Kategorien
News

Neue Lebenstürme in Wittlich – Forstrevier Wittlich errichtet Biotope

Wittlich – Bürgermeister Joachim Rodenkirch besichtigte vorletzte Woche mit Revierförster Mario Sprünker neue Lebenstürme in der Stadt Wittlich. Im Rahmen des Projektes „Neue Lebenstürme für die Mosel“ wurden in der Stadt Wittlich von den Mitarbeitern des Frostreviers Wittlich die Lebenstürme errichtet. Ein Lebensturm im Hahnerweg unmittelbar in der Nähe der wieder zum „Leben“ erweckten Streuobstwiese am Quetschenberg und ein weiterer beim Waldhaus Wittlich im Grünewald.

Die Standorte und die Ausrichtung wurden bewusst gewählt. „Ein isoliert in einer lebensunfreundlichen Umgebung stehender Lebensturm wird nicht funktionieren. Ökosystem bedeutet immer auch die Beziehung zwischen den Biotopen. Sieht man den Lebensturm als ein, wenn auch künstliches Biotop an, muss auch das Umfeld strukturreich und auf die Bedürfnisse der Turmbewohner gestaltet werden“, so Carsten Neß vom DLR Mosel. In Wittlich wurde unweit der mit großem fachlichem und finanziellen Engagement der Stadt Wittlich neu geschaffenen Streuobstwiese „Quetschenberg“ ein Lebensturm aus den Holzarten Lärche und Douglasie aus dem Stadtwald, die sich durch ihre Witterungsbeständigkeit und damit Haltbarkeit auszeichnen, errichtet.

Lebenstürme haben auf verschiedenen Etagen Räume für Arten wie Insekten, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger, denen Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeit geboten wird. Im Unterschied zum Insektenhotel ist der Lebensturm dreidimensional und bietet nicht nur Röhren brütenden Wildbienen Raum, sondern auch anderen Insekten (bspw. Florfliegen), Reptilien, Kleinsäuger und Schnecken ein Quartier. Die Lebenstürme sind ein Gemeinschaftsprojekt des DLR Mosel, des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. und der
Regionalinitiative „Faszination Mosel“. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz sowie den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums. Insgesamt sollen über 100 neue Lebenstürme in der Region entstehen und damit zur Artenvielfalt entscheidend beitragen.

Kategorien
News

Drei neue Stolpersteine in Kommern

Mechernich-Kommern – Rainer Schulz misst gerade sorgsam mit dem Zollstock aus, wo die drei Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdische Familie Levy im Boden ihren Platz finden sollen. 76 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung aus der menschenverachtenden Nazidiktatur sollen zum 8. Mai die Gedenksteine am ehemaligen Wohnhaus der Kommerner „Auf dem Wingert 17“, damals noch Weingartenerstraße 305, eingesetzt werden.

Rainer Schulz beim Markieren. Genau dort sollen die Stolpersteine zum 8. Mai in den Boden eingelassen werden, direkt an der Haustür des ehemaligen Wohnhauses der Familie Levy in Kommern. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Familie wurde ausgelöscht, nur weil sie Juden waren. Der Vater Julius Levy, geboren 1897, wurde 1941 ins Ghetto Riga deportiert, von da verlegt ins KZ Stutthoff, um 1944 nach Buchenwald gebracht zu werden, wo er am 26. März 1945 ermordet wurde. Seine Frau Margarethe wurde 1941 im Alter von 48 Jahren ebenfalls ins Ghetto nach Riga deportiert und vermutlich dort ermordet – mit der Mutter ihr damals neunjähriger Sohn Herbert.

In der Kommerner Schulchronik hatte der damalige Schulleiter in einem Eintrag vom Tag des 11. November 1938, einen Tag nach der Pogromnacht, in der auch die Synagoge in Kommern brannte, Erschreckendes notiert: „Heute wies ich den letzten Judenbengel, Herbert Levy, der noch hier den Unterricht besuchte, aus der Schule. Keinem deutschen Kind kann zugemutet werden, sich neben einen Juden zu setzen. Die Mutter hat sogar die Frechheit, während des Unterrichts zu mir zu kommen, erst zu winseln und zu bitten, dann dagegen zu protestieren.“ Nahezu zeitgleich wurde dem Vater Julius Levy der LKW-Führerschein durch die Nazi-Verwaltung abgenommen.

Leidenswege festgehalten

Die Erinnerungskultur hochzuhalten, das liegt dem engagierten Quartett Gisela Freier, ihrem Mann Wolfgang, Elke Höver und Rainer Schulz am Herzen. Nicht zuletzt Gisela Freier folgt den Spuren jüdischer Mitbürger in Kommern bereits seit Jahrzehnten und zeichnet ihre Leidenswege auf. Sie spürte schon immens viele Details auf, reiste sogar zweimal schon persönlich für die Recherche vor Ort nach Jerusalem, pflegte über Jahre Kontakte zu Kommerner Juden in Großbritannien, Australien, Israel, USA und Brasilien. „So hat sich das Netz immer breiter gespannt und man hat immer mehr erfahren“, sagt sie rückblickend und bedauert: „Leider sind unsere jüdischen Zeitzeugen inzwischen verstorben.“ Zuletzt Emmy Kaufmann  (verh.: Golding) im Jahr 2010 und Lilly Kaufmann (verh.: Clyne) 2015 mit 105 Jahren.

