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„Keine Angst, sie werden mich nicht töten“

Mechernich – Pfarrer Dr. Innocent Dim (70) kehrt nach vier Jahren Seelsorge am Mechernicher Bleiberg in seine nigerianische Heimat zurück – Bewegender Abschied auf dem Kirchenvorplatz mit Kirchenchor und Familienmesskreis.

In einem emotionalen und dennoch fröhlichen Open-Air-Gottesdienst verabschiedete die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara Mechernich am Sonntag Pfarrer Dr. Innocent Dim (70). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In einem emotionalen und dennoch fröhlichen Open-Air-Gottesdienst verabschiedete die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara Mechernich am Sonntag Pfarrer Dr. Innocent Dim (70). Der Nigerianer hatte vier Jahre lang als katholischer Priester in den Kirchengemeinden am Mechernicher Bleiberg gewirkt – und kehrt nun Ende Juli in sein Heimatland zurück.

Einstweilen muss sich der künftige Rinderfarmer Innocent Dim (l.) mit einem Holzmodell begnügen, das Gerda Schilles und Erik Pühringer im Namen der Gemeinschaft der Gemeinden überreichten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Ich habe keine Angst, in meine Heimat zurückzukehren, Jesus ist bei mir. Sie werden mich nicht töten“, sagte der lebensfrohe Geistliche mehrfach in seiner Predigt. Seit Jahren terrorisieren radikalislamistische Gruppierungen wie Boko Haram die Menschen in Nigeria. Sie sind für die Vertreibung von mehr als zwei Millionen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas verantwortlich. Besonders stark betroffenen sind der Nordosten des Landes und die Grenzregion des Tschad.

Die Gemeindemitglieder haben bereits seit einigen Wochen für den Abschied Dr. Innocent Dims gesammelt, damit er zu Hause einige Rinder für eine kleine Farm anschaffen kann, die ihm und seiner Familie wirtschaftliche Sicherheit für die Zukunft geben soll. „Außerdem könnte ich noch gut ein größeres Stromaggregat brauchen“, verriet der sympathische Gottesmann.

Auf Wiedersehen in Igbo

Dr. Dim zu Ehren sang der unter dem neuen Kirchenmusiker Erik Arndt erstmals öffentlich auftretende Kirchenchor St. Cäcilia. Die Kinder des Familienmesskreises um Agnes Peters brachten beste Wünsche in Igbo dar, Innocent Dims Muttersprache.

Die Igbo, veraltet Ibo, sind eine afrikanische Ethnie von über 30 Millionen Menschen in Nigeria, die vor allem im von Savanne unterbrochenen tropischen Regenwald östlich des Niger-Unterlaufs lebt. Die meisten Igbo sind Christen und haben zunehmend Probleme in dem weitgehend islamischen Vielvölkerstaat Nigeria.

Zum Abschied bezeichnete der wesentlich jünger wirkende 70-jährige Gottesmann Pfarrer Erik Pühringer als seinen geradezu „leiblichen Bruder“. Der Mechernicher Hirte habe nicht nur für ihn gesorgt, sondern manchmal auch gedacht und geredet. Seine in Deutsch abgefassten Predigten habe Helmut Mehren stets sprachlich aufgepeppt, wofür er herzlich dankbar sei.

Dr. Innocent Dim hatte im belgischen Leuven Theologie studiert – und schließlich in Bochum bei dem bekannten Fundamentaltheologen Prof. Dr. Hermann-Josef Pottmeyer promoviert – allerdings in Englisch. Gerne wäre er noch etwas in Mechernich geblieben, verriet Innocent Dim, schon alleine, um seine Deutschkenntnisse zu perfektionieren. Doch mit Vollendung des 70. Lebensjahres gebe es keine Arbeitserlaubnis für ihn mehr im Land der Dichter und Denker.

Pfarrer Erik Pühringer sagte zu Dr. Dims Fortgang: „In den vier Jahren hat Innocent viele bunte Farbtupfer in das Leben unserer Gemeinden gebracht. Mit Begeisterung sowie mancher Überraschung feierte er mit uns die Gottesdienste und verkündete die frohe Botschaft, mal in Deutsch, mal auch in Ibo, gesprochen und gesungen.“

Freude, die ansteckt

Letzteres tat der nigerianische Priester auch bei seinem Abschiedsgottesdienst – sowohl in der liturgischen Eröffnung der Messe, als auch bei der Eucharistiefeier sang Pfarrer Dim in seiner Muttersprache. Egal, in welcher Sprache er gerade unterwegs war, so Pfarrer Pühringer: „Immer strahlt er große Freude aus, die ansteckt.“

In den vier Jahren, die Pfarrer Dim am Bleiberg wirkte, ist sein Heimatbistum geteilt worden – er stellt sich nach seiner Rückkehr in den Dienst eines neuen Bischofs, den er noch nicht persönlich treffen konnte.

