Der evm-Solarpark in Mastershausen produzierte im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen kWh Strom. Foto: Thomas Frey/evm
Region/Koblenz, 03.03.2021 – Das vergangene Jahr war außergewöhnlich sonnenreich. Das macht sich auch beim Ertrag der Solarparks bemerkbar. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat jetzt Bilanz gezogen und kann mit erfreulichen Zahlen aufwarten. So konnten sämtliche Photovoltaikanlagen der evm mehr Strom produzieren als ein Jahr zuvor. „Die Erzeugungsmengen lagen teilweise bis zu 15 Prozent über den Erwartungen“, berichtet Dr. Steffen Weil, der bei der evm für die Energieerzeugung verantwortlich ist.
Unterm Strich konnte die evm mit ihren eigenen Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen im Jahr 2020 rund 81,6 Millionen kWh Strom erzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Ertrag damit 2,1 Prozent niedriger. Dieser leichte Rückgang geht im Wesentlichen auf die schwächere Windausbeute zurück. Der Windpark Höhn beispielsweise produzierte 31,1 Millionen kWh Strom; ein Jahr zuvor waren es noch 2,4 Millionen kWh mehr.
Der ertragsreichste Tag des Jahres lag diesmal außergewöhnlich früh: Am 20. April 2020 konnte die evm mit ihren Anlagen 726.535 kWh Strom erzeugen. An diesem Tag kamen eine hohe solare Einstrahlung und hervorragende Windverhältnisse für die Stromproduktion zusammen, erklärt Steffen Weil.
Die Energieversorgung Mittelrhein betreibt eine Reihe von Anlagen in der Region, um Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dazu gehören die Windkraftanlagen in Waigandshain und Höhn, die Biogasanlage in Boppard, die Solarparks in Görgeshausen, Hachenburg, Höhn und Mastershausen, Anlagen in Hahn am See und Koblenz sowie die Wasserkraftwerke in Nauroth und Bad Marienberg. „Derzeit laufen bei uns die Planungen für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten. Unter anderem planen wir Solarparks in der Eifel im Westerwald und im Hunsrück“, erläutert Bereichsleiter Steffen Weil. Und auch bei Privatkunden wird Photovoltaik immer beliebter: Die evm hat ihr Paket Energiedach inzwischen an rund 400 Kunden verkauft und damit die Menge an Ökostrom, der in der Region produziert wird, deutlich erhöhen können.
„Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, weiterhin sehr vorsichtig zu sein. Wir riskieren alle Fortschritte und auch die erreichten Öffnungen, wenn die Infektionszahlen wieder ansteigen. AHA bleibt trotz Schnelltests wichtig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: Ministerium/Staatskanzlei
Region/Mainz, 03.03.2021 – Die Bundesregierung hat das französische Département Moselle als Virusvarianten-Gebiet eingestuft. Seit gestern gelten damit verschärfte Einreiseregelungen für Menschen, die sich in den letzten 10 Tagen vor Einreise im Département Moselle aufgehalten haben. Durch eine kurzfristige Änderung der rheinland-pfälzischen Corona-Verordnung wird es hinsichtlich der Quarantänepflicht bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet Ausnahmen für Grenzpendler und Grenzgänger geben.
„Ich bin sehr besorgt über die Ausbreitung der Virusvarianten in unserem Nachbarland Frankreich. Insbesondere im Département Moselle ist der Anteil der Covid-Infektionen mit der südafrikanischen Mutante hoch. Damit stehen sowohl unsere direkte Grenzregion als auch wir vor besonderen Herausforderungen. Um praktikable und maßgeschneiderte Lösungen insbesondere für Grenzpendler und Grenzgänger zu finden, stehen wir in engem Austausch mit den Akteuren und Unternehmen vor Ort sowie der Bundesregierung, den benachbarten Ländern und den französischen Freunden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Wichtigstes Ziel der Landesregierung sei es, einen effektiven Infektionsschutz mit dem grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten in unserer Region zu vereinbaren.
Unmittelbar nach Bekanntgabe der Einstufung des Département Moselle als Virusvariantengebiet haben sich die betroffenen Akteure auf allen politischen Ebenen in Videokonferenzen ausgetauscht, um sich auf die veränderte Situation bestmöglich einzustellen. Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatssekretärin Heike Raab, beriet hierbei mit den betroffenen Landkreisen und Vertretern der Kammern über die aktuellen Entwicklungen. „Mit der kurzfristigen Änderung der Corona-Landesverordnung schaffen wir Ausnahmen für Pendlerinnen und Pendler aus dem Département Moselle mit Blick auf die Quarantänebestimmungen. Sie sollen helfen, den grenzüberschreitenden Verkehr aus Gründen der Beschäftigung, aber auch der Ausbildung oder des Studiums aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus haben wir mit dem Bund besprochen, dass es keine stationären Grenzkontrollen, sondern stichprobenartige Kontrollen im Hinterland geben wird“, unterstrich Staatssekretärin Heike Raab.