Es sei unendlich mühsam gerade über Familien, wo keine Hinterbliebenen mehr vorhanden sind, Details zu erfahren. „Das geht dann nur noch über Archive, Chroniken, Dokumentationszentren, Gedenkbücher, KZ-Listen oder ähnlichem“, berichtet Freier von ihrer Erfahrung: „Beispielsweise kann man die ehemaligen KZs bzw. heutigen Gedenkstätten anschreiben. Jedoch nur mit Glück landet man dann einen Zufallstreffer.“ Eher gleich einem Sensationsfund, seltener als die Nadel im Heuhaufen. Dennoch gibt und gab sie nie auf.

„Ich habe seit 2003 bestimmt zusammengenommen fünf Jahre meines Lebens gesessen, dabei recherchiert und gesucht. Manchmal ganz verzweifelt, weil man nichts mehr findet.“ Die Schicksale bewegen sie – und das gewaltig: „An manchen Tagen kann man das nur wenige Stunden machen und aushalten, weil einem dann die Tränen laufen.“ Auch helfende Hände sind wichtig. So hatten Beate Meier und Stefan Meyer, beide vom Mechernicher Stadtarchiv, den gefundenen Schuleintrag „übersetzt“, da er in Sütterlin-Schrift niedergeschrieben wurde.

Die Gedenkobjekte, die der Künstler Gunter Demnig fertigt, bestehen aus 10×10 Zentimeter großen Messingplatten, die mit Namen und Lebensdaten der Opfer beschriftet sind. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

37 Stolpersteine im Stadtgebiet

In Kommern gibt es bisher 23 Stolpersteine – plus bald auch die drei für die Familie Levy. In Mechernich zählt Freier neun, zwei weitere in Strempt. Eigentlich war geplant, dass der Berliner Künstler Gunter Demnig, der Vater der Stolperstein-Aktion, die er 1996 für die Opfer des Nationalsozialismus ins Leben rief, die Levy-Erinnerungsstücke selbst in die Erde für alle sichtbar und feierlich im großen Rahmen einsetzt. „Das ist leider Corona-bedingt unmöglich“, bedauert Schulz, der den Kontakt unermüdlich weiter pflegt. Diesmal erhielt er die Steine ausnahmsweise auf dem Postweg vom Künstler.

„Mit der Verlegung der Stolpersteine wollen wir auch einen Beitrag zum Festjahr 1700 jüdisches Leben in Deutschland leisten“, sagt Elke Höver, die sonst mit ihren Schülern der Euskirchener Marienschule, den alljährlichen Kommerner Rundgang zur Pogromnacht gestaltet und sich für eine Kultur des Erinnerns ihrer jungen Schülerschaft einsetzt.

Freier ergänzt: „Ganz wichtig finde ich allerdings, dass wir über das Gedenken an die Toten und an die Opfer, nicht vergessen, dass es auch aktuell wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt. Es gibt lebende Juden, mit denen wir versuchen sollten ins Gespräch zu kommen.“

Die Stolpersteine sollen die Erinnerung wach halten. Und Schulz verrät: „Das sind auch ganz gewiss nicht die letzten. Wir haben noch Pläne…“

Kategorien
News

Auch die Verbands-Gemeinde Pellenz setzt auf die luca App

Plaidt – Digitale Übermittlung und Erfassung der Kontaktdaten der Rathausbesucher. Im Kampf gegen das Coronavirus ist – neben Impfen und Testen – die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter von herausragender Bedeutung. Die Verbandsgemeindeverwaltung Pellenz hat bisher die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher des Rathauses in Plaidt sowie Datum und Zeit der Anwesenheit in schriftlicher Form per Formular erhoben. Ab sofort kann die Kontaktdatenerfassung alternativ auch digital mit Hilfe der „luca App“ erfolgen.

„luca“ ermöglicht eine verschlüsselte und somit datenschutzkonforme sowie sichere Übermittlung und Erfassung von Kontaktdaten. Eine Entschlüsselung der Daten – die maximal 30 Tage gespeichert und anschließend automatisch gelöscht werden – kann im Infektionsfall lediglich das zuständige Gesundheitsamt vornehmen. Insbesondere bei hohen Inzidenzen erleichtert eine digitale Kontaktdatenerfassung mit Hilfe der „luca App“ eine schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt. Die App steht unter www.luca-app.de für mobile Endgeräte kostenlos zum Download zur Verfügung und kann nach Abschluss der Registrierung sofort verwendet werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger der fünf Pellenzgemeinden besteht die Möglichkeit, die luca App im Rahmen von Terminen im Rathaus der Verbandsgemeinde zu nutzen. Durch Scannen eines im Foyer des Rathauses ausgehängten QR-Codes mit Hilfe der luca App werden Besucherinnen und Besucher registriert und ihre Kontaktdaten verschlüsselt übermittelt und maximal 30 Tage gespeichert. Die Verbandsgemeindeverwaltung kann die erfassten Kontaktdaten zu keinem Zeitpunkt entschlüsseln und auslesen. Sofern die Besucherinnen und Besucher die entsprechende Funktion in der luca App aktiviert haben, werden sie beim Verlassen des Rathauses automatisch abgemeldet und müssen die Abmeldung nicht manuell vornehmen.

