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Deutsch-französische Partnerschaft

Plaidt – Am 8. Mai 2021 fand in unserer Partnerstadt Morangis nach dem Gedenken an den Waffenstillstand von 1945 die Einweihung eines Wegekreuzes statt. Diese Zeremonie soll die starken Bindungen, die Morangis mit seinen fünf Partnerstädten besitzt, bekräftigen.

Neben der zwischen uns im Jahr 1976 gegründeten Partnerschaft hat Morangis noch folgende Partnerstädte:
–  Mangold (Vereinigtes Königreich) seit 1994
–  Lézardrieux (Bretagne) seit 1998
–  Freguesia de Pechão (Portugal) seit 2006
–  Bedonia (Italien) seit 2009

Da uns eine persönliche Teilnahme aufgrund der Covid-Pandemie nicht möglich war, haben wir in einer Videobotschaft die herzlichsten Frühlingsgrüße nach Frankreich übersendet, uns für die zahlreichen freundschaftlichen Treffen in den zurückliegenden 45 Jahren bedankt und eine Einladung für weitere, partnerschaftliche Begegnungen in naher Zukunft ausgesprochen.

Zusätzlich hat Vanessa Hecker mit „Fields Of Gold“ auf der Trompete inmitten unserer blühenden Heimat noch einen musikalischen Gruß beigesteuert. Alle Beiträge sind unter  https://www.morangis91.com/actualites/inauguration-du-totem-du-jumelage-0 abrufbar.

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Blut spenden rettet Leben

Region/Mayen-Koblenz – Der DRK-Blutspendedienst West bietet am Dienstag, 18. Mai, 11 bis 16 Uhr, einen Blutspendetermin im Altbau des Kemperhofs (Gebäude 4, Erdgeschoss) an. Möglich ist auch eine Stammzellen-Typisierung in Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung.

Die Blutspende selbst dauert nur wenige Minuten. Für Erstspender kommen noch die Aufnahme der Spenderdaten und die Registrierung hinzu, sodass mit der ärztlichen Untersuchung und der Erholungsphase nach der Spende insgesamt mit einem Zeitaufwand von etwa einer Stunde gerechnet werden kann.

Aufgrund der derzeitigen besonderen Situation bittet das DRK um Terminreservierung per App, QR-Code-Scan oder online auf https://terminreservierung.blutspendedienst-west.de/u/gkmkemp. Wartezeiten sollen damit verkürzt und die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandregeln aufgrund der Coronapandemie vereinfacht werden.

Ganz wichtig ist: Für die Blutspende müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein, einen gültigen Lichtbildausweis vorlegen und vorab ausreichend Wasser, Tee oder Ähnliches getrunken haben. „Wenn dies auf Sie zutrifft, zögern Sie nicht länger – jede Spende zählt!“, so der DRK-Blutspendedienst West.

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Innovative Projekte der Umwelt-Wirtschaft in NRW gesucht

Region/Düsseldorf – Das Umweltministerium startet neuen Förderwettbewerb „InnovationUmweltwirtschaft.NRW“ und gibt geförderte Projekte im laufenden Sonderprogramm Umweltwirtschaft 2020 bekannt: von Rübenschnitzelburger bis künstlicher Photosynthese.

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen hat vergangene Woche einen neuen Förderaufruf zur Stärkung der Innovationskraft in der Umweltwirtschaft veröffentlicht. Geplant ist ein Fördervolumen von bis zu 23 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union. Der Aufruf „InnovationUmweltwirtschaft.NRW“ erfolgt im Rahmen des REACT-Programms der EU zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie. Mit dem neuen Programm möchten das Land und die EU Akteure der Green Economy dabei unterstützen, sich innovativ zu positionieren und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

„Die Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalen ist ein wertvoller Innovationspool und wichtiger Partner auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften und Leben. Innovative Ideen fördern die Green Economy und helfen uns allen, nachhaltiger, klimafreundlicher und ressourceneffizienter aus der Pandemie durchzustarten. Daher fördern wir mit REACT-EU wie schon mit dem Sonderprogramm Umweltwirtschaft innovative Projekte im Land“, so Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das neue Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen der Umweltwirtschaft mit Sitz oder Niederlassung in Nordrhein-Westfalen sowie Vereine, Verbände, Stiftungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von Kooperationsprojekten. Projektskizzen können bis zum 13. Juni 2021 bei der LeitmarktAgentur.NRW eingereicht werden (https://www.leitmarktagentur.nrw/react-eu/innovation-umweltwirtschaft-nrw).

