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NRW-Kreise, die an Belgien und die Niederlande grenzen, fordern in einem gemeinsamen Appell zusätzlichen Impfstoff vom Land

Euskirchen/Region, 10.03.2021 – Zusätzlicher Impfstoff gefordert. Eindringlicher gemeinsamer Appell der Kreise Borken, Euskirchen, Heinsberg, Kleve und Viersen sowie der Städteregion Aachen ans Land: Lieferung zusätzlicher Impfdosen in die besonders belasteten Regionen an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien!


Mit einem eindringlichen Appell wenden sich jetzt die Spitzen der Kreise Borken, Euskirchen, Heinsberg, Kleve und Viersen sowie der Städteregion Aachen an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Auf Initiative des Borkener Landrates Dr. Kai Zwicker weisen sie auf die besondere Corona-Lage der NRW-Grenzregionen zu den Niederlanden und Belgien hin. Dort bewegen sich die „7-Tage-Inzidenzen“ seit Wochen auf einem vielfach höheren Niveau als in Deutschland. Bezugnehmend auf die Beschlussfassung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 3. März 2021 fordern sie daher vom Land die Lieferung zusätzlicher Impfdosen. Dazu der Euskirchener Landrat Markus Ramers: „Als Grenzkreis haben wir einen engen und intensiven Austausch mit unseren belgischen Nachbarn. Von daher unterstütze ich die Gemeinschaftsaktion der Kreise entlang der Westgrenze und appelliere an das Land, diese besondere Situation zu berücksichtigen. Wir brauchen mehr Impfstoff.“

Zur Begründung führen die Landräte an, dass es seit Beginn der Pandemie politischer Wille von Bund und Land NRW sei, die Grenze zu den Niederlanden und Belgien offen zu halten. Diese Entscheidung habe jedoch auch Konsequenzen für die im deutschen Grenzraum lebenden Bürgerinnen und Bürger: Nicht zuletzt aufgrund des stets deutlich höheren Infektionsgeschehens in den Niederlanden und in Belgien weisen die deutschen Grenzkreise höhere Inzidenzwerte als strukturell vergleichbare Kreise im Landesinneren auf. Diese Entwicklung sei auch in Niedersachsen zu beobachten.

Die politisch Verantwortlichen in Düsseldorf werden daher in dem gemeinsamen Appell ausdrücklich in die Pflicht genommen, in dem sie an einen besonderen Passus der Vereinbarung der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin erinnert werden: Dort heißt es: „Durch den Eintrag aus hochbelasteten ausländischen Regionen sind einige der deutschen Grenzregionen sehr stark betroffen. Um ihnen eine sogenannte Ringimpfung zum Schutz der Bevölkerung und des Landesinneren möglich zu machen, wird die Impfverordnung so geändert, dass innerhalb der Kontingente des jeweiligen Bundeslandes dafür Impfstoffe prioritär genutzt werden können.“

Die Unterzeichner des Appells konstatieren, dass den Grenzkreisen und der Städteregion Aachen zweifelsohne eine besondere Pufferfunktion zukomme und schlussfolgern: „In dem Maße, in dem zunehmend Teile der Bevölkerung geimpft werden, die in Regionen mit erhöhten Inzidenzwerten leben, wirkt das Impfen sofort stärker der Ausbreitung des Virus entgegen. Insofern liegt ein schnelles und umfangreiches Impfen in den Grenzregionen im gesamten Landesinteresse.“ Daher bitten sie das Land mit Nachdruck darum, die gemeinsam mit der Bundeskanzlerin getroffene Beschlussfassung für die NRW-Grenzkreise zeitnah umzusetzen und möglichst schnell zusätzliche Impfmittel an diese Kreise zu liefern. Ein ähnliches Vorgehen habe in der vergangenen Woche übrigens der bayrische Ministerpräsident angekündigt, wonach zeitnah rund 50.000 zusätzliche Impfdosen in Grenzregionen zu Tschechien geschickt werden sollen.

