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Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 3. bis 24. März im Kreis Euskirchen statt

Euskirchen – 27 Veranstaltungen bilden ein buntes Potpourri, um miteinander ins Gespräch zu kommen – Elf Kooperationspartner zeichnen für das Veranstaltungsprogramm der nunmehr dritten Auflage verantwortlich. Es klingt so einfach. „Wir müssen nicht immer alle einer Meinung sein, aber es ist wichtig, dass wir miteinander reden“, sagt Judith Raß. Was die DRK-Mitarbeiterin der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit hier kurz und prägnant auf den Punkt bringt, ist im Alltag oft gar nicht so leicht umzusetzen. Immer wieder gibt es Barrieren zwischen Menschen, Kulturen, Glaubensrichtungen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die im Kreis Euskirchen vom 3. bis 24. März stattfinden, sollen daher einen Beitrag leisten, diese Barrieren abzubauen.

Daher ist auch Rolf Klöcker sehr froh, dass es sie gibt. „Ich glaube, die meisten hier im Raum würden von sich behaupten, nicht rassistisch zu sein“, sagt der DRK-Kreisgeschäftsführer während der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms. Und doch ertappt man sich selbst immer wieder dabei, Menschen in Schubladen zu stecken. „Um Rassismus vorzubeugen, ist es wichtig, Menschen zu sensibilisieren, eben nicht voreingenommen zu sein. Das ist, glaube ich, der Hauptzweck dieser Initiative“, betont Rolf Klöcker.

Kontinuierlich gewachsen

Eine Initiative unter der Überschrift „Haltung zeigen: Wir im Kreis Euskirchen gegen Rassismus“, die in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Zur Premiere hatten sich vier Organisationen zusammengetan und stellten sieben Veranstaltungen auf die Beine. Im vergangenen Jahr gab es 24 Angebote von zehn Partnern. Mit einem Kooperationspartner mehr bringt es die Initiative in diesem Jahr auf 27 Veranstaltungen. Sieben davon steuert das Team Migration / Integration des DRK-Kreisverbandes bei. Hier sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrationsagentur, der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit und des Mehrgenerationenhauses involviert.

„Es ist schön, dass die Runde stetig wächst“, betont Schirmherr und Landrat Markus Ramers. Denn das Thema sei so aktuell wie nie. Daher sei er dem DRK für die Organisation sehr dankbar. „Hier wird ganz, ganz wertvolle Arbeit geleistet, die sich nicht nur auf die Wochen konzentriert, sondern das ganze Jahr über auf vielfältige Art und Weise im Kreis Euskirchen etabliert ist“, betonte der Landrat. Für ihn ist wichtig, dass das Thema „Gegen Rassismus, für Menschenrechte“ raus muss aus der Blase von denjenigen, die sich lange und intensiv damit beschäftigen, und hineinwirken muss in die Breite der Bevölkerung.

„Stark gegen Diskriminierung“

Genau das hat das vielfältige Programm zum Ziel. Den Auftakt bildet ein Vortrag und Dialog unter der Überschrift „Lasst uns reden … über Palästina und Israel“ am Sonntag, 3. März, um 15 Uhr im Euskirchener Pfarrzentrum St. Martin. Weiter geht es am Tag darauf mit dem „Starke-Frauen-Treff“ im Euskirchener Rotkreuzhaus, bei dem Menschenrechte im Fokus stehen werden. Ebendort wird auch die künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Flucht, Diskriminierung und Solidarität sichtbar: Die Vernissage „Flucht und Ankommen“ lädt dabei zum Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern ein.

Darüber hinaus gibt es diverse Workshops für Erwachsene und Kinder. Etwa zu den Themen „Stark gegen Diskriminierung“, „Wege aus dem Rassismus & Filmwerkstatt“ oder „Resilienz gegen Rassismus“. Ein Haltungstraining für Trainer und Betreuer in Sportvereinen bietet der KreisSportBund Euskirchen. Der Titel ist durchaus provokant: „Ernst macht doch nur Spaß! – Haltung zeigen, aber wie?“

Daneben sind auch zwei Exkursionen geplant. Die eine führt ins Bonner Haus der Geschichte, wo die Fotoausstellung „Der Weg zum Grundgesetz“ dazu anregen soll, nach Gemeinsamkeiten zwischen Grundgesetz und Menschenrechten zu suchen. Die andere führt zu einem Workshop im Kölner NS-Dokumentationszentrum. Analog zu einem „Escape Room“ müssen die Teilnehmer dort Objekte finden, Codes entschlüsseln und Schlösser knacken, um sich den Themen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu nähern.