Auch der Ausschuss für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat unter Leitung von Staatsminister Roth aus dem Auswärtigen Amt und Staatssekretär Beaune aus dem französischen Außenministerium kurzfristig getagt. „Es ist ein wichtiges Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft, dass wir uns sofort auf politischer Ebene zusammengeschaltet und über die weiteren Schritte beraten haben“, unterstrich Staatssekretärin Heike Raab. „Ich habe die Hoffnung, dass die Maßnahmen, die unsere französischen Freunde und die Bundesregierung zur Eindämmung der Virusvarianten-Ausbreitung ergriffen haben, schnell und effektiv Platz greifen. Um das grenzüberschreitende Leben zu bewahren, müssen wir das Infektionsgeschehen auf allen Seiten der Grenze bestmöglich in den Griff bekommen. Testungen, Screening und Sequenzierung gehören dabei zu den Voraussetzungen, genauso wie das verstärkte Impfen. Der Bund hat uns in Aussicht gestellt, dass in absehbarer Zeit „Selbst-Tests“ möglich werden, die als Gesundheits-Nachweis ausreichen können. Das würde das Verfahren sehr erleichtern. Selbstverständlich haben die Menschen selbst und ihre Umgebung am Arbeitsplatz das höchste Interesse, niemanden anzustecken.“
Das Département Moselle wurde als Virusvariantengebiet eingestuft, da dort insbesondere die südafrikanische Virus-Variante verbreitet ist. Ohne Ausnahme gilt daher eine Test- und Nachweispflicht sowie die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung. Nach der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes müssen alle Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten bereits bei Einreise den Nachweis über einen negativen Corona-Test mit sich führen, dessen Abstrich nicht älter als 48 Stunden ist. Bei Einreise nach Rheinland-Pfalz reicht ein Antigen-Schnelltest. Berufspendlerinnen und –pendler benötigen zudem einen Nachweis des Arbeitgebers über die berufliche Tätigkeit und das im Unternehmen umgesetzte Hygienekonzept.
Ausnahmen von der Quarantänepflicht bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet bestehen in Rheinland-Pfalz nun für folgende Personengruppen:
Personen, die nur zur Durchreise in das Land Rheinland-Pfalz einreisen. Sie haben das Land auf dem schnellsten Wege wieder zu verlassen.
Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren und angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten.
Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist und die für bis zu 72 Stunden in das Land Rheinland-Pfalz einreisen Die Erforderlichkeit und Unabdingbarkeit ist durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen.
Personen, die im Land Rheinland-Pfalz ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger).
Personen, die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in das Land Rheinland-Pfalz begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler).
Alle Informationen zur Testpflicht bei Einreise nach Rheinland-Pfalz finden Sie unter
Dirk Meid, Oberbürgermeister von Mayen und Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, freuen sich, dass auch die Schulen in Mayen über einen Breitbandanschluss verfügen. Foto: Westnetz / Westenergie AG
Mayen, 03.03.2021 – Bürger und Schulen profitieren von Anbindung ans Glasfasernetz. Der Zugang zum schnellen Internet wird in Mayen Realität: Die Westnetz GmbH hat im Auftrag der Westenergie Breitband GmbH die Bauarbeiten für die Infrastruktur in Mayen erfolgreich abgeschlossen, so dass jetzt Anwohner im Ausbaugebiet über Hochleistungsanschlüsse an das Glasfasernetz verfügen. Haushalte und Unternehmen profitieren von dem erfolgreichen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau der Westenergie Breitband GmbH, bei dem das Energieunternehmen, die Bürger und Stadt vor Ort engagiert und erfolgreich zusammenarbeiten. Insbesondere die Bildungseinrichtungen von Mayen erzielen einen großen Nutzen durch die Anbindung an das schnelle Internet.
Das neue Breitbandnetz von Westenergie ermöglicht Bandbreiten im Gigabitbereich. Streaming-Dienste, Online-Shopping, Homeoffice oder Homeschooling sind nur mit einer guten Datenanbindung möglich und die benötigten Datenmengen wachsen stetig weiter. Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle bei Westnetz erläutert: „Beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur beschränken wir uns nicht nur auf die Interessen der größeren Städte und Gemeinden, sondern blicken auf eine Flächenversorgung im gesamten Versorgungsgebiet. So tragen wir unserer Verantwortung als verlässlicher Partner der Kommunen bei diesem wichtigen Thema Rechnung.“
In einem ambitionierten Zeitplan hat Westnetz die Infrastruktur in Mayen für das schnelle Internet geschaffen. Dabei wurden vier Kilometer Verbundrohr gelegt, acht Kilometer Glasfaserkabel eingebracht und zehn Glasfaserverteilerschränke aufgebaut. Westnetz investierte 570.000 Euro in die Ausbaumaßnahme der Stadt.
Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, weiß aus der Zusammenarbeit mit den Kommunen, welche Bedeutung das Thema Breitbandausbau einnimmt: „Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist heute von zentraler Bedeutung und eine wesentliche Investition in die zukunftsfähige, digitale Infrastruktur einer Kommune. Gerade im ländlichen Bereich ist dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Zudem wird in Zeiten der Corona-Krise schnelles Internet immer wichtiger, da Bürger als auch Schüler vermehrt im Homeoffice tätig sind.“
Westenergie schließt in Mayen auch Bildungseinrichtungen an das schnelle Internet an. Darunter zählen die Grundschule Clemens, die Grundschule Hinter Burg, die Genoveva-Schule, die Elisabeth-Schule, die Albert-Schweitzer-Realschule plus sowie die Berufsbildende Schule. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass auch das Breitbandinternet zur digitalen Ausstattung von Schulen gehört und eine digitale Bildung erst möglich macht. Wir sind stolz, dass wir für die Schulen in Mayen die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen und die Digitalisierung in unserer Stadt vorantreiben können“, betont Dirk Meid, Oberbürgermeister von Mayen.