 

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Bundesregierung begrüßt heutige Erklärung der Wirtschaft zur Ausweitung der Testangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Region Eifel/Berlin, 09.03.2021 – Die Bundesregierung begrüßt die heutige Erklärung der Wirtschaft zur Ausweitung der Testangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einer umfassenden Teststrategie kommt in der aktuellen Phase der Pandemie eine hohe Bedeutung zu. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft nehmen dabei ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahr und werden das Testangebot, welches viele Unternehmerinnen und Unternehmer ihren Beschäftigen bereits zur Verfügung stellen, in den nächsten Wochen kontinuierlich ausweiten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die heutige Erklärung der Wirtschaft ist eine sehr gute und zentrale Basis, um so vielen Beschäftigten wie möglich ein Angebot zum Testen zu unterbreiten. Je mehr und umfassender wir testen, desto mehr Klarheit für weitere Öffnungsschritte der Wirtschaft können wir gewinnen.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Die Corona-Pandemie ist eine enorme Belastung für uns als Gesellschaft. Breite Testungen bieten eine Chance, Lockerungen für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft zu ermöglichen. Hierfür tragen jetzt Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam die Verantwortung. Ich begrüße daher den klaren Appell der Wirtschaftsverbände an die Unternehmen in Deutschland, ihren Beschäftigten Möglichkeiten zu Selbst- und Schnelltests in den Betrieben anzubieten. So können wir Schritt für Schritt wieder mehr Normalität erlangen.“

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Ab Mittwoch, 10. März: Registrierung für über 70-Jährige – Ausweitung des Projekts Impfungen durch Hausärzte

Region Eifel/Mainz, 09.03.2021 – Ab morgen, Mittwoch, den 10. März, können sich alle Menschen über 70 Jahren für einen Impftermin in Rheinland-Pfalz über das Online-Portal und telefonisch für die Corona-Schutzimpfung registrieren. „Das ist ein wichtiger Schritt, um den Impfschutz der vulnerablen Gruppe weiter auszubauen. Die 360.000 Menschen über 70 Jahren, die in Rheinland-Pfalz leben, haben wir bereits per Brief angeschrieben und sie über das Angebot informiert“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Vorstellung des aktuellen Standes der Impfungen in Rheinland-Pfalz.

Seit vergangenen Samstag können sich bereits Menschen mit bestimmten schweren Erkrankungen der Priorisierungsgruppe 2 sowie enge Kontaktpersonen von Schwangeren und pflegebedürftigen Menschen registrieren. Von der Registrierungs­möglichkeit haben Stand gestern später Abend mehr als 100.000 Personen Gebrauch gemacht und sich erfolgreich registriert. Rund 44.000 Menschen davon waren Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen, die in die höchste oder hohe Priorisierungsgruppe der Corona-Impfverordnung fallen. Hinzu kommen mehr als 42.000 Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie rund 2.700 Menschen mit Behinderungen im Leistungsbezug des SGB IX, SGB VII und SGB XI.

Von den bisher vorliegenden rund 56.500 Registrierungen von Lehrerinnen und Lehrern und Beschäftigten an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erziehern sowie Beschäftigten an Kitas wurden bislang bereits mehr als 47.600 Termine vergeben. Der allergrößte Teil dieser Impftermine wird bis Mitte März stattgefunden haben.

Insgesamt bleibt Rheinland-Pfalz mit seinen Impfungen in der Spitzengruppe der Bundesländer. Bei der Zahl der verimpften Dosen liegt Rheinland-Pfalz deutschlandweit in der Spitzengruppe auf Platz 3. 6,5 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer haben bereits ihre Erstimpfung erhalten (Bundesschnitt 6,2 Prozent) und 3,5 Prozent mit der Zweitimpfung den vollständigen Impfschutz (Bundesschnitt 3,0 Prozent).

Ausweitung Projekt Impfungen durch Hausärzte

Seit dem 1. März 2021 erprobt die Landesregierung gemeinsam mit dem Hausärzte­verband und der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz das Impfen von Patientinnen und Patienten ab 80 Jahren, die aus gesundheitlichen Gründen immobil sind, kein Impfzentrum aufsuchen können und deshalb von ihrem Hausarzt bzw. ihrer Hausärztin zu Hause geimpft werden.

