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„1000 x 1000“-Klimaschutz-Programm im Kreis Düren endet

Düren, 08.01.2021 – Der Fördertopf des Klimaschutzprogrammes „1000 x 1000: Energie generieren – Energie einsparen“ im Jahr 2020 ist nun ausgeschöpft. Noch bis zum 18. Dezember gab es Gelegenheit, Anträge zu stellen. Wider Erwarten sind nach dem Stichtag viele weitere Anträge eingegangen, die leider nicht mehr berücksichtigt werden können.

Im vergangenen Halbjahr sind mehr als 1000 Anträge beim Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Kreises Düren eingegangen und bewilligt worden. Die Antragsteller erhalten Förderungen für Photovoltaik-Anlagen, energetisches Sanieren von Fenstern und Außentüren, Solarthermie-Anlagen und das Nachrüsten von Batteriespeichern bei Bestandsanlagen, die nicht bereits durch den Kreis gefördert wurden. Ziel der Aktion ist der Klimaschutz, denn der Kreis Düren möchte bis 2035 klimaneutral sein. Da das Förderprogramm beendet ist, können die zu spät abgegebenen Anträge persönlich abgeholt werden. Die Betroffenen werden darüber entsprechend informiert.

Aufgrund der positiven Resonanz aus den vergangenen Jahren erscheint eine Neuauflage des Klimaschutzprogrammes des Kreises Düren in diesem Jahr wahrscheinlich. Weitere Informationen werden entsprechend folgen.

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3D-Drucker am Sankt-Matthias-Gymnasium in Gerolstein

Gerolstein, 08.01.2021 – Die Schulgemeinschaft des Sankt-Matthias-Gymnasiums Gerolstein freut sich über eine großzügige Spende der Firma Premosys aus Kalenborn. In den Sommerferien stellte Joachim von Schnakenburg als Vertreter des Rotary-Clubs Daun-Eifel das Rotary-3D-Drucker-Projekt in Gerolstein vor, welches bei der Schulleitung und den Vertretern der Schule sofort auf Begeisterung stieß. Die Schülerinnen und Schüler können mit diesen Systemen einen vollständigen Modellierungskreislauf ausgehend vom Entwurf eines 3D-Modells über den Druck bis hin zum Zusammensetzen einzelner Teile zu einem fertigen Produkt erfahren.

Auf der Suche nach Sponsoren fand Markus Schröder, der das Projekt seitens des Gymnasiums koordiniert, in Matthias Kuhl, dem CEO der Firma Premosys, einen großzügigen Unterstützer. Premosys finanzierte das Komplettpaket: Sechs Rechner mit 12 Monitoren steuern insgesamt vier 3D-Drucker. Geliefert und aufgebaut wurde die Anlage von der Firma TW Computersysteme aus Hillesheim. Somit wird aus dem Informatikraum jetzt ein 3D-Drucker-Labor mit drei Arbeitsinseln, an denen 3D-CAD-Systeme mit den entsprechenden Druckern zur Verfügung stehen.

Des Weiteren ist mittelfristig eine Kooperation zwischen der Firma Premosys und dem Sankt-Matthias-Gymnasium geplant, die den Schülerinnen und Schülern sicherlich interessante Einblicke in die Berufswelt eröffnet. Die Schulgemeinschaft bedankt sich herzlich bei Herrn Kuhl und der Firma Premosys für die großzügige Spende!

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Freiwillige Corona-Schnelltests für Personal in Kitas und der Kindertagespflege im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 08.01.2021 – Kooperation mit dem DRK ermöglicht schnelle Umsetzung. Zu Beginn der Woche kündigte das Land kurzfristig an, dass sich das Personal in Kindertagesstätten und der Kindertagespflege vom 4. bis zum 18. Januar einmalig anlasslos und kostenfrei mittels PoC-Antigen-Test (Schnelltest) auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen kann.

