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Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Start der Impfzentren ist ein großer Fortschritt in der Pandemie-Bekämpfung – 100.000 Menschen sollen bis Ende Januar geimpft sein.

Region/Mainz, 09.01.2021 – Am Donnerstag haben in Rheinland-Pfalz die 31 Impfzentren des Landes ihren Betrieb aufgenommen. Dafür konnten bereits rund 16.000 Termine vergeben werden. Die Terminvergabe für rund 90.500 aktuell abgeschlossene Registrierungen erfolgt bis Ende der Woche. „Wir freuen uns, dass wir ab sofort viele Tausend Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer gegen Corona impfen können. Mit dem Start der Impfzentren kommen wir in der Pandemiebekämpfung einen bedeutenden Schritt voran, denn hier werden wir jeden Tag sehr viele Menschen gegen das Virus impfen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zum Auftakt der Impfzentren.

Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz seit dem 27. Dezember 2020 bisher 16.000 Menschen geimpft worden (Stand Mittwoch Abend).
Die Ministerpräsidentin und die Gesundheitsministerin sowie der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling begleiteten den Start des Impfzentrums in Mainz und machten sich ein Bild vom Ablauf vor Ort. In dem Impfzentrum im Mainzer Stadtteil Gonsenheim können heute 200 Menschen einen Impftermin wahrnehmen. Die Kapazität wird perspektivisch ausgebaut. Ziel für ganz Rheinland-Pfalz ist es, sofern der Bund genug Impfstoff liefert, bis Ende Januar insgesamt 100.000 Erstimpfungen durchzuführen. „Die Impfung gibt uns die Zuversicht, dass wir bald wieder normaler leben können und die Pandemie besiegen werden. Ich bin sehr froh, dass wir auf diesem Weg entschieden vorankommen,“ betonte die Ministerpräsidentin. Noch nie seien in so kurzer Zeit völlig neue Strukturen mit einer vergleichbaren Logistik wie die Impfzentren geschaffen worden, in einem gemeinsamen Kraftakt verschiedener Akteure. „Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement in dieser bislang einmaligen Impfaktion in der Geschichte unseres Landes“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Terminvergabe für die Impfzentren läuft seit Montag. Anmelden können sich zunächst gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes die priorisierte Gruppe der über 80-Jährigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder Rettungsdienste. Der Ansturm auf die Telefonhotline führe dazu, dass man nicht immer beim ersten Anruf durchkomme. Er zeige aber auch, wie groß die Impfbereitschaft in dieser Gruppe sei. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler bat um Geduld und Verständnis dafür und rief dazu auf, dass alle diejenigen, die über einen Internetzugang verfügen und zur Gruppe gehören, die zuerst geimpft wird, den Onlinezugang zur Terminvereinbarung unter www.impftermin.rlp.de zu nutzen. „Mit jeder einzelnen Impfung sind wir einen Schritt weiter in der Bekämpfung der Pandemie. Jede Impfung trägt dazu bei, Leben zu schützen“, betonte die Gesundheitsministerin.

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit dem heutigen Start der Corona-Schutzimpfungen im Impfzentrum beginnt die wohl wichtigste Etappe im Kampf gegen das Coronavirus, denn die wirksame Impfung einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung ist der einzige Weg zur Überwindung der Pandemie. Dass der Impfstoff, der hier verabreicht wird, von der Firma BioNTech in Mainz entwickelt wurde, macht mich besonders stolz. Der Aufbau des Impfzentrums, die Organisation und die Durchführung sämtlicher Impfungen ist ein großer Kraftakt für uns als Kommune, dem wir uns gerne stellen und den wir erfolgreich angenommen haben. Mein Dank gilt allen beteiligten Ämtern, der Ärzteschaft sowie den Apothekerinnen und Apothekern, denn dank ihres großen Einsatzes können viele Menschen jetzt positiver in die Zukunft blicken.“

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Rheinland-Pfalz krempelt gemeinsam die Ärmel hoch – Alle Akteure arbeiten Hand in Hand für erfolgreiche Corona-Impfung

Region/Mainz, 09.01.2021 – Seit Dienstag läuft die Vergabe der Impftermine in Rheinland-Pfalz. Am Donnerstag starteten die Impfungen in den 31 Impfzentren, parallel zu den am 27. Dezember 2020 begonnenen Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen und den Impfungen von medizinischem Personal in Krankenhäusern. Damit das Ziel, eine höchstmögliche Durchimpfung der rheinland-pfälzischen Bevölkerung zu erreichen, so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt wird, arbeiten schon seit Wochen zahlreiche Institutionen eng zusammen.