Der Breitbandausbau der Westenergie in FTTH-Bauweise (FTTH = Fiber To The Home) erfolgt nach einem gängigen und erprobten Prinzip der Vorvermarktung: Das Unternehmen ermittelt zu Beginn eine sogenannte Vorvermarktungsquote in der Stadt oder Ortsgemeinde. Wird diese Vorvermarktungsquote erreicht, baut das Unternehmen im vorgesehenen Ausbaugebiet kostenlos Glasfaser bis ins Haus aus.
Zum Unternehmen
Die Westenergie Breitband GmbH, vormals innogy TelNet GmbH, ist eine 100-prozentige Tochter der Westenergie AG und zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden.
Die Ansprache von Kunden im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt durch die E.ON Energie Deutschland. Alle Anwohner, die einen schnellen Internetanschluss erhalten können, wurden per Post von Westenergie über den erfolgten Ausbau informiert. Darüber hinaus gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800 99 000 66 Auskunft über die Produkte und Leistungen. Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.eon-highspeed.com.
Bei der Buchvorstellung „Nyons – ein Fest für die Sinne“ vor dem Mechernicher Rathaus mit Hinweisschildern zu den beiden Partnerstädten Nyons (Frankreich) und Skarszewy (Polen): Manuela Holtmeier (v.l.), Ewa Bochynek, Dr. Hans-Peter Schick, Ingrid Volkmer, Angelika Rhein, Ralf Claßen, Wilfried Hamacher und Gerhard H. Lenz. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 03.03.2021 – „Nyons – ein Fest für die Sinne“ ist der Titel eines neuen Buches über die erste Städtefreundschaft der Stadt Mechernich, die 1967 auf Initiative von Studiendirektor Wolfgang Müller zustande kam. Der Autor ist Wilfried Hamacher, einer von Müllers früheren Französischschülern am „GAT“ (Gymnasium am Turmhof), das damals freilich noch „Neusprachliches Gymnasium der Gemeinde Mechernich“ hieß.
Ein Stück europäischer Versöhnungsgeschichte halten hier (v.l.) Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Buchautor Wilfried Hamacher und Dezernent Ralf Claßen in Händen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Und Hamacher, seit 1999 Vorsitzender des 100 Familienmitgliedschaften und weitere 60 Einzelmitglieder zählenden Freundeskreises Nyons-Mechernich, will sein in erster Auflage bereits vergriffenes und bald in zweiter Auflage erscheinendes 130-Seiten-Werk ausdrücklich als eine „Hommage an Wolfgang Müller, die Stadt Nyons, deren Bewohner und an die Städtepartnerschaft Mechernich-Nyons“ verstanden wissen.
Der reich bebilderte Hochglanzdruck ist ab sofort über die Vorstandsmitglieder Wilfried Hamacher (Tel. 02443-60 74), Ingrid Volkmer (02256-33 44) und Angelika Rhein (02443-31 48 352) zum Preis von 7,50 Euro zu beziehen.
Vorstellung im Trauzimmer
Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Dezernent Ralf Claßen, Teamleiterin Manuela Holtmeier und die unter anderem für die Städtepartnerschaften zuständige Stadtmitarbeiterin Ewa Bochynek stellten das Buch jetzt Corona-bedingt im geräumigen Trauzimmer des Mechernicher Rathauses gemeinsam mit Wilfried Hamacher, Gerhard H. Lenz, Ingrid Volkmer und Angelika Rhein vom Freundeskreis vor.
Die Stadtverwaltung war voll des Lobes für Wilfried Hamachers Auswertung der Aufzeichnungen von Gründervater Wolfgang Müller, die ihm vor einigen Jahren von der Familie überlassen worden waren. „Ich hatte immer vor, daraus und aus neueren Aufzeichnungen, Zeitungsberichten und eigenen Erinnerungen ein Buch zu machen“, verriet Wilfried Hamacher bei der Vorstellung.
Aber solange er selbst voll im Geschirr als Pädagoge und Französisch-Unterrichtender am Berufskolleg Eifel gestanden habe, hätte er die Finger davongelassen: „An sowas muss man dranbleiben, sonst wird es Stückwerk!“ Mit der Pensionierung aus dem Schuldienst war jetzt – knapp vier Jahre nach den Feierlichkeiten zum „goldenen“, also 50jährigen Partnerschaftsjubiläum – der geeignete Zeitpunkt gekommen, im übertragenen Sinne zu Papier und Feder zu greifen.
Jahrzehnte gesammelt
„Zwei Wochen, fast Tag und Nacht“, habe er das zum Buch gefügt, was seit Jahrzehnten bereits nach und nach aufgearbeitet worden war. Und der Prozess war mit dem Versand der hundertseitigen Erstauflage an die Mitglieder des Freundeskreises vor einigen Wochen auch noch nicht abgeschlossen, denn die in diesen Tagen erscheinende und frei verkäufliche Zweitauflage verfügt bereits über 130 Seiten.