Durch vier Pilotpraxen im Land wurden bisher 44 Patientinnen und Patienten ab 80 Jahren mit dem Impfstoff von BioNtech geimpft. Die Impfung weiterer Hausbesuchs­patientinnen und -patienten durch diese Praxen wird in dieser und in der kommenden Woche folgen.

Bätzing-Lichtenthäler machte deutlich: „Das Pilotprojekt zeigt, dass das Impfen in der Häuslichkeit durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gut funktioniert. Die Pilot-Ärztinnen und -Ärzte berichten von einem reibungslosen Verlauf und dass die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen sehr erleichtert und froh seien über das Angebot.“ Die Landesregierung werde deshalb das Angebot gemeinsam mit Hausärzteverband und Kassenärztlicher Vereinigung jetzt kurzfristig auf das ganze Land ausweiten.

Für alle in Rheinland-Pfalz niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die ihre aus gesundheitlichen Gründen immobilen Hausbesuchspatientinnen und -patienten zu Hause impfen möchten, besteht ab Donnerstag, den 11. März 2021, die Möglichkeit der Registrierung auf der Internetseite der Impfdokumentation.

Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen Dr. Alexander Wilhelm beschrieb das weitere Vorgehen. „Rheinland-Pfalz setzt die Empfehlung der STIKO von vergangenen Woche, den Impfstoff von Astrazeneca ohne Altersbegrenzung nach oben zu verwenden, bereits um“, sagte der Staatssekretär. So könne die Gruppe der über 70-Jährigen der Prioritätsgruppe 2 geöffnet werden.

Für die Registrierungen rief er dazu auf, neben der Internetseite www.impftermin.rlp.de die Hotline vor allem auch nachmittags oder abends zu nutzen.

Fast 60.000 Impfungen in Impfzentren

Für diese Woche sind in den Impfzentren fast 60.000 Impfungen geplant, davon allein 58.000 Erstimpfungen. Darüber hinaus impfen die mobilen Impfteams in der zweiten Runde in den Alten- und Pflegeheimen und in der Eingliederungshilfe. An die Krankenhäuser werden in dieser Woche 10.000 Impfdosen ausgeliefert.

Für die kommende Woche sind aktuell bereits 52.000 Impfungen terminiert, davon 40.000 Erstimpfungen und 12.000 Zweitimpfungen. Dazu kommen 12.000 Moderna Erstimpfungen.

„Die Impfungen in den Impfzentren werden ausgeweitet. Mit den zugesagten Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen können wir die Zahl der Impfungen deutlich steigern“, sagte Dr. Wilhelm.

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Wirtschaft

Kreissparkasse Ahrweiler wird Testaments-Vollstreckerin

Ahrweiler, 09.03.2021 – Die Kreissparkasse Ahrweiler hat vor Kurzem das neue Geschäftsfeld „Testamentsvollstreckung“ eingeführt. Seit dem 01. März 2021 können die Kunden der Kreissparkasse Ahrweiler sie nun als Testamentsvollstreckerin in ihrem Testament einsetzen und erhalten dazu eine hochwertige Beratung durch entsprechend qualifizierte Mitarbeiter der KSK.

Hierzu wurden zwei Mitarbeiter durch eine Weiterbildung ausreichend qualifiziert, um eine spezialisierte Beratung im Hinblick auf die Testamentsvollstreckung durchführen zu können. Martin Schüller, Vermögensberater im Beratungs-Center Remagen und Thorsten Breuer, stv. Bereichsleiter Privatkunden, haben ein Kompaktstudium an der European Business School (EBS) besucht und nach bestandener Prüfung den Titel „Testamentsvollstrecker (EBS)“ erworben.

In diesem Studium wurden sowohl theoretisches und rechtliches Fachwissen als auch wichtige Aspekte aus der Praxis vermittelt. Die Hauptthemen waren beispielsweise die Durchführung des Testamentsvollstreckeramtes, Grundsätze ordnungsgemäßer Nachlassverwaltung, Rechte und Pflichten des Testamentsvollstreckers sowie Vermögensverwaltung. Als Testamentsvollstreckerin trägt die KSK die Verantwortung für die komplette Abwicklung des Vermächtnisses über den Tod hinaus und garantiert, den letzten Willen des Betroffenen, unabhängig vom Interesse Einzelner, abzuwickeln.

