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Kunst im Fenster – Neue Initiative der Schleidener Wirtschafts-Förderung und der Galerie Eifel Kunst

Schleiden, 03.02.2021 – Wie nahezu alle Kommunen findet man auch in Schleiden Leerstände der Geschäfte. Das fällt in Zeiten von Corona noch mal intensiver ins Auge. Die Idee Kunst vollkommen coronakonform in den Schaufenstern der leerstehenden Geschäfte zu zeigen, nahm schnell Gestalt an. Heinz Bert Hoss und Elmar Scholzen stellten ihre Immobilien gerne zur Verfügung, auch damit das Stadtbild bunter wird und die Menschen sich an den aufgehübschten Schaufenstern freuen können.

So konnte am Samstag, dem 30. Januar 2021, die Aktion „Kunst im Fenster“ in Schleiden starten. Natürlich sind die jeweiligen Geschäfte weiterhin zu vermieten. Gemäß dem Motto „Wenn sie rein wollen, gehen wir raus!“ kann jeder einzelne der Ladenlokale gemietet werden.

Derzeit zeigen Iris Hilgers und Bernd Wawer Im ehemaligen Schuhhaus Hoss ihre Fotokunst. Im ehemaligen Sonnenstudio zeigt Christine Schirrmacher Werke von sich und Merlin Flu. Im ehemaligen Reisebüro zeigen Marita Rauchberger und die Bahn- und Businitiative Schleidener Tal BuBI e.V. Rauchberges Fotoausstellung der Flitsch.

Mit weiteren Eigentümern steht die Wirtschaftsförderung in Kontakt. Die Initiatorinnen Wirtschaftsförderung der Stadt Schleiden und Galerie Eifel Kunst freuen sich über die gelungene Kooperation und hoffen auf ein buntes Stadtbild mit „Kunst im Fenster“.

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Sinkende Milchpreise – wo bleibt der Branchengedanke?

Region Eifel, 03.02.2021 – Für die nächste Milchgeldabrechnung zeichnet sich erneut weiteres Ungemach für die milchviehhaltenden Betriebe ab. Vor allem die so genannten Leuchttürme der Molkereiwirtschaft haben Erzeugerpreisrückgänge von 2 Cent/kg Milch angekündigt – obwohl innerhalb der Branche niemand ernsthaft in Zweifel zieht, dass auf den bäuerlichen Betrieben ganz im Gegenteil deutlich höhere Preise benötigt werden.

Zu Recht stellen sich die Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter aus Sicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. die Frage, ob und inwiefern diese Preissenkungen tatsächlich mit der aktuellen Marktlage marktwirtschaftlich begründbar sind.

„Wir sind erstaunt, dass diese Frage im Zuge der Preissenkungen bei den aktuellen und letzten Kontraktabschlüssen der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel auch vom Bauernverband gestellt wird“, erklärt BDM-Vorsitzender Stefan Mann.

„Eigentlich arbeiten die Molkereiwirtschaft und der Bauernverband im Rahmen ihrer Sektorstrategie 2030 eng zusammen – angeblich um die Probleme des Milchmarkts auf Branchenebene zu lösen. Und es steht außer Frage, dass die fehlende Wertschöpfung und fehlende Wirtschaftlichkeit der Betriebe zentrale Probleme sind, die es zu lösen gilt. Wir können jedoch nicht erkennen, dass es im Rahmen dieser Sektorstrategie 2030 irgendeinen Ansatz dafür gibt, dass sich die Milcherzeugerpreise erhöhen könnten. Stattdessen haben sich die Präsidenten und Vorstände der hier vertretenen Verbände bisher in engem Schulterschluss vor allem auf Maßnahmen verständigt, die weitere Kosten für die Milchviehbetriebe bedeuten: sei es die Branchenkommunikation, die letztlich von den Milchviehhalterinnen und Milchviehhaltern zu bezahlen ist oder weitere Nachhaltigkeitsmodule für QM-Milch“, kritisiert Mann.

„Wenn sich jetzt DBV-Milchpräsident Karsten Schmal über die angekündigten Milchpreissenkungen der Molkereien aufregt, ist das nicht glaubwürdig. Wer zuerst alle marktwirtschaftlichen Überlegungen, wie die Bäuerinnen und Bauern eine bessere Marktstellung und eine höhere Wertschöpfung erzielen können, vom Tisch wischt, darf sich hinterher nicht verwundert zeigen, wenn alles genauso weiterläuft wie bisher. Der DBV hat daran mit aller Kraft mitgewirkt“, stellt Stefan Mann fest. „Von einer Lösung der Marktprobleme der Milchviehbetriebe, die von der Molkereiindustrie mitgetragen wird, sind wir weit entfernt.“

„Die Bäuerinnen und Bauern müssen sich schon selbst auf die Hinterbeine stellen, wenn sie sich mit einem „Weiter so wie bisher“ nicht abfinden wollen. Auf ihre Marktpartner dürfen sie keine großen Hoffnungen setzen, das wird einmal mehr deutlich“, unterstreicht der BDM-Vorsitzende.

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Wirtschaft

Im Möbelhaus Brucker geht der Betrieb auch während der Schließung weiter

Kall, 03.02.2021 – Bund und Länder haben in Anbetracht der aktuellen Corona-Lage den Lockdown mindestens bis zum 14. Februar verlängert. Diese behördliche Verfügung hat zur Folge, dass auch das Möbelhaus Brucker weiterhin bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen bleibt. Das bedeutet aber keinesfalls, dass der Betrieb im Einrichtungshaus vollständig ruht.