„Wir haben größtenteils ein sehr positives Echo aus der Mitgliederschaft bekommen“, sagte Ingrid Volkmer. „Die Partnerschaft ist lebendig und fußt auf vielen Einzelfreundschaften und Bekanntschaften“, konstatierte Gerhard H. Lenz. „Wir sind nie eine Partnerschaft nur der Offiziellen gewesen“, resümierte Buchautor Wilfried Hamacher. Familien, Vereine und immer wieder Schüler seien zwischen Eifel und Provence hin- und hergereist: „Wir haben bis zu 15 Austausche pro Jahr gezählt!“
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick warnte jedoch davor, den demographischen Wandel aus den Augen zu verlieren: „Ich bin ja auch Mitglied im Freundeskreis, und ich muss sagen, wir sind wie viele Partnerschaftskomitees hoffnungslos überaltert!“ Es müssten Wege beschritten werden, die die jungen Bürger der Stadt wieder auf den europäischen Freundschaftsgedanken aufmerksam machten.
„Für die Nachkriegsgeneration und die folgende war es noch ein hohes Ziel, Ausgleich zu schaffen und Freundschaft zu schließen zwischen Menschen und Völkern, denen man jahrhundertelange die Erzfeindschaft ins Stammbuch geschrieben hatte“, so Dr. Schick. Für die heute junge Generation sei das kein Thema mehr: „Für die ist es selbstverständlich, dass Deutsche und Franzosen Freunde und Partner im Herzen Europas sind“.
Geschichts- und Reiseführer
Das Buch Wilfried Hamachers ist historischer Abriss, Biographie und Reiseführer in einem. Es gliedert sich – Vorwort und Quellen einmal nicht mitgezählt – in 18 Kapitel. Wobei dem Verfasser seine Liebe und Hingezogenheit zu Nyons und seinen Menschen deutlich anzumerken ist, wenn er das Auftaktkapitel „Nyons – das Paradies auf Erden“ überschreibt. Zitat: „Nyons – der Name zergeht auf der Zunge wie ein köstlicher Tropfen Olivenöl »extra vierge« oder ein kleiner Schluck »Côtes du Rhône villages«. Nyons, was für ein Gefühl!“
Es folgen „Wissenswertes“, „Geschichtliches“, „Sehenswürdigkeiten und Sehenswertes“, „Köstlichkeiten aus der Natur“, „Die Legende vom Pontias“, „Feste im Jahresverlauf“, „Hotellerie und Gastronomie“, „Die Flutkatastrophe 1992“, „Die Entstehungsgeschichte der Städtepartnerschaft“, „Mechernich – Nyons“, „Der Freundeskreis Mechernich – Nyons“, „Persönlichkeiten der Städtepartnerschaft“, „Austauschmaßnahmen“, „Jubiläen“, „Geschichten und Anekdoten“, „Rezepte“ und „Impressionen aus Nyons“.
Familienminister Joachim Stamp: „Mir ist es wichtig, all jenen Dank zu sagen, die tagtäglich – und vor allem jetzt unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie – Kinder bilden und betreuen, sie fördern, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Foto: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW
Region/Düsseldorf, 03.03.2021 – Der Bedarf an pädagogischen Fachkräften wird in den kommenden Jahren weiter steigen / Familienminister Joachim Stamp lobt die Arbeit in Kitas und der Kindertagespflege: Anspruchsvoll und gesellschaftspolitisch enorm wichtig! Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration teilt mit:
Foto: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW
Das Familienministerium wirbt seit Dienstag, 2. März 2021, landesweit für die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin oder Kinderpflegerin (m/w/d) in Kindertageseinrichtungen. Die neue Kampagne startet sowohl analog als auch digital in Nordrhein-Westfalen. Sie ist in den sozialen Medien ebenso zu finden wie im Radio, bei Streaming-Anbietern oder auch an Tankstellen oder an den zentralen Verkehrsknotenpunkten. Auf den Motiven und in den Spots werben Mädchen und Jungen im Kita-Alter für einen Beruf in der Frühen Bildung. Detaillierte Informationen finden Interessierte unter www.kitajob.nrw.
„Die Kinder in unserem Land haben beste Chancen auf gute Bildung verdient. Dafür brauchen wir auch in Zukunft viele Fachkräfte. Mit unserer Kampagne wollen wir die Zahl der Auszubildenden an den Fachschulen und Berufsfachschulen steigern. Bereits mit der Kita-Helfer-Kampagne im vergangenen Herbst ist es uns gelungen, tausende Menschen zu gewinnen, die in Pandemie-Zeiten das pädagogische Personal entlasten. Auch diesen Kita-Helfern soll nun eine praxisintegrierte Ausbildung oder Weiterbildung ermöglicht werden“, erklärte Familienminister Joachim Stamp.
Die Landesregierung hat bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um dem steigenden Personalbedarf in Kitas zu begegnen. So wurde beispielsweise die Zahl der Studienplätze für die Ausbildung von Lehrkräften für Sozialpädagogik verdreifacht. Zudem wird die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern durch die im letzten Jahr in Kraft getretene Reform des Kinderbildungsgesetzes finanziell gefördert. Durch eine angepasste Personalverordnung wurde zudem das Arbeitsfeld der Kitas für neue Berufsgruppen geöffnet.
