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Langenfelder diskutieren über katholische Kirche – Hoffnung für einen hoffnungslosen Fall?

Langenfeld – Ist die katholische Kirche ein hoffnungsloser Fall? Dieser Frage ist der Pfarrgemeinderat (PGR) der Pfarrei St. Jodokus, zu der die ehemaligen Pfarreien Langenfeld, Kirchwald, Baar-Wanderath zählen, nachgegangen, als sie zum Gesprächsabend in das Langenfelder Sportlerheim eingeladen hat.

Wie kann es mit der katholischen Kirche in der Pfarrei St. Jodokus in Langenfeld zukünftig weitergehen? Dieser Frage stellte sich der Pfarrgemeinderat. Konkrete Ideen konnten im Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Interessierten direkt formuliert werden, doch in erster Linie ging es den Veranstaltern darum, ein offenes Ohr für die Belange der Gläubigen zu haben und Impulse wahrzunehmen.

„Entstanden ist die Idee durch die schrecklichen Skandale in der katholischen Kirche, durch die sich viele Menschen von ihr abkehren“, berichtete Gaby Hilger im Namen des gesamten Vorbereitungsteams. „Es soll eine Möglichkeit sein, bei der Menschen sich mit den Hauptamtlichen unterhalten können und ihnen sagen, wo es brennt.“ Geplant wurde die Veranstaltung durch einen Arbeitskreis bestehend aus dem Vorsitzenden des PGR Gerd Bungarten, Bernd Heimermann, Gaby Hilger und Pfarrer Thomas Corsten; sie wurden unterstützt durch den Pastor und Dekan des Pastoralen Raums Mayen, Jörg Schuh und Margit Ebbecke als ehemaliges Mitglied im Leitungsteam des Pastoralen Raums, die den Abend moderierte.

In zwei Gruppen wurde über Fragen wie, „Was stört mich?”, “Was macht mir Hoffnung?”, “Wie kann es lokal weitergehen?“, diskutiert. Dabei wurden viele positive Erfahrungen aus der Vergangenheit geteilt: „Ich habe Kirche in meiner Jugend erlebt, damals wurde viel für Jugendliche gemacht. Wir haben dadurch Gemeinschaft erfahren“, sagte zum Beispiel Georg Heimermann. „Für mich war Kirche immer ein Bestandteil in meinem Leben und sie bedeutet für mich Heimat“, ergänzte Gerd Bungarten. Auch für Seniorin Anneliese Stark war und ist die katholische Kirche ein fester Antrieb: „Mein Glaube hat mir durch das Leben geholfen und Kraft gegeben.“ Doch wie könne man diese positiven Aspekte in das „Hier und Heute“ übertragen? Ein Ansatzpunkt wäre die Stärkung der Messdienerarbeit, beispielweise durch gemeinschaftsbildende Ausflüge oder Freizeiten, schlugen die Besucherinnen und Besucher vor.

Zu erschrockenen Reaktionen führten Fotomontagen, die Langenfeld, Kirchwald und Wanderath ohne Kirchengebäude zeigten. Denn für alle seien diese wichtige Anker in ihrem Leben. „Hier kann ich Lösungen finden und meinen Glauben in Gemeinschaft leben“, sagte beispielsweise Anneliese Stark. Ein Leben ohne Kirche könne man sich nicht vorstellen, so die einhellige Meinung. Nach Wünschen für ihre Kirche vor Ort gefragt, antworteten die Teilnehmenden, dass sie sich über kulturelle Angebote freuen würden wie über geistliche Verkündigungsangebote, alternative Gottesdienstformen sowie über mehr Begegnungsmöglichkeiten nach den Messen. Zudem äußerten sie die Bitte, dass Kirchen und Kapellen tagsüber geöffnet bleiben, obwohl diese durch Vandalismus immer wieder beschädigt werden, wie derzeit in Kirchwald.