Pfarrer Pühringer: „Für die vielen schönen und freudigen Momente, die er uns in den vier Jahren geschenkt hat, sage ich ihm ganz herzlich »Vergelts Gott«. Gleichzeitig wünsche ich ihm noch viele Jahre in Gesundheit und Freude in seinem neuen Bistum in den vielfältigsten Aufgabenfeldern, in denen er dort segensreich tätig sein wird. Und vielleicht hören wir ja hin und wieder etwas von ihm aus Nigeria.“

Dr. Innocent Dim sagte in Gesprächen nach dem Gottesdienst, zu denen die Pfarre auf den Kirchvorplatz eingeladen hatte, nach Möglichkeit wolle er Mechernich bereits im kommenden Jahr wieder besuchen.

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Symbol für Solidarität mit Soldaten in Mechernich

Mechernich – Dahin? Dorthin? „Am besten außen.“ Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ist wichtig, dass die gelbe Schleife für alle Bürger gut sichtbar angebracht wird. Sie soll das Rathaus schmücken und ein Zeichen setzen. Mit Thomas Hambach, dem Ersten Beigeordneten, und  Ralf Claßen, Dezernent und Kämmerer, sucht er deshalb den besten Platz am Eingangsportal des Rathauses.

Auf der Suche nach dem besten Platz für das Symbol der Solidarität mit den Bundeswehrsoldaten am Rathaus Mechernich, v.l.: Ralf Claßen, Dr. Hans-Peter Schick, Jürgen Görlich, André Korb, Dirk Hagenbach, Rainer Paulsen und Thomas Hambach. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die gut einen halben Meter große Schleife ist ein Symbol für Solidarität und ein Zeichen der Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die sich für die Sicherheit der Menschen in Deutschland einsetzen und dafür auch Auslandseinsätze leisten. Aber auch die Entwicklung der Stadt Mechernich wäre anders verlaufen ohne die Bundeswehr, betont Schick.

Oberstabsfeldwebel a.D. Jürgen Görlich, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundeswehrverbandes (DBwV) überbringt die Schleife persönlich, im feierlichen Rahmen, mit Zeit für Gespräche. Vom Standort, der Bleibergkaserne sind der Standortälteste und Leiter des Bundeswehrdepots Mechernich, Oberstleutnant Dirk Hagenbach, und Standortfeldwebel Stabsfeldwebel Rainer Paulsen in den Ratssaal gekommen sowie André Korb, der in Mechernich lebt und Vorsitzender der Standortkameradschaft in Euskirchen ist.

Gute Zusammenarbeit

Mit der Übergabe der Gelben Schleife wurde von beiden Seiten der Wunsch zur Fortführung der jahrzehntelangen guten Zusammenarbeit noch einmal bekräftigt. „Die Bundeswehr ist eine Bereicherung für unsere Stadt. Es ist mir ein großes Bedürfnis, das positive Verhältnis weiterhin zu pflegen“, so Schick.

Aus Görlichs Sicht ist damit auch ein weiterer wichtiger Schritt gemacht, die eigene, gesteckte Ziellinie zu erreichen: „Wir wollen jedes Rathaus im Kreis Euskirchen mit einer gelben Schleife versehen.“ Drei – Nettersheim, Hellenthal und Kall – fehlen noch. Doch Mechernich ist in der Reihe der insgesamt elf Orte schon etwas Besonderes. „In jedem leben zwar Soldaten, aber außer Euskirchen und Mechernich haben alle anderen keine Kaserne“, so Görlich.

Bereits kurz nach Gründung der Bundeswehr 1955 ist mit dem Aufbau des Standortes in Mechernich mit der speziellen Untertageanlage (UTA) begonnen worden. „Im Laufe dieser Jahre bis heute sind unzählige Bundeswehrsoldaten nach Mechernich gekommen und haben hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden“, betonte Schick. Zu Spitzenzeiten waren rund 1.500 Soldaten und Zivilbeschäftigte am Garnisonsstandort stationiert. Heute als Stützpunkt der Streitkräftebasis zählt man immerhin noch gut die Hälfte.

Als Soldat immer willkommen

„Das Verhältnis zwischen Bundeswehr, Stadt und Bürgern ist immer ein sehr gutes gewesen“, berichtet der Bürgermeister. Auch André Korb kann das bestätigen: „Man ist als Soldat in Mechernich immer willkommen und mit Uniform erhält positives Feedback.“ Auch Rainer Paulsen fühlt sich wohl und gut aufgenommen: „Auch nach Dienst mit Uniform einkaufen zu gehen funktioniert.“

Dirk Hagenbach berichtet von geplanten Investitionen am Mechernicher Standort. Schwerpunkt sei dabei der Depotbereich, „Den werden wir einmal auf links drehen.“ Beginnend ab 2023 sollen alte Lagerhallen abgebaut werden und modernste Technik und weitere Hallen einziehen. Dafür werde das Stabsgebäude im Depotbereich weichen müssen und auf das gegenüberliegende Areal der Bleibergkaserne mit seinen Truppenunterkünfte ziehen. Der Leiter beziffert das Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Er vertraue auf Aussagen Annegret Kramp-Karenbauers, die als Verteidigungsministerin der Truppen zusicherte: „Es werde keine Standortschließungen geben.“ Jürgen Görlich ist da vorsichtiger: „Das wird die nächste Legislatur zeigen.“ Er plädiert dafür, politisch wachsam und engagiert zu bleiben.

