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Online-Vortrag Dienstag, 2. Februar in Düren: Eltern zwischen Kleinkind und Handy

Düren, 27.01.2021 –  Die Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist das Thema eines Online-Vortrags, zu dem das Amt für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren am Dienstag, 2. Februar, zwischen 19 und 21 Uhr einlädt. Referentin Birgit Geske ist Diplom-Psychologin und systemische Familientherapeutin im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde zu Düren.

Die Referentin nimmt die ersten Lebensjahre von Kindern in den Blick, in denen sie jene Bindung zu ihren Eltern aufbauen, die für ihre weitere Entwicklung wichtig ist. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation falle es Eltern jedoch schwerer, sich stets auf die Bedürfnisse ihrer Kinder zu konzentrieren, sagt Birgit Geske. In ihrem Vortrag gibt sie nach einer Einführung in die Bindungstheorie praktische Tipps und Anregungen, wie Eltern trotz digitaler Medien eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen können.

Die Teilnahme an dem kostenlosen Vortrag im Rahmen der Reihe „Wir. Gemeinsam. Familie im Gespräch“ ist nur nach Anmeldung möglich. Diese ist per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de oder per Telefon (02421/22-1051258 oder 22-1051416) möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessenten eine Kurzanleitung und die Einwahldaten zum Online-Raum. Die Teilnehmer, die den Vortrag mittels PC, Laptop oder Handy verfolgen können, sind bei der Veranstaltung nicht zu sehen und zu hören. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich über den Chat einzubringen.

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Städtische KiTas in Mayen im Regelbetrieb bei dringenden Fällen

Mayen, 27.01.2021 – Die Kindergärten in Rheinland-Pfalz befinden sich derzeit im Regelbetrieb bei dringenden Fällen. In diesen Einrichtungen sollen möglichst wenige Kontakte stattfinden und deshalb die Kinder, wenn es geht, zu Hause betreut werden. Gleichzeitig bleibt für die Kinder, deren Eltern dies nicht sicherstellen können, die Kita geöffnet. Die betroffenen Eltern wurden bereits per Elternbrief informiert.

Aufgrund der Verlängerung der aktuellen Regelung macht die Stadtverwaltung nochmals darauf aufmerksam, dass Kinder nur in den Fällen, in denen keine Betreuung möglich ist, in die Einrichtung gebracht werden sollten.

Oberbürgermeister Dirk Meid erläutert: „Das schützt nicht nur die eigenen Kindern, sondern natürlich auch unsere Erzieherinnen und minimiert die Gefahr einer angeordneten Kitaschließung aufgrund eines Corona-Falles. Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, hilft im Kampf gegen die Pandemie!“

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Corona-Schutzimpfung – Terminvereinbarung für Ehepaare im Kreis Ahrweiler jetzt möglich

Ahrweiler, 27.01.2021 – Das Land hat die Vergabe von Terminen für die Corona-Schutzimpfung angepasst. Zwischenzeitlich ist es über die zentrale Terminvergabestelle des Landes möglich, einen Doppeltermin, beispielsweise für Ehepaare zu beantragen. Voraussetzung ist, dass beide Ehepartner der priorisierten Gruppe für die Corona-Schutzimpfung zugeordnet sind.

Wichtig: Weder vor Ort im Impfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf noch bei der Kreisverwaltung Ahrweiler können Termine vereinbart werden. Die Terminvergaben laufen ausschließlich über die zentrale Terminvergabestelle des Landes Rheinland-Pfalz und in Abhängigkeit der Verfügbarkeit des Impfstoffs unter Hotline 0800/5758100 oder über das Internet www.impftermin.rlp.de.

Außerdem kann jetzt die Stornierung von Impfterminen ebenfalls zentral über die Rufnummer 0800-5758100 oder per Mail an absage@impfdokumentation-rlp.de erfolgen. Das Land bittet in diesem Zusammenhang davon abzusehen, sich wiederholt für einen Termin, beispielsweise durch einen Anruf im Callcenter und eine Registrierung im Online-Formular oder durch mehrmalige Registrierung im Online-Formular, anzumelden. Die Prüfung mehrfach vergebener Termine und deren Stornierung bindet dringend benötigte Personalkapazitäten.

