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Wirtschaft

Landesregierung von NRW veröffentlicht europaweite Ausschreibung für Scale-up-Programm

Region/Düsseldorf, 23.02.2021 – Minister Pinkwart: Das Scale-up-Programm wird Start-ups beim schnellen Wachstum unterstützen und dazu beitragen, Nordrhein-Westfalen zur Top 10 Start-up-Region in Europa zu machen. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Nordrhein-Westfalen soll bis 2025 in die Top 10 der europaweit führenden Start-up-Regionen aufsteigen. Um die Stärken und Schwächen des Start-up-Ökosystems zu untersuchen, hatte das Wirtschafts- und Digitalministerium Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr bei „Startup Genome“ eine fundierte Analyse in Auftrag gegeben (https://gründen.nrw/startupgenomereport-nrw). Gute Noten bekam Nordrhein-Westfalen bei der Hebung des Gründungspotentials durch die Maßnahmen der Neuen Gründerzeit NRW. Allerdings zeigte die Untersuchung auch, wo bei der Entwicklung von größeren Tech-Start-ups – dem so genannten „Scale-up-Segment“ – weitere Unterstützung notwendig ist.

In einer europaweiten Ausschreibung sucht das Wirtschafts- und Digitalministerium deshalb nun einen Auftragnehmer, der ein solches Skalierungsprogramm für Start-ups in Nordrhein-Westfalen konzeptioniert, aufbaut und umsetzt.

Minister Pinkwart: „Wir wollen mehr erfolgreichen Start-ups aus Nordrhein-Westfalen helfen, die nächste Stufe bei Umsatz, Beschäftigung und Investitionen zu erreichen, deshalb starten wir noch in diesem Jahr unser Scale-up-Programm. Es soll zukünftig die besten jungen Unternehmen bei der Internationalisierung ihres Geschäftsmodells unterstützen und dabei starke Chancenkapitalgeber und Business Angel noch mehr als bisher für Nordrhein-Westfalen interessieren.“

Das Programm soll sich an Gründerinnen und Gründer sowie deren Management-Teams richten, die sich kurz vor oder bereits in einer Phase des rapiden Wachstums und Wandels befinden. Typische Herausforderungen stark wachsender Start-ups sind u.a. die internationale Skalierung ihres Geschäftsmodells, die Erweiterung des Management-Teams und die Umsetzung weitreichender organisatorischer Veränderungen sowie erheblich steigender Finanzbedarf. Diese Herausforderungen soll das Programm in den Blick nehmen und den teilnehmenden Start-ups helfen, unter anderem durch Mentoren, Peer2Peer-Learning und Workshops die Skalierungsphase zu erreichen. Im ersten Quartal 2022 soll das Skalierungsprogramm mit zunächst zehn bis 20 teilnehmenden Start-ups starten.

Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter https://www.evergabe.nrw.de/VMPSatellite/public/company/project/CXS7YYFYY09/de/documents

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News

Neues Corona-Schnelltest-Zentrum in Daun

Daun, 23.02.2021 – Um das Infektionsgeschehen rund um die Ausbreitung des Coronavirus besser eindämmen zu können, dürfen seit Ende Dezember 2020 auch Apotheken Antigen-Schnelltests durchführen. So hat die Rosen-Apotheke in den Räumen einer ehemaligen Arztpraxis direkt neben der Volksbank in Daun ein Schnelltestzentrum errichtet. Hier können Bürgerinnen und Bürger sich testen lassen. Durch einen Nasen-Rachen-Abstrich erfolgt der Nachweis des Virus-Antigens. Somit macht der Test eine Aussage über das akute Vorliegen einer Infektion zum Zeitpunkt der Testung.

Der Testvorgang dauert keine fünf Minuten, kostet 17,90 EUR, und das Ergebnis liegt nach 15 Minuten vor. Über dieses Ergebnis stellt die Apotheke eine offizielle schriftliche Bestätigung aus. Apotheken dürfen Personen nur dann testen, wenn keine Symptome vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten. Sollten diese Symptome auftauchen, müssen sich Patienten an ihren Hausarzt, eine Corona-Ambulanz oder direkt an das Gesundheitsamt wenden. Ist man Kontaktperson einer corona-positiven Person, wird man automatisch vom Gesundheitsamt benachrichtigt, dort wird ein PCR-Test durchgeführt.