Das Erfüllen der Wünsche sei aber nur möglich, wenn sich viele engagierten – betonten die Hauptamtlichen. „Wir können manches nicht mehr leisten. Wir machen, was möglich ist“, versprach Dekan Schuh und ermutigte: „Kirche ist mehr als der Pastor.“

Hoffnungslos endete das Treffen aber keinesfalls, denn Hoffnung sei ein wesentlicher Teil des christlichen Glaubens. „Aber die Kirche wird sich verändern“, war sich Diakon Hans-Georg Bach sicher. „Dass der PGR solch einen Abend angeht, ist ein Zeichen für mich, dass Kirche sich verändert“, so Schuh. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen wollen, denn „ich kann mir ein Leben ohne Glauben nicht vorstellen“, fasste Gaby Hilger treffend zusammen.

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Tourismus

„Helgas Büdchen“ im Freilichtmuseum Kommern in der Eifel öffnet die Pforten

Mechernich-Kommern – Zeitungskiosk von 1979 aus Bonn im LVR-Freilichtmuseum Kommern eröffnet. Der Kultkiosk wird wichtiger Baustein zum Leben im öffentlichen Raum in der Baugruppe Marktplatz Rheinland. Kerzen, Gedenkzettel und Trauerbekundungen: Die Bestürzung der Kundschaft an „Helgas Büdchen“ an der Colmantstraße / Ecke Meckenheimer Allee in Bonn war groß, als die Kioskbetreiberin Helga Karsten im Mai 2021 plötzlich aus dem Leben schied. Viele Menschen bekundeten ihre Trauer und stellten eine Kerze vor dem mit Graffiti bemalten Kultkiosk auf, den sie seit 1984 betrieb.

Zeitungen, Zeitschriften, Getränke, Süßigkeiten und Zigaretten waren beliebte Artikel, die viele Stammkundinnen und –kunden oder auch Passantinnen und Passanten auf dem Weg zur Arbeit, dem Bahnhof oder sehr zielgenau dort erwarben. „Uns war schnell klar, dass wir diesen sehr bekannten Kultkiosk aus Bonn für den Marktplatz Rheinland im Freilichtmuseum übernehmen wollen“, so Museumsleiter Dr. Carsten Vorwig. Ein jahrelanger Stammkunde kontaktierte das Freilichtmuseum in der Eifel.

Der Standort war schon vor dem Bau des Kiosks ein beliebter „Handelsplatz“. 1951 wurde dort ein hölzerner Kiosk aufgestellt, den 1979 der eigentlich mobile Wagen aus Aluminium ersetzte. Bewegt wurde er aber von dort erst wieder per Tieflader im Oktober 2021 nach Kommern. Dort restaurierten die Museumshandwerkerinnen und Handwerker den Wagen und erneuerten den durch Rost geschädigte Unterbau. Nun konnte der Kiosk am 18. Februar 2024 auf dem Marktplatz Rheinland im Freilichtmuseum eröffnet werden.

Kuratorin Hannah Drießler, die im Freilichtmuseum ihr wissenschaftliches Volontariat absolvierte, erforschte die Geschichte und inventarisierte jedes einzelne Objekt – von der Zeitschrift bis zum Feuerzeug. Mehrere hundert Objekte konnten mit dem Kiosk übernommen werden. Einiges musste aber aufwändig nachbeschafft werden: „Wir zeigen den Kiosk, wie er zuletzt von Helga Karsten im Mai 2021 betrieben wurde“, so Drießler. „So können wir diesen Zeitpunkt für die neue museale Zeitrechnung konservieren und viele Erinnerungen an diesen beliebten, sozialen Treffpunkt bewahren“, freut sich die Kuratorin.

Betrieben wird der Kiosk im Freilichtmuseum nicht. Der Zustand soll authentisch bewahrt bleiben. Museumsleiter Vorwig: „Für Veranstaltungen öffnen wir regelmäßig den Kiosk an der Brühler Milchbar. Dort bieten wir auch immer wieder besondere Leckereien an, die man aus vergangenen Tagen kennt.“

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100-jährige Mechernicherin spielt im Musikvideo der „Alten Bekannten“ mit

Mechernich – Besuch vom Ex-Regierungssprecher – „Begegnung mit einer bemerkenswerten Frau“: Auf diesen Nenner brachten Birgit Drosten-Vater und Klaus Vater einen Besuch der Weihnachten 2023 in der Mechernicher Bahnstraße hundert Jahre alt gewordenen Liesel Buchheldt.