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Deutscher Nachbarschafts-Preis – Bewerbungs-Phase gestartet! – Jetzt bis zum 18. Juli bewerben!

Mayen -Die Stadtverwaltung Mayen macht auf den „Deutschen Nachbarschaftspreis“ aufmerksam: Auch in diesem Jahr verleiht die nebenan.de Stiftung wieder den mit insgesamt 57.000 Euro dotierten Deutschen Nachbarschaftspreis an Nachbarschaftsprojekte mit Vorbildcharakter. Der Preis ist eine bundesweite Auszeichnung für all diejenigen, die sich für ihre Nachbar*innen einsetzen.

In diesem Jahr gibt es die folgenden fünf

Themenkategorien: Generationen, Kultur & Sport, Nachhaltigkeit, Öffentlicher Raum und Vielfalt. Zudem werden bundesweit Projekte gesucht, die sich für ein offenes, solidarisches und lebendiges Miteinander in ihrer Nachbarschaft einsetzen.

Mitmachen können Nachbarschaftsvereine, Stadtteilzentren, gemeinnützige Organisationen, Sozialunternehmen sowie engagierte Gruppen und lose

Zusammenschlüsse von engagierten Nachbar*innen.

Erstmalig wird der Preis in diesem Jahr neben den 16 Siegerprojekten auf Landesebene auch 5 Themensieger*innen auszeichnen. Pro Kategorie gibt es eine Expertenjury mit prominenten Vertreter*innen. Eine Ehrung der Preisträger*innen wird in einer hybriden Preisverleihung im November erfolgen.

Der Deutsche Nachbarschaftspreis wird unterstützt von der Deutschen Fernsehlotterie, dem Deutschen Städtetag, der Diakonie Deutschland, Edeka und Wall.

Bewerben kann man sich bis zum 18. Juli unter www.nachbarschaftspreis.de .

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Top-Events

„Sport im Park Aachen“ 2021 – es geht wieder los!

Aachen – Die Aktion „Sport im Park“ bringt die Aachener*innen dieses Jahr in den Sommerferien bereits zum sechsten Mal ins Schwitzen und die Begeisterung scheint besonders in diesen turbulenten Monaten extrem groß. Das Angebot startet am 3. Juli und geht in die Verlängerung: Es wird erweitert von vier auf sechs Wochen Bewegung in den Aachener Parks. Bürger*innen können sich wieder auf ganz verschiedene Sport- und Bewegungsangebot freuen. „Sport im Park Aachen“ findet erneut in rund 16 Parkanlagen statt: in Aachen-Brand, Aachen-Haaren, Aachen-Eilendorf, Aachen-Laurensberg, Burtscheid, dem Westpark und in der Aachener Innenstadt. Kostenlos, unverbindlich und ohne Anmeldung!

Alle Sportkurse sind komplett kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Foto: © Sport im Park

Anfänger, sportbegeistert, aktiv oder sogar athletisch? Bei mehr als 530 kostenlosen Sportkursen von 45 Vereinen und Sportanbietern ist für jede Altersgruppe etwas dabei. In Petto hat „Sport im Park“ in diesem Jahr Fitness, Ausdauer, Entspannung, Tanz, Sportspiel, Mobilität und Gesundheit. Susanne Schwier, Schirmherrin von Sport im Park und Beigeordnete für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport der Stadt Aachen ist begeistert: „Extreme Vielfalt, tolle Trainer und Trainerinnen mit tausenden Begeisterten – dafür steht ‚Sport im Park‘ in Aachen. Letztes Jahr kamen in nur vier Wochen über 18.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Aachens Grünanalagen zusammen. Nach Monaten der ‚sportlichen Pause‘ ist das für viele Aachener und Aachenerinnen eine tolle Möglichkeit, sich wieder im Freien zu bewegen, Sport zu treiben, wieder fit zu werden und natürlich auch Spaß zu haben an der Bewegung.“

