Die „Tanzende Reihe“ der KG Blau Weiss Neuenahrer Schinnebröder hat die Senioren in den drei Karnevalswochen als Einkaufshelfer unterstützt. IM REWE in Bad Neuenahr packten sie die Einkaufsbestellungen und lieferten sie am nächsten Tag aus. An die Kunden vor Ort verteilten sie Ihr Vereinsmagazin mit Ansteckordnen und standen für Fotos bereit. Foto: evm
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Koblenz, 24.02.2021 – Große Freude bei der „Tanzende Reihe“ der KG Blau Weiss Neuenahrer Schinnebröder und der KG Rot Weiss Adenau. Sie gehören zu den Gewinnern der evm-Palettenparty. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hatte in diesem Jahr an Stelle von Paletten mit Wurfmaterial elf Mal 555 Euro verlost. Über diese Geldspende freuen sich die insgesamt elf Gewinnergruppen der evm-Palettenparty.
Die evm unterstützt zum fünften Mal mit der Aktion Karnevalsvereine und -gruppen aus der Region. „Obwohl die Session 2021 nicht wie gewohnt stattfinden konnte, haben sich viele Vereine kreative Alternativen überlegt, wie sie den Karneval trotzdem feiern können. Wir waren wirklich sehr beeindruckt vom großen Ideenreichtum. Dieses Engagement möchten wir unterstützen“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm. Um zu gewinnen, mussten die Gewinnspielteilnehmer ein Foto mit kurzer Beschreibung ihrer Idee einreichen, wie sie in diesem Jahr den Karneval zu den Menschen bringen. Unter allen Einsendungen hat eine evm-Jury die besten elf Ideen und zusätzliche drei Sonderpreise ausgewählt.
Insgesamt hatten 100 Gruppen an dem Gewinnspiel teilgenommen und ihre Aktion eingesendet. „Wir sind ein regionales Unternehmen und engagieren uns für die Menschen in der Region. Daher spielt auch der Karneval eine wichtige Rolle für uns, und wir freuen uns, dass wir mit der Palettenparty die hiesigen Karnevalsvereine unterstützen können“, erklärt Marcelo Peerenboom. An der Verlosung durfte jeder teilnehmen, der sich eine karnevalistische Aktion in der Region umgesetzt hat.
Thomas Helmling hängt das erste Häuschen in luftiger Höhe an einer Kastanie der Allee auf. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Wachendorf, 24.02.2021 – Die Klickzahlen werden bestimmt rasant steigen. Denn bald soll auf der Internetseite des Wachendorfer Bürgervereins das „Meisen-TV“ an den Start gehen. Der Stream sendet live aus einem frisch befestigten Vogelhäuschen in der Kastanienallee. Als Basis braucht es WLAN und ein Nachtsichtgerät, wie die Verantwortlichen des Projektes berichten.
Thomas Helmling mit dem Kamera-Vogelhäuschen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Insgesamt wurden 25 Nisthilfen an den Kastanien der Allee installiert. Die Naturschutzaktion vor der Haustür wird unterstützt durch das LEADER-Projekt „Na-Tür-lich Dorf“ der Biologischen Station im Kreis Euskirchen, das zum Ziel hat, Aktivitäten für mehr Naturschutz und Artenvielfalt in den Dörfern zu wecken. Die Projektträger sind die Biologischen Stationen in den Kreisen Düren, Euskirchen, Rhein-Erft und der StädteRegion Aachen.
Kinder bauten
Für das nachhaltige Projekt in Wachendorf haben Kinder aus dem Dorf das neue Zuhause für die gefiederten Freunde in ihren Wohnzimmern und Familien zusammengebaut. Mit Namen wie „Hotel zur goldenen Meise“ oder „Villa Kunterbunt“ tauften sie ihr Prunkstück. Jennifer Thelen von der Biologischen Station freut sich über das Engagement für das Wohl der heimischen Vogelwelt: „Damit sind nun rechtzeitig zum Beginn der anstehenden Brutzeit weitere Nisthilfen für Meisen, Hausrotschwanz und Co. verfügbar.“
Für das Projekt fanden viele Mitstreiter und Unterstützer zusammen, darunter die Wachendorferin Mirjam Schmitz, die die Initialzündung gab, der Ortsbürgermeister Jan-Christof Jansen und der Ortskartellvorsitzende und Schreinermeister Bernd Abel, die beide den Ball gerne aufnahmen, sowie Thomas Helmling, ein Anwohner der Kastanienallee, der vorrangig technisches Knowhow und die Hardware für den Live-Stream lieferte. Alle Mitstreiter arbeiteten Hand in Hand. „Das Glück ist, dass es in unserem Dorf so ein Zusammenspiel ist unter den Menschen. Da sind wir schon gesegnet“, stellt Schmitz glücklich fest. Und Jansen fügt begeistert hinzu: „Das greift wie Zahnräder ineinander.“
Eigentlich sollten die Kinder an einem gemeinsamen Bastelnachmittag im Bürgerhaus kreativ werden und die Vogelhäuschen aus dem von der Biologischen Station zur Verfügung gestellten Holzbausatz basteln – doch dann kam Corona dazwischen. Für das Wachendorfer Konsortium aber kein Grund die Aktion ausfallen zu lassen, stattdessen wurden Lösungen gefunden. „Das Basteln in den eigenen vier Wänden kam in der Pandemiephase toll an“, so Jansen. Jedes Vogelhäuschen wurde mit einem eigenen Namen versehen, der eingraviert wurde. Das Fichtenholz wurde zum Abschluss noch mit einer biofreundlichen Lasur angestrichen, damit das Werk auch lange Wind und Regen trotzt.
Zwei verschiedene Bau-Varianten gibt es: den Höhlenbrüter-Kasten mit einer 2,8-Zentimeter-großen Rundöffnung, der vor allem für die kleinen Meisenarten wie die Blaumeise geeignet ist, und den vorne am Eingang eher offener gehaltenen Halbhöhlen-Kasten, der zum Beispiel von Arten wie Garten- und Hausrotschwanz gerne aufgesucht wird.