Spielzeug und Rassismus

Weil diese Veranstaltung im vergangenen Jahr so unglaublich faszinierend war, bringt Thomas Weber, der mit der DRK-Integrationsagentur fünf Veranstaltungen auf die Beine stellt, auch diesmal wieder eine virtuelle Führung durch die Ausstellung des Spielzeugmuseums Nürnberg ins Programm ein. „Spielzeug und Rassismus – Perspektiven, die unter die Haut gehen“ lautet die Überschrift über die Online-Führung, die am 14. März sowie am 21. speziell für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse angeboten wird.

Die Stadt Euskirchen beteiligt sich zudem mit einem Stadtspaziergang, mit dem Bilderbuchkino „Im Dschungel wird gewählt“ oder mit einem Kreativworkshop für Kinder und Jugendliche. Auch die „Omas gegen Rechts“ beteiligen sich mit einem Infostand, genauso wie das Jobcenter. Das widmet sich unter dem Titel „Fair in den Job!“ der Frage, was man dagegen tun kann, wenn es Diskriminierung bei der Jobsuche gibt.

Für Judith Raß bilden all diese 27 Veranstaltungen „ein buntes Potpourri, um miteinander ins Gespräch zu kommen“. Und genau darum soll es bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus ja letztlich gehen. Denn nur, wer miteinander spricht, kann voneinander lernen – und das trägt dann letztlich dazu bei, dass es etwas weniger Rassismus in unserer Gesellschaft gibt und deutlich mehr Menschlichkeit.

Die genauen Termine, Details und Anmeldemodalitäten zu den Veranstaltungen finden sich unter www.drk-eu.de/iwgr

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Politik

1. Symposium Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen fand in Bad Münstereifel statt

Bad Münstereifel – Der NRW Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach sprach am Donnerstag, 22. Februar 2024, in der Fachhochschule für Rechtspflege in Bad Münstereifel ein Grußwort anlässlich des 1. Symposiums Justizvollzug zum Thema “Familienorientierung des Justizvollzugs”. Der Einladung aus Nordrhein-Westfalen, für die ausgewiesene Expertinnen und Experten als Vortragende gewonnen werden konnten, sind über 100 Teilnehmende gefolgt, unter anderem Praktiker aus acht Bundesländern und der Schweiz.

Minister Dr. Limbach: „Für uns in Nordrhein-Westfalen ist die familiensensible Vollzugsgestaltung ein wichtiges Anliegen. Auch wenn wir schon manches erreicht haben, so freuen wir uns doch ganz besonders darauf, heute weitere Anregungen und Impulse für einen familiensensiblen Vollzug zu erhalten. Denn ein resozialisierender Strafvollzug, dem es darum geht, straffällig gewordene Menschen in die Gesellschaft zu reintegrieren, braucht kritische und konstruktive Impulse, er braucht Anregungen und Hilfen aus der Wissenschaft und die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft.“

Thema der Veranstaltung ist die Familienorientierung des Justizvollzugs, also alle Bemühungen, die unternommen werden, um den negativen Folgen des Freiheitsentzuges für die Familien der Gefangenen wirksam entgegenzutreten. Schätzungen zufolge sind in der EU fast eine Million und in Deutschland 100.000 Kinder von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen. Kinder Inhaftierter sind vielfältigen Risikofaktoren ausgesetzt. Sie weisen eine erhöhte Lebenszeitprävalenz für psychische Erkrankungen auf und haben ein erhöhtes Risiko, selbst straffällig bzw. inhaftiert zu werden.

„Die aufgezeigten Problemstellungen machen es notwendig, sich den Lebenswelten von Kindern inhaftierter Eltern in besonderer Weise zu widmen und den Justizvollzug an dieser Stelle maßgeblich weiter zu verbessern. Die Bedeutung, die die Landesregierung diesem Thema beimisst, wird nicht zuletzt durch unseren Koalitionsvertrag deutlich, der die Schaffung eines familiensensiblen Justizvollzugs als rechtspolitisches Ziel ausdrücklich benennt,“ so Minister Dr. Limbach.

Das 1. Symposium Justizvollzug soll Start einer neuen Veranstaltungsreihe zu justizvollzuglichen Themen sein, die sich in festen, höchstens zweijährigen Zeitabständen mit einem aktuellen Thema des Justizvollzuges befasst. Dabei sollen externe Fachleute und Vollzugspraktikerinnen und Vollzugspraktiker – auch aus anderen Bundesländern – in Nordrhein-Westfalen zusammenkommen, diskutieren und den Justizvollzug dadurch unterstützen, den hohen Standard der Behandlung zu sichern und fortzuentwickeln.

Über den Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen verfügt mit mehr als 18.000 Haftplätzen und nahezu 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über den mit Abstand größten Justizvollzug Deutschlands. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten ihren Dienst in 36 Justizvollzugsanstalten, fünf Jugendarrestanstalten und der Justizvollzugsschule NRW – Josef-Neuberger-Haus – mit Standorten in Wuppertal und Hamm.

