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Nordrhein-Westfalen ermöglicht Corona-Schutzimpfungen von 12- bis 15-Jährigen in Impfzentren

Region/Düsseldorf – Impfzentren können bei strikter Beachtung der STIKO-Regeln künftig Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren anbieten / Dabei soll dem besonderen Beratungsbedarf der Eltern und Kinder Rechnung getragen werden. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium ermöglicht unter Beachtung der geltenden STIKO-Empfehlung die Impfungen von 12- bis 15-Jährigen in Impfzentren gegen Covid-19. Derzeit empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut die Impfung gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausschließlich bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen oder bei einem regelmäßigen Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Gemäß STIKO können weitere Kinder und Jugendliche nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz eine Impfung erhalten.

Die nordrhein-westfälischen Impfzentren können ein entsprechendes Impfangebot unter Einbeziehung von Kinder- oder Jugendärztinnen und -ärzten ab sofort einrichten, sofern vor Ort ein entsprechender Bedarf besteht. Dies kann regional unterschiedlich sein. Aufgrund des erhöhten Beratungsbedarfs soll ein definierter Zeitraum für die Impfungen der Kinder und Jugendlichen in den Impfzentren vorgesehen werden. Bürgerinnen und Bürgern wird empfohlen, sich vorab im jeweiligen Impfzentrum zu erkundigen, ob und ab wann ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche eingerichtet wird.

„Ich habe in den letzten Tagen mit vielen Kinder- und Jugendärzten gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass die Möglichkeit der Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nicht in allen Regionen in Nordrhein-Westfalen gleichermaßen verteilt ist. Das sollte aber nicht vom Wohnort abhängen. Das Land ermöglicht daher Impfungen in Impfzentren für diese Altersgruppen und stärkt mit seiner Entscheidung die medizinische Wahlfreiheit der Eltern“, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Mir ist aber wichtig festzuhalten, dass auch in den Impfzentren die Empfehlungen der STIKO gelten. Ein ‚Ärmel hoch und Spritze rein‘ soll es bei jungen Menschen nicht geben. Das ärztliche Aufklärungsgespräch ist vor allem bei Impfungen von Kindern wichtig.“

Die STIKO-Empfehlung ist dabei immer Grundlage des Handelns: Es muss zwingend eine ausführliche medizinische Beratung und Aufklärung der Kinder und Jugendlichen beziehungsweise ihrer Sorgeberechtigten gemäß den STIKO-Empfehlungen durch einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin im Impfzentrum erfolgen. Die Einwilligung zur Impfung hat durch alle sorgeberechtigten Personen zu erfolgen.

Der Erlass gilt ab sofort. Das Gesundheitsministerium bittet allerdings bei allen Bürgerinnen und Bürgern um Verständnis dafür, dass die Kreise und kreisfreien Städte, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, Zeit für die konkrete Umsetzung benötigen.

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Auszahlung von Spendengeldern für Hochwasser-Opfer – Hotline im Kreis Ahrweiler startet

Ahrweiler – Ab sofort können Betroffene der Flutkatastrophe Anträge auf eine finanzielle Soforthilfe beim Kreis Ahrweiler stellen. Die Anträge können formlos über die Hotline 02641/975-960 oder per Mail soforthilfe@kreis-ahrweiler.de gestellt werden. Die Hotline ist montags bis sonntags zwischen 9 und 20 Uhr erreichbar.

Wichtig: Diese erste Soforthilfe dient dazu, kurzfristig Geld für das Nötigste zu haben. Die Soforthilfe dient nicht als Aufbauhilfe oder um die entstandenen Schäden abzudecken. Die Soforthilfe erfolgt unabhängig von der Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz.

Folgende Angaben werden dafür benötigt:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Meldeadresse (die alte, auch wenn man im Moment eine andere Unterkunft hat)
  • Angabe ob Privathaushalt oder Gewerbebetrieb; falls Privathaushalt, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
  • Telefonnummer oder Mailadresse für Rückfragen sowie
  • eine Bankverbindung. Barauszahlungen oder Schecks sind leider nicht möglich.

Bei den Geldern, die ausgezahlt werden, handelt es sich um Spenden, die auf dem Konto der Kreisverwaltung eingegangen sind. Pro Haushalt werden zwischen 1.000 und 2.000 Euro bereitgestellt.