Aufgrund der Vielzahl von Anfragen weist das Land darauf hin, dass Wartezeiten zwischen der Registrierung für einen Termin über das Online-Formular und der tatsächlichen Terminvergabe möglich seien. Sollte bereits eine Bestätigung über eine Registrierung im Terminvergabesystem eingegangen sein, gehe diese, so das Land, nicht verloren.

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Impftermine: Euskirchener Landrat Ramers kritisiert Fehlstart und fordert kurzfristig Verbesserung

Euskirchen, 26.01.2021 – „Das war leider ein Fehlstart“, ärgert sich Landrat Markus Ramers mit Blick auf den Beginn der Impfanmeldungen am Montagmorgen. „Die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung war am Anfang ebenso überlastet wie deren Homepage, die zeitweise nicht aufgerufen werden konnte. Er appelliert an Land und Kassenärztliche Vereinigung (KV), „dass dringend kurzfristig nachgesteuert werden muss.“ Er werde das Thema am heutigen Abend in einer Video-Konferenz des Landkreistages mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ansprechen.

Seit Montagmorgen werden Impftermine für die Menschen vergeben, die 80 Jahre und älter sind. Auch im Kreis Euskirchen haben viele versucht, über die Hotline der KV (0800 / 116 117 01) oder online unter www.116117.de einen Termin für das regionale Impfzentrum in Marmagen zu bekommen. Dies hat aber in vielen Fällen nicht funktioniert. „Es war klar, dass der Andrang gerade am Anfang sehr hoch sein wird und dass es vielleicht Startschwierigkeiten geben würde“, so Ramers. „Mich ärgert aber besonders, dass es viele vermeidbare Fehler gegeben hat, etwa Online-Anmeldeformulare, die eine 4-stellige Telefonnummer nicht akzeptierten, oder die Tatsache, dass sich Privatversicherte nicht anmelden konnten.“

Beim Bürgertelefon des Kreises Euskirchen liefen ebenfalls ab 8 Uhr die Leitungen heiß – bis zum frühen Nachmittag waren es annähernd 500 Anrufe. Verzweifelte Seniorinnen und Senioren meldeten sich hier, um ihren Frust und Unmut abzuladen. „Wir sind heute ein regelrechtes Kummertelefon“, sagt DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker, der das Bürgertelefon im Auftrag des Kreises betreibt. Landrat Ramers nutzte den Besuch beim DRK-Zentrum, um selber zum Hörer zu greifen und eine Stunde lang Rede und Antwort zu stehen. „Ich kann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgertelefons nur danken. Sie gehen geduldig und kompetent auf die Fragen und Beschwerden der Bürger ein“, so Ramers. „Aber sie können keine Impftermine vergeben. Das geht einzig und alleine über die Kassenärztliche Vereinigung.“ Der Landrat appelliert trotz des Fehlstarts an die Seniorinnen und Senioren, nicht die Geduld zu verlieren und sich weiter um einen Termin zu bemühen.

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Innenminister Lewentz: Landesweiter Corona-Kontrolltag am 28. Januar

Region/Mainz, 26.01.2021 – Die Corona-Situation in Rheinland-Pfalz ist angesichts eines konstant hohen Niveaus an Neuinfektionen und einer hohen Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten in den Kliniken weiterhin sehr ernst. Vor diesem Hintergrund werden die aktuellen Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie bundesweit vorübergehend verlängert und mit der heute, 25. Januar, in Kraft gesetzten ersten Änderung der 15. Corona-Bekämpfungsverordnung nochmals verschärft.