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Digital mitgestalten – Das neue Beteiligungsportal der Stadt Aachen

Aachen – An Aachens Zukunft mitwirken – das können alle Bürger*innen: Die Stadt setzt auf verschiedene Beteiligungsformate, wie zum Beispiel den ständigen Bürger*innenrat oder den Bürger*innentreff. Jetzt kommt durch die Plattform „Beteiligung.NRW“ ein neues Angebot hinzu, durch das sich alle Aachener*innen zeit- und ortsunabhängig in Entscheidungsprozesse von Verwaltung und Politik einbringen können.

Für Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist das Beteiligungs-Portal ein wichtiger Schritt, um den Dialog mit der Stadtgesellschaft weiter auszubauen: „Mit großen Schritten wird die Stadt Aachen innovative Kommune des Bürger*innendialogs. Das Beteiligungsportal ermöglicht Bürger*innen, an vielfältigen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Zum Beispiel durch Abstimmungen oder indem sie Ideen bei Planungsprozessen einbringen.“ Die Themen des digitalen Angebots sind breit gefächert: Mobilität, Freizeit und Kultur, öffentliche Räume, Leerstand im Einzelhandel und Klima. Auch über Onlineumfragen können die Nutzer*innen an der Entwicklung der Stadt teilnehmen und ihre Meinung äußern.

Sabrina Hoenen vom Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung hat Mitte letzten Jahres die Gesamtsteuerung des Bürger*innendialogs der Stadt Aachen übernommen. Für sie trägt das neue digitale Portal zur offenen und transparenten Kommunikation bei: „Auf der Webseite können wir Beteiligung zentral bündeln, die Sichtbarkeit von städtischen Themen erhöhen und den Menschen einen einfacheren Zugang dazu ermöglichen“, erklärt sie. Neben direkten Umfragen können Nutzer*innen des Portals zu rechtlichen Verfahren, Bauleitplänen und Meldeverfahren Stellung nehmen. Auch Veranstaltungen zum Thema Beteiligung sind zukünftig auf der Webseite zu sehen. Schon vorhandene Angebote wie den Mängelmelder kann man ebenfalls über die Plattform erreichen.

Die Beteiligungs-Plattform des Landes NRW überzeugt durch Konformität mit dem Onlinezugangsgesetz, Benutzer*innenfreundlichkeit sowie Barrierefreiheit. Darüber hinaus ist die Nutzung für die Stadt Aachen kostenfrei. Das Modell ist bereits vielfach erprobt: 245 Kommunen nutzen die Website erfolgreich zur Interaktion mit ihren Bürger*innen.

Das neue Beteiligungsportal ist ein Angebot von „Open.NRW“ und datenschutzkonform. Für Dr. Simon Himmel, den wissenschaftlichen Leiter Stadt der Zukunft der Stadt Aachen, ist es wichtig die Bürger*innen in die Planung des zukünftigen Aachens miteinzubeziehen: „Aachen als Stadt der Zukunft bedeutet, die großen Veränderungen in der Stadt eng und gemeinsam mit den Aachenerinnen und Aachenern zu diskutieren sowie Entscheidungen und Planungen transparent zu kommunizieren. Wir wollen die Stadt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft gestalten“. Um das Beteiligungsportal nutzen zu können ist es grundsätzlich nicht nötig, persönliche Angaben zu hinterlegen oder sich einzuloggen.

Die Stadt lädt alle Bürger*innen ein, ihre Ideen und Kommentare unter http://beteiligung.aachen.de einzubringen.

 

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Blödsinn am laufenden Band – Eifel-Gäng“ rüstet sich zum Sturm auf den Tondorfer Dorfsaal

Nettersheim-Tondorf – Drei Wochen vor Ostern hat sich die berüchtigte „Eifel-Gäng“ für den Tondorfer Dorfsaal angemeldet. Die saukomischen Eierköpfe wollen am Samstag, 9. März, ab 20 Uhr in Aktion treten. Einlass in den Dorfsaal (Euskirchener Straße 22) gibt es bereits ab 19 Uhr. Der Reinerlös des von Lachsalven begleiteten Happenings ist für den Förderverein St. Lambertus Tondorf e.V. bestimmt.

Hoch auf dem grauen Wagen rüstet die „Eifel-Gäng“ zum Sturm auf Tondorf, hier mit (v.r.) Ralf Kramp, Günter Hochgürtel und Manni Lang. Archivfoto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Unter Reinerlös fallen dem Vernehmen nach nicht nur die Einnahmen aus dem Eintritt (17 Euro im Vorverkauf, 20 an der Abendkasse), sondern auch diverse Beutestücke aus Taschendiebstählen, Postüberfallen, Kaugummiautomatensprengungen und Brandschatzungen der eifelweit bekannten Räuberbande um Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang.