Neben der Rekrutierung von neuem Personal geht es bei der Kampagne um die Wertschätzung der Arbeit, die in den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege in Nordrhein-Westfalen geleistet wird. Familienminister Joachim Stamp: „Mir ist es wichtig, all jenen Dank zu sagen, die tagtäglich – und vor allem jetzt unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie – Kinder bilden und betreuen, sie fördern, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Dieser anspruchsvollen und gesellschaftspolitisch enorm wichtigen Aufgabe wollen wir Anerkennung zollen.“
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8080
Sinzig, 03.03.2021 – Der Stadtwald ist in Sinzig von zentraler Bedeutung. Stabile, naturnahe Wälder und ihre nachhaltige Bewirtschaftung schützen das Klima, gewährleisten die Biodiversität und sind der wichtigste Erholungsort der Bevölkerung. Sie liefern den klimafreundlichen Rohstoff Holz und sichern Arbeit und Einkommen.
In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen eines Konjunktur- und Zukunftpakets von der Bundesregierung 130 Mio. € für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zur Verfügung gestellt – die Bundeswaldprämie.
Revierförster Stephan Braun erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Finanzen im November 2020 einen entsprechenden Antrag. Die gute Nachricht kam dann in der zweiten Februarwoche: Für die 850 ha Wälder der Stadt Sinzig erhält die Stadt Sinzig eine Zuwendung in Höhe von 85.000,00 €.
Bürgermeister Andreas Geron und Kämmerin Antje Thürmer zeigten sich aufgrund der kurzfristigen Bewilligung der Gelder aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung ebenso hocherfreut wie Förster Stephan Braun.
„Die Stadt Sinzig ist sich der Verantwortung bewusst, die eine nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft angesichts des Klimawandels mit sich bringt“, so Bürgermeister Geron. „Die Waldprämie unterstützt uns in unseren Bemühungen, den Wald zukunftssicher zu bewirtschaften.“
Aktuell wird an einem weiteren Projekt gearbeitet – der Ausweisung von Prozessschutzflächen, also Bereichen, welche im Sinne eines „Urwalds“ sich selbst überlassen bleiben und langfristig gepachtet werden können.
Ein Teil des Mitarbeiterteams vor dem fertigen Kita-Gebäude in der Heinrich-Heidenthal-Straße – mit Ralf Claßen (l.), David Esch (r.) und Kita-Leiterin Dagmar Heinrichs (2.v.r.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 03.03.2021 – Es ist gefühlt sowas wie ein zweiter Geburtstag für die Kita am Nyonsplatz. Ein „Herzlich-Willkommen“-Schild und viele Luftballons zieren den Eingang für den großen Tag. Nach einer gut einjährigen Um- und Ausbauphase geht an der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die von Dagmar Heinrichs geleitet wird, eine neue, komplette zweite Etage im Obergeschoss in Betrieb. Mit der Erweiterung kommen zu den zwei bisherigen Ü3-Gruppen noch zwei Krippengruppen, also U3-Kinder, hinzu. Die Stadt investiert rund 750.000 Euro in die Aufstockung.
Luftballons und ein Willkommensschild zeugen von der Eröffnung der zweiten Etage der aufgestockten AWO-Kita am Nyonsplatz. Einrichtungsleiterin Dagmar Heinrichs freut sich und mit ihr Ralf Claßen, Dezernent der Stadt Mechernich (r.), als auch David Esch, der bei der Stadtverwaltung zuständige Gebäudemanager. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Wer die neuen Räume durchschreitet stellt schnell fest: Die hinzugewonnene Etage ist genauso modern und liebevoll für die Kleinsten eingerichtet wie unten. Die großen Fenster bieten enorm viel Licht für alle „Bewohner“. „Mit dem Umbau ist auch eine Klimaanlage installiert worden für die heißen Tage“, berichtet David Esch vom Gebäudemanagement der Stadt. Ein Aufzug macht die Einrichtung barrierefrei. Außerdem entschied sich die AWO für Möbel und Spielmaterialen aus gutem Vollholz. Der große, rund 1.500- Quadratmeter-fassende Gartenbereich ist über eine Außentreppe ebenso aus dem neuen Stockwerk auf direktem Wege erreichbar.
Die Kita-Kinder können sich über lichtdurchflutete Räume freuen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Die beiden neuen Krippengruppen zählen eigentlich schon seit dem 1. Oktober zur Kita-Einrichtung am Nyonsplatz. Weil sich der Fertigstellung des Bauprojektes Corona-bedingt aber verzögert hatte, wurden die Kita-Kinder viereinhalb Monate übergangsweise von den AWO-Erzieherinnen in der freien Veytalschule in Satzvey betreut. Die dortigen Verantwortlichen hatten seinerzeit spontan ihre Hilfe angeboten und so wurden die Kinder in ihren Klassenräumen aufgenommen.
„Mit der Veytalschule hat die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Da hat die Stadt Mechernich eine ganz tolle Lösung gefunden. Dafür möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken“, so Heinrichs. AWO-Fachgruppenleiterin Elke Baum ergänzt: „Die Stadt Mechernich hat sogar die Taxikosten übernommen für Familien, die nicht mobil waren.“
Statt 50 jetzt 74 Kinder
Am Montag, 22. Februar, geht die Einrichtung gesammelt mit allen vier Gruppen mit insgesamt 74 Kindern in den Betrieb. Sie teilen sich auf in die bisherigen zwei Regelgruppen à 25 Kinder (Ü3) und die zwei neuen Krippengruppen à 12 Kinder (U3) mit einem höheren Betreuungsbedarf.
