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Wirtschaft

IHK- Aachen Dialogforum Blauer Teppich – IHK Präsidentin Gisela Kohl-Vogel: „Wieder zukunftsfähig werden“

Aachen – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert von der Politik Mut zum Paradigmenwechsel, um den Strukturwandel im Rheinischen Revier voranzutreiben. „Es müssen jetzt Lösungen her. Nicht unendliches Abwägen potenzieller Probleme. Wir wollen endlich wieder zukunftsfähig werden.

Hochkarätige Gesprächspartner beim Blauen Teppich 2024 (v. li.): Lilian Schwich, Moderatorin Janine Steeger, Professor Dr. Stefan Pischinger, Mona Neubaur, IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel sowie Dirk Reuters mit IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer.Foto: IHK Aachen / Andreas Schmitter

Haben Sie den Mut, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen“, fordert IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel beim IHK-Dialogforum Blauer Teppich vor rund 500 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Wirtschaft habe ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen unsere Heimat zu einem Morgen-Land weiterentwickeln, einer wirtschaftlich starken Region mit innovativen Unternehmen und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.“

Die IHK Aachen möchte sich für die Anliegen ihrer Mitgliedsunternehmen in den Kommunen sowie in Düsseldorf, Berlin und Brüssel in den kommenden Monaten noch mehr Gehör verschaffen und der Politik und Verwaltung Impulse und Lösungsvorschläge anbieten. „Wir haben zum Beispiel einen Pakt für Planungsbeschleunigung initiiert, den wir in rund einem Monat Ministerin Mona Neubaur vorstellen. Das ist nach dem heutigen Blauen Teppich einer unserer nächsten Meilensteine“, sagt Kohl-Vogel.

Neben schwindender Wettbewerbsfähigkeit standen beim Blauen Teppich die Themen Energie- und Mobilitätswende im Fokus. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigte die Chancen auf, das Rheinische Revier zu einem Vorreiter für digitale und nachhaltige Transformation zu machen. „Wir brauchen mutige Antworten und müssen innovative Lösungen jetzt schnell in die Anwendung bringen, um neue Wertschöpfungsketten und Leitmärkte zu schaffen. So wird Nordrhein-Westfalen beim Kraftakt der klimaneutralen Transformation zum Spielmacher.“

Als Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sprach sich Professor Dr. Stefan Pischinger, Leiter des Instituts für Thermodynamik an der RWTH Aachen und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der FEV Group GmbH, für mehr Technologieoffenheit aus. „Natürlich muss man Dinge regulieren, aber Verbote per se verzerren unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ Warum sie sich bewusst für eine Gründung in Aachen entschied und welche Rahmenbedingungen sie sich als Jungunternehmerin wünscht, skizzierte Lilian Schwich, Mitgründerin und Geschäftsführerin des Start-ups cylib GmbH. Sie betonte: „Wir werden die Region Aachen nicht verlassen und bleiben unserem Ursprung treu. Dafür benötigen wir planbare Rahmenbedingungen, politische Unterstützung und Investoren.“ Auch für Dirk Reuters, Geschäftsführer und Gesellschafter der Talbot Holding GmbH kommt „trotz hoher Energiekosten“ und anderer „Knackpunkte“ eine Standortverlagerung nicht infrage. „Wir brauchen für unsere Schienenfahrzeuge die Infrastruktur hier vor Ort.“

Der Blaue Teppich hat im Liebig stattgefunden. Der Zuspruch war enorm, die Veranstaltung bereits im Vorfeld ausgebucht. Diejenigen, die nicht beim diesjährigen Dialog-Forum der IHK Aachen dabei sein konnten, können die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion auf dem YouTube-Kanal der IHK Aachen oder unter www.ihk.de/aachen/blauerteppich abrufen.

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Gesundheit

Ev. Stift St. Martin in Koblenz als eines der „World’s Best Hospitals“ ausgezeichnet

Region/Mayen-Koblenz – Krankenhaus in Koblenz schafft den Sprung in diese Bestenliste der Welt – Weltweit werden 2.400 Krankenhäuser nach einer Auswertung des renommierten US-Nachrichtenmagazins „Newsweek“ als „World’s Best Hospitals 2024“ ausgezeichnet: Das Ev. Stift St. Martin in Koblenz gehört dazu. „Wir sind unglaublich stolz, dass wir das geschafft haben. Möglich gemacht haben dies unsere engagierten Mitarbeitenden“, betont die Kaufmännische Direktorin Alexandra Kiauk.

Die 2.400 Auszeichnungen entfallen auf 30 Länder. In Deutschland wurden 220 von insgesamt rund 1.850 Krankenhäusern bzw. Krankenhausverbünden mit mehreren Standorten gelistet. Basis der Bestenliste sind nach Angaben von „Newsweek“ im Wesentlichen drei Kriterien. Erstens: Empfehlungen von rund 85.000 medizinischen Experten wie Ärzten, Krankenhausmanagern und medizinisches Fachpersonal – wobei das eigene Krankenhaus nicht genannt werden durfte. Zweitens Patientenbewertungen und drittens medizinische Kennzahlen wie etwa Behandlungsqualität, Patientensicherheit und Hygienefaktoren.