„Mister Crime“ mit spitzer Feder

Karten im Vorverkauf gibt es für 17 Euro in der Bäckerei Bell, Tel. (0 24 40) 95 96 738, im Versandhausshop Kirsten, Tel. (0 24 40) 763 oder beim stellvertretenden Fördervereinsvorsitzenden Hans Metzler, Tel.  (0 24 40) 16 42.

Während der bekannte Eifel-Troubadour und „Schinder-Hunnes“ Günter Hochgürtel mörderisch gut in die Saiten seiner Gitarre greift, quält Mundartspezialist Manni Lang die Zwerchfelle seiner Zuschauer mit ausdauerndem Blödsinn auf Eifeler Platt.

„Mister Crime aus Hillesheim“ alias Ralf Kramp führt seine Attacken auf die Menschheit hingegen mit spitzer Feder und die Lachmuskulatur überanstrengender Vortragskunst durch. Hans Metzler: „Eine tolle Mischung, die drei! Ein Besuch des Abends lohnt sich also auf jeden Fall…“

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Vogel des Jahres 2024 macht Rast in Schutzgebieten der Eifel und an Rhein und Mosel

Region/Koblenz – Ob Kranich, Rotmilan, Schwarzstorch oder Feldlerche: Viele Zugvögel kehren ab Februar zurück in ihre Sommerquartiere und machen dabei Rast im nördlichen Rheinland-Pfalz. In diesem Jahr ist unter ihnen auch ein frischgekürter Preisträger zu finden: der Kiebitz. Wo er zu beobachten ist und warum er Naturschützern Sorgen bereitet – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten.

Ob die „Frisur“ des Kiebitzes bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2024 eine entscheidende Rolle gespielt hat, ist schwer zu sagen – denkbar wäre es aber. Denn die steil aufgerichteten Federn auf dem Kopf, auch „Holle“ genannt, sind ein Markenzeichen der Tiere. Doch auch am Himmel ist der Kiebitz gut zu erkennen: Mit bis zu 80 Zentimetern Spannweite hat er für einen Watvogel ungewöhnlich große Flügel, die er bei spektakulären Manövern während der Balz zur Schau stellt. Von Mitte Februar bis Mitte März ziehen nun wieder mehrere zehntausend Exemplare über Rheinland-Pfalz hinweg und machen unter anderem Rast in der Eifel und an Rhein und Mosel.

Kiebitze überwintern vorwiegend in West- und Südwesteuropa und ziehen von dort in ihre Brutgebiete, die sich vor allem in Nord-und Osteuropa befinden. Bei der Rast bevorzugen die taubengroßen Tiere, die teilweise in V-Formation fliegen, offene Felder, Feuchtwiesen und flaches Wasser in stillen Gewässern. Diese Bedingungen finden sie in den Schutzgebieten Maifeld, Thürer Wiesen, Engerser Feld, Ulmener Jungfernweiher und Kenner Flur. Hier können an guten Tagen mehrere hundert Kiebitze beobachtet werden.

Population stark rückläufig

„Die SGD Nord sorgt in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde im Rahmen des Naturschutzmanagements dafür, dass Kiebitze in diesen Schutzgebieten gute Rastbedingungen vorfinden. Das ist wichtig, denn die Bestände der Kiebitze gehen stark zurück“, erklärt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Ursachen hierfür sind die Zerstörung des Lebensraums durch intensive Landwirtschaft und die Trockenlegung von Feuchtgebieten, sowie tierische Räuber, die es auf den Nachwuchs der Bodenbrüter abgesehen haben.

Der Naturschutzbund (NABU), der die Auszeichnung „Vogel des Jahres“ gemeinsam mit dem bayrischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz vergibt, berichtet, dass sich die Zahl der Tiere zwischen 1980 und 2016 in Deutschland um 93 Prozent verringert hat. In Rheinland-Pfalz brüten inzwischen nur noch 100 bis 200 Paare, damit gilt der Kiebitz als vom Aussterben bedroht.

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Weibsbilder wieder in Mayen – Das Kabarett- und Comedyduo zieht wieder alle Register ihres Könnens

Mayen – Am 12. April 2024 treten die Weibsbilder mit ihrem Programm „MalleDiven -Ausgebrannt am Sommerstrand“ in der Aula der Dachdeckerfachschule auf. Mit Traummann ans Mittelmeer oder mit Oma zur Ostsee? Bier auf Balkonien oder Barcadi auf Bali? Einer für Alle oder alle auf Malle? Was verbinden wir Deutschen mit Urlaub? Kaum ein Thema spaltet die Geschmäcker so sehr, wie die jährlich wiederkehrende arbeitsfreie Zeit. Wo geht’s hin und was muss mit?