„Inhalt dieser neuen Dienstleistung ist die Beratung sowie Durchführung von Testamentsvollstreckungen für Privatkunden. Ein Testament ist der erste Schritt, die Übertragung des Nachlasses zu regeln. Wir hoffen, dass wir damit einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen können,“ betont der Vorstand der KSK und gratuliert den frisch gebackenen Testamentsvollstreckern zur erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildung. Weitere Informationen und Details zur Vorgehensweise erhalten die Kunden bei ihren persönlichen Ansprechpartnern.

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Top-Events

Im Herbst tanzen, feiern und lachen in Bad Bertrich!

Bad Bertrich, 09.03.2021 – Im Sommer 2021 werden die Bauarbeiten am Kursaal in Bad Bertrich abgeschlossen. Die Eröffnung des Veranstaltungszentrums wird im Herbst gleich mit drei großen Events gefeiert. Neben den Bläck Fööss machen die Weibsbilder und Simply Unplugged Station in Bad Bertrich.

Das offizielle Eröffnungskonzert findet am 3. September 2021 statt, wenn die Bläck Fööss mit einer Mischung aus stimmungsgeladener Atmosphäre und besinnlichen Liedern die Wände des frischrenovierten Kursaals beben lassen. Die Kölner Kultband ist seit fünf Jahrzehnten mit ihren Liedern in Mundart erfolgreich und sorgt mit Liedern wie „Drink noch eine met“ und „Mer losse d’r Dom en Kölle“ für echtes Kölsch-Feeling. Tickets kosten 34 EUR.

Am 6. November 2021 lädt das Kabarett-Duo Weibsbilder mit seinem Programm „Unbemannt – Wir sind übrig“ zu zwei rasanten, kurzweiligen Stunden ein. Anke Brausch und Claudia Thiel haben für ihre Bühnenshow natürlich auch diesmal wieder ihre beliebtesten Figuren mit im Gepäck, wie die kleine Tineke oder Bäuerin Christel aus Kahlenborn. Tickets sind zum Preis von 23 EUR erhältlich.

Den Abschluss der Eröffnungsevents übernehmen am 20. November 2021 Simply Unplugged mit ihrer „Keep on Running-Tour 2021”. Vom ersten Tag an haben Simply Unplugged es verstanden, den Spirit der 60er, 70er und 80er einzufangen und in ihren eigenen Arrangements zu verarbeiten. Tickets kosten 28,50 EUR.

Tickets sind erhältlich bei der Tourist Information Bad Bertrich und allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional sowie unter www.ticket-regional.de.

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Tourismus

Erlebniswelten Grubenfeld in Mayen öffnen ab 10. März – Termin-Vereinbarungen ab sofort telefonisch möglich

Mayen, 09.03.2021 – Dank der Lockerungen der neusten Corona-Bekämpfungsverordnung können die Museen wieder öffnen. Am 10. März startet Mayen mit der Öffnung der „Erlebniswelten Grubenfeld“ in die Saison. Ab diesem Datum ist täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet.

„Mein Dank gilt dem Kreisordnungsamt, das uns kurzfristig auf Basis von unserem Zahlenwerk eine erforderliche Genehmigung hierfür erteilt hat, wie auch den Mitarbeitern, die es kurzfristig ermöglichen, dass wieder ein wenig Normalität im Museumsalltag Einzug halten kann“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Zum Besuch der Museumsausstellungen ist jedoch eine Terminvereinbarung nötig. Die Mitarbeiterinnen sind hierfür täglich von 10 – 17 Uhr unter Tel.: 02651 – 491506 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten kann man eine E-Mail an erlebniswelten-grubenfeld@mayenzeit.de mit dem gewünschten Termin samt Personenzahl senden und erhält zeitnah eine Rückmeldung.