Mitarbeiter des Hauses stehen der Kundschaft weiterhin zur Verfügung und sind von montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr jederzeit unter der Rufnummer 02441/8840 erreichbar. Auch das Restaurant Brucker bietet weiterhin den inzwischen beliebten Abholservice an.

Das Möbelhaus ermöglicht während des Lockdowns telefonische Bestellungen, Anfragen per E-Mail und die Abholung von Bestellungen im Warenlager. Telefonische Bestellungen können besonders für Einrichtungsgegenstände im Abverkauf einfach abgewickelt werden. Das reichhaltige Abverkauf-Angebot von Restposten und Ausstellungsstücken wie Garnituren, Polstermöbeln, Wohnwänden, Vitrinen, Kühlschränken, Küchengeräten und mehr ist im Internet einzusehen. Auch Gutscheine für den Möbelkauf oder für Artikel aus der Boutique „Wohnart“ können jederzeit per Telefon erworben werden.

Die Lieferung und Montage von Möbeln sind von der Schließung nicht betroffen. Die roten Brucker-Möbelwagen sind auch weiterhin zur Kundschaft unterwegs.

Geändert haben sich lediglich die Öffnungszeiten für das Abhollager, das bis auf Weiteres montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr für Kunden geöffnet ist. Samstags ist das Lager geschlossen. Die Zahlung der Abhol-Ware erfolgt an der Info im Verwaltungsgebäude (Haus 2). Hier bittet das Unternehmen im Interesse der vorbeugenden Hygiene um eine bargeldlose Zahlung, wie sie auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird.

Bargeldloses Zahlen zählt zu den zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen, die das Möbelhaus wegen der Corona-Pandemie zum Schutz der Kundschaft und der Beschäftigten praktiziert. Die von der Landesregierung vorgegebenen Hygienevorschriften werden im Haus sehr ernst genommen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie die Bereitstellung von Spendern mit Desinfektionsmitteln sind im Möbelhaus Brucker schon zur Normalität geworden.

„Wir stehen unseren Kunden auch in der schweren Zeit der Pandemie jederzeit bei Fragen zu Abverkauf-Angeboten, zu Bestellungen und zu Lieferungen sowie zum Abholservice zur Verfügung“, heißt es aus dem Möbelhaus, in dem man auf eine baldige Rückkehr zur Normalität hofft.

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Feuerschutz in Mechernich bleibt weiter durch ehrenamtliche Feuerwehr geregelt

Mechernich, 03.02.2021 – Mit rund 29.000 Einwohnern ist Mechernich als mittlere kreisangehörige Stadt eigentlich gehalten, hauptamtliche Kräfte für den Betrieb einer rund um die Uhr besetzten Feuerwache bereitzuhalten.

In die Freiwillige Feuerwehr investierte die Stadt Mechernich seit 2012 insgesamt 8,7 Millionen Euro. Jüngst wurden die beiden Löschgruppen Strempt und Weiler am Berge mit zwei neuen Tanklöschfahrzeugen ausgestattet. Die Schlüssel dazu überreichte ihnen Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (7.v.l.) im Beisein von Mechernichs stellvertretendem Wehrführer Thomas Wolff (8.v.l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Weil die Freiwillige Feuerwehr als ehrenamtliche Truppe der Stadt Mechernich aber technisch sehr gut ausgestattet und professionell aufgestellt ist, konnte jetzt die Bezirksregierung Köln den Mechernichern guten Gewissens erneut eine Ausnahmegenehmigung von der Einrichtung einer hauptamtlichen Wehr erteilen.

Auf regelmäßigen Austausch wird Wert gelegt: Die Feuerwehrspitze mit Jens Schreiber (Leiter der Feuerwehr, Mitte) und seinen beiden Stellvertretern, Thomas Wolff (3.v.r.) und Claus Möseler (2.v.r.) mit, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (2.v.l.), Thomas Hambach (r.), Silvia Jambor und Constantin Hochgürtel (l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Dass der Brandschutz in Mechernich weiter ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften erfüllt werden kann, ist nicht selbstverständlich. Darauf sind wir als Stadtverwaltung und auch die Feuerwehrspitze stolz. Die Frauen und Männer, täglich unterwegs im Dienst des Nächsten, leisten hervorragende Arbeit“, so Thomas Hambach. Es sei ein Paradebeispiel dafür wie mit einem großen ehrenamtlichen Engagement eine Pflichtaufgabe der Kommune erfüllt werden kann.

Jens Schreiber (v.l.), Thomas Wolff und Claus Möseler wurden 2018 wiedergewählt und blicken mit Stolz auf ihre professionelle Truppe, in der 398 ehrenamtlich im Einsatz sind für ihre Mitbürger. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Mit der Freiwilligkeit und dem damit verbundenen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte kann die Stadt zwar auf größere Ausgaben personeller Art verzichten, trotzdem lässt sie sich die Wehr einiges kosten. In den zurückliegenden Jahren seit 2013 wurde, wie im jüngsten Brandschutzbedarfsplan von 2020 ersichtlich 8,7 Millionen Euro in deren Ausrüstung, den Fuhrpark und Gerätehäuser investiert.

Nicht ohne Grund lobt der Forplan-Gutachter Patrick Habeth die Mechernicher Einsatzkräfte im Rat der Stadt als „hervorragend aufgestellte Truppe“. Dass sie so gut dasteht, daran haben die Aktiven und Helfer mit ihrem Engagement, 24 Stunden täglich, einen maßgeblichen Anteil.