Doppelt so viel Raum, aber nur halb so viele neue Kita-Kinder? Ralf Claßen, Dezernent der Stadt, erklärt das Phänomen: „Jüngere Gruppen sind meist kleiner, haben aber dennoch einen, vergleichsweise größeren Platzbedarf pro Kopf, weil sie zusätzlich zum Beispiel eigene Schlafräume benötigen. Durch die steigende Nachfrage nach diesem Betreuungsangebot sind deshalb immer häufiger An- und Umbauten an unseren Kitas im Stadtgebiet notwendig.“
Die AWO beschäftigt an dem Mechernicher Standort mit der Aufstockung insgesamt 20 Mitarbeiter inklusive einer Hauswirtschaftskraft. Die nutzbare Fläche verdoppelt sich mit dem duplizierten Erdgeschoss in der oberen Etage: Statt 330 Quadratmeter stehen jetzt 660 Quadratmeter zur Verfügung für Spiel- und Lernräume, Schlafzimmer, Turnhalle und Büros.
Statt der Turnhalle unten ist in dem oberen Stockwerk eine Terrasse entstanden, die zukünftig – sicher umzäunt – als Draußen-Spiel- und Krabbelgelände für die Jüngsten dienen soll, berichtet Baum. Bevor das Wuseln da aber losgehen kann, muss der Boden noch mit einem geeigneten Spielbelag ausgestattet werden. Eine Rampe im Flur führt dann ohne Stolperfalle und sogar Krabbelkinder unfallfrei auf das Sonnenareal. Heinrich lobt die Stadt: „Da wurde an alles gedacht.“
Überhaupt sei es ein hervorragendes Miteinander während des Projektes mit allen Beteiligten gewesen. Ob AWO, Architekturbüro „Sampels Schlich Ingenieure“, beauftragte Baufirmen oder das städtische Gebäudemanagement. „Alle haben Hand in Hand gearbeitet, so dass wir das super zusammen stemmen konnten“, schwärmt die Kita-Leiterin. Auch betroffene Eltern und Mitarbeiter hätten die Doppelbelastung mit den Extra-Fahrten nach Satzvey und den Lärm- und Staub-Belastungen während der Bauphase bestens gemeistert und getragen.
Knapp 30-jährige Zusammenarbeit
Die AWO und die Stadt Mechernich können auf eine fast 30-Jahre-währende, erfolgreiche und gewachsene Zusammenarbeit zurückblicken. Claßen lobt: „Wir sind froh, dass wir die AWO haben.“ Und auch Baum stimmt dem unumwunden zu: „Unsere Zusammenarbeit läuft außerordentlich gut.“
Es gibt einen weiteren Grund zum Jubeln für die Kita: Zum 1. Januar wurde die Einrichtung in der Heinrich-Heidenthal-Straße als „Sprach-Kita“ in einem Bundesprogramm aufgenommen. Mit der Förderung stärkt das Bundesfamilienministerium die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas vor Ort. Verbunden ist damit eine Förderung in Höhe von 50.000 Euro, mit der Heinrichs eine „gute und gezielte Sprachförderung“ umsetzen will – besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund.
Aber jetzt gilt es natürlich zunächst mal den fertigen Ausbau zu genießen. Die Kita war am Nyonsplatz mit dem unteren Basisgeschoss im August 2018 von der AWO in Betrieb genommen worden.
In der Unterführung wurde mit roher Gewalt auch ein Geländer demoliert, wie Ordnungsamtsmitarbeiter Pascal Dreßen (l.) und Freddy Huppertz vom Bauhof zeigen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Kall, 03.03.2021 – Der Bauhof reinigt und überstreicht nun die Farbe an Wänden, auf Lampen und Schildern – Die Gemeinde hat Anzeige erstattet – Das Ordnungsamt sucht nach Augenzeugen. Unbekannte haben in der Zeit seit Donnerstag, 18. Februar, in dem Bereich zwischen Bahnhof, Trierer Straße, Keldenicher Straße und Bahnhofstraße Schmierereien hinterlassen. Vorrangiges Ziel war die Fußgängerunterführung am Bahnhof, die in Gemeindeeigentum ist. Aber auch der Fußweg von der Keldenicher zur Trierer Straße und die Buswartehäuschen hinter dem Bahnhof wurden mit Farbe beschmiert.
Mit weißer Farbe übermalte Freddy Huppertz vom Bauhof die bunten Schmierereien. Er hofft, dass mit zweifachem Überstreichen nichts mehr davon zu sehen ist. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
„Schmierereien oder Vandalismus hatten wir schon einmal vereinzelt in der Vergangenheit zu beklagen, allerdings nicht in dem Umfang“, berichtet Pascal Dreßen vom Kaller Ordnungsamt. Nicht nur die Wände in der Fußgängerunterführung sind über die gesamte Länge mit Schriftzügen, Symbolen und Co. verunstaltet worden. Auch Lampen und Hinweisschilder wurden übersprüht. Ein Geländer in der Unterführung wurde mit roher Gewalt demoliert.