Und auch auf eine Führung muss man nicht gänzlich verzichten: Das Museumsteam hat die Corona-Schließung genutzt um eine moderne und digitale Alternative für die bisher genutzten klassischen Audioguide-Führungen zu schaffen: Auf eine spannende Zeitreise kann man sich nun via Smartphone begeben. Hierzu lädt man sich einfach die App „Hearonymus“ und über einen QR-Code vor Ort im Museum die dort hinterlegte Tour durch die Ausstellung kostenfrei herunter. Einmal gedownloadet, steht sie dann auch ohne Internetverbindung dauerhaft zur Verfügung. Die einzelnen Stationen sind mit kleinen Audio-Dateien hinterlegt, damit man mit den nötigen Informationen versorgt wird, die sonst in einer Museumsführung auch vermittelt werden. So kann man sich ganz individuell und kontaktlos über die Ausstellung informieren.

Gefördert wurden diese Digitalisierungsmaßnahmen aus Mitteln des Förderprogramms „NEUSTART. Sofortprogramm für Corona-bedingte Investitionen“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Und auch auch von zu Hause kann man ein wenig „Museumsfeeling“ erleben: Unter www.eifelmuseum-mayen.de kann man alle Einrichtungen schon über ein YouTube-Video entdecken und in einem 3-D-Rundgang am heimischen PC besuchen.

Die Ausstellungsbereiche EifelTotal und Deutsches Schieferbergwerk sind derzeit noch wegen dringend notwendig durchzuführender Reparaturarbeiten geschlossen. Die Öffnung wird zeitnah folgen und in der Presse bekannt gegeben.

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Tourismus

Die ITB 2021 präsentiert sich als Online-Plattform für Aussteller und Fachbesucher ab 09. März

Region Eifel/Berlin, 09.03.2021 – Die Internationale Tourismusbörse (ITB) 2021 findet vom 9. bis zum 12. März 2021 in digitaler Form statt. Hierbei sind über 3.500 Aussteller aus 120 Ländern sowie Fachbesucher und Medienvertreter aus allen touristischen Bereichen auf der ITB Berlin NOW Plattform unterwegs. Großen Zuspruch erfährt der ITB Berlin Kongress, der größte Fachkongress der Tourismusbranche, trotz oder vielleicht gerade dank des in diesem Jahr rein digitalen Formats.

Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus: „Die Menschen und Unternehmen brauchen wieder eine Perspektive. Der Sommer rückt näher, die Sehnsucht wieder zu verreisen, nimmt zu. Das aktuelle Infektionsgeschehen verlangt erhöhte Vorsicht. Aber ich bin überzeugt, dass die verstärkte Nutzung von Tests auch das Reisen wieder schneller ermöglichen kann. Kompliment an die Messe Berlin – sie zeigt mit der ITB Berlin NOW, was digital möglich ist und unterstreicht die Bedeutung von Fachmessen auch in dieser Zeit.“

Dass die ITB in diesem Jahr virtuell stattfindet, ist ein wichtiges Signal in die internationale Reise-Community. Die vielfältigen digitalen Formate bieten nicht nur eine hervorragende Möglichkeit des fachlichen B2B-Austauschs, auch die Beteiligung der Führungsebenen wichtiger Unternehmen und Verbände an einzelnen Programm­punkten ist hoch und zeigt, dass der Dialogbedarf groß ist.

Die internationale, aber auch die deutsche Tourismuswirtschaft blicken auf ein hartes Jahr zurück. Die ökonomische Lage ist weiterhin angespannt. In Deutschland blieben im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 fast zwei Drittel der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland aus. Die Reisewirtschaft – Reiseveranstalter und Reisebüros, zumeist im sog. Outgoing-Geschäft – schätzt für 2020 ihre Umsatzeinbußen sogar auf 80%.

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Zurück ins Leben – Spezialisten helfen seit über 65 Jahren im Ev. Stift

Region/Mayen-Koblenz, 09.03.2021 – Zweitältestes Zentrum für Querschnittlähmung in Deutschland ist zertifiziert. Die Querschnittlähmung, eine unfall- oder krankheitsbedingte Schädigung des Rückenmarks, ist eine der schwerwiegendsten Behinderungen, die einen Menschen treffen kann. Für den Betroffenen und die Angehörigen verändert sich das Leben schlagartig und entscheidend.