Birgit Drosten-Vater und Klaus Vater vor Jahren mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und dem berühmten Gemälde von sklavenarbeitsähnlichen Abbaumethoden am Mechernicher Bleiberg, das auch schon in Ausstellungen in Hamburg und Berlin zu sehen war. Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Fit im Kopf wie ein junger Mensch, aufgeschlossen, traditionsbewusst und lebensklug“ hätten sie die Hundertjährige erlebt. Der Besuch war auch Einlösen eines Versprechens, das Autor Klaus Vater anlässlich der Präsentation seines Buches „Bergstraße – eine Kindheit in der Nachkriegs-Eifel“, erschienen im Hillesheimer KBV Verlag, gegeben hatte.

Die Corona-Jahre und die Arbeit an einem weiteren Buch hatten den Besuch bei Liesel Buchheldt verzögert. Die Jubilarin erzählte „kenntnisreich, mit vielen Einzelheiten aus Kindheit, Jugend und späterem Leben im früheren Bergarbeiterort Mechernich.

„Liesel Buchheldt zählt zur Generation der Frauen, die nach dem Krieg wie unzerbrechlich und mit großer persönlicher Ausstrahlung und Ansehen durchs Leben gingen. »Tough« sagt man heute dazu“, so der langjährige Sprecher von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und zuletzt Regierungssprecher bei Kanzlerin Angela Merkel.

Freundin von Maria Schwer

Buchheldt und die 2000 verstorbene Mutter des in Mechernich geborenen und aufgewachsenen Autors, die Mundart-Schriftstellerin Maria Schwer, waren über die vielen gemeinsamen Jahre im Ort befreundet. Erst im vergangenen Jahr hatte die damals 99-Jährige Schlagzeilen gemacht, als sie ein Musikvideo mit ihrem Enkel Ingo Wolfgarten für die A-cappella-Band „Alte Bekannte“ produzierte.

„Ohne Liesel Buchheldt würde die Story nicht funktionieren“, schrieb Stephan Everling seinerzeit in der „Kölnischen Rundschau“ und im „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ganz egal, wohin die Reise geht“ heißt das Lied, das Daniel Dickopf für das Video geschrieben hat. Und zwar ursprünglich als Telefonansage einer Caravan-Firma in Frankfurt.

Im Video wird gezeigt, wie eine alte Frau, gespielt von Liesel Buchheldt, in einem Fotoalbum blättert und sich an die guten Zeiten erinnert, in denen sie oft mit einem Campingwagen unterwegs war. Für sie war die Filmerei sehr aufregend. Aus ihrem Wohnort Mechernich wurde sie zum Drehort in der Gemünder Bruchstraße gefahren, einem Fachwerkhof aus dem 16. Jahrhundert.

„Ich weiß gar nicht, was ich machen soll“, sagte sie kurz nach ihrem Eintreffen. Ihre Mitwirkung im Video sei eine Überraschung gewesen: „Ingo hat gesagt, ich muss nichts sagen, sondern nur im Sessel sitzen.“ Die Nacht zuvor habe sie gar nicht schlafen können: „Ich dachte, was kommt da auf mich zu.“

Nur mit dem „im Sessel sitzen“ war es allerdings nicht getan, so Everling: „Immer wieder musste sie für Kameramann René Kwasny in dem für sie vorbereiteten Fotoalbum blättern, in dem Erinnerungsfotos von Campingtouren zu sehen waren. Dann musste die rüstige Dame mehrere Male mit dem Rollator die Bruchstraße entlanggehen, bis Kwasny alle Einstellungen im Kasten hatte.“

„Meine Großmutter hat neben uns gewohnt“, erzählte der gebürtige Mechernicher Ingo Wolfgarten. Sie sei eine sehr herzliche Person. Und: „Man kann sich richtig gut mit ihr unterhalten.“ Früher habe sie ihm immer vorgelesen, erinnert er sich. „Sie war die Einfach-da-Oma“, so der Musiker.