„Wir möchten durch die Durchführung der Schnelltests einen Beitrag zur Unterbrechung der Infektionsketten leisten“, sagt Sophie Scheppe von der Rosen-Apotheke in Daun. „Kunden, die einen Test bei uns durchführen lassen möchten und damit eine eigene Infektion zum bestimmten Zeitpunkt mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen können, bevor sie z. B. einen Angehörigen besuchen, können sich direkt bei uns in der Rosen-Apotheke, gerne telefonisch unter 06592 601, melden.“

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Tourismus

DEHOGA Mahnwache „Wir wollen. Wir können. Lasst uns öffnen!“

Region/Bad Kreuznach, 23.02.2021 – Verantwortung zeigen und handeln: Jetzt eine verantwortungsvolle und dauerhafte Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe umsetzen
Mittwoch (24.02.21) in Mainz, 11-12 Uhr, Auf dem Marktplatz.

Nach dem Auftakt am 22.02.2021 am Trierer Hauptmarkt, überreicht der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband auch in Mainz den Landespolitikern und Spitzenkandidaten zur Landtagswahl symbolisch einen übergroßen Schlüssel zur Öffnung der Betriebe. Ihr Kommen bereits zugesagt haben Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin der SPD Malu Dreyer, der Oppositionsführer und CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf, Dr. Joachim Streit, der als Spitzenkandidat der Freien Wähler für den Landtag kandidiert als auch die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz. Mit der stillen Mahnwache setzt der DEHOGA ein Ausrufezeichen: „Die Politik muss jetzt Verantwortung zeigen und handeln. Wir wollen einen konkreten Stufenplan mit verbindlichen und dauerhaften Öffnungsperspektiven für das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz“, so DEHOGA Präsident Gereon Haumann.

„Wir können. Wir wollen. Lasst uns öffnen!“ am Mittwoch, 24.02.2021 in Mainz, 11-12 Uhr – Auf dem Marktplatz – angefragt

Aufgrund der besonderen corona-bedingten Vorgaben für Veranstaltungen benötigen wir vorab Ihre verbindliche Anmeldung.
Diese richten Sie bitte an Ihre DEHOGA Landesgeschäftsstelle, 
via Mail an anmeldung@dehoga-rlp.de

Wir können: „Das Gastgewerbe hat bereits nach dem ersten Lockdown die jeweils geltenden Schutz- und Hygienekonzepte erfolgreich umgesetzt. Es gab in der Gastronomie und Hotellerie keine signifikanten Infektionsgeschehen. Durch jüngste Investitionen in modernste Lüftungstechniken, digitale Kontakterfassung und Zutrittssteuerung als auch durch das Angebot von Schnelltests wird die Sicherheit weiter erhöht. Die Gäste waren und sind in unseren DEHOGA-Betrieben jederzeit sicher. Das gilt auch zukünftig!“, so der rheinland-pfälzische DEHOGA Präsident Gereon Haumann. Der DEHOGA hat sich seit Beginn der Pandemie bei der branchenspezifischen Konkretisierung und Kommunikation der AHA+L-Regeln aktiv eingebracht und bietet das auch weiterhin an.

Wir wollen: In einem gemeinsamen Beschluss hat der DEHOGA Rheinland-Pfalz mit den benachbarten DEHOGA Landesverbänden Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie dem DEHOGA Bayern einen DEHOGA 4-Stufenplan zur Wiedereröffnung des Gastgewerbes vorgelegt.  Präsident Haumann fordert von der rheinland-pfälzischen Landesregierung, den harten Lockdown umgehend zu beenden. „Wir fordern einen Fahrplan mit klaren und nachvollziehbaren Kriterien, wann, wer, unter welchen Bedingungen dauerhaft wieder öffnen darf“. Dabei müssen nachhaltige Perspektiven für alle Betriebstypen des Gastgewerbes geschaffen werden.

