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Westnetz gibt Hinweise für Bevölkerung

Saffig – Elektroinstallationsunternehmen prüfen nachgelagerte Hausinstallation. Westnetz arbeitet weiter mit Hochdruck an Wiederversorgung. Einsatz von Vakuumöfen. Westnetz legt weiterhin den Schwerpunkt ihrer Arbeiten darauf, so viele Haushalte wie möglich, in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten mit Strom zu versorgen. Dies geschieht in den Orten, wo die Anlagen komplett zerstört wurden, teilweise mit Notstromaggregaten. Um die Trockenlegung einiger Stationen noch schneller voran zu treiben, setzt der Netzbetreiber auf eine außergewöhnliche, aber sehr zuverlässige Methode: Er setzt Vakuumöfen zum Trocknen der Ortsnetzstationen ein.

Der Verteilnetzbetreiber Westnetz überprüft und setzt aktuell die Anlagen wieder in Stand, die in dem vom Unwetter betroffenen Gebiet liegen. Jede einzelne Mittelspannungsstation wird in Augenschein genommen. Sobald diese geprüft sind, erfolgt die Inspektion des Niederspannungsnetzes durch welches die Hausanschlüsse versorgt werden.

Auch in den nächsten Tagen unterstützen weitere Teams anderer Standorte und Schwestergesellschaften im Krisengebiet.

WICHTIG: Westnetz weist die Bevölkerung weiter darauf hin, einen Elektroinstallateur zu kontaktieren und eine Information an den Haustüren zu hinterlegen.

Um eine Versorgungsleitung wieder in Betrieb nehmen zu können, muss jedes daran angeschlossene Gebäude begangen und auf die Betriebssicherheit der elektrischen Anlage überprüft werden. Durch die fehlende Stromversorgung sind die Türklingeln oftmals ohne Funktion, dadurch wird die Kontaktaufnahme deutlich erschwert. Daher bittet Westnetz eine Kontaktmöglichkeit, zum Beispiel eine Telefonnummer, an der Haustüre zu platzieren und so die Erreichbarkeit sicher zu stellen. Auch können die Gebäudeeigentümer bereits Kontakt mit ihrem Elektroinstallateur zur Überprüfung der Hausinstallation aufnehmen. Aus Sicherheitsgründen bittet die Westnetz keine Hausanlage, die durch Wassereinbruch in Mitleidenschaft gezogen wurde, vor der Überprüfung durch eine Elektrofachkraft anzuschalten. Selbst wenn der Hausanschlusskasten bereits wieder unter Spannung steht. In den Bereichen, die bereits wieder mit Strom versorgt sind, bittet Westnetz alle Bürgerinnen und Bürger, den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter: https://twitter.com/WestnetzGmbH

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Am 22.07.2021 und 23.07.2021: Verteilung der städtischen Soforthilfen in Stolberg

Stolberg – Auszahlung erfolgt vom Spendenkonto „Stolberg hilft“. Rund 750.000 Euro (Stand 22.07.2021) auf dem Konto eingegangen. Geldspenden kommen somit direkt und unbürokratisch bei den Menschen an. Heute (22.07.2021) und morgen (23.07.2021) verteilt die Stadtverwaltung der Kupferstadt Stolberg die ersten kommunalen Soforthilfen an alle, die von dem Hochwasser getroffen wurden.
Wann und Wo?

Die betroffenen Menschen erhalten das Geld bar
– heute, 22.07.2021, von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr und
– morgen, 23.07.2021, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
in den neuen Außenstellen der Stadtverwaltung:
– Innenstadt: Parkplatz Ökumenisches Gemeindezentrum, Frankentalstraße 18
– Vicht, Pfarrbüro, Rumpenstraße 2
– Zweifall Dorfplatz (Verwaltungscontainer)
Wer bekommt wieviel?
– Einzelpersonen (1 Person): 250 Euro
– Familien (bis 5 Personen): 500 Euro
– Familien (ab 6 Personen): 750 Euro

Wie beweisen, dass man betroffen ist?

