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Gute Nachbarschaft schützt vor Einsamkeit

Region/Eisenberg – Die Gefahr sozialer Isolation ist durch die Kontaktbeschränkungen deutlich gewachsen. Fast jeder Zweite in Rheinland-Pfalz hält es für möglich, dass Menschen in direkter Nachbarschaft unbemerkt vereinsamen. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Gesundheitskasse fördert in Kooperation mit Netzwerk Nachbarschaft jetzt innovative Projekte, um das gesunde Miteinander in Wohnortnähe zu stärken.

 41 Prozent der Rheinland-Pfälzer halten es für möglich, dass in ihrem Wohnumfeld Menschen unbemerkt vereinsamen. 17 Prozent sind sogar davon überzeugt, dass soziale Isolation in ihrer Nachbarschaft unbemerkt bleibt. Insgesamt schätzen die Rheinland-Pfälzer das Risiko der Vereinsamung niedriger ein als der bundesweite Durchschnitt (55 %). Die aktuelle AOK-Umfrage macht aber auch deutlich: Rund jeder Zweite der Befragten an Rhein und Mosel (58 %) erachtet es für wenig oder gar nicht möglich, dass Nachbarn vereinsamen können, ohne dass dies jemand bemerkt. Demnach zeigt sich die Kultur guter Nachbarschaft in Rheinland-Pfalz besser entwickelt als im Rest der Republik.

Weniger Vereinsamung in Landkreisen

Außerhalb der Städte ist die Aufmerksamkeit von Nachbarn füreinander deutlich stärker ausgeprägt. So sehen bundesweit Bewohner von Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern das Risiko der Vereinsamung mit 39 Prozent als deutlich geringer an als Bewohner in Städten mit bis zu 500.000 Einwohnern (63 %). Auffällig ist auch die unterschiedliche Wahrnehmung von jungen und älteren Befragten. Während 80 Prozent der Jüngeren im Alter von 14 bis 29 Jahren eine Vereinsamung in Wohnumfeld für möglich halten, glauben das nur 37 Prozent der Menschen über 60 Jahre.

Aktionen gegen soziale Isolation

Um den Zusammenhalt und die Solidarität untereinander auszubauen, sind in Rheinland-Pfalz bereits viele Initiativen aktiv. So verteilen Nachbarn im Stadtteiltreff von Mainz-Gonsenheim Lebensmittelspenden an bedürftige Anwohnende der Hochhaussiedlung, im vergangenen Jahr organisierten sie ein Kontakt-Netzwerk per Telefon und Messenger-Dienste im Stadtteil, um bei Bedarf schnell und effektiv helfen zu können. Und in der Eifelgemeinde Greimersburg betreiben die Jüngeren einen Bringdienst, um vor allem Ältere mit gesunder Kost aus dem genossenschaftlich organisierten Dorfladen zu versorgen.

Lebensqualität entsteht vor Ort

„Gute Nachbarschaft ist als Gemeinschaft ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Denn die Lebensqualität für jedes Alter ist maßgeblich vom Miteinander im nahen Wohnumfeld geprägt. Stabile soziale Kontakte schaffen hier das Gefühl der Geborgenheit und motivieren dazu, geistig und körperlich aktiv zu bleiben“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ mit 10.000 Euro dotiert

Wohnortnahe Gesundheits-Netzwerke zu stärken, ist daher das Ziel des Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften“, den die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Kooperation mit dem bundesweiten Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft erstmals auslobt. Der Förderpreis richtet sich an alle Nachbarinitiativen, die sich mit innovativen und kreativen Aktionen für ein gesundes und sozial interaktives Miteinander stark machen. „Viele Nachbarschaften haben das Ziel, gemeinschaftlich gut vernetzt zu sein, um sich den Lebensalltag zu erleichtern“, sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin von Netzwerk Nachbarschaft.

Initiative zählt!