Für den Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz ist klar: „Diese müssen spätestens am 3. März vorliegen und bei rückläufigen Inzidenzwerten eine Öffnung der gastgewerblichen Betriebe vorsehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung bei Inzidenzen um die 35 unsere Betriebe weiter geschlossen hält“, sagt Haumann.

Lasst uns öffnen! Der DEHOGA 4-Stufenplan zeigt ein Szenario, dass dem Gastgewerbe eine dringend notwendige Öffnungsperspektive gibt, ohne dabei den erfolgreichen Kampf gegen das Coronavirus zu gefährden.

„Es gibt keinen Grund die Wurst jede Woche immer wieder höher zu hängen. Die über 13.500 gastgewerblichen Betriebe, dabei vor allem die zahlreichen Familien-Betriebe als auch die 150.000 Mitarbeiter im Gastgewerbe haben sich nach Monaten der harten Einschränkungen die verantwortungsvolle Öffnung hart erkämpft und somit auch verdient. Auch die Gäste wollen jetzt endlich wieder bedient und verwöhnt werden. Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Gastgeber haben für uns weiter oberste Priorität! Die Gäste waren und sind auch zukünftig in den DEHOGA Betrieben jederzeit sicher aufgehoben. Lasst uns öffnen – Ohne Gastgeber wird‘s sonst trostlos, geschmacklos und schlaflos!

DEHOGA 4-Stufenplan für die Wiedereröffnung der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe

Stufe 1: Wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 75 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird, dann:
Öffnung der Beherbergung und Außengastronomie

Stufe 2: Wenn eine 7 Tage-Inzidenz von 50 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird, dann:
Öffnung der Speisen-Gastronomie und Möglichkeit für Tagungen und Veranstaltung ausschließlich in gastgewerblichen Betrieben


Stufe 3: Wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 35 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird, dann:
Öffnung der Getränke-Gastronomie
.

Stufe 4: Wenn eine 7-Tage Inzidenz von 20 und kleiner  über eine Woche lang erreicht wird, dann:
Öffnung von Bars, Clubs und Diskotheken

Wenn Bars, Clubs und Discotheken geführt werden wie die „Getränke-Gastronomie“, also auch über entsprechende Konzessionen verfügen, dürfen diese Betriebe bereits ab einer Inzidenz von 35 und kleiner öffnen, wenn diese über eine Woche lang erreicht wird.

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Euskirchen: Chronik der Kulturfreunde ans Archiv übergeben

Euskirchen, 23.02.2021 – Jahrzehntelang hat der Verein „Ring der Kulturfreunde“ die Kultur in der Kreisstadt Euskirchen verantwortlich geprägt. Von 1969 bis 2000 organisierte der Verein Theater und Konzerte auf hohem kulturellem Niveau ebenso wie Kleinkunstformate. Endgültig aufgelöst hat er sich im Jahr 2007. Als Schriftführer war Hans-Helmut Wiskirchen von Anfang an dabei. Er protokollierte nicht nur bei den Sitzungen des Vorstands, schrieb die Texte des Theaterheftes, sondern verfasste auch eine handgeschriebene vierbändige Chronik des Vereins, die bis zur Auflösung des Vereins in Folge der negativen Schlagzeilen um den Geschäftsführer reicht. Diese Chronik überreicht er nun dem Stadtarchiv Euskirchen zur Vervollständigung der Sammlungen des Archivs über das kulturelle Leben in Euskirchen.

