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Ende der Kreidezeit: PWG Wittlich wird zu einer der modernsten Schulen der Region

Wittlich, 18.01.2021 – Das neue Jahr startet am Peter-Wust-Gymnasium Wittlich mit einer großen technischen Neuerung, die gleichzeitig das Ende einer über Schülergenerationen bekannten Tradition einläutet: Die Kreidetafeln verschwinden aus den Klassen- und Kursräumen und werden durch mehr als 50 hochmoderne Smartboards ersetzt! Schon vor den Weihnachtsferien machte sich eine kleine handwerklich begabte Gruppe aus Lehrern sowie dem Hausmeister an die Vorbereitungen, denn es mussten die alten Beamer von den Decken und die Tonkabel verlegt werden, damit die neuen interaktiven Tafeln über die notwendigen Anschlüsse für Strom und Ton verfügen können.

Ab dem 04.01.2021 war es dann so weit: Die Firma Bechtle IT-Systemhaus lieferte die neuen Aktivbildschirme und installierte diese über mehrere Tage an die Stelle der alten Kreidetafeln. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte haben nun nach dem Lockdown ganz neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung: Auswertung interaktiver Grafiken, Echtzeitanalyse von Filmsequenzen oder das Speichern und Versenden von im Unterricht erstellten Tafelbildern – all das und vieles mehr ist nun mit wenigen Klicks möglich. Die Schulgemeinschaft des Peter-Wust-Gymnasiums dankt dem Kreis Bernkastel-Wittlich für die neue Ausstattung und freut sich auf die unterrichtliche Nutzung der Smartboards, die die Schule zu eine der modernsten der Region machen.

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Eifeler Jecken feiern „digitalen Jahresauftakt“

Daun, 18.01.2021 – Am 07. Januar 2020 fand der „Karnevals-Jahresauftakt“ von Eifel-Karneval-Digital statt, zu dem sich 41 Jecken aus der Eifel „digital“ zusammengeschlossen hatten. Die Vereinsvertreter der 22 am Projekt beteiligten Vereine waren trotz der aktuellen Umstände in bester Laune. Nicht ohne Grund: schließlich sorgte Frank Steil aus Wallenborn mit seinen musikalischen Darbietungen auch „digital“ für beste Stimmung. Bei der einstündigen Veranstaltung bot sich für die überwiegend kostümierten Vereinsvertreter die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen auszutauschen.

So wurde beispielsweise über die derzeit größten Herausforderungen innerhalb der Vereinsarbeit vor Ort berichtet. Ebenso konnten während dem gemeinsamen Gespräch mit allen Anwesenden die Planungen für die nächsten Wochen besprochen und abgestimmt werden. Mit dem Landrat des Landkreises Vulkaneifel, Heinz-Peter Thiel, sowie Thomas Klassmann (Volksbank RheinAhr-Eifel eG) und Alois Manstein (Kreissparkasse Vulkaneifel), waren zudem die Förderer und Sponsoren des Projektes zugeschaltet. Sie erläuterten nochmals die Wichtigkeit des Ehrenamtes und den daraus resultierenden Zusammenhalt in der Eifel. Das nun umgesetzte Projekt sei laut Thiel „ein hervorragendes Beispiel für die Kreativität in der Region.“ Für die großzügige Unterstützung sowie Förderung bedankt sich „Eifel-Karneval-Digital“ recht herzlich bei den Institutionen. Weitere Infos unter: www.eifel-karneval-digital.de.

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Stadt Eschweiler bietet ab dem 18. Januar umweltbewußte Entsorgung von Weihnachtsbäumen an

Eschweiler, 18.01.2021 – Auch Weihnachtsbäume sollten umweltbewußt entsorgt werden, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Hierzu bietet die Stadt Eschweiler folgende Möglichkeiten: In der 3. Kalenderwoche (18.01. bis 22.01.2021) können die Weihnachtsbäume im Rahmen der Biotonnen-Abfuhr am Straßenrand zur Abholung bereitgelegt werden. Die Weihnachtsbäume werden gesondert verladen und der Kompostierung zugeführt. Um einen hochwertigen Kompost zu erhalten, müssen die Bäume von jeglichem Baumschmuck -insbesondere Lametta- befreit sein! Natürlich können die Weihnachtsbäume auch zerkleinert über die Biotonne entsorgt werden.