Damit die vom Land angekündigte Testaktion im Kreis Ahrweiler überhaupt durchgeführt werden kann, musste schnellstmöglich eine eigene Infrastruktur aufgebaut werden. Denn ein sogenanntes „Landestestzentrum“, das für die Testungen vom Land vorgesehen ist, steht im Landkreis Ahrweiler nicht zur Verfügung. So hätte nach den Vorgaben des Landes das Betreuungspersonal bis nach Koblenz oder Mayen fahren müssen, um sich testen zu lassen. Aus Sicht von Landrat Dr. Jürgen Pföhler und mit Blick auf die 70 Kindertagesstätten sowie die Größe des Kreises Ahrweiler „eine nicht umsetzbare und praktikable Vorgehensweise“.

Nun übernehmen die DRK-Ortsvereine in Adenau, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Grafschaft, Niederzissen und Sinzig die Testungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen sowie von derzeit aktiven Tagespflegepersonen. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, gemeinsam mit unseren bewährten Partnern vom DRK Kreisverband Ahrweiler hier schnell und unbürokratisch eine Lösung für die Durchführung der Testungen in unserem Kreis zu finden“, betonen Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Siglinde Hornbach-Beckers, Fachbereichsleiterin Jugend, Soziales und Gesundheit. „Dies ist ein weiterer wichtiger präventiver Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.“

Das Landesjugendamt hat der Durchführung der Tests auf dezentraler Ebene zugestimmt und trägt alle anfallenden Kosten. Die Tests erfolgen anlasslos und sind freiwillig.

Landrat Dr. Pföhler und Siglinde Hornbach-Beckers rufen dazu auf, das Angebot verantwortungsbewusst wahrzunehmen: „Auch ein negatives Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme. Wir müssen auch weiterhin achtsam bleiben und die geltenden Hygiene- und Abstandregelungen einhalten und Kontakte weitestgehend reduzieren, damit die Pandemie überwunden werden kann.“

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Winter in der Eifel – Die Unfallgefahr ist groß

Roth bei Prüm, 08.01.2021 – Am Donnerstag, den 07.01.2020, kam es gegen 14:35 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 265 in Fahrtrichtung Nordrhein-Westfalen zwischen dem Forsthaus Schneifel und Mooshaus.

Auf winterglatter Fahrbahn kam ein PKW Skoda alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einem Verkehrszeichen und kam letztlich im Straßengraben zum Stehen. Der Fahrzeugführer wurde glücklicherweise nicht verletzt.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer alkoholisiert war. Eine Blutprobe wurde durchgeführt und der Führerschein des Fahrzeugführers wurde sichergestellt. Am PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Er musste durch einen Abschleppdienst abtransportiert werden. Im Einsatz waren der Rettungsdienst mitsamt Notarzt aus Prüm, die Straßenmeisterei Prüm sowie die Polizeiinspektion Prüm.

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Innovativ gegen Corona: Azubis der evm-Gruppe entwickeln eigene CO2-Ampel

Region/Koblenz, 08.01.2021 – Die Auszubildenden der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) helfen mit, die Corona-Pandemie zu bekämpfen: Sie stellen derzeit mithilfe eines 3D-Druckers selbst entwickelte CO2-Ampeln her. Die kleinen Geräte sollen in den Räumen der unternehmenseigenen Ausbildungswerkstatt daran erinnern, regelmäßig zu lüften. Zehn Geräte haben sie bereits gebaut. Zukünftig wollen die angehenden Elektroniker auch ihre Berufsschule und vielleicht auch die Partnerschulen der evm-Gruppe mit der Technik unterstützen.

Die CO2-Ampeln, die die Auszubildenden der evm-Gruppe in der Ausbildungswerkstatt bauen, geben ein optisches und akustisches Signal, wenn die CO2-Konzentration einen kritischen Wert übersteigt und gelüftet werden sollte. Foto: Sascha Ditscher