398 Aktive

Mit 398 Aktiven (organisiert in 15 Löschgruppen) ist die Mechernicher Feuerwehr zahlenmäßig sogar eine der größten im Kreis. Das Durchschnittsalter der Mechernicher Einsatzkräfte liegt mit 36,3 Jahren auf einem guten Niveau. Geführt wird sie von einem bewährten Trio an der Spitze mit Stadtbrandinspektor Jens Schreiber (Leiter der Feuerwehr), Stadtbrandinspektor Claus Möseler (Stellvertretender Leiter) und Stadtbrandinspektor Thomas Wolff (Stellvertretender Leiter).

„Unsere Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen wurden im vergangenen Jahr zu 383 Einsätzen gerufen“, so Schreiber. Sie rückten damit statistisch gesehen mindestens einmal täglich zu einem Ernstfall aus. Seelische und körperliche Herausforderungen inklusive. Nicht selten ist man bei der Hilfe mit menschlichem Leid konfrontiert, das verarbeitet werden muss.

„Jeder Einsatz ist anders“, so Schreiber: „Gleich ist, der Adrenalin-Schub beim Alarm, die Gedanken während der Alarmfahrt: Was erwartet mich? Können wir helfen?“ Auch kuriose Fälle sind darunter, wie bei einem der jüngsten Einsätze, wo sie nicht nur Menschenleben, sondern auch Greifvögel und Reptilien aus der brennenden Burg in Kommern retten mussten.

Da ehrenamtliche Feuerwehrleute im Alltag ihre „normalen“ Berufe ausüben und damit ihre „Brötchen“ verdienen, schreiben die Landesfeuerwehrgesetze vor, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für Feuerwehreinsätze freistellen müssen. Die Ausfallzeiten können sich die Arbeitgeber von den Kommunen erstatten lassen, so auch in der Bleibergstadt.

„Um die ehrenamtlichen Kräfte beneidet uns die ganze Welt“, lobt auch Hartmut Ziebs, der ehemalige Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) nicht ohne Grund. Dadurch können Hilfsfristen (Zeit vom Absetzen des Notrufs bis zum Eintreffen der ersten Helfer an der Einsatzstelle) realisiert werden, die auch in der Fläche bei unter 15 Minuten liegen. Nirgends sonst ist das Helfernetz im Bereich des Brandschutzes so eng wie in Deutschland und Österreich.

Truppe im Wandel

Reine Feuerwehren zur Brandbekämpfung sind die Truppen jedoch schon lange nicht mehr. „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Einsatzspektrum extrem verschoben. Einen Großteil unserer Einsätze machen mittlerweile technische Hilfeleistungen aus, dazu gehören vor allem Verkehrsunfälle“, so Schreiber. Aber auch Umweltschäden durch ausgelaufenes Benzin oder Öl oder austretende Chemikalien verhindern sie.

Schreiber räumt mit einst gängigen Vorurteilen auf: „Das Feuerwehr-Klischee von der saufenden Männertruppe gehört der Vergangenheit an.“ Vielmehr zeichne Pflichtbewusstsein und die Professionalität eines jeden einzelnen die Mechernicher Feuerwehr aus. Die gute Ausstattung tue ihr Übriges dazu. „Früher konnte man mit der 50 D-Mark teuren Einsatzjacke nicht in das brennende Haus gehen. Heute mit der 800 Euro werten, hitzebeständigen Einsatzuniform funktioniert das.“

Mit einer vorbildlichen Jugendarbeit setzen sich Schreiber und sein Team für die Nachwuchsgewinnung ein – und 131 Kinder und Jugendliche machen im Stadtgebiet schon mit. „In den Gruppen findet, außer natürlich in Corona-Zeiten, allgemeine Jugendarbeit statt – von sozialer Bildung über sportliche Aktivitäten bis hin zu Zeltlagern. In den Jugendfeuerwehren werden Werte wie Teamwork und Gemeinschaft, aber auch Zuverlässigkeit und Disziplin geprägt und natürlich erste Kenntnisse in Sachen Brandschutzbekämpfung vermittelt“, so Schreiber. Im Oktober ging sogar eine Kinderfeuerwehr mit 30 Mitgliedern und „Sitz“ und Unterricht in Strempt an den Start – die dritte im Kreis Euskirchen.

Feuerwehrchef Schreiber steht und wirbt für Transparenz. „Enorm wichtig ist uns, Verständnis für unsere Aufgabe und Arbeit in Politik und Bürgerschaft bewirken.“ Gemeinsam hatten Feuerwehrspitze und Stadtverwaltung 2019 sogar einen Informationsabend für Mitglieder des Stadtrates 2019 organisiert. Auch ein regelmäßig stattfindender Runder Tisch im Rathaus wurde etabliert. „Einladungen zu Fraktionsgesprächen haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Schreiber.

Neue: Herzlich willkommen!

Wie bei vielen ehrenamtlichen Wehren ist in Mechernich die Tagesverfügbarkeit ein Thema, weil viele Einsatzkräfte zwischen acht und 18 Uhr ihrer Arbeit außerhalb des Stadtgebietes nachgehen und damit während dieser Stunden nicht einsetzbar sind. „Dafür unterstützen uns zwanzig Berufstätige aus anderen Wehren, die tagsüber im Stadtgebiet arbeiten“, erläutert Schreiber.

