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Pilotphase Impfungen durch Hausärzte in RLP wie geplant gestartet

Region/Mainz, 02.03.2021 – „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir in Rheinland-Pfalz nun sehr bald auch den schätzungsweise 20.000 über 80-Jährigen, die aus gesundheitlichen Gründen immobil sind, ein Impfangebot in der eigenen Häuslichkeit machen können. Ich freue mich, dass wir heute, knapp drei Wochen nach Klarstellung durch das Paul-Ehrlich-Institut, dass wir mit dem Impfstoff von BioNTech ein für das Impfen in der Häuslichkeit geeigneten Impfstoff haben, bereits in die Pilotphase starten können“, betonte Gesundheits­ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Auf Grundlage eines schon seit längerem gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Hausärzteverband und der Kassenärztlichen Vereinigung erarbeiteten Konzeptes starten heute wie geplant die Impfungen von immobilen Hausbesuchspatientinnen und -Patienten über 80 Jahre durch die betreuenden Hausärztinnen und -ärzte. Durch vier Modellpraxen werden in dieser Woche zunächst 48 Menschen zuhause geimpft; erste Impfungen finden bereits heute statt.

„In der Pilotphase geht es vor allem darum, die Abläufe von der Registrierung, über die Impfung bis hin zur Dokumentation zu erproben. Ich bin zuversichtlich, dass wir dann auch zeitnah – voraussichtlich Mitte März – landesweit starten können“, so Bätzing-Lichtenthäler.

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Ein Zuhause für Wildbienen – Online-Vortrag am 4. März gibt nützliche Tipps

Region/Mayen-Koblenz, 02.03.2021 – In Deutschland gibt es rund 560 Wildbienenarten. Wie man diese Vielfalt schützen kann, ist das Thema des Online-Vortrages „Wildbienen in Natur und Garten“ am Donnerstag, 4. März, um 18 Uhr. In ihrem Vortrag werden die zwei Wildbienen-Kennerinnen Melina Frenzel und Biggi Kaczmarek einige ausgewählte heimische Arten und faszinierende Details aus deren Lebensweise vorstellen. Dazu gibt es viele praktische Anregungen und Beispiele, wie man einen insektenfreundlichen Garten gestalten kann. Anmeldungen können über die Internetseite www.mehr-als-nur-gruen.de erfolgen.

Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ durchgeführt, das die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam ins Leben gerufen haben. In einem zweiwöchigen Rhythmus werden Online-Vorträge für private Gartenbesitzer und Kommunen angeboten. Die Bandbreite der Themen reicht von Wildbienen und ihren Lebensweisen über Balkongärten, Sträucher und Nutzgärten im Klimawandel bis hin zu Maßnahmen zur Bodenverbesserung in einem klimagerechten Garten. Gefördert wird es vom Land Rheinland-Pfalz.

Wer zu weiteren Veranstaltungen und Vorträgen des Projektes „Mehr als nur Grün“ benachrichtigt werden möchte, kann sich in einen Verteiler aufnehmen lassen. Ansprechpartner ist Dr. Rüdiger Kape bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Tel. 0261/108-420, E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de

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Ehrungen für Marlies und Johannes Ley

Mechernich/Kommern, 02.03.2021 – Auf 50 Jahre Kommunalpolitik und 60 Ehejahre mit seiner geliebten Frau Marlies blickt in diesen Tagen der frühere Kommerner Ortsvorsteher und Mechernicher Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Johannes Ley zurück.

Während Leys die „Diamantene“ bewusst in aller Stille begingen – Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick war der einzige Gratulant – wurde „Leys Hannes“ im städtischen Mechernicher Planungsausschuss ob seines ein halbes Jahrhundert währenden Einsatzes für Kommern und die Stadt Mechernich geehrt.

Ausschussvorsitzender Michael Averbeck nannte ein so langes und engagiertes Wirken für die Bürger der Stadt in seiner Laudatio „selten und außergewöhnlich“. Johannes Ley war bereits 1971 Mitglied des Rates der ehemals selbständigen Gemeinde Veytal und ab 1972 Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Gemeindeentwicklungsplanung sowie im Veytaler Schulausschuss.