Aus einer Privatinitiative ging der Verein hervor, dessen Gründung genau zu datieren ist auf den 25. Februar 1969. An diesem Tag fanden sich acht Herren und eine Dame zusammen, um ehrenamtlich die Absicherung des Rings der Kulturfreunde zu einem eingetragenen gemeinnützigen Verein zu organisieren, Spielpläne aufzustellen sowie Verträge mit Agenturen und Künstlern zu schließen. Es gelang dem Ring der Kulturfreunde lange Jahre nationale und internationale Stars auf die Bühne des Stadttheaters in Euskirchen zu locken. Neu in der damaligen Zeit war die Herausgabe eines „Theaterheftes“, das in einer Auflagenhöhe von 3.000 Exemplaren erschien und scherzhaft oft „Bestseller von Euskirchen“ genannt wurde. In ihm war nicht nur die Ankündigung des Programms zu lesen, sondern auch der Stellenwert der Stücke beschrieben, und eine Rückschau ermöglichte ein Nacherleben der Glanzpunkte des Theaterlebens in Euskirchen.

Kultur lebt von der Resonanz der interessierten Besucher. So unternahm der Ring der Kulturfreunde stets vieles, um durch die Auswahl der Aufführungen ein breites Publikum anzusprechen. Das Abonnement-Programm war gegliedert in den Ring A, in dem überwiegend die leichte Sparte des Theaters zu sehen war, im Ring B wurden klassische Werke sowie Werke der Weltliteratur angeboten und im Ring C war das musikalische Angebot gebündelt. Zusätzlich gab es im Ring D Sonderveranstaltungen aller Art. Es gab auf Antrag beim Sozialamt verbilligte Karten für finanzschwache Bürger und vor allem für Rentner. Für Schüler und Studenten wurden Preisermäßigungen eingeräumt. Gerade die Zusammenarbeit mit den gymnasialen Oberstufen im gesamten Kreis Euskirchen war hervorragend. Der kostenlose Theaterbus holte in den 1970er Jahren die Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien ab. Zehn Buslinien waren eingerichtet, die die Abonnenten nutzen konnten. Die weiteste reichte bis Jünkerath.

Inklusion wurde gelebt, bevor das Wort seine heutige Bedeutung und seinen Stellenwert hatte: Für Hörgeschädigte wurde im Stadttheater eine Anlage installiert. Kulturinteressierte Eltern konnten einen vom Verein organsierten Babysitterdienst in Anspruch nehmen.

Die Theaterbesucher, die ein Abonnement nutzten, kamen nicht nur aus dem Kreis Euskirchen, der Interessentenkreis reichte bis Köln, Bonn, Düren und Aachen. Bei den Sonderveranstaltungen reichte der Einzugsbereich noch erheblich weiter.

Hans-Helmut Wiskirchen hat den Wunsch, dass seine Chronik im Stadtarchiv sicher aufbewahrt wird, wissenschaftlich aufarbeiten und veröffentlichen möchte er die Geschichte des Rings der Kulturfreunde gerne selbst.

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Risiko-Ampeln liefern wertvolle Informationen für Schweine- und Geflügelhalter

Region/Mayen-Koblenz, 23.02.2021 – Die afrikanische Schweinepest und die Geflügelpest sind weiter auf dem Vormarsch. Damit ist auch die Gefahr eines Eintrags in Nutztierhaltungen der Region sehr hoch. Um das Risiko des eigenen Betriebes besser einzuschätzen und verbessern zu können, empfiehlt das Veterinäramt des Landkreises Mayen-Koblenz die Nutzung sogenannter Risiko-Ampeln, die dabei helfen, die Biosicherheit bei den Betrieben weiter zu verbessern und bittet gleichzeitig um Vorsorge und aufmerksames Beobachten der Bestände.

Die Risikoampeln der Uni Vechta stehen Landwirten ab sofort zur Verfügung. Die Online-Tools bieten eine kostenfreie Möglichkeit, die individuelle betriebliche Biosicherheit zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest und der Geflügelpest freiwillig und anonym bewerten zu lassen. „Dadurch können Betriebe noch bessere Vorsorgemaßnahmen zum Schutz des eigenen Schweine- und Geflügelbestandes treffen, um so das Seucheneintragsrisiko weiter zu senken und für den Ernstfall besser gerüstet zu sein“, sagt Thomas Brunnhübner, Referatsleiter des Kreisveterinäramtes.