Der Förderpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an zehn nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die von einer prominent besetzten Jury ausgewählten Projekte werden mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Bewerbungen für den Förderpreis sind online möglich, Stichwort:
AOK-Förderpreis Gesunde Nachbarschaften.

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Ein Integrations-Konzept für die Gemeinde Wachtberg

Wachtberg – Arbeitsgruppe „Integration“ nimmt Arbeit wieder auf. In einer Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Generationen, Soziales, Sport und Kultur im Jahr 2020 wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe „Integration“ beschlossen. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der Gemeindeverwaltung, der politischen Fraktionen im Rat der Gemeinde Wachtberg und des Ökumenischen Arbeitskreises/Ehrenamt zusammen. Ziel ist die Erarbeitung eines Integrationskonzeptes für die Gemeinde Wachtberg.

Im letzten Jahr hatte die Arbeitsgruppe „Integration“ ihre Arbeit aufgenommen. In drei sehr konstruktiven Treffen wurden erste Leitlinien und wichtige Themenfelder für die Integrationsarbeit in der Gemeinde Wachtberg erarbeitet. Das Themenfeld „Integration durch Bildung“ stellt den ersten Arbeitsschwerpunkt der Arbeitsgruppe dar. Da „Integration durch Bildung“ ein sehr weitumfassendes Feld ist, wurde der erste Fokus auf „Sprachförderung/-bildung für erwachsene Geflüchtete bzw. mit Migrationshintergrund“ gelegt.

An diesem Punkt nimmt die Arbeitsgruppe am 05. Mai 2021 nach einer längeren Pause, bedingt durch die Neuformierung der politischen Gremien in der Gemeinde, ihre Arbeit wieder auf. Ziel dieses und des nächsten Treffens ist es, gemeinsam mit externen Fachleuten Angebote im Bereich Sprachförderung zu erarbeiten. Externe Fachleute sind z.B. Träger von Sprach- und Integrationskursen, Wohlfahrtsverbände, das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises, aber auch die zahlreichen engagierten ehrenamtlich in der Wachtberger Flüchtlingsarbeit Tätigen. Diese Angebote sollen die Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund in den Blick nehmen und somit ein Ankommen in der deutschen Sprache ermöglichen und erleichtern. (ka)

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Am 17. Mai startet ein neues Angebot am Bildungs- und Forschungsinstitut

Region/Mayen-Koblenz – Gut vorbereit für die neonatologische und pädiatrische Intensivpflege. Das Bildungs- und Forschungsinstitut des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (BFI) erweitert sein Angebot um die Weiterbildung „Neonatologische und Pädiatrische Intensivpflege“. Ergänzend besteht die Möglichkeit zur Erweiterung um die Zusatzbezeichnung „Pflege in der Anästhesie“.

Der erste Kurs startet am 17. Mai und vermittelt examinierten Fachkräften in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege Kenntnisse und Fähigkeiten in der intensivmedizinischen und -pflegerischen Versorgung der jungen und jüngsten Patienten. Die Teilnehmer werden in 720 Unterrichtsstunden sowie 1900 Stunden praktischer Weiterbildung für die spezifischen Bedarfe von Frühgeborenen und Kindern auf der Intensivstation geschult. Dabei lernen sie auch, wie man ihren Bezugspersonen kompetent begegnet und besonders in kritischen Situationen professionell und sicher agiert. Hierfür sind beispielsweise Einsätze in neonatologischen und pädiatrischen Intensivbehandlungseinheiten vorgesehen, im operativen Bereich der Anästhesie sowie im Kreißsaal. Die Weiterbildung findet über zwei Jahre hinweg in festgelegten Blockwochen statt. Eine Teil-Anerkennung bereits absolvierter Weiterbildungen kann beantragt werden.