Im Kampf gegen Aerosole

Aerosole sind zum neuen Feindbild in der Corona-Pandemie geworden. Die kleinen Partikel, die beim Ausatmen, Niesen und Husten produziert werden, sind für die Verbreitung des Virus verantwortlich. Eine Lösung: regelmäßiges Lüften und sogenannte CO2-Ampeln. Die kleinen Geräte geben einen Alarm, wenn die Kohlendioxid-Konzentration im Raum eine kritische Marke übersteigt. Ideal für Schulen, in denen oft viele Schüler gemeinsam auf kleinem Raum sitzen. Das Problem: Die Technik hat oft lange Lieferzeiten oder ist sehr teuer. Hier wollte Florian Arzbächer, Ausbilder bei der evm-Gruppe, unterstützen: „Ich habe in einer Fachzeitschrift einen Artikel über CO2-Ampeln gelesen und dachte mir: Das können wir auch.“ Gesagt, getan. Der Elektronikermeister entwirft zusammen mit seinen Schützlingen nicht nur das Gehäuse, das mithilfe eines 3D-Druckers produziert wird, sondern auch die Software dahinter. „Das Projekt macht wirklich großen Spaß, begeistert für die Technik und passt perfekt in den Ausbildungsplan zum Elektroniker“, so Arzbächer. „Denn das macht die evm-Gruppe aus: Wir integrieren Digitalisierung von Anfang an in unseren Arbeits- und Ausbildungsalltag und machen unsere Azubis so fit für die Zukunft.“

Alarm ab 900 ppm

Ein orangenes Gehäuse samt Deckel aus dem 3D-Drucker, eine Platine, ein Akku und ein Display: Mehr braucht es nicht. Aus diesen Bestandteilen bauen die Azubis der evm-Gruppe ihre ganz eigenen und selbst designten CO2-Ampeln. Rund acht Stunden dauert die Produktion der Einzelteile inklusive 3D-Druck, eine weitere braucht der Zusammenbau und 30 Minuten die Kalibrierung an der frischen Luft. Die Geräte messen vor allem die Kohlendioxid-Konzentration im Raum: Bei 900 ppm erscheint eine optische Warnung, die anzeigt, dass gelüftet werden sollte. Steigt die Konzentration weiter auf 1300 ppm, ertönt ein schrilles Signal, das erst verschwindet, wenn gelüftet wurde. Daneben messen die eigens produzierten Ampeln auch wichtige Raumklima-Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. „Gewöhnliche CO2-Ampeln, die im Handel zu kaufen sind, leuchten nur rot, gelb und grün. Unsere Geräte haben wir darüber hinaus mit einem Display ausgestattet, das die genauen Werte anzeigt. Außerdem haben wir einen Akku integriert, der einen Betrieb über mindestens 24 Stunden möglich macht“, erklärt der Ausbilder. Während die Azubis die meisten Bestandteile vom Gehäuse bis zur Platine selbst herstellen, musste der CO2-Sensor extern beschafft werden. „Das war gar nicht so einfach“, erinnert sich Arzbächer. „Wir waren wochenlang auf der Suche, bis wir endlich lieferbare Sensoren finden konnten. Das Thema ist sehr aktuell, bestärkt uns aber umso mehr, weiter daran zu arbeiten.“ Und die Azubis haben schon neue Ideen für ihr Projekt: Als nächstes sollen die Geräte nicht nur die aktuellen Werte anzeigen, sondern auch aufzeichnen, sodass ein Verlauf mit Statistiken möglich wird. So könnte zukünftig die durchschnittliche Luftqualität ganz einfach überwacht werden.

Live-Test in Berufsschule

Die zehn aktuell produzierten CO2-Ampeln haben sich im Praxistest bereits bewährt. „Ich hatte die Ampel mit in der Berufsschule. Wir sind 13 Personen in einem Raum. Da hat der Sensor in einer Unterrichtsstunde teilweise mehrfach Alarm gegeben“, erzählt einer der Auszubildenden. Im Schulalltag erreicht die Kohlendioxidkonzentration schnell die kritische Marke von 1000 ppm. Je nach Schüleranzahl und Raumgröße kann das alle zehn bis zwanzig Minuten passieren. Dann muss gelüftet werden. Erst wenn der CO2-Anteil in der Luft wieder gering genug ist, hört das Gerät der evm-Gruppe auf, einen Signalton abzugeben. „Ignorieren wird also schwierig“, lacht Arzbächer. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unseren Ampeln gemacht – in unseren eigenen Räumen und in denen der Berufsschule. Wir werden nun weitere Sensoren beschaffen, um noch mehr Geräte produzieren und diese an unsere Partnerschulen verteilen zu können. So tragen wir unseren Teil zum Kampf gegen die Corona-Pandemie bei.“