„Gespräch und Rezitation“

Klaus Vater tritt übrigens am Donnerstag, 23. Mai ab 19 Uhr in der Literaturreihe „Gespräch und Rezitation“ des Rheinischen Industriemuseums Euskirchen, Tuchfabrik Müller in Kuchenheim, in Erscheinung. Der 1946 geborene Ex-„Vorwärts“-Redakteur, Regierungssprecher und Schriftsteller liest und erzählt beim Themenabend  „Rheinische Milieus“ aus dem Arbeitermilieu der Mechernicher Bergstraße.

Manfred Lang, Jahrgang 1959, Buchautor, Agenturredakteur und katholischer Diakon, der die Reihe „Gespräch und Rezitation“ seit mehr als 20 Jahren mit Jochen Arlt betreut und moderiert, schildert in seinen Büchern immer wieder ein ganz anderes „rheinisches Milieu“, das agrarisch geprägte Dorfleben seiner Kindheit in der Eifel.

 

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Belgischer Botschafter zu Besuch in Aachen

Aachen – Belgischer Botschafter Geert Muylle im Austausch mit Vertreter*innen aus Aachen und der Euregio – „Es gibt keine bessere Stadt als Aachen, um die Reise zu beginnen“, mit diesen Worten leitete der belgische Botschafter Geert Muylle am Montag, den 19. Februar, seinen Empfang im Weißen Saal des Aachener Rathauses ein.

Und bestätigte damit die Grußworte von Bürgermeisterin Hilde Scheidt, die in Vertretung der erkrankten Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gleich zu Beginn auf die lange eingeübten und gelebten europäischen Werte Aachens und des Dreiländerecks hingewiesen hatte: von der Grenzgängerberatung über den Kulturaustausch bis hin zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Auch Städteregionsrat Tim Grüttemeier wies auf das gelebte Miteinander hin und nannte Wasserstoff, Bahninfrastruktur und mittelständische Unternehmen als Vorzeigebeispiele für diese Zusammenarbeit.

Dabei brachte Muylle auf seiner NRW-Tour selbst Themen mit nach Aachen, die er als Erfolgsbeispiele zitierte, darunter die „Cross-Border Task Force Corona“, die zur Synchronisation des grenzüberschreitenden Krisenmanagements zwischen NRW, den Niederlanden und Belgien eingerichtet worden war, die grenzüberschreitende Notfallversorgung und das Sicherheitsabkommen. „Es ist nicht immer einfach, und es geht nicht immer schnell“, sagte er, aber alle würden daran arbeiten, effizient arbeiten zu können.

Im Anschluss an den Empfang präsentierten Vertreter von Stadt und Städteregion Aachen im Alten Amtszimmer des Rathauses Perspektiven der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Zentrale Themen waren der Wissenschaftsstandort rund um Start Ups, Wasserstoff, Batterieentwicklung und Urban Air Mobility sowie ein multimodales Verkehrsnetz als Fundament für grenzenlose Mobilität, von Mobilitätsknoten wie dem Forschungsflugplatz Würselen- Aachen über den Schienenverkehr, ein grenzüberschreitendes Ticketing und grenzüberschreitende Radrouten ebenso wie Bike-Sharing-Angebote.

Teilnehmer*innen des Treffens waren neben dem Botschafter Geert Muylle mit seiner Frau Veronique Couckuyt, unter anderem der Kabinettschef der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Daniel Hilligsmann, der Gouverneur der Provinz Limburg (NL) Emile Roemer, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, die Geschäftsführerin der Region Aachen Ulla Thönnissen, der Geschäftsführer der Euregio-Maas-Rhein Michael Dejozé, der Geschäftsführer der Metropolregion Rheinland Thomas Schauf, die Präsidentin der IHK Aachen Gisela Kohl-Vogel, der Präsident der HWK Aachen Marco Herwartz und sowie Dieter Begaß und Markus Terodde als Vortragende für die Fachthemen von Stadt und Städteregion Aachen.