Um das Geld zu erhalten, müssen die Menschen mit einem Lichtbildausweis ihren Wohnort sowie ihre Identität nachweisen. Wichtig: An den Ausgabestellen wird nur an Menschen ausgezahlt, die in dem jeweiligen Gebiet wohnen. Bewohner*innen aus Zweifall können das Geld also nicht an der Ausgabestelle in der Innenstadt anholen und umgekehrt. Zudem müssen die Abholenden in den betroffenen, überschwemmten Straßen wohnen! Das wird vor Ort anhand von entsprechenden Straßenlisten überprüft.

Sollte ein Nachweis des Wohnortes und der Identität nicht möglich sein (Ausweise verloren), überprüfen wir den Wohnort anhand von Melderegistern.

Die Ausgabe des Geldes wird registriert. Bei Verdacht eines Betruges (falscher Wohnort, Mehrfachabholung) behält sich die Stadt eine weitere Prüfung und Verfolgung vor. Wir bitten alle Menschen an den Ausgabestellen: Bitte Tragen Sie bei der Abholung des Geldes eine Maske und folgen Sie den Anweisungen des Personals vor Ort.
Seit einigen Stunden werden in den betroffenen Gebieten Handzettel mit diesen Informationen an die Menschen verteilt und an wichtigen Punkten aufgehängt.

Das Geld, das nun unkompliziert und unbürokratisch an die Menschen ausgegeben wird, stammt u.a. vom städtischen Spendenkonto „Stolberg hilft“, auf das inzwischen rund 750.000 Euro eingegangen sind (Stand 22.07.2021). Das gespendete Geld kommt somit unmittelbar bei den Betroffenen Menschen an. Die Kupferstadt Stolberg dankt allen Menschen, Institutionen und Unternehmen, die durch ihre Spenden diese zügigen Auszahlungen möglich gemacht haben.

Die Auszahlung weiterer Hilfen aus Landes- und Bundesmitteln folgt, sobald das Geld zur Verfügung steht.

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RLP Ministerpräsidentin Dreyer informiert Landtag über aktuelle Lage in der Katastrophen-Region

Region/Mainz – Hilfsbereitschaft ist ein Lichtblick in diesen dunklen Stunden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat heute die Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags in einer gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Inneres, Klima und Finanzen über die aktuelle Lage in den Hochwassergebieten im Norden des Landes informiert. Bis zum heutigen Tag sind 128 Tote zu beklagen. Noch immer werden 155 Personen vermisst. 764 Personen sind verletzt und werden medizinisch versorgt. Kräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehren, der Polizei, der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk seien dabei, diese katastrophale Lage zu bewältigen. Im Bereitstellungsraum auf dem Nürburgring sei eine gigantische Helferstadt entstanden. 4.000 Helferinnen und Helfer seien vor Ort. In der Einsatzleitung koordinierten 120 Menschen in 4 Abteilungen die Einsätze im Katastrophengebiet.

„Eine solche Katastrophe hat Rheinland-Pfalz noch nicht erlebt. Es übersteigt das, was auch erfahrenste Hochwasserretter bei uns je erlebt haben. Flusspegel stiegen auf eine bislang nicht gesehene Höhe an. Häuser, Brücken, Straßen wurden massiv beschädigt oder einfach mitgerissen. Wir trauern mit denen, die ihre Liebsten verloren haben, wir bangen mit denen, die noch immer Angehörige und Freunde vermissen. Wir helfen, die Schäden zu beseitigen und weitere Gefahren abzuwenden“, sagte die Ministerpräsidentin. Seit einer Woche seien die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, Bundespolizei und Bundeswehr durchgehend und bis zur Erschöpfung im Einsatz. Tausende Freiwillige, Nachbarn und örtliche Unternehmen fassten mit an und helfen, wo sie gebraucht werden. Einsatzkräfte, Spenden und Hilfsangebote erreichten das Land aus dem ganzen Bundesgebiet. „Diese Hilfsbereitschaft ist ein Lichtblick in diesen dunklen Stunden. Dafür danke ich allen sehr“, so die Ministerpräsidentin. Noch immer läge aller Fokus darauf, Menschen zu retten und zu versorgen, die wichtigste Infrastruktur wiederherzustellen und Soforthilfe zu leisten. Das ganze Ausmaß der Zerstörung werde erst nach und nach sichtbar; ein genauer Sachstand werde Wochen dauern.