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Kindheits-Erinnerungen an den Jahreswechsel in Kasachstan: Kostüme, Schneemädchen und Väterchen Frost

Mechernich, 09.01.2021 – „Wir wollten uns mit etwas Schönem beschäftigen, anstatt in trüben Gedanken zu versinken“, erzählt Tatjana Rehberg. Für die Pharmazeutisch-Technische Assistentin in der Apotheke am Kreiskrankenhaus Mechernich ist das Thema der Corona-Pandemie ein ständiger Begleiter im Arbeitsalltag.

„Abschalten und Familien-Erinnerungen hochleben lassen“ lautete deshalb ihre Devise für den Jahreswechsel, verbunden mit einem kreativen Gemeinschaftsprojekt mit ihren beiden Schwestern: Jede von ihnen nutzte die dunklen Abende, um ein buntes Schneeflockenkostüm für den Silvesterabend zu gestalten – in Anlehnung an ihre Kindheitserinnerungen aus Kasachstan.

Silvester kam dort Väterchen Frost „Ded Moroz“ zu den Kindern, zusammen mit seiner Enkelin „Snegurotschka“, dem Schneemädchen. „Ich erinnere mich noch gut, wie in der Schule gefeiert wurde: In der Aula standen wir im Kreis um den Tannenbaum und haben nach Väterchen Frost gerufen“, so Tatjana Rehberg.

Rotkäppchen, Flocken, Bären

Und weiter: „Einzeln konnten wir ihm dann Gedichte vortragen und bekamen von ihm Säckchen mit Mandarinen, Nüssen, Süßigkeiten und manchmal sogar einem kleinen Spielzeug geschenkt.“ Das Besondere: In Kasachstan verkleiden sich die Kinder an Silvester, ähnlich wie hier zu Karneval. Zum Kostümfundus der Familie Rehberg gehörten zum Beispiel Rotkäppchen, Schneeflocken und Bären.

Als sich im Herbst dieses Jahres abzeichnete, dass Corona auch keine großen Silvesterpartys zulassen würde, war die Stimmung bei den Geschwistern zunächst gedrückt, erzählt Tatjana Rehberg dem Mechernicher „Bürgerbrief“. Gleichzeitig kamen Erinnerungen an die lustigen Silvesterfeiern aus Kindertagen auf. Schnell war die Idee geboren: „Uns kostümieren, das können wir doch einfach wieder machen.“

Gleichzeitig war damit eine zeitfüllende Beschäftigung für dunkle Winterabende geschaffen. Jede der Schwestern gestaltete sich ein eigenes Schneeflocken-Kostüm. Grundlage waren Tüll-Röcke in unterschiedlichen Farben. „Ich habe mit einem Stanzer rund 200 Schneeflocken aus glitzerndem Moosgummi ausgestanzt und jede einzeln aufgenäht, außerdem noch ein Glitzerband und mehrere Schneeflocken-Anhänger in Silber und Blau“, erzählt die 35-Jährige.

Gegenseitig hielten sich die Schwestern über die Fortschritte an ihren Kostümen und ihre von den Nadeln zerstochenen Finger auf dem Laufenden. „Dabei kamen viele tolle Gedanken und schöne Erinnerungen auf“, freut sich Tatjana Rehberg. Und anstelle eines Feuerwerks wurden dann am Silvesterabend bunte Knicklichter in die Luft geworfen.

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Wirtschaft

Online-Beratung für Gründer und Unternehmer im Kreis Düren am 13. Januar

Düren, 09.01.2021 – Das Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Kreises Düren lädt in Kooperation mit der IHK Aachen seit Jahren monatlich zu kostenfreien Sprechtagen in die Region ein. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen sind die Beraterinnen der Wirtschaftsförderung Kreis Düren dazu übergegangen, diese Sprechtage online über Webex anzubieten. Der nächste Termin ist Mittwoch, 13. Januar 2021, und richtet sich an interessierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen aus dem Kreis Düren.

In dem – vorab vereinbarten – 45-minütigen Beratungsgespräch können konkrete Fragen mit den Gründungs- und Betriebsberatern der Industrie- und Handelskammer Aachen und der Wirtschaftsförderung Kreis Düren besprochen werden. Egal, ob man sich allgemein über ein Existenzgründungsvorhaben informieren möchten, ob ein etabliertes Unternehmen über Neuinvestitionen, Unternehmensnachfolgeregelung oder einen möglichen Rechtsformwechsel nachdenkt oder ob coronabedingte unternehmerische Probleme angesprochen werden sollen, die erfahrenen Fachberaterinnen Sabrina Hauck, Elke Mehl und Birgit Müller-Langohr stehen mit ihrem Praxiswissen gerne zur Verfügung.

