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Lukasmarkt in Mayen kann auch 2021 nicht stattfinden

Mayen – Es war keine leichte, aber leider doch notwendige Entscheidung, die der zuständige Marktausschuss in diesen Tagen einstimmig getroffen hat: Das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte Volksfest „der Lukasmarkt“ musste auch in 2021 erneut abgesagt werden.

Nachdem bereits 2020 eine Durchführung aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, lag alle Hoffnung auf dem neuen Jahr und der steigenden Impfquote. Doch leider konnte auch für 2021 kein Konzept gefunden werden, was dem traditionellen Marktgeschehen, den wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Wünschen der Schausteller und möglichen Besuchern und gleichzeitig den notwendigen Corona-Beschränkungen gerecht wird.

„Aktuell befinden wir uns in der Situation, in der ein Lukasmarkt wie wir ihn alle kennen, nicht zulässig und auch für Oktober nicht vorstellbar ist. Selbstverständlich haben wir auch über Alternativkonzepte nachgedacht, aber eine eingezäunte Variante mit Besucherbegrenzung und Maskenpflicht hat dann leider nur noch wenig mit dem traditionellen Lukasmarkt zu tun“, erklärt Marktmeister Horst Krämer.

„Schweren Herzens sagen wir daher erneut den Lukasmarkt ab“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Meid. „Für zahlreiche Veranstaltungen in diesem Sommer konnten wir alternative Konzepte finden, die mit gewissen Einschränkungen verbunden waren, aber dem Charme und dem Charakter der jeweiligen Veranstaltung wenig Abbruch getan haben. Für ein Volksfest mit bis zu 300.000 Besuchern war dies jedoch leider so nicht möglich.“

Lukasmarktfans müssen also auf 2022 warten: Dann wird es vom 15. bis 23. Oktober hoffentlich wieder einen Lukasmarkt geben, wie ihn alle Besucherinnen und Besucher kennen und lieben – mit Fahrgeschäften und Losbuden, mit Getränken- und Essenständen, einem geselligen Miteinander und viel Unterhaltung für Groß und Klein.

In 2021 wird – sofern es die Corona-Entwicklungen dann zulassen – lediglich der Lukasmarktkrammarkt durchgeführt. Dieser findet am Dienstag, 19. Oktober und Mittwoch, 20. Oktober auf dem Viehmarktplatz statt. Das Konzept wurde bereits zum Laurentiuskrammarkt erprobt und fand entsprechend Anklang.

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Tourismus

Die Milchbar öffnet ab Samstag 21. August ihre Türen im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Mechernich-Kommern – Das Warten hat ein Ende, denn die Milchbar, die vor rund zwei Jahren aus Brühl in das LVR- Freilichtmuseum Kommern transloziert wurde, steht vor ihrer Eröffnung. Nachdem sie im August 2019 ihren Weg in das Freilichtmuseum gefunden hatte, wurde mit den aufwendigen Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen begonnen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Ab Samstag, dem 21. August kann das Ergebnis bestaunt werden, dann werden die Türen erstmals für die Museumsgäste geöffnet. Um die ersten Öffnungstage gebührend zu begehen, steht das Wochenende 21. und 22. August unter dem Motto „Tage der Milchbar“. Es gibt leckere Milchshakes und ein kleines Rahmenprogramm. Auch sind die verantwortlichen Ausstellungskuratoren vor Ort und beantworten gerne Ihre Fragen. Für Brühler Bürgerinnen und Bürger ist an beiden Tagen der Eintritt frei. Wir freuen uns auf viele Interessierte.

Der Grundstein für die Milchbar wurde 1955 in Brühl gelegt. Inspiriert wurde der Betreiber durch die in Amerika bereits weitverbreitete Form eines „geselligen Treffpunktes“, der vor allem für die Jugend verlockend war. In dem modern eingerichteten Lokal konnten die Jugendlichen die Zeit mit Freunden bei einem Milchshake, Eis oder Cocktail genießen oder Kleinigkeiten wie Bonbons und Kaugummi erwerben. Wie so Vieles änderte sich auch das Produktsortiment der Milchbar und damit auch die Kundschaft. Aus der Milch wurde Bier und die Bar wurde zur Kneipe, in der sich nun die Mitglieder der „Brühler Rocker“ aufhielten. Statt mit Fahrrädern kamen die Gäste lautstark mit ihren großen Motorrädern. Später wurde dann die Kneipe zum Rockschuppen. LP-Cover von Jimi Hendrix, den Stones oder auch Frank Zappa zieren die Wände. Dieser Wandel ist im Gebäude noch gut nachvollziehbar.