Die Risikoampeln beinhalten je rund 100 Fragen, die den Bereichen Sicherung des Betriebs, Sicherung des Stalls und den Arbeitsabläufen zugeordnet sind. Über ein Multiple-Choice-System beantworten die Landwirte die Fragen, wobei das Tool in einem zweistufigen Verfahren automatisch bewertet, wie stark jeder Aspekt das Risiko eines Krankheits-Eintrags verringert oder erhöht. Ein nach Ampelfarben visualisiertes Ergebnis, gibt daraufhin Auskunft über die erreichte Risikoklasse. Nach der Auswertung werden in einer Optimierungsanalyse alle identifizierten Risikofaktoren ihrer Bedeutung gemäß aufgelistet und konkrete Hinweise zur Umsetzung im Betrieb gegeben. „Mit diesem Ampelsystem kann jeder Tierhalter selbstständig regelmäßig überprüfen, ob das eigene Biosicherheitskonzept den Betrieb noch optimal schützt und notwendige Verbesserungen vornehmen. Damit sind die Risikoampeln für Tierhalter ein wertvolles Tool für die Selbstkontrolle in puncto Hygiene und Biosicherheit“, sagt Brunnhübner.

Die Risikoampeln können im Internet unter dem Link www.risikoampel.uni-vechta.de aufgerufen werden. Die Benutzung ist anonym und gebührenfrei.

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Mühlensee als „Grünes Becken“?

Mechernich-Kommern, 23.02.2021  – Muss der Mühlensee nahezu trockengelegt werden? Der Erftverband ist jedenfalls sicher, dass das die beste Lösung für einen effektiven Hochwasserschutz in Kommern und auch für Obergartzem darstellt. Ergebnisse der dazugehörigen Voruntersuchung erläuterte Dr. Christian Gattke, Experte beim Erftverband für Hochwassermanagement, im Planungsausschuss: „Damit hätten wir für den Hochwasserschutz die optimale Variante erreicht. Letztendlich die einzig funktionierende Variante.“

Nur mit einer solchen Umgestaltung des Mühlensees zu einem „Grünen Becken“ stehe der maximale und so wichtige Stauraum von 52.000 Kubikmeter im Falle eines erneuten Jahrhundert-Hochwassers zur Verfügung. Bei allen anderen vorgeschlagenen Varianten – von diversen Umgestaltungen des Überlaufturmes bis hin zur teilweisen Absenkung des Naherholungssees – bestünde weiter die Gefahr des unkontrollierten Überschwappens des Gewässers im Falle eines außergewöhnlichen Regenereignisses. Ziel müsse sein, Mehr-Wasser reguliert und deutlich verzögert abgeben zu können.

Laut Erftverband könnte das abgelassene See-Bett zu einer ökologisch wertvollen und hochwertigen Fläche umgewandelt werden, bisher diente es eher als Sediments-Ablagerungsbecken im Dauerstau.

Multifunktionale Wasserlandschaft

„Natürlich müsste der Stauraum komplett umgestaltet werden“, fordert auch Gattke. Er favorisiert eine Renaturierung und bringt Beispiele ein, wie sogenannte „Stormwater Parks“ (Regenparks) als multifunktionale Wasserlandschaften, deren Auen mit Stegen durchzogen sind, oder auch „Bachauen-Erlebnisparks“. Trotz deutlich reduzierter Seenlandschaft hätten sie einen „hohen Freizeitwert“ und sollten so gestaltet sein, dass sie auch – wenn auch in seltenen Fällen – als Hochwasserrückhaltebecken volllaufen dürften.

Komplett trockenlegen und damit gänzlich auf Wasser verzichten würde man also auch bei dieser Variante nicht. Denn ein wesentlicher Bestandteil des Grünen Beckens wäre ein Ersatzstillgewässer im Nebenschluss des Bleibachs. „Komplett auf das Stillgewässer zu verzichten wäre eine massive Änderung des Landschaftsbildes und Freizeitwertes“, so Gattke. Auch der Bleibach fließe normal weiter in seinem angestammten Bachbett.