Weitere Schritte

Die Ministerpräsidentin richtete den Blick nach vorne und skizzierte die nächsten Schritte. „Die Landesregierung stellt den betroffenen Bürgern Soforthilfen von bis zu 3.500 Euro pro Haushalt bereit. Diese werden unbürokratisch und über die Kreisverwaltungen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine Stabsstelle im Innenministerium den Wiederaufbau koordinieren“, so Dreyer. Gemeinsam mit dem Bund stelle das Land darüber hinaus in einem ersten Schritt 200 Millionen Euro zur Verfügung. Der Wiederaufbau werde langwierig und sehr viel Geld kosten. „Dafür brauchen wir eine nationale Kraftanstrengung. Ich bin sehr froh, dass das Bundeskabinett gestern bereits bekräftigt hat, sich auch langfristig an dem Wiederaufbau zu beteiligen, und ich bin dem Bund sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung“, sagte die Ministerpräsidentin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz waren sofort in die Katastrophengebiete gekommen und hatten dort Hilfe zugesagt.

Hilfsbereitschaft ist überwältigend

„Diese Katastrophe wird unser Land auf lange Zeit prägen. Der Wiederaufbau nach den Zerstörungen wird vielerorts sehr lange dauern. Und die Betroffenen sind an Leib und Seele verletzt. Ich bin nun mehrmals vor Ort gewesen und habe mit vielen Menschen gesprochen. Ich habe gesehen, was diese Naturgewalten für eine Verwüstung angerichtet haben. Mir gehen die Bilder nicht aus dem Kopf und die Trauer nicht aus dem Herzen, aber wie muss es denen gehen, die die Naturkatastrophe und all die Folgen durchleben müssen. Die Verluste und das Leid sind unermesslich“, sagte Dreyer. Sie versicherte den Menschen in allen betroffenen Regionen, dass sie sich darauf verlassen könnten, dass die Landesregierung sie auch nach der akuten Notlage nicht vergessen werde und sie auch langfristig auf unsere Hilfe bauen könnten. „Bei all dem Leid will ich sagen, dass diese Katastrophe einmal mehr zeigt: Rheinland-Pfalz steht zusammen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Wir bekommen Spenden- und Hilfsangebote aus dem In- und Ausland, von Unternehmen und Institutionen. Seit der Freischaltung der Online-Plattform „Fluthilfe“ sind bereits 731 Hilfsangebote gemeldet worden. Neben dem zentralen Spendenkonto des Landes haben auch der Landkreistag und mehrere Hilfsorganisationen Spendenkonten eingerichtet – unfassbare 8,57 Millionen Euro Privatspenden sind Stand heute Morgen eingegangen“, sagte Dreyer. Auch dafür dankte die Ministerpräsidentin.

Wer helfen möchte, kann dies auch weiterhin tun. Unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ können Spenden auf folgendes Konto bei der Sparkasse Mainz überwiesen werden:

Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

BIC: MALADE51MNZ

Steuerliche Erleichterungen gibt es auch für Spenden und Spendenaktionen, so genügt unter anderem als Nachweis für Zuwendungen, die bis zum 31. Oktober 2021 zur Hilfe in Katastrophenfällen auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto eingezahlt werden, der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes. Alle Informationen gibt es unter https://fm.rlp.de/de/presse/detail/news/News/detail/steuerliche-hilfsmassnahmen-fuer-betroffene-der-unwetter-katastrophe/

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Nordrhein-Westfalen ermöglicht Corona-Schutzimpfungen von 12- bis 15-Jährigen in Impfzentren

Region/Düsseldorf – Impfzentren können bei strikter Beachtung der STIKO-Regeln künftig Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren anbieten / Dabei soll dem besonderen Beratungsbedarf der Eltern und Kinder Rechnung getragen werden. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium ermöglicht unter Beachtung der geltenden STIKO-Empfehlung die Impfungen von 12- bis 15-Jährigen in Impfzentren gegen Covid-19. Derzeit empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut die Impfung gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausschließlich bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen oder bei einem regelmäßigen Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Gemäß STIKO können weitere Kinder und Jugendliche nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz eine Impfung erhalten.