Mit dem Titel gehört das Ev. Stift St. Martin mit seinen rund 720 Mitarbeitenden zu den 10 Prozent der besten Kliniken im Land. Jährlich werden hier zirka 11.000 stationäre und 25.000 ambulante Patienten in 12 Kliniken und 8 zertifizierten Einheiten behandelt. Eine
davon ist das Regionale Traumazentrum mit dem das Ev. Stift innerhalb des „TraumaNetzwerk Mittelrhein“ als zentraler Versorger für Schwerverletzte definiert ist. Die Klinik erfüllt damit alle Voraussetzungen, Patienten mit schweren und lebensgefährlichen Verletzungen im Kreis Mayen-Koblenz effizient und erfolgreich zu behandeln. In unmittelbarem Zusammenhang dazu steht das zertifizierte Zentrum für Querschnittlähmung. In diesem werden seit 1955 Menschen mit Rückenmarksschädigung und Querschnittlähmung von einem multiprofessionellen Team ganzheitlich behandelt.

Darüber hinaus hat der Standort die einzigen Palliativ- und akutgeriatrischen Stationen aller Koblenzer Krankenhäuser. Gemeinsam mit dem Kemperhof in Koblenz bildet das Ev. Stift einen Schwerpunkt zur qualitativ hochwertigen Versorgung onkologischer Patienten, die sowohl stationär als auch in der onkologischen Tagesklinik behandelt werden.

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Wirtschaft

TS Verbindungsteile aus Bitburg – Ein global Player mit regionalen Wurzeln und ein engagierter EIFEL Arbeitgeber

Prüm/Bitburg – Seit mehr als 50 Jahren vertrauen weltweit Hersteller anspruchsvoller Anlagen auf die hohe Qualität des Bitburger Verbindungsteile-Herstellers mit weiteren Niederlassungen in Unstruttal (Thüringen) und Melbourne (Australien). Oftmals kommen die Sonderverbindungsteile von TS dann zum Einsatz, wenn die chemische oder thermische Umgebung höchste Anforderungen ans Material stellt, extreme Kräfte wirken oder es wie in der Luftfahrt um höchste Sicherheitsanforderungen geht.

Meist werden kleinere Serien für diese Spezialanlagen geordert. Es kommt allerdings auch schon einmal vor, dass nur eine einzige Schraube benötigt wird. „Bei uns bringt jeder Auftrag immer wieder neue Anforderungen mit – und dass macht den Job für unsere Mitarbeiter abwechslungsreich und anspruchsvoll“, so Personalleiter Armin Schuh. So sind die Zerspanungsmechaniker/innen in der modernen Produktionshalle von der Programmierung der CNC-Maschinen und Robotern bis zur Qualitätskontrolle für das Endprodukt verantwortlich.  Mitunter muss auch schon einmal bis zum nächsten Tag ein neues Verbindungsteil produziert und per Express in die Welt verschickt werden. „Wir produzieren zwar nur kleine Teile für riesige Anlagen. Doch wenn diese nicht vorhanden sind, steht die gesamte Anlage still“, so Schuh.

Besondere Mitarbeiter-Fürsorge

Der besonderen Verantwortung für diesen hohen Qualitätsanspruch sind sich die knapp 150 Mitarbeiter bewusst. Und daher investiert das Unternehmen nicht nur in Zertifizierungen oder eine Hightech-Produktion, sondern auch in Ausbildung, Teamgeist und Gesundheit der Mitarbeiter. „Wir haben flache Hierarchien. Jeden Tag gehen unsere Geschäftsführer, Betriebsleiter und ich durch die Produktion und sprechen mit den Mitarbeitern. So haben wir einen kurzen Draht zu jedem einzelnen und reagieren schnell auf persönliche Anliegen oder Verbesserungsvorschläge“. Zur transparenten Kommunikation trägt auch die quartalsweise erscheinende Mitarbeiterzeitschrift bei. Hierin wird über Neuigkeiten im Unternehmen berichtet und es werden Projekte präsentiert, in denen die TS-Verbindungsteile zum Einsatz kommen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Unternehmen legt großen Wert auf Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter. Seit vielen Jahren investiert TS ins betriebliche Gesundheitsmanagement. Wir investieren in ergonomische Optimierung aller Arbeitsplätze – von höhenverstellbaren Schreibtischen, gutem Arbeitslicht bis zu Lüftungsanlagen“, so Schuh. Im Folgenden steht die aktive Gesundheit jedes einzelnen auf dem Plan – von Präventionsmaßnahmen für gesunde Rücken bis zu Ernährungsangeboten. Schon heute können die Mitarbeiter in der Betriebs-Fußballmannschaft, im Lauftreff oder Fitnessstudio ihre Fitness und Kondition unter Beweis stellen.