„Ich habe die Polizei und die kommunalen Vollzugsdienste gebeten, die Kontrollmaßnahmen im öffentlichen Raum nochmals zu intensivieren. Gerade angesichts konstant hoher Zahlen an Neuinfektionen sowie Todesfällen muss jeder  Bürger und jede Bürgerin besonders verantwortlich und solidarisch handeln“, mahnte  Innenminister Roger Lewentz.

Daher werden Polizei und kommunaler Vollzugsdienst am Donnerstag, 28. Januar, über die bereits bestehenden täglichen Einsatzmaßnahmen hinausgehend, einen gemeinsamen, landesweiten „Corona-Kontrolltag“ durchführen. Die polizeilichen Kontrollen umfassen hierbei die Überwachung der allgemeinen Corona-Regeln, wie zum Beispiel das Abstandsgebot und die Maskentragepflicht an bestimmten Orten. Auch wird die neue Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Bestandteil der Kontrollen sein. Überwacht werden darüber hinaus regionale Vorschriften, wie die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollmaßnahmen wird auf der Überwachung beliebter Ausflugsziele liegen.

„Insbesondere in Städten und Landkreisen mit hohen Inzidenzwerten werden die Kräfte präsent sein“, kündigt Lewentz an. Hier sind explizit die Städte Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer, Worms sowie der Rhein-Pfalz-Kreis zu nennen, wo aktuell nächtliche Ausgangssperren gelten.  „Ich appelliere an die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz und deren Solidarität. Lassen Sie uns für die Allgemeinheit noch etwas in Verzicht üben. Nur so kommen wir der von uns allen herbeigesehnten schrittweisen Rückkehr zur Normalität näher.“

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Stadt Meckenheim warnt: Vorsicht vor Betrugsmasche an der eigenen Haustüre

Meckenheim, 26.01.2021 – Bürgermeister, Kreishandwerksmeister und Meckenheimer Verbund warnen vor vermeintlichen Energieberatern. Aktuell werden in Meckenheim Hauseigentümer wieder an den Haustüren von dubiosen Anbietern belästigt. Diese geben vor, im Auftrag der „Meckenheimer Handwerkervereinigung“ kostenlose Energieberatungen durchzuführen. Mitunter behaupten sie auch, im Auftrag der Stadt Meckenheim, der Kreishandwerkerschaft bzw. einer Innung oder des Meckenheimer Verbundes unterwegs zu sein. Erfahrungsgemäß verschaffen sie sich mit diesem Lockangebot und dem Anschein, von einer vertrauenswürdigen Institution autorisiert zu sein, Zutritt zu den Häusern.

Ein beliebtes Mittel ist dabei, mit Hilfe bunter und plakativer, aber vollkommen nichtssagender Thermographiefotos des Gebäudes Leckagen oder Mängel an der Gebäudehülle oder sonstige Schäden „analysieren“ zu wollen. Oder es wird mit Hinweis auf „zufällig entdeckte Schäden am Dach“ die schnelle Reparatur verkauft, für Probleme, die es gar nicht gibt, aber in der Gewissheit, dass kaum ein Eigentümer auf das Dach klettert, um den vermeintlichen Schaden zu überprüfen. Durch geschulte und manipulative Verkaufsmethoden werden dann den arglosen Hausbesitzern überflüssige und überteuerte Reparatur-, Erneuerungs- oder Sanierungsmaßnahmen verkauft.

Dazu Bürgermeister Holger Jung: „Leider sind immer wieder solche schwarzen Schafe unterwegs. Wir warnen unsere Bürger eindringlich davor, fremden Menschen, die unangekündigt an der Haustüre klingeln, blindlings zu vertrauen. Lassen Sie sich nicht überrumpeln. Vielmehr muntern wir dazu auf, die fremde Person und ihr unerwartetes Anliegen skeptisch zu hinterfragen, ernsthaft zu prüfen und dem vermeintlichen Energieberater mit einem gesunden Maß an Misstrauen entgegenzutreten.“

„Achtung: Das ist eine Betrugsmasche! Diese ‚Klinkenputzer‘ sind weder von Meckenheimer Handwerksfirmen oder irgendeiner Handwerksinstitution und auch nicht vom Meckenheimer Verbund beauftragt“, so Willi Wittges-Stoelben, Vorsitzender des Meckenheimer Verbundes.