Alternativ ist auch eine private Anlieferung am Kompostplatz auf dem Gelände des Entsorgungs- und Logistikzentrums Warden, Mariadorfer Straße 2, möglich. Diese Anlieferung ist jedoch gebührenpflichtig (Pauschalentgelt pro Anlieferung 3,00 Euro). Der Kompostplatz ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und samstags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Bitte nutzen Sie nur die aufgeführten Entsorgungsmöglichkeiten zur Entsorgung des Weihnachtsbaumes und vermeiden Sie durch „wildes Wegwerfen“ Beeinträchtigungen der Umwelt sowie des Stadt- und Landschaftsbildes.

Die Termine können auch im Abfallkalender 2021 und auf der Homepage der Stadt Eschweiler unter www.eschweiler.de > Planen & Umwelt > Natur, Umwelt & Entsorgung > Abfuhrkalender nachgelesen werden.

Für Rückfragen steht in der Abfallwirtschaftsabteilung der Stadt Eschweiler der Mitarbeiter Herr Böhmer unter der Rufnummer (02403) 71300 als unmittelbarer Ansprechpartner zur Verfügung.

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Insgesamt 148.000 Euro für drei Zülpicher Vereine

Zülpich, 18.01.2021 – Es sind erfreuliche Neuigkeiten, die die Stadt Zülpich nun über den Kreissportbund (KSB) Euskirchen aus Düsseldorf erreicht haben. Mit dem SV Rhenania Bessenich, dem SV Gelb-Weiß Nemmenich und dem Fahrverein St. Medardus Zülpich erhalten die ersten drei Vereine aus dem Stadtgebiet eine Förderung
aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“.

Im Rahmen dieses Förderprogramms stellt das Land NRW von 2019 bis 2022 insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden Investitionsmaßnahmen ab mindestens 10.000 Euro zur
Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der energetischen, digitalen Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, der Herstellung von Barrierefreiheit beziehungsweise -armut und auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport.

Laut Förderbescheid der Staatskanzlei des Landes NRW erhält der SV Gelb-Weiß Nemmenich eine Förderung in Höhe von rund 10.575 Euro für die Sanierung der Sanitärräume im Vereinsheim am
Nemmenicher Sportplatz. Bei einem Investitionsvolumen von 15.000 Euro entspricht dies einer Förderung in Höhe von 70,5 Prozent.
Auch der Fahrverein St. Medardus Zülpich erhält einen 70,5
prozentigen Zuschuss – und zwar für die energetische Modernisierung der Heizung und Wärmedämmung des Vereinsheims. Die
Fördersumme beträgt rund 12.690 Euro bei einem Investitionsvolumen von 18.000 Euro.

Über die größte Zuwendung aus dem Fördertopf des
Sportstättenprogramms darf sich der SV Rhenania Bessenich freuen. Für den Um- und Anbau des Sportheims erhält er ebenfalls eine 70,5-prozentige Förderung in Höhe von rund 124.433 Euro bei einem Investitionsvolumen von 176.500 Euro.

Insgesamt hatten neun Vereine aus dem Stadtgebiet in
Zusammenarbeit mit der Zülpicher Verwaltung eine Förderung aus dem „Moderne Sportstätte 2022“-Topf beantragt. Die Stadt Zülpich hofft nun, dass die Projekte der übrigen sechs Vereine ebenfalls berücksichtigt werden.