Sonderprogramm Umweltwirtschaft 2020: künstliche Photosynthese, Wasserstoff und Rübenschnitzelburger 

Im vergangenen Jahr hatte das Umweltministerium bereits fünf Millionen Euro für ein „Sonderprogramm Umweltwirtschaft“ bereitgestellt. Die ersten geförderten Projekte gab das Umweltministerium nun ebenfalls bekannt, Dabei handelt es sich um sieben Innovationsprojekte und sechs Grüne Gründungen. Die Projektideen reichen von dem Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur, über die Nutzung der Photokatalyse („künstliche Photosynthese“), die Produktion von umweltverträglichen Blattdüngern bis hin zu Rübenschnitzelburgern als veganem Fleischersatz.

„Es ist beeindruckend, mit welcher Kreativität und Professionalität die Akteure der Umweltwirtschaft zentrale Zukunftsfragen angehen. Welche Innovationskraft in der Green Economy in NRW steckt, zeigen die vielen Projekte, die wir bereits fördern. Ich hoffe, dass wir mit unserem neuen Förderaufruf REACT-EU viele weitere Ideen in Nordrhein-Westfalen umsetzen können“, so Heinen-Esser.

Die geförderten Projekte werden in der neuen Serie „Green Practice NRW“ auf dem Webportal www.umweltwirtschaft.nrw.de vorgestellt. Los geht es mit den Rübenschnitzelburgern. Green Practice NRW zeigt ganz konkret, wie ökologischer Nutzen und ökonomischer Erfolg zusammen gehen. Interessenten können die Serie mit dem Newsletter der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalen abonnieren: https://www.umweltwirtschaft.nrw.de/aktuelles/newsletter/.

Weiterführende Informationen:

Eine Übersicht der bislang geförderten Projekte im Sonderprogramm Umweltwirtschaft ist als Anlage beigefügt.

www.umweltwirtschaft.nrw.de

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Online-Basisseminar für Existenzgründer am Mittwoch, 19. Mai 2021

Region/Mayen-Koblenz – Der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Am Mittwoch, 19. Mai 2021 findet das nächste Online-Existenzgründerseminar des IHK-Starterzentrums Mayen-Koblenz und der IHK-Akademie Koblenz e. V. für junge Unternehmer und Existenzgründer statt. Es beginnt um 10:00 Uhr und ist für die Teilnehmer kostenlos. Innerhalb von fünf Stunden werden wichtige Grundlagen vermittelt. Businessplan, Finanzierung und Marketing bilden die Schwerpunkte des Seminars.

Weitere Seminartermine in anderen Regionen finden Sie unter www.ihk-koblenz.de und dem Dokument 121143.

Anmeldungen sind bei der IHK-Akademie Koblenz e. V. telefonisch unter 0261 30471-30 oder per Mail an kunz@ihk-akademie-koblenz.de möglich.

 

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Dauner Feuerwehr modernisiert Fuhrpark

Daun – Nach intensiver Planung wurden für die Feuerwehreinheiten Schönbach und Udler zwei baugleiche Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) beschafft. Diese konnten offiziell Ende April in kleiner Runde den Wehren übergeben werden.

Je Fahrzeug wurden rd. 75.000 EUR investiert. Für die Feuerwehreinheiten wäre nach den gesetzlichen Vorgaben die Stationierung eines TSF nicht erforderlich gewesen. Grundsätzlich hätte ein kleineres Löschfahrzeug, ein sogenannter Gerätewagen-Tragkraftspritze (GW-TS) ausgereicht, jedoch erklärten sich die Fördervereine der Freiwilligen Feuerwehren bereit, die Mehrkosten von rd. 15.000 EUR für ein TSF im Vergleich zum GW-TS zu übernehmen. Die alten Fahrzeuge standen bereits seit über 35 Jahren im Dienst der Feuerwehr und wurden nunmehr veräußert.