„Lassen Sie diese Leute nicht in Ihr Haus“, warnt Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher, selbst Meckenheimer Handwerksunternehmer. „Ich kenne viele Fälle, in denen diese Masche funktioniert hat und Hauseigentümer sinnlose, am Ende stümperhaft ausgeführte Maßnahmen beauftragt haben und auf den teuren Schäden sitzen geblieben sind.“

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„Bliv jesond!“: Aachener Medizintechnik-Unternehmen stiftet Schutzmasken für Kindertages-Einrichtungen und Tageseltern

StädteRegion Aachen, 26.01.2021 – Mit dem guten Wunsch „Bliv jesond!“ haben Christoph Ptock und Alexander Kopp, Geschäftsführer des Aachener Medizintechnik-Unternehmens Meotec, knapp 14.000 medizinische Schutzmasken „made in Aachen“ an Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und Sebastian Heyn, den Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der StädteRegion Aachen übergeben. Die Masken kommen in den 46 Kindertageseinrichtungen und in den 30 Tagespflegestellen im Jugendamtsbereich der StädteRegion zum Einsatz, also in Baesweiler, Monschau, Roetgen und Simmerath. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier bedankte sich herzlich für diese Geste der Solidarität: „Eine der guten Seiten der Corona-Pandemie ist zu sehen, wie viele Menschen sich für andere einsetzen! Das hilft dabei, zusammenzuhalten und durchzuhalten.“

Christoph Ptock hat selbst zwei kleine Kinder, also bekommt er hautnah mit, dass im Kita-Alltag ein hoher Bedarf an Schutzmasken besteht. „Deswegen haben wir uns als Unternehmer und Eltern dazu entschlossen, den Kitas kostenlos lokal produzierte und qualitativ hochwertige MNS-Masken zur Verfügung zu stellen.“ Im Kontakt mit den Kindern tragen die Beschäftigten aus pädagogischen Gründen keine Masken. Aber wenn Erwachsene in der Kita miteinander in Kontakt kommen, schützen sie sich natürlich gegenseitig. Jugendamtsleiter Sebastian Heyn freut sich über das zusätzliche Kontingent von 300 bis 500 Masken pro Kita: „Das ist eine willkommene Unterstützung für uns!“

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Wirtschaft

Konjunkturelle Erholung in Rheinland-Pfalz stockt

Region/Trier, 26.01.2021 – Die Konjunktur in Rheinland-Pfalz steht zum Jahreswechsel 2020/21 weiterhin unter dem starken Eindruck der Corona-Pandemie. So erreicht der IHK Konjunkturklima-Indikator, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstellt, 99 Punkte. Nach dem Konjunktureinbruch im Frühsommer 2020 (77 Punkte) und der Erholung im Herbst 2020 (99 Punkte) stagniert der IHK-Konjunkturklima-Indikator und verharrt nahe der neutralen Grenze von 100 Punkten, der Schwelle zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) hervor, die sich auf Antworten von 1.322 Unternehmen mit rund 213.000 Beschäftigten stützt.

„Im Herbst 2020 gab es Anzeichen konjunktureller Erholung, der Konjunkturklima-Indikator sprang von 77 auf 99 Punkte. Der jetzige Seitwärtstrend ist angesichts der seit Herbst deutlich angespannteren Corona-Lage dennoch ein gutes Signal, deutet aber auch auf einen noch langen, schweren Weg zurück zum Wachstumspfad hin“, sagt Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. „Während aktuell insbesondere die Industrie wieder anzieht, sind Lage und Erwartungen in behördlich geschlossenen Branchen wie Handel, Gastronomie oder Messewirtschaft verheerend. Hieran haben auch die fehlenden Öffnungsperspektiven und schleppend ausgezahlten Wirtschaftshilfen ihren Anteil“, erläutert Rössel.