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Bergwacht-Pilotlehrgang fand in Ettringen statt

Vordereifel/Mayen/Ettringen – Bergwacht-Pilotlehrgang zur Erprobung des zukünftigen Ausbildungsgangs für „Spezialeinsatzkräfte zur Unterstützung der Feuerwehren bei Vegetationsbränden im unwegsamen Gelände“ fand in Ettringen statt. Die DRK Bergwacht Bundes Arbeitsgruppe Vegetationsbrand tagte Anfang Februar 2024 im DRK in Ettringen. Unter der Federführung der Einheitsführer der seit Jahren eng zusammenarbeitenden Freiwilligen Feuerwehr Ettringen und der DRK Bergwacht Ettringen konnte die DRK Bergwacht Bundes AG Vegetationsbrand ihren ersten Pilotlehrgang erfolgreich in Ettringen absolvieren.

Auch die Wehrleiter der Verbandsgemeinde Vordereifel sowie der angrenzenden Verbandsgemeinde Mendig und der Stadt Mayen folgten der Einladung durch den DRK Kreisfachbeauftragten Bergwacht Nico Syré nach Ettringen. Neben zahlreichen Vertretern aus diversen DRK Bergwacht Landesverbänden waren auch Jörg Häusler von der Bergwacht Bayern, Bernd Adler, Bundes Bergwacht Fachberater Technik, Nicole Otte vom DRK Generalsekretariat in Berlin sowie der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ettringen, Björn Barz, mit einem Teil seiner Mannschaft maßgeblich an der Durchführung dieses Pilotlehrgangs beteiligt.

Der Verbandsbürgermeister Alfred Schomisch stattete in der Begleitung des Ettringer Ortsbürgermeisters Werner Spitzley der Veranstaltung am Samstag einen kleinen Besuch ab und konnte sich selbst von der gemeinsamen Schlagkraft der beiden ortsansässigen Einheiten überzeugen. „Es freut mich und beruhigt auch zugleich, solch eine starke Truppe bei uns in der Verbandsgemeinde Vordereifel zu wissen“, so Bürgermeister Schomisch.

„Gemeinsam geht’s am besten“ – diese Devise spiegelte sich deutlich in der Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen während des Lehrgangs wider.

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Eifeler Mercedes-AMG Team HRT geht unverändert in die neue DTM-Saison

Drees/Nürburgring – Das Haupt Racing Team wird auch im Jahr 2024 mit zwei Fahrzeugen in der DTM vertreten sein. Unter der Nennung Mercedes-AMG Team HRT wird die Mannschaft aus Drees mit Luca Stolz (GER) und Arjun Maini (IND) erneut um die Meisterschaft in der Königsklasse des deutschen Motorsports kämpfen.

Das Haupt Racing Team ist seit dem Beginn der GT3-Ära in der DTM vertreten und blickt in dieser hochklassigen Rennserie bereits auf einige Siege und die Fahrermeisterschaft 2021 zurück. In der kommenden Saison setzt HRT unter der Nennung Mercedes-AMG Team HRT auf bewährtes Personal. Wie bereits in der Vorsaison werden Luca Stolz und Arjun Maini in den beiden Mercedes-AMG GT3 von HRT Platz nehmen.

Luca Stolz, der das Fahrzeug mit der Startnummer 4 pilotieren wird, zählt zu den schnellsten Fahrern im Mercedes-AMG GT3. Der 28-Jährige aus Kirchen fuhr in der abgelaufenen Saison bei zwölf von 16 Rennen in die Punkte und platzierte sich in der Endabrechnung als bester Mercedes-AMG Fahrer mit einem Sieg und drei Podiumsplatzierungen auf der sechsten Position in der Meisterschaftstabelle.

Sein Teamkollege bei HRT wird wie im vergangenen Jahr Arjun Maini sein. Der Inder wusste vor allem in der zweiten Saisonhälfte zu überzeugen. Er erreichte sechs Punkteplatzierungen in acht Wertungsläufen und leistete damit einen wertvollen Beitrag, dass sich HRT in der abschließenden Teamwertung als bestes Mercedes-AMG Team auf Rang fünf platzierte.

Auch beim Einsatzteam setzt HRT auf Kontinuität, kann aber gleichzeitig mit Marios Avemarg einen Neuzugang vermelden. Der erfahrene Avemarg ist bereits seit vielen Jahren in der DTM und anderen renommierten Rennserien im internationalen GT3 Sport im Einsatz und wird in der kommenden Saison gemeinsam mit Dennis Nägele sowie dem technischen Leiter Laurent Fedacou das DTM Engineering-Team bei HRT bilden.