Die gesammelten Vogelhäuschen transportierte der Ortsbürgermeister dann mit seinem Einachs-Traktor mitsamt Anhänger in die Kastanienallee. Nach seinem Eintreffen wurde gleich die Leiter von Baum zu Baum gerückt, um in etwa 2-3 Meter Höhe alle Exemplare an den Kastanien zu befestigen. „Nur nicht an einen Ast, sonst kommen Marder dran“, warnt Thelen.
Kamera im Kasten
Ein Nistkasten ist mit besonderer Kamera-Technik bestückt, um das, was im Innern alles beobachtenswertes und schönes passiert, via Internet-Livestream zugänglich zu machen. Jedoch mussten zuerst technische Hürden überwunden werden, wie Helmling erklärt: „Das Problem bei dem Nistkasten ist einfach das Lichtverhältnis. Wir haben dort nur geringen Lichteinfall.“
Die erste Kamera sei deshalb schnell ad acta gelegt worden. „Wir haben nachgerüstet. Mit einem Nachtsichtgerät“, verrät Helmling schmunzelnd und auch ein kleines bisschen stolz auf die ausgefeilte Technik, die zum Einsatz kommt. Weil die Nistkästen zudem sehr kompakt, nahezu winzig sind baute der Wachendorfer noch eine Spezialkonstruktion – sozusagen ein zweites kleines Mini-Dach auf das Vogelheim – um mehr Platz zu schaffen.
Naturschutz ist in diesem Mechernicher Dorf keine Eintagsfliege. Im vergangenen Jahr unterstützten die Dorfbewohner bereits die heimische Vogelwelt durch die Montage von Nisthilfen für Käuzchen sowie Rauch- und Mehlschwalben. Letztere gelten laut Schmitz als Glücksbringer auf den Wachendorfer Höfen.
Thelen weiß, dass es für gefiederte Tiere grundsätzlich immer schwieriger wird, optimale Nistbedingungen zu finden: „Bei den Gartenvögeln ist es deutschlandweit so, dass wir einen Rückgang bei 50 Prozent der Arten haben. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir die Strukturen nicht mehr haben. Wie zum Beispiel strukturreiche Gärten, die auch im Winter Samen und kleine Insekten bieten.“
Bürgermeister Sacha Reichelt (v.l.), Barbara Brieden von der Stabstelle Demografie und der Erste Beigeordnete Alfred Jaax stellen den neuen Seniorenführer vor. Foto: Kreisstadt Euskirchen
Euskirchen, 24.02.2021 – Welche Möglichkeiten gibt es für ältere Menschen in Euskirchen, ihre Freizeit aktiv zu gestalten? Wo können sich Seniorinnen und Senioren engagieren? Welche Unterstützungsangebote gibt es bei finanziellen Notlagen oder Pflegebedürftigkeit? Diese und viele andere Fragen rund ums „älter werden“ beantwortet der „Wegweiser für Senioren“, den das Seniorenbüro der Kreisstadt Euskirchen jetzt in der 5. aktualisierten Neuauflage herausgegeben hat. Neu aufgenommen wurde die Rubrik „digitale Angebote“, da die fortschreitende Digitalisierung gerade auch für ältere Menschen viele Chancen bietet.
Die 68-seitige Broschüre enthält Tipps und Adressen zu Freizeit-, Beratungs- und Hilfsangeboten und zeigt anschaulich, wie umfangreich die Angebote in der Kreisstadt Euskirchen sind, um das Alter lebenswert und aktiv zu gestalten.
Der Wegweiser ist nach Wiedereröffnung für den Publikumsverkehr kostenlos an der Info im Rathaus Kölner Straße 75 und im Alten Rathaus, Baumstraße 2, erhältlich und liegt dann auch in zahlreichen weiteren öffentlichen Einrichtungen aus. Informationen gibt das Seniorenbüro, Tel.: 02251/14-222, E-Mail: senioren@euskirchen.de. Dort können Sie auch gerne nach telefonischer Absprache eine größere Anzahl an Exemplaren abholen. Der Seniorenwegweiser ist auch in digitaler Form auf der Homepage der Kreisstadt Euskirchen unter www.euskirchen.de/senioren zu finden.
„Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, weiterhin sehr vorsichtig zu sein. Wir riskieren alle Fortschritte und auch die erreichten Öffnungen, wenn die Infektionszahlen wieder ansteigen. AHA bleibt trotz Schnelltests wichtig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: Ministerium/Staatskanzlei
Region/Mainz, 24.02.2021 – Der Ministerrat hat gestern am 23.02.2021 Eckpunkte für die Fortgeltung der Corona-Bekämpfungsverordnung ab dem 1. März beschlossen. Darin werden die Vereinbarungen der vergangenen Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin umgesetzt und Angleichungen an die Regelungen anderer Länder vorgenommen.
„Wir haben in Rheinland-Pfalz beim Infektionsgeschehen große Fortschritte gemacht. Mein Dank dafür gilt allen Bürgern und Bürgerinnen, die dies durch ihr diszipliniertes Verhalten möglich gemacht haben. Die getroffenen Schutzmaßnahmen sind erfolgreich gewesen, aber ihre Wirkung lässt nun etwas nach, weil die Mutation stärker zum Tragen kommt. Nach dem deutlichen Rückgang der Inzidenzwerte in den vergangenen Wochen stagnieren die Zahlen nun, in einigen Bundesländern gehen sie auch wieder nach oben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Sitzung des rheinland-pfälzischen Ministerrates. „Wir sehen, dass die Ungeduld in der Bevölkerung und im Handel wächst und den starken Wunsch nach Öffnungen, dafür habe ich auch großes Verständnis. Auf der anderen Seite steigt die Unsicherheit über die Entwicklungen der Mutation und dafür treffe ich Vorsorge“, so die Ministerpräsidentin.