Aussichten eher pessimistisch
Die Geschäftslage der rheinland-pfälzischen Wirtschaft bewerten 32 Prozent der Unternehmen als positiv, während 28 Prozent über schlechte Geschäfte klagen. Im Saldo verbleibt die Geschäftslage zu Jahresbeginn auf dem Stand der Vorumfrage im Herbst 2020 bei 4 Prozentpunkten. Das gleiche gilt für die mittelfristigen Geschäftserwartungen. Hier steht der Saldenwert unverändert bei minus 6 Prozentpunkten. Das negative Vorzeichen weist darauf hin, dass die Einschätzung der Unternehmen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten überwiegend pessimistisch geprägt ist.

Merklich verschlechtert haben sich die Stimmungswerte im Einzelhandel. Laut IHK Konjunkturumfrage ist nicht nur die derzeitige Lage angespannt (Jahresbeginn 2021: Saldo: minus 12 Prozentpunkte). Mit Blick auf die kommenden 12 Monate rechnen 12 Prozent der Unternehmen im Einzelhandel mit einer Verbesserung und 46 Prozent mit einer Verschlechterung der Geschäftstätigkeit. Der IHK-Konjunkturklima-Indikator für den Einzelhandel fällt damit von 95 Punkten im Herbst 2020 auf aktuell 77 Punkte. Noch schlechter ist die Lage bei den personenbezogenen Dienstleistern, dort sind Geschäftslage (Saldenwert: minus 47 Prozentpunkte) und Geschäftserwartungen sprichwörtlich im Keller (Saldenwert: minus 23 Prozentpunkte). Dementsprechend schwach fällt mit 64 Punkten (Vorumfrage 70) der Konjunktur-Indikator für diesen Bereich aus.

Industrie als Hoffnungsschimmer
Als treibende Kraft präsentiert sich die rheinland-pfälzische Industrie. Hier hellt sich das Geschäftsklima um 5 Punkte auf 110 Punkte weiter auf. Insbesondere die Vorleistungsgüter-Industrie (112 Punkte, Herbst 2020: 99 Punkte) und die Investitionsgüter-Industrie (105 Punkte, Herbst 2020: 95 Punkte) gewinnen an Fahrt. Die Stimmung in der Baubranche zeigt sich mit 114 Punkten weiterhin widerstandsfähig (Herbst 2020: 110 Punkte).

Die gute Stimmungslage lässt sich dabei auf gestiegene Auftragseingänge aus dem In- und Ausland und eine erhöhte Kapazitätsauslastung zurückführen. Hinsichtlich des Auslandsgeschäfts bildet sich bei der Industrie auf schwachem Niveau eine bessere Erwartungshaltung ab. Hier liegt der Saldo aus positiven und negativen Meldungen bei minus einen Prozentpunkt (Herbst 2020: minus 16 Prozentpunkte). Insbesondere die chemische und pharmazeutische Industrie, aber auch die Metall- und Elektro-Industrie, das Holzgewerbe sowie die Glas- und Keramikbranche rechnen mit zunehmenden Ausfuhren in den kommenden zwölf Monaten.

„Getragen von Nachholeffekten, einem veränderten privaten Konsumverhalten und einer Erholung des Exports nimmt die Industrie neuen Schwung auf“, erklärt Rössel. „Zudem erwirtschaftet die Industrie in Rheinland-Pfalz ein Viertel der Gesamtwertschöpfung und beschäftigt mehr als ein Fünftel aller Beschäftigten. Die guten Stimmungswerte in der Industrie prägen damit die konjunkturelle Lage.“