Die nordrhein-westfälischen Impfzentren können ein entsprechendes Impfangebot unter Einbeziehung von Kinder- oder Jugendärztinnen und -ärzten ab sofort einrichten, sofern vor Ort ein entsprechender Bedarf besteht. Dies kann regional unterschiedlich sein. Aufgrund des erhöhten Beratungsbedarfs soll ein definierter Zeitraum für die Impfungen der Kinder und Jugendlichen in den Impfzentren vorgesehen werden. Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, sich vorab im jeweiligen Impfzentrum zu erkundigen, ob und ab wann ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche eingerichtet wird.

„Ich habe in den letzten Tagen mit vielen Kinder- und Jugendärzten gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass die Möglichkeit der Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht in allen Regionen in Nordrhein-Westfalen gleichermaßen verteilt ist. Das sollte aber nicht vom Wohnort abhängen. Das Land ermöglicht daher Impfungen in Impfzentren für diese Altersgruppen und stärkt mit seiner Entscheidung die medizinische Wahlfreiheit der Eltern“, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Mir ist aber wichtig festzuhalten, dass auch in den Impfzentren die Empfehlungen der STIKO gelten. Ein ‚Ärmel hoch und Spritze rein‘ soll es bei jungen Menschen nicht geben. Das ärztliche Aufklärungsgespräch ist vor allem bei Impfungen von Kindern wichtig.“

Die STIKO-Empfehlung ist dabei immer Grundlage des Handelns: Es muss zwingend eine ausführliche medizinische Beratung und Aufklärung der Kinder und Jugendlichen beziehungsweise ihrer Sorgeberechtigten gemäß den STIKO-Empfehlungen durch einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin im Impfzentrum erfolgen. Die Einwilligung zur Impfung hat durch alle sorgeberechtigten Personen zu erfolgen.

Der Erlass gilt ab sofort. Das Gesundheitsministerium bittet allerdings bei allen Bürgerinnen und Bürgern um Verständnis dafür, dass die Kreise und kreisfreien Städte, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, Zeit für die konkrete Umsetzung benötigen.

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Auszahlung von Spendengeldern für Hochwasser-Opfer – Hotline im Kreis Ahrweiler startet

Ahrweiler – Ab sofort können Betroffene der Flutkatastrophe Anträge auf eine finanzielle Soforthilfe beim Kreis Ahrweiler stellen. Die Anträge können formlos über die Hotline 02641/975-960 oder per Mail soforthilfe@kreis-ahrweiler.de gestellt werden. Die Hotline ist montags bis sonntags zwischen 9 und 20 Uhr erreichbar.

Wichtig: Diese erste Soforthilfe dient dazu, kurzfristig Geld für das Nötigste zu haben. Die Soforthilfe dient nicht als Aufbauhilfe oder um die entstandenen Schäden abzudecken. Die Soforthilfe erfolgt unabhängig von der Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz.

Folgende Angaben werden dafür benötigt:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Meldeadresse (die alte, auch wenn man im Moment eine andere Unterkunft hat)
  • Angabe ob Privathaushalt oder Gewerbebetrieb; falls Privathaushalt, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
  • Telefonnummer oder Mailadresse für Rückfragen sowie
  • eine Bankverbindung. Barauszahlungen oder Schecks sind leider nicht möglich.

Bei den Geldern, die ausgezahlt werden, handelt es sich um Spenden, die auf dem Konto der Kreisverwaltung eingegangen sind. Pro Haushalt werden zwischen 1.000 und 2.000 Euro bereitgestellt.