Das helfe, letztlich freue man sich aber über jeden, der neu dazustosse. „Interessenten können sich gerne einfach vor Ort bei der Feuerwehr melden. Auch Quereinsteiger seien willkommen. In einer Truppmannausbildung (Grundausbildung) werden Basis-Tätigkeiten und Grundwissen vermittelt, auf das in weiterführenden Lehrgängen aufgebaut werden kann. Nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme wird der „Feuerwehrmann-Anwärter“ zum „Feuerwehrmann“ befördert und endgültig aufgenommen. Weitere Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind möglich.

Die Mechernicher Feuerwehr hat schon früh begonnen, die Organisation Feuerwehr in Fachbereiche aufzubauen, wo alle mitwirken können. Schreiber lobt die Struktur: „Das ist gut so. Das motiviert die Leute, sich einzubringen und ist auch ein Stück modernes Managementsystem in einer Freiwilligentruppe.“

Auch weitere Investitionen stehen auf dem Plan. Für eine neue Drehleiter wird die Stadt Mechernich gleich mehrere 100.000 Euro investieren. Außerdem ist die Erweiterung einiger Gerätehäuser in Vorbereitung.

Schreiber betont mit Blick in die Zukunft: „Wir müssen uns weiter organisieren und unsere Konzepte weiterentwickeln für wachsende Einsatzanforderungen. Wir möchten, dass der Bürger sich sicher fühlen und stolz sein kann auf seine Freiwillige Feuerwehr.“

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Bürgertelefon und Online-Sprechstunde mit Bürgermeisterin Nadine Leonhardt am 10. Februar bzw. 18. Februar

Eschweiler, 03.02.2021 – Die nächste telefonische Sprechstunde – Bürgertelefon – mit Bürgermeisterin Nadine Leonhardt findet statt am Mittwoch, dem 10.02.2021, in der Zeit von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr. Während dieser Zeit steht sie den Bürgerinnen und Bürgern unter der Rufnummer (02403) 71-334 für Anliegen telefonisch zur Verfügung.

Die nächste Online-Sprechstunde findet statt am Donnerstag, dem 18.02.2021, in der Zeit von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr. Während dieser Zeit haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über das Smartphone, Tablet oder den PC mit der Bürgermeisterin in Kontakt zu treten. Ab 16.00 Uhr kann man sich in die Online-Sprechstunde einwählen und befindet sich in einem virtuellen Warteraum. Nacheinander wird man dann „hereingelassen“ und kann persönlich mit Frau Bürgermeisterin Leonhardt sprechen. Den Link zur Teilnahme finden Sie auf der Startseite der Internetseite www.eschweiler.de.

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Rund 1,5 Millionen Euro für die Dorfentwicklung im Kreis Ahrweiler – Landrat zieht positive Bilanz

Ahrweiler, 03.02.2021 – Seit vielen Jahren ist die Dorferneuerung im Kreis Ahrweiler fester Bestandteil einer nachhaltigen Infrastrukturpolitik für den ländlich geprägten Raum. Auch für das Jahr 2020 zieht Landrat Dr. Jürgen Pföhler eine positive Förderbilanz. Rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel wurden in Projekte und Vorhaben der privaten und kommunalen Dorferneuerung im Kreis investiert.

Von den Investitionen der privaten und kommunalen Bauherren profitieren hauptsächlich das regionale Handwerk und der Handel im Kreis Ahrweiler. „Neben der Steigerung der Attraktivität der Dörfer als Wohn- und Lebensmittelpunkt tragen die Maßnahmen insbesondere zur Wertschöpfung für unsere heimische Wirtschaft bei“, betont Pföhler. Mit Blick auf den demografischen Wandel komme der aktiv gelebten Dorferneuerung eine große Bedeutung zu. Besonders erfreulich sei die Nominierung der Ortsgemeinden Dernau, Mayschoß und Rech für die Teilnahme am Europäischen Dorferneuerungswettbewerb 2020 durch das Land gewesen. „Dies bestätigt die erfolgreiche Arbeit der Dorferneuerung im Kreis Ahrweiler“, fasst der Landrat die positive Entwicklung zusammen.

Vorher: Auch 2020 wurden im Kreis Ahrweiler zahlreiche Projekte und Vorhaben aus Mitteln der Dorferneuerung gefördert, im Bild ein Vorher- / Nachher-Beispiel für die gelungene Sanierung einer ortstypischen Hofanlage. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

Für private Dorferneuerungsmaßnahmen standen im Programmjahr 2020 Mittel in Höhe von 851.000 Euro zur Verfügung. Die vom Land Rheinland-Pfalz und vom Bund kommenden Finanzmittel flossen in rund 50 laufende Förderprojekte, darunter Maßnahmen zur Beseitigung von Leerständen durch Neu- oder Umnutzung älterer Gebäude in den Ortskernen und Infrastrukturprojekte zur Schaffung und zum Erhalt wohnortnaher Arbeitsplätze. Auch der Abriss einzelner Gebäude mit anschließendem Wiederaufbau und die Gestaltung der Außenanlagen ortsbildprägender Gebäude mit regionaltypischen Hofpflasterungen zählten zum Förderportfolio.

In der kommunalen Dorferneuerung wurden Landesmittel von rund 600.000 Euro über die Kreisverwaltung an insgesamt 20 kommunale Projekte der Ortsgemeinden und Stadtteile weitergeleitet. Zu diesen Projekten zählen beispielsweise die Neugestaltung des Dorfplatzes in Sinzig-Franken und die Gestaltung des Treffpunktes für Jung und Alt am historischen Wasserhäuschen in Rech.