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern illustriert mit der ins Gebäude integrierten Ausstellung zwei Stadien dieser wechselvollen Geschichte der Milchbar und mit ihr aussagekräftige kulturelle Entwicklungen in Deutschland. Das LVR-Freilichtmuseum Kommern freut sich auf Ihren Besuch.

 

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Vulkanerlebnis-Wanderung durch die Vulkanregion Laacher See am Samstag, 21. August

Niederzissen/Brohltal – Nach einer kurzen Fahrt mit dem Vulkan-Expreß, dem historischen Schmalspureisenbähnchen, geht es mit dem erfahrenen Vulkanparkführer Konrad Friedgen hinaus in die Natur: Vorbei an den Trasshöhlen hinauf zum Ziel, dem Vulkan „Hohe Buche“. Während der Wanderung sind ca. 200 Höhenmeter in hohem, festem Schuhwerk trittsicher zu überwinden.

Teleskopstöcke empfehlen sich für den Abstieg über den Dicktberg zurück zum Ausgangspunkt. Schon vor über 2000 Jahren wurden am Vulkan „Hohe Buche“ die Basaltsteine für die Trierer Moselbrücke gebrochen. Diese Spuren sind heute noch zu sehen.

Eventuell ergibt sich kurzfristig noch die Möglichkeit die 650 Jahre alte Mosenmühle, auch Schweppenburger Mühle genannt, zu besichtigen. Die einzig noch laufende Getreidemühle im Brohltal kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung werden vorausgesetzt.

Samstag, 21. August 2021, um 9.15 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Vulkan-Expreß, Brohl

Die Teilnahmegebühr für die geführte Wanderung

beträgt 9,50 € pro Person zzgl. 2,00 € für die Fahrt mit dem Vulkan-Expreß.

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Weitere Informationen:

Tourist-Information Vulkanregion Laacher See

Kapellenstraße 12, 56651 Niederzissen, Tel. 02636/19433,

E-mail: info@vulkanregion-laacher-see.de

Internet: www.vulkanregion-laacher-see.de

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VulkaMaar-Pfad ist Deutschlands schönster Wanderweg 2021!

Daun – Ein halbes Jahr lang sammelte das GesundLand Vulkaneifel fleißig Leserstimmen, nun steht das Endergebnis endlich fest: Der VulkaMaar-Pfad, eine 27 Kilometer lange Tour um Manderscheid, Bettenfeld und Meerfeld, wurde vom renommierten Wandermagazin zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2021 gekürt.

Die Urkunde überreichte Wandermeister Manuel Andrack bei der Siegerehrung im Vulkanerlebnispark Mosenberg bei Bettenfeld. Insgesamt 5398 Stimmen, und damit einen Stimmanteil von mehr als einem Viertel aller Stimmen, konnte der VulkaMaar-Pfad für sich gewinnen. „Wir haben ein halbes Jahr lang alles gegeben, um den Titel heute in den Händen zu halten. Mit „Deutschlands schönster Wanderweg 2021“ wird das Gesundland Vulkaneifel einmal mehr als einzigartiges Wanderparadies prämiert – ein Signal an alle Wanderfans deutschlandweit, die Schönheit der Vulkanlandschaft beim Wandern selbst zu erleben“, so Vera Merten, Geschäftsführerin von GesundLand Vulkaneifel, bei der Siegerehrung. Mit dem ersten Platz für den VulkaMaar-Pfad schreibt das GesundLand Vulkaneifel seine Erfolgsgeschichte bei „Deutschlands schönster Wanderweg“ fort: 2018 belegte der Lieserpfad den zweiten Platz, 2019 landete die Tour „Im Tal der Wilden Endert“ auf Platz 1, und 2020 konnte der Manderscheider Burgenstieg die Bronzemedaille für sich behaupten.