Das Mercedes-AMG Team HRT wird mit dieser schlagkrätigen Mannschaft zunächst die offiziellen Testfahrten vom 9.-11. April bestreiten, bevor in der Motorsport Arena Oschersleben vom 26. bis 28. April die DTM in die neue Saison startet.

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4: „Die DTM ist die stärkste GT3-Serie der Welt und ich bin motiviert, mich wieder in diesem Umfeld zu beweisen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserem Paket eine realistische Chance auf den Titel haben. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, dass wir eine siegfähige Kombination sind. Wenn wir diese Leistungen konstant abrufen, ist alles möglich. Es ist immer ein Vorteil, mit einem eingespielten Team anzutreten. Ich freue mich sehr darüber, wieder mit HRT am Start zu sein und unsere erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.”

Arjun Maini, Mercedes-AMG Team HRT #36: „ Ich bin sehr glücklich, 2024 wieder Teil des Mercedes-AMG Teams in der DTM zu sein, und dass im dritten Jahr gemeinsam mit HRT und Luca als Teamkollegen. Die DTM wird wieder eine große Herausforderung. Ich freue mich darauf, zusammen mit dem Team all das Gelernte und die Erfahrungen aus den letzten Jahren umzusetzen. Ich hoffe dadurch in der Lage zu sein, starke und konstante Ergebnisse in der Saison zu liefern. Auf das Rennen am Norisring freue ich mich am meisten. Die Atmosphäre ist toll und dort habe ich mein erstes DTM-Podium geholt.”

Ulrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team: „Wir gehen gemeinsam mit Mercedes-AMG in die vierte DTM-Saison und möchten uns auf diesem Wege für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mit unserem Line-up setzen wir ebenfalls auf Kontinuität und bieten mit Arjun und Luca im dritten Jahr in Folge unsere bewährte Fahrerpaarung auf. Das Team ist in jeder Hinsicht optimal eingespielt, was ein großer Vorteil sein wird. Die vergangene Saison als bestes Mercedes-AMG Team sowohl in der Fahrer- als auch in der Teamwertung zu beenden, motiviert uns zusätzlich. Wir blicken äußerst positiv auf die kommende Saison.“

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Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung – Führung im Amt bestätigt

Region/Koblenz – Seit 2007 rund 22 Millionen Euro an Förderungen bewilligt –  An der Spitze der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung herrscht für die nächsten vier Jahre Konstanz: Magnus Schneider als Vorsitzender des Vorstandes und Staatssekretär a.D. Günter Kern als Vorsitzender des Stiftungsrates wurden für die nächsten vier Jahre im Amt bestätigt.

„Wir sind froh, mit Magnus Schneider und Günter Kern auch in den kommenden vier Jahren zwei herausragende Persönlichkeiten an der Spitze der Gremien unser Lotto-Stiftung zu haben“, kommentiert Jürgen Häfner, Geschäftsführer der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH.

Während Günter Kern sein Amt nun im fünften Jahr ausübt, war Magnus Schneider schon seit der Geburtsstunde der Lotto-Stiftung im Jahr 2007 als Vorsitzender des Vorstandes aktiv und geht in seine mittlerweile fünfte Amtsperiode.

Auch die Stellvertreter der Vorsitzenden wurden bestätigt: Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg für den Stiftungsrat sowie Walter Desch und Staatssekretär a.D. Alexander Wilhelm für den Stiftungsvorstand.

Alle weiteren Mitglieder des Vorstandes und des Stiftungsrates werden auch in den kommenden vier Jahren ihre Ämter ausüben.

Als neues Mitglied im Stiftungsrat konnte die ehemalige Koblenzer Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz gewonnen werden. „Frau Dr. Theis-Scholz ist eine ausgewiesene Expertin im kulturellen Bereich und dort sehr gut vernetzt“, sagt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner: „Wir erhoffen uns von ihr eine weitere Stärkung auch des kulturellen Engagements der Lotto-Stiftung.“

Die Lotto-Stiftung wird im Hauptamt von Geschäftsführer Frank Zwanziger und einem Team aus vier MitarbeiterInnen gemanagt und fördert Projekte in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport.