Da die Damen des Kabarett- und Comedyduos Weibsbilder noch immer unbemannt durchs Leben laufen müssen, wollen Claudia Thiel und Anke Brausch diesmal ihr Glück bei einer Single-Kreuzfahrt suchen, um in hoffentlich ruhigen Gewässern im Ehehafen anzulegen. Was sie dort erleben oder eben nicht, erfahren Interessierte in ihrem neuen zweistündigen Programm. Für die Weibsbilder heißt es jedenfalls „MalleDiven- Ausgebrannt am Sommerstrand“.

Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, reihen sie beim Publikum einen Lacher an den anderen und glänzen mit Witz und Charme. Natürlich haben die Weibsbilder auch ihre seit vielen Jahren heißgeliebten Bühnenfiguren mit an Bord. Die kleine Tineke ist und bleibt unschubladisierbar! Die Erstklässlerin ist im zarten Alter von sieben Jahren bereits total überarbeitet und dringend urlaubsreif. Dieses ständige Selfie knipsen und die Pflege ihrer diversen Accounts in sozialen Netzwerken entpuppt sich allmählich als Fulltime-Job – eine Auszeit all inclusive ist daher dringend vonnöten!

Die etwas unterbelichtete, aber keinesfalls farblose Eifeler Bauersfrau Christel Müller aus Kalenborn- Scheuern besticht das Publikum seit Jahren mit dem Charme eines Mähdreschers und ist diesmal „kosmopilotisch“ unterwegs.

Mit ordentlich Theken-Philosophie im Gepäck stolpert auch wieder Britta – ihres Zeichens Trinkerin aus Leidenschaft – durch Leben und Urlaub. Sie ist fest überzeugt, auf Mallorca ihre wahre Berufung gefunden zu haben und strebt eine Karriere als Ballermann-Sängerin an, frei nach dem Motto: Blau wie das Meer und voll wie der Strand.

Dauerstillend, immer mit einem klugen Spruch bewaffnet und ein bisschen nach der morgendlichen Eigenurintherapie riechend kommt die alternative Gundula daher.

Auch die beiden tattrigen alten Damen dürfen am Strand nicht fehlen. Sie vertreiben sich die Zeit im Urlaub überwiegend mit einem Rückblick auf ihr langes erfülltes Dasein – ein Koffer voller schöner Erinnerungen. Natürlich lieben sie es auch in gesetzterem Alter noch immer, die jeweils andere ordentlich zu piesacken, die beiläufig zugeworfenen, gegenseitigen Gehässigkeiten geben ihrem Leben die richtige Würze. Gewinnen wird wohl der, der am längsten atmet.

Die Weibsbilder alias Claudia Thiel und Anke Brausch ziehen wieder alle Register ihres Könnens, singen, tanzen – gern auch mal aus der Reihe – und wortwitzeln um die Wette. Bleibt zu hoffen, dass die Beiden diesmal auf direktem Wege den Hafen der Ehe ansteuern und bei der Suche nach dem Richtigen nicht wieder Schiffbruch erleiden.

Karten gibt es für 23 Euro in der Tourist-Information (Boemundring 1, Mayen). Außerdem können Karten per Mail an gleichstellung.stadt@mayen.de verbindlich vorbestellt werden und an der Abendkasse abgeholt werden.

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Mehr als 100.000 Straßenbäume gibt es in der Stadt Aachen – 450 Neupflanzungen jedes Jahr

Aachen – Großbaummaßnahme am Marienplatz – Kranke Bäume müssen leider weichen, neue Bäume werden direkt nachgepflanzt: Der Aachener Stadtbetrieb verbessert weiterhin die Abläufe im Bereich Baumpflanzungen. Bei der Maßnahme am Marienplatz greifen die Abläufe der involvierten Teams direkt ineinander. „Just-in-Time-Maßnahmen“, wie bei diesem Beispiel, sollen perspektivisch forciert werden.

Um den Verlust der kranken Bäume schnell zu ersetze, kommen unmittelbar Lastwagen, ein Bagger, ein Fällgreifer, dazu eine Fräse, zahlreiche Kleingeräte zum Einsatz, um schnell wieder neue Bäume nachzupflanzen: Das Team Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs begann am Dienstagmorgen (20. Februar), nach vorbereitenden Maßnahmen am Montag, am Marienplatz in der Aachener Innenstadt mit einer Großbaummaßnahme. Drei Teams stehen bereit, um innerhalb kürzester Zeit kranke Bäume aus dem Straßenraum zu entfernen und durch neue Bäume zu ersetzen. Denn fünf der am Marienplatz stehenden Robinien sind erkrankt: Der flache Lackporling hat sich beispielsweise an einem Baumstamm ausgebreitet. Die Baumrinde ist in Teilen komplett weggebrochen, Verästelungen in der Baumkrone sind nur noch in geringem Maß zu erkennen.