Darüber hinaus haben sechs Ortsgemeinden und Stadtteile eine Förderung zur Erstellung oder Fortschreibung von Dorferneuerungskonzepten beantragt. Ein Dorferneuerungskonzept ist Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln aus der privaten und kommunalen Dorferneuerung. Es wird auf Grundlage einer Dorfmoderation gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet. 2020 wurden für sechs Stadtteile und Gemeinden Dorfmoderationen beantragt und bewilligt. Aufgrund der Corona-Situation konnten zahlreiche Veranstaltungen nicht stattfinden und wurden verschoben.

Neben der langjährigen Beauftragten Angelika Petrat unterstützt seit Herbst 2020 Christoph Münch die Antragsteller bei ihren Anliegen rund um die Dorferneuerung: „Die Förderung der regionalen Baukultur ist uns ein besonderes Anliegen. Gerade die private Dorferneuerung trägt zu einer Verbesserung des Ortsbildes sowie der Belebung der Ortskerne bei und ermöglicht vielen Bauherren ein modernes Wohnen in älteren, ortstypischen Gebäuden.“ Die Fortschreibung der Dorferneuerungskonzepte biete den Kommunen zudem die Möglichkeit, angesichts des Klimawandels eine nachhaltige Dorfentwicklung aktiv zu gestalten, so die beiden Dorferneuerungsbeauftragten Petrat und Münch weiter.

Kontakt: Dorferneuerungsbeauftragte Angelika Petrat, Telefon 02641/975-291, E-Mail angelika.petrat@kreis-ahrweiler.de und Dorferneuerungsbeauftragter Christoph Münch, Telefon 02641/975-310, E-Mail christoph.muench@kreis-ahrweiler.de. Weitere Infos und Anträge auch unter www.kreis-ahrweiler.de > Bürgerservice > Förderprogramme > Dorferneuerung.

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Friseure reichen Klagen ein

Prüm, 03.02.2021 – Politische Entscheidungen sollen unabhängig gerichtlich überprüft werden. „Wir wollen der unkontrollierten und undokumentierten Schwarzarbeit am heimischen Spülbecken Einhalt gebieten und Frisuren wieder in geregelte und sichere Bahnen zurückzuführen: In den Salon mit bewährten Hygiene-Konzepten und fundierter Gefährdungsbeurteilung, die durch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Ende Dezember 2020 nochmals präzisiert und aktualisiert wurde.

Friseure haben es verdient, fair und verlässlich behandelt zu werden. Dafür haben wir in unserem Rechtsstaat die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen und so politische Entscheidungen unabhängig gerichtlich überprüfen zu lassen“, so Noah Wild von der Wild Beauty GmbH, welche für die Salonpartner John Paul Mitchell Systems® und Kemon aktiv sind und deren Kunden die Friseursalons sind.

Landesinnungsmeister Guido Wirtz. Foto: © Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland

Dieser Forderung schließt sich auch Friseurmeister Guido Wirtz aus Körperich an. Er wird wie acht weitere Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet Klage einreichen. Damit will er für alle Friseure die Salonöffnung ab dem 15. Februar wieder erreichen.

Die Lage bei den Friseuren ist prekär. Das ist hinreichend bekannt. Manche Salons mussten bereits komplett aufgeben und werden nicht wieder öffnen. Deren Inhaber mussten teils bereits Hartz IV beantragen. Andere, die sich noch so gerade über Wasser halten mit Ersparten, erhalten für die zweite Dezemberhälfte keinerlei staatliche Hilfe. Sie werden nun dafür bestraft, dass sie in der ersten Dezemberhälfte bis zu 16 Stunden pro Tag im Salon gearbeitet haben, um ihre Kunden noch vor dem drohenden Lockdown zu bedienen. Sie fallen damit durch das Raster, da sie einen Rückgang von mehr als 30 Prozent des Umsatzes zum Vorjahr nicht nachweisen können.

In Deutschland gibt es etwa 80.000 Friseursalons mit rund 240.000 Beschäftigten. Große Zahlen, hinter denen unzählige reale Existenzen stehen. Und auch der Nachwuchs im Handwerk leidet. Denn bekanntlich macht ja „Übung den Meister“. Doch wo kein Salonalltag stattfindet, kann auch keine praxisnahe Lehrumgebung geschaffen werden. Zwar können Ausbilder mit den zur Prüfung anstehenden Auszubildenden üben, aber dies hilft denen, die im ersten oder zweiten Lehrjahr befindlichen Nachwuchskräften nicht weiter.

Giuseppe Petrelli aus dem benachbarten Hessen und sein Inhaberkollege Konstantin Schick können da wie viele ihrer Kollegen aus dem Rheinland nur den Kopf schütteln: „Im Verborgenen wird gefärbt, geschnitten und gestylt. Abstands- und Hygieneregeln? Fehlanzeige. Mit jedem weiteren Tag der Schließung fördert die Politik die Schwarzarbeit und das unkontrollierte Infektionsgeschehen in privaten Haushalten. Die einzig richtige Lösung muss heißen: kontrollierte Öffnung der Betriebe unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Dass wir die einhalten können, haben wir letztes Jahr glaubhaft bewiesen. Wir Friseure sind Hygienebotschafter.“