Das Fördervolumen im Jahr 2023 betrug knapp 1,25 Millionen Euro für rund 1 100 Projekte in Rheinland-Pfalz. Seit Gründung der Stiftung im Jahr 2007 gab es Förderungen in Höhe von insgesamt über 22 Millionen Euro.

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Frühlingsboten in Aachen – Krokusse blühen in den städtischen Grünanlagen

Aachen – Unzählige Krokusse sind nach den frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage erblüht: Changierend in zarten und kräftigen Farbtönen erstrecken sie sich über weite Bereiche in Parks und Grünstreifen in Aachen. „Die Krokusse vermehren sich von selbst“, erklärt Ilse Savelsbergh, Geschäftsbereichsleiterin Grün- und Freiflächenpflege des Aachener Stadtbetriebs.

„Durch die bodenschonende Pflege unserer Friedhofs- und Grünpflegekolonnen bleiben die Krokusse erhalten und verbreiten sich regelmäßig weiter. Das ergibt dieses wunderschöne Blütenbild, beispielsweise auch auf unseren Friedhöfen.“ Nur noch wenige Tage wird das Naturschauspiel zu sehen sein, vermutet Ilse Savelsbergh, dann neigt sich die Blüte der Krokusse dem Ende zu.

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Wirtschaft

Gewerbe stand beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Münstereifel im Mittelpunkt

Bad Münstereifel – Steigende Kosten, veränderte Energieversorgung, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Digitalisierung, Klimaschutz – die Wirtschaftswelt ist mit großen Herausforderungen konfrontiert und nicht nur in Bad Münstereifel „STARK im Wandel“. Unter diesem Motto hatte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zum diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Bad Münstereifel in die ehemalige Konviktkapelle eingeladen. Im Mittelpunkt standen diesmal die Gewerbebetriebe der Stadt. „Der stetige Wandel ist zu einer Konstanten geworden“, so die Bürgermeisterin auf der Bühne im Gespräch mit Dr. Sven Wörmer und Philipp Dreger vom städtischen Citymanagement, die durch das Programm führten. Das Citymanagement unterstützt die Stadt unter anderem beim Wiederaufbau und der Stadtentwicklung, aber auch bei der Beratung von Gewerbetreibenden.

Im Gespräch erörterten die Bürgermeisterin und das Citymanagement zum Beispiel Veränderungen sowohl in der Arbeitswelt, wie die zunehmende Bedeutung von Coworking-Flächen, die fortschreitende Digitalisierung und die Nutzung künstlicher Intelligenz, als auch im Einkaufs- und Konsumverhalten. Eine wichtige Rolle spielen Gewerbebetriebe – beispielsweise Handwerksunternehmen und Planungsbüros – unter anderem im Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe und im Ausbau des Hochwasserschutzes. Sabine Preiser-Marian betonte dabei die fruchtbare und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer (HWK).

„STARK“ steht im Slogan nicht nur für die großen Herausforderungen, denen die Gewerbebetriebe gegenüberstehen, sondern ebenso für ihre Leistungsfähigkeit im Wandel. Das zeigt sich etwa daran, dass nach der Flutkatastrophe fast alle betroffenen Gewerbetriebe im Stadtgebiet zurückgekehrt sind. 66 IHK-Mitgliedsunternehmen haben bei der Kammer Anträge auf Wiederaufbauhilfe gestellt. „Die Unternehmen tragen wesentlich dazu bei, dass Bad Münstereifel für Bürger und Gäste unter vielen Aspekten attraktiv bleibt“, betont die Bürgermeisterin. So sorgt der Bau- und Planungssektor etwa wesentlich für die Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts. Als erste fertiggestellte Maßnahme wurde 2023 in einem Festakt der neu gestaltete Europaplatz freigegeben. Für 2024 steht im ISEK die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds an.