Weitere Varianten

In seinem Gutachten prüft der Erftverband weitere Varianten. Zu den interaktiven Szenarien-Berechnungen und möglichen Alternativen gehört auch der Umbau des Entnahmeturms im nördlichen Teil des Sees, der dort seit Mitte der 1980-er Jahre für Entschlackung des Bleibach-gespeisten Gewässers sorgt. Simuliert wurde beispielswiese der Einsatz breiterer Scharten, von zwei hin zu vier Meter Breite. Zunächst ungeachtet dessen, ob er statisch überhaupt dazu geeignet sei. Auch hydraulische Heber, der gezielt ab einem bestimmten Füllmenge Wasser abgibt, kamen virtuell zum Einsatz. Geprüft wurde auch „die mit Abstand teuerste Lösung“, der Einbau eines neuen Kombibauwerks in den Damm, durch das mit steigendem Pegel gezielt Wasser abgegeben werden könnte.

Keine der Varianten sei eine wirkliche Option, so Gattke, der warnte: „Das heißt konkret, dass im Falle eines Hochwassers schon beim Anrollen der Welle der See zu schnell bis zur Oberkante des Entnahmeturmes volllaufen wird und dann ein Teil der Hochwasserwelle ungebremst über die Schwelle drüber wegläuft.“ Auch Flächen zwischen Mühlenpark, Roggendorf, Strempt und Wallenthaler Höhe, wie zum Beispiel in Nähe des Mechernicher Krematoriums, sind seiner Ansicht nach, wegen der vorhandenen Naturschutzgebieten keine tragfähige und vor allem keine in den kommenden 20 Jahren realisierbare Lösung. Auch ein Absenken des Wasserspiegels im See um einen Meter, wie schon jetzt provisorisch vorgenommen, würde zwar rund 23.500 Kubikmeter Volumen für den Hochwasserschutz freimachen und die Auswirkungen eines „HQ100“ sicherlich abmildern, verhindern aber nicht.

Digitales Geländemodell

Das Gesamtvolumen des Gewässers bis zur Überlaufkante weiß man mittlerweile deshalb so genau, da der Mühlensee 2016 mit einem sogenannten ADCP-Boot und Ultraschallwellen zentimetergenau vermessen wurde. Aus den Messungen und der Uferlinie wurde ein digitales Geländemodell des 260 mal 105 Meter großen Sees erstellt.

Entschieden wurde in der Sitzung allerdings noch nicht. Politik und Verwaltung wollen die Bevölkerung vor einer Entscheidung mit ins Boot nehmen und eine Bürgerversammlung einberufen. Auch weitere Varianten sollen in der Zwischenzeit geprüft werden. Die Hoffnung liegt darauf, vielleicht auch einen geeigneten Mittelweg zu finden zwischen Naherholung und Hochwasserschutz.

Anfang der 1970er Jahre war der Mühlenpark eine der touristischen Attraktionen der Landesgartenschau, die im Mühlenpark 1972 stattfand. Seitdem ist er zu einem beliebten Naherholungsziel für die Bevölkerung geworden, nicht zuletzt durch attraktive Nutzungen wie zum Beispiel Spielmöglichkeiten für die Kleinsten im Park.

Andererseits gehen etlichen Kommerner Bürgern die Bilder des Hochwassers 2016 nicht aus dem Kopf, bei dem viele Straßen und Häuser im Ort binnen kurzer Zeit überflutet wurden. Bewohner, Haus- und Hofbesitzer fürchteten danach um ihre Existenz. Laut Hochwasserrisikokarte der Bezirksregierung Köln leben rund 240 Menschen in den hochwassergefährdeten Bereichen in Kommern und Obergartzem.

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Top-Events

Digitale Ausbildungswoche in Schleiden: 40 digitale Treffen mit Azubis und Betrieben

Schleiden, 23.02.2021 – Die Stadt Schleiden stellt gemeinsam mit ansässigen Unternehmen eine digitale Ausbildungswoche für die Schülerinnen und Schüler, sowie alle Ausbildungsinteressierte, zusammen. Vom ersten bis vierten März finden täglich um 16 Uhr und um 17 Uhr digitale Treffen mit Auszubildenden der beteiligten Unternehmen statt.