Vom 26. Juli 1977 bis zum 30. September 2004 bekleidete Johannes Ley dann ein Mandat im Rat der Stadt Mechernich, davon in einer langen und für die weitere Stadtentwicklung entscheidenden Phase als Fraktionsvorsitzender. Johannes Ley war darüber hinaus Kommerner Ortsvorsteher, Fördervereinsgeschäftsführer im Freilichtmuseum, Chef der Kommerner Ortsverschönerung und Repräsentant der Stadt Mechernich im Aufsichtsrat des Verbandswasserwerks Euskirchen.

Bürgerschaftliches Engagement

Für sein enormes bürgerschaftliches Engagement wurde der 1938 im Kommerner Klösterchen geborene Johannes Ley 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bei der Verleihung des Rheinlandtalers bescheinigte ihm Anne Henk-Hollstein, die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, 2019 „unermüdliches Wirken“. Man könne sogar sagen: „Ohne »Leys Hannes« läuft in Kommern nichts!“

Dr. Jürgen Wegner, der Vorsitzende des Museums-Fördervereins, dankte Ley bei dessen Ausscheiden als Fördervereinsgeschäftsführer 2016 „für seinen unermüdlichen und selbstlosen Einsatz“ auch auf dem Kahlenbusch. Ley habe als gebürtiger und seiner Heimatgemeinde treu gebliebener Kommerner sein gesamtes Berufsleben in kommunaler Verantwortung in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt.

Davon zeugten eine Vielzahl von Bauten, Einrichtungen und Objekten in den Städten Mechernich und Euskirchen, womit Wegner auf die hauptberufliche Tätigkeit Leys als Amtsleiter der Kreisstadtverwaltung und gleichzeitig auf sein ehrenamtliches Engagement als Kommunalpolitiker in Kommern und Mechernich anspielte.

„Er hat sein Herz sehr nah am Bürger und war stets ihr Ansprechpartner“, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei der Verleihung des „Rheinlandtalers“. Er nannte Ley seinerzeit einen „Mann des offenen Wortes“, der ihm selbst Vorbild und Förderer gewesen sei.

„Richtige“ Hochzeit folgte später

Die 60. Wiederkehr des Standesamtlichen Hochzeitstages haben Marlies und Johannes Ley übrigens bewusst nicht gefeiert. Denn die Eheschließung war seinerzeit zunächst eine behördliche Zweckehe, denn es galt, Wohnraum für die Schwiegereltern zu beschaffen, die die zugewiesen Räumlichkeiten in der Euskirchener Wilhelmstraße für ihr selbständiges Radio- und Fernsehgeschäft benötigten.

Johannes und Marlies lebten zunächst weiter jeder bei seinen Eltern. Erst zweieinhalb Jahre später wurde dann „richtig“, also kirchlich geheiratet. Ihr Sohn Karsten kam erst weitere sieben Jahre später zur Welt.

Kennengelernt hatten sich beide beim „Tanzkränzchen“ in der kreisstädtischen Tanzschule Gymnich. Johannes Ley erinnert sich: „Marlies konnte schon lange hervorragend tanzen – sie nahm wegen Männerüberschuss als erfolgreiche Absolventin eines früheren Tanzkursus bei uns nochmal mit teil.“ Bei Foxtrott und Cha-cha-cha kam man sich nahe…

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Wie kann man Schluckstörungen im Alter diagnostizieren und therapieren?

Region/Koblenz, 02.03.2021 – Der Chefarzt des Ev. Stift St. Martin informiert am 5. März in einer Telefonsprechstunde. Wie alle Körpervorgänge altert auch das Schlucksystem des Körpers. Dies kommt unter anderem dadurch, dass Menschen im höheren Alter weniger Durst empfinden und somit die Schleimhäute austrocknen.

Hinzukommen teilweise Medikamente, welche den Speichelfluss reduzieren. Ist der Schluckvorgang gestört, kann es im Ernstfall durch Verschlucken zur Aspiration kommen. Den typischen Krankheitsbildern und deren Behandlungsmöglichkeiten widmet sich Dr. Horst Peter Wagner, Chefarzt der Inneren Medizin – Akutgeriatrie im Ev. Stift St. Martin, am Freitag, 5. März, in einer Telefonsprechstunde. Um Fragen zu beantworten ist er zwischen 15 und 16 Uhr persönlich unter 0261 137-1366 zu erreichen.

