ihr Corona-Hilfsprogramm „100.000 für Vereine“ nach der Aufstockung auf 150.000 Euro Ende Dezember 2020 erfolgreich beendet. Rund 300 Anträge auf Unterstützung hatten gemeinnützige Vereine und Institutionen aus der Region nach dem Aufruf der Bank eingereicht. „Die große Resonanz zeigt, dass die finanzielle Unterstützung wirklich dringend benötigt wird. Die Gelder haben wir Ende Dezember ausgezahlt und zahlreiche positive und dankbare Rückmeldungen erhalten. Viele Vereine sehen unsere Spende als Motivation, trotz der aktuellen Herausforderungen ihr gesellschaftliches Engagement fortzuführen“, erklärt Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel. Spenden für ein konkretes Projekt sammeln können Vereine auch über die Plattform „Viele schaffen mehr“. Hier stellt die Bank die technische Plattform bereit und gibt für jeden Unterstützer fünf Euro aus ihrem Spendentopf dazu.

Neue App zur Gästeerfassung

Neben der finanziellen Unterstützung hilft die Volksbank RheinAhrEifel zusätzlich mit einer professionellen App zur Gästeerfassung. Denn wegen der Corona-Pandemie sind auch Vereine angehalten, künftig bei Sitzungen oder Veranstaltungen die Kontaktdaten der Teilnehmer und Besucher zu erfassen. Die neue App, die von dem Mayener Start-up Intrada GmbH entwickelt wurde, sorgt für Entlastung bei der Datenerfassung und erfüllt dabei alle datenschutzrechtlichen Anforderungen. Vereine können Nutzungslizenzen mit einem Gegenwert von 250 Euro kostenfrei über die Volksbank RheinAhrEifel unter www.voba-rheinahreifel.de/id bestellen. Schnell sein lohnt sich, denn das Angebot ist begrenzt.

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Der Kreis Euskirchen bittet: Stay@home!

Euskirchen, 07.01.2021 – Der Besucherandrang hat unsere Wintersportgebiete in der Gemeinde Hellenthal, aber auch zahlreiche andere Orte in den Kommunen Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Kall, Mechernich, Nettersheim und Schleiden mit entsprechender Schneelage am vergangenen Wochenende an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht. Aus diesem Anlass haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gestern gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Euskirchen, der Kreispolizeibehörde und der Nordeifel Tourismus über die Situation beraten und einen eindringlichen Appell formuliert:

Touristisches Reisen ist bundesweit untersagt, der strikte Lockdown wurde am 05. Januar verlängert. Bundes- und Landesregierung haben an die Menschen appelliert, Ausflüge zu vermeiden. Dennoch kamen in den letzten Tagen so viele Tagesausflügler in die Eifel wie schon lange nicht mehr.

Wir teilen die Sehnsucht nach Bewegung draußen in der Natur, vor allem im Schnee. Die Realität ist jedoch, dass es in der aktuellen pandemischen Lage schlichtweg keine Angebote in der Nordeifel für die vielen Besucherinnen und Besucher gibt. Die Skigebiete sind nicht zugänglich, die Lifte laufen nicht, die Rodelhänge sind gesperrt, ebenso die meisten Parkplätze. Auf den Waldwegen besteht eine extrem erhöhte Schneebruchgefahr, die lebensgefährlich ist.

Überall in der Nordeifel/Kreis Euskirchen gilt: Gastronomische Betriebe sind geschlossen, es gibt keine Toiletten, keine Wickelräume für Babys und Kleinkinder, keine Möglichkeit zur Einkehr, keinen Ort zum Aufwärmen. Hinzu kommen lange Staus auf der Autobahn und eine insgesamt schwierige Verkehrslage.

Unter Freizeitvergnügen und Schneespaß verstehen wir etwas anderes.

Die Devise lautet daher: Stay@home! in diesen Zeiten der Pandemie und des strikten Lockdowns.

Die Menschen sind aufgefordert, Spaziergänge und frische Luft am eigenen Wohnort zu suchen. Wir freuen uns gemeinsam auf eine Zeit, in der unsere touristischen Angebote der Nordeifel wieder unbeschwert genutzt und erlebt werden können!

Der Landrat des Kreises Euskirchen, die Bürgermeister*innen der Eifelkommunen Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Mechernich, Nettersheim, Kall und Schleiden, die Nordeifel Tourismus GmbH.