Die Weiterbildung „Neonatologische und Pädiatrische Intensivpflege“ wird nach der Weiterbildungsordnung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz durchgeführt. Voraussetzung bei Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern ist eine mindestens einjährige Berufserfahrung inklusive einem halben Jahr Erfahrung in der neonatologischen oder pädiatrischen Intensivversorgung im innerklinischen Bereich. Bei Gesundheits- und Krankenpflegern wird jeweils die doppelte Erfahrungszeit vorausgesetzt.

Nähere Informationen stehen im Bildungsportal des GK-Mittelthein unter https://bildung.gk.de zur Verfügung. Hierüber ist auch die Anmeldung möglich. Für Rückfragen steht Weiterbildungsleiterin Dorothee Kiefer-Teijgeler unter dorothee.kiefer-teijgeler@gk.de sowie telefonisch unter 0261 499-1561 zur Verfügung.

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Weit voraus: Jeder Dritte im Kreis Ahrweiler einmal geimpft

Ahrweiler – Team des Impfzentrums, Hausärzte und mobile Impfteams im Dauereinsatz. Der Kreis Ahrweiler hat in Hinblick auf den Impfmarathon den Turbo gezündet: Seit dem Start der Impfkampagne sind bisher mehr als 54.000 Impfungen, davon 41.000 Erst sowie 13.000 Zweitimpfungen, vorgenommen worden. Der Großteil der Impfungen erfolgte im Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf (70 Prozent), 16 Prozent der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen wurden durch die mobilen Impfteams des DRK-Kreisverbands Ahrweiler unter Leitung von Michael Alberti und 14 Prozent durch die niedergelassenen Hausärzte verimpft.

Der Kreis liegt mit einer Erstimpfquote von 31,5 Prozent weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt von 27,7 Prozent beziehungsweise dem Bundesdurchschnitt von 28,2 Prozent. Auch bei den Zweitimpfungen hat der Kreis mit 10,1 Prozent gegenüber dem Land (8,6 Prozent) und dem Bund (8,0 Prozent) die Nase vorn. „Diese Zahlen belegen, dass sich der engagierte Einsatz der mobilen Impfteams, der Hausärzte und des Teams im Landesimpfzentrum lohnt“, so Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider: „Jeder dritte Bürger im Kreis ist einmal geimpft. Mehr als zehn Prozent der Kreisbevölkerung sind bereits vollständig geimpft.“

Mit Blick auf die positive Zwischenbilanz zeigen sich auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Dr. Michael Berbig, Vorsitzender des Ärztenetzes Kreis Ahrweiler, und Frank Trömel, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes, zuversichtlich, dass im Sommer jede Bürgerin und jeder Bürger im Kreis ein Impfangebot erhalten hat.

Allein in der vergangenen Woche, vom 26. April bis einschließlich 2. Mai, wurden erstmals rund 7000 Impfungen im Impfzentrum und durch die mobilen Impfteams vorgenommen, davon alleine 3800 Impfungen am vergangenen Wochenende (2650 Erst- und 1150 Zweitimpfungen). Einen großen Anteil daran hatte auch die Sonderaktion „Impfen in den Mai“, bei der in der Mainacht von Freitag auf Samstag die Türen des Impfzentrums bis 2 Uhr morgens geöffnet waren.

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Aufbruch in eine neue Ära: Hydrogen Hub Aachen startet am 7. Mai

Aachen – Die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie die Stadt und die Städteregion Aachen bündeln ihre Kräfte beim Thema Wasserstoff. Unterstützt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, startet am Freitag, 7. Mai, das gemeinsame Wasserstoff-Netzwerk Hydrogen Hub Aachen. „Wir wollen unsere Region zu einem Vorreiter der Wasserstoffindustrie machen“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Die Voraussetzungen dafür sind optimal: Hier gibt es kluge Köpfe, die den Energieträger Wasserstoff nutzbar machen. Innovative Industrieunternehmen arbeiten daran, wasserstoffbasierte Anwendungen und Produkte auf den Markt zu bringen. Der Hydrogen Hub Aachen hat zum Ziel, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in diesem Zukunftsfeld aufzubauen.“

Hintergrund: Auf nationaler wie europäischer Ebene soll die Nutzung der Wasserstofftechnologie eine zentrale Säule der Energiewende werden. Die Initiatoren des Hydrogen Hub Aachen – Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, die Landräte Wolfgang Spelthahn (Düren), Stephan Pusch (Heinsberg) und Markus Ramers (Euskirchen) sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer – sind überzeugt: Der Energieträger Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für den Strukturwandel.