Eine vorherige Anmeldung ist aus technischen und organisatorischen Gründen unbedingt notwendig. Möglich ist dies beim Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung, Sachgebiet 61/2 Wirtschaftsförderung. Ansprechpartnerin ist Elke Mehl unter 02421/22-1061211 oder per E-Mail an e.mehl@kreis-dueren.de.

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Impulse

Fünf Musiker stimmten an ungewöhnlichen Orten ihre Mitmenschen in kontaktarmer Corona-Zeit mit ihren Liedern „frei Haus“ auf Weihnachten ein

Mechernich-Kommern, 09.01.2021 – Klassische Weihnachtslieder erklangen – an ungewöhnlichen Orten und weit über die Dächer des Dorfes. Fünf Musiker waren in einer besonderen Mission unterwegs. Sie brachten am Abend vor dem Weihnachtsfest besinnliche Töne mitten in den Ort und bis hinaus in die Neubaugebiete. Eigentlich waren sie vom Kirchenvorstand für ein Konzert in der Bürgerhalle gebucht worden, das aber Lockdown-bedingt nicht stattfinden durfte.

Walther Schäfer und Stefan Märzke an den Trompeten, Karl-Heinz Hess an der Posaune, Thomas Hansen am Bass und Günter Schmitz am Tenorhorn starteten stattdessen ihre musikalische Darbietung „frei Haus“ für die Kommerner Bürger am Weihnachtsbaum auf dem Arenbergplatz, dem beliebten Dorfmittelpunkt.

Senioren applaudierten

Kurz darauf zog der Tross zum Ortsbürgermeister Rolf Jaeck und auf seinen Balkon. Dort erfreuten sich vor allem die vorinformierten Bewohner des gegenüberliegenden Seniorenheims „Sonnenhof“ über das Ständchen und belohnten das Ensemble mit großem Applaus und lautstarken Zugabe-Rufen. Weiter ging es zur Erzstraße und Albert-Spiertz-Straße, den Schlussakkord setzte man in der Marathon-Straße.

Stefan Märzke und Günter Schmitz waren bereits besonders erprobt im „Draußen“-Spielen an ungewöhnlichen Orten. Gemeinsam waren die beiden in der ersten Pandemie-bedingten Lockdownphase im April einem allgemeinen Aufruf des Volksmusikerbundes NRW gefolgt und an vier aufeinanderfolgenden Sonntagen in Schmitzens Garten gegangen, um hörbar Musik für Andere zu spielen. Damals und jetzt haben sie ihren Mitmenschen mit ihrer Aktion enorm viel Freude bereitet und außerdem Herzenswärme verbreitet in der kontaktarmen Corona-Zeit.

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Facharzt des MVZ Mittelrhein in Mayen bietet am 12. Januar Telefonsprechstunde an

Mayen, 09.01.2021 – Sportverletzungen: Wie werden sie diagnostiziert und behandelt? Gelenkverletzungen, Sehnenverletzungen, Knochenbrüche… Zu Sportverletzungen zählen akute Verletzungen, Folgeschäden nach Sportunfällen und chronische Schäden (z. B. Überlastungssyndrome). Eine Sportverletzung kann eine längere Krankheitsdauer, berufliche Ausfälle, Trainingspausen oder im Extremfall sogar auch das  Ende der sportlichen Betätigung oder Karriere nach sich ziehen. Die zeitnahe Diagnostik und Behandlung der Sportverletzungen können somit sehr wichtig sein.

Am Dienstag, 12. Januar, beantwortet Dr. Christoph Alken, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie in der Praxis für Chirurgie Mayen im MVZ Mittelrhein, Fragen zu Sportverletzungen und deren Folgen, wie sie diagnostiziert und konservativ     oder operativ behandelt werden. Hierfür steht er an diesem Abend im Rahmen einer Telefonsprechstunde zwischen 17 und 18 Uhr persönlich unter 02651 83-1027 zur Verfügung.

Die Telefonberatung ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Einfach im genannten Zeitraum die angegebene Telefonnummer wählen, mit etwas Glück durchkommen und die gewünschte Frage zum Thema stellen. Eine Übersicht aller Themen mit Telefonberatung gibt es unter www.gk.de/infos-zum-corona-virus/.