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Hydrogen Hub Aachen: Region soll Wasserstoff-Hotspot werden

Aachen – Mit dem Startschuss für den Hydrogen Hub Aachen gehen die Initiatoren des Wasserstoff-Netzwerks auf die Überholspur: Die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg wollen gemeinsam eine bundesweite Wasserstoff-Modellregion werden. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen unterstützt sie dabei. Ziele der Kooperation sind unter anderem, Wertschöpfung vor Ort zu generieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und zu einem nachhaltigen Hotspot der deutschen Wasserstoff-Wirtschaft zu werden.

Zur Koordination der geplanten Aktivitäten wird der Hydrogen Hub Aachen künftig von einem gemeinsamen Projektbüro unterstützt, das bei der IHK Aachen angesiedelt ist. Ein erster Meilenstein, der erreicht werden soll: Die Region wird sich im Rahmen des Förderprogramms „HyLand“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur als bundesweite Wasserstoff-Modellregion bewerben. Dadurch soll der Aufbau einer regionalen Wasserstoff-Wirtschaft unterstützt werden.

Darüber hinaus sollen im Rahmen des Hydrogen Hub Aachen zum Beispiel Möglichkeiten regionaler Einkaufskooperationen ausgelotet werden. Denkbar wäre zum Beispiel, künftig gemeinsam Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb für städtische und kommunale Betriebe zu beschaffen. Wasserstoff soll in der Region möglichst aus erneuerbaren Energien gewonnen und größtenteils auch vor Ort verbraucht werden. Dadurch würden lange Transportwege vermieden werden. Im Vordergrund aller Aktivitäten des Hydrogen Hub Aachen steht das Bemühen, die künftigen Klimaziele zu erreichen und die Chancen der Energiewende zu nutzen. Die Region und ihre Menschen sollen davon wirtschaftlich profitieren, indem vor Ort neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze im Bereich der Wasserstoff-Wirtschaft entstehen.

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Land NRW stockt ÖPNV-Rettungsschirm weiter auf

Region/Düsseldorf – Rund 278 Millionen Euro zusätzlich für stabiles ÖPNV-Angebot in der Pandemie in Nordrhein-Westfalen. Das Land Nordrhein-Westfalen stockt die Unterstützung aus dem millionenschweren ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Land weiter auf. Das Land wird vorbehaltlich der Zustimmung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtagszusätzlich rund 278 Millionen Euro bereitstellen, um Verluste der Verkehrsunternehmen und der ÖPNV-Aufgabenträger aus dem Ticketverkauf in der Corona-Krise aufzufangen. Bereits im Juni 2020 hatte sich Nordrhein-Westfalen in einer ersten Tranche mit 200 Millionen Euro beteiligt, der Bund mit rund 478 Millionen Euro.

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Auch in Corona-Zeiten sind Pendler und Reisende auf ein sicheres, zuverlässiges Mobilitätsangebot angewiesen. Wir halten Wort und stellen unseren Teil als Land für die Kompensation der Einnahmeausfälle bereit. So stärken wir dem ÖPNV in der Pandemie weiter den Rücken. Die zweite Tranche des Rettungsschirms entlastet die Kommunen und unserer Partner im ÖPNV enorm.“

Neben dem Ausgleich für Verluste aus dem Ticket-Verkauf können Unternehmen und Aufgabenträger einen Ausgleich für erhöhte Ausgaben für Trennscheiben an Fahrerplätzen in Bussen und Bahnen und Trennscheiben in den Verkaufsstellen beantragen.

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Westenergie schließt Haushalte in Burgbrohl-Oberlützingen ans Glasfasernetz an

Burgbrohl-Oberlützingen – Die Westenergie Breitband GmbH sorgt in Oberlützingen, einem Ortsteil von Burgbrohl, für eine zukunftsfähige und leistungsstarke Breitbandversorgung. Das Energieunternehmen verlegt derzeit Glasfaserkabel in Teilen der Straßenzüge Schulstraße, Im Wingert, Lavaweg, Zum Heiligenhäuschen, Fritz-Beck-Straße, An den Kirschbäumen, Brohltalblick, Eselsweg, Südstraße und Lerchenweg. Das Breitbandnetz wird mit sogenannten „Fiber To The Home (FTTH)“-Glasfaseranschlüssen bis in die eigenen vier Wände ausgebaut. Die Hochleistungsanschlüsse ermöglichen den Anwohnern, mit bis zu 1.000 Megabit (ein Gigabit) pro Sekunde im Internet zu surfen.