In ungezwungener Atmosphäre findet der Austausch online zum Ausbildungsberuf, zu den Besonderheiten im Betrieb, zu den schulischen Herausforderungen sowie den Zukunftschancen statt und etwaige Fragen der Interessierten werden beantwortet. Natürlich gibt es auch Hinweise zu den Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz. Die Anmeldung für alle Schüler*innen und Interessierte ist denkbar einfach gestaltet: Auf der Website der Stadt Schleiden ist unter dem Menüpunkt Wirtschaft eine Rubrik Ausbildungswoche eingestellt, die ein übersichtliches Anmeldeformular mit den Meeting-Angeboten bereithält. Hier reicht es Haken je nach Interesse zu setzen und in Kürze ist die Anmeldung zum Azubi-Check erledigt.

Mit mehr als 40 dieser digitalen Treffen erwartet die Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches Gesprächs- und Informationsangebot zu Berufen im sozialen, kaufmännischen, IT- und technischen sowie handwerklichen Bereich der ansässigen Wirtschaft.

Mit dabei sind: Autohaus Herten Eifel, Caritasverband Eifel, Dachdeckermeister M. Dreßen, Elektro Berners, EvA Gemünd, Geschw. Balter Bauunternehmung, Haustechnik Berners, H.O. Medienagentur & Werbetechnik, Kreissparkasse Euskirchen, Liebfrauenhof Schleiden, Metzgerei & Partyservice Steffen, Müller & Sohn, Pro Pet Koller, Schoeller Werk, Stadt Schleiden, Stocko Contact, Vivant Pflegedienst

Unterstützt wird die Initiative, welche gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe in den Fokus der Berufswahlentscheidung rückt, von allen Schulen im Schleidener Tal. Die Problematik des Nachwuchsmangels trifft gerade den ländlichen Raum und trotz der veränderten Werteparadigmen bleibt beispielsweise für das Handwerk, welches ein Eckpfeiler der heimischen Wirtschaft und damit des Lebensraumes ist, die Herausforderung junge Menschen für eine berufliche Zukunft zu gewinnen. Zudem haben viele dieser Betriebe nicht die organisatorische Voraussetzung zum Besuch von großen Ausbildungsmessen und finden mit dieser regionalen Initiative der Stadt Schleiden ein zielgerichtetes, unterstützendes Angebot vor Ort.

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RLP Innenminister Lewentz: Taser künftig in jedem Streifenwagen

Region/Mainz, 23.02.2021 – Mit der derzeit laufenden dritten Auslieferung von Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) wird nun sichergestellt, dass jeder Einsatz-Funkstreifenwagen mit einem Taser ausgestattet werden kann. „Dieses neue Einsatzmittel hat sich bewährt und zeigt meist schon durch den angedrohten Einsatz die erhoffte Wirkung, um gefährliche Situation zu deeskalieren“, betonte Innenminister Roger Lewentz. Damit seien Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte verhindert und ein unmittelbarer präventiver Effekt erreicht worden. Rund 400 Geräte des Typs Taser „X2“ wurden insgesamt beschafft.

Mehr als 2250 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erhielten im Rahmen der Aus- und Fortbildung bislang die Berechtigung, ein DEIG zu führen. Nach dem jetzt anstehenden nächsten Fortbildungszyklus sind dann in jeder Inspektion und Wache in Rheinland-Pfalz entsprechend fortgebildete Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

Das DEIG ist seit November 2018 als Einsatzmittel für den Streifendienst der Polizei Rheinland-Pfalz nach einem einjährigen Pilotprojekt freigegeben. Eine Evaluation fand bereits im Zeitraum von 1. Dezember 2018 bis 30. November 2019 statt. Die Ergebnisse waren durchweg positiv. So kam das DEIG im Evaluationszeitraum in 139 Fällen zur Anwendung. In drei von vier dieser Fälle genügte die alleinige Androhung des DEIG zur Lagebereinigung, so dass ein tatsächlicher Einsatz des DEIG nicht erfolgen musste. Dieser Trend setzte sich auch 2020 fort. Ausweislich der Meldungen der Polizeipräsidien kam das DEIG im ersten Halbjahr 2020 in 187 Fällen zum Einsatz. Auch hier konnte die Situation in überwiegenden Fällen durch eine Androhung gelöst werden.