Wie die Vernetzung der Akteure schnell und effizient gelingen kann, darüber diskutieren zum Startschuss des Hydrogen Hub Aachen am Freitag, 7. Mai, um 15 Uhr Experten und Unternehmer live im Internet:

Stefanie Peters, Geschäftsführende Gesellschafterin Neuman & Esser Group, Übach-Palenberg, und Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesregierung.

Georg Schmiedel, Geschäftsführer F&S solar concept GmbH, Euskirchen.

Professor Dr. Ing. Stefan Pischinger, Institut für Verbrennungskraftmaschinen, Geschäftsführer der FEV Group GmbH und Sprecher des „Zukunftscluster Wasserstoff”, Aachen.
Dr. Stephan Kranz, Geschäftsführer Saint-Gobain Glass in Deutschland, Herzogenrath.

Tom Hegermann, Moderator

Die rund 40-minütige Online-Diskussion wird live gestreamt. Wer sie sehen möchte, kann sich vorab unter www.aachen.ihk.de/wasserstoff kostenfrei registrieren.

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Alzheim, Hausen und Betzing nehmen am Modellvorhaben „Stadtdörfer“ teil.

Mayen – Prozessauftakt „Modellvorhaben Stadtdörfer Rheinland-Pfalz 2021“. Alzheim, Hausen und Betzing  nehmen am Modellvorhaben „Stadtdörfer“ des Ministeriums des Innern und für Sport teil. Durch diesen Prozess, bei dem die Bürgerinnen und Bürger intensiv eingebunden werden, soll die Dörfer in ihrer langfristigen Entwicklung unterstützt werden.

Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Leitbild für die Dorfentwicklung zu entwerfen und zu verabschieden. Weiterhin sollen wichtige Leitprojekte für die Umsetzung gefunden und formuliert werden. Im Rahmen der Ortsbeiratssitzung am 13. April 2021 ist nun der offizielle Startschuss gefallen.

Nun wird eine breit angelegte Befragung gestartet, um festzustellen, welche Zukunftsthemen die Bürgerinnen und Bürger von Alzheim, Hausen und Betzing als zentral und wichtig erachten. Dazu zählen auch die Besonderheiten und Potenziale des Dorfs.

Die Fragebögen werden in diesen Tagen an die Haushalte verteilt. Die ausgefüllten Fragebögen sollten spätestens bis zum 20.05.2021 in den Briefkästen der im Schreiben genannten Personen landen.

Beide Ortsvorsteher – Lothar Geisen Karl-Josef Weber – sowie der jeweilige Ortsbeirat hoffen auf eine breite Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, denn es geht schlichtweg um die Zukunftsperspektiven des Stadtteils, die alle mitgestalten können.

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Wirtschaft

Prüfungs-Vorbereitung für Elektroniker wieder online

Wittlich – Bereits zum zweiten Mal wurde das VDE Mess-Seminar der Innung für Elektro- und Gebäudesystemtechnik Bernkastel-Wittlich für die angehenden Elektroniker als Onlineseminar durchgeführt. „Trotz Pandemie ermöglichen wir damit den Auszubildenden eine optimale Prüfungsvorbereitung“, so der Obermeister Dieter Hoffmann.

An zwei Seminartagen Ende April trafen sich insgesamt 18 Teilnehmer in zwei Gruppen per Videochat. Bei den Seminaren wurde das richtige Messen auf der Baustelle und an Anlagen und das ordnungsgemäße Ausfüllen von Prüfprotokollen nach DIN/VDE 0100-600 und DIN/VDE 0105-100 vermittelt. Dies ist Bestandteil der Gesellenprüfung Teil 1 und 2.