Bürgermeister Ulf Hürtgen: „Das Zusammenkommen und die gemeinsame Freizeitgestaltung im Verein sind wichtig für das soziale Gefüge in den Orten. Das merken wir gerade jetzt, wo wir wegen der
Pandemie darauf verzichten müssen. Deshalb freue ich mich, dass diese drei Zülpicher Vereine nun die Möglichkeit haben, ihre Vereinsheime zu modernisieren und somit auch für die Zukunft gut gerüstet
sind.“

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Verbandsgemeinde Pellenz begrüßt sieben neue Mitglieder im aktiven Feuerwehrdienst

Plaidt, 18.01.2021 – Zum Ende des Jahres wurden im Rathaus der Verbandsgemeinde Pellenz, unter Einhaltung aller coronabedingten Hygienemaßnahmen, sieben neue Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Pellenz verpflichtet. Die Löscheinheit Kruft, vertreten durch den Wehrführer Frank Busenkell und den stellvertretenden Wehrführer Harald Schlaus, durfte mit Jan Verhagen, Maximilian Schneider, Niklas Hörsting und Simon Hörsting gleich vier neue Feuerwehrkameraden, welche allesamt aus der eigenen Jugendfeuerwehr stammen, in den aktiven Feuerwehrdienst aufnehmen.

Wehrführer Dirk Schwindenhammer konnte mit Hauptfeuerwehrfrau Annika Heuft und Oberbrandmeister Jörg Wendling zwei neue Mitglieder in der Löscheinheit Plaidt begrüßen. Beide waren zuvor bereits mehrere Jahre in der Feuerwehr Andernach aktiv und bringen somit einiges an Erfahrung mit in die Einheit. Die Löscheinheit Saffig, vertreten durch den Wehrführer Martin Schleich, durfte bereits einige Tage vorher mit Herrn Marc Stadach ein neues Mitglied in ihren Reihen willkommen heißen.

Den neuen Mitgliedern und natürlich auch allen anderen Kameradinnen und Kameraden viel Erfolg bei der Ausübung ihrer Tätigkeit und ein recht herzliches Dank für das ehrenamtliche Engagement.

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“

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Stadtbibliothek Schleiden bietet Abholservice

Schleiden, 18.01.2021 – Die Schleidener Stadtbibliothek bietet während der Schließung aufgrund des aktuellen Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie einen Bestellservice mit Abholung vor Ort an.

Und so geht´s: Wählen Sie Ihre gewünschten Medien im Online-Katalog der Stadtbibliothek aus und geben Sie Ihre Bestellung Telefonisch unter 02445 957766, bibliothek@schleiden.de oder als Foto per WhatsApp an 0172 9968169 durch. Den Link zum Online-Katalog FINDUS finden Sie auf der Startseite unter www.stadtbibliothek-schleiden.de.

Die Übergabe der bestellten Medien erfolgt kontaktlos vor dem Eingang zur Stadtbibliothek unter Einhaltung der gültigen Corona-Hygieneauflagen immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

Das Team der Stadtbibliothek bittet bei der Abholung entweder an der Türe zu klopfen oder kurz vorher anzurufen. Die bestellten Medien werden vor die Türe gestellt. Für die Rückgabe von ausgeliehenen Medien steht ein Behälter bereit. Es gilt auch hier die Maskenpflicht.

Sofern der Lockdown nicht verlängert wird, öffnet die Stadtbibliothek wieder am Dienstag, dem 2. Februar um 9 Uhr zu den gewohnten Öffnungszeiten.