Besondere Regeln, jedoch Vieles unverändert

Im Mittelpunkt steht: Abstand halten und ein respektvoller Umgang miteinander. Bei sportlicher Aktivität im Freien gibt es derzeit zwar keine Maskenpflicht, empfohlen wird jedoch eine Gesichtsmaske bis zum Einnehmen des Platzes anzuziehen. Nachweispflicht eines Corona-Antigentest oder der Immunisierung entfällt. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 ist „Sport im Park Aachen“ ohne Einschränkungen möglich – einfach vorbeikommen und mitmachen! Daniel Gier, „Sport im Park“-Organisator: „Nach Monaten des Stillstandes und der Bewegungslosigkeit können wir wieder starten. Im Vordergrund stehen die Gesundheit, Spaß und Motivation. Alle Kurse können kostenlos und unverbindlich ausprobiert werden. Wir freuen uns sehr, dass auch 2021 wieder für jede sportliche Vorliebe und jeden Alters- und Könnensstand das passende Angebot dabei ist! Auch wenn der Inzidenzwert sinkt müssen wir mit Verantwortung aufeinander achten.“ Er bittet: „Das erste Gebot ist auch in diesem Jahr: Abstand!“

Der Präventions- und Gesundheitstraining Aachen e. V. organisiert das Event in Kooperation mit dem Fachbereich Sport der Stadt Aachen und der Unterstützung des Hauptsponsors Sparkasse Aachen, sowie der STAWAG, der Krankenkasse BIG direct gesund und der AOK Rheinland/Hamburg. „Wir begleiten das Projekt schon von Anfang an und sehen Jahr für Jahr die Entwicklung und die Freude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Da sind wir uns von der Sparkasse alle einig: Freude, Spaß und gute Laune sind mit ‚Sport im Park Aachen‘ wieder garantiert! Wir freuen uns, den Bürgerinnen und Bürgern in dieser schwierigen Zeit auch in diesem Jahr Bewegung, Gesundheit und Wohlbefinden zurückgeben zu können, aber mit Bedacht und Respekt gegenüber der aktuellen Situation. Wir sind überzeugt, dass dies dem Projekt ‚Sport im Park‘ gelingt’“, ist Heinz-Willi Laeven, Direktor für Privat- und Geschäftskunden der Sparkasse Aachen, überzeugt.

Alle Infos und der Kursplan unter www.sportimpark-aachen.de.

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Wirtschaft

„Setzen mit 10 Milliarden Zukunftsfonds den Benchmark in Europa“

Region/Berlin – Der Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) setzt neue Maßstäbe auf dem deutschen Wagniskapitalmarkt. Er ist mit einem Fördervolumen von bis zu 10 Mrd. Euro ausgestattet und bietet Start-ups wichtige Unterstützung in verschiedenen Investitionsphasen. Bei der gemeinsamen Veranstaltung „Zukunftsfonds – Innovationen weiterdenken“ von Bundeswirtschaftsministerium, Bundesfinanzministerium, KfW und KfW Capital wurde der Zukunftsfonds am Dienstag, 22. Juni einem breiten Publikum vorgestellt.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Start-ups sind Motor des strukturellen Wandels. Sie setzen neue, innovative Ideen in die Praxis um, schaffen Arbeitsplätze und sichern die Grundlage für künftigen Wohlstand und Wachstum in Deutschland und Europa. Oftmals mangelt es Start-ups aber insbesondere in der Wachstumsphase an ausreichendem Zugang zu Wagniskapital. Daher haben wir mit dem Zukunftsfonds das derzeit größte öffentliche Wagniskapitalinstrument in Europa auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit unseren existierenden Programmen und den zusätzlichen 10 Mrd. Euro für den Zukunftsfonds werden wir zusammen mit privaten und öffentlichen Partnern in den nächsten Jahren mehr als 50 Mrd. Euro an Wagniskapital für Start-ups mobilisieren. Damit setzen wir den Benchmark in Europa.“

Das Ziel des Zukunftsfonds ist es, mit einem Ausbau der bestehenden Förderarchitektur des Bundes und der Schaffung neuer Förderinstrumente die Finanzierungsmöglichkeiten in der kapitalintensiven Wachstumsphase von Start-ups zu stärken. Unter dem Zukunftsfonds sollen verschiedene Maßnahmen („Bausteine“) zur Förderung von Zukunftstechnologien gebündelt werden.

Konkret sind die folgenden Bausteine bereits aufgelegt worden:

  • ERP/Zukunftsfonds-Wachstumsfazilität: KfW Capital wird als etablierter Fondsinvestor künftig bis zu 50 Mio. Euro pro Fonds investieren (vorher bis zu 25 Mio. Euro). KfW Capital wird so dazu beitragen, Fondsvolumina der Venture Capital Fonds in Deutschland und Europa zu vergrößern, sodass häufiger größere Finanzierungsrunden für Start-ups möglich werden. Insgesamt stehen hierfür 2,5 Mrd. Euro bis 2030 bereit. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • GFF EIF-Wachstumsfazilität: In Anlehnung an die vorhandene ERP/EIF-Wachstumsfazilität wird eine bis zu 3,5 Mrd. Euro große Wachstumsfazilität geschaffen, welche in Wachstumsfonds und in Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Auch dadurch werden häufiger größere Finanzierungs­runden für Start-ups ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • DeepTech Future Fonds: Der DeepTech Future Fonds ist ein neuer Investitionsfonds im Bereich Hochtechnologie (Deep-Tech), der langfristig mit Mitteln des Zukunftsfonds und des ERP-Sondervermögens finanziert wird. Seine Aufgabe: Deep-Tech-Unternehmen mit tragfähigem Geschäftsmodell nachhaltiges Wachstum bei gleichzeitigem Erhalt der Eigenständigkeit zu ermöglichen. Der DeepTech Future Fonds investiert gemeinsam mit privaten Investoren. Er soll den Innovationsstandort Deutschland durch seine Langfrist-Perspektive weiter stärken und für Hochtechnologie-Unternehmen nachhaltig attraktiver machen. Dem DeepTech Future Fonds steht über die kommenden zehn Jahre perspektivisch ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 1 Mrd. Euro zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Bausteine des Zukunftsfonds sollen noch in diesem Jahr starten. So ist vorgesehen, dass der Dachfonds für Wachstumskapital in den nächsten Monaten mit der Fundraising-Phase beginnen wird. Dabei handelt es sich um einen Dachfonds, der mit Unterstützung der KfW Capital aktuell aufgelegt wird und insbesondere Kapital institutioneller Investoren für Start-ups mobilisieren soll. Auch die Aufstockung des Fonds coparion wird in den nächsten Monaten erfolgen. Die Auflage weiterer Bausteine des Zukunftsfonds ist für 2022 vorgesehen.

Ein Beispiel für den Erfolg der bestehenden Programme in Deutschland ist der High-Tech Gründerfonds (HTGF). Nach drei erfolgreichen Fonds und mehr als 600 Frühphasen-Investments in Start-ups wird der HTGF die nächste Fondsgeneration auflegen, den HTGF IV. Der HTGF IV soll Start-ups aus den Bereichen Digital Tech, Industrial Tech sowie Chemie und Life Sciences bei der Frühfinanzierung begleiten. Gleichzeitig setzt der Seed-Investor als erfolgreiches Public-Private-Partnership stark auf den Netzwerk-Gedanken: Neben der Finanzierung junger Start-ups wird auch der HTGF IV Unternehmen aus der Wirtschaft mit jungen innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern zusammenbringen und somit den Innovationsstandort Deutschland weiter nachhaltig stärken. Der neue HTGF IV ergänzt die Module des Zukunftsfonds.

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Dauner Niederlassungs-Leiter Erwin Grohsmann geht nach 49 Jahren bei der Volksbank RheinAhrEifel eG in den Ruhestand

Daun – Nachfolger Andreas Müller startet am 1. Juli. Erwin Grohsmann, langjähriger Leiter der Niederlassung Daun der Volksbank RheinAhrEifel eG, geht nach 49 Jahren Tätigkeit für die Genossenschaftsbank in den wohlverdienten Ruhestand. Der gebürtige Wallenborner war seit 1972 für die Bank bzw. ihre Vorgängerinstitute tätig. Die Niederlassung Daun leitete er rund 20 Jahre. „Erwin Grohsmann ist seit vielen Jahren das Gesicht für unsere Bank in Daun und Umgebung. Er hat die Volksbank intensiv begleitet und stets den Genossenschaftsgedanken ‚Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele‘ gelebt. Mit viel Freude und großer Kompetenz hat er sich auch außerhalb seiner Dienstzeit um seine Kunden gekümmert und war auch für die Kolleginnen und Kollegen immer ein wertvoller und wichtiger Ansprechpartner. Für sein Engagement danke ich ihm im Namen des Vorstands und des Regionalmarktes Eifel sehr herzlich. Wir wünschen ihm für seinen Ruhestand alles Gute“, erklärt Thomas Klassmann, Direktor Regionalmarkt Eifel. Nachfolger von Erwin Grohsmann als Niederlassungsleiter ist Andreas Müller. Der 27-jährige gebürtige Dauner ist in seiner Heimat sehr verwurzelt und arbeitet seit 2019 für die Volksbank RheinAhrEifel.

20 Jahre Niederlassungsleiter

Erwin Grohsmann schloss eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der damaligen Volksbank Daun eG 1975 ab. Im Anschluss war er bis 1984 in der Kundenberatung in Daun tätig. 1984 wurde er Gruppenleiter in der Kundenberatung, 1987 dann Marktbereichsleiter für den Regionalmarkt Eifel. Zwischenzeitlich erfolgte außerdem die Weiterbildung zum Genossenschaftlichen Bankbetriebswirt. 2001 übernahm Erwin Grohsmann die Position des Niederlassungsleiters in Daun. In seine 49-jährige Betriebszugehörigkeit fielen insgesamt neun Fusionen mit anderen Genossenschaftsbanken, darunter auch einige in der Vulkaneifel bzw. Eifel. Hier trug Erwin Grohsmann mit seinem langjährigen Erfahrungsschatz zum Gelingen und Zusammenwachsen der Banken teil.