Bei einer Begehung der Baustelle vor Ort sagte Walter Schneider, Ortsbürgermeister von Burgbrohl: „Ich freue mich, dass der Breitbandausbau in Oberlützingen voranschreitet. Mit dem Ausbau der Infrastruktur schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine digitale Zukunft unserer Kommune. Gerade im ländlichen Bereich ist dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger Internetanschluss für Privathaushalte und Gewerbe ist.“

Die Umsetzung der Maßnahme, mit welcher der Ortsteil an Attraktivität, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit gewinnt, war von einer Vorvermarktungsquote abhängig. Aufgrund der sehr positiven Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern, kann Westenergie das Glasfasernetz verlegen und Oberlützingen an das schnelle Datennetz anschließen. Für die Anwohner fallen bei dieser Maßnahme keine zusätzlichen Kosten für einen Hausanschluss an.

Die Baumaßnahme in Oberlützingen wird voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2022 andauern. Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, betont: „Wir danken der Kommune für das Vertrauen in unsere Expertise beim Netzausbau. Wir freuen uns darüber, zahlreiche Ortsgemeinden im Landkreis Ahrweiler dabei zu unterstützen, die digitale Leistungsfähigkeit von Schulen, Wirtschaft und Privathaushalten weiter auszubauen.“

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Stadtarchiv Mechernich „Meier & Meyer“

Mechernich – Wachablösung im Stadtarchiv Mechernich: Beate Meier (63) geht, Stephan Meyer (41) kommt. Die aus Kommern stammende und seit 1978 bei der Stadt beschäftigte Archivarin wird am 1. Mai offiziell in den verdienten Ruhestand versetzt. Sie bleibt ihrem Nachfolger und Namensvetter, dem Wittener Historiker Stephan Meyer, allerdings noch eine Weile in Teilzeit als Beraterin und Hilfe erhalten.

Das Stadtarchiv Mechernich umfasst Urkunden, Akten, Bilder, Filme, Landkarten, Fotos und auch handfeste Exponate wie zum Beispiel alle Gastgeschenke aus den Städtepartnerschaften mit Nyons und Skarszewy.

Außerdem Schulchroniken und Sammlungen, mehrere Barbarafiguren, die Altakten der ehemaligen Ämter Mechernich, Kommern, Satzvey-Wachendorf-Enzen und Hergarten sowie der heutigen Stadt Mechernich.

Insgesamt handelt es sich um 500 laufende Meter Schriftgut im sogenannten Zwischenarchiv, das entspricht rund 6840 Aktenordnern. Im historischen Archiv lagern auf 300 laufenden Metern weitere etwa 1680 Kartons mit aktuell 4505 Archivakten.Beate Meier: „Außerdem gibt es noch circa 34 laufende Meter Personenstandsregister und einen großen Sammlungsbestand, der die Sammlung Leduc, das Archiv Seul, das Archiv Molinari, das Archiv Roggendorf sowie verschiedene kleinere Abgaben beinhaltet, ausserdem 600 Bücher und 200 Festschriften und vieles mehr.“

Das Archiv war zu Beginn der 80er Jahre von Kaspar Reck (heute 90) mit Unterstützung der Fachabteilung des Landschaftsverbandes Rheinland und einiger externer Hilfskräfte aufgebaut worden. 1993 übernahm seine Tochter Beate Meier das Archiv bereits in einem ausgezeichneten und geordneten Zustand, wie sie betont.

Zwischenlager im Luftschutzkeller

Allerdings waren seinerzeit viele Schriftstücke im Keller und auf dem Speicher des alten Rathauses in der Bergstraße sehr unzureichend untergebracht. Daher wurde im Keller der ehemaligen Hauptschule ein Zwischenarchiv eingerichtet, dass einige Jahre später um den historischen Archivbestand aus dem alten Rathaus in Kommern erweitert wurde.

Mit dem Bau des neuen Rathauses 2009 erfolgte für das Stadtarchiv der hoffentlich letzte Umzug. Die Archivalien sind nun dort untergebracht, wo sie auch genutzt werden. Der seit dem 1. März von Beate Meier eingearbeitete Nachfolger kennt sich bereits ziemlich gut in den Findbüchern und den Beständen aus, die  in verschiebbaren und begehbaren Aktenschränken untergebracht sind.