„Wir passen deshalb jetzt nur behutsam unsere Verordnung an und werden uns bei der Bund-Länder-Schalte über grundsätzliche weitere Schritte abstimmen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Klar sei, die epidemiologische Entwicklung werde weiterhin sorgsam und gründlich beobachtet, bevor weitere Entscheidungen getroffen würden.
Änderungsverordnung zum 1. März
Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht einen Dreiklang aus niedrigen Infektionszahlen, guter Impf- und einer hohen Testquote, um Öffnungen möglich zu machen. Die Änderungsverordnung wird bis Ende der Woche verkündet und tritt am kommenden Montag in Kraft. „Neben der Öffnung der Frisöre als Hygieneberuf kann auch generell die Fußpflege mit Abstand und Maske nach Terminvereinbarung wieder angeboten werden. Darüber hinaus nehmen wir Anpassungen an die Regelungen in unseren Nachbarbundesländern vor: Blumenläden für Schnittblumen, Topfpflanzen und Grabschmuck können öffnen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Etliche Bundesländer hätten Gärtnereien und Gartenbaubetriebe geöffnet. Dies werde mit Einschränkungen auch in Rheinland-Pfalz ermöglicht. Gärtnereien, Gartencenter und Gartenbaubedarfe könnten ab 1. März im Freien mit dem Verkauf starten. Dies gelte dann bei einer Beschränkung auf ein gartencenter-typisches Sortiment aus Gleichbehandlungsgründen auch für die Außenbereiche der Baumärkte.
Fahrschulen können ab. 1. März in Rheinland-Pfalz wieder praktischen Unterricht, wie in den umliegenden Bundesländern bereits zulässig, anbieten. Es gilt die Maskenpflicht. Aus Gleichbehandlungsgründen und wegen der besonderen Bedeutung der außerschulischen Bildung, dürfen sodann auch Musikschulen Einzelunterricht mit Maske und Abstand anbieten. Gesangsunterricht und Unterrichtin Blasinstrumenten bleiben untersagt.
„Wir erweitern im kleinen Rahmen auch unsere „Click&Collect“ Regelungen. Ab. 1. März ist dann auch ein „Termin-Shopping“ möglich. Nach vorheriger Vereinbarung können Einzeltermine vergeben werden und immer nur ein Hausstand das Geschäft betreten. Das ist zum Beispiel für Bekleidungsgeschäfte und Brautmodenläden eine Perspektive“, so die Ministerpräsidentin. Bei den Einzelterminen gelte die Maskenpflicht und die Pflicht zur Kontakterfassung. Würden mehrere Einzeltermine in Folge für einen Tag vergeben, so sei ein Zeitraum von mindestens fünfzehn Minuten zwischen Ende und Anfang der jeweiligen Termine freizuhalten, um Hygienemaßnahmen vorzunehmen und zu lüften.
Zoologische Gärten, Tierparks, botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen dürfen wie im Saarland auch ihre Außenbereiche wieder öffnen. Hier seien Tickets im Voraus zu buchen. Es dürften maximal 25 Prozent der Kapazität eingelassen werden. „Wir werden diese Vorschläge heute dem Landtag übersenden. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wird sie dann morgen im Ausschuss zur Beratung vorstellen. Eine abschließende Beratung ist am Freitag im Ministerrat vorgesehen. Im Anschluss erfolgt die Verkündung der Verordnung“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Impfportal für Beschäftigte in Kindergärten und in der Kindertagespflege, in Grund- und Förderschulen ab Samstag 27.02.2021 geöffnet
Zur Diskussion um den Impfstoff AstraZeneca sagte die Ministerpräsidentin: „Ich bin froh, dass in Rheinland-Pfalz kein Impfstoff liegen bleibt. Der Impfstoff AstraZeneca wurde von der sehr strengen Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Das heißt, er wurde erprobt, geprüft und für sehr wirksam befunden. Anders als der Biontech-Impfstoff soll er aber nicht an Menschen über 65 Jahren verimpft werden. Der zusätzliche Impfstoff hilft uns, immer schneller voranzukommen. Wir öffnen am Samstag die Anmeldung für einzelne Berufsgruppen aus der Prioritätsgruppe zwei. Keine Ampulle sollte liegen bleiben, wenn wir raus aus dem Lockdown wollen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
„Wir haben die Grundschulen im Wechselunterricht geöffnet und unsere Kitas im Regelbetrieb bei dringendem Bedarf verzeichnen einen Anstieg der Betreuungszahl, deswegen werden wir ab Samstag, den 27. Februar das Impfportal des Landes zur Neuregistrierung für sie öffnen. Die Terminregistrierung erfolgt zunächst ausschließlich online. Der Termin wird per Email verbindlich mitgeteilt. Bereits ab dem 1. März erfolgen dann die Impfungen in den Impfzentren in einer Größenordnung von etwa 20.000 Impfungen pro Woche“, kündigte die Ministerpräsidentin an.
Neu priorisiert sind
40.000 Erzieher und Erzieherinnen sowie Kindertagesväter und -mütter sowie weitere Beschäftigte in der Kindertagespflege und den Kindertagesstätten,
6.000 Förderschullehrer und Förderschullehrerinnen,
12.000 Grundschullehrer und -lehrerinnen sowie weitere Beschäftigte an den Grundschulen.
Hinzu kommen unter anderen noch folgende Berufsgruppen; das zuständige Ministerium wird eine detaillierte Liste dazu vorlegen:
Personen, die in medizinischen Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko tätig sind (oder eine eigene medizinische Einrichtung sind); Hebammen, Personal in therapeutischen Praxen, Personal bei körpernahen medizinischen Dienstleistern z.B. Podologen, Personal in Rehakliniken, Personal in geriatrischen Kliniken, Mitarbeitende von Hausnotrufanbietern etc.
Personal im öffentlichen Gesundheitsdienst, Personal in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur. Dazu zählen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krematorien und Personen, die nach Sozialgesetzbuch „Angebote zur Unterstützung im Alltag“ leisten.