Info: Stadtbibliothek Schleiden · Am alten Rathaus 4 · Telefon 02445 957766

bibliothek@schleiden.de  www.stadtbibliothek-schleiden.de

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Neu: Digitale Duden-Schülerhilfen bei der Stadtbibliothek Euskirchen

Euskirchen, 18.01.2021 – Die Stadtbibliothek Euskirchen hat ihr digitales Medienangebot für Schulen erneut erweitert. Ab sofort findet man dort die Bücher der Reihe Duden Basiswissen Schule in digitaler Form. Neben einigen anderen Online-Lexika und -Datenbanken stellt die Bibliothek dieses Angebot unter anderem bereit, um das Distanzlernen bzw. „Home-Schooling“ zu unterstützen. Bei allen von der Stadtbibliothek abonnierten Lern- und Informationsangeboten handelt es sich – anders als bei vielen freien Internetangeboten – um geprüfte und verlässliche Quellen, die rechtssicher für Arbeiten in Schule, Studium und Beruf verwendet werden können.

In der Reihe Duden Basiswissen Schule stehen 18 Schülerhilfen für verschiedene Schulfächer – darunter 6 Bücher für die Unter- und Mittelstufe und 12 Bücher für die Oberstufe – zur Auswahl. Die Duden-Schülerhilfen decken die wichtigsten Schulfächer ab. Sie wurden von Lehrkräften entwickelt und Schulform-übergreifend auf die Bildungspläne aller Bundesländer abgestimmt. Mit ihrer Hilfe kann man schnell und gezielt Informationen nachschlagen und Unterrichtsinhalte wiederholen – von zuhause aus und nach der Aufhebung der Schließungen auch wieder in der Stadtbibliothek oder in der Schule.

Um außerhalb der Bibliothek auf die Online-Angebote zugreifen zu können, benötigt man einen gültigen Leserausweis der Stadtbibliothek Euskirchen. Dann kann man sich mit der Bibliotheksausweisnummer und dem gewohnten Online-Passwort bei dem jeweiligen Angebot einloggen. Man findet alle Angebote über die Startseite des Online-Katalogs: https://webopac.citkomm.de/euskirchen/

Wer noch kein oder nicht mehr Bibliotheks-Mitglied ist, kann die Mitgliedschaft verlängern, indem das Jahresentgelt überwiesen wird oder einen neuen Bibliotheksausweis online beantragen. Nähere Information gibt es auf der Webseite, telefonisch unter 02251 6507450 oder per Mail an bibliothek@euskirchen.de

Um den Einstieg in die Nutzung der digitalen Medien zu erleichtern, veröffentlicht die Stadtbibliothek regelmäßig Anleitungen und Erklär-Videos auf ihrem Blog: https://stadtbibliothekineuskirchen.wordpress.com/ Außerdem steht das Team der Bibliothek telefonisch und per Mail zur Beratung bei Fragen zur Handhabung zur Verfügung.

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Service der Werner-Biermann-Stadtbücherei Bad Münstereifel während der Schließungszeit

Bad Münstereifel, 18.01.2021 – Die Werner – Biermann – Stadtbücherei bleibt bis einschl. 01.02.2021 geschlossen. In der Zeit des erneuten Lockdowns bieten wir unseren Lesern gerne die Möglichkeit, gratis bei der Onleihe Erft das Angebot der digitalen Medien zu nutzen. Voraussetzung für den Zugang ist ein gültiger Bibliotheksausweis mit den entsprechenden Zugangsdaten.

Zu weiteren Fragen können Sie uns gerne in der Zeit von

dienstags      10.00 – 18.00 Uhr

donnerstags 13.00 – 18.00 Uhr

freitags          10.00 – 13.00 Uhr

persönlich unter 02253-8041 telefonisch erreichen. Rund um die Uhr können darüber hinaus Wünsche oder Fragen per E-Mail an stadtbuecherei-muenstereifel@t-online.de gesendet oder eine Nachricht auf Band hinterlassen werden.

Die Frist für die Rückgabe aller derzeit ausgeliehenen Medien wird pauschal bis 09.02.2021 verlängert.