Mitarbeiter des Kaller Bauhofs sind nun damit beschäftigt die Schäden zu beseitigen. Die Wände werden weiß gestrichen – nicht zum ersten Mal. „Das ist bestimmt eine Woche Arbeit“, sagt Freddy Huppertz vom Bauhof, der mit seinem Kollegen Roland Manstein abklebt, streicht und reinigt.
Am Busbahnhof wurden ein Wartehäuschen, Fahrpläne und Mülleimer beschmiert. Zäune wurden demoliert, ein Mülleimer offenbar in Brand gesteckt und an der Trierer Straße Begrenzungspfosten aus dem Boden gerissen. Auch eine Garage auf einem Privatgrundstück gegenüber des Pendlerparkplatzes wurde mit einem Schriftzug versehen.
Im Bereich des rund 50 Meter langen Fußwegs von der Trierer Straße bis zur Unterführung Keldenicher Straße wurde die Fassadenkunst mit den historischen Bildern Kall ebenfalls beschmiert. Schon als die Wände vor vier Jahren mit den Kunstwerken gestaltet wurde, war zum Glück ein Speziallack aufgetragen worden, auf dem Graffiti und Co. gut entfernt werden können. „Aber auch das ist mit Aufwand verbunden“, sagt Dreßen.
Die Gemeinde Kall hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Kriminalpolizei in der Wache Schleiden unter 02445/858-0 entgegen. Sollte jemand Täter auf frischer Tat ertappen, bittet das Ordnungsamt darum, dies umgehend der Polizei unter 110 zu melden. „Es ist nicht nötig, die Täter anzusprechen und sich so eventuell in Gefahr zu begeben. Aber rufen Sie bitte an“, so Pascal Dreßen. „Wir werden unnachgiebig gegen diese sinnlose Verwüstung vorgehen“, sagt Bürgermeister Hermann-Josef Esser.
In den vergangenen Wochen gab es häufiger Vorfälle von Vandalismus im Ortskern. Bereits im Herbst waren Buswartehäuschen an der Trierer Straße und der Gemünder Straße zerstört worden. Im Hof der Begegnung wurden Mülleimer und Pflanzen aus der Verankerung gerissen. Und auch die Unterführungen waren damals Ziel: Dort wurden wie jetzt auch Wände mit Farbe besprüht.
Zwei Erfolgsgeschichten aus 2.868: Die Geschwister Janina und Athena Ebermann haben im August 2020 gemeinsam ihre Ausbildung als Stuckateurinnen beim Handwerksbetrieb Gewo aus Koblenz begonnen. Foto: Michael Jordan
Region/Mayen-Koblenz, 03.03.2021 – HwK Koblenz: 2.868 Jugendliche haben sich für eine handwerkliche Ausbildung entschieden. „Dank der gemeinsamen Anstrengungen von Betrieben, Innungen, der Handwerkskammer Koblenz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung ist es uns gelungen, die durch die Corona-Pandemie erwarteten Einbrüche bei den Ausbildungszahlen deutlich abzufedern“, lautet das Fazit der Handwerkskammer (HwK) Koblenz mit Blick auf die Ausbildungsbilanz 2020.
Bereits im April 2020 verzeichnete die Lehrlingsrolle 140 weniger neu eingetragene Ausbildungsverträge als noch im Vorjahr. Ende Juni stieg die Differenz auf ein Minus von 384 zum Vergleichsmonat 2019, was einem Einbruch von 22 Prozent entspricht.
Der Rückgang lässt sich vorrangig auf die nur eingeschränkt möglichen Angebote der beruflichen Orientierung zurückführen. Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen und die notwendigen Hygiene-Schutzmaßnahmen erschwerten zusätzlich die Realisierung von Praktika. Dadurch verweilten die Schüler mehr in den ihnen bekannten Schulsystemen und suchten weniger den Weg in die duale Ausbildung. „Daraus mussten wir die richtigen Schlussfolgerungen ziehen und unter Hochdruck neue Strategien und Wege der Berufsorientierung entwickeln“, resümiert HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich. „Wir müssen der Krise pro-aktiv begegnen, anstatt uns von ihr beherrschen zu lassen.“
Durch den Ausbau der virtuellen Berufsorientierung, neuen, Pandemie-konformen Veranstaltungsformaten wie den „Azubispots“ und der engen Zusammenarbeit mit den Mitgliedsbetrieben konnte das Minus im Laufe des Jahres 2020 deutlich verringert werden. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren nur noch acht Prozent weniger neu eingetragene Ausbildungsverträge als zum Jahresende 2019 zu verzeichnen. „Durch diese Angebote und vor allem durch die Bemühungen der Betriebe haben wir es ab dem Sommer offensichtlich geschafft, trotz der Widrigkeiten die Vorzüge der Ausbildung im Handwerk gut und überzeugend den Jugendlichen zu vermitteln“, weiß auch HwK-Präsident Kurt Krautscheid.