Die Teilnehmer arbeiteten von zu Hause oder vom Lehrbetrieb aus, während Elektromeister Hoffmann Messungen durchführte und die technischen Erläuterungen online am Bildschirm vermittelte. Den teilnehmenden Azubis hatte das Seminar gut gefallen. Obermeister Hoffmann: „Die Innung wünscht allen Prüflingen viel Erfolg bei der anstehenden Prüfung.“

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„Mehr als nur grün“: Online-Vorträge im Mai – Start Donnerstag, 06. Mai

Region/Mayen-Koblenz – Bodenverbesserung und Biodiversität auf Friedhöfen im Fokus. Zu klimagerechten Gärten gehört auch ein gesunder vitaler und lebendiger Boden. Im Online-Vortrag „Bodenverbesserung im klimagerechten Garten“ am Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr werfen Eva Hofmann und Lukas Mackle von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz einen Blick auf die Verbesserung der Böden. Hierzu gehören sowohl Ansätze zum Schließen des Nährstoffkreislaufs als auch Möglichkeiten zur Förderung der Biodiversität. Bei dem Vortrag geht es außerdem darum, was einen gesunden Boden ausmacht, wie das Ansetzen von Kompost funktioniert und wie Mulchen und Gründüngungspflanzen richtig eingesetzt werden.

In einem zweiten Vortrag am Mittwoch, 19. Mai, um 18 Uhr geht es um die „Biodiversität auf Friedhöfen“. Viele Friedhöfe geraten zurzeit in wirtschaftliche Schieflage: Immer weniger Grabflächen werden nachgefragt, Gebühreneinnahmen sinken, es steigt der Pflegeaufwand für den Friedhofsträger und die Überhangflächen werden mehr. Gleichzeitig gibt es aufgrund des Artensterbens eine ökologische Schieflage. Wie Friedhöfe dem Artenerhalt dienen können und gleichzeitig wirtschaftlich profitieren, berichtet Referent Reinhard Benhöfer. Anmeldungen können über die Internetseite www.mehr-als-nur-gruen.de erfolgen.

Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ durchgeführt, das die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam ins Leben gerufen haben. In einem zweiwöchigen Rhythmus werden Online-Vorträge für private Gartenbesitzer und Kommunen angeboten. Die Bandbreite der Themen reicht von Wildbienen und ihren Lebensweisen über Balkongärten, Sträucher und Nutzgärten im Klimawandel bis hin zu Maßnahmen zur Bodenverbesserung in einem klimagerechten Garten. Gefördert wird es vom Land Rheinland-Pfalz.

Wer zu weiteren Veranstaltungen und Vorträgen des Projektes „Mehr als nur Grün“ benachrichtigt werden möchte, kann sich in einen Verteiler aufnehmen lassen. Ansprechpartner ist Dr. Rüdiger Kape bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Tel. 0261/108-420, E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de

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Urftauen-Parkplanung in Kall vorgestellt

Kall – Prof. Jürgen Weidinger stellte der Politik den aktuellen Stand vor – Baubeginn voraussichtlich im Oktober – Land NRW bewilligt Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro für das Jahr 2021. Die Gemeinde Kall hat für das Jahr 2021 insgesamt rund zwei Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt bekommen. Der überwiegende Anteil der Förderung fließt in den Bau des Urftauenparks. Ebenfalls gefördert werden die Neugestaltung der Bahnhofszufahrt sowie – noch aus dem Jahr 2020 – der Planungswettbewerb zum Urftauenpark sowie die begleitende Begrünung im Bahnhofsumfeld. Die Kosten der Gesamtmaßnahmen belaufen sich insgesamt auf rund 3,3 Millionen Euro, die zu 60 Prozent gefördert werden.