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Schule zuhause leichtgemacht – Lesen lernen mit der App eKidz

Region/Koblenz, 08.01.2021 – Wenn Schule und
Kindergartenbetreuung in Pandemiezeiten fehlen, fällt besonders den kleineren Kindern das Lernen schwer: Genau hier will die neue Lese-Lern-App „eKidz“ helfen. Die Bibliotheken im Verbund „Onleihe Rheinland-Pfalz“ halten ab sofort ein digitales Angebot zur Sprach- und Leseförderung für Mädchen und Jungen zwischen fünf und zehn Jahren bereit. Nutzerinnen und Nutzer mit gültigem Bibliotheksausweis der „Onleihe Rheinland-Pfalz“ haben kostenfreien Zugang zur werbefreien App eKidz.eu.

Die App unterstützt Kinder spielerisch und intuitiv beim Spracherwerb und verbessert ihre Lese- und Sprachfähigkeit. Deshalb eignet sich der Einsatz von „eKidz“ auch zum Lernen von Deutsch als Fremdsprache. Verfügbar sind auch Texte in den Sprachen Englisch und Spanisch.
Dabei sind die Geschichten und Sachtexte der App in zwölf Lesestufen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades kindgerecht zugeschnitten. Geboten werden animierte Illustrationen, eine Vorlesefunktion im Karaoke-Format, eine Aufnahmefunktion sowie Quizfragen zur Überprüfung des Leseverstehens.

Alle Texte wurden von professionelle Sprechinnen und Sprechern eingelesen, basieren auf lehrplanrelevanten Inhalten und bilden den empfohlenen Grundwortschatz ab. Die App wurde von Sprachtherapeutinnen und Sprachtherapeuten sowie Kinderbuchschreibern und Autorinnen in Zusammenarbeit mit der „Stiftung Lesen“ entwickelt. Dabei spricht die Auszeichnung mit dem Comenius EduMedia Siegel für exemplarische Bildungsmedien für Qualität.

So geht’s: Die eKidz-App im Google Play Store oder im Apple Store herunterladen, die Heimatbibliothek auswählen und mit Nummer und Passwort des Bibliotheksausweises beziehungsweise des Onleihe-Ausweises anmelden. Nach der erfolgreichen Anmeldung kann eKidz für bis zu zwei Kinder parallel für 14 Tage kostenlos genutzt werden. Nach Ablauf der Leihfrist wird man automatisch ausgeloggt. Danach ist es möglich, sich erneut anzumelden oder sich vormerken zu lassen. Der Leseverlauf bleibt dabei erhalten.

Die „Onleihe Rheinland-Pfalz“ wird vom Landesbibliothekszentrum koordiniert und vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Weitere Informationen unter : www.ekidz.eu

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Caritasverband Westeifel e.V. sucht Paten für Sprachförderung und Integration

Daun, 08.01.2021 – Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf das Leben von uns allen. Restaurants haben geschlossen, Freizeitaktivitäten dürfen nicht mehr stattfinden, die Kontakte sind bis auf das Minimalste beschränkt und vieles mehr. Auch Migranten sind besonders von diesen Einschränkungen betroffen, Beratungsangebote, Sprachkurse und Veranstaltungen fallen aus, die Kontakte zu den Einheimischen finden nur noch sehr begrenzt statt.

Besonders in dieser Zeit sind viele Menschen einsam und sehnen sich nach sozialen Kontakten.

Auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen unsere Ehrenamtlichen weiterhin Menschen mit Migrationshintergrund. Sie unterstützen bei alltäglichen Aufgaben und sind eine emotionale Stütze. Durch regelmäßige Anrufe und Spaziergänge kann die deutsche Sprache auch weiterhin erlernt werden.

Diese Unterstützung erfolgt aktuell unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen und in der persönlichen Risikoeinschätzung der Betreffenden.