Auch für die psychische Gesundheit trägt der Arbeitgeber Sorge. Wenn einem Mitarbeiter private Probleme über den Kopf wachsen, bietet der Betrieb seit Januar 2022 über das Cariline-Programm der Caritas Hilfe. Ob bei Konflikten im familiären Bereich, Engpässen bei der Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen, Schulden oder Suchtproblemen: die Betroffenen können sich über eine Hotline anonym beraten lassen oder konkrete Hilfe anfragen.

Sicherheit – über das gesamte Arbeitsleben

Bei TS-Verbindungsteile haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen in jeglicher Hinsicht sicheren Arbeitsplatz. „Unsere Branche ist krisenfest, Kurzarbeit ist für uns ein Fremdwort“, erzählt der Personalreferent stolz. Dem familienfreundlichen Arbeitgeber ist die Work-Life-Balance in jeder Lebensphase wichtig. So brauchen die Azubis keine Jobängste haben, da nach einer guten Ausbildung jeder eine Einstellungsgarantie erhält. Eltern können während der Erziehungszeit ihr Arbeitspensum flexibel anpassen. „Wir versuchen vieles möglich zu machen, damit sich unsere Kolleginnen und Kollegen bei uns wohl fühlen“. Dazu zählen auch der jährliche Azubi-Tag oder Betriebsfeiern – Aktionen, die binden und verbinden. In dem Segment kennt sich der Verbindungsteile-Spezialist bestens aus.

Zitat: Armin Schuh – Personalleiter TS-Verbindungsteile GmbH

„An der Arbeitgebermarke EIFEL schätze ich das Netzwerken der regionalen Unternehmen und den inspirierenden, offenen Austausch zwischen den Personalverantwortlichen.“

www.ts-verbindungsteile.de

Zitat: Markus Pfeifer – Arbeitgebermarke EIFEL

„TS Verbindungsteile aus Bitburg ist bereits seit 2019 aktives und wichtiges Mitglied der Arbeitgebermarke EIFEL. Ein global Player mit regionalen Wurzeln – hochwertige und zertifizierte Produkte für den Weltmarkt – hochwertige und zertifizierte Aus- und Weiterbildung sowie mitarbeiterorientierte Personalarbeit für den regionalen Arbeitsmarkt. Vorbildlich!“

www.beste-arbeitgeber-eifel.de

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News

„SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“

Aachen – Qualifizierungsangebot im Rahmen der Photovoltaik-Anlagen-Installation – Die Stadt Aachen will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Um diesem ehrgeizigen Ziel näher zu kommen, wurde jetzt der offizielle Projekt-Kick-off von „SolAixQ – Solar lernen im Aachener Quartier“ gefeiert.

Um als Stadt nachhaltig klimaneutral zu werden, ist ein Ausbau der installierten Photovoltaik-Anlagen auf den Aachener Dächern notwendig. Zwangsläufig führt dies zu einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an Arbeitskräften im Montagebereich. Gemeinsam mit den Projektpartner*innen vom Sozialwerk Aachener Christen e.V. und der low-tec gemeinnützigen Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH sowie in enger Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Aachen, dem Jobcenter und der Fachinnung für Elektrotechnik der Kreishandwerkerschaft ist es der Stadt Aachen hier gelungen, ein wegweisendes und einmaliges Qualifizierungsangebot im Handwerk zu entwickeln. Mit der Weiterbildung zum/r „Solarhelfer* soll sowohl dem Fachkräftemangel als auch dem Klimawandel begegnet werden.

Das Qualifizierungsangebot richtet sich speziell an Langzeitarbeitslose und Geflüchtete und bietet diesen eine nachhaltige Perspektive im Handwerk. Durch eine sechsmonatige Schulung werden die Teilnehmer fachlich und persönlich auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Praktika ermöglichen Einblicke in das Berufsfeld und die Möglichkeit, sich mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Damit ergibt sich die besondere Chance, unmittelbar eine Beschäftigung im Wachstumsmarkt der Photovoltaik-Anlagen-Installation zu finden.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Europäische Sozialfonds fördern das Projekt, das bis Juni 2026 läuft. In diesem Zeitraum sollen bis zu 300 Menschen qualifiziert werden, um im Handwerk eine neue Beschäftigung zu finden. Gleichzeitig ist es ein Ziel des Projekts, das Handwerk in den Fördergebieten Aachen Nord und Ost zu stärken, die Betriebe zu vernetzen und sie bei der Integration der neuen Mitarbeitenden Unterstützung zu unterstützen, um so den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen langfristig voranzutreiben.

 

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Drei neue Azubis für den Rettungsdienst Kreis Düren

Düren – Zum ersten Mal stellt der Rettungsdienst Kreis Düren (RDKD) im Frühjahr neue Azubis vor. Zwei angehende Notfallsanitäterinnen und ein angehender Notfallsanitäter lernen seit dem 1. März im Kreis Düren, Leben zu retten. Landrat Wolfgang Spelthahn hat sie herzlich begrüßt.