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10.000 Powerbanks und 5.000 Taschenlampen für Menschen in Katastrophen-Regionen

Region/Essen – Westenergie unterstützt Betroffene vor Ort. Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung laufen unter Hochdruck. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten laufen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung. Durch die Flutkatastrophe wurden Anlagen der Netzinfrastruktur des Westenergie-Verteilnetzbetreibers Westnetz beschädigt. Die Wassermassen haben Leitungen, Ortsnetzstationen und Umspannanlagen teilweise komplett zerstört. Diese werden derzeit geprüft und wenn möglich repariert und wieder in Betrieb genommen. Wenn Anlagen zu stark beschädigt sind, kommen Umleitungen und Notstromaggregate zum Einsatz, um die Menschen in den Regionen mit Strom zu versorgen. 20.000 Einwohner sind derzeit im Gebiet der Westnetz ohne Strom. Ihnen möchte Westenergie eine zusätzliche Hilfe zukommen lassen.

Deshalb verteilt Westenergie zur Unterstützung der Menschen in den betroffenen Ortschaften rund 10.000 geladene Powerbanks und 5.000 Taschenlampen. In den vergangenen beiden Tagen wurde der Großteil der kleinen wiederaufladbaren Speicher und die mit Batterien bestückten Taschenlampen nach Düren im Westlichen Rheinland und nach Saffig in Rheinland-Pfalz gebracht. Von dort aus werden sie weiterverteilt in die betroffenen Ortschaften. Heute folgen weitere Teillieferungen. Kolleginnen und Kollegen bringen die Powerbanks und Taschenlampen nun in die Kommunen, die diese dann an die Menschen vor Ort weitergeben.

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Bundeskanzlerin zu Besuch in der Eifel – Experten beurteilen Immobilien

Blankenheim/Schleiden/Bad Münstereifel – Hochwasseropfer können sich für eine Bauzustandsbetrachtung und Hilfe bei der Gefahrenabwehr (Stromabschaltung) an die ehrenamtliche Akutberatung wenden, die Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, um sich geschart hat: Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 – Auch weitere Fachleute, die ehrenamtlich mitmachen, sollen sich umgehend melden.

Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel (v.l.) vermitteln unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629, oder immobilien@vr-banknordeifel.de, ehrenamtliche fachkundige Bauzustandsbetrachtung. Rechts Anja Tümmler, die ebenfalls zum Beratungsstab gehört, und Frank Müller. Foto: Lisa Harnisch/VR-Bank Nordeifel/pp/Agentur ProfiPress

Bauexperten helfen ehrenamtlich Hausbesitzern im Hochwassergebiet, den Zustand ihrer Gebäude nach den verheerenden Überschwemmungen richtig einzuschätzen. Um sich geschart hat diese Akutberatung Stefan Lippertz, der Immobilienmanager der VR-Bank Nordeifel.

Dem ehrenamtlich arbeitenden Team gehören bislang Marcus Steib (Bauingenieur und Statiker von Schneider & Steib), Dominik Poth (Elektroniker-Meister, Bohnen und Mies), Guido Hubatsch (Beratender Ingenieur, Ingenieurbüro Hubatsch), Anja Tümmler (Sachverständige für Immobilien, VR Bank Nordeifel Immobilien) und Max Tischler (Bautechniker GundS Baukunst) an.

Stefan Lippertz: „Weitere Bauexperten aus allen Fachrichtungen werden gesucht, die sich uns ehrenamtlich anschließen, um den Menschen zu helfen.“ Insbesondere Elektriker, Baugrundgutachter und Statiker würden zurzeit für die „Akutberatung für Hochwassergeschädigte“ gebraucht, um insbesondere Standsicherheiten bei Gebäuden richtig einzuschätzen. Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel sind unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 zu erreichen.

Lippertz: „Sie haben Risse am Haus, Ihre Haustechnik birgt eventuell Gefahren oder Sie haben ein freiliegendes Fundament? Wir können ihnen bei einer gravierenden Schadenserkennung helfen. Wir machen für Opfer ehrenamtlich eine fachkundige Bauzustandsbetrachtung.“

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Plünderer in Insul – Warnung vor Betrügern in evm-Shirts

Insul/Ahr – In der Ortsgemeinde Insul in der Eifel sind aktuell Plünderer mit T-Shirts der Energieversorgung Mittelrhein (evm) unterwegs. „Diese Betrüger sind keine Mitarbeiter der evm.