Walter Ditscheid ist seit 25 Jahren für seine „Rollifahrer“ im Ev. Stift da. Er leitet seit 16 Jahren das zweitälteste und jetzt zertifizierte Zentrum für Querschnittlähmung in Deutschland. (Das Foto ist vor der Corona-Zeit entstanden). Foto: GK Mittelrhein

„Es ist wichtig zu wissen, dass Querschnittlähmung weit mehr bedeutet als die sichtbare Lähmung der Beine oder auch Arme. Sie kann nicht mal eben mit einem Rollstuhl ausgeglichen werden“, erläutert Walter Ditscheid, Leitender Arzt des Zentrums für Querschnitt­lähmung im Gemein­schafts­klinikum Mittelrhein, Ev. Stift St. Martin. „Fast immer liegt auch eine Gefühllosigkeit verbunden mit dem Verlust des Lageempfindens im gelähmten Bereich vor. Der Patient weiß gar nicht, wo seine Beine sind und es kommt vor, dass sich der Betreffende unbemerkt beim Rollstuhlfahren das Sprunggelenk bricht.“ Zusätzlich ist auch immer das autonome (unwillkürliche) Nervensystem geschädigt. Es ist für die Steuerung der inneren Organe – unter anderem auch für die Blasen- und Darmtätigkeit – verantwortlich. In der Folge leiden die betroffenen Menschen an einer Blasen- und Darmlähmung mit unkontrolliertem und unbemerktem Urin- und Stuhlabgang. „Das ist meist für sie am schlimmsten und oft die Ursache der Isolation. Unsere Aufgabe ist es, diesen Menschen wieder ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“ Das dies auf einem hohen Niveau erfolgt, beweist die kürzlich erfolgte Zertifizierung durch die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie (DMGP). „Das Zentrum für Querschnittlähmung hier im Ev. Stift wurde sogar in die höchste, zu erreichende Stufe (Level 1a) gesetzt“, freut sich Ditscheid.

Seit über 65 Jahren gibt es diese Spezialisierung im Ev. Stift: 1955 wurde in der Berufsgenos­senschaftlichen Sonderstation am Krankenhaus Ev. Stift St. Martin eine Station für Querschnittgelähmte eröffnet. Heute ist es das zweitälteste Zentrum für Querschnittlähmung in Deutschland und Teil der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Atesch Ateschrang. Anfang 2021 wurde es um 12 Betten erweitert. Somit stehen jetzt 38 Betten auf zwei Sonderstationen zur Verfügung. Bis 2022 sollen es 56 Betten werden. „In früheren Zeiten wurden fast ausschließlich frische, durch Unfall oder Krankheit verursachte Rückenmarks­geschädigte stationär behandelt. Heute behandeln wir auch ältere Querschnitt­gelähmte wegen querschnittspezifischer Komplikationen stationär. Durch unsere Sprech­stunde wird auch die lebenslange Nachsorge gewährleistet“, erklärt Walter Ditscheid.

Die medizinische Behandlung und die Rehabilitation gehen Hand in Hand. Grundsätzlich bedarf es einer komplexen Behandlung durch ein multiprofes­sionelles Behandlungsteam. Dieses besteht aus Ärzten, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie, physikalische Therapie, Logopädie, Psycho­logie, Sozialdienst, Seelsorge, Beratung durch Betroffene und Orthopädietechnik. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kostenträgern wie Berufsgenossen­schaften, Krankenkassen, etc. notwendig. Wichtig ist aber auch die Infrastruktur des Kranken­hauses. Ohne eine gut ausgestattete Unfallchirurgie und eine moderne Intensiv­station wäre die Behandlung dieser schwerstverletzten Patienten nicht möglich. Unabdingbar sind aber auch die Urologie, die Radiologie, die Innere Medizin, die Plastische Chirurgie, die Schmerztherapie, Neurologie und Neurochirurgie. Angegliedert ist auch ein großer Rollstuhlsportverein, der vielerlei Sportarten (Tischtennis, Rollstuhlrugby, Basketball, Bogenschießen, Kegeln, Rollstuhltanz, etc.) anbietet. „Auch die Nähe zur Stadt, zu den Rheinanlagen und zum Bahnhof ist optimal. Beispielsweise kann der Patient mit den Therapeuten von Rehafit hier ein Alltagstraining absolvieren. Das bedeutet, mit dem Rollstuhl Bordsteinkanten überwinden, unebene Gehwege beherrschen, sich voraussehend in der Stadt und in Geschäften bewegen und vieles mehr“, erklärt der Leiter des Zentrums. „Wir haben hier ideale Voraussetzungen zu einer umfassenden Rehabilitation und zur Wiedereinglie­derung der Menschen in die Gesellschaft und gegebenenfalls in den Beruf.“