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10.000 Powerbanks und 5.000 Taschenlampen für Menschen in Katastrophen-Regionen

Region/Essen – Westenergie unterstützt Betroffene vor Ort. Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung laufen unter Hochdruck. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten laufen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung. Durch die Flutkatastrophe wurden Anlagen der Netzinfrastruktur des Westenergie-Verteilnetzbetreibers Westnetz beschädigt. Die Wassermassen haben Leitungen, Ortsnetzstationen und Umspannanlagen teilweise komplett zerstört. Diese werden derzeit geprüft und wenn möglich repariert und wieder in Betrieb genommen. Wenn Anlagen zu stark beschädigt sind, kommen Umleitungen und Notstromaggregate zum Einsatz, um die Menschen in den Regionen mit Strom zu versorgen. 20.000 Einwohner sind derzeit im Gebiet der Westnetz ohne Strom. Ihnen möchte Westenergie eine zusätzliche Hilfe zukommen lassen.

Deshalb verteilt Westenergie zur Unterstützung der Menschen in den betroffenen Ortschaften rund 10.000 geladene Powerbanks und 5.000 Taschenlampen. In den vergangenen beiden Tagen wurde der Großteil der kleinen wiederaufladbaren Speicher und die mit Batterien bestückten Taschenlampen nach Düren im Westlichen Rheinland und nach Saffig in Rheinland-Pfalz gebracht. Von dort aus werden sie weiterverteilt in die betroffenen Ortschaften. Heute folgen weitere Teillieferungen. Kolleginnen und Kollegen bringen die Powerbanks und Taschenlampen nun in die Kommunen, die diese dann an die Menschen vor Ort weitergeben.

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Bundeskanzlerin zu Besuch in der Eifel – Experten beurteilen Immobilien

Blankenheim/Schleiden/Bad Münstereifel – Hochwasseropfer können sich für eine Bauzustandsbetrachtung und Hilfe bei der Gefahrenabwehr (Stromabschaltung) an die ehrenamtliche Akutberatung wenden, die Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, um sich geschart hat: Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 – Auch weitere Fachleute, die ehrenamtlich mitmachen, sollen sich umgehend melden.

Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel (v.l.) vermitteln unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629, oder immobilien@vr-banknordeifel.de, ehrenamtliche fachkundige Bauzustandsbetrachtung. Rechts Anja Tümmler, die ebenfalls zum Beratungsstab gehört, und Frank Müller. Foto: Lisa Harnisch/VR-Bank Nordeifel/pp/Agentur ProfiPress

Bauexperten helfen ehrenamtlich Hausbesitzern im Hochwassergebiet, den Zustand ihrer Gebäude nach den verheerenden Überschwemmungen richtig einzuschätzen. Um sich geschart hat diese Akutberatung Stefan Lippertz, der Immobilienmanager der VR-Bank Nordeifel.

Dem ehrenamtlich arbeitenden Team gehören bislang Marcus Steib (Bauingenieur und Statiker von Schneider & Steib), Dominik Poth (Elektroniker-Meister, Bohnen und Mies), Guido Hubatsch (Beratender Ingenieur, Ingenieurbüro Hubatsch), Anja Tümmler (Sachverständige für Immobilien, VR Bank Nordeifel Immobilien) und Max Tischler (Bautechniker GundS Baukunst) an.

Stefan Lippertz: „Weitere Bauexperten aus allen Fachrichtungen werden gesucht, die sich uns ehrenamtlich anschließen, um den Menschen zu helfen.“ Insbesondere Elektriker, Baugrundgutachter und Statiker würden zurzeit für die „Akutberatung für Hochwassergeschädigte“ gebraucht, um insbesondere Standsicherheiten bei Gebäuden richtig einzuschätzen. Stefan Lippertz, der Leiter der Immobilienabteilung der VR-Bank Nordeifel, und seine Kollegin Susanne Hampel sind unter Tel. (0 24 45) 95 02 628 oder (0 24 45) 95 02 629 zu erreichen.