Für Maurice Vonhoegen, Teamleiter Baumkontrolle des Stadtbetriebs, ist deutlich: Die Robinie, er schätzt sie auf 60 bis 70 Jahre alt, ist krank und in ihrer Standsicherheit gefährdet. „Diese Straßenbäume haben ihr natürliches Lebensalter erreicht“, erklärt er. Ein Sturm könnte Äste oder einen ganzen Teil der Baumkrone abbrechen. Weil sie nicht mehr verkehrssicher sind, werden sie vom Team Baumpflege fachmännisch gefällt. Direkt im Anschluss beginnen Kolleg*innen damit, die leere Baumscheibe für eine Neupflanzung vorzubereiten. Die Wurzel wird ausgefräst, die verbrauchte Erde ausgehoben und die Einfassung des Standortes punktuell ausgebessert.

450 Neupflanzungen jedes Jahr

Mehr als 100.000 Straßenbäume gibt es in der Stadt Aachen. Die Baumunterhaltung des Stadtbetriebs kontrolliert und pflegt diese Bäume. Dabei ist auffällig, dass rund ein Prozent der Bäume jedes Jahr durch Erkrankungen, Lebensalter und äußere Wettereinflüsse wie Sturm und Schneebruch abgängig sind. Um der Zahl entgegenzuwirken, wurde das neue Team Baumpflanzungen etabliert. Jedes Jahr pflanzen die Mitarbeiter*innen nun 450 neue Bäume – mit, nach Möglichkeit, steigender Tendenz. „Dabei müssen wir jeden Standort separat betrachten“, erklärt Michael Speck, Teamleiter Baumpflanzungen. Platzverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und klimatische Einflüsse wie Hitze und Trockenheit spielen dabei eine Rolle.

Im Fall der Neupflanzungen am Marienplatz bedeutet das unter anderem einen Bodenaustausch. „Die Nährstoffe in der alten Erde sind verbraucht“, erklärt Michael Speck. Das neue Baumsubstrat setzt sich aus verschiedenen Böden und Mineralien sowie einem Bodenaktivator zusammen, die an die Anforderungen der neuen Bäume angepasst sind. „Wir pflanzen als neue Bäume Gleditschien. Sie haben eine ähnliche Wuchsform wie die verbleibenden Robinien und sind zusätzlich etwas hitzeresistenter“, erläutert Michael Speck. Zur Belüftung des Wurzelbereichs werden noch sogenannte Baumschnorchel eingesetzt: kleine Tonkügelchen, verpackt in einem Jutesack. „Wir nutzen hier natürliche Materialien, die sich im Laufe der Zeit komplett zersetzen.“ Bevor der Baum eingesetzt wird, benötigt er noch einen Pflanzschnitt für ein besseres Wachstum. „Der Baum soll seine Kraft in den nächsten Monaten vor allem in die Wurzel stecken, damit er gut anwächst“, erklärt Michael Speck weiter.

Schließlich wird die Gleditschie in ihren neuen Standort eingesetzt. Die eingespielten Abläufe der drei Teams des Stadtbetriebs greifen unablässig ineinander. Während noch ein Dreibock zur Stabilisierung und ein Gießring angebracht werden – die neuen Bäume werden jeweils drei bis fünf Jahren nach der Pflanzung regelmäßig gewässert – werden am nächsten Standort bereits Vorbereitungen für die nächste Pflanzung getroffen.

Solche „Just-in-time-Maßnahmen“, wie am Marienplatz, sollen ausgeweitet werden. „Dazu ist es notwendig, das Team Baumpflanzungen sukzessive weiter auszubauen, um mit mehr Pflanzungen auch der negativen Baumbilanz entgegenzuwirken“, sagt Andreas Schulz, Bereichsleiter Baumunterhaltung des Stadtbetriebs.

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Trierer Bischof Ackermann erteilt Erwachsenen die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie

Region/Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat in einer Wortgottesdienst-Feier am ersten Fastensonntag, dem 18. Februar, im Dom zehn Erwachsene zu den Sakramenten der Taufe, der Firmung und der Eucharistie zugelassen. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung werden die meisten Bewerberinnen und Bewerber an Ostern in ihren Heimatgemeinden die sogenannten Sakramente des Christwerdens empfangen.

In einem Vorgespräch mit dem Bischof hatten die Kandidatinnen und Kandidaten aus Trier, Koblenz, Saarbrücken und Waldbreitbach von ihrem Glauben und ihren Lebenswegen erzählt. Ganz unterschiedliche, aber stets sehr persönliche Erlebnisse führten bei jedem einzelnen zu dem Wunsch, sich taufen zu lassen und der Katholischen Kirche anzugehören. Beyhan Zöngör aus Koblenz war zunächst Atheistin. Nach einer Erkrankung habe sie damit begonnen, zu beten. „Es waren christliche Gebete, die mir Gott ans Herz gelegt hat“, zeigt sich die Tochter muslimischer Eltern überzeugt. „Ich habe Gottes Anwesenheit gespürt und mich entschieden, den christlichen Glauben anzunehmen“, erzählte sie in der Runde. Der gebürtige Iraner Arvin Mohamadi gehört mit drei weiteren Landsleuten zu einer eigenen sogenannten Katechumenats-Gruppe, die sich in Trier auf das Christ-Werden vorbereitet hat. Mohamadi erzählt von seiner Fluchtgeschichte und Gefangennahme, seinen Verletzungen und schließlich seiner verzweifelten Bitte an Gott um Hilfe in der Not. Er sprach von einem „Wunder“, er habe zum Glauben gefunden und fühle sich nun nicht mehr allein.