Im Infektionsfall kontaktiert das zuständige Gesundheitsamt die betroffene Person mit der Bitte, in der luca App die persönliche Besuchs- und Kontakthistorie freizugeben. Das Gesundheitsamt entschlüsselt diese Daten und erhält Informationen über die in den vergangenen 14 Tagen registrierten Aufenthaltsorte. Sofern in diesem Zeitraum ein Besuch im Rathaus der Verbandsgemeinde Pellenz registriert wurde, kann die Verbandsgemeindeverwaltung gebeten werden, die relevanten Check-ins über das luca-System freizugeben. Die Check-ins der vergangenen 14 Tage werden vom Gesundheitsamt entschlüsselt, eine schnelle und lückenlose Nachverfolgung der Kontaktpersonen kann eingeleitet werden.

Bürgermeister Klaus Bell begrüßt die Einführung von luca im Rathaus der Verbandsgemeinde Pellenz in Plaidt. „Die luca App ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern eine digitale Übermittlung ihrer Kontaktdaten. Da luca die Erfassung und insbesondere die Speicherung der Kontaktdaten wesentlich vereinfacht, wird zudem die Verbandsgemeindeverwaltung entlastet. Darüber hinaus profitieren die Gesundheitsämter in der Region, luca erleichtert die in der Corona-Pandemie überaus wichtige Kontaktnachverfolgung erkrankter Menschen erheblich“, erläutert Klaus Bell.

Kategorien
Tourismus

230-jährige Linde in Gerolstein wird nicht gefällt

Gerolstein – Wenn es nach dem Gerolsteiner Stadtrat gegangen wäre, hätte das 230 Jahre alte Naturdenkmal vor dem Gerolsteiner Bahnhof sterben müssen. Allerdings hatten die Stadtratsmitglieder nicht mit so viel Protest gerechnet. Dass dieser mächtige Baum kalten Betonstufen weichen sollte, hat die Gemüter vieler Menschen entrüstet. Bei einem Ortstermin mit den Verantwortlichen und dem Planungsbüro fand man eine Lösung, so Stadtbürgermeister Uwe Schneider /SPD. Ein frisches Baumgutachten bestätigt, dass die Linde die Abbrucharbeiten der alten Stützmauer gut überstanden hatte.

Die Wurzeln seien nicht beschädigt worden, heißt es. Das mit dem Projekt beauftragte Planungsbüro Reihsner hat auch gleich einen neuen Vorschlag gemacht. Demnach soll anstatt von Betonstufen auf einer Seite des Baumes eine Böschung bis zum Kyllufer angelegt werden, unter der die Baumwurzel nicht beschädigt werde. Die Änderung muss nun dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord zur Genehmigung vorgelegt werden. Schließlich wird das Projekt zu einem großen Teil vom Land gefördert. Die Stadt geht davon aus, dass durch die Planungsänderung die Baukosten nicht teurer werden. Die Gesamtkosten betrugen vor der Änderung 1,2 Mio Euro.

Kategorien
News

Impfzentrum des Kreises Düren: Weiteres Kontingent an Impfstoffen

Düren, 18.04.2021 – Ab dem morgigen Montag (19. April) steht im Impfzentrum des Kreises Düren wieder ein geringes Kontingent an mRNA-Impfstoffen zur Verfügung. Die entsprechenden Impftermine können insbesondere von Personen mit Vorerkrankungen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 der Corona-Impfverordnung  gebucht werden.

Die Termine können morgen ab 10 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800/ 58927994 und über www.Impfzentrum-dueren.de vereinbart werden. Die Impfungen finden dann ab Dienstag statt.

Zum Impftermin müssen die oben genannten Impfberechtigten neben den üblichen Impfterminunterlagen auch ein entsprechendes ärztliches Attest im Impfzentrum vorlegen. Daneben besteht auch die Möglichkeit einer Terminbuchung für die Kontaktpersonen

  • nach § 3 Abs. 1 Nr. 3a Corona-Impfverordnung für Pflegebedürftige der Pflegegrade 4 und 5

(hier bitte zusätzlich eine Kopie der Anerkennung der Pflegestufe 4 oder 5 sowie eine Kopie von beiden Seiten des Personalausweises des zu Betreuenden zum Termin mitnehmen)

  • von Schwangeren § 3 Abs. 1 Nr. 3b Corona-Impfverordnung (hier bitte zusätzlich eine Kopie des Mutterpasses der Schwangeren zum Termin mitnehmen).

Darüber hinaus stehen auch Termine für die Berufsgruppen nach § 3 Abs. 1 Nrn. 4-12 Corona-Impfverordnung zur Verfügung. Hier ist die Vorlage einer entsprechenden Arbeitgeberbescheinigung unabdingbar.