Die Telefonberatung ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Einfach im genannten Zeitraum die angegebene Telefonnummer wählen, mit etwas Glück durchkommen und die gewünschte Frage zum Thema stellen. Eine Übersicht aller Themen mit Telefonberatung gibt es unter www.gk.de/infos-zum-corona-virus/.

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Neue Kindergärten in Planung – Im Kaller Ortskern sollen zwei neue Einrichtungen entstehen

Kall, 02.03.2021 – Es tut sich was in der Kindergartenlandschaft in Kall. Mit zwei geplanten neuen Einrichtungen im Kernort will die Gemeindeverwaltung dem Fehlbedarf an weiteren Kindergartenplätzen entgegenwirken. „In Kall werden Plätze fehlen“, berichtet Nina Pützer, die im Rathaus für den Bereich Kindergärten zuständig ist. „In den letzten Jahren hat sich der Bedarf an einer immer früheren Kinderbetreuung kontinuierlich erhöht“.

Ein Kindergarten soll gegenüber den ehemaligen Milzhallen an der Straße Am Hallenbad entstehen. Dort befinden sich zwei bereits erschlossene Grundstücke der Gemeinde mit einer Gesamtfläche von 2400 Quadratmetern. „Die Baudichte in der Ortslage ist groß und es eignen sich nicht alle Grundstücke“, erklärt Markus Auel, Teamleiter Bauen. Dieser Standort hat zudem den Vorteil, dass keine Flächen im Erschließungsgebiet selbst mehr für die Betreuungseinrichtung berücksichtigt werden müssen und dementsprechend das gesamte Areal als Wohnbaufläche umgestaltet werden kann.

Die zweite Einrichtung soll neben der früheren Grundschule entstehen, als Teil eines Gesamtkonzeptes mit Wohnbebauung eines möglichen Investors.

In beiden Kindergärten sollen je zwei Gruppen entstehen und Kinder unter als auch über drei Jahren betreut werden. „Diesbezüglich richten wir uns nach dem tatsächlichen Bedarf, weshalb wir auch noch nicht sagen können, wie viele Kinder insgesamt betreut werden. Da der Betreuungsaufwand für Kinder unter drei Jahren deutlich höher ist, sind U3-Gruppen generell kleiner. Generell sind wir dann aber gut aufgestellt“, sagt Nina Pützer.

Auch die „Pendlerstrecken“ machen die Situation für jeden Kindergartenplaner etwas unübersichtlich. Das bedeutet, dass Eltern ihre Kinder nicht immer in der Einrichtung im Wohnort anmelden, sondern in Tagesstätten, die auf ihrem Arbeitsweg liegen.

Wie Markus Auel berichtet, sind die beiden geplanten Kindergärten aber nicht nur dazu da, um den künftigen Bedarf zu decken: „Auch leichte Überbelegungen in einigen bestehenden Einrichtungen könnten dadurch entspannt werden.“

Der Kindergarten nahe dem Hallenbad soll in Holzrahmenbauweise entstehen, wenn es nach Stefan Etten aus dem Bauteam der Gemeinde geht. Vorgesehen ist ein eingeschossiges Gebäude. Der Vorteil der Bauweise ist die sehr kurze Bauzeit von nur drei Monaten. „Wir sind angehalten, schnell Abhilfe zu schaffen“, formuliert es Markus Auel. In Holzrahmenbauweise wurde beispielsweise auch der Anbau der zweiten Gruppe im Kindergarten an der Kallbachstraße errichtet. Einen weiteren Vorteil nennt Nina Pützer: „Wir haben durch das große Grundstück noch Kapazitäten, um das Gebäude im Notfall zu erweitern. Es ist ausreichend Außengelände vorhanden.“

„Das grüne Licht des Rates fehlt noch“, sagt Auel. Der Ausschuss für Entwicklung, Umwelt, Digitalisierung und öffentliche Sicherheit sowie der Haupt- und Finanzausschuss haben bereits einstimmige Beschlüsse zur Errichtung eines Kindergartens im Bereich des Hallenbades gefasst.

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Schnelltests in Kitas und Grundschulen im Kreis Düren: Wie genau funktionieren sie?