Alle diese Fördermaßnahmen sind Teil des 2016 unter Bürgerbeteiligung entstandenen und von der Politik beschlossenen Integrierten Handlungskonzeptes, dessen Projekte im Ortskern rund 15 Millionen Euro kosten. Jedes Jahr aufs Neue muss die Kaller Politik die Projekte für das Folgejahr beschließen und beantragen.

Wie der Urftauenpark, dessen Bau rund 2,9 Millionen Euro kosten wird, nach derzeitigem Planungsstand aussehen soll, wurde jüngst im Bauausschuss von Professor Jürgen Weidinger von der Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin vorgestellt. Das Büro hatte mit seinem Entwurf zur Gestaltung des Urftauenparks beim Wettbewerb eine Expertenjury, der auch Vertreter der Ratsfraktionen und der Verwaltung angehörten, überzeugt und will diesen nun umsetzen. Die Baumaßnahme wird sich in zwei Bauabschnitte aufteilen. Die Arbeiten am ersten Abschnitt, der sich vom Hallenbad nach Norden in Richtung Ortskern erstreckt, sollen voraussichtlich im Oktober begonnen und im Juli 2022 abgeschlossen werden.

„Die Urft soll erlebbar gemacht werden“

„Die Urft soll erlebbar gemacht werden. Gleichzeitig soll der Urftauenpark dazu dienen, damit sich ein hundertjähriges Hochwasser nicht im Ort ausbreiten kann“, berichtete Weidinger. Aus diesem Grund werde es im gesamten Bereich zur Urft hin eine leichte Absenkung in Richtung Wasser geben.

Auf dem ehemaligen Freigelände des Hallenbads sind momentan ein Spielplatz sowie ein Fitnessplatz geplant. Bei der Zielgruppe war Weidinger noch ergebnisoffen. Er stellt sich für den Fitnessplatz einen Platz für alle Generationen vor mit je zwei Geräten für Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Auch beim Spielplatz würde er die Geräte gerne mischen, sodass jede junge Altersgruppe etwas zum Spielen findet.

Nördlich vom Hallenbad wird eine Fläche für das Maigeloog entstehen. Weil außerdem am Hallenbad selbst die Parkplätze neu geordnet werden sollen, ist Weidinger auch hier bei der Gestaltung noch ergebnisoffen. Er weiß, dass das Maigeloog genügend Platz bei der Aufstellung des Kaller Maibaums benötigt.

Der zweite Bauabschnitt, mit dessen Bau voraussichtlich erst 2023 begonnen werden kann, erstreckt sich südlich des Hallenbades bis ungefähr zur geplanten Klimaschutzsiedlung. In Höhe der Industriehallen kann sich Weidinger einen Skatepark vorstellen. Außerdem soll dort ein großer Spielplatz entstehen. Auf einer Natursteintreppe kann man unmittelbar an der Urft sitzen. Auch eine Kanzel mit Blick auf die Urft soll dort errichtet werden.

Wasserspielplatz für Kinder

Das Bachbett soll in bestimmten Bereichen so hergestellt und befestigt werden, dass man zu Fuß bis an die Urft gehen kann. Für Kinder ist außerdem ein Wasserspielplatz geplant, beispielsweise mit Pumpen und Wehren, die die Kinder öffnen und schließen können. Die Eltern sollen derweil auf Eifelgestein Platz nehmen und zuschauen. „Diese Spielgeräte müssen sehr robust sein und auch einem Hochwasser standhalten“, erklärt Weidinger. „Spielen am Wasser“ war eine der Vorgaben, die die Gemeinde Kall gemacht hatte bei der Planung des Urftauenparks.

Im gesamten Park sollen außerdem die gleichen Bänke wie auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt werden. Für Radfahrer soll eine Fahrradbox angeschafft werden, vor dem Hallenbad sind eine Fahrradgarage und Fahrradstellplätze geplant.