Der in Düsseldorf geborene und in Duisburg aufgewachsene Archivar studierte an der Ruhr-Universität Bochum Geschichte und Anglistik. Die Stadt Mechernich war für ihn kein Buch mit sieben Siegeln, als er jetzt die Stellenausschreibung in einem Fachmagazin las. Er kannte Kommern und das Rheinische Freilichtmuseum von mehreren Besuchen, insbesondere der beachteten Sonderausstellungen.

So war er sofort interessiert, inzwischen ist der Wittener auch schon nach hier umgezogen. Die Fast-Namensgleichheit mit Beate Meier habe wohl kaum den Ausschlag gegeben, dass er unter mehreren Bewerbungen den Zuschlag bekam, scherzt der 41-Jährige.

Wie viele der in insgesamt fünf Fachbereichen in der Stadtverwaltung Mechernich produzierten Schriftstücke im Reißwolf und wie viele im Archiv landen, sei höchst unterschiedlich. Personenstandsurkunden aus dem Standesamt würden grundsätzlich zu hundert Prozent in den Archivschränken eingelagert, so Beate Meier.

Während beispielsweise nicht jede Bewilligung eines Standplatzes jeder Kirmes in Mechernich in den 80er Jahren verwahrt werden muss, so Stephan Meyer: „ Deshalb heben wir  solche Aufzeichnungen nur exemplarisch auf, und vor allem die Liste der Schausteller und Händler, damit man in hundert Jahren noch genau nachvollziehen kann, wie so ein Rummelplatz früher von einer Kommunalverwaltung abgewickelt wurde.

Verwaltungshandeln verstehen

Allerdings würde der Großteil solcher sich ständig wiederholender „Vorgänge“ geschreddert. Beate Meier: „Es geht bei der Auswahl der archivierten Akten zum einen darum, dass Verwaltungshandeln erkennbar wird und auch in der Zukunft verstehbar bleibt, zum anderen soll mit einem Minimum an Schriftgut ein Maximum an Informationswert erhalten werden.“

Oft werden Akten, Karten oder Gegenstände aus Privatbesitz zum Stadtarchiv gebracht. „Zum Beispiel eine kleine Holzkiste mit Gestellungsbefehlen, persönlichen Papieren und Zeugnissen aus der Kaiserzeit“, so Stephan Meyer.

Zusammen mit Beate Meier zeigt er dem Reporter eine große Bergkarte von einem Eisensteinabbau bei Wachendorf, den der Vorbesitzer auf seinem Speicher in Essen fand und dem Stadtarchiv Mechernich in der Eifel meldete. Beate Meier: „Unser Dezernent Ralf Claßen hatte zu der Zeit gerade im Ruhrgebiet zu tun und hat das »Schätzchen« mit zurück an den Bleiberg gebracht“.

Als Hauptaufgaben ihres Nachfolgers nennt sie die Fortführung der bereits begonnenen Digitalisierung.  Das als Dauerleihgabe überlassene Archiv der Familie Seul,  und das Archiv Roggendorf wurde mit Hilfe des Landschaftsverbandes Rheinland mikroverfilmt und im Oberrieder Stollen eingelagert, dem zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland für Dokumente mit hoher national- oder kulturhistorischer Bedeutung.

Elektronische Datenträgerkopien der jeweiligen Filmen, so genannte Digitalisate, befinden sich im Stadtarchiv Mechernich selbst. Die scheidende Stadtarchivarin Beate Meier: „Auch einige Chroniken sind bereits digitalisiert. Aber auf dem Gebiet wartet noch viel Arbeit auf den neuen Archivar.“

Crashkurs in Bleiberg-Mentalität

Stephan Meyer bekommt zurzeit auch einen Crashkurs in Sachen Mechernicher Mentalität und Besonderheiten. Nicht alles, was historisch interessant wäre, zum Beispiel aus der großen Bergbaugeschichte der Stadt, ist dem Stadtarchiv auch zugänglich. Viele  Exponate und Fotosammlungen befinden sich  in Privatbesitz oder bei den bergbaugeschichtlichen Traditionsvereinen und im Bergbaumuseum.