Sein Nachfolger Andreas Müller absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Anschließend studierte er zwischen 2016 und 2019 Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Aachen. Im Februar 2019 startete Andreas Müller bei der Volksbank RheinAhrEifel in Daun als Kundenberater. Zum 1. Juli 2021 übernimmt er die Position als Leiter der Niederlassung.

Erwin Grohsmann bleibt der Volksbank auch nach seinem Ruhestand erhalten. Er wird für die Geno Immobilien GmbH tätig sein, eine Tochterfirma der Volksbank RheinAhrEifel.

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Lions-Club-Auszeichnung durch Landrat Markus Ramers verliehen

Euskirchen/Mechernich – KGS Mechernich erhält Jugendpreis. Preisträger KGS Mechernich für soziales Engagement geehrt – Drei Gewinner insgesamt. Im Kreishaus Euskirchen wurde der diesjährige Jugendpreis des Lions Club an Schülerinnen und Schüler der Katholischen Grundschule (KGS) Mechernich verliehen. Ebenfalls Preisträger waren die beiden Schülerinnen Annika Schmitz aus Brühl und Anna Güldenring aus Euskirchen.

Unter dem Motto „We serve“, zu deutsch „Wir dienen“, wird als Dank für karitatives und soziales Engagement, der Jugendpreis von den international agierenden Lions Clubs überreicht, der normalerweise mit insgesamt 1.500 Euro dotiert ist.

Die KGS Mechernich hat sich bei ihrem Projekt einer überaus sozialen Arbeit gewidmet. Während des langen Lockdowns, engagierten sich die Schülerinnen und Schüler, indem sie Menschen in Altersheimen oder anderen Betreuungseinrichtungen eine Freude machten und damit immer signalisierten, an sie zu denken und sie nicht zu vergessen.

Vor allem diese nicht nur soziale, sondern menschliche und liebevolle Geste wurde mit dem Lionspreis und 500 Euro belohnt. Darüber hinaus erhielten die Grundschüler der KGS Mechernich einen zusätzlichen Bonus in Form von Gummibärchen, der von diesen selbstverständlich sehr begrüßt wurde.

„Reise ohne Fuß vor die Tür“

Weitere 500 Euro gingen an die aus Euskirchen stammende Schülerin Anna Güldenring. Sie widmete sich einer literarischen Arbeit und verfasste ein Buch mit dem Titel „Reisen ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen – ein Reiseführer besonderer Art“. Ihr außergewöhnliches Reisetagebuch beschäftigt sich mit sieben verschiedenen Kulturen, die auf die Herkunftsländer ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zurückgehen.

Der dritten Preisträgerin, Annika Schmitz aus Brühl, werden am Dienstag, 29. Juni, durch den dortigen Bürgermeister Dieter Freytag sogar 1.000 Euro überreicht. Sie hatte für ihr Projekt seit ihrem zwölften Lebensjahr Geld für die Elternintiative krebskranker Kinder in Sankt Augustin gesammelt.

Die Preisträger waren von der Jury aus acht Bewerbungen, die aus dem Raum von Bergheim bis Euskirchen und von Brühl bis zum Rursee stammen, ausgewählt worden. Verliehen wurde der Preis durch den Landrat Markus Ramers.

Insgesamt betrug das Preisgeld also diesmal 2.000 Euro. Das wurde mit einer Aufstockung durch Landrat Markus Ramers möglich, der die eigentlich jeweils für die KGS Mechernich und Anna Güldenring vorgesehen 250 Euro verdoppelte.

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Tourismus

In Mayen gibt’s für jedes Wetter das passende Museum!

Mayen – Sommerzeit ist Museumszeit: Ausstellungen EifelTotal, Erlebniswelten Grubenfeld und Deutsches Schieferbergwerk täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet. Egal, welches Wetter der Sommer bereithält, in Mayen findet sich garantiert das passende Museum dafür. Und egal, ob Groß oder Klein, in den drei Ausstellungen des Eifelmuseums kommt jeder Besucher auf seine Kosten.

Denn das Eifelmuseum setzt in seinen Einrichtungen nicht auf trockene Wissensvermittlung, sondern lädt dazu ein, Geschichte selbst zu entdecken. Mitmachen, Anfassen und Ausprobieren sind nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich gewünscht!

Unter der Erde mit einer Lore fahren, auf Schatzsuche gehen, in die Welt der Fledermäuse eintauchen – es ist für jedes Alter etwas dabei. Auch bei den jüngsten Gästen kommt so garantiert keine Langeweile auf.