Investitionsbereitschaft nimmt zu
Als Folge der insgesamt robusten Stimmungslage verbessert sich auch die Investitionsneigung deutlich (Jahresbeginn 2020: minus 5 Prozentpunkte, Herbst 2020: minus 14 Prozentpunkte). Bei den Investitionsgüter-Produzenten steigt die Investitionsbereitschaft sogar um 34 Prozentpunkte auf minus 5 Prozentpunkte zum Jahresbeginn (Herbst 2020: minus 39 Prozentpunkte). „Diese Teilbranche läuft der konjunkturellen Entwicklung tendenziell voraus“, sagt Rössel. „Wachstumssignale in dieser Branche wirken gewöhnlich stützend auf die weitere konjunkturelle Entwicklung. Aufgrund der Unberechenbarkeit der aktuellen Ereignisse ist die Aussagekraft dieser Wachstumsindikatoren allerdings begrenzt.“ Auch bei den Dienstleistern verbessern sich die Investitionsperspektiven, verharren mit einem Saldenwert von minus 8 Prozentpunkten allerdings noch im negativen Bereich (Herbst 2020: minus 22 Prozentpunkte).

Im Branchendurchschnitt befürchten 20 Prozent der Betriebe die Mitarbeiterzahl in den kommenden Monaten reduzieren zu müssen. 16 Prozent benötigt hingegen zusätzliches Personal (Jahresbeginn 2021: minus 4 Prozentpunkte, Herbst 2020: minus 9 Prozentpunkte). Auch hier ziehen die Vorleistungsgüter- und Investitionsgüter-Produzenten voran.

Welchen Risiken die rheinland-pfälzischen Unternehmen derzeit ausgesetzt sind, ist klar: Über alle Branchen hinweg stellt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie die größte Sorge dar (76 Prozent). Den Inlandsabsatz benennen an zweiter Stelle 47 Prozent der Unternehmen als Risiko. Vor allem der Handel sorgt sich im Branchenvergleich um das künftige Nachfrageverhalten (53 Prozent). Der Fachkräftemangel bleibt auch mit 39 Prozent der Stimmen stets unter den Top-Risiken – trotz der Corona-Krise.

Schnelle Finanzhilfen sind dringend erforderlich
Laut Umfrage berichtet jedes vierte Unternehmen in Rheinland-Pfalz über einen Eigenkapital-Rückgang. Fast jedes fünfte Unternehmen klagt über Liquiditätsengpässe, und 11 Prozent der Betriebe sieht sich mit zunehmenden Forderungsausfällen konfrontiert. Jedes 25. Unternehmen berichtet sogar über eine drohende Insolvenz. „Unsere Unternehmen sind dringend auf die Hilfen von Bund und Ländern angewiesen. Dazu zählt, dass die versprochenen Finanzhilfen einfach und schnell ausgezahlt werden. Aber auch strategische Planungsmöglichkeiten, selbst bei der aktuell unabsehbaren Pandemie-Entwicklung, sind überlebenswichtig“, mahnt Rössel. „Weiterhin halten die rheinland-pfälzischen IHKs an den Forderungen nach einem Belastungs- und Bürokratiemoratorium bis mindestens Ende 2021 fest.“

Weitere Fragen beantwortet: IHK Trier, Matthias Schmitt, Telefon: (06 51) 97 77-9 01, E-Mail: schmitt@trier.ihk.de

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Energieversorgung Mittelrhein unterstützt Karnevalsvereine in der Corona-Zeit – Jetzt bewerben

Region/Koblenz, 26.01.2021 – Die beliebte Palettenparty geht in die nächste Runde – Jetzt bewerben. Die evm-Palettenparty feiert fünfjähriges Bestehen: Nach vier erfolgreichen Wettbewerben will die Energieversorgung Mittelrhein (evm) die Karnevalsvereine und -gruppen in der Region auch in diesen schweren Zeiten unterstützen. „Obwohl die Session 2021 nicht wie gewohnt stattfindet, haben sich viele Vereine kreative Alternativen überlegt, wie sie den Karneval trotzdem feiern können. Dieses Engagement möchten wir unterstützen“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm. In diesem Jahr verlost das Energie-und Dienstleistungsunternehmen nicht wie gewohnt elf Paletten mit Wurfmaterial, sondern je 555 Euro an insgesamt elf Vereine.