Auf Platz eins der beliebtesten Ausbildungsberufe im Handwerk liegt trotz 79 weniger Neueintragungen als im Vorjahr weiterhin der KFZ-Mechatroniker. 2020 haben hier 402 Jugendliche eine Lehre begonnen. 2019 waren es noch 481. Die Gründe dafür sieht die HwK im Umbruch der Automobilbranche. Deutlich im Plus liegen die Ausbildungszahlen bei den Bau- und Ausbauberufen. So haben 2020 rund 18 Prozent mehr Jugendliche eine Ausbildung als Maurer begonnen und knapp 17 Prozent mehr als im Vorjahr den Weg in eine Dachdeckerausbildung gewählt. Auch im Straßenbau steigt die Zahl der neu eingetragenen Lehrverträge um zehn Prozent. Mit einem Minus von knapp 15 Prozent sind dagegen die Nahrungsmittelhandwerke das Gewerk mit der stärksten Abwärtstendenz. „Auch hier gilt es in Zukunft die Attraktivität dieser Ausbildungsberufe stärker herauszustellen! Gesunde Ernährung und vor allem nachvollziehbare Herstellung und Gewinnung von Lebensmitteln gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Darauf werden wir stärker hinweisen, auch bei der Nachwuchsgewinnung“, sind sich Krautscheid und Hellrich einig.
„Ein einfaches Attest über die Zugehörigkeit zu einer Patientengruppe nach Paragraf 3 der Impfverordnung reicht aus, eine konkrete Diagnose ist nicht erforderlich“, so Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons. Foto: Gerd Altmann
Region/Düsseldorf, 03.03.2021 – Interdisziplinäre Expertenrunde empfiehlt Strategie proaktiver, vorsichtiger und geschützter Öffnungen. Die Staatskanzlei teilt mit: Mit Blick auf die anstehenden Bund-Länder-Gespräche unterbreitet der Expertenrat Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in seiner fünften Stellungnahme drei konkrete Empfehlungen für die weitere Strategie im Kampf gegen das Coronavirus und den vorsichtigen Weg aus dem Lockdown.
So sollen Öffnungsschritte aus dem Lockdown an individuell angepasste Schutz- und Hygienekonzepte geknüpft sein, zur Einordnung der pandemischen Lage auf lokaler Ebene soll eine Kombination an Indikatoren eingeführt werden und das Impfangebot sollte über priorisierte Gruppen hinaus von Bund und Ländern erweitert werden. Die empfohlenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Öffnungsschritte zu evaluieren und kurzfristig gezielt auf die Infektionsdynamik reagieren zu können.
Die zentrale Empfehlung des Expertenrats Corona ist, die Öffnungsschritte aus dem Lockdown nicht durch zeitliche Vorgaben und eine Abgrenzung nach Branchen, sondern vielmehr an den verfügbaren Schutzkonzepten zu orientieren. Hierfür sei eine Ausweitung der Testkapazitäten, eine technologische Plattform, die unter Einbeziehung der Gesundheitsämter eine umfassende und tagesgleiche Nachverfolgung der Infektionsketten gewährleiste sowie eine digitale Technologie zur Nachverfolgung von Clusterinfektionsherden erforderlich. Letzteres könne durch eine Weiterentwicklung der Corona-Warn-App erfolgen.
Zur Einordnung der epidemischen Lage auf lokaler Ebene empfiehlt der Expertenrat, mehrere Indikatoren in den Blick zu nehmen, da das Infektionsgeschehen durch die nach wie vor hohe Unsicherheit keine Abbildung durch einen einzelnen Faktor erlaube. Insbesondere müssten neben der 7-Tages-Inzidenz auch der Anteil intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Fälle an der Gesamtzahl der betreibbaren Bettenkapazitäten oder die wöchentlich hospitalisierten Fälle unter den über 60-Jährigen in den Blick genommen werden.
Bund und Länder fordert das zwölfköpfige Gremium auf, das Impfangebot über die priorisierten Gruppen hinaus rasch zu erweitern.
Zu dem zwölfköpfigen Gremium gehören:
Dr. Dr. Udo Di Fabio, Professor für öffentliches Recht an der Universität Bonn und früherer langjähriger Richter am Bundesverfassungsgericht
Stephan Grünewald, Diplom-Psychologe und Gründer des Markt- und Medienforschungsinstituts „rheingold“
Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe, emeritierter Philosophie-Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln
Monika Kleine, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Köln
Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung beim Maschinenbauer Trumpf
Dr. Armin Nassehi, Professor für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG
Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung
Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn
Dr. Christiane Woopen, Humanmedizinerin und Vorsitzende des Europäischen Ethikrates
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Cookie EinstellungenZustimmen
Datenschutz & Cookie Richtlinien
Datenschutzübersicht
Diese Website verwendet Cookies um Ihre Erfahrung zu verbessern, während Sie durch die Website navigieren. Von diesen Cookies werden die Cookies, die nach Bedarf kategorisiert werden, in Ihrem Browser gespeichert, da sie für das Funktionieren der grundlegenden Funktionen der Website wesentlich sind.
Aktuell verwenden wir keine Cookies von Drittanbietern.
Sollte sich dies allerdings ändern, werden diese nur mit Ihrer Zustimmung in Ihrem Browser gespeichert. Sie haben dann auch die Möglichkeit diese Cookies zu deaktivieren. Das Deaktivieren einiger dieser Cookies kann sich jedoch auf Ihre Browser-Erfahrung auswirken.
Notwendige Cookies sind unbedingt erforderlich, damit die Website ordnungsgemäß funktioniert. Diese Kategorie enthält nur Cookies, die grundlegende Funktionen und Sicherheitsmerkmale der Website gewährleisten. Diese Cookies speichern keine persönlichen Informationen.