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NRW-weiter Warntag: Am 11. März ertönen um 11 Uhr in Aachen die Sirenen

Aachen, 09.03.2021 – Die Stadt Aachen testet am Donnerstag, 11. März, im Rahmen des landesweiten „Warntags“ ihre Sirenen. Um 11 Uhr werden in Aachen so wie in allen anderen NRW-Kommunen die vorhandenen Warnmittel geprobt. Über die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird zudem landesweit eine Probewarnmeldung versendet. Um 11 Uhr ist zunächst die Signalfolge „Entwarnung“ vorgesehen, um 11.06 Uhr folgt die Signalfolge „Warnung“ und um 11:12 Uhr wieder die Signalfolge „Entwarnung“.

Der „Warntag NRW“ feierte 2018 seine Premiere, im vergangenen Jahr fand erstmalig auch ein bundesweiter Warntag statt. In der Stadt Aachen existiert ein Netz funktionstüchtiger Sirenen. Diese werden exklusiv zur Warnung der Bevölkerung im Notfall verwendet. Früher wurde das System auch zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet genutzt. Diese läuft mittlerweile aber ausschließlich über alternative „stille Alarmierungssysteme“ (so genannte Pager)

Auf der Internetseite der Stadt Aachen gibt es unter www.aachen.de/sirenensignale weitere Informationen zum richtigen Verhalten im Notfall sowie bei allgemeinen Gefahrensituationen und zur Vorsorge. Dort sind auch Tonbeispiele zu den einzelnen Sirenensignalen hinterlegt.

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Tourismus

Nordrhein-Westfalen stellt Weichen für den Tourismus der Zukunft

Region Eifel/Düsseldorf, 09.03.2021 – Landesweiter Data Hub startet und stellt touristische Informationen über Regionen und Betriebe zur Verfügung – Nützliche Tipps über „Dein NRW“ auf dem Smartphone. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Nordrhein-Westfalen stellt die Weichen für den Tourismus der Zukunft. Mit einem landesweiten Data Hub sollen künftig wichtige Informationen über Regionen und touristische Betriebe für Unternehmen, Verbände und Organisationen frei verfügbar sein. Das teilte Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Düsseldorf mit. Zum offiziellen Start bündelt der neue Data Hub rund 1500 frei und kostenlos nutzbare Datensätze mit Öffnungszeiten, Beschreibungen, Adress- und Kontaktdaten von Gastronomiebetrieben, Wander- und Radwegen sowie Bildern von Sehenswürdigkeiten. Auf diese Daten können beispielsweise Apps, Suchmaschinen und touristische Anbieter zugreifen. Künftig sollen zudem auch Unterkünfte und ÖPNV-Daten dazukommen. Bis Jahresende rechnet Tourismus NRW mit 15.000 Datensätzen im Hub, die Nordrhein-Westfalen dann flächendeckend abbilden.