Das Mitmachen ist ganz einfach: Um die 555 Euro zu gewinnen, müssen die Karnevalsgruppen ein Foto mit kurzer Beschreibung ihrer Idee einreichen, wie sie in diesem Jahr den Karneval zu den Menschen bringen. Das Foto muss bis Dienstag, 16. Februar 2021, per E-Mail an palettenparty@evm.de gesendet werden. Es wird in diesem Jahr keine offene Abstimmung geben. Eine evm-Jury wird alle Fotos und Ideen bewerten und so die elf Gewinner küren. Weitere Informationen finden interessierte unter www.evm.de/palettenparty.

„Der große Erfolg der evm-Palettenparty in den vergangenen drei Jahren spricht für. Wir möchten auch in Corona-Zeiten diesen besonderen Brauch ein wenig aufrechterhalten und die jahrelange Arbeit der Karnevalsvereine weiterhin unterstützen“, so Marcelo Peerenboom.

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Vier Berufskollegs im Kreis Düren laden zur telefonischen Beratung und Anmeldung ein

Düren, 26.01.2021 –  Corona-bedingt können die vier Berufskollegs des Kreises Düren ihre Tage der offenen Tür in diesem Jahr nicht in der bewährten Form anbieten. Um Interessenten über ihre zahlreichen Bildungsangebote zu informieren und zu beraten, gehen sie nun neue Wege.

Das Berufskolleg für Technik bietet an den Samstagen, 30. Januar und 6. Februar, jeweils von 9 bis 13 Uhr eine telefonische Beratung an. Falls es die Infektionslage zulässt, können Einzelberatung und Anmeldung am 6. Februar auch im Schulgebäude stattfinden. Weitere Informationen gibt es unter www.bkt-dueren.de.

Das Berufskolleg Kaufmännische Schulen lädt am Donnerstag, 28. Januar, um 18 Uhr zu einer Online-Podiumsdiskussion ein. Nach vorheriger Anmeldung bietet das Berufskolleg dann an den Samstagen, 30. Januar und 6. Februar, jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr Termine für eine telefonische Beratung an. Sollte es die Infektionslage es zulassen, können Beratung und Anmeldung am 6. Februar auch im Schulgebäude stattfinden. Weitere Infos gibt es unter www.bksd.de.

Das Berufskolleg Jülich bietet seine Beratungstage an den Samstagen, 30. Januar und 6. Februar, an. Sollte die Corona-Pandemie es zulassen, findet die Beratung am 6. Februar vor Ort statt, ansonsten ebenfalls telefonisch. Weitere Informationen: www.berufskolleg-juelich.de.

Das Berufskolleg Nelly-Pütz-Berufskolleg lädt an den Samstagen, 30. Januar und 6. Februar, zu telefonischen Beratungs- und Anmeldetagen ein. Termine können auf der Homepage www.nelly-puetz-bk.de gebucht werden. Bei Bedarf werden nach dem 6. Februar weitere Beratungstermine vergeben.

Je nach individueller schulischer und beruflicher Ausgangslage können Interessenten an den vier Berufskollegs des Kreises Düren berufliche und schulische Qualifikationen und Abschlüsse erlangen. Der Erwerb aller allgemeinbildenden Abschlüsse der Sekundarstufe II ist möglich. Darüber hinaus können Abschlüsse der Sekundarstufe I nachgeholt werden.

Zudem bieten die vier Berufskollegs für fast alle beruflichen Entwicklungswege eine Perspektive, denn sie kooperieren mit 1600 nationalen und internationalen Betrieben. Sie ermöglichen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Gestaltung und Kreatives, Soziales und Pädagogik, Sport und Medizin, Technik, Wirtschaft, Recht und Verwaltung den Erwerb von weiterführenden Abschlüssen. Berufliche Ausbildung bietet dank der Praxisnähe einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Denn der stete Kontakt mit der Berufswelt garantiert eine Sicherheit in der eigenen Orientierung und den Zugewinn an Kompetenz.