Düren, 02.03.2021 – Freiwillige Corona-Schnelltests in Kitas und Grundschulen: Mit diesem Angebot versucht der Kreis Düren, eine weitere Verbreitung des Virus so weit wie möglich einzudämmen. Die Tests zählen zu einem Bündel von Maßnahmen, die der Kreis am vergangen Freitag vor allem auch wegen der sich weiter ausbreitenden britischen Mutation (B.1.1.7) beschlossen hat (ihr Anteil an der Zahl der aktuell Infizierten liegt bei knapp 75 Prozent).

Über das Wochenende haben den Kreis einige Fragen erreicht, die auf diesem Weg beantwortet werden sollen.

Wie genau werden die Kinder getestet?

Der Test findet im vorderen Bereich der Nase statt. Dabei wird ein Wattestäbchen cirka 1-2 Zentimeter in das linke und rechte Nasenloch eingeführt und einige Mal vorsichtig kurz gedreht. Es handelt sich also nicht um einen Rachenabstrich, bei dem das Stäbchen deutlich tiefer eingeführt werden muss.

Wann steht das Ergebnis fest und was passiert, wenn es positiv ist?

Das Ergebnis steht nach etwa 15 Minuten fest. Sollte das Ergebnis positiv sein, muss ein gängiger PCR-Test gemacht werden. Dieser kann sofort im Anschluss in der Kita vorgenommen werden (wenn die Einwilligung der Eltern vorliegt) oder später beim Kinderarzt oder z. B. im Testzentrum. Diese PCR-Tests sind die herkömmlichen Corona-Tests und geübte Praxis auch in den Kitas und Grundschulen des Kreises Düren – und zwar immer dann, wenn bisher positive Fälle in den Einrichtungen auftraten.

Wer führt die Tests durch?

Es handelt sich um geschultes Personal von Hilfsorganisationen. Mobile Teams kommen angemeldet in die Kitas und Grundschulen.

Zum Maßnahmenpaket des Kreises Düren gehört auch das regelmäßige Fiebermessen bei Kindern in Kitas und Grundschulen.

Wie funktioniert das Messen der Temperatur?

Das Fiebermessen geht kontaktlos mit einem speziellen Gerät vonstatten. Gemessen wird an der Stirn. Wenn die Temperatur über 37,5 Grad liegt, können die Kinder die Kitas und Grundschulen nicht besuchen.

Warum gerade 37,5 Grad?

Diese Temperatur bedeutet auch für Kinder eine erhöhte Temperatur, vor allem, weil an der Stirn gemessen wird und dort das Ergebnis in der Regel niedriger ist als würde z. B. im Ohr gemessen. Diese erhöhte Temperatur kann auf eine Infektion hindeuten. Deshalb dürfen Kinder dann nicht in die Kitas und Schulen gehen, allein schon, um eine Ansteckung anderer Jungen und Mädchen zu vermeiden.

Im Vorfeld der freiwilligen Tests werden die Eltern umfänglich informiert. Natürlich müssen sie ihr Einverständnis erklären. „Alle Maßnahmen dienen dem Ziel, so bald wie möglich wieder zu einem Stück Normalität zurückzufinden“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.“ Deshalb werde gebeten, die Maßnahmen zu unterstützen und darüber hinaus alle Corona-Regeln strikt einzuhalten.

Nach wie vor ist das Ausbruchsgeschehen diffus – das heißt: die Ansteckungen verteilen sich auf das Kreisgebiet, nicht selten sind Familien betroffen.

An den Tests an der Dürener Ditib-Moschee vergangenen Freitag haben sich 140 Personen beteiligt. Bislang liegen 36 positive Ergebnisse vor, bei 21 konnte die britische Variante nachgewiesen werden.

Aktuell sind im Kreis Düren 451 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit der letzten Meldung (26.2.) gibt es 106 Neuinfektionen. Leider ist ein weiterer Mensch gestorben (86 Jahre). „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, denen wir unser tief empfundenes Beileid aussprechen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Somit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 229. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie 9145 Menschen positiv getestet worden. Die Zahl der Genesenen erhöht sich um 97 auf 8465. (Stand 01.03.: 15 Uhr)

In dieser Woche stehen rund 1470 Impfdosen von Biontech und 3610 Dosen des Herstellers AstraZenica zur Verfügung, zudem 550 Impfdosen von Moderna. Neben den über 80-Jährigen wird u.a. Personal in Tagespflegeeinrichtungen und in Krankenhäusern geimpft, außerdem Menschen, die in Berufen mit einem deutlich erhöhten Ansteckungsrisiko arbeiten.