Auch folgende Berufsgruppen zählen dazu; diese erhalten aber ein gesondertes Angebot über die jeweilige Einrichtung und müssen sich nicht registrieren:
Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Mitarbeitende der Polizei und des Justizvollzugs.
Fast alle Zweitimpfungen in Altenheimen diese Woche erreicht
Insgesamt stehe Rheinland-Pfalz beim Impfen im Ländervergleich weiterhin sehr gut da: „Stand gestern, dem 22. Februar, wurden in Rheinland-Pfalz 312.869 Impfungen verabreicht, davon 180.953 Erstimpfungen und 131.916 Zweitimpfungen“, so Malu Dreyer. Besonders erfreulich sei es, dass noch in dieser Woche alle Zweitimpfungen durch die mobilen Impfteams in den Altenpflegeeinrichtungen abgeschlossen würden. Daran anschließend starte der zweite Durchgang von Erstimpfungen für die Bewohner und Mitarbeiter in den Heimen die in der ersten Runde noch nicht impfbereit oder impffähig waren. „Das ist ein riesiger Erfolg beim Schutz der besonders vulnerablen Gruppen“, so die Ministerpräsidentin.
Erstimpfungen von Bewohnern und Mitarbeitern von Betreuten Wohngruppen in Trägerverantwortung sowie von Tagespflegeeinrichtungen starten ab dem 1. März. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betreuten Wohngruppen (Pflege-Wohngemeinschaften) sowie den Tagespflegeeinrichtungen erhielten bis spätesten Ende April ein Impfangebot.
„Impfen bleibt der Schlüssel zum Ende der Pandemie. Corona verlangt uns immer noch viel zu viel ab. Unsere Fortschritte können sich sehen lassen. Es liegt an uns, dass wir diese nicht verspielen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch weiterhin an einem Strang ziehen, um dieses Virus zu besiegen und endlich wieder in ein normales Leben zurückzufinden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Freuen sich über die Kooperation des GK-Mittelrhein und „Wir für Gesundheit“ (von links): Silvio Rahr, Paul Stein, Melanie Zöller, Dagmar Wagner und Prof. Dr. Bernd Markus. Foto: GK-Mittelrhein
Region/Koblenz/Mayen, 23.02.2021 – Der Maximalversorger gehört ab sofort dem deutschlandweiten Qualitätsnetzwerk an. Die fünf Krankenhäuser des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein in Koblenz, Mayen, Boppard und Nastätten sind neue Partnerkliniken des wachsenden, trägerübergreifenden Qualitätsnetzwerks „Wir für Gesundheit“. Das Netzwerk umfasst rund 330 ausgewählte Partnerkliniken sowie eine Vielzahl ambulanter Einrichtungen in ganz Deutschland, die überdurchschnittlich hohe Behandlungs- und Servicequalität erbringen.
„Wir freuen uns, nun mit unseren fünf Kliniken und zahlreichen Praxen und Ambulanzen Mitglied im deutschlandweiten Qualitätsnetzwerk zu sein. Dies ist dem Engagement und der Leistung unserer mehr als 4100 Mitarbeiter zu verdanken“, betont Geschäftsführerin Melanie Zöller. Der erfolgreiche Vergleich mit den externen Qualitätsdaten der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) war Basis für die Aufnahme in das Netzwerk „Wir für Gesundheit“.
„Wir für Gesundheit“ ist das größte deutsche Gesundheitsnetzwerk und hat gemeinsam mit dem Debeka Krankenversicherungsverein a. G. speziell für Arbeitgeber die PlusCard entwickelt. Damit ermöglichen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Privatpatienten-Komfort in allen Partnerkliniken des Netzwerks sowie weitere Services.
„Zurzeit steht Gesundheit mehr denn je im Fokus. Da ist die PlusCard als betriebliche Krankenzusatzversicherung eine ganz besondere fürsorgliche Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass nun das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Koblenz Partnerklinik von Wir für Gesundheit ist, freut mich sehr, zumal sich eine seiner Kliniken in unmittelbarer Nachbarschaft unserer Hauptverwaltung befindet“, sagt Paul Stein, Vertriebsvorstand der Debeka.
„Wir freuen uns, dass unser Qualitätsnetzwerk entlang des Rheins wächst. Mit dem Beitritt des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein können nun auch Arbeitgeber aus Koblenz, Mayen, Boppard, Nastätten und der ganzen Region ihren Belegschaften die Vorteile der PlusCard ermöglichen“, so Silvio Rahr, Geschäftsführer von „Wir für Gesundheit“.
Kamen im Rathaus zusammen, von links: Michael Firmenich, Präsident des LC Bonn-Rhenobacum, Bürgermeister Holger Jung und Hubertus Frieling, Sekretär des LC Bonn-Rhenobacum. Foto: Stadt Meckenheim
Meckenheim, 23.02.2021 – Bürgermeister Holger Jung hat den neuen Präsidenten des Lions-Clubs (LC) Bonn-Rhenobacum Michael Firmenich zu einem Kennenlerngespräch begrüßt. Im Rathaus tauschten sich die beiden intensiv aus. In Begleitung des LC-Sekretärs Hubertus Frieling berichtete Firmenich, Augenoptikermeister aus Rheinbach, über seine Person und ging näher auf die Arbeit der Lions ein.
Der LC Bonn-Rhenobacum wurde 1981 gegründet. Er setzt sich aus 36 Bürgerinnen und Bürgern, überwiegend aus Meckenheim, Rheinbach und Bonn, zusammen und zielt getreu seines Mottos „Wir dienen“ auf das Gemeinwohl ab. Durch eine jährliche Umlage, Spenden und Sponsoring, vor allem aber durch Wohltätigkeitsveranstaltungen generieren die Lions finanzielle Mittel, mit denen sie unterstützungsbedürftigen Menschen helfen. Die Liste des Engagements ist lang und umfasst mehr als 50 Organisationen und Institutionen.
Holger Jung hob die Leistung des LC Bonn-Rhenobacum hervor, dankte den Lions für deren Engagement und freut sich auf eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Club und seinem neuen Präsidenten Michael Firmenich.