 „Vielen Dank, dass Sie sich für diesen wichtigen und anspruchsvollen Beruf entschieden haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Ausbildung und freue mich, dass Sie nun Teil des Rettungsdienstes sind“, sagte er. Gemeinsam mit Peter Kaptain, RDKD-Vorstand, hieß er Eileen Jansen, Lara Görldt und Cedric Deldicque herzlich willkommen. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für den neuen Lebensabschnitt“, sagte Peter Kaptain.

Die drei jungen Nachwuchskräfte lernen in den kommenden drei Jahren sowohl praktisch als auch theoretisch alles Wichtige, um Menschenleben zu retten. Der Notfallsanitäter ist die höchste nichtärztliche Qualifizierung im Rettungsdienst. Ausgebildet werden sie sowohl in den Rettungswachen vor Ort als auch im NOBIZ, dem Notfallbildungszentrum Eifel-Rur gGmbH, in Stockheim.

An ihrer Seite sind unter anderem Michael Wimberger, leitender Praxisanleiter, Robert Engels, Leiter des Einsatzdienstes, und Guido Kühler, stellvertretender Leiter Einsatzdienst, die den drei Azubis ebenfalls alles Gute wünschen.

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Wirtschaft

Tulpen aus Weiler am Berg – Familienbetrieb in vierter Generation

Mechernich – Es sind zwar keine der oft besungenen „Tulpen aus Amsterdam“, aber deren Verwandte wachsen und gedeihen unter Folie im Gewächshaus und im Freiland bestens im zur Stadt Mechernich gehörenden Weiler am Berge. Und zwar in der Gärtnerei Kolvenbach, die in vierter Generation von Gärtnermeister Tobias Kolvenbach (36) und seinem Bruder Jan (20) geleitet wird.

Monika Kucia von der Stadtverwaltung Mechernich, die den Freitags-Wochenmarkt in der Mechernicher City verantwortet, hat den Familienbetrieb, der vor allem mit regionalen Produkten aus eigenem Anbau und Gärtnereien der Region für sich wirbt, aber nicht nur für den wöchentlich von vielen Mechernichern und Menschen aus der weiten Umgebung angesteuerten „Maat“ verpflichtet.

„Blumen Kolvenbach“ bietet seine Blumen und Gebinde mit dem Segen der Stadt auch mittwochs und donnerstags und neuerdings auch samstags auf dem Mechernicher Marktplatz zum Verkauf an. „Außerdem beschicken wir regelmäßig den Brühler Markt auf dem Balthasar-Neumann-Platz dienstags, donnerstags und samstags und den Markt in Köln-Riehl samstags“, berichtet Gärtnermeister Tobias Kolvenbach, der 2020 neben seinen Eltern Marie-Luise und Jürgen in die Betriebsführung einstieg. Der jüngere Bruder Jan (20), ebenfalls ein ausgebildeter Gärtnergeselle, stieß im Januar 2022 dazu.

Seit dem Zweiten Weltkrieg

Das Familienunternehmen gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg. Urgroßvater Josef Kolvenbach war der Gründer, erst führte sein Sohn Michael die Gärtnerei fort, dann seit den 1980er Jahren dessen Söhne Jürgen und Bernd. 2015 machten sich Jürgen und seine Frau Marie-Luise, geborene Wielspütz aus Roggendorf, in Weiler am Berge selbständig. Jetzt leiten Tobias und Jan das expandierende Unternehmen.

„Ich hatte die Ehre, bei Josef Dahmen in Euskirchen meine Ausbildung zu machen“, berichtet Tobias dem Mechernicher „Bürgerbrief“. Später sammelte er Erfahrungen in einer Kölner Großgärtnerei, bei der auch Jan seine Lehre absolvierte, und machte den Meister.

Unter dem Motto „Man hat nie ausgelernt“ arbeitete Tobias fortan für weitere Gärtnereien, unter anderem in einem reinem Schnittblumenbetrieb, und sammelte dort Erfahrungen für den Einstieg in die Leitung der elterlichen Gärtnerei in Weiler am Berge.

Seine Devise lautet: „Nachhaltiger Eigenanbau ohne viel Chemie, regionale Kalthausprodukte, die unser Eifelwetter vertragen, kurze Wege.“ Der Erfolg gibt ihm recht: „Die Kunden fragen gezielt nach unseren Sachen: »Ab wann habt Ihr denn wieder eigene Tulpen?« – und sie sind offensichtlich sehr zufrieden, auch mit den Blumen, die wir von Kollegen aus der Region beziehen.“

Der Löwenanteil wächst aber in den Gewächshäusern und im Feld in Weiler am Berge. Zur Zeit vor allem „Frühlingsblüher“, also Zwiebelpflanzen, Tulpen und Narzissen, Primeln, Gänseblümchen, Hornveilchen, Vergissmeinnicht.“ Jan Kolvenbach ruft imposante Zahlen auf: Auf tausend Quadratmetern unter Folie und 1,5 Hektar Freiland wachsen zwischen Weiler und Rissdorf etwa 80.000 Tulpenstiele, 25.000 Pfingstrosenstiele, 80.000 Dahlienstiele und 30.000 Sonnenblumen heran.