Im anschließenden Gottesdienst, der traditionell am Beginn der österlichen Bußzeit stattfindet, sprach Bischof Ackermann den Katechumenen die Zulassung zu den drei österlichen Sakramenten aus. Dabei bat er um Gottes Segen und legte ihnen die Hand auf. In seiner Predigt blickte der Bischof zuvor auf das den Jüngern von Jesus anvertraute Vaterunser-Gebet. Das war den Taufbewerbern zuvor neben dem Glaubensbekenntnis als Dokument überreicht worden. Es sei das Gebet, dass Gott selbst durch Jesus Christus den Menschen gebe und ihnen quasi „als seine Worte in den Mund legt“. Es entfalte seine dynamische und machtvolle Wirkung schon mit dem Wort „Vater“ in der Anrede. „Wir dürfen Gott anrufen als lieben Vater und als Menschen vor ihm stehen in unserer eigentlichen Größe. Das gehört für mich zum Urkern und zur Urkraft der christlichen Botschaft“, sagte der Bischof zu den Taufbewerberinnen und -bewerbern. Durch die Bezeichnung als „unser“ Vater stünden wir zudem gemeinsam vor ihm als Schwestern und Brüder und als eine Menschheitsfamilie, die mitbaue an einer Welt der Solidarität und der Geschwisterlichkeit. „Schon die ersten Worte des Vaterunsers sind alles, was man vom christlichen Glauben Wissen muss“, sagte Ackermann und wünschte den Katechumenen, dass das christliche „Urgebet“ seine Wirkung bei ihnen immer wieder entfalten möge, sie dessen Kraft spürten und sich von ihr in die Welt senden ließen.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe von Erwachsenen gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de und bei Niklas Trierweiler, Referent für Katechese und Glaubenskommunikation, Bischöfliches Generalvikariat Trier, Telefon (0651) 7105-446.

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Tourismus

Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal ausverkauft

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Mit 2000 verkauften Tickets ist der Tag der offenen Weinkeller am Samstag, 13. April, restlos ausverkauft. Auch für das AhrWine-Tasting am Vorabend, 12. April, sind keine Tickets mehr erhältlich. „Weil in diesem Jahr mehr Weingüter mitmachen, konnten wir das Ticketkontingent erhöhen, so dass wir so viele Besucher wie noch nie beim Tag der offenen Weinkeller im Ahrtal erwarten“, freut sich Carolin Groß, Referentin beim Ahrwein e.V., der das Event veranstaltet.

Neu beim Tag der offenen Weinkeller sind die drei zentralen Ausgabestellen für Probenpässe. Wer ein Ticket erworben hat, muss dieses an einer der Ausgabestellen in einen Probenpass umtauschen, um Zutritt zu den teilnehmenden Weingütern und der jeweiligen 3er-Weinprobe zu haben. Die Ausgabestellen: Tourist-Information Bad Neuenahr (Kurpark), Tourist-Information Ahrweiler (Blankartshof) und Ahrtal-Store am Festplatz Dernau (Schmittmannstraße).

Carolin Groß: „Durch die drei zentralen Ausgabestellen möchten wir die Organisation und den Ablauf des Tages verbessern.“ Die Ausgabestellen öffnen jeweils bereits ab 10 Uhr. Ab 11 Uhr sind dann die insgesamt 15 teilnehmenden Weingüter geöffnet und der Bus-Shuttle startet nach einem genauen Fahrplan. „Die Ausgabestellen sind so angelegt, dass fußläufig auch schon einige Weingüter erreichbar sind und nicht direkt ein Shuttledienst erforderlich ist“, erläutert Groß weiter. „Zudem entlasten wir mit den zentralen Ausgabestellen die Weingüter. Dadurch dass diese sich nun nicht mehr um die Ausgabe von Probenpässen kümmern müssen, können diese sich voll und ganz auf ihre Gäste konzentrieren.“ In den Weingütern sind somit keine Probenpässe mehr erhältlich, macht Groß aufmerksam.