Wenn sie Geflüchtete unterstützen möchten oder bei Projekten und Aktionen mitwirken möchten, dann melden sie sich gerne bei uns. Falls sie bereits eine Familie unterstützen und Beratung und Hilfestellung benötigen, können sie sich auch gerne bei uns melden.

Kontaktdaten:  Integrationsförderung beim Caritasverband Westeifel e.V.:

Nnennaya Okeke, Tel. 06561 / 96 71 0 /Email: n.okeke@caritas-westeifel.de,

Natalie Hahn Tel. 06592/95730 / Email: n.hahn@caritas-westeifel.de

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Bauernverband fordert mehr Respekt vor landwirtschaftlichen Nutzflächen

Region/Koblenz, 08.01.2021 – Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) fordert die Mitmenschen auf, Freizeitaktivitäten nicht zum Schaden der Landwirte durchzuführen. Es mehren sich die Beschwerden, dass Felder ohne Rücksicht überfahren, überquert und die pflanzlichen Aufwüchse geschädigt werden.

Der Januar bringt, wie so oft, den ersten Schnee in die Höhenlagen der Mittelgebirge. Gerade in den durch die Corona-Pandemie bedingten Zeiten großer Einschränkungen ist für viele der ansonsten übliche Winterurlaub nicht möglich. Alternativ nutzen viele Mitmenschen – nicht selten motiviert durch Berichte in regionalen Zeitungen und Radiosendern – die Möglichkeit, insbesondere die regionalen Höhenlagen für Schneewanderungen, für Schlittentouren oder zum Skifahren zu nutzen.

Es mehren sich nunmehr die Beschwerden von Landwirten, dass viele Freizeitsuchende kaum Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen nehmen. Schneebedeckte Wiesen und sogar bestellte Ackerflächen werden als Parkplatz genutzt, der Aufwuchs und der Boden nachhaltig geschädigt. Der BWV appelliert daher an alle Erholungssuchenden, nur ausgewiesene und geeignete Parkplätze zum Abstellen der Fahrzeuge und außerdem die vorhandenen Wege für die Wanderungen zu nutzen. „Es kann nicht sein“, so Verbandspräsident Michael Horper, „dass die Landwirte zertrampelte Kulturen und zerfahrene Wiesen mit teilweise erheblichen langfristigen Beeinträchtigungen des Bodens hinzunehmen haben“. Der BWV betont, dass es nicht darum gehe, den Menschen den dringenden Wunsch nach Erholung, Abwechslung und den Aufenthalt in der freien Natur zu vermiesen, sondern darum, die landwirtschaftlichen Kulturen, die großteils mit Wintergetreide und Raps eingesät sind, zu schützen. Das Miteinander von Landbewirtschaftung und Freizeitgestaltung sei problemlos möglich, wenn das jeweilige Eigentum respektiert werde, so Horper.

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Polit-Urgesteine im Ruhestand – 103 Jahre Ratsarbeit in Kall

Kall, 08.01.2021 – Erhard Sohn, Ekkehard Fiebrich und Peter Schmitz berichten über langjährige Ratsarbeit – Politische Keimzelle war bei allen die SPD – Schulstandortverlust als größte Niederlage. 103 Jahre Ratsarbeit in Kall haben Erhard Sohn (SPD), Peter Schmitz (CDU) und Ekkehard Fiebrich (Bündnis 90/Grüne) zusammen „auf dem Buckel“. Die Sitzung am 13. Oktober 2020 war ihre letzte in Amt und Würden. In der konstituierenden Ratssitzung am 3. November wurden sie verabschiedet. Damit enden drei politische Karrieren, die einige Parallelen (etwa Ursprünge in der SPD), aber auch Unterschiede aufweisen, wie sich im Gespräch mit dem „Rundblick Kall“ ergibt.

Neben den drei Interviewpartnern waren bei der konstituierenden Ratssitzung Anfang November noch weitere Ratsmitglieder verabschiedet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Meine Herren, wie war der erste Monat „in Freiheit“?