„Unsere Kinder wachsen mit Gärtnern auf“

Das bringt zur Hauptsaison im Frühjahr und Herbst 60-70-Stundenwochen mit sich. Bodenbearbeitung, pflanzen, mechanische Unkrautbekämpfung, stutzen, tagesfrisch ernten und verkaufen: „Da ist viel Handarbeit dabei“, sagt Tobias. Trotzdem bereuen die Brüder Kolvenbach ihre Berufswahl nicht: „Wir sind wie Kinder auf dem Bauernhof mit der Arbeit in der Gärtnerei aufgewachsen, sie macht uns Spaß und bringt Erfüllung!“

Trotz der vielen Arbeit und manchmal auch Stress sei ihre Gärtnerei „ein familienfreundlicher Betrieb“. Auch die eigenen Kinder Michael (7) und Anna (2) von Britta und Tobias spielen bereits zwischen Wohn- und Gewächshäusern, während die Erwachsenen ihrer Tätigkeit nachgehen.

Tobias: „Anfang April starten wir mit eigenen Tulpen, dann kommen nach und nach Bartnelken und Pfingstrosen im Mai an die Stände, später die Sommerschnittblumen von Aster über Tausendschön bis Zinnie.“ Eine Spezialität ihres Vaters Jürgen sei die Zucht von 35 unterschiedlichen Dahlienarten.

Ohne externes Personal im Anbau und an den Markständen kommt das Familienunternehmen nicht mehr aus. „Immer ist Fachpersonal vor Ort, um die Kunden zu betreuen“, so Jan Kolvenbach, der ebenfalls demnächst seinen Meister machen will: „Die Käufer sind anspruchsvoll, sie fragen gezielt nach besonderen Farben, zurzeit liegen Rosa und Pink im Trend, und nach ausgefallenen Blütenformen, etwa gefüllten Tulpen mit doppelter Blüte statt einfacher Kelche…“

Auch Topfpflanzen und Arrangements im Topf sind in Mode, beispielsweise farblich abgestimmte Dreiergruppen aus Gänseblümchen, Hornveilchen und Vergissmeinnicht: „Statt Frühstückskörben verschenkt man heute lieber florale Schalenarrangements.“ 90 Prozent des Anbaus von Blumen Kolvenbach in Weiler am Berge gehen in die Selbstvermarktung, ein Zehntel an Großabnehmer, vor allem in die Gastronomie.

In der Mechernicher City ist das Familienunternehmen auf dem Wochenmarkt freitags zwischen 7 und 14 Uhr vertreten, mittwochs und donnerstags von 8 bis 17 Uhr vor dem Getränkemarkt am Bleibergplatz, samstags vormittags ebenfalls schon ab 8 Uhr.

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Kunst & Kultur

Zwei Münzen aus dem 15. Jahrhundert an das Stadtmuseum Euskirchen übergeben

Euskirchen – Unlängst wurden dem Stadtmuseum zwei sogenannte Weißpfennige aus der Zeit um 1420 geschenkt. Die Münzen stammen vermutlich aus Palmersheim, gelangten dann in den Handel und wurden nun dem Stadtmuseum geschenkt.

Foto: Tim Nolden

Weißpfennige waren eine im Mittelalter übliche und alltägliche Währung, sozusagen das Zahlungsmittel der kleinen Leute. Goldgulden dagegen, die aufgrund des Goldanteils viel wertvoller waren, wurden üblicherweise für den Groß- und Fernhandel genutzt. Übrigens, ihren Namen verdanken die Weißpfennige ihrem hellen Aussehen, dass durch den hohen Silbergehalt hervorgerufen wird.

Bürgermeister Sacha Reichelt freute sich zusammen mit Museumsleiterin Dr. Heike Lützenkirchen über diesen bedeutenden Zuwachs und dankte dem Spender Rolf Müller herzlich für die Schenkung. Müller verbrachte seine Jugend in Euskirchen und fühlt sich seiner ersten Heimat bis heute sehr verbunden Bei der Übergabe unterhielt er die Gesellschaft glänzend mit interessanten Anekdoten aus der jüngeren und älteren Geschichte der Kreisstadt.

„Wir freuen uns sehr, dass Sie uns nie vergessen haben“, so Bürgermeister Sacha Reichelt, der sich mit Müller über die Geschichte Euskirchens austauschte.

Die Münzen können ab sofort im Stadtmuseum besichtigt werden. Auch das ist eine Besonderheit wie Museumsleiterin Heike Lützenkirchen betonte: „Die Ausstellung nimmt eigentlich keine neuen Stücke auf, aber für diese Münzen machen wir eine Ausnahme.“ Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass das Museum wenig Exponate aus dem Mittelalter in der Sammlung hat und diese Lücke nun dank der Spende füllen kann.