Wir verurteilen aufs Schärfste, wie die Plünderer die Not der Menschen ausnutzen um sich selbst zu bereichern“, erklärt evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder. Die Polizei vor Ort ist informiert.

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Webseite online! Aktuelle Informationen zur Erdgas-Versorgung in vom Hochwasser betroffenen Gebieten

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) arbeitet mit Hochdruck daran, möglichst schnell alle vom Unwetter betroffenen Orte wieder mit Erdgas zu versorgen. Teilweise sind aber Straßen, Erdgasleitungen und Reglerstationen komplett zerstört, sodass der Wiederaufbau Wochen bis Monate dauern kann. Welche Orte bereits wieder versorgt werden und welche kurzfristig wieder versorgt werden können, hat das Unternehmen jetzt auf seiner Webseite veröffentlicht. „Wir sind tief betroffen von den Ausmaßen des Unwetters und versuchen, so gut es geht, zu helfen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei für uns eine offene Kommunikation und dass die Menschen wissen, wie lange sie nicht mit Erdgas versorgt werden können“, so Unternehmenssprecher Christian Schröder. Unter www.enm.de/hochwasser sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Erdgasversorgung in den vom Hochwasser betroffenen Orten zusammengestellt. Außerdem gibt es hier eine aktuelle Liste über den Stand der Arbeiten und einen eigenen Kontakt, an den sich Betroffene wenden können. Dazu Schröder: „Wir bitten um Verständnis, dass wir noch nicht in allen Orten genaue Angaben machen können. Gerade das Kerngebiet rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler ist derart zerstört, dass unsere Netzexperten sich erst selbst ein Bild machen müssen. Wir werden aber stetig weiter zum aktuellen Stand informieren.“

Neben der Webseite www.enm.de/hochwasser, ist die evm-Gruppe für Kunden auch telefonisch unter 0261 2999-22290 oder per E-Mail an hochwasser@enm.de zu erreichen. Diese Kontaktkanäle wurden speziell für vom Unwetter betroffene Gebiete eingerichtet.

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Stadt Aachen verzichtet zugunsten der Region auf 100.000 Euro aus dem städteregionalen Hilfsfonds

Aachen – Städtisches Hilfspaket für Hochwasser-Betroffene. 250.000 Euro-Hilfsfonds sowie Beratung für Privatpersonen und Gewerbetreibende. Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“ für Stadt und StädteRegion. Rat und Verwaltung arbeiten effizient Hand in Hand, wenn Menschen in Not sind. Das bewiesen sie heute während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus, in der sie gemeinsam das städtische Hilfspaket für durch das Hochwasser besonders stark betroffene Menschen vorstellten. Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen vermittelten einvernehmlich ihre Zustimmung und sprachen ihren Dank für das akute Hilfspaket aus, das nicht nur schnell aufgestellt worden sei, sondern auch deutlich mache, dass Solidarität in dieser Region nicht an der Orts- oder Landesgrenze ende. In Summe stellt die Stadt Aachen mit Unterstützung der Politik kurzfristig 400.000 Euro aus dem laufenden städtischen Haushalt für die Hochwasserhilfe zur Verfügung.

„Wir haben einen Hilfsfonds aufgestellt, um schnell handeln zu können. Wichtig ist, dass die Hilfe unbürokratisch fließen kann“, erklärte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die ebenso wie Kämmerin und Stadtdirektorin Annekathrin Grehling in den letzten Tagen regelmäßig in den Überschwemmungsgebieten vor Ort war und sich davon überzeugen konnte, dass es für ein unkompliziertes Hilfspaket dringenden Bedarf gibt.

Hilfsfonds für Einwohner*innen und Gewerbetreibende

Zentraler Bestandteil der Hochwasserhilfe ist ein Fonds, in dem die Stadt Aachen 250.000 Euro für in besonderem Maße betroffene Einwohner*innen und Gewerbetreibende bereitstellt. Dabei hat sie insbesondere den im Stadtgebiet am stärksten betroffenen Bezirk Kornelimünster/Walheim im Blick. Gewerbetreibende, Mieter*innen und Bewohner*innen von selbst genutztem Eigentum können ab Freitag, 23. Juli, einmalig bis zu 5.000 Euro Unterstützung beantragen.