Ab 02.03. werden die Öffnungszeiten im Impfzentrum erweitert, dann beginnen die Impfungen bereits ab 8 Uhr und dauern bis 20 Uhr an.

Beschäftigte in Kitas und Schulen sollen laut NRW-Gesundheitsministerium ab dem 8. März geimpft werden können. Über das Prozedere werden die Einrichtungen dann direkt informiert, ebenso über die Möglichkeiten der Terminvereinbarung (keine Anmeldung über die Kassenärztliche Vereinigung). Gleiches gilt für die Impfungen in den Einrichtungen der Eingliederungshilfen und der Frühförderung für Menschen mit Behinderung.

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Aus Mayer wurde Hamacher

Mechernich-Obergartzem, 01.03.2021 – Die Firmen-Gruppe aus Obergartzem übernahm Münstereifeler Traditionsunternehmen samt der Belegschaft. Das Unternehmen Hamacher Antriebstechnik GmbH im Obergartzemer Gewerbegebiet ist gewachsen. Seit dem 1. Januar gehört die bisherige Firma Elektromaschinenbau Willi Mayer zur Hamacher-Gruppe und wird in die Antriebstechnik GmbH integriert.

Elektromaschinenbau Willi Mayer hat seinen Standort am Bendenweg in Bad Münstereifel aufgegeben und ist zum Jahresbeginn in eine zuletzt freistehende Hamacher-Halle Am Lindenbusch im Gewerbegebiet Obergartzem gezogen. Neben Willi Mayer sind auch alle fünf Beschäftigten mit nach Obergartzem gezogen.

Willi Mayer freut sich, dass alle Mitarbeiter übernommen wurden, darunter auch Bürokraft Sylvia Prokopp. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Für die Mitarbeiter ändert sich nichts, sie machen das weiter, was sie bisher gemacht haben. Wir werden das Unternehmen Mayer unter anderem Namen in Willi Mayers Sinne weiterführen“, verspricht Willi Hamacher, der mit Willi Mayer nicht nur den Vornamen teilt, sondern auch das Gründungsjahr ihrer Unternehmen: 1979.

Allerdings wird der Elektromaschinenbau Willi Mayer nicht in Hamacher Elektrotechnik integriert, sondern in die erst 2019 gegründete Hamacher Antriebstechnik GmbH, die nach der Übernahme der Stork Technical Services entstand. „Es kommt also zu einer Verschmelzung von Stork und Mayer, wodurch wir unseren Kunden nun die komplette Palette von Elektrowerkzeug und Kleinmotoren bis hin zu Maschinen mit 25 Megawatt Leistung und einem Gewicht von 50 Tonnen anbieten können“, erklärt Willi Hamacher.

Bei Hamacher Antriebstechnik werden die Schnittstellen und Synergien der früheren Firmen Stork und Mayer nun genutzt, um ein möglichst breites Angebot zu schaffen und einen großen Bereich abzudecken. „Aufgrund ihrer unterschiedlichen Kunden-Ausrichtung waren Stork und Mayer nie Wettbewerber“, sagt Frank Steiner, Betriebsleiter Antriebstechnik. Während Stork sich überregional um die Wartung von Großmotoren für die Industrie, die Petrochemie oder für den Bereich Technische Gase kümmert, waren die Mayer-Kunden eher in der Nähe zu finden: Pfeifer & Langen, Procter & Gamble, die Firma Schöller oder diverse Papierfabriken in der Region, um ein paar Beispiele zu nennen. Bei Bedarf lieferte und verkaufte Mayer auch Ersatzmotoren.

Frank Steiner ist es auch gelungen, alle Mayer-Mitarbeiter in die neue Firma zu integrieren. „Das freut mich sehr, denn einige von ihnen sind auch schon seit 25 bis 30 Jahren im Betrieb. Die meisten sind nach ihrer Ausbildung geblieben“, sagte Willi Mayer.