Lippertz: „Sie haben Risse am Haus, Ihre Haustechnik birgt eventuell Gefahren oder Sie haben ein freiliegendes Fundament? Wir können ihnen bei einer gravierenden Schadenserkennung helfen. Wir machen für Opfer ehrenamtlich eine fachkundige Bauzustandsbetrachtung.“

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Plünderer in Insul – Warnung vor Betrügern in evm-Shirts

Insul/Ahr – In der Ortsgemeinde Insul in der Eifel sind aktuell Plünderer mit T-Shirts der Energieversorgung Mittelrhein (evm) unterwegs. „Diese Betrüger sind keine Mitarbeiter der evm.

Wir verurteilen aufs Schärfste, wie die Plünderer die Not der Menschen ausnutzen um sich selbst zu bereichern“, erklärt evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder. Die Polizei vor Ort ist informiert.

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Webseite online! Aktuelle Informationen zur Erdgas-Versorgung in vom Hochwasser betroffenen Gebieten

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) arbeitet mit Hochdruck daran, möglichst schnell alle vom Unwetter betroffenen Orte wieder mit Erdgas zu versorgen. Teilweise sind aber Straßen, Erdgasleitungen und Reglerstationen komplett zerstört, sodass der Wiederaufbau Wochen bis Monate dauern kann. Welche Orte bereits wieder versorgt werden und welche kurzfristig wieder versorgt werden können, hat das Unternehmen jetzt auf seiner Webseite veröffentlicht. „Wir sind tief betroffen von den Ausmaßen des Unwetters und versuchen, so gut es geht, zu helfen.

Ein wichtiger Punkt ist dabei für uns eine offene Kommunikation und dass die Menschen wissen, wie lange sie nicht mit Erdgas versorgt werden können“, so Unternehmenssprecher Christian Schröder. Unter www.enm.de/hochwasser sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Erdgasversorgung in den vom Hochwasser betroffenen Orten zusammengestellt. Außerdem gibt es hier eine aktuelle Liste über den Stand der Arbeiten und einen eigenen Kontakt, an den sich Betroffene wenden können. Dazu Schröder: „Wir bitten um Verständnis, dass wir noch nicht in allen Orten genaue Angaben machen können. Gerade das Kerngebiet rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler ist derart zerstört, dass unsere Netzexperten sich erst selbst ein Bild machen müssen. Wir werden aber stetig weiter zum aktuellen Stand informieren.“

Neben der Webseite www.enm.de/hochwasser, ist die evm-Gruppe für Kunden auch telefonisch unter 0261 2999-22290 oder per E-Mail an hochwasser@enm.de zu erreichen. Diese Kontaktkanäle wurden speziell für vom Unwetter betroffene Gebiete eingerichtet.

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Stadt Aachen verzichtet zugunsten der Region auf 100.000 Euro aus dem städteregionalen Hilfsfonds

Aachen – Städtisches Hilfspaket für Hochwasser-Betroffene. 250.000 Euro-Hilfsfonds sowie Beratung für Privatpersonen und Gewerbetreibende. Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“ für Stadt und StädteRegion. Rat und Verwaltung arbeiten effizient Hand in Hand, wenn Menschen in Not sind. Das bewiesen sie heute während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus, in der sie gemeinsam das städtische Hilfspaket für durch das Hochwasser besonders stark betroffene Menschen vorstellten. Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen vermittelten einvernehmlich ihre Zustimmung und sprachen ihren Dank für das akute Hilfspaket aus, das nicht nur schnell aufgestellt worden sei, sondern auch deutlich mache, dass Solidarität in dieser Region nicht an der Orts- oder Landesgrenze ende. In Summe stellt die Stadt Aachen mit Unterstützung der Politik kurzfristig 400.000 Euro aus dem laufenden städtischen Haushalt für die Hochwasserhilfe zur Verfügung.

„Wir haben einen Hilfsfonds aufgestellt, um schnell handeln zu können. Wichtig ist, dass die Hilfe unbürokratisch fließen kann“, erklärte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die ebenso wie Kämmerin und Stadtdirektorin Annekathrin Grehling in den letzten Tagen regelmäßig in den Überschwemmungsgebieten vor Ort war und sich davon überzeugen konnte, dass es für ein unkompliziertes Hilfspaket dringenden Bedarf gibt.