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Firma martin networks GmbH spendet Tablets für Patienten im Dauner Krankenhaus

Daun, 18.01.2021 – Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen und Besuchsverbote in den Krankenhäusern sind sehr belastend für Patienten. Mit den Tablets besteht nun die Möglichkeit, per Videochat Kontakt zu den Angehörigen zu halten. Durch die aktuelle Corona Pandemie bedarf es neuer, digitaler Kommunikationsmodelle. Dies gilt besonders für Patienten in Isolation, auf der Corona-Station oder auch auf der Intensivstation. Darin eingeschlossen, aber natürlich auch jene Patienten, die durch die aktuellen Corona bedingten Zugangsbeschränkungen keine Möglichkeit haben, Besuch im Krankenhaus zu empfangen.

Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, äußerten Pflegedienstleiterin Frau Claudia Kraus und ihre Stellvertreterin Frau Carina Tietze den Wunsch, den Patienten durch die Anschaffung von Tablets den Videochat mit Verwandten oder Bekannten zu ermöglichen. Zeitgleich, mit dem Vorschlag der Pflegedienstleitung, hat sich Frau Gisela Martin von der Firma martin networks GmbH aus Gillenfeld an das Krankenhaus gewandt. Anstelle von Kundengeschenken würde die Firma gerne eine Spende an den Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Daun e. V. entrichten.

Beide Ideen konnten so miteinander verbunden und in kürzester Zeit umgesetzt werden. Durch das tolle Engagement von Frau Martin und der IT-Abteilung des Krankenhauses konnten bereits am 18.12.2020 vier Tablets sowie die dazugehörigen Tablethalter an den Förderverein übergeben werden. Der Vorstand des Fördervereins Krankenhaus Maria Hilf e. V. sowie die Geschäftsführung des Krankenhauses Daun bedanken sich herzlich bei der Firma martin networks GmbH. Text: Michael Funk, Schriftführer Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Daun e. V.

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Liquiditäts- und Insolvenzsicherung der Krankenhäuser und Rehakliniken

Region/Berlin, 17.01.2021 – Offener Brief an die Bundeskanzlerin, Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder. Nachrichtlich an den Bundesgesundheitsminister und die Mitglieder des Bundestagsgesundheitsausschusses.


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

sehr geehrte Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder,

die Geschäftsführer der Krankenhäuser haben die große Sorge, dass ein wesentlicher Aspekt in der Bekämpfung der Corona-Pandemie in den politischen Entscheidungen kaum noch Beachtung findet. Im Frühjahr 2020 war den Politikern in Bund und Ländern noch sehr bewusst, dass ein Krankenhaus seine Leistungen für die Patienten nur dann erbringen kann, wenn es wirtschaftlich dazu in der Lage ist. Ein Schutzschirm wurde aufgespannt. Leider wurde er aber gerade dann wieder zugeklappt, als sich eine absehbar noch stärkere Pandemiewelle aufbaute. Politische Entscheidungsträger ließen die Kliniken im Regen stehen.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, ja geradezu paradox, dass angesichts exponentiell gestiegener Patientenzahlen mit COVID-19 die finanziellen Hilfen für die Krankenhäuser massiv eingeschränkt wurden.

Die wirtschaftliche Lage der meisten Häuser hat sich durch die politischen Vorgaben und die Aufgaben in der Pandemiebekämpfung im Vergleich zu 2019 nochmals deutlich verschlechtert. Die Krankenhäuser und Rehakliniken erreichen derzeit flächendeckend keine Kostendeckung mehr und sind an vielen Standorten bereits von Insolvenz bedroht. Nur etwa jedes fünfte Krankenhaus geht für 2020 von einem ausgeglichenen Ergebnis aus.

Angesichts dieser Zahlen, wie sie auch das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts ermittelt hat, müssten bei den verantwortlichen Politikern alle Alarmglocken läuten.

Die Versorgung der mit Corona infizierten Patienten – wie übrigens auch aller anderen – ist gefährdet, wenn eine derart große Zahl von Krankenhäusern wirtschaftlich auf die Insolvenz zusteuert. Das ist keine Panikmache, sondern ernste Sorge, die auf Fakten beruht.