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Top-Themen

Flüchtlings-Unterkunft in Gerolstein-Michelbach – Belegung wird im Monat März 2024 beginnen

Daun/Gerolstein – Vertrag inzwischen unterschrieben – Belegung startet zeitnah – Weitere Gesprächs- und Informationsangebote vor Ort wurden bisher nicht angenommen – Als es Ende Januar Widerstand gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft in Michelbach gegeben hat, hat die Kreisverwaltung Vulkaneifel reagiert und die für den 01. Februar geplante Belegung nach hinten verlegt.

In der Zwischenzeit wurde der Vertrag zwischen der Verwaltung und dem Betreiber unterschrieben und die Belegung der Unterkunft wird im Laufe des Monats März beginnen. Um auf die Sorgen der Bevölkerung vor Ort zu reagieren, hatte Landrätin Julia Gieseking weitere Gesprächs- und Informationsangebote in Form von Bürgersprechstunden in Michelbach angeboten, die leider nur von einer Person wahrgenommen wurden. Gleichzeitig weist die Landrätin nun Falschaussagen zurück und distanziert sich von menschenverachtenden und fremdenfeindlichen E-Mails und Schreiben, die sie und die Verwaltung seit Wochen erhalten.

Landrätin Julia Gieseking hat auf Sorgen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger reagiert – Gesprächs- und Informationsangebote vor Ort wurden nicht angenommen „Mir ist es ein wichtiges Anliegen gewesen, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort in der für den 25.01.2024 geplanten Informationsveranstaltung persönlich und direkt über das Vorhaben zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mein Anliegen war es, dass die Michelbacher nicht aus der Zeitung oder aus den Sozialen Medien erfahren, was konkret in Michelbach geplant ist, sondern direkt von mir, meiner Verwaltung und dem Betreiber“, erläutert Landrätin Julia Gieseking. Die aufgebrachte Stimmung bereits im Vorfeld der Veranstaltung machte die Ende Januar geplante Informationsveranstaltung auch wegen der zeitgleich durchgeführten Demonstration der Michelbacher Dorfbevölkerung unmöglich.

Landrätin Julia Gieseking hat daher am 24.01.2024 ein Schreiben direkt in Michelbach durch Einwurf in die Briefkästen verteilen lassen. Dieses enthielt weitere Informationen zur Unterbringung von Geflüchteten im Landkreis Vulkaneifel im Allgemeinen und zu der Unterbringung im ehemaligen Hotel Huschens. Da Landrätin Julia Gieseking wahrgenommen hatte, dass den Bürgerinnen und Bürgern der zeitliche Vorlauf zwischen der Informationsveranstaltung und dem Start der Belegung der Unterkunft zu kurzfristig war und diese sich hier überrumpelt gefühlt haben, hatte sie zeitgleich versichert, die Belegung der Unterkunft zeitlich nach hinten zu verschieben und nicht bereits zum 01. Februar geflüchtete Menschen in Michelbach unterzubringen. Leider wurden zahlreiche Informationsschreiben der Landrätin ungeöffnet und ungelesen oder zerrissen direkt an sie selbst zurückgegeben sowie im ehemaligen Hotel Huschens in den Briefkasten geworfen.

In der Stadtratssitzung in Gerolstein am 24.01.2024, an der auch sehr viele Michelbacher und Michelbacherinnen teilnahmen, informierte Landrätin Julia Gieseking vollumfänglich zu dem Thema und ging auch auf die Fragen der Stadtratsmitglieder ein.

Um den Bürgerinnen und Bürgern erneut die Möglichkeit zu geben, sich über das Vorhaben des Landkreises und das Konzept des Betreibers zu informieren, war Landrätin Julia Gieseking vergangene Woche an zwei Terminen zu Bürgergesprächen in Michelbach. „Ich habe zahlreiche Mails mit ganz unterschiedlichen Sorgen, Bedenken und Ängsten der Bürgerinnen und Bürger bekommen. Um auf diese individuell eingehen zu können, habe ich die Bürgerinnen und Bürger von Michelbach für den 27. und 29.02. zu unterschiedlichen Uhrzeiten – um auch unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden – eingeladen und ihnen die Möglichkeit gegeben, mit mir direkt im Hotel Huschens sprechen zu können. Leider wurde dieses Angebot nur von einer einzigen Person wahrgenommen,“ teilt Landrätin Julia Gieseking mit.

„Ich kann verstehen, dass die Einwohner von Michelbach sich überrumpelt gefühlt haben. Den Vorwurf, dass die zeitlichen Abläufe zu kurzfristig waren, nehme ich auf mich. Ich bedauere es jedoch sehr, dass wir erst gar nicht die Chance bekommen haben, das Vorhaben sowie den Betreiber und das Betreiberkonzept vorzustellen. Dadurch hätten viele Vorurteile und auch falsche Aussagen, die weiterhin im Umlauf sind, vermieden werden können“, so Landrätin Julia Gieseking.

Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Landkreis, Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden

Nach Landesaufnahmegesetz RLP liegt die Verantwortung für die Unterbringung von Geflüchteten bei den Landkreisen, den Verbandsgemeinden und den Ortsgemeinden.