Bisher erfolgte die optische Glasprüfung über einen Werksmitarbeiter. Foto: Helmut Meeth GmbH & Co. KG
Wittlich, 23.02.2021 – Kooperation zwischen Helmut Meeth GmbH & Co. KG und dem Kompetenzzentrum Kaiserslautern. Noch erfolgt die Prüfung von Fensterglas mit den Auge und wird im optischen Verfahren durchgeführt. Doch das soll sich jetzt ändern: mit Hilfe der Unterstützung vom Mittelstand Kompetenzzentrum Kaiserslautern soll eine künstliche Intelligenz als Innovationstreiber entwickelt werden, welche die Glasprüfung übernimmt.
Bisher erfolgt diese Kontrolle über einen Werksmitarbeiter, der die Scheibe auf den Prüfstand und in Augenschein nimmt. Er entscheidet, ob die Scheibe in Ordnung ist und zur weiteren Verarbeitung genutzt wird oder nicht. Mittels dieser Untersuchung können viele Fehler unerkannt bleiben.
Geeignete Technologien wurden von den KI-Trainern des Kompetenzzentrums vorgestellt und in enger Zusammenarbeit mit Helmut Meeth GmbH & Co. KG auf die praktische Anwendung geprüft. Diese werden nun unter Laborbedingungen in einer veranlassten Studie unter der Leitung unseres Partners PSI Technologies recherchiert. Die Anforderungen an das neue Verfahren wurden vorab festgehalten und auf deren Basis ein Lastenheft erstellt. Dieses Heft beinhaltet beispielsweise die Beschreibung der Glasfehler und deren Bewertung gemäß der Richtlinien des Bundesverbandes Fachglas.
Der weitere Projektverlauf
Das weitere Vorgehen des KI-Projektes besteht darin, ausgewählte Anbieter zu filtern und zu vergleichen. So soll der richtige Partner gefunden werden, der die Bedürfnisse und Anforderungen der optischen Prüfung optimal ausführen kann. Zurzeit werden mehrere aussagekräftige Fehlerscheiben gesammelt, die ein breites Spektrum der möglichen Fehlerquellen abdecken. Diese Exemplare werden als Muster an die Studie weitergeleitet.
Die künstliche Intelligenz in die Produktionskette zu integrieren garantiert die Sicherstellung und Optimierung der Qualitätsansprüche. Als zuverlässige Kontrollinstanz kann die innovative Technologie Mitarbeiter entlasten und Fehlerquellen des menschlichen Auges minimieren.
„Die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand Kompetenzzentrum hat uns sehr begeistert. Mit Hilfe der Ideenwerkstatt waren wir dazu in der Lage, ein solches Projekt ohne eigene F&E-Abteilung voranzutreiben. In effektiven Workshops entstand im Dialog mit den KI-Trainern ein Lastenheft, das als Grundstein für das weitere Projekt dient. So bleibt eine Idee nicht nur eine Idee!“ – so unser Mitarbeiter Markus Jungbluth, Leitung der IT.
Der Küchenchef Recky Reck zählt sich zu denjenigen, die die Schließungen für alternativlos halten, auch wenn sie in seinen Augen halbherzig waren. Foto: Manfred Kistermann
Nettersheim, 23.02.2021 – Der Freistaat Eifel in Nettersheim ist eines der wenigen Restaurants in der Eifel, das praktisch ausschließlich auf regionale Produkte von kleinen Erzeugern setzt. Inhaber und Küchenchef Recky Reck betont: “Wir bieten unseren Gästen eine kreative Eifeler Landküche aus Produkten, die wir allesamt von kleinen, nachhaltigen Produzenten oder vom heimischen Jäger beziehen.” Zum stetig wechselnden Angebot gehören gegrillte Forellen, Wild- oder Kaninchenschnitzel, Nettersheimer Knudeln in verschiedenen Variationen und vieles mehr. Auch für Vegetarier findet sich immer etwas.
Das Getränkeangebot erstreckt sich ebenso größtenteils auf Regionales. Eine ausreichend große Auswahl an Top-Weinen zum kleinen Preis von Ahr und Mosel wird ergänzt durch Eifeler Biere und Viez. Der Service ist unaufgeregt, aber kompetent und aufmerksam; die Atmosphäre in den kleinen Gasträumen ist dank der teilweise antiken Einrichtung gemütlich und entspannt.
Der Freistaat Eifel wurde im Sommer 2011 in einem alten Bauernhof aus Bruchstein und Fachwerk eröffnet. Foto: Recky Reck
Der Freistaat Eifel wurde im Sommer 2011 in einem alten Bauernhof aus Bruchstein und Fachwerk eröffnet und hat sich seitdem einen überregionalen Ruf erarbeitet. Das Restaurant hat sich seit langem als Anfahrtip für Tagesausflügler aus dem Umland sowie als Zwischenstopp für Wohnmobilisten und Urlaubern aus ganz Europa etabliert. Mit gerade 45 Plätzen im Innen- und 45 Plätzen im Außenbereich ist ohne Reservierung kaum ein Tisch zu bekommen.