Auch Friseurmeister Guido Wirtz, der auch Vorsitzender Landesinnungsmeister des Landesverbands Friseure & Kosmetik Rheinland ist, kann das bestätigen: „Es wird auf die heimische Küche ausgewichen und dort gibt es in der Schattenwirtschaft weder Mindestabstände noch Masken oder Kontaktdaten-Dokumentation. Eine gut gemeinte Idee, die verheerende Folgen hat – und zwar nicht nur in Form von Wettbewerbsverzerrung und Steuerverlust, sondern vor allem im Hinblick auf den Schutz unserer Gesundheit und das Abflachen der Pandemie-Welle.“ Blickt man in sein Nachbarland Luxemburg, trifft es Guido ganz besonders hart: „Unsere Kunden wissen sich nicht zu helfen und pilgern reihenweise über die Grenze. Hier dürfen Salons arbeiten, das verführt natürlich. Ich kann nur hoffen, dass meine Kunden auf lange Sicht zu mir zurückkehren, sonst droht auch meinem Familienbetrieb der Existenzverlust.“

Aus den Coronavirus-Fallzahlen lässt sich eine Schließungsnotwendigkeit für Friseursalons in Deutschland auf jeden Fall nicht ableiten. Christa Meier aus Bayern hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter Kathrin, die bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ehrenamtlich tätig ist, die Zahlen mit Stand 08. Januar 2021 genauer angesehen: „Für das Friseurhandwerk sprechen wir von 14 Meldungen einer vermuteten oder tatsächlichen SARS-CoV-2 Infektion, wovon 7 ein positives Testergebnis hatten. Setzt man diese Zahlen zu den Friseurbetrieben und Mitarbeitern in ganz Deutschland ins Verhältnis, ist das Fazit klar: unauffälliges Meldegeschehen für die Friseurbranche!“

Nun legen die Friseure Rechtsmittel ein und kämpfen um ihre Existenz. Zusammen mit Landesinnungsmeister Guido Wirtz sind es insgesamt derzeit zehn Friseure aus acht Bundesländern. Sie alle wollen damit einen Erfolg und Gerechtigkeit für ihre gesamte Branche ermöglichen.

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Eine kleine Pumpe, die Leben rettet

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 02.02.2021 – Die Kardiologen des Krankenhauses Maria Hilf nutzen Impella-Pumpen, um schwer herzkranke Patienten und Patientinnen zu behandeln. Der 85-jährige Patient, der Anfang Dezember von seinem Hausarzt in die Kardiologie des Krankenhauses Maria Hilf überwiesen wurde, litt schon bei kleinsten Belastungen unter einem ausgeprägten Engegefühl und Schmerzen in der Brust. „Wir führten bei ihm eine Untersuchung mit dem Herzkatheter durch und diagnostizierten mehrere Engstellen in den Herzkranzgefäßen“, erläutert Dr. Theodoros Ballidis.

Das war ein besorgniserregender Befund, erinnert sich der Chefarzt der Inneren Medizin/Kardiologie und Leiter der Schlaganfalleinheit. „Der Patient brauchte eigentlich eine Bypass-Operation.“ Die kam für ihn aber nicht in Frage, weil sie wegen seines hohen Alters viel zu riskant für ihn war. So erhielt er zunächst Medikamente, die seine Beschwerden jedoch nicht linderten. Daraufhin entschieden Dr. Ballidis und sein Team, die verengten Gefäße im Herzkatheterlabor zu behandeln. Dieser ebenfalls riskante Eingriff konnte bei ihm deshalb durchgeführt werden, „weil wir gleichzeitig sein Herz mit Hilfe einer kleinen, aber sehr wirksamen Pumpe unterstützt haben“, sagt er. Seit wenigen Wochen steht diese Impella-Herzpumpe den Kardiologen im Krankenhaus Maria Hilf für schwer herzkranke Patientinnen und Patienten zur Verfügung, für die eine Bypass-OP eine zu große Belastung wäre.

Die Behandlung wird dadurch für diese Patienten deutlich sicherer. Die Impella-Pumpe wird vor dem Eingriff im Herzkatheterlabor durch einen kleinen Schnitt in der Leistenarterie bis in die linke Herzkammer geschoben. Hier befördert die kleinere bis zu zweieinhalb Liter Blut pro Minute aus der linken Herzkammer in den Körper. Damit stabilisiert sie den Kreislauf und versorgt die Organe mit sauerstoffreichem Blut. Die große Pumpe kann sogar fast die gesamte Herzfunktion übernehmen. Sie ist in der Lage bis zu 4,3 Liter Blut in der Minute in das Kreislaufsystem zu pumpen. Währenddessen können die Kardiologen die verengten Herzkranzgefäße mit einer Ballondilatation aufdehnen oder besonders stark verkalkte und verhärtete Stellen mit Hilfe kleiner Diamantbohrer wieder durchlässig machen und dann mit Stents, also Gefäßstützen stabilisieren. Nach diesem Eingriff geht es den Patienten deutlich besser, denn ihr Herzmuskel wird wieder mit Blut versorgt und ist leistungsfähiger.

Mit der Impella-Pumpe konnten Dr. Ballidis auch einer 81-jährige Patientin helfen, die an Silvester mit einem akuten Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Bei ihr diagnostizierten die Kardiologen eine sogenannte Hauptstammstenose, eine Verengung in der Koronar-Arterie, durch die das sauerstoffreiche Blut fließt, das den Herzmuskel versorgt. „Das ist ebenfalls eine klare Indikation für eine Bypass-Operation, die wir der zierlichen Frau aber auf keinen Fall zumuten wollten“, so Dr. Ballidis. Sie hätte nicht die Reserven gehabt, um sich von diesem schweren Eingriff wieder zu erholen, sagt er. Deshalb führte er zusammen mit seinem Team den Eingriff im Herzkatheterlabor durch, die Impella-Pumpe sorgte währenddessen für einen stabilen Kreislauf. Auch sie konnte – genau wie der 85-jährige Patient – wenige Tage später das Krankenhaus verlassen. „Es geht beiden wieder gut“, freut sich Dr. Ballidis.