Tobias Feld, bei der Gemeinde zuständig für den Städtebau, berichtet kurz über die anderen geförderten Maßnahmen. So kostet die Erneuerung der Bahnhofszufahrt in Richtung Ortskern rund 500.000 Euro. Die komplette Durchführung des Gestaltungswettbewerbs zum Urftauenpark inklusive Bestandsaufnahme und Vermessungen schlug mit 110.000 Euro zu Buche. Und die begleitende Begrünung im Bahnhofsumfeld kostet rund 26.000 Euro.

Apropos Bahnhof: Mit dem Nahverkehr Rheinland steht die Gemeinde im ständigen Austausch bezüglich weiterer Maßnahmen auf dem Bahngelände. „Der Bau des Geschäftshauses Nord, die Erneuerung der Bahnhofszufahrt und die Modernisierungsoffensive der Bahn müssen schließlich genau aufeinander abgestimmt werden“, so Feld.

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Kurzfilm-Dokumentation der Ortsgemeinde Kruft

Kruft – Anlässlich des Tages der Städtebauförderung am 08. Mai 2021 ist die Entwicklung der Ortsgemeinde Kruft in einer Kurzfilmdokumentation dargestellt, die ab 08.05.2021 auf der Homepage der Ortsgemeinde zu sehen ist.

Die Ortsgemeinde Kruft ist seit vielen Jahren um aktive Entwicklung bemüht und wurde 2015 in das Städtebauförderprogramm “Kleine Städte-Ländliche Zentren aufgenommen. Die wichtigsten kommunalen Projekte konnten bereits mit finanzieller Unterstützung der Städtebauförderung realisiert werden.

Nach der Lange erwarteten Fertigstellung der Umgehungsstraße begann, als wichtigste Maßnahme in der Städtebauförderung, der Rückbau der ehemaligen B256. Seit der Einweihungsfeier 2018, an der sich die Bürger in überwältigender Anzahl beteiligten, hat die Ortsdurchfahrt den Namen „Alte Chaussee“. Foto: VG Pellenz

Im Rahmen des Rückbaus der „Alten Chaussee“ wurden auch die Einmündung Bahnhofstrasse-Hohlstraße und der Platz vor der Grundschule neugestaltet sowie die Kapelle an der Waldstraße komplett saniert.

Für die noch verbleibende Laufzeit des Programmes bis 2023 stehen nun noch die Wiedererrichtung der Treppe Große Gasse und Sanierungsmaßnahmen am Rathaus an. Dabei sind vor allem die Tuffelemente der Fassade und die Außentreppe im Fokus, aber auch die Erneuerung der Heizung und der Sanitäreinrichtungen.

Zuletzt konnte 2020 auch noch das Fördergebiet erweitert und die Sporthalle einbezogen werden. Es besteht daher die Hoffnung auch für die Sanierung der Sporthalle eine Förderzusage zu erhalten.

Eine ganzheitliche Ortsinnenentwicklung kann jedoch nur mit der Mitwirkung privater Eigentümer gelingen. Insbesondere die Sanierung ortsbildprägender Gebäude, Beseitigung städtebaulicher Missstände und die Verbesserung allgemeiner Wohnverhältnisse können finanziell unterstützt werden.

Neben den kommunalen Maßnahmen sind die Sanierung privater Gebäude die 2.Säule der Ortskernentwicklung. Die Ortsgemeinde bietet für interessierte Bürger hierzu eine unverbindliche, kostenlose Beratung an. Die Fördersumme kann bis zu 30% der geplanten Investition, maximal 25.000€ betragen. Bisher wurden in Kruft 6 private Sanierungsmaßnahmen fertiggestellt, 3 weitere sind beantragt. Die gesamt-Investitionssumme dieser Maßnahmen beträgt ca. 600.000€, der Förderbetrag ca. 145.000€.

Ziel der Ortsgemeinde Kruft ist es, auch nach der Programmlaufzeit, durch eine nachhaltige Ortsentwicklung herauszustellen die Attraktivität des Ortes zu stärken.