Natürlich leidet der Freistaat Eifel wie alle inhabergeführten Gastronomien extrem unter den Auswirkungen der Pandemie. Recky Reck: “Es ist schlimm genug, dass wir seit dem Ausbruch der Pandemie entweder nur mit beschränktem Platzangebot oder sogar gar nicht arbeiten dürfen. Was uns aber den Rest gibt, ist die Tatsache, dass uns die staatlichen Hilfen wegen zu hoher Hürden teilweise, wie im Sommer, gar nicht erreicht haben, oder aber um Monate verzögert eintreffen. Die neue Überbrückungshilfe ersetzt uns lediglich 90% der laufenden Kosten, aber die meisten kleineren Gastronomien haben keine Rücklagen mehr, um die restlichen 10% abzufangen. Mieten, Steuern etc. sind zum Teil gestundet. So schieben wir inzwischen einen stetig anwachsenden Berg an Schulden vor uns her, ohne zu wissen, wie wir den jemals wieder abbauen können.” Der Küchenchef zählt sich zu denjenigen, die die Schließungen für alternativlos halten, auch wenn sie in seinen Augen halbherzig waren. “Die Politik hat ganz offensichtlich Angst vor dem Unmut der Bevölkerung. Der Lockdown Light im November war zu kurz gegriffen und hat die Gastronomie wesentlich mehr belastet als alle anderen Branchen. Ein kürzerer, heftigerer Lockdown hätte sicherlich mehr gebracht und wäre zudem billiger geworden. So haben wir jetzt seit vier Monaten die Hütte zu und starren auf die Zahlen. Ich befürchte, dass uns just in dem Moment, wo wir wieder öffnen könnten, die Mutationen um die Ohren fliegen. Ich rechne fast nicht mehr damit, vor dem Sommer wieder kochen zu können.”
In coronafreien Zeiten öffnet der Freistaat Eifel von donnerstags bis sonntags, 17:30 – 21:00 Uhr, sonntags auch 12:00 – 14:30 Uhr. Solange die Infektionsschutzmaßnahmen gelten, nur freitags bis sonntags. Reservierung über mahlzeit@freistaat-eifel.de oder 02486-802 75 63.
Bischof und Generalvikar sprechen mit Beauftragten für die Sondierungsphase. Foto: Bistum Trier
Region/Trier, 23.02.2021 – „Sie kommen nicht absichtslos. Das Ziel ist die Reform der Pfarreienlandschaft in unserem Bistum – eine Reform, die respektiert, was vor Ort da ist, und die den Auftrag der Synode ernst nimmt.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den lokalen und diözesanen Beauftragten für die Sondierungsphase mit auf den Weg gegeben (siehe auch https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kenntnisse-der-situation-vor-ort-zusammentragen). Zusammen mit Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Christian Heckmann und Edith Ries vom Synodenbüro hat es am 19. Februar ein virtuelles Treffen mit den rund 150 Frauen und Männern gegeben. Sie sollen die Bereitschaft zu Fusionen der aktuell 172 Pfarreiengemeinschaften und die Bildung der 35 Pastoralen Räume ausloten und vorbereiten. Zunächst sei daher die Bereitschaft zu Hören ganz wichtig, und in einem zweiten Schritt gehe es dann darum, „den guten Ton“ zu finden für die Gespräche vor Ort.
Verbindlichkeiten und Spielräume werden benannt
Das Zielbild zu teilen, um auskunftsfähig zu sein, war der Zweck des Treffens, „und trotzdem aushalten können, dass noch nicht alles ausformuliert ist“, betonte Ackermann. Er erinnerte daran, dass er das sehr detaillierte Umsetzungsgesetz nach der römischen Intervention habe zurückziehen müssen. Dennoch brauche es nun die Ansage: „Das wird erwartet, das ist das Programm für die nächsten Jahre.“ Deshalb habe er ein nachsynodales Schreiben verfasst, das am 24. Februar, dem Fest des Bistumspatrons Matthias – ein „Mann des zweiten Angangs“, wie der Bischof in Anspielung auf den zweiten Anlauf der Reform bemerkte – veröffentlicht werden soll. Darin würden die „Verbindlichkeiten und Spielräume“ benannt. Zusätzlich werde es in den kommenden Wochen und Monaten Ordnungen und Richtlinien geben, die Detailfragen regeln.
In dem Schreiben skizziere er das Bild der Pfarrei als eine Struktur mit Entwicklungspotential, erläuterte der Bischof. Ergänzend dazu werden die 35 Pastoralen Räume vor allem der Umsetzung der Synode dienen, als „wesentlich dynamisierendes Element“, zu der „das Denken in weiten Räumen gehört“. Diese Pastoralen Räume würden künftig stärker mandatiert als die Dekanate: nicht nur durch den Zusammenschluss der Kirchengemeinden, sondern etwa auch durch die Leitung, in der sichtbarer als bisher Führungsaufgaben in kollegialer Weise geteilt werden.
Auf die Chancen hinweisen
Wenn die Beauftragten für die Sondierung nun in die Gespräche gingen, sollten sie dies nicht „mit Druck“ tun, sondern auf die Chancen hinweisen, die in den Fusionen und im Pastoralen Raum liegen. Eine Chance liege unter anderem darin, dass das pastorale Personal künftig auf den Pastoralen Raum hin ernannt werde, mit einem konkreten Einsatz in den Pfarreien und an den verschiedenen Orten von Kirche. Auch die Priester, die nach wie vor auf die Pfarreien ernannt werden, „werden zur Zusammenarbeit im Pastoralen Raum verpflichtet“. Dies werde eine neue Dynamik bringen, zeigte Ackermann sich zuversichtlich. Er warb dafür, die Pastoralen Räume zügig zu errichten, damit „sie nach und nach Gestalt gewinnen“ können, und dass es beispielsweise möglich sei, Erfahrungen zu machen mit der Gremienarbeit. „Durch die Ungleichzeitigkeit haben wir jetzt die Möglichkeit des Ausprobierens“, sagte der Bischof, und verwies auch auf die Impulse für die Seelsorge, die derzeit im Bereich Pastoral und Gesellschaft im Generalvikariat auf Basis der Ergebnisse der Teilprozessgruppen erarbeitet werden.
Dank für die Bereitschaft, in der Sondierungsphase mitzuwirken
Generalvikar von Plettenberg erinnerte ebenfalls daran, dass die Sondierungsphase Teil der Veränderungen und der Neuorientierung sei, die die Synode angestoßen hat, und vor allem der lokalen Planung der Synodenumsetzung dient. Mit dieser Phase wolle man erreichen, dass es „keine 08/15-Lösung für alle gibt, sondern genau darauf schaut, was vor Ort schon entstanden und möglich ist“. Er dankte allen, die als lokale und diözesane Beauftragte für die Sondierungsphase sowie in den Steuerungsgruppen tätig sind. Bereits im Zugehen auf die „Pfarreien der Zukunft“ hätten die Akteure vor Ort gute Erfahrung in der Zusammenarbeit in Steuerungsgruppen gesammelt, an die sich nun anknüpfen lasse.