Lebensrettend kann die Impella-Pumpe bei Patienten sein, die einen kardiogenen Schock erleiden, zum Beispiel bei einem schweren Herzinfarkt, einer Herzmuskelentzündung oder einem akut auftretenden Herzklappenfehler. Denn das Herz ist in diesem Fall zu schwach, um genügend Blut in den Körper zu pumpen und das kann zu einem Versagen der Organe führen. Die Patienten müssen schnellstmöglich behandelt werden. „Mit der Impella-Pumpe können wir auch bei diesen Patienten dafür sorgen, dass weiterhin sauerstoffreiches Blut in den Körper gepumpt wird und die Organe versorgt werden“, so Dr. Ballidis. Das schenkt den Kardiologen ausreichend Zeit, um die Ursache der massiven Herzschwäche zu diagnostizieren und zu behandeln. Bei diesen Patientinnen und Patienten bleibt die Pumpe bis über eine Woche im Herzen. So wird es bei seiner Arbeit unterstützt und kann sich wieder erholen.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Impfstoff-Gipfel war wichtig für weitere verlässliche Planung

Region/Mainz, 02.02.2021 – „Der Impfstoff-Gipfel war wichtig für eine weitere verlässliche Planung“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Anschluss an die intensiven Beratungen zwischen Bund und Ländern, der EU–Kommission, den Impfstoffproduzenten und Zulieferern. Die Ministerpräsidentin hatte sich für den Gipfel stark gemacht, weil die Länder ohne verlässliche Lieferangaben Bürgerinnen und Bürgern keine verlässlichen Impftermine anbieten können. Zum ersten Mal seien alle Akteure an einen Tisch gekommen, um für mehr Planbarkeit und eine Erhöhung des Impfstoffes für die Bevölkerung in Europa zu sorgen. Viel sei in der Vorbereitung zum Gipfel in Bewegung geraten: So habe der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech zugesagt, mehr Impfstoff als bislang vereinbart an die EU liefern zu wollen.

Im Rahmen der Impfstrategie werden Bund und Länder gemeinsam einen nationalen Impf-Plan modellieren auf der Basis der heute vorgestellten Quartals-Lieferzahlen. Ein erstes Ergebnis soll zur MPK am 10. Februar vorliegen. Damit soll die Impfplanung besser abgestimmt werden können. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sind sich einig, dass von hohem Wert war, dass heute alle, die in dem komplexen Prozess von der Produktion des Impfstoffs bis zum Impftermin für die Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle spielen, miteinander im Gespräch waren. Der gemeinsame Dank gilt den produzierenden Unternehmen, den betroffenen Verbänden und Organisationen sowie den beiden EU-Kommissaren Kyriakides und Breton. „Es ist eine großartige Leistung der Wissenschaft und der forschenden Impfstoffhersteller, gerade auch aus Deutschland, dass rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie Impfstoffe unterschiedlicher Art verfügbar werden. Dafür gebührt diesen großer Dank und Respekt.

„Ich bin besonders stolz darauf, dass zwei Unternehmen aus Rheinland-Pfalz BioNTECH und Schott maßgeblich Impfstoff bereit stellen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ein weiteres Ergebnis des Impfstoffgipfels sei, dass der Bund Lieferketten für Verpackungsmaterial über eine Notfall-Plattform innerhalb Europas sicherstellen wolle.

Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe berichteten, dass besonders der Mangel an Lipiden dafür verantwortlich sei, dass keine weiteren Produktionssteigerungen möglich seien. Für diesen Rohstoffengpass sollen in der EU Lösungen gefunden werden Impfstoff-Hersteller versprechen Liefersicherheit BioNTech stellt 75 Millionen Impfeinheiten für das zweite Quartal in Aussicht. Und auch der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca habe nun angekündigt, doch mehr Impfstoff zu liefern als geplant. „Ich danke den Unternehmen, die sich jenseits der unternehmerischen Konkurrenz zusammenschließen, um die Produktion des Impfstoffes in Deutschland anzukurbeln“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

BioNTech habe dargelegt, dass sie das Produktionsnetzwerk in ganz Europa ausbauen werden. So stammten daraus ganz wesentlich die zusätzlich zugesagten 75 Millionen Dosen für die gesamte EU. Das neue Werk in Marburg werde zum Großteil zuliefern, so der Finanzvorstand von BioNTech, Dr. Sierk Poetting, beim Impfstoff-Gipfel. Bund und Länder wollen die Unternehmen wo immer möglich unterstützen, um die notwendigen Fachkräfte für die neuen Produktionsanlagen zu gewinnen, damit die Anlagen auch personell voll ausgelastet werden können.