Große Bedeutung kommt den Unternehmen im Bereich Gastronomie, Hotellerie, Ferienwohnungen und Einzelhandel zu, die den für die Stadt wichtigen Bereich des Tourismus im Wesentlichen tragen. 2023 konnten wieder alle Feste und verkaufsoffenen Sonntage stattfinden, die Hotels waren nahezu ausgebucht.

Im Wandel befindet sich unter anderem die Energiewirtschaft. Vor rund einem Jahr konnte die Bürgermeisterin den Gestattungsvertrag zur Pacht einer Fläche unterschreiben, auf dem Windkraftanlagen entstehen sollen. „Durch die Anpassung des Landesentwicklungsplans können seit Kurzem zudem attraktive Freiflächen für Photovoltaikanlagen ermöglicht werden“, erklärte Preiser-Marian.

Zur Stärkung des Gewerbes im Stadtgebiet werden etliche Beratungsangebote vorgehalten. So wurde beim Neujahrsempfang Dennis Heinen vorgestellt, der vor wenigen Wochen seine Arbeit in der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung aufgenommen hat. Carmen Haltenhof, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung, stellte dar, welche Aufgaben die städtische Wirtschaftsförderung wahrnimmt. Für den Sektor des Tourismus und Gastgewerbe erläuterte dies Vera Ahlbach, Leiterin des Sachgebiets Tourismus, Stadtmarketing, Kultur und Kurwesen.

Von der Gründung über die Expansion bis zur Frage der Unternehmensnachfolge erfahren Gewerbetreibende zudem Unterstützung bei der Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen. Iris Poth, Leiterin der entsprechenden Stabsstelle des Kreises, stellte deren Angebote vor. Die fünf Leistungsbereiche der Dienstleistungsgesellschaft Eifel DLG eG legte Vorstandsmitglied Bianka Renn in einem kurzen Vortrag dar.

Mit einem kleinen „Bad Münstereifel-Quiz“, an dem die Gäste live per Smartphone teilnehmen konnten und bei dem es ein 3D-Bild mit der Silhouette der Kurstadt zu gewinnen gab, leiteten Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Dr. Sven Wörmer zum „Get together“ bei Bad Münstereifeler Printen und Getränken über. „Uns ist es wichtig, den Gästen hier die Möglichkeit zu geben, miteinander in Kontakt zu kommen und zu netzwerken“, betonte die Bürgermeisterin.

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Gesundheit

Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler setzt neue Maßstäbe in der Pflege

Bad Neuenahr-Ahrweiler – So wird Pflege attraktiv – Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler erhält das Qualitätssiegel „pflegeattraktiv“. Wie können wir den Arbeitsalltag unserer Pflegekräfte noch attraktiver gestalten und gleichzeitig die pflegerische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter optimieren?

Im Krankenhaus Maria Hilf haben sich sechs Projektgruppen zusammengefunden, um Antworten auf diese und ähnliche Fragen zu erarbeiten. Für die Zusammenstellung eines umfassenden Maßnahmenkatalogs wurde das Klinikum nun mit dem Qualitätssiegel „pflegeattraktiv“ ausgezeichnet – als eines der ersten Krankenhäuser in der Region. Die neue Zertifizierung des Bundesverbandes Pflegemanagement beleuchtet Kriterien, die einen attraktiven Arbeitgeber im Pflegebereich ausmachen und gleichzeitig für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung stehen.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass sich meine Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege aktiv einbringen können, um die Pflegewende hier im Haus mitzugestalten“, sagt Pflegedirektor Sven Mühlan, der sich im Rahmen der Zertifizierung verpflichtet hat, die erarbeiteten Maßnahmen gewissenhaft umzusetzen. Und zwar binnen der nächsten drei Jahre. Auf dem Programm: Zahlreiche Prozessoptimierungen sowie Projekte zum Thema Dienstplangestaltung, Kommunikation, Digitalisierung, Mitarbeiterbindung und Onboarding.

„Wir haben noch viel vor“, sagt Mühlan. Er betont aber auch, dass das Klinikum bereits jetzt gut aufgestellt ist. „Das hat uns das Auditorenteam während des Zertifizierungsprozesses mehrfach bestätigt.“

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.