Was den VulkaMaar-Pfad so besonders macht, erklärt Pressesprecherin Valerie Schneider: „Der Weg, den man gut in zwei Etappen mit Zwischenstopp in Bettenfeld oder Meerfeld teilen kann, vereint genau das, wonach viele Wanderer suchen: Schmale Pfade mit Abenteuercharakter, die sich eng um Felsen winden; einzigartige Aussichten wie zum Beispiel vom „Landesblick“ in Meerfeld; vulkanische Highlights wie die Wolfsschlucht, aber auch ruhige Passagen, die zum Abschalten einladen.“ Das sei eine perfekte Mischung, die sehr gut bei Wanderern ankomme, meint Schneider.

„Wir danken ganz herzlich all den zahlreichen Unterstützern, die diesen Erfolg möglich gemacht haben: Wegepaten, Gemeindearbeitern, Gastgebern und allen, die nicht nur geholfen haben, den Weg in Stand zu halten, sondern allen, die unermüdlich Stimmen für den VulkaMaar-Pfad gesammelt haben“, bedankt sich Vera Merten bei allen Helfern. „Außerdem gratulieren wir unseren Mitstreitern, dem Lahnwanderweg sowie der Murgleiter, die uns stets dicht auf den Fersen waren, zu ihren Platzierungen auf dem Treppchen“.

Zweitplatzierter im Wettbewerb wurde der Lahnwanderweg, der über knapp 300 Kilometer durch das hessische Lahntal führt. Der dritte Platz ging an die Murgleiter im Schwarzwald, ein 110 Kilometer langer Wanderweg durch das tief eingegrabene Murgtal.

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„Bier für Frauen“ als Festspiel-EXTRA bei den Burgfestspielen in Mayen

Mayen – Am Samstag, den 21. August um 20 Uhr, gastieren Natalie Forester und Chris Nonnast mit „Bier für Frauen“ von Felicia Zeller auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus. Zwei an der Theke Gestrandete – nach Feierabend, bei Morgengrauen, auf der Flucht vor der Einsamkeit, auf der Suche nach Abenteuern.

Die beiden Schauspielerinnen sind zwar nur zu zweit und trotzdem Viele Verliebte, Entliebte, Fröhliche, Wutentbrannte, Glückliche, Enttäuschte. Sie verlieren sich und finden sich wieder. An der Theke beim Bier. Ihre Worte fließen in Strömen und versiegen wieder: Warum bin ich so? Wo war ich gestern noch und mit wem? Wie spielt sich das Leben anderswo ab?  Und wer sind Sie überhaupt? Und manchmal hilft nur Singen, damit man spürt: Hoffnung und Malz sind noch nicht verloren! „Bier für Frauen“ – ein erschreckend komischer Theaterabend – nicht nur für Frauen.

Die Produktion entstand im Sommer 2019 in Köln am Horizont Theater. Gastspiele führten die beiden seither bereits nach Kaiserslautern und Hamburg. Natalie Forester studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken und an der bayerischen Theaterakademie in München. Es folgten Festengagements am Mainfranken Theater Würzburg und am Pfalztheater Kaiserslautern. Gastengagements führten sie zum Beispiel ans Residenztheater München, ans Grillo Theater Essen und ans Saarländische Staatstheater Saarbrücken. Chris Nonnast studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Es folgten Festengagements am Theater der Jugend in München, am Staatstheater Mainz, am Theater Freiburg und am Stadttheater Ingolstadt. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin.

Tickets für die Burgfestspiele gibt es bei: Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651/494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de und im Online-Ticketing unter www.burgfestspiele-mayen.de .

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Radtour mit Aussicht – Mit dem Pedelec auf Tour durch die Vulkanregion Laacher See

Niederzissen/Brohltal – Am Sonntag 22. August um 11.00 Uhr rollen nach längerer Corona- Pause wieder Pedelecs und E-Bikes durch die sagenhafte Vulkanregion. Treffpunkt für die ca. 40 Kilometer lange geführte Tour ist der Bahnhof Engeln, Endstation der Brohltalbahn. Nach der Ankunft des Vulkan-Expreß um 11.00 Uhr beginnt die reizvolle Rundfahrt unter dem Motto „Radtour  mit Aussicht“. Teilnehmer, die mit dem Zug anreisen, können ihr Fahrrad auf dem eigens dafür vorgesehenen Wagen mitbringen.