ERHARD SOHN: Meiner war sehr entspannt. Ich habe es sehr genossen, nicht mehr unter diesem terminlichen Druck zu stehen. (Ekkehard Fiebrich nickt zustimmend) Was viele ja nicht sehen: 80 Prozent der Fraktionsvorsitzendenarbeit besteht in der Vorbereitung auf die Sitzungen und Termine. Ich war froh, am Ende in einem so guten Team zu sein, dass ich einen Teil meiner Aufgaben an Karl Vermöhlen und Emmanuel Kunz abgeben konnte.

PETER SCHMITZ: Für mich war es auch entspannend. Ich habe aber genug zu tun, denn es ist durch die ganzen politischen Termine doch einiges liegen geblieben.

EKKEHARD FIEBRICH: Für mich war dieser Monat eine absolute Entlastung. Als Fraktionsvorsitzender musste ich ja immer zu allem etwas sagen können. Das ist mit einem normalen Beruf heute eigentlich nicht mehr zu vereinbaren. Da muss man erst einmal Menschen finden, die sich das antun wollen. Für mich besonders positiv war aber auch die Tatsache, dass nichts mehr liegengeblieben ist. Ich konnte alle politischen Projekte abschließen.

Wie sind Sie eigentlich zur Politik gekommen?

FIEBRICH: Ich durch eine Juso-Arbeitsgruppe, die die ersten Open-Air-Konzerte im Sötenicher Steinbruch veranstaltet hat. Wir konnten regionale Bands, aber auch überörtliche Gruppen wie Franz K. in die Eifel holen. Aus der SPD heraus wurde dann die offene Jugendarbeit mit selbstverwalteten Jugendzentren entwickelt. Ich war dann ein Mitgründer des Arbeitskreises Jugendzentrum Kall. Gegen den Widerstand seitens der Verwaltung entstand in einem leerstehenden Ladenlokal an der Kölner Straße, dem ehemaligen Wollstübchen, der Jugendtreff „Teepott“. Mein politisches Grundgerüst im sozialen Bereich hat mir die SPD mitgegeben. Willy Brandt und Egon Bahr waren meine Vorbilder.

SCHMITZ: Bei mir kam es durch die Familie. Meine Familie stammt aus Wachendorf, mein Onkel war SPD-Mann in Satzvey. Auf Festen wurde nicht nur Skat gedroschen, es ging auch um Politik. Ich habe mich dann immer gefragt: Was machen die da? Ich bin dann in die Politik gegangen, weil sich das auch mit meinem Beruf bei der Bundeswehr vereinbaren ließ, ich war zunächst Zeitsoldat, zuletzt als Zivilist beschäftigt. Kreistagssitzungen begannen früher schon um 11 Uhr, Ratssitzungen in Kall um 15 Uhr.

SOHN: Ich bin als Willy-Brandt-Anhänger 1969 in die SPD eingetreten. Ich leitete unter anderem den Vorstand der Jusos in meinem früheren Wohnort in Gemünd. Das war zu einer Zeit, als es eigentlich undenkbar war, dass Nicht-Konservative in einer Verwaltung tätig waren. Im Finanzamt Schleiden, in dem ich damals tätig war, hat meine politische Tätigkeit aber nie zu einem Nachteil geführt.

Was waren die größten Enttäuschungen innerhalt Ihrer Ratszeit?

SOHN: Bei mir ist es die Entwicklung des Schulstandortes Kall. Dass es keine Lösung mit Schleiden und Hellenthal gegeben hat, lag für mich auch an den damaligen Verwaltungsbemühungen in diesen drei Kommunen. Denn der Wille des Kaller Rates war ein anderer.

SCHMITZ: Das Nichtzustandekommen der Gesamtschule ist auch eine der Enttäuschungen bei mir. Das wurde letztlich auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. In meinen Augen hat die Verwaltung damals genug getan. Die Bevölkerung hat die Situation aber nicht erkannt und schickte Kinder nach Blankenheim. Eine weitere Enttäuschung war die Schließung des Kindergartens Rinnen, um das Kibiz umzusetzen. Dabei war schon damals erkennbar, dass es zukünftig auch eine U3- und eine heilpädagogische Betreuung nötig wurden. Keine sieben Jahre später wuchs die Zahl der benötigten Kindergartenplätze explosionsartig an, und es gab zu wenig freie Kapazitäten. Das Dilemma hält bis heute an. Dass wir im Kreis an letzter Stelle stehen hat mir in der Seele wehgetan.