Kontakt:
MVZ Mittelrhein
Praxis für Chirurgie
Kelberger Straße 39
56727 Mayen
Telefon: 02651 83-1027

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Wachstum

Chirurgie im Gerolsteiner Krankenhaus wurde geschlossen

Gerolstein, 09.01.2021 – Zum Jahresende wurde die chirurgische Abteilung im Gerolsteiner Krankenhaus geschlossen. Diese Nachricht hat die Marienhaus-Unternehmensgruppe aus Waldbreitbach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gerolsteiner Krankenhaus per Brief wenige Tage vor Weihnachten zukommen lassen. Insgesamt sollen 25 Angestellte von dieser Entscheidung betroffen sein. Ihnen will man andere Stellen anbieteben. Eine offizielle Pressemitteilung gab es bisher nicht. Die Nachricht kam für alle völlig überraschend.

Nicht nur für den Gerolsteiner Stadtbürgermeister ist diese Entscheidung ein Skandal. Stadtbürgermeister Uwe Schneider ist sichtlich enttäuscht. Als einen Grund für die Schließung wird die Kündigung des Chefarztes der Chirurgie genannt. Man hätte auch leider keinen Nachfolger gefunden. Der Chefarzt war erst im Juni 2018 ins Gerolsteiner Krankenhaus gekommen. Es scheinen aber gravierendere Faktoren eine Rolle gespielt zu haben. Notwendige Investitionskosten in zweistelliger Millionenhöhe für die Modernisierung der Operationssäle wurden bisher nicht realisiert. Zudem seien viel zu wenig operative Eingriffe in Gerolstein durchgeführt worden.

Die vorgegebene Sollzahl sei nicht erreicht worden. All diese Faktoren waren für den Krankenhausträger ausschlaggebend, die Chirurgie im Gerolsteiner Krankenhaus zu schließen. Kurz vor Silvester fand eine „geheime“ Sondersitzung mit dem Krankenhausträger statt. Da wurde den Beteiligten der kommunalen Familie mitgeteilt, dass man zum Jahresende den Versorgungsauftrag unumgänglich zurückgeben wird. Inzwischen ist durchgesickert, dass auch der Chefarzt der Inneren Medizin in Gerolstein – Dr. Rittich zum 30.06.2021 gekündigt hat. Alles deutet darauf hin, dass dann auch die Innere Abt. und wahrscheinlich auch die Anästhesie auf dem Prüfstand stehen.

Dann ist auch der Weg zur vollständigen Krankenhausschließung nicht mehr weit. Gibt es in Zukunft nur noch Schwerpunktkrankenhäuser, wie es die Bertelsmann-Stiftung favorisiert? Die Landesregierung hat offensichtliche keine Steuerungskompetenz, mit der sich die klinische Grundversorgung im ländlichen Rheinland-Pfalz zukunftsfest gestalten lässt. Lange Fahrzeiten für die medizinische Versorgung wären die Folge. Zur Marienhaus Unternehmensgruppe gehört u. a. das Krankenhaus in Adenau, Bitburg und Bad Neuenahr.

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Wirtschaft

Corona setzt Weinexporte unter Druck

Region/Trier, 09.01.2021 – Die Covid-19-Pandemie wirkt sich unterschiedlich stark auf die Weinindustrie aus. So sind die Weinkellereien, größeren Genossenschaften und selbstvermarktenden Weingüter mit ihren Absatzzahlen weitestgehend zufrieden. Weingüter und Vermarkter, deren Kunden hauptsächlich in der Hotellerie- und Gastronomie sowie im Ausland zu finden sind, klagen hingegen über Verluste. Die Industrie- und Handelskammer Trier hat die aktuellen Exportdaten für Weinlieferungen untersucht und stellt im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen in einzelnen Ländern deutliche Absatzeinbußen fest. Insgesamt hat der Deutsche Wein in der Menge 5,3 Prozent verloren und summiert sich damit auf 97,8 Millionen Liter. „Bedauerlicherweise sind zeitgleich auch die Verkaufspreise für den Wein gesunken“, bilanziert IHK-Geschäftsführer Albrecht Ehses und erklärt dies mit einer deutlichen Verschiebung der Absatzkanäle von Hotels und Restaurants mit höheren Preisstufen hin zum Lebensmittelhandel mit einem günstigeren Weinangebot.