Die Tour des Jahres führt durch die typische Landschaft der Osteifel: über Höhen und durch Täler, durch schattenspendende Wälder, an Wiesen, Feldern und  Bachläufen entlang.  Die reine Fahrtzeit beträgt bei  gemütlichem Tempo  etwa 2 Stunden. Unterwegs sind Stopps an den schönsten Aussichtspunkten, Trinkpausen und  Einkehrmöglichkeiten zum Kennenlernen und Klönen geplant.  Nachmittags endet die Rundfahrt pünktlich vor der letzten Talfahrt der Brohltalbahn. Vor der Rückfahrt besteht auch die Möglichkeit, in der Vulkanstube am Bahnhof Engeln einzukehren.

Für die Tour empfiehlt sich ein Trecking- oder Mountainbike, da die Wege durch den Regen rutschig sein können. Die Tour ist für jede Altersgruppe geeignet. Da die Strecke einige abschüssige und steile Abschnitte beinhaltet, sollten etwas Erfahrung und gute Bremsen vorhanden sein. Selbstverständlich  besteht Helmpflicht!

Tour-Guide Antje Berger aus Kempenich, die „Neue“ im Kreis der Burg- und Wanderführer und passionierte Radlerin vom Niederrhein freut sich, auf ihrer ersten Tour zahlreiche Biker begrüßen zu dürfen.

Die Teilnehmergebühr beträgt 5,- € pro Person.

Anmeldung bei der Tourist-Information Niederzissen unter der Rufnummer 02636/194 33.

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Sanierung auf Burg Olbrück durch Mühlenteam Niederzissen und Förderverein Burg Olbrück

Niederzissen/Brohltal – Seit kurzem werden auf Burg Olbrück wieder Mauern instand gesetzt und vor dem Einstürzen gerettet. Wie kam es dazu? Im Frühjahr 2021 wurde klar, dass die Burganlage wegen weiterer Schäden am Mauerwerk dieses Jahr nicht öffnen kann. Unter anderem diese Tatsache führte dazu, dass sich aus dem Verbandsgemeinderat heraus ein „Arbeitskreis Burg Olbrück“ gründete.

Nun trägt die Arbeit erste Früchte, denn die Mitglieder des Arbeitskreises haben einen Plan für die Ausführung der akut nötigen Instandhaltungsarbeiten entwickelt. Dazu wurden im Mai und Juni Gespräche geführt mit der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe), Fachleuten vom Institut für Steinkonservierung und der Kreisverwaltung. Durch die Abstimmung mit diesen Stellen wurde sichergestellt, dass die Arbeiten die Anforderungen des Denkmalschutzes berücksichtigen und von der Kreisverwaltung unterstützt werden.

Für die handwerkliche Umsetzung konnte unter Vermittlung von Stefan Gros das Mühlenteam aus Niederzissen gewonnen werden. Zugleich unterstützt die Verwaltung der Verbandsgemeinde Brohltal das Projekt bei Fragen zur baulichen Umsetzung. Der Förderverein Burg Olbrück kümmert sich um die finanziellen Mittel und übernimmt die Gesamtorganisation.

So ist seit Mitte Juni mit Beppo Fiorelli, Gerwig Kaese, Dieter Lukas und Albert Schäfer ein eingespieltes Team regelmäßig auf der Burg aktiv. Das Team konzentriert sich zunächst auf die Instandhaltung der Mauern im Bereich der Vorburg. Nachdem sie im ersten Schritt die Wände und den Boden von Bewuchs befreit haben, stabilisieren sie nun nach und nach die Mauern mit speziell ausgewähltem Mörtel und Steinen aus der Burganlage

Ende Juli besuchte der Vorstand des Fördervereins Burg Olbrück die Baustelle, wo mittlerweile erste Ergebnisse sichtbar sind. „Wir sind sehr dankbar für das Engagement des Mühlenteams und sind begeistert, was hier in der kurzen Zeit bereits geleistet wurde“, freut sich Johannes Bell, 1. Vorsitzender des Fördervereins.