Locken Sonnenschein und angenehme Temperaturen nach draußen, dann empfiehlt sich vor allem ein Ausflug zu den „Erlebniswelten Grubenfeld“. Die Ausstellung „SteinZeiten“ entführt den Besucher in einen leibhaftigen Steinbruch. Die dort vermittelte Vulkanlandschaft findet der Besucher gleich nebenan als Originalschauplatz- das Naturschutzgebiet „Mayener Grubenfeld“.

Und wenn es kühl oder gar regnerisch ist, dann nichts wie hin in die Ausstellung EifelTotal. Das moderne Themenmuseum in der Genovevaburg vermittelt auf mehrere Etagen alles Wissenswerte rund um die Eifel. Und auch hier sind Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt!

Wetterfest ist auch ein Besuch im Deutschen Schieferbergwerk. In 16 Meter Tiefe, im Bunker unter der Genovevaburg, herrschen ganzjährig gleiche Temperaturen – an besonders heißen Tagen verspricht ein Besuch also auch eine angenehme Abkühlung. Im 340 Meter langen Stollen-Labyrinth kommt man garantiert nicht ins Schwitzen, wenn man den Alltag der Bergleute erlebt.

Also, Museum auswählen und eine „Basiskarte“ für 6 Euro (Erwachsene) bzw. 3,50 Euro (Kinder/ermäßigt) an der Museumskasse erwerben und schon steht dem Besuch nichts mehr im Wege.

Familien erhalten auf die Basiskarte einen Rabatt (Basiskarte Erwachsene 4,50Euro / Kinder 2,60 Euro). Kinder unter 1 Meter haben freien Eintritt in allen Museen.

Wer in dieser Saison gleich mehrere Museen besuchen möchte, kann spezielle Kombikarten erwerben und so bares Geld sparen.

Anmeldungen nehmen die Museumskassen entgegen. (Erlebniswelten Grubenfeld unter 02651/491506 oder Ausstellung EifelTotal & Deutsches Schieferbergwerk unter 02651/498508).

Mehr Informationen über die Museen, Öffnungszeiten, Preise, Führungen und vieles mehr findet man online unter  www.eifelmuseum-mayen.de oder www.erlebniswelten-mayen.de

Sowohl in der Ausstellung EifelTotal und im Deutschen Schieferbergwerk in der Genovevaburg als auch in den Erlebniswelten Grubenfeld gilt das bereits in 2020 erarbeitete Hygienekonzept. Beschilderungen und Hinweise helfen dem Besucher weiter, Desinfektionsmittel steht zur Verfügung und ein ausgewiesener Rundlauf durchs Museum vermeidet den Begegnungsverkehr.

In den Museen gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und auch die üblichen Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Im Eingangs- und Counterbereich erleichtern Aufkleber auf dem Boden die entsprechende Orientierung.

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VR-Bank Nordeifel verabschiedet ihre langjährige Service-Mitarbeiterin in Kall

Kall – Marianne Kiefer, langjährige Serviceberaterin der VR-Bank Nordeifel in Kall, wurde mit lobenden Worten vom Vorstandsvorsitzenden Mark Heiter in den Ruhestand verabschiedet. „Was kann ich für Sie tun?“ Diese freundliche Frage hat Marianne Kiefer in ihrem Arbeitsleben bei der VR Bank Nordeifel täglich unzählige Male an die Bankkunden gerichtet, um sie in der Geschäftsstelle herzlich willkommen zu heißen und weiterzuhelfen. Das ist jetzt vorbei. Mit 63 Jahren wurde die Mitarbeiterin nun vom Vorstandsvorsitzenden Mark Heiter in den Ruhestand verabschiedet.

Als kompetente Serviceberaterin war sie nicht nur zwanzig Jahre eine wichtige Anlaufstelle, sondern ebenso Gesicht und Aushängeschild der Geschäftsstelle in Kall. „Absolut“, bestätigt Mark Heiter dankbar und wertschätzt ihr langjähriges Wirken: „Marianne Kiefer war als Serviceberaterin für unsere Kunden der erste Berührungspunkt, das erste prägende Bild, das unsere Kunden von uns als Bank am Standort erhalten haben. Von der Bedeutung her also gar nicht hoch genug aufzuhängen.“

Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende

Marianne Kiefer schließt mit dem Abschied in der Kaller Geschäftsstelle einen Kreis ihres Arbeitslebens bei der VR-Bank Nordeifel. In Kall war sie am 1. Oktober 2000 gestartet und hier verabschiedet sie sich dann auch. Jenseits ihres Arbeitsplatzes hat sie sich ebenso für die Belange ihrer Kollegen viele Jahre als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende eingesetzt.