„Wir wollen den Menschen im ersten Schritt helfen, wenn sie wirklich existenziell betroffen sind, damit die notwendigsten Anschaffungen möglich sind, für die im Moment noch kein Geld da ist. Gleichzeitig wollen wir sie im persönlichen Gespräch auf weitere Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung hinweisen“, erläuterte Stadtkämmerin Annekathrin Grehling die Idee dieses Fonds.

Ansprechpartner in der Verwaltung sind der Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration sowie der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa. Die entsprechenden Kontaktdaten stehen in Kürze auf aachen.de zur Verfügung.

Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“

Geldspenden sind in der jetzigen Situation weiterhin mehr als willkommen. Wer zugunsten von Betroffenen in Stadt und StädteRegion Aachen spenden möchte, ist herzlich eingeladen, dies über das neu eingerichtete zentrale Konto „Aachen hilft“ bei der Sparkasse Aachen zu tun: DE27 3905 0000 1073 7977 61.

Die Stadt Aachen hat dieses Konto eingerichtet, um eine gerechte Verteilung der Spenden sicherzustellen. In einem ersten Schritt hat sie selbst 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden die Eintrittsgelder der gerade im Suermondt-Ludwig-Museum eröffneten Ausstellung „Dürer war hier“ bis zum 1. August dem städtischen Spendenkonto zugutekommen.
Geplant ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz.

Amtshilfe bei besonders betroffenen Kommunen

Die Stadt Aachen sieht sich in der Verantwortung für die Region und unterstützt daher neben ihren eigenen Bezirken auch die besonders betroffenen Kommunen Eschweiler, Stolberg und Eupen mit Kräften der Feuerwehr, des Ordnungsbereichs, der Abfallentsorgung und der Grünpflege. Im Rahmen der Amtshilfe stellt sie aber auch die fachliche Expertise ihrer Bauingenieurinnen aus den Bereichen des Gebäudemanagements und des Brücken- und Straßenbaus zur Verfügung. Sie bietet bei Bedarf Aufgaben aus Bereichen an, die von den Kommunen derzeit nicht selbst geleistet werden können. Zudem wird im Einzelfall geprüft, ob Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, eine Unterkunft im Stadtgebiet Aachen vermittelt werden kann. Nicht zuletzt sollen Kinder und Jugendliche betroffener Familien auch an den Aachener Ferienspielen teilnehmen können.

Allgemeine Sachspenden sind im Aachener Stadtgebiet wie auch in der Region genügend vorhanden. Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Decken usw. werden daher aktuell nicht mehr angenommen. In den stark betroffenen Nachbarstädten der StädteRegion werden allerdings Campingzubehör, Ventilatoren und Trinkwasser dringend benötigt. Auch für Werkzeuge und Maschinen gibt es großen Bedarf.

Unterstützung der städtischen Mitarbeitenden

„Wir unterstützen auch unsere betroffenen Mitarbeitenden“, erklärte Sibylle Keupen. Kolleg*innen der Stadtverwaltung Aachen, die selbst betroffen oder im Katastrophenschutz aktiv sind, erhalten bei Bedarf bis zu fünf Tage Sonderurlaub.

Hilfsfonds der StädteRegion

Die StädteRegion setzt einen Hilfsfonds mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro für die Betroffenen des Hochwassers auf. Zu diesem Fonds trägt die Stadt Aachen 100.000 Euro bei, indem sie auf den ihr zustehenden Anteil verzichtet und diese Mittel aus dem eigenen Haushalt aufbringt.

Für „Aachen hilft“ ist unter www.aachen.de/aachen_hilft eine eigene Infoseite eingerichtet worden. Wer darüber hinaus noch Fragen hat oder Werkzeuge und Maschinen für die Nachbarkommunen anbieten möchte, kann sich über die städtische Hochwasser-Hotline 0241 432-7333 an Call Aachen wenden.