Für die letzten beiden Augustwochen hat der Förderverein Burg Olbrück unter der Federführung von Jutta Dietz zusätzliche Unterstützung organisiert: IGB Workcamps, eine Freiwilligenorganisation, wird mit einem kleinen, internationalen Team junger Erwachsener das Projekt tatkräftig unterstützen.

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Ein Eifel-Führer der „etwas anderen Art“

Niederzissen/Brohltal – Die „Steinreiche Eifel“ stellt sich mit einem Band 3 vor. Auf 448 Seiten mit 2.262 Bildern präsentieren die Autoren des Buches „Steinreiche Eifel 3“, Walter Müller und Karl-Heinz Schumacher, den Leserinnen und Lesern das „Gestein des Jahres“ von 2007 bis 2021 und führen sie in den Distrikt „Am Verbrannten“ am Laacher See, wo bereits während der Mero­win­ger­zeit im 6./7. Jh. der einzig­arti­ge orange­rote Laa­cher Tuff gebrochen wurde. Beim Bau der Abtei fand der farblich interes­sante Stein vielfach Verwendung, so bei der Basilika, dem Seehotel und dem Wald­friedhof.

Der Ort Wehr liegt in einem durch Vulkanismus ent­stan­denen Kes­­sel und ist ein bauhisto­risch beson­de­rer Ort. In fünf Stein­brüchen im Tiefental wurde der „Wehrer Stein“, ein Lapilli­tuff, abgebaut, der als Bau- und Werkstein dem Dorf ein architek­to­nisch einmali­ges Gepräge gibt. Auf 108 Seiten gibt das Buch einen umfassenden Einblick in den einstmals als Propstei des Klos­ters Steinfeld bekannten Ort mit seiner einzigartigen Pfarr­kirche St. Po­tentinus.

Die Schieferregion Eifel bietet um Mayen und auf dem Maifeld faszinierende Einblicke in die Gewinnung und Verwendung die­ses Sedimentgesteins. Vom Abbau über und unter Tage bis hin zu Fassadenverblendungen und altdeutschen Dacheindeckun­gen erfährt man im Buch Erstaunliches zum „Moselschiefer“ und mit dem Schevenhütter Schiefer auch zu Vorkommen in der Nord­­westeifel. Die einzelnen Orte des Maifeldes und seines Um­feldes werden auf 210 Seiten vor­gestellt und bilden somit neben Wehr einen Schwerpunkt des Buches.

Bindeglied zwischen der von Schlackenvulkanen dominierten vul­kanischen Osteifel und der von den Maaren geprägten vul­ka­ni­schen Westeifel ist die vulkanische Hocheifel. Dort erfährt man vor Ort, dass „Basalt nicht gleich Basalt“ ist. Die Trachybasalte im Raum rund um die Nür­burg findet man in den Dörfern an Mauern und Gebäuden, die auf 88 Seiten besucht werden.

Das neue Sachbuch von Walter Müller und Karl-Heinz Schumacher lädt ein zum Erkunden der viel­fältig interessanten Eifel, regt an, die breite Palette von heimischen Gesteinen zu ent­decken und sich an ihrer natürlichen Schönheit zu erfreuen.

Das Buch kann u.a. zum Preis von 24,90 € in den Tou­rist-Informationen der Sagenhaften Vulkan­region Laacher See (Maria Laach und Nie­der­­zis­sen), im Lava-Dome (Mendig) und bei der Deut­schen Vulkanologi­schen Gesell­schaft (www.vulkane.de) erworben werden.

Die Buchvorstellung findet am Donnerstag, den 7. Oktober 2021, im Wap­pensaal des Niederzissener Rathauses statt. Der Multi-Media-Vortrag wird mit vielen neuen Themen, faszinierenden Bildern und vielfältigen Informationen von Walter Müller jeden Eifelliebhaber in seinen Bann ziehen und das Bedürfnis wecken, all die vielen Orte und Sehenswürdigkeiten aufzusuchen.

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Publikums-Gespräch zu „Carmen“

Mayen – Am heutigen Samstag, dem 14. August, um 20 Uhr bieten die Burgfestspiele nach der Aufführung „Carmen“ Gelegenheit zum Austausch mit Mitgliedern des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Der 1982 gegründete Rat ist die bürgerrechtliche und politische Interessenvertretung der Sinti und Roma und setzt sich für ihre gleichberechtigte Teilhabe in Politik und Gesellschaft und den Schutz und die Förderung als nationale Minderheit ein.