Am Ende der Sondierungphase soll eine Skizze und Aufgabenübersicht für die Pfarreizusammenschlüsse und Gründungen des jeweiligen Pastoralen Raums stehen, erläuterte der Generalvikar. Dann habe auch das Bistum einen Überblick über die zeitlichen Planungen der Vereinigungsprozesse sowie über den Klärungs- und Begleitungsbedarf. Ebenso könnten dann von Seiten des Bistums die Errichtung der Pastoralen Räume und die damit verbundene Beauftragung ihrer Leitung geplant werden. Während der Auftrag der Sondiererinnen und Sondierer Mitte des Jahres abgeschlossen ist, sollen die Steuerungsgruppen weiterarbeiten, sich etwa mit den pastoralen Entwicklungen befassen und den Vorbereitungen zur Gründung des Pastoralen Raums.
Konkrete Fragen und Situationen im Blick
Edith Ries und Christian Heckmann gingen auf die Rollen der diözesanen und lokalen Beauftragten ein, benannten die Gesprächspartnerinnen und -partner während der Sondierung, die Themen der Gespräche oder wie die Ergebnisse dokumentiert werden können. Auch die Möglichkeiten der Sondierung unter Corona-Bedingungen waren Thema. Die Fragen aus der Runde der Beauftragten bezogen sich vor allem auf die Klärung von Aufgaben und Rollen, auf das Zueinander von Pastoralem Raum und Pfarrei sowie die Voraussetzungen und Kriterien für die Zusammenschlüsse von Pfarreien und die Errichtung von Pastoralen Räumen. Auch die anstehenden Gremienwahlen waren Thema. Bischof und Generalvikar zeigten sich am Ende beeindruckt vom spürbaren Engagement der Beauftragten, die Phase der Sondierung mitzugestalten: „Sie denken schon an ganz konkrete Fragen und Situationen.“ Sie ermutigten die Frauen und Männer, alle unter Corona-Bedingungen verfügbaren Kanäle zur Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen vor Ort zu nutzen. Weitere Informationen zur Sondierungsphase sind ab Ende Februar unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden. (JR)
Die Nachfrage nach Baugebieten im Mechernicher Sprengel ist groß. Auch in einem der jüngsten Baugebiete, wie hier beim „Kleinen Bruch“ bei Kommern-Süd, waren die Grundstücke schnell vergeben. Foto: Archiv/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 23.02.2021 – Die Nachfrage nach Baugebieten im Mechernicher Stadtgebiet ist ungebrochen. „Zurzeit werden wir überrannt mit Anfragen nach Baugrundstücken“, sagte Stadtplaner Thomas Schiefer im Planungsausschuss. Insgesamt 120 Familien, Ehepaare und Singles stehen demnach aktuell auf der Warteliste für freie Flächen.
So attraktiv könnte Mechernichs Neue Mitte nach den Ideen aus dem Integrierten Handlungskonzept in Zukunft aussehen. Foto: MWM/pp/Agentur ProfiPress
Wie Stadtentwickler Dennis Müller im Gespräch mit dem Bürgerbrief auf Nachfrage erklärt, erreichen ihn die Anfragen zu etwa zwei Dritteln aus dem Mechernicher Raum und nächster Umgebung, ebenso aus den Ballungszentren wie Köln und Bonn. Gerade in Corona-Zeiten scheint der Wunsch nach einem Eigenheim im Grünen für die Familie besonders erstrebenswert. Hatte man noch vor wenigen Jahren allerorten aussterbende Dörfer aufgrund des demographischen Wandels prognostiziert, ist in Mechernich davon nichts zu spüren.
„Das typische Klientel sind junge Pärchen, die aus der Eifel kommen, in die Stadt gezogen sind und nun wieder zurückkommen, um hier eine Familie zu gründen und Wurzeln in ihrer Heimat zu schlagen“, so Müller. In den Gesprächen mit den Interessenten kristallisiere sich heraus, dass die Stadt Mechernich vor allem punkten kann mit den „schnellen Verbindungen in jede Richtung“, wie Müller sagt.
Aktuell wird auch das Gleisbett am Bahnhof umgebaut, um ihn fit für die Zukunft zu machen. In das Projekt investiert die Stadt mit nahezu umfassender Förderung rd. 10 Mio. Euro. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (r.) und Erster Beigeordneter Thomas Hambach vor Ort noch vor Baubeginn. Foto: Kirsten Röder/Archiv/pp/Agentur ProfiPress
1a-Standortfaktoren
Insbesondere für Pendler spiele die hervorragende Anbindung über die Autobahn A1 eine gewichtige Rolle. Aber auch der Bahnhof in Mechernich, der einen Halbstundentakt nach Köln/Bonn und Trier möglich macht, ist von zentraler Bedeutung für die hohe Attraktivität der Stadt, wie auch sein Pendant in Satzvey. „Ein absoluter Standortfaktor ist aber auch die medizinische Versorgung mit dem hier ansässigen Kreiskrankenhaus und den praktizierenden Ärzten“, berichtet Müller weiter. Die flächendeckende Ausstattung mit Kitas sowie die breit aufgestellte Schullandschaft mit Grundschulen als auch weiterführenden Schulen sei ein weiteres Plus. Erleichternd hinzu komme, dass die Preise für das Eigenheim in Mechernich noch „moderat“ sind im Gegensatz zu den meisten Standorten in Ballungszentren. Die Grundstückspreise reichen in Mechernich je nach Lage jüngst von 80 Euro bis 170 Euro für den städtischen Quadratmeter. Müller: „Tendenz eher steigend“.