Kategorien
News

Kreis Euskirchen verlängert Test-Option nicht

Euskirchen, 18.04.2021 – Die Allgemeinverfügung des Kreises Euskirchen vom 28. März läuft am heutigen Sonntag aus. Damit endet die Möglichkeit, Geschäfte, die Waren über den täglichen Bedarf hinaus anbieten, mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis betreten zu können. Es bleibt dann im Rahmen der Notbremse des Landes NRW für diese Geschäfte beim „click and collect“, also der Abholung bestellter Waren. Nur Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemärkte, Apotheken und alle Geschäfte, die bislang ohne negatives Testergebnis betreten werden durften, bleiben auch weiterhin geöffnet.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat sich der Krisenstab des Kreises Euskirchen in einer Sondersitzung am Samstag entschieden, die „Test-Option“ nicht zu verlängern. Nach Plänen des Bundes, die in wenigen Tagen Gesetzeskraft erlangen sollen („Bundesinfektionsschutzgesetz“), wird die Regelung in allen Kreisen mit einer Inzidenz über 100 ohnehin vereinheitlicht werden.

Der Corona-Inzidenzwert im Kreis Euskirchen liegt seit mehreren Wochen deutlich über dem Grenzwert von 100. Am Samstag hat das Landeszentrum Gesundheit einen Wert von 157 ermittelt, nach internen Berechnungen des Gesundheitsamtes liegt der Wert sogar bei knapp 168. Da der R-Wert im Kreisgebiet auch konstant über 1 liegt (aktuell bei 1,18), ist nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes mit einer weiteren Zunahme der Corona-Infektionen zu rechnen und tendenziell ein Anstieg der Inzidenz in Richtung 200 zu erwarten.

Ab Montag gilt somit auch im Kreis Euskirchen die Notbremsen-Regelung, die auf der Corona-Schutzverordnung vom 5.3.2021 (in der Fassung vom 19.4.2021) beruht. Das bedeutet:

  • Treffen im öffentlichen Raum sind nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgerechnet.
  • Alle nicht für den täglichen Bedarf privilegierten Geschäfte (Bau- und Gartenmärkte bzgl. Verkauf an Verbraucher, Textilgeschäfte, Buchhandlungen etc.) dürfen wieder nur Abholservice (Click&Collect), jedoch keinen Verkauf im Geschäft mit Terminvereinbarung (Click&Meet) anbieten.
  • Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (Kosmetik, Nagelstudios, Massage etc.) sind wieder unzulässig. Zulässig bleiben nur medizinisch erforderliche Dienstleistungen, Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung.
  • Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen etc. ist wieder untersagt.
  • Der Besuch von geschlossenen Räumen in Zoos und Tierparks und Botanischen Gärten etc. ist wieder untersagt.
Kategorien
News

Bischof Ackermann eröffnet Heilig-Rock-Tage

Region/Trier, 18.04.2021 – Mit einem live übertragenen Pontifikalamt hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 16. April die Heilig-Rock-Tage 2021 eröffnet. Das Fest der Diözese Trier findet vom 16. bis 25. April unter dem Leitwort „Du bist meine Zuversicht“ statt – Corona-bedingt mit Gottesdiensten, Gebetszeiten und digitalen Angeboten.

Das Leitwort aus Psalm 71 wolle „ein Wort der Stärkung und Ermutigung im ermüdenden Pandemie-Marathon sein“, sagte Ackermann in seiner Predigt. Dabei sei das Wort keine Durchhalteparole oder ein billiger Trost; es verschweige nicht, dass vieles nicht mehr so sein werde wie vorher. Das Wort „Zuversicht“ gehe auf das Tätigkeitswort „versehen“ zurück, erläuterte der Bischof. Es bedeute also „mit guter Ausrüstung, mit Proviant versehen, vorausschauend versorgt sein“. „Mit Gott kann ich mein Leben bestehen – er ist mir Ausrüstung und Kraft fürs Leben!“

Der Bischof erinnerte aber auch daran, dass das am 16. April gefeierte Heilig-Rock-Fest zurück unters Kreuz führe, in Jesu größte Ohnmacht: „Ihm war die Nähe des Vaters genommen.“ Wie oft Jesus wohl die Psalmworte gebetet habe, fragte Ackermann. „Ist das jetzt nicht mehr wahr?“ Auf Golgotha gebe Gott keine Antwort. „Von Ostern her aber wissen wir: Gott schweigt, aber er bleibt.“ Gott überspringe das Leid nicht, gebe keine vorschnellen Antworten, sondern solidarisiere sich. So sei auch das Leitwort der Heilig-Rock-Tage kein lauter Jubelruf, sondern ein „unaufgeregtes, stilles Bekenntnis voller Innerlichkeit“. Das sei passend auch für die heutige Zeit. „Wer Gott hat, der hat alles, der ist wohlversehen.“ So könne das Leitwort vielleicht zum „Grundwort unseres Lebens“ in aufgewühlten Zeiten werden.