Vertreten wird er bei der Diskussion vom wissenschaftlichen Leiter Herbert Heuß und Frau Radmila Mladenova. Sie arbeitet in der Antiziganismusforschung am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Bereichert wird die Runde durch den bekannten Koblenzer Musiker Django Reinhardt, dem im Mai Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin das Bundesverdienstkreuz verlieh. Reinhardt gründete unlängst die „Gesellschaft der Sinti und Roma in Europa“ die das Ziel verfolgt die Vergangenheit nicht zu vergessen, aber gleichzeitig auch nach vorne zu schauen.

Auch Intendant und Regisseur Daniel Ris wird an der Diskussion teilnehmen. Ris hat bereits im Vorfeld der Erarbeitung der Mayener Fassung den Kontakt zum Zentralrat gesucht: „Sowohl die Novelle als auch das Libretto der Oper sind Texte voller Sexismus und Antiziganismus. Die Herausforderung liegt darin, dass wir sicher keine chauvinistische, rassistische Aufführung wollen, aber dennoch einen Abend, der diese Phänomene darstellt und Stellung bezieht. Wir haben in der Arbeit immer wieder versucht, die Klischees abzuklopfen.“ Die ganz eigene Mayener Version der „Carmen“ erzählt in nur 95 Minuten sinnlich und hochdramatisch von Männern und Frauen im Spannungsfeld der Extreme zwischen Ordnung und Freiheit, Zwang und Chaos, Nähe und Distanz, Liebe und Hass. Sie ist auf die Psychologie der wesentlichen Figuren der Handlung konzentriert.

Alle konkreten Hinweise zu den aktuellen Regelungen für einen Besuch der Festspiele finden sich als „Corona-Info“ auf der Homepage. Tickets gibt es bei: Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de und online unter www.burgfestspiele-mayen.de .

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Bund fördert Sanierung der Genovevaburg in Mayen mit 6,75 Millionen Euro

Mayen – In diesen Tagen erreichte die Stadtverwaltung ein wichtiges Schreiben aus dem Haus der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: Die Zuwendung für die Sanierung der Genovevaburg wurde schriftlich per Zuwendungsbescheid bestätigt. Insgesamt 6,75 Millionen sollen verteilt über die Haushaltsjahre 2021 bis 2029 fließen.

Die Generalsanierung der als national bedeutendes Kulturdenkmal anerkannten Genovevaburg in Mayen war insbesondere notwendig geworden, weil die Statik des Wahrzeichens der Stadt Mayen nicht mehr langfristig belastbar ist. Für insgesamt 13,5 Millionen soll das Gebäude über einen mehrjährigen Zeitraum saniert werden. Bei der Stadtverwaltung wurde eine entsprechende Projektgruppe mit Mitarbeitern aus dem Fachbereich 1 und 3 sowie der Kämmerei zur Koordinierung dieser sehr umfangreichen Baumaßnahme eingerichtet.

„In enger und guter Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten so die erforderlichen Unterlagen für den Förderantrag vorgelegt werden. Wir können froh und stolz sein für unsere Stadt und unser aller Wahrzeichen“, erläuterte der Leiter der Projektgruppe, Fachbereichsleiter 1 Uwe Hoffmann.

Der Förderantrag wurde nun positiv vom Bund beschieden, eine weitere finanzielle Unterstützung wurde vom Land Rheinland-Pfalz in Aussicht gestellt. Der Rest wird aus Eigenmitteln der Stadt Mayen finanziert.

„Es freut mich sehr, dass der Bund diese wichtige Modernisierung und Sanierung eines unserer bekanntesten Wahrzeichen unterstützt. Diese Maßnahme wäre für uns alleine nicht zu stemmen. Im Namen der Stadt Mayen und den Gremien habe ich dem Zuschussgeber sowie dem gesamten Projektteam ausdrücklich für die gute und unbürokratische Zusammenarbeit gedankt. Die Förderung trägt maßgeblich zum Erhalt des Mayener Wahrzeichens „Genovevaburg“ bei“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.