In der ersten Jahreshälfte 2021 wird er selbst auch noch täglich nach Obergartzem kommen und seinen Nachfolger Patrick Weigelt als Abteilungsleiter Niederspannungstechnik einarbeiten. Dann wird sich der 72-Jährige zur Ruhe setzen. Damit endet sein 58-jähriges Berufsleben, das 1963 mit seiner Lehre in Trier begann. 1974 legte er seine Elektro-Meisterprüfung in Kaiserslautern ab. 1979 gründete er seinen Betrieb, der zunächst in der Alten Gasse in Bad Münstereifel seinen Sitz hatte. 1985 zog die Firma in den Neubau im Gewerbegebiet, wo sie bis zur Integration in Hamacher Antriebstechnik blieb.

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Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen: Mobilität „Planen für die Zukunft“

Stolberg, 02.03.2021 – Die Kupferstadt Stolberg möchte eine kinder- und jugendfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung umsetzen. Innerhalb des klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes wurde dazu der Aufbau eines Schulischen Mobilitätsmanagements beschlossen.

Mit dem NRW-Modellprojekt „Planen für die Zukunft“ befragt die Kupferstadt Stolberg nun zum ersten Mal alle Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen, welche Erfahrungen sie im Straßenverkehr tagtäglich machen.

„Kinder und Jugendliche sind die Experten, wenn es um die Verbesserung der Verkehrssituationen geht. Auf dem Weg zur Schule nutzen sie die Geh- und Radwege täglich und wissen genau, wo der Schulweg Gefahrenstellen birgt und optimiert werden kann“, erklärt Bürgermeister Patrick Haas das Vorgehen der Stadt.

Die Befragung erfolgt digital unter Beteiligung der Schulen im Stadtgebiet. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten dazu durch ihre Schulen in Kürze ein Schreiben mit den entsprechenden Links. Ziel der Befragung ist es, erstmalig eine einheitliche Datengrundlage zu schaffen. Darauf wird die Stadt eine kinder- und jugendfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung aufbauen, welche die Mobilitätsbedürfnisse und Wünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Die eingehenden Daten sollen bis zum Sommer ausgewertet sein.

„Planen für die Zukunft“ ist ein Modellprojekt des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, in dem die Kupferstadt Stolberg Mitglied ist.

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Globus übernimmt zum 30. September 2021 den real-Standort Wittlich

Wittlich/St. Wendel, 02.03.2021 – Globus übernimmt zum 30. September 2021 den real-Markt in Wittlich. Zunächst stehen am Standort über mehrere Monate umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten an, die Neueröffnung ist im Frühjahr 2022 geplant. Alle Arbeitsplätze am Standort bleiben erhalten.

„Aufgrund der in die Jahre gekommenen Immobilie sind am Standort zunächst aufwendige Bauarbeiten, etwa an Nebenräumen, Dach und Parkplatz notwendig“, berichtet Jochen Baab, Sprecher der Geschäftsführung bei Globus. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir alle Arbeitsplätze sichern können.“ Die sechsmonatige Umbauphase wird zur umfangreichen Schulung und Einarbeitung der Mitarbeiter:innen an den umliegenden Globus-Standorten genutzt.
Entstehen soll am Standort ein großzügiger und moderner Globus-Markt mit Lebensmittelschwerpunkt und Fokus auf Frische und Eigenproduktion. Den entsprechenden Bauantrag reicht Globus im Laufe dieser Woche bei der Stadt Wittlich ein. Die Eröffnung des neuen Marktes ist für April 2022 vorgesehen.

„Die Übernahme des real-Markts durch die Globus-Gruppe ist ein Glücksgriff für Wittlich. Durch die umfangreichen Umbauund Renovierungsarbeiten entsteht ein moderner, ansprechender Markt mit Lebensmittelschwerpunkt in der bekannten Globus-Qualität, der auf die Bedürfnisse der Bürger:innen des Mittelzentrums Wittlich zugeschnitten ist,“ sagt Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch. „Besonders erfreut mich die Zusage der Globus-Geschäftsführung, dass alle Arbeitsplätze am Standort Wittlich erhalten bleiben. Ich schätze das Familienunternehmen als zuverlässigen und soliden Partner sehr und wünsche dem neuen Projekt persönlich viel Erfolg.“

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Neuer Naturschutzwart für den Dienstbezirk Kall gesucht

Euskirchen/Kall, 01.03.2021 – Die Naturschutzwacht des Kreises Euskirchen sucht einen Nachfolger von Hans Jubelius als Naturschutzwart für den Dienstbezirk Kall. Der Schevener Jubelius hat das Amt am 31. Dezember nach anderthalbjähriger Tätigkeit niedergelegt. Jubelius war Nachfolger von Hermann-Josef Cremer, der ebenfalls aus Scheven stammt.