FIEBRICH: Dass wir das Rennen um den Schulstandort verloren haben, war auch für mich die größte politische Niederlage. Schleiden hatte sich plötzlich umentschieden.

Und worauf sind Sie in Ihrer politischen Laufbahn stolz?

SOHN: Dass wir damals den Flächennutzungsplan 2004-2016 angegangen sind und durchgeboxt haben, wenngleich der mittlerweile auch wieder überarbeitungswürdig ist, da utopische Wohnflächen in einigen Dörfern vorhanden sind. Aber durch den Flächennutzungsplan haben wir die Entwicklung von Kall maßgeblich mitbeeinflusst und Platz für Handel, Gewerbe und Kindergärten ermöglicht. Aber auch die Entwicklung der Außenorte war mir immer wichtig.

SCHMITZ: Bei mir ist es der Bau der Bürgerhalle Rinnen. Das war das zweite Bürgerhaus im Kaller Gemeindegebiet. Wir haben im Ort zwischen 10.000 und 12.000 D-Mark gesammelt. Die Dorfbevölkerung stand die ganze Zeit hinter dem Projekt. Ermöglicht wurde es dann durch einen ehemaligen Schulpavillon aus Steinfeld, der als Grundlage dient.

FIEBRICH: Besonders positiv ist der Neuanfang der Jugendarbeit im Jahr 2010 mit dem „Schülercafé“ in der Alten Grundschule Kall. Der vorherige Standort in der Hauptschule hatte mehr den Charakter einer erweiterten Schulveranstaltung. Die Uni Koblenz als externer Ratgeber hatte uns bei der Konzeption maßgeblich unterstützt. Die Finanzierung der offenen Jugendarbeit steht aber immer noch alle fünf Jahre auf dem Prüfstand. Stolz bin ich auch darauf, dass wir in Kall zusammenstehen gegen rechte Aktivitäten im ländlichen Raum. 2012 ist es uns gelungen, Michael Klarmann nach Kall zu holen. Wir waren die erste Kommune, die dem Bündnis gegen rechts beigetreten ist und haben als eine der ersten Kommunen die Euskirchener Erklärung unterschrieben. Hinzukommen die neue Müllsatzung, die Einführung der Ehrenamtskarte gemeinsam mit der CDU, die Öffnung des Hallenbads in den Ferien und der bald startende Waldkindergarten.

Wie hat sich die politische Arbeit in Kall verändert?

SCHMITZ: Ich erinnere mich an ein einschneidendes Erlebnis: Ich war relativ neu im Rat und bei einer Abstimmung setzte sich Karl Becker von der FDP zurück und verzichtete auf seine Stimme. Er hatte erkannt, dass bei der CDU Mitglieder fehlten und dadurch das Mehrheitsverhältnis verändert war. Das hat mich beeindruckt.

SOHN: Fair-Play durch Enthaltung, daran kann ich mich auch erinnern. Später war die politische Stimmung eine andere. Dass heute fraktionsübergreifend Anträge gestellt werden, wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Besonders stolz bin ich darauf, dass zum Ende meiner Laufbahn die SPD bei der letzten Wahl als stärkste Partei hervorgegangen ist.

FIEBRICH: Ich war bis auf die letzte Legislaturperiode immer in der Opposition. Politisch geprägt wurde ich von Rot und Grün, eine Zusammenarbeit mit Schwarz ging für mich gar nicht. Aber dann hat die CDU einige unserer Anträge unterstützt, was der Beginn der Zusammenarbeit war. Das hat bei mir den politischen und emotionalen Horizont erweitert. Toni Mießeler als CDU-Fraktionsvorsitzender ist uns immer auf Augenhöhe begegnet.