Strategische Partnerschaften zur Produktionserhöhung

„Deutschland ist ein Hochtechnologie-Standort und Rheinland-Pfalz ist sehr stark aufgestellt im Bereich Biotechnologie, Pharma- und Chemiebranche. Das wird uns jetzt helfen, die Produktion anzukurbeln“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Strategische Partnerschaften sollen helfen, die Impfstofferträge zu steigern. So werde Sanofi für BioNTech 20 Millionen Fläschchen abfüllen. Jeder Hersteller habe erklärt, dass es ein großes eigenes Interesse gäbe, dass alles mit größter Geschwindigkeit laufe. Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte ganz besonders dem Mainzer Impfstoffentwickler BioNTech. „Sie haben Tag und Nacht an der Entwicklung des Impfstoffs gearbeitet, und Sie arbeiten aktuell ebenfalls Tag und Nacht an der Produktion. Ihr Einsatz kann Leben retten. Dafür danke ich Ihnen!“ Der rheinland-pfälzische Spezialglashersteller Schott ist zudem der größte Produzent der Impfstoff-Fläschchen. Die kurzfristige Versorgung sei gewährleistet. Schott produziere zwei Milliarden Fläschchen für den Impfstoff.

Vor dem Hintergrund, dass weltweit ein großer Bedarf an Impfstoffen besteht und dass angesichts von Virusmutanten auch weitere Impfkampagnen notwendig werden können, soll auch weiterhin der Produktionsaufbau spezifischer Vorprodukte in Deutschland und in der EU vorangetrieben werden. So herrsche zum Beispiel bei Lipiden, die in der Produktion von mRNA-Stoffen benötigt werden, eine Rohstoffknappheit. Eine Verteil-Plattform soll möglichen Engpässen entgegenwirken, um die Vergabe von Impfzubehör zu koordinieren und zu regeln. Der Verband der Chemischen Industrie hatte eine ähnliche Plattform für die Produktion von Desinfektionsmitteln eingerichtet. Der Bund werde daher eine Matching Plattform aufbauen für Impfzubehörstoffe, am Beispiel der Notfallplattform, auf der die Marktteilnehmer der Impfstoffherstellung und Impfungen Über- und Unterkapazitäten ausgleichen und eine optimale Versorgung mit Impfstoffvorprodukten sowie medizinischen Verbrauchsmaterialien sicherstellen können. Die Länder wollen sicherstellen, dass die Impfzentren daran teilnehmen.

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Wirtschaft

Regionale Wirtschafts-Förderung in NRW 2020 um 17 Prozent gestiegen

Region/Düsseldorf, 02.02.2021 – Minister Pinkwart: Das Land unterstützt gerade in schwierigen Zeiten innovative Vorhaben und stockt die Mittel 2021 weiter auf. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit: Die Rekordsumme von 92,5 Millionen Euro stellte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie im vergangenen Jahr für Investitionen in strukturschwachen Regionen bereit. Durch die Verstärkung mit Corona-bedingten Sondermitteln konnte damit das sehr gute Vorjahresergebnis von 78,9 Millionen Euro um 17 Prozent übertroffen werden.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart: „Die Mittel sind gut investiert. Gerade in dieser schwierigen Zeit unterstützt das Land gezielt innovative Vorhaben, mit deren Hilfe die strukturschwachen Regionen und die dort ansässigen Unternehmen nach dem Ende der Pandemie kraftvoll durchstarten können und von denen sie langfristig profitieren. Deshalb stocken wir die Mittel in diesem Jahr auf rund 100 Millionen Euro weiter auf.“

Die Zuwendungen erfolgen mit Mitteln aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), die ein breites Spektrum an Förderinstrumenten bietet.

Die Förderung im gewerblichen Bereich zielt darauf ab, die Investitionstätigkeit von Unternehmen in strukturschwachen Regionen zu stärken. 2020 konnten mit Fördermitteln in Höhe von 42,1 Millionen Euro Investitionen in Höhe von knapp 500 Millionen Euro angestoßen werden. Die Unternehmen investierten überwiegend in neue Gebäude und Maschinen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Innovationen voranzubringen. Es sind 1.300 neue Arbeitsplätze entstanden, 1.200 wurden zudem dauerhaft gesichert, darunter auch 137 Ausbildungsplätze. Auffallend ist, dass sich die Corona-Pandemie auf die Investitionstätigkeit im Vergleich zu 2019 kaum ausgewirkt hat. Auch haben nur wenige der geförderten Unternehmen Corona-bedingte Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihrer Vorhaben mitgeteilt.

Landesweit werden überdies umfassende betriebswirtschaftliche, organisatorische und technische Beratungen von externen Beraterinnen und Beratern für Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen gefördert, wenn sie für ihre weitere Entwicklung von besonderem Gewicht sind und sich von der laufenden Geschäftstätigkeit abheben. Dazu zählt zum Beispiel auch eine neue Finanzierungsstruktur. Die Förderkonditionen wurden mit Blick auf die Corona-Pandemie deutlich verbessert.

Über die gewerbliche Förderung hinaus wurden Investitionen in den Ausbau leistungsfähiger wirtschaftsnaher Infrastrukturen unterstützt. Damit erhöht sich die Attraktivität strukturschwächerer Regionen für potenzielle Investoren, auch aus dem Ausland. Bestehende kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Start-ups erhalten dadurch bessere Entwicklungschancen. Das Wirtschaftsministerium hat 2020 hierfür 50,4 Millionen zur Verfügung gestellt. Förderfähig sind beispielsweise Einrichtungen der beruflichen Bildung, Technologie- oder Gewerbezentren sowie Industrie- und Gewerbegebiete, die erschlossen, ausgebaut oder revitalisiert werden, aber auch wirtschaftlich relevante Tourismusinfrastrukturen. 2021 wird die Förderung mit einem geplanten Volumen von rund 100,6 Millionen Euro fortgesetzt.