Zukünftig will sie keine Langeweile aufkommen lassen und sich intensiver der künstlerischen Kartengestaltung, ihrem Hula-Hoop-Sport, dem Garten und dem Brotbacken widmen. Trotz solch schöner Aussichten und Hobbies ist sie nach eigenem Bekunden am letzten Arbeitstag dennoch „aufgeregt und zwiegespalten“. Das VR-Bank-Leben und die Kollegen werden ihr fehlen, sagt sie und fühlt sich weiterhin dem Unternehmen verbunden.

Ein kleines bisschen verspricht sie vielleicht auch deshalb, sie werde wiederkommen – zumindest für Besuche. Für einen Anlass haben die Kollegen indirekt gesorgt und ihr, dem Fan guter Eiskrem, zum Abschied eine eigene Eismaschine geschenkt. Ein langgehegter Wunsch, den sie sich immer schon erfüllen wollte. Den Ball aufnehmend kündigt die scheidende Serviceberaterin daher gerne an: „Wenn ich geübt bin mit dem Eismachen, komme ich mal rund und bringe allen ein selbstgemachtes Eis.“

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„Komm Heiliger Geist, hilf leben!“

Mechernich – 37 junge Christen in Mechernich von Weihbischof Karl Borsch mit dem Sakrament der Firmung gesegnet und gesalbt. „Komm Heiliger Geist, hilf uns leben!“: Unter diesem Motto fand am späten Freitagnachmittag auf dem Kirchvorplatz in Mechernich ein Firmgottesdienst mit dem Aachener Weihbischof Karl Borsch statt.

37 junge Christen wurden am Freitag in Mechernich gefirmt. Der Gottesdienst mit Weihbischof Karl Borsch (hinten links), Pfarrer Erik Pühringer (hinten rechts) und Diakon Manfred Lang (vorne rechts) fand unter freiem Himmel statt. Foto: pp/Agentur ProfiPress

37 junge Christen hatten sich seit dem Sommer 2020 unter verschärften Corona-Bedingungen auf den Sakramentsempfang vorbereitet.

Den Firmlingen schenkten Weihbischof Karl Borsch und Pfarrer Erik Pühringer Taschenbuchausgaben des Neuen Testamentes zum Mitnehmen. Die Katechetinnen überreichten Erinnerungskreuze und Glückwunsch- und Andenkenkarten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Den Gottesdienst musikalisch sehr schwungvoll gestalteten die Profimusiker Erik Arndt, Rainer Peters und Ralph Winter, die sich eigens für diesen Firmgottesdienst zusammengetan hatten, um ganz normale Kirchenlieder aus dem „Gotteslob“ zu „verrocken“. Weil die Heilige Messe „open Air“ gefeiert wurde, durfte die Gemeinde nach langen Covid-19-geprägten Monaten auch erstmals wieder mitsingen.

„Der Kontakt zum Heiligen Geist ist nicht so einfach wie das Anklicken einer App auf dem Handy“, sagte Weihbischof Karl Borsch in seiner Predigt. Und doch: Das Verhältnis zwischen Mensch und Gott wachse und intensiviere sich, wenn man etwas an dieser Beziehung tue… Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In der liturgischen Gestaltung waren auch die Firmlinge eifrig dabei – und zwar in der Eingangssequenz, in der sie berichteten, was ihnen alles während der Vorbereitungsphase widerfahren ist, bei den Fürbitten und am Schluss, als sie das Wort „Firmung“ auf ihre Weise buchstabierten: nämlich F wie Fest (fest), I wie „immer“ oder auch „immun“, „R“ für Ruhe ans Herz legen, M wie Mut, U wie Unikat, N für Nachhilfe und G für den Heiligen Geist.

Katechetinnen gedankt

Den Gottesdienst eröffnet hatte der Mechernicher Pfarrer Erik Pühringer. Er begrüßte Bischof Karl, der sich ursprünglich bereiterklärt hatte, das Sakrament im Herbst vergangenen Jahres zu spenden, schließlich war die Feier auf Februar und dann auf den 18. Juni vertagt worden.

Borsch dankte den jungen Christen für ihre Bereitschaft und ihr Engagement, Christ zu sein und sich trotz aller Widrigkeiten über viele Monate auf das Sakrament vorzubereiten. Er sagte ihnen die Hilfe und Unterstützung des Heiligen Geistes zu, der jetzt unsichtbar an ihrer Seite stets zu finden sei, wenn sie ihn brauchten.

Weihbischof Karl Borsch dankte auch den Katechetinnen Agnes Peters, Judith Zeyen, Steffi Schäfer-Groeb, Sabine Drehsen und Diakon Manfred Lang. Den Firmlingen schenkte Borsch eine Taschenbuchausgabe des Neuen Testamentes als ständiger Begleiter. Die Katecheten überreichten Erinnerungskreuze und Glückwunsch- und Andenkenkarten.

Die nächste Firmvorbereitung hat bereits begonnen. Weihbischof Karl Borsch will am Sonntag, 19. Dezember, um 10.45 Uhr erneut in Mechernich zur Sakramentsspendung anreisen.