SOHN: Ich finde ja, dass auf kommunaler Ebene Parteipolitik keine so große Rolle spielt wie die Sachpolitik. Früher wurden gute SPD-Anträge abgelehnt, weil sie von der falschen Partei kamen. Ich erinnere mich zum Beispiel noch daran, dass unser Antrag, eine Toilette an der Grillhütte „Auf dem Fels“ zu errichten, abgelehnt wurde. Als die CDU den Antrag später stellte, ging er durch. Wir hatten auch bereits vor zehn Jahren beantragt, den Sportplatz an der Auelstraße mit seiner maroden Aschenbahn durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen, das wurde aber mehrheitlich abgelehnt. Heute hätte man gerne einen Kunstrasenplatz in Kall.

SCHMITZ: Ich erinnere mich noch an Zeiten, als die Fraktionsvorsitzenden noch gemeinsam über Maßnahmen gesprochen haben – und an die, als niemand mehr miteinander sprach. Heute hat sich das politische Miteinander stark verbessert. Dadurch hat Kall viel erreicht.

Zum Abschluss: Wie sieht Ihre Zukunft aus?

SOHN: Ich möchte mich einfach mal anderen Dingen widmen. Etwa der Malerei.

FIEBRICH: Ich werde zu meinem Sohn an die Ahr ziehen, der dort ein Weingut hat. Außerdem werde ich ehrenamtlich arbeiten, etwa bei der Tafel.

SCHMITZ: Ich habe Haus und Hof mit zwei Gewächshäusern, da gibt es immer etwas zu tun. Und ich will mich der Kocherei widmen.

Zu den Personen:

ERHARD SOHN (76, aus Scheven) war von 1975 an durchgehend im Kaller Rat und zuvor schon drei Jahre im Schleidener Rat aktiv. Von 1994 bis 1999 war er zweiter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Kall. Die SPD-Fraktion leitete er von 1989 an.

EKKEHARD FIEBRICH (72, aus Sistig) trat 1970 in die SPD ein und saß von 1975 bis 1979 für die Genossen im Kaller Rat. Anfang der 90er-Jahre wechselte er zum Bündnis 90/Die Grünen, für die er seit 2002 im Rat tätig war, davon seit 2007 als Fraktionschef.

PETER SCHMITZ (68, aus Rinnen) ist Anfang der 1970er-Jahre in die CDU eingetreten. Im Rat war er von 1984 an. In den Jahren 2009 bis 2014 war er erster stellvertretender Bürgermeister.

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In Rot und mit Kürbissen – Neuer Wachtberg-Ortsplan ist da

Wachtberg, 08.01.2021 – Er ist rot und das Titelbild punktet mit Kürbissen in orange… derart frisch fällt einem der neu aufgelegte Ortsplan der Gemeinde Wachtberg direkt ins Auge. Die größere Kartografie wurde beibehalten, auch Detailkarten der Ortsteile Berkum, Niederbachem und Pech sind wieder integriert.

Der Plan zeigt sich nun in einer überarbeiteten und aktualisierten Version, in der auch die neuesten Wohngebiete und Straßen verzeichnet sind (Stand: November 2020). Zudem gibt es neben den bereits bekannten Angaben, wie zum Beispiel die Wachtberger Radrouten, unter anderem auch Infos zu weiteren Ladestationen für E-Bike-Nutzer sowie für E-Auto-Fahrer. Im bewährten, handlichen Faltformat ist der Plan damit nicht nur für Neubürger*innen, sondern auch für langjährige Wachtberger Bürger*innen äußerst nützlich.

Die Neuauflage des Wachtberger Ortsplans hat wie gewohnt die Agentur ASG in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wachtberg gestaltet und herausgegeben. Ein herzliches Dankeschön gebührt allen Inserenten für deren freundliche Unterstützung. Dank deren zahlreichen Anzeigen konnte der Faltplan auch dieses Jahr wieder finanziert werden.

Der neue Ortsplan ist im Rathaus kostenlos erhältlich. Corona bedingt sollten nicht dringend erforderliche Rathausbesuche jedoch auf später verschoben werden… der neue Ortsplan „läuft nicht weg“. (mm)