Informationen gibt es unter ahrtal.de/tag-der-offenen-weinkeller

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Das erste „E-Waste Race“ im Kreis Euskirchen ist gestartet

Euskirchen – In einer vierwöchigen Sammelaktion sammeln Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbewerbs „E-Waste Race“ Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft und setzen sich dabei aktiv mit Recycling und den damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auseinander. Insgesamt zehn Schulen im Kreis Euskirchen beteiligen sich an diesem Projekt, das nun zum ersten Mal im Kreis stattfindet. Wer am fleißigsten sammelt, gewinnt einen Schulausflug. Der Startschuss fiel gestern in der Marienschule Euskirchen. Landrat Markus Ramers sprach ein offizielles Grußwort.

Jährlich fallen allein in Deutschland 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Darin sind wertvolle Rohstoffe enthalten, doch weniger als die Hälfte wird ordnungsgemäß entsorgt. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Die gemeinnützige Initiative Das macht Schule hat ein Erfolgsmodell aus den Niederlanden nach Deutschland geholt (hier bisherige Ergebnisse). Heute startet das erste E-Waste Race im Kreis Euskirchen gemeinsam mit der Abfallwirtschaft des Kreises Euskirchen und Unterstützung von Landrat Markus Ramers – für mehr Bewusstsein und einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Entsorgungspartner ist Schönmackers.

Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen: „Elektrogeräte, wie Smartphones, Tablets, Wasserkocher sind in unseren Haushalten allgegenwärtig. Sind sie kaputt, sollten sie im besten Fall repariert werden. Ist das nicht mehr möglich, sollten sie richtig entsorgt werden, damit sie recycelt werden können. In ihnen stecken gefährliche, aber auch wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Kupfer, Silber oder seltene Erden. Eine falsche Entsorgung über die Restmülltonne führt zur Verbrennung und nicht zum recyceln dieser Wertstoffe. Mit dem Schulprojekt ‚E-Waste Race‘ wird der bewusste Umgang mit diesen Ressourcen in den Vordergrund gestellt und es wird erlebbar gemacht, wie wichtig Recycling und Kreislaufwirtschaft sind. Ich freue mich sehr darüber, dass ich die Schirmherrschaft für dieses tolle Projekt übernehmen durfte und wünsche allen Beteiligten viel Spaß am gelebten Umweltschutz.“

Karen Beuke, Abfallberaterin, Kreis Euskirchen: „Als Abfallberaterin freue ich mich sehr, dass sich in unserem Landkreis 10 Schulen nun verstärkt mit der richtigen Entsorgung von Elektroaltgeräten beschäftigen. Ein sehr gutes Beispiel, um aufzuzeigen, wie wir alle nur gemeinsam die Kreislaufwirtschaft stärken können, um Ressourcen und auch Klimaschutz zu betreiben. Leider landen immer noch zu viele Elektrogeräte in der Restmülltonne. Ich hoffe, dass durch diese Sensibilisierungskampagne deutlich wird, dass jede und jeder Einzelne mit der richtigen Entsorgung über das Abfallwirtschaftszentrum, die Kommunen oder z. B. große Lebensmittelhändler ganz einfach Wertstoffe erhalten kann… und das kostenlos.“

Michael Mombaur, Schulleitung der Marienschule Euskirchen: „In so ziemlich jedem Keller oder in jeder Garage schlummern sie, die umweltbelastenden Gerätschaften, die vor kurzem noch, meist im Haushalt, dem glücklichen Menschen dienlich zur Hand gegangen sind und den Alltag erleichterten – ob Staubsauger, Küchengerätschaften, Spielzeug oder Radios – nach Ihrem Ableben sind alle technischen Wunderwerke ganz schnell nur noch Elektroschrott, den man gar nicht so richtig und gar nicht so einfach zu entsorgen weiß. Da ist die Idee, diesen Schrott, diesen Müll, im Wettbewerb von Schulen zu sammeln, zu entsorgen und schließlich sogar einer nachhaltigen Wertstoffkette zuzufüh-ren, einfach nur gut; zukunftszugewandt und clever ist diese Aktion, gerade weil so eine Botschaft an junge Menschen geht, die die Zukunft sind, die Multiplikatoren sind, die sich schon jetzt gesellschaftspolitisch gegen eine Klimaveränderung einsetzen und die in der Zukunft zumindest in dieser Hinsicht für ein Ressourcensparendes Leben zu gewinnen sind. Danke für die Idee und die Veranstalter sowie alle Unterstützer, danke und Lob aber gerade an die jungen Menschen, die sich im Rahmen des Projektes, und darüber hinaus, für die Zukunft engagieren. Ihr seid nachhaltig.“

Folgende Schulen nehmen am Projekt teil: Gesamtschule Eifel, St. Michael Gymnasium, Erzbischöfliches St.-Angela-Gymnasium, Gemeinschaftsgrundschule Wichterich, Franken-Gymnasium Zülpich, Marienschule Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Realschule, Chlodwig-Schule, Johannes Vincken-Schule, Johann-Hugo-von-Orsbeck-Schule.