Diese Entwicklung mache sich international bemerkbar. So liegt der Durchschnittspreis der Auslandslieferungen für einen Liter Wein bei 2,86 Euro und damit um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Am besten schneidet hier im statistischen Vergleich noch die Mosel ab, für deren Weißweine im Export Durchschnittspreise von 3,89 Euro ausgewiesen werden. „Dennoch vollzog sich auch hier ein Wertverlust von mehr als neun Prozent, der hauptsächlich auf Exporte in die USA zurückgeht“, weiß Ehses. Dort sind die Exporteure nicht nur von den Corona-bedingten Auswirkungen betroffen, sondern leiden zusätzlich unter den seit November 2019 bestehenden Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent. Waren es vor zehn Jahren noch 30 Millionen Liter, die in die USA geliefert wurden, so sind es aktuell nur noch 15,5 Millionen Liter. Das ist ein erneuter Rückgang um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der Durchschnittspreis ist von einem zufriedenstellenden Ausgangsniveau im Laufe des Jahres um 20 Prozent nach unten gerauscht und liegt nun bei 3,44 Euro je Liter“, stellt Ehses fest und hofft auf ein Einlenken unter dem neuen Präsidenten Joe Biden und auf eine Beilegung des seit Jahren anhaltenden Subventionsstreits.

Deutlich unter Druck stehen auch die Weinlieferungen nach Großbritannien. Der Export ist im Vorfeld des Brexits um 30 Prozent zurückgegangen. Damit werden an den einst wichtigsten Handelspartner noch 9,6 Millionen Liter Deutscher Wein geliefert. Das vereinbarte Freihandelsabkommen und der Verzicht auf die Einfuhr von Zöllen werden zwar seitens der IHK begrüßt, doch die in Aussicht stehende Verschlechterung der ökonomischen Lage sowie der bestehende harte Preiswettbewerb lassen kaum auf mehr Nachfrage hoffen. Deutlich besser sind hier die Aussichten für deutschen Wein in den skandinavischen Ländern. Besonders in Norwegen und Finnland haben sich die Absatzzahlen um mehr als 30 Prozent nach oben bewegt. Schweden und Dänemark gelten eher als stabil und aus Polen, der Schweiz und Russland zeigen sich positive Signale. „Insgesamt ist mit einer Erholung der deutschen Exporte in 2021 aber nicht zu rechnen“, fasst Ehses die Ergebnisse zusammen.

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Kleine ökologische Sensation im Freilichtmuseum: Tierisch wild in Kommern

Mechernich-Kommern, 09.01.2021 – Pünktlich zum Jahresstart kann das LVR-Freilichtmuseum Kommern mit einer kleinen ökologischen Sensation aufwarten. Seit geraumer Zeit hängen Nachtsichtkameras in entlegenen Bereichen des Freilichtmuseums und dokumentieren, welche wilden Bewohner sich dort „tummeln“. Die Idee stammt von Vanessa Sterner, der wissenschaftlichen Volontärin. Nachdem bereits junge Füchse, Rehe oder gar ein Dachs Ihren Auftritt im Rampenlicht der versteckten Kamera hatten, glückten nun die Aufnahmen einer ganz besonderen Einwohnerin unseres Museumswaldes:

Wildkatzen reagieren äußerst empfindlich auf Störungen durch den Menschen. Foto: Vanessa Sterner | LVR

Einer Wildkatze. Vanessa Sterner: „In den Aufnahmen sind ganz deutlich die Merkmale erkennbar, die eine Wildkatze von einer Hauskatze unterscheiden, nämlich die wuchtige, untersetzt wirkende Statur, das breite Gesicht, die verwaschen wirkende Fellzeichnung am Körper und vor allem der buschige Schwanz mit den charakteristischen, schwarzen Streifen.“ Ganz sicher bestimmen und wissenschaftlich nachweisen ließe sich die Wildkatze jedoch nur mit einer genetischen Analyse, etwa anhand einer Fellprobe.

 

Das Vorkommen dieser als extrem scheu geltenden Wildtierart belegt, wie naturnah das Museumsgelände tatsächlich ist: Wildkatzen reagieren äußerst empfindlich auf Störungen durch den Menschen. Der Museumswald wird in weiten Teilen seit vielen Jahren kaum oder gar nicht mehr bewirtschaftet, womit auch seltenen und scheuen Wildtieren wie der Wildkatze hier bei uns ein Lebensraum geboten ist. Inwieweit es sich bei der gefilmten Wildkatze um einen festen Bewohner oder nur um ein durch streifendes Tier handelt, ist nicht zu sagen. Sie ist bei uns auf jeden Fall herzlich willkommen, sollte sie sich zum Bleiben entscheiden.