Seit dem Angriff auf die Ukraine arbeitet der Landkreis Vulkaneifel gemeinsam mit den Verbandsgemeinden daran, angemessenen Wohnraum für geflüchtete Menschen zu finden. Diese Bemühungen wurden in den politischen Gremien auf allen Ebenen stets offen thematisiert. Es ist allgemein bekannt, dass privater Wohnraum nicht ausreichend zur Verfügung steht.

„Wir sind nicht nur gesetzlich dazu verpflichtet die geflüchteten Menschen aufzunehmen und ihnen ein menschenwürdiges Zuhause zu bieten, wir haben auch die humanitäre Verpflichtung Menschen zu helfen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Not zu uns kommen,“ erklärt die Landrätin. „Als Landkreis, als Verbands- und Ortsgemeinde haben wir keinen Einfluss auf die Zuweisungen und deren Höhe. Die Frage wie viele geflüchtete Menschen aufzunehmen sind, wird auf EU- und Bundesebene entschieden. Die geflüchteten Menschen werden uns auch weiterhin zugewiesen und es ist auch weiterhin unsere gesetzliche Aufgabe diese unterzubringen“, so Landrätin Julia Gieseking weiter.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Mammutaufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann. „Der Druck, der auch auf meinen Mitarbeitenden in der Verwaltung lastet, ist enorm hoch. Es ist eine belastende Situation, wenn man weiß, dass zweimal in der Woche geflüchtete Menschen ankommen, man aber nicht abschätzen kann, wie lange der Wohnraum reichen wird und kein neuer Wohnraum in Sicht ist“, so Landrätin Julia Gieseking. „Auch wenn eine dezentrale Unterbringung in den Städten mit entsprechender Infrastruktur wünschenswert wäre, so bin ich dennoch froh, dass wir eine weitere Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Hotel Huschens in Michelbach gefunden haben, die die Möglichkeit bietet, Flüchtlinge adäquat unterzubringen. Wir haben uns im letzten Jahr über 400 Wohnungen und 40 leer stehende größere Hotels und Gebäude angeschaut. Es gibt aktuell keine Alternative, die uns dauerhaft eine Entlastung und ausreichend Wohnraum verschafft, um auch kurzfristig auf höhere Flüchtlingszahlen reagieren zu können. Eine Belegung von Hallen oder Turnhallen lehne ich weiterhin strikt ab“, sagt Landrätin Julia Gieseking.

Mit der Musleh GmbH hat die Kreisverwaltung Vulkaneifel zudem einen erfahrenen Partner gefunden, der seit Beginn des Krieges in der Ukraine in einem Landkreis mit signifikant hohen Flüchtlingszahlen für eine sichere Unterbringung und Betreuung gesorgt hat.

Der Vertrag mit dem Betreiber wurde inzwischen unterzeichnet, und die Belegung der Flüchtlingsunterkunft wird im Laufe des Monats März mit Familien beginnen. Es werden täglich zwei Personen vor Ort sein, um sich um die Bedürfnisse der geflüchteten Menschen zu kümmern und Ihnen bei ihrer Ankunft im Landkreis Vulkaneifel zu helfen. Ein Kleinbus steht für Einkaufsfahrten, Arzt- oder Behördenbesuche zur Verfügung. Darüber hinaus hat der Landkreis Vulkaneifel ab dem 01.04.2024 einen Flüchtlingslotsen beschäftigt, der sich sowohl um die Belange der Flüchtlinge kümmern als auch der Bevölkerung als Ansprechpartner zur Verfügung stehen wird.

„Ich möchte abschließend nochmals meine Bereitschaft bekräftigen, mit den Bewohnern und Bewohnerinnen von Michelbach in Dialog treten zu wollen. Die Bedenken in der Bevölkerung nehme ich ernst und ich hoffe, dass wir in einen vernünftigen Austausch miteinander kommen und sachlich und respektvoll miteinander diskutieren können. Es ist entscheidend, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, Brücken bauen und gemeinsam Lösungen finden. Ich hoffe aber auch, dass wir auch weiterhin die uns zugewiesenen Menschen bei uns willkommen heißen. Auch diese Menschen bringen Sorgen und Ängste mit. Wir haben viele positive Beispiele von Flüchtlingsarbeit und auch von Integration in unserem Landkreis. Ich würde mir wünschen, dass es uns gemeinsam gelingt, Vorurteile abzubauen, und offen aufeinander zuzugehen“, so Landrätin Julia Gieseking.

 

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Weltfrauentag am heutigen 08. März 2024 – Aktionstag in Aachen

Aachen – Unter dem Motto „sie!her – starke Vorbilder“ lädt der Aktionstag zum Weltfrauentag am heutigen 8. März 2024 in der Volkshochschule (VHS) Aachen und im Aachener Rathaus zu einem vielfältigen Programm ein. Eine Stadtführung, vielfältige Workshops, eine Kundgebung und ein Filmabend erwarten die Besucher*innen der Veranstaltung. Das ausführliche Programm und die Kernbotschaften stellten die Veranstalterinnen Sabine Bausch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aachen, Dr. Beate Blüggel, Direktorin der VHS Aachen sowie Ann-Katrin Steibert, Gewerkschaftssekretärin DGB-Region NRW Süd-West, nun vor.