Die erste eigene Anwendung des Data Hubs ist eine landesweite Progressive Web App (PWA): Mit „Dein NRW“ erhalten Gäste erstmals ein Tool, das sie auf ihrer Reise durch Nordrhein-Westfalen begleitet und mit aktuellen Daten aus der Umgebung versorgt. Sie können damit unter anderem sehen, welche Sehenswürdigkeiten sich in der Nähe befinden und wie sie am besten dorthin kommen. Künftig soll die Anwendung zudem zur Besucherlenkung genutzt werden und Nutzern per Ampelsystem anzeigen, wie stark besucht ein Ort gerade ist. Sie soll ihnen auch Alternativangebote empfehlen, die ihren Interessen entsprechen. Wer die „DeinNRW“-PWA nutzen möchte, gibt „entdecken.nrw-tourismus.de“ in den Browser des Smartphones ein, öffnet die Seite und fügt sie dem Startbildschirm hinzu.

Innovations- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Mit innovativen Ideen und dem großen Engagement aller touristischen Akteure können wir gemeinsam die Krise bewältigen. Digitale Tools können nicht nur dabei helfen, die Pandemie einzudämmen, wir können sie auch nutzen, den vielen touristischen Betrieben in unserem Land einen erfolgreichen Neustart zu ermöglichen. Der Data Hub leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalen Transformation. Damit geht ein Leuchtturmprojekt an den Start, das uns helfen wird, Privat- und Geschäftsreisenden über alle Kanäle Lust auf das Reiseland Nordrhein-Westfalen zu machen!“

Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW: „Mit dem Data Hub stellt Nordrhein-Westfalen die Weichen für das Reisen der Zukunft. Wir stellen gebündelt aktuelle touristische Daten aus ganz NRW zur Verfügung, die von jedem frei genutzt werden können und maschinenlesbar sind. Das heißt, sie können auf allen Kanälen ausgespielt und von Gästen dort genutzt werden, egal ob in Suchmaschinen, Apps oder per Sprachassistent. Außerdem bietet die Maschinenlesbarkeit Möglichkeiten für künftige KI-Anwendungen, die einzelne Daten automatisch verbinden und damit Mehrwert schaffen.“

Die Aktualität der Daten wird durch das Prinzip „einmal pflegen – überall ausspielen“ gewährleistet, denn die Daten müssen lediglich dort aktualisiert werden, wo sie entstehen: in den Betrieben oder Regionen vor Ort. Der Hub und alle Anwendungen, die Daten beziehen, erhalten die aktualisierten Informationen dann automatisch.

Auch externe Partner greifen bereits auf das Angebot des Data Hubs zu. So nutzt der ADAC die Daten für seine reichweitenstarke Trips-App, das Verkehrsministerium verwendet sie für die Rad- und Wanderroutenplaner NRW. Auch Start-ups können die offenen Inhalte nutzen und dadurch neue digitale Services schaffen. Der Audioguide-Anbieter Maqnify verknüpft die Daten mit touristischen Hinweisschildern an Autobahnen und bietet im Vorbeifahren Audio-Informationen zu den Sehenswürdigkeiten. Nordrhein-Westfalen ist als erstes Bundesland flächendeckend und mit umfangreichem Inhalt in dem Erlebnisguide vertreten.

Für die touristischen Betriebe bringt der Data Hub ebenfalls viele Vorteile. Sie erhalten nicht nur zusätzliche Sichtbarkeit und Reichweite für ihre Angebote, sie können auch selbst Daten nutzen und damit ihren Gästen ohne großen Aufwand zusätzliche Infos und Services bieten – beispielsweise Ausflugstipps.

Der Data Hub ist Teil des Starterprojekts „Touristisches Datenmanagement NRW – offen, vernetzt, digital“, das vom Land und der EU über die Projektlaufzeit von drei Jahren mit 3,2 Millionen Euro gefördert und von Tourismus NRW gemeinsam mit den touristischen Regionen im Land und mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik umsetzt wird.

Künftig soll der Data Hub an den sogenannten „Knowledge Graph“ der Deutschen Zentrale für Tourismus, ein ähnliches Projekt wie der Data Hub auf Bundesebene, angebunden werden. Auch nicht-touristische Datenbanken wie Wetterdatenbanken sollen künftig unkompliziert angebunden werden können und nutzbar sein, um die Datenbasis zu erweitern. Der Data Hub ist unter datahub.touristiker-nrw.de zu finden.