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Wachstum

10.500 Quarantäne-Anordnungen in zwei Monaten – Großer Aufwand „hinter den Kulissen“ in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz, 09.01.2021 – Die vergangenen Monate haben das Ausmaß der zweiten Corona-Welle deutlich gemacht. Das dokumentieren auch die Quarantäne-Verfügungen, die die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als zuständiges Gesundheitsamt für den Landkreis und die Stadt Koblenz verlassen haben. Allein im November und Dezember waren es 10.500. Der stärkste Tag war der 15. Dezember, an dem 378 Verfügungen verschickt wurden. Und hinter jeder einzelnen verbergen sich mit Corona infizierte Menschen, deren Kontaktpersonen und Mitarbeiter im Kreishaus, die diese Flut handhaben müssen.

In der Kreisverwaltung blickt man zufrieden auf die Bewältigung dieser Lage: „Vielen unserer Mitarbeiter in der Corona-Bearbeitung wird viel abverlangt, einigen sogar sehr viel. Aber wir wissen, wofür wir dies alles tun: Um gemeinsam dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus so schnell wie irgend möglich zu unterbinden. Bisher ist uns das mit einem Blick auf die Zahlen ganz gut gelungen“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. Genauso sieht es Petra Kretzschmann, Büroleiterin der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, die den großen Aufwand im Hintergrund deutlich macht: „Wenn uns zu Beginn des Jahres 2020 jemand gesagt hätte, dass wir in der Kreisverwaltung aufgrund einer Pandemie quasi eine kleine Behörde innerhalb der Behörde organisieren müssen, dann hätten wir wahrscheinlich ungläubig dreingeschaut.“ Aber genau das ist gelungen. Heute arbeiten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ganz eng zusammen mit Mitarbeitern der Kernverwaltung und Auszubildenden, mit Soldaten der Bundeswehr, Kollegen von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Ehrenamtlichen und Containment Scouts, die zur Unterstützung gekommen sind. „Und alle zusammen bilden ein Team, das die Corona-Lage in unserer Region mit Herzblut und Engagement in ganz hervorragender Weise sieben Tage die Woche managt“, betont Petra Kretzschmann.

Im Hintergrund der täglichen Arbeit läuft eine eingespielte Logistik, an der auf medizinischer Seite die Ärzte des Gesundheitsamtes ebenso mitwirken wie die Organisation, die Koordinierungsstelle Digitalisierung, die IT, die Personalverwaltung und das Gebäudemanagement der Kreisverwaltung. „Damit ein so buntes Team wie die Corona-Mannschaft jeden Tag so viele Verfügungen rausgeben kann, bedarf es eines gut funktionierenden Workflows“, sagen die Koordinatoren der Corona-Lage, Tobias Querbach und Eva Friederichs, und erläutern, dass zur Absicherung im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet wird. So ist sichergestellt, dass bei einer möglichen Infektion innerhalb eines Corona-Teams die Arbeit weitergehen kann.

Jede Schicht hat mehrere Teams, die die folgenden Aufgaben bewältigen:  Den Erstkontakt mit Infizierten, die Kontaktnachverfolgung, den Kontakt mit Genesenen sowie Sonderaufgaben und den Kontakt zu Kitas, Schulen oder Altenheimen.

Die Bearbeitung der Fälle ist digitalisiert. Trotzdem ist jeder Fall mehr als ein digitaler Prozess und eine Verfügung. „Hinter jedem Fall steht ein erkrankter Mensch mit all seinen Ängsten und Sorgen. Und auch diejenigen, die als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen, haben viele Fragen. Da wird den Mitarbeitern, die in der Corona-Lage arbeiten, bei ihren Telefongesprächen mit den Betroffenen viel abverlangt. Fingerspitzengefühl und Empathie sind gefragt“, sagen Friederichs und Querbach. Nicht immer läuft alles rund. Oft muss auf Veränderungen, wie neue vom Land herausgegebene Verordnungen, schnell reagiert werden. Auch können hohe Fallzahlen oder auch schwierige Fälle mit aufwendigen Nachverfolgungen das System stark beanspruchen. „Da heißt es dann ruhig bleiben und auch mal bis tief in den Abend hinein im Kreishaus ausharren“, sagen die beiden Koordinatoren.