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes hatte Ackermann verdeutlicht, dass die Feier der österlichen Geheimnisse neue Lebenskraft spenden solle. Das heiße vielleicht auch „Widerstandskraft, um die Herausforderungen des Lebens zu bestehen, gerade in den Zeiten der Pandemie“. Die Heilig-Rock-Tage seien als „österliche Zweit-Impfung“ geeignet, die Lebendigkeit des Auferstandenen vertieft zu erleben, wobei die Empfindsamkeit für Gott, den Nächsten und sich selbst bleibe. In diesem Sinn lud Ackermann dann auch zum Ende des Gottesdienstes ein, sich vor allem über die digitalen Angebote während der Heilig-Rock-Tage „anzudocken und so das Gewebe unserer Gemeinschaft im Bistum stärken zu lassen“.

Im Anschluss an den Gottesdienst öffnete der Bischof die Heilig-Rock-Kapelle, in der die Tunika Christi in einem klimatisierten Schrein aufbewahrt wird. Sie ist während der Heilig-Rock-Tage zum Gebet geöffnet; maximal vier Personen dürfen sich unter Wahrung der Infektionsschutzregeln dort zum Gebet aufhalten.

Konzelebranten bei der Eröffnung waren Münsters Bischof Dr. Felix Genn, dessen Ernennung zum Bischof vor genau 22 Jahren beim Heilig-Rock-Fest bekannt wurde, Bischof Dr. Helmut Dieser (Aachen), die Weihbischöfe Robert Brahm, Jörg Michael Peters und Franz Josef Gebert, Dompropst Werner Rössel sowie Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg mit der Assistenz der Diakone Ulrich Weinand und Stefan Schmidt. Die musikalische Gestaltung lag bei einem Vokalsolistenensemble der Trierer Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer, Kantorin Gabriele Kockelmann sowie Josef Still an der Hauptorgel und Ulrich Krupp an der Chororgel.

Alle Veranstaltungen und Informationen rund um das Bistumsfest sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden. Die Predigt zum Nachlesen finden Sie hier.

Kategorien
News

Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie am 18. April

Aachen, 17.04.2021 – Bischof Helmut Dieser ruft zum Innehalten auf. Auf Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier findet am morgigen Sonntag die zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen der Corona-Pandemie statt. Dem staatlichen Gedenken wird in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein ökumenischer Gottesdienst vorausgehen, zu dem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, gemeinsam einladen.

Auch Bischof Dr. Helmut Dieser unterstützt dieses gemeinsame geistliche Anliegen und wird das Gedenken am 18. April während des Hochamts im Aachener Dom aufgreifen. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die unvorstellbar große Zahl der an Covid-19 Verstorbenen keine abstrakte Größe bleibt. Hinter jeder Zahl verbirgt sich das Schicksal eines einzelnen Menschen und seiner Familie und Gott, der Schöpfer und Erlöser, kennt sie alle und ruft sie beim Namen.“ Bereits in seiner Osterpredigt hatte der Aachener Bischof darauf hingewiesen, dass die Ungewissheit über die Dauer der Pandemie im zweiten Jahr dieser Seuche und nach unzähligen Lockdowns und wechselnder Impfstrategien immer schwerer zu ertragen sei. „Indem wir die Lebensgeschichten der Verstorbenen sichtbar machen und sie uns im Kontext der österlichen Auferstehungsbotschaft neu vor Augen führen, nehmen wir die Trauer der Angehörigen ernst und setzen ein Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung“, so Bischof Helmut Dieser.

In diesem Sinne ist auch die biblische Geschichte vom Weg der Jünger Jesu nach Emmaus (Lk 24) zu verstehen, die als zentrales Element für den ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ausgewählt wurde. Sie gibt Gelegenheit zur Besinnung, zum Abschiednehmen und bestärkt die Menschen in ihrer Hoffnung.

Neben der Gedenkveranstaltung im Aachener Dom finden auch in anderen Gemeinden des Bistums individuelle Würdigungen statt. Unter dem Motto „Trauern und Trösten“ ist jeder dazu aufgerufen, seine Trauer über den Verlust von Angehörigen stellvertretend für viele zum Ausdruck zu bringen. (iba / Na 013)

Kategorien
Top-Themen

Zentrale Gedenkfeier für die Todesopfer in der Corona-Pandemie am 18. April

Region/Düsseldorf, 17.04.2021 – Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder rufen aus Anlass der am 18. April 2021 in der Bundeshauptstadt Berlin stattfindenden Zentralen Gedenkfeier für die Todesopfer in der Corona-Pandemie an diesem Tag zur Beteiligung an der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Januar initiierten Gedenkaktion #lichtfenster auf und bitten alle Bürgerinnen und Bürger darum, an den Abenden des 16. bis 18. April (Freitag- bis Sonntagabend) Kerzen in die Fenster zu stellen:

„Unser ganzes Land erlebt eine schwere Krise. Die Corona-Pandemie hat viele Menschenleben gefordert. Für uns Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ist es an diesem Tag wichtig, dass wir gemeinsam und trotz der Fortdauer dieser bedrückenden Pandemie für einen Moment innehalten. Wir wollen uns bewusst machen, was wir verloren haben, aber gemeinsam auch Hoffnung und Kraft schöpfen. Viele geliebte und geschätzte Angehörige, Großeltern, Eltern, Partnerinnen und Partner, aber auch Freundinnen und Freunde, Bekannte, Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen sind in der Pandemie schon gestorben. In diesem Moment wollen wir die Trauer der unmittelbar betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger teilen. Wir rufen dazu auf, der Opfer der Pandemie symbolisch zu gedenken, indem wir brennende Kerzen in unsere Fenster stellen.“

Am kommenden Sonntag setzen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Präsident des Bundesrats und Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, als Vorsitzender der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens für die Opfer der Pandemie. Im Rahmen der um 13.00 Uhr beginnenden Veranstaltung im Konzerthaus Berlin kommt es zu einer Begegnung mit Hinterbliebenen. Zuvor findet ab 10.15 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu Berlin statt. Die Veranstaltungen werden im Fernsehen übertragen.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg: „Die Corona-Pandemie ist für uns alle gemeinsam eine große Belastung: Täglich fordert uns das Virus an den unterschiedlichsten Stellen im Alltag heraus. Wir fühlen uns häufig einsam und isoliert. Menschen müssen um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten oder den Verlust geliebter Menschen verkraften. Lassen Sie uns daher heute zusammenstehen in unserem Leid und unserer Trauer. Gemeinsam können wir Mut und Kraft schöpfen in dieser beschwerlichen Zeit.“

Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaats Bayern: „Wir gedenken der vielen Verstorbenen der Corona-Pandemie in Deutschland. Die Lichter stehen für mehr als Namen und Zahlen, sie stehen für unzählige Schicksale. Es ist wichtig, dass wir für die Verstorbenen eine Kerze anzünden. Wir zeigen damit: Sie sind nicht vergessen, sie sind in unseren Herzen und in unserem Bewusstsein. Wir alle wissen: Ein solcher Gedenkakt kann den Schmerz des Verlusts nicht nehmen. Er bringt auch niemanden wieder zurück. Aber die Hinterbliebenen sollen spüren, dass wir ihren Schmerz teilen, dass ihre Sorgen auch unsere sind. Jeder der Verstorbenen hinterlässt eine Lücke. Der Schutz des Lebens ist die höchste Maxime – und jedes Leben ist rettenswert. Das ist unsere ethische Verantwortung. Kämpfen und trauern wir gemeinsam.“

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Durch die Corona-Pandemie erlebt unser Land, erlebt auch Berlin, eine Zäsur. Diese ist auch so existenziell, weil sie jeden und jede von uns betrifft und sie mit so viel Leid, mit so vielen traurigen persönlichen Schicksalen verbunden ist.  Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die um die Opfer von Corona trauern, die geliebte Menschen verloren haben. Der erste Regierende Bürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, hat damals dazu aufgerufen, für die Kriegsgefangenen Kerzen in die Fenster zu stellen. Später brannten die Lichter in den Fenstern für die Menschen in der DDR. Jetzt wollen wir Berlinerinnen und Berliner Kerzen entzünden, um zu sagen, dass wir die Opfer der Pandemie nicht vergessen und dass wir um sie alle trauern.“

Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Die Corona-Pandemie hat unvorstellbar großes Leid über unser Land gebracht und viele Menschenleben gekostet. Wir gedenken der Opfer und werden sie nicht vergessen. Hinter jedem einzelnen Verstorbenen stehen Familien, Freunde und Angehörige, denen unser Mitgefühl gilt. Und das nicht nur anlässlich des Gedenkens in Berlin. Das Andenken an die Opfer der Pandemie muss uns bewusst machen, welch tödliche Kraft in dem Virus steckt. Wir brauchen weiter Vorsicht, Vernunft und Augenmaß, um Leben und Gesundheit von Menschen zu schützen. Wir alle, jeder einzelne von uns, haben es in der Hand, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung.“

Andreas Bovenschulte, Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen: „Auch im Land Bremen trauern wir um Menschen, die während der Pandemie gestorben sind. Mehr als 400 Menschen starben an oder mit Covid-19, noch weitaus mehr Männer, Frauen und Kinder sind einsam gestorben – ohne dass ihre Angehörigen an ihrem Bett sitzen, sie in den Arm nehmen, ihnen Halt geben konnten. Wenn wir am 18. April Kerzen für die Verstorbenen entzünden, setzen wir damit ein Zeichen: Wir lassen die Trauernden nicht allein und die Toten werden wir nicht vergessen. Das Licht ist ein kulturübergreifendes Symbol für das Leben. In diesen Zeiten der Pandemie ist es ein Symbol unserer Solidarität mit allen, die Menschen verloren haben.“

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Fast 80.000 Menschen sind seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland an oder mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Jeder und jede Einzelne hinterlässt eine Lücke: im Leben der Angehörigen, der Freunde, Kollegen und Nachbarn, in seinem beruflichen und privaten Umfeld. Den Hinterbliebenen der Todesopfer der Corona-Pandemie spreche ich mein herzliches Beileid aus. Die Pandemie macht uns jeden Tag bewusst, wie wichtig die Gesundheit und die menschliche Nähe für unser Leben ist – und dass wir aufeinander achten müssen.“

Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen: „Das Corona-Virus hat die Welt und uns hier in Hessen nach wie vor fest im Griff. Wir alle tun unser Möglichstes, um die Pandemie einzudämmen und das Gesundheitssystem am Laufen zu halten und wir erzielen Erfolge mit fortschreitenden Impfungen und Testungen. Und doch: Seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr sind knapp 80.000 Menschen an Corona gestorben. Diese Zahl ist erschütternd und macht uns unendlich traurig. Für mich ist diese Zahl keine Statistik, sondern steht für 80.000 Mütter, Väter, Großeltern, Brüder, Schwestern, Freunde und Freundinnen. Jeder einzelne Todesfall birgt ein Schicksal und der Verlust wiegt für die Angehörigen unendlich schwer. Als Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität wollen wir heute gemeinsam ein Licht entzünden und an die vielen Menschen denken, die an Corona gestorben sind. Die Kerze im Fenster soll denjenigen Hoffnung spenden, die geliebte Menschen im Kampf gegen das Virus verloren haben, oder die vielleicht selbst erkrankt sind und noch an Folgen ihrer Erkrankung leiden. Lassen Sie uns in dieser schwierigen herausfordernden Zeit für einen Moment gemeinsam innehalten und ein Zeichen des Erinnerns setzen.“

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Wir trauern um alle, die in Folge einer Covid 19-Infektion verstorben sind. Unser Mitgefühl gilt all ihren Angehörigen. Ich wünsche mir, dass wir am 18. April gemeinsam an die Verstorbenen erinnern und die Angehörigen stärken. Wir können dazu nicht zusammenkommen. Aber wir können gemeinsam mit Kerzen ein starkes Signal senden.“

Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen: „Bei der Diskussion über die Bewältigung der Coronapandemie stehen viele Zahlen im Mittelpunkt – Inzidenzwerte, Zahlen von Toten und Genesenen und viele andere mehr. Dahinter stehen aber keine abstrakten Sachverhalte, sondern ganz konkret Menschen und ihre Schicksale. Das dürfen uns die Statistiken nicht vergessen lassen, das Sterben darf nicht auf reine Fallzahlen reduziert werden. Wir wollen der Opfer gedenken, die dem Virus zum Opfer gefallen sind. Wir wollen erinnern, an das Leid und die Trauer der Angehörigen. Und vergessen wir auch nicht, dass zahlreiche Menschen, die in der Statistik als Genesene aufgeführt werden, auch nach einer überstandenen Infektion noch lange unter schweren gesundheitlichen Folgen leiden. Auch an ihr Schicksal wollen wir denken.“

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen: „Auch in Nordrhein-Westfalen leuchten Kerzen zur Erinnerung an jene Menschen, die wir an das Corona-Virus verloren haben. Unsere Gedanken sind bei allen, die um geliebte Menschen trauern. Mögen die Kerzen ihnen Hoffnung und Zuversicht spenden und unsere tiefe Anteilnahme an ihrem Leid ausdrücken.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz: „Hinter jeder Zahl steht ein menschliches Leid. Jeden Tag sterben auch in Rheinland-Pfalz Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion, viele kämpfen auf den Intensivstationen um ihr Leben. Wir trauern um die Opfer der Pandemie, die zum Teil einsam sterben mussten, und denken dabei auch an das Leid ihrer Angehörigen, denen es nicht möglich war, ihre Liebsten auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Wir wollen als Gemeinschaft deutlich machen, dass wir mit ihnen fühlen und in Gedanken bei ihnen sind. Die Corona-Pandemie ist für uns alle eine schwere, dunkle Zeit. Eine Kerze am Fenster soll Licht und Zuversicht geben und unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Gegenseitige Achtsamkeit und Solidarität sind die wichtigste Antwort auf die Pandemie.“

Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarland: „Die Corona-Pandemie stellt uns und unser Land vor große Herausforderungen. Das Virus hat so viele Opfer gefordert. Mein Gedenken gilt allen Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind und mein Mitgefühl ihren Angehörigen, die sich aufgrund der Maßnahmen und Einschränkungen nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen von ihnen verabschieden konnten. Hinzu kommen diejenigen, die in der Pandemie schwere, persönliche Krisen durchleben mussten. Auch ihnen gehört meine tiefe Anteilnahme. Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, um innezuhalten und Trauer zuzulassen. Gleichzeitig sollten wir aber auch an all diejenigen denken, die in den letzten Monaten Unglaubliches geleistet haben, um Menschenleben zu retten. Ihnen gehört mein aufrichtiger Dank und meine Anerkennung.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen: „Es ist richtig, uns immer wieder bewusst zu werden, dass jedes einzelne Menschenleben wertvoll ist und zählt. Die Gedenkaktion ist eine gute Möglichkeit, dies zeitgleich überall in unserem Land deutlich zu machen und auszudrücken. Lassen Sie uns gemeinsam innehalten in stillem Gedenken und weiter zusammenstehen. Lassen Sie uns gemeinsam das letzte Stück des noch schwierigen Weges gehen – in Verantwortung füreinander, solidarisch und mit wachsender Zuversicht.“

Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt: „Wir gedenken an diesem Wochenende der vielen Menschen, die in Deutschland an den Folgen des Corona-Virus gestorben sind. Unsere Gedanken sind bei ihnen und ihren Angehörigen. Das öffentliche Gedenken ist wichtig. Denn für die Pandemie ist oft der einsame Tod und die Trauerfeier im kleinsten Familien- und Freundeskreis charakteristisch. Diese Trauer bleibt meist unsichtbar. Aber hinter den nüchternen Todeszahlen verbergen sich ganz konkrete menschliche Schicksale und Tragödien. Daran wollen wir mit Kerzen und der zentralen Gedenkfeier am Sonntag erinnern. Gemeinsam mit den Angehörigen trauern wir um die Toten. Sie sind nicht vergessen und bleiben im kollektiven Gedächtnis.“

Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein: „Die meiste Zeit drehen sich unser aller Gedanken im Moment darum, Menschen zu schützen, sie vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu bewahren. Die Politik mit dem Blick auf das ganze Land – jede und jeder von uns mit dem Blick für die Mitmenschen, die Familie, Freunde und Verwandte. Heute aber denken wir an all diejenigen, die wir nicht schützen konnten. An diejenigen, die diesem so gefährlichen Virus zum Opfer gefallen sind. Gerade in diesen Tagen, in denen sich das Virus noch einmal in Deutschland auszubreiten versucht, sind die Lichter, die wir entzünden, ein Symbol, besonders achtsam zu sein.“

Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen: „Angesichts der Verstorbenen verspüre ich eine große Betroffenheit und tiefe Trauer. Allen, die die Gefährlichkeit des Virus leugnen, die an den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zweifeln oder diese gar als Instrumente einer totalitären Diktatur sehen, sage ich: Den Verlust eines geliebten Menschen zu erfahren und zu erleben, wie der Partner, das eigene Kind oder die Eltern aus dem Leben gerissen wurden – häufig ohne sich angemessen verabschieden zu können – bedeuten unvorstellbares Leid. Leid, das wir nicht zu verhindern vermochten, das uns aber Mahnung und Motivation ist im tagtäglichen Kampf gegen das Virus. Das sind wir den Opfern der Pandemie und ihren Hinterbliebenen schuldig. Ihnen wollen wir am 18. April besonders gedenken. Zünden wir eine Kerze an und stellen diese ins Fenster.“

Kategorien
News

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir trauern um die Opfer der Corona-Pandemie und fühlen mit den Angehörigen

Region/Mainz, 17.04.2021 – „Die Corona-Pandemie fordert unser Land in einer bisher nie dagewesenen Weise heraus. Die Krise ist so existentiell, weil sie jeden von uns betrifft und mit großem persönlichem Leid verbunden ist. Mit aller Kraft kämpfen wir gegen die Pandemie, dabei dürfen wir die Opfer nicht vergessen. Mit steigenden Infektionszahlen kämpfen zurzeit wieder mehr Patienten und Patientinnen auf den Intensivstationen um ihr Leben. Jeden Tag sterben Menschen an den Folgen von COVID-19.

Wir trauern um die Opfer der Pandemie. Viele mussten einsam sterben. Wir denken daher auch an das Leid ihrer Angehörigen, denen es nicht möglich war, ihre Liebsten auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Hinter jeder Todeszahl steht ein Schicksal“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Vorfeld der zentralen Gedenkfeier von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die Opfer der Corona-Pandemie. Die im Radio und Fernsehen live übertragene Gedenkveranstaltung findet am 18. April um 13.00 Uhr im Konzerthaus in Berlin pandemiebedingt im kleinsten Kreis mit den Spitzen der fünf Verfassungsorgane statt. Auch Hinterbliebene gestalten die Gedenkfeier mit.

Um als Gesellschaft die Trauer gemeinsam zum Ausdruck zu bringen, bitten alle Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten darum, an der vom Bundespräsidenten ausgerufenen Aktion #lichtfenster teilzunehmen. „Die Corona-Pandemie ist für uns alle eine schwere, dunkle Zeit. Bitte zünden Sie bei Einbruch der Dunkelheit eine Kerze an und stellen sie diese gut sichtbar ans Fenster. Lassen Sie uns für einen Moment innehalten und deutlich machen, dass wir die Verstorbenen nicht vergessen. Das Licht der Kerze soll Licht und Zuversicht geben und unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Aus Anlass der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie hat die Ministerpräsidentin im Einvernehmen mit Innenminister Roger Lewentz für den kommenden Sonntag für alle öffentlichen Gebäude in Rheinland-Pfalz Trauerbeflaggung angeordnet.

Auch die Kirchen beteiligen sich am Anruf des Bundespräsidenten zum bundesweiten Gedenken. Im Hohen Dom zu Trier findet um 21.00 Uhr ein Abendlob statt, an dem Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe teilnehmen.