Zukünftig sollen auch die Streifenwagen der acht Polizeiautobahnstationen nach der entsprechenden Schulung der Polizeibeamtinnen und -beamten mit dem Taser ausgestattet werden. Außerdem ist noch in diesem Jahr die Ausstattung der Kriminalpolizei mit dem Taser geplant. Hierzu wird zunächst ein dreimonatiges Pilotprojekt bei der Kriminaldirektion in Mainz im April gestartet. Bei einem positiven Verlauf der Erprobung im Kriminaldauerdienst und dem Fahndungskommissariat K 6 könnte der Taser landesweit auch durch geschulte Beamte der Kriminalpolizei genutzt werden. „Mit dem Einsatz des DEIG bei der Kriminalpolizei wäre die Polizei Rheinland-Pfalz bundesweit erneut in einer Vorreiterrolle“, so der Minister.

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Halbfasten-Krammarkt und Start in den Frühling in Mayen finden nicht statt

Mayen, 23.02.2021 – Corona ist leider auch im März 2021 noch ein Thema: So muss der Halbfastenkrammarkt und der verkaufsoffene Sonntag ‚Start in den Frühling‘ aufgrund der aktuell geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung abgesagt werden.

Zum ersten Krammarkt des Mayener Marktjahres, pilgern sonst für gewöhnlich zahlreiche Krammarktfans in die Innenstadt, deren Straßen voller Stände sind. Doch dieses Bummeln zwischen den Ständen – zusammen mit vielen anderen Besuchern, dicht beieinander – kann nicht mit den gelten Hygienekonzepten in Einklang gebracht werden.

„Wir bedauern, dass wir nun seit rund einem Jahr viele der beliebten Veranstaltungshighlights absagen mussten, aber der beliebte Halbfastenkrammarkt sowie der verkaufsoffene Sonntag ‘Start in den Frühling‘ lässt sich nicht mit den geltenden Bestimmungen vereinen. Die Gesundheit geht vor“, so Oberbürgermeister Meid. „Wir hoffen, dass der Lockdown dann jetzt aber bald gelockert wird und wieder Veranstaltungen möglich werden“, so der Stadtchef weiter.

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Rücksicht nehmen auf Molche, Frösche und Co.: Krötenwanderung im Broichbachtal

Alsdorf, 23.02.2021 – Die langsam einsetzende, milde Witterung führt dazu, dass im Broichbachtal die ersten Molche, Frösche und Kröten auf Wanderung gehen, um ihre Laichgewässer zu erreichen.

Damit die geschützten Tiere im wahrsten Sinne des Wortes nicht unter die Räder kommen, bittet  die Stadt Alsdorf in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion um Rücksichtnahme auf allen Wegen, vor allem auf solchen, die mit dem Rad oder auch Auto befahren werden können.

Wie in den vergangenen Jahren auch, wird es im Broichbachtal an einzelnen Stellen zu vorübergehenden Wegesperrungen kommen, so z.B. im Bereich der Ottenfelder Allee.

Etwa im Juni beginnt dann für die erwachsenen, aber vor allem auch die oftmals nur etwa 1 cm kleine Erdkröten und Frösche der Rückweg in die Sommerquartiere.

Zur Beantwortung von Fragen steht Dr. Timo Sachsen vom Planungs- und Umweltamt der Stadt Alsdorf gern als Ansprechpartner zur Verfügung. Erreichbar ist er per Email an timo.sachsen@alsdorf.de oder telefonisch unter 02404-50300.