224 Grundstücke wurden seit 2015 im gesamten Stadtgebiet neu erschlossen. Darunter zehn in Glehn, 35 in Wachendorf, 48 im Wachholder II (Mechernich-Nord), 59 im großen und kleinen Bruch (Kommern-Süd). Strempt schlägt mit 29 zu Buche, die Schavener Heide mit bisher acht und weiteren 35 in Firmenich.
Diese Baugebiete waren bereits mit dem Flächennutzungsplan (FNP) von 2006 beschlossen worden, teilweise liegen ihre Anfänge sogar noch vor der Amtszeit von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zurück. Damals hatte man sich außerdem auf die beiden Siedlungsschwerpunkte Mechernich/Mechernich-Nord und Kommern/Kommern-Süd mittelfristig festgelegt, als dritter rückte Firmenich-Obergartzem in den langfristigen Fokus. Grünes Licht für die Planung kam nicht nur von der Mechernicher Politik, sondern auch von der Bezirksregierung.
Aus dieser Zeit ist auch das Baugebiet „Donnermaar“ in Mechernich-Nord noch offen. 40 Grundstücke sind auf dem Areal vorgesehen und sollen in Kürze erschlossen werden. „Die weitere wohnbauliche Entwicklung der Bereiche Mechernich-Nord, Kommern und Kommern-Süd ist zukünftig nur noch sehr eingeschränkt möglich“, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.
Lediglich in Richtung Burgfey gebe es noch Flächenpotentiale, die aus abwassertechnischen Gründen aber nur teilweise erschlossen werden könnten. Der Fokus werde nun schwerpunktmäßig auf den dritten Siedlungsraum gelegt. Ein Rahmenplan werde aktuell erarbeitet und der Politik in Kürze vorgestellt.
15 Millionen insgesamt
Durchschnittlich drei Millionen pro Jahr, insgesamt also 15 Millionen Euro, wurden seit 2015 aus den Verkäufen städtischen Baulands erwirtschaftet. „Natürlich sind das für uns Einnahmen. Dafür investieren wir aber auch kräftig. Nicht zuletzt in die Infrastruktur und damit in die Zukunft unserer Stadt“, so Mechernichs Kämmerer Ralf Claßen.
Mehrere Millionen steckte die Stadt zum Beispiel geballt in Kitas und Schulen sowie die Stadtentwicklung insgesamt. So sollen mit Um-, An- und Neubauten rund 210 Kita-Plätze bis 2022 für junge Familien neu geschaffen werden. Grundschulen und weiterführende Schulen werden mit rund 1.200 Tablets ausgestattet.
Die Gleisanlage des Bahnhofs Mechernich wird derzeit ausgebaut, damit barrierefrei zugänglich und noch attraktiver für Reisende und Pendler aufgestellt. 70 Fahrradstellplätze sollen hinzukommen. „Wir arbeiten zurzeit auch am Thema Mobilität am Bahnhof Satzvey. Er soll an die umgebenden bestehenden und geplanten Neubaugebiete über Radschnellwege angebunden werden“, so Stadtplaner Schiefer: „Das Ziel ist es Pendler, auf die Bahn zu bringen!“
Nicht genügend Wohnraum, da sind sich Fachleute in Deutschland einig, sei die Folge davon, dass über Jahre zu wenig gebaut worden ist. Den Spagat zwischen Angebot und Nachfrage nach Bauland ökologisch gerecht zu realisieren, wird in Zukunft nicht einfacher. „Wir wollen grüner bauen, das ist keine Frage“, betont Schiefer. Dennoch komme es einer Quadratur des Kreises gleich, eine ressourcenschonende und umweltverträgliche Bauweise in Einklang zu bringen mit einer immer größer werdenden Flächenversiegelung und dem damit einhergehenden enormen Flächenverbrauch. Denn der Wunsch der Bevölkerung nach einem Eigenheim im Grünen und den eigenen vier Wänden wird immer größer.
Daher müssten langfristig Antworten gefunden und passende Konzepte erarbeitet werden. „Das setzt aber auch eine Politik voraus, die mitzieht“, so Schiefer. Grundsätzlich wolle man zukünftig, wo es sich anbietet, mehr in die Höhe bauen, um Flächen zu sparen.
Verdichten
Ein weiteres Ziel der Mechernicher Stadtentwicklung liegt deshalb darin, auch in den Dörfern Bauflächen zur Verfügung zu stellen und damit die bestehende Bebauung zu verdichten. Aktuell sind 32 neue Wohneinheiten in Kallmuth in Planung, die nachfrageorientiert in drei Teilabschnitten über mehrere Jahre realisiert werden sollen, und weitere 60 Grundstücke in Strempt. Klar sei aber auch, so Schick: „Wir werden die Probleme der Stadt Köln nicht hier in Mechernich lösen.“
Allerdings ist es auch noch gar nicht so lange her, da wurde angesichts des drohenden demographischen Wandels in Mechernich (wie in vielen anderen Regionen im ländlichen Raum) eine düstere Aussicht hinsichtlich der Landflucht und sinkender Einwohnerzahlen prognostiziert. Mechernich hat den Wandel geschafft. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger konnten sogar leicht gesteigert werden: von 1999 bis heute wuchs sie von 26.488 auf 28.438 (Stand 31.12.2020).
Doch auch die Innenstadt behält man im Blick: Um deren Entwicklung weiter voranzubringen, und damit den Handel und Dienstleistungen auszubauen, wurde 2020 ein Konzept zur neuen Mitte Mechernichs gemeinsam mit Bürgern und Gewerbetreibenden erarbeitet, um die Innenstadt kunden- und bürgerfreundlicher zu gestalten, aber auch die Verweilqualität zu erhöhen.
„Letztlich greift jedes Puzzlestück in das andere und ist immer ein Teil eines großen Ganzen“, so Dr. Schick. Daher dürfe man nie einzelne Positionen einer Stadtentwicklung singulär betrachten, sondern strategisch und voneinander abhängig. Mit Blick in die Zukunft sagt er: „Mechernich wird sich als Mittelzentrum weiterentwickeln und auch städtischer werden.“
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