Das Programm

Um 13 Uhr startet der Aktionstag mit der Stadtführung „Auf den Spuren Aachener Frauen“. Nach der offiziellen Begrüßung um 14.30 Uhr in der VHS Aachen, beginnt ab 15 Uhr die erste von zwei Workshop-Phasen. In den Workshops werden unterschiedliche Aspekte feministischer Themen aufgegriffen: Familiengründung und Schwangerschaftsabbruch, Reparaturen im Haushalt, Wechseljahre oder das Leben von Frauen und Mädchen in Afghanistan sind nur ein paar Aspekte, die näher beleuchtet werden. „Dieser Aktionstag schafft Solidarität zwischen Frauen, weil hier viele Formate und Themen gebündelt werden. Das ist viel besser als viele kleine einzelne Veranstaltungen“, ist Ann-Katrin Steibert überzeugt.

Passend zum Motto des Weltfrauenaktionstages „sie!her – starke Vorbilder“ findet auch ein Workshop statt, bei dem die Teilnehmenden Plakate mit ihren ganz persönlichen weiblichen Vorbildern anfertigen. Diese Plakate können sie um 18 Uhr zur anschließenden Kundgebung vor dem Aachener Rathaus mitbringen. Wer nicht am Workshop teilnimmt, kann sein weibliches Idol anders zeigen: Fotos und Figuren egal, ob digital oder analog sind gern bei der Kundgebung gesehen. „Gerade in der Geschichte fehlt es häufig an weiblichen Vorbildern“, weiß Sabine Bausch nicht zuletzt wegen ihres eigenen Vorbilds Hannah Arendt. „Hannah Arendt ist eine der wenigen bekannten Philosophinnen. Dieses Feld ist und war ebenfalls lange eine Männerdomäne“, erläutert sie.

Ab 18.45 Uhr beginnt die Abendveranstaltung im Krönungssaal, auf der Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie und Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sprechen. Daran schließt sich um 20.15 Uhr eine Filmvorführung „Sternstunde ihres Lebens“ an. „Dass wir für die Veranstaltung das Wohnzimmer der Stadt Aachen nutzen dürfen, gibt dem Weltfrauenaktionstag ein besonderes Gewicht und bedeutet viel für die Frauen“, freut sich Dr. Beate Blüggel.

„Wir hoffen, dass wir mit unserem Format viele ansprechen, die sonst nicht so viel von unserer Arbeit mitbekommen, weil das Thema Gleichberechtigung und Emanzipation ein Thema für alle Menschen ist“, wünscht sich Bausch.

Weitere Informationen

Das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen, der DGB Region NRW Süd-West und die vhs Aachen organisieren die Angebote des Aktionstages. Alle Menschen, die sich mit feministischen Themen auseinandersetzen wollen, sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Politik Top-Events

Jean-Claude Juncker, der Baumeister Europas, kommt am 23. April 2024 nach Bitburg

Bitburg – Luxemburger Politiker zu Gast in der Talkreihe „Einblicke“ – Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission und langjährige Premierminister Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, wird am Dienstag, 23. April um 19:00 Uhr Gast von Kulturamtsleiter Herbert Fandel in dessen Talkreihe: „Einblicke – Menschen mit Geschichte und Geschichten“ sein.

In Anerkennung seiner Leistungen und Verdienste um die Einheit Europas wurde Jean-Claude Juncker während seiner Zeit als Vorsitzender der Europäischen Kommission intern der Titel „Mr. Euro“ und „Baumeister Europas“ verliehen. Kein anderer Politiker in Europa hatte eine derart außergewöhnliche Erfahrung in Sachen Europa. Bereits in jungen Jahren als Politiker war er in wichtige und zukunftsweisende Projekte involviert. Sein erstklassiges Verhältnis zu Helmut Kohl und seine sympathische, aber verbindliche Art, ließen ihn schnell die Karriereleiter hochsteigen.

In den wichtigsten Momenten europäischer Aufbauarbeit war Juncker zugegen und an den bedeutendsten Entscheidungen unmittelbar beteiligt. In seiner politischen Arbeit errang er höchste Anerkennung und Akzeptanz und wurde über Parteigrenzen hinweg in Europa geschätzt. Junckers besonderes, freundschaftliches Verhältnis zu deutschen Politikern war bekannt und seine Vermittlerrolle, insbesondere in Deutsch-Französischen Problemstellungen unersetzbar.

Die Veranstaltung am 23. April um 19:00 Uhr findet in Haus Beda in Bitburg statt. Tickets sind ausschließlich erhältlich über www.ticket-regional.de und deren bekannten Vorverkaufsstellen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 25. März um 09:00 Uhr.