Die Corona-bedingte Absenkung des Leistungsniveaus der Krankenhäuser und Rehakliniken von 10 bis 20 Prozent gegenüber 2019 beruhte auf einer Aufforderung der Politik. Sie erfolgte aufgrund einer Vereinbarung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 12. März 2020. Mit dieser Aufforderung an alle Krankenhäuser übernahm der Gesetzgeber aber auch die Pflicht, das finanzielle Überleben der Krankenhäuser sicherzustellen. Inzwischen ist die Belastung der Kliniken durch die Versorgung von COVID-19-Patienten flächendeckend im Vergleich zum Frühjahr deutlich höher. Der Regelbetrieb wurde vielfach noch stärker heruntergefahren. Damit steigen die finanziellen Lasten weiter.

Angesichts der ausdrücklichen Aufforderung der Politik vom vergangenen März zur Daseinsvorsorge für die Bevölkerung in einer Pandemie von nationaler Tragweite erwarten wir, dass der Gesetzgeber die Pflicht, die er sich selbst auferlegt hat, auch erfüllt. Er muss für das finanzielle Überleben der Krankenhäuser sorgen.

Dafür sind mindestens zwei gesetzgeberische Entscheidungen notwendig:

  1. die sofortige Sicherstellung der Liquidität und
  2. der vollständige Ausgleich der Ist-Kosten.

Beide Ziele dürfen zudem nicht durch komplizierte und praxisuntaugliche Regelungen vereitelt werden, wie sie letzthin der Corona-Beirat des Bundesgesundheitsministeriums in unsinnigem Misstrauen gegenüber den Krankenhäusern empfohlen hat.

Aus dieser Erfahrung heraus befürchten wir allerdings, dass die nun offenbar wieder anstehende Beratung im Beirat nicht zu einer Lösung führt, mit der die Krankenhäuser und Rehakliniken überleben können. Sitz und Stimme im Beirat haben u.a. Experten, die seit langem einer extremen Reduzierung der Krankenhausstandorte in Deutschland das Wort reden. Dies geschieht bis heute ungeachtet der Erfahrungen der vergangenen Monate, die den Vorteil einer flächendeckenden und vernetzten Krankenhausversorgung deutlich demonstriert haben.

Wir möchten daher nochmals an den Beschluss vom 12. März 2020 erinnern, in dem die Krankenhäuser dazu aufgefordert wurden, grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in allen Krankenhäusern auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Weiter hieß es: „Die Bundesregierung stellt durch gesetzliche Maßnahmen zügig sicher, dass die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Folgen für die Krankenhäuser seitens der gesetzlichen Krankenkassen ausgeglichen werden und kein Krankenhaus dadurch ins Defizit kommt.”

Diese Sicherheit haben wir definitiv nicht mehr. Hier muss die Politik zeitnah umsteuern. Das ist für die Bewältigung der Pandemie ebenso notwendig, wie für die Zukunft der Gesundheits-versorgung, die auf wirtschaftlich starke Kliniken aller Größenordnungen flächendeckend angewiesen sein wird.

Weder unsere seit einem Jahr immer stärker belasteten Mitarbeiter noch die Bevölkerung werden zudem verstehen, wenn es ausgerechnet in der Folge von Pandemie-Maßnahmen des Gesetzgebers zu Insolvenzen, Klinik- und Stationsschließungen käme, weil die Einrichtungen dem Aufruf zur Daseinsvorsorge gefolgt sind, nun aber im Stich gelassen werden. Die Pandemie wäre irgendwann besiegt, die flächendeckende, leistungsfähige Kliniklandschaft aber nachhaltig beschädigt – und damit ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge, auf die sich die Menschen bisher verlassen konnten.

Diese Sorge, die uns umtreibt, sollten Sie mit uns teilen!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Josef Düllings, VKD-Präsident
Dr. Jens-Uwe Schreck, VKD-Geschäftsführer