„Mir fehlte am Ende die Zeit, um das Amt ordentlich auszuführen. Denn ich bin im Kirchenvorstand der Pfarrei St. Antonius Dottel/Scheven tätig, kümmere mich um die Vermietung des Pfarrhauses, in dem auch Flüchtlinge untergebracht sind, und bin Mitglied der Grünkolonne, die sich im Ort um die Pflege der Grünflächen kümmert“, berichtet der 68-Jährige über seine Entscheidung.

Dieser Hochsitz im Schevener Wäldchen war morsch und ist abgebrochen. Hans Jubelius hat ihn längst gemeldet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Hans Jubelius zeichnete sich dadurch aus, dass er als Naturschutzwart oft den unbürokratischen Weg gegangen ist. Sah er einen Missstand, beispielsweise abgeladenen wilden Müll wie Reifen oder gar Kühlschränke, meldete er das nicht beim Kreis an. Es reichte ein Telefonat bei Ortsvorsteher Hans Reiff, mit dem zusammen er den wilden Müll dann zum Kaller Bauhof fuhr, der genauso unbürokratisch geholfen hat.

Jubelius war damals von Hermann-Josef Cremer vorgeschlagen worden. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen hatten dann über die Neubesetzung für die Naturschutzwacht abgestimmt. Jubelius wurde offiziell vereidigt, erhielt eine Dienstmarke und Unterlagen.

Ehrenamt, aber offiziell

Denn auch wenn die Tätigkeit für die Naturschutzwacht des Kreises Euskirchen ehrenamtlich ist (es gibt allerdings eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro), hat sie doch offiziellen Charakter. Die Naturschutzwacht soll die Natur und Landschaft schützen, pflegen und entwickeln. Gesichert werden sollen die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt und die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft.

Ein Naturschutzwart ist laut Dienstanweisung des Kreises ein „Mittler zwischen landschaftlicher Wirklichkeit und behördlicher Aktivität“ und soll Bürger im Kreis informieren und aufklären sowie die Behörden bei nachteiligen Veränderungen in der Landschaft benachrichtigen. Ausgenommen sind Waldgebiete, um die sich Forstschutzbeauftragte kümmern.

Hauptaugenmerk eines Naturschutzwartes sind Eingriffe in die Landschaft und Verstöße, also Schwarzbauten, nichterlaubte Campingplätze, wilde Müllkippen, ungenehmigte Abgrabungen, Aufschüttungen, Rodungen von Wald, Wallhecken oder Feldgehölzen und Anlagen von Tiergehegen oder Fischteichen, das Flämmen oder die unzulässige Anwendung von Herbiziden auf Feldrainen, Böschungen, nicht bewirtschafteten Flächen oder Wegrändern, verbotswidriges Verhalten in besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft sowie Verstöße gegen die Reitregelung. Klar ist: Man sollte mobil sein, gerne an der frischen Luft sein und die Natur und Landschaft im Dienstbezirk Kall lieben.

Hauptansprechpartner für die Naturschutzwarte ist die Untere Naturschutzbehörde, der dann auch Verstöße mitgeteilt wurden. So melde Hans Jubelius im März 2020: „Im Straßengraben an der Landstraße nach Kallmuth liegen an zwei Stellen Autoreifen, teils von den Felgen abgeschnitten“. Bereits im November 2019 meldete Jubelius den Fund eines verrosteten Schafsanhängers, von daneben liegenden Autoreifen sowie von größeren Betonteilen in der Nähe.

Wer Interesse an der Nachfolge Hans Jubelius‘ hat, wird gebeten, sich bei Verena Kochs von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen zu melden unter 02251/151317 oder Verena.Kochs@kreis-euskirchen.de.