Übung als Archivar hat der Historiker bereits bei verschiedenen anderen Tätigkeiten wie im musischen Zentrum der Ruhr-Uni Bochum gesammelt. Der gebürtige Düsseldorfer freut sich auf seine Arbeit in der Stadt Mechernich, die zu einem nicht unerheblichen Teil – wie bei Beate Meier – in der Beantwortung von Anfragen Dritter aus aller Welt bestehen dürfte. „Familienforschung bekommt seit 20 Jahren einen immer höheren Stellenwert in der Bevölkerung“, so Stadtarchivarin Beate Meier: „Wir hatten schon Anfragen aus USA, Israel und Australien.“

Die Anfragen kommen in so großer Zahl, dass ihre Beantwortung gebührenpflichtig ist. Es werden neun Euro pro angefangener Viertelstunde berechnet, so Stephan Meyer: „Manchmal wissen die Leute die Schreibweise des Nachnamens nicht ganz genau und auch die Geburt können sie nur vage aufs Jahrzehnt angeben, dann müssen wir umfängliche Nachforschungen anstellen, um was rauszubekommen.“

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LEADER geht in die nächste Runde – Digitale Auftakt-Veranstaltung am 18. Mai 2021

Kaisersesch – Jetzt Mitwirken bei der Weichenstellung für die neue Förderperiode. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel wird sich um eine erneute Förderung bewerben, sodass die bisherige Arbeit über das Jahr 2022 hinaus fortgesetzt werden kann. Dabei sind die Mitwirkung und Mitgestaltung durch interessierte Bürger*innen essentiell.

Während die sogenannte Übergangsphase der aktuellen Förderperiode der LEADER-Initiative noch bis Ende des Jahres 2022 läuft, können sich ländliche Regionen bereits jetzt um eine erneute Förderung durch die EU-Strukturfonds im folgenden Förderzeitraum bewerben. Hierzu ist gefordert, eine Lokal Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE) aufzustellen, die Handlungsfelder und Entwicklungsziele der jeweiligen Region für den Förderzeitraum von 2023 bis 2027 formuliert. Bis die LILE Anfang 2022 beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau eingereicht werden kann, liegt jedoch noch eine arbeitsreiche Zeit vor den Akteuren.

Entsprechend des Bottom-Up-Prinzips basiert der Erstellungsprozess der neuen Strategie auf einer breiten Beteiligung der Bevölkerung, deren Ideen, Meinungen und Wünsche für die Entwicklung ihrer Region aufgenommen und in die neue Strategie eingearbeitet werden. Um diese Impulse aufzufangen, sind verschiedene Formate zur Einbindung der Bevölkerung geplant.

Den Startschuss bildet eine digitale Auftaktveranstaltung am 18. Mai 2021, zu der alle interessierten Bürger*innen eingeladen sind. Im Rahmen der Veranstaltung werden Informationen zum Förderprogramm gegeben und Beispiele geförderter Projekte aus der letzten Förderperiode vorgestellt. Die Beteiligung der Teilnehmenden wird in moderierten Kleingruppen stattfinden. Hier werden Bedarfe und Potentiale, Ideen und Ziele in verschiedenen Handlungsfeldern, wie beispielsweise Dorfentwicklung oder Tourismus, abgefragt, identifiziert und zur offenen Diskussion gestellt.

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung folgt eine Fragebogenaktion, die ebenfalls die Meinungen der Bevölkerung zur Region Vulkaneifel und den entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten beleuchtet, um denjenigen die Möglichkeit der Beteiligung zu geben, die nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen konnten. Die Befragung wird online verfügbar sein, aber auch an öffentlichen Stellen in den Gemeinden der Region ausliegen, sodass für alle Interessierte die Teilnahme möglich ist.

Insgesamt wird die neue Entwicklungsstrategie über das gesamte Jahr 2021 hinweg erarbeitet. Weitere Beteiligungsformen sind für den Sommer dieses Jahres geplant. Über Veranstaltungen, Möglichkeiten der Beteiligung und Fortschritte der LILE-Erstellung informiert Sie die Webseite der LAG unter https://www.leader-vulkaneifel.de/

Die LAG Vulkaneifel freut sich auf Ihre Beteiligung bei der Erstellung der regionalen Entwicklungsstrategie für die kommenden LEADER-Förderperiode.