Hilfsfonds für Einwohner*innen und Gewerbetreibende

Zentraler Bestandteil der Hochwasserhilfe ist ein Fonds, in dem die Stadt Aachen 250.000 Euro für in besonderem Maße betroffene Einwohner*innen und Gewerbetreibende bereitstellt. Dabei hat sie insbesondere den im Stadtgebiet am stärksten betroffenen Bezirk Kornelimünster/Walheim im Blick. Gewerbetreibende, Mieter*innen und Bewohner*innen von selbst genutztem Eigentum können ab Freitag, 23. Juli, einmalig bis zu 5.000 Euro Unterstützung beantragen.

„Wir wollen den Menschen im ersten Schritt helfen, wenn sie wirklich existenziell betroffen sind, damit die notwendigsten Anschaffungen möglich sind, für die im Moment noch kein Geld da ist. Gleichzeitig wollen wir sie im persönlichen Gespräch auf weitere Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung hinweisen“, erläuterte Stadtkämmerin Annekathrin Grehling die Idee dieses Fonds.

Ansprechpartner in der Verwaltung sind der Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration sowie der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa. Die entsprechenden Kontaktdaten stehen in Kürze auf aachen.de zur Verfügung.

Zentrales Spendenkonto „Aachen hilft“

Geldspenden sind in der jetzigen Situation weiterhin mehr als willkommen. Wer zugunsten von Betroffenen in Stadt und StädteRegion Aachen spenden möchte, ist herzlich eingeladen, dies über das neu eingerichtete zentrale Konto „Aachen hilft“ bei der Sparkasse Aachen zu tun: DE27 3905 0000 1073 7977 61.

Die Stadt Aachen hat dieses Konto eingerichtet, um eine gerechte Verteilung der Spenden sicherzustellen. In einem ersten Schritt hat sie selbst 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden die Eintrittsgelder der gerade im Suermondt-Ludwig-Museum eröffneten Ausstellung „Dürer war hier“ bis zum 1. August dem städtischen Spendenkonto zugutekommen.
Geplant ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz.

Amtshilfe bei besonders betroffenen Kommunen

Die Stadt Aachen sieht sich in der Verantwortung für die Region und unterstützt daher neben ihren eigenen Bezirken auch die besonders betroffenen Kommunen Eschweiler, Stolberg und Eupen mit Kräften der Feuerwehr, des Ordnungsbereichs, der Abfallentsorgung und der Grünpflege. Im Rahmen der Amtshilfe stellt sie aber auch die fachliche Expertise ihrer Bauingenieurinnen aus den Bereichen des Gebäudemanagements und des Brücken- und Straßenbaus zur Verfügung. Sie bietet bei Bedarf Aufgaben aus Bereichen an, die von den Kommunen derzeit nicht selbst geleistet werden können. Zudem wird im Einzelfall geprüft, ob Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, eine Unterkunft im Stadtgebiet Aachen vermittelt werden kann. Nicht zuletzt sollen Kinder und Jugendliche betroffener Familien auch an den Aachener Ferienspielen teilnehmen können.

Allgemeine Sachspenden sind im Aachener Stadtgebiet wie auch in der Region genügend vorhanden. Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Decken usw. werden daher aktuell nicht mehr angenommen. In den stark betroffenen Nachbarstädten der StädteRegion werden allerdings Campingzubehör, Ventilatoren und Trinkwasser dringend benötigt. Auch für Werkzeuge und Maschinen gibt es großen Bedarf.

Unterstützung der städtischen Mitarbeitenden

„Wir unterstützen auch unsere betroffenen Mitarbeitenden“, erklärte Sibylle Keupen. Kolleg*innen der Stadtverwaltung Aachen, die selbst betroffen oder im Katastrophenschutz aktiv sind, erhalten bei Bedarf bis zu fünf Tage Sonderurlaub.

Hilfsfonds der StädteRegion

Die StädteRegion setzt einen Hilfsfonds mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro für die Betroffenen des Hochwassers auf. Zu diesem Fonds trägt die Stadt Aachen 100.000 Euro bei, indem sie auf den ihr zustehenden Anteil verzichtet und diese Mittel aus dem eigenen Haushalt aufbringt.

Für „Aachen hilft“ ist unter www.aachen.de/aachen_hilft eine eigene Infoseite eingerichtet worden. Wer darüber hinaus noch Fragen hat oder Werkzeuge und Maschinen für die Nachbarkommunen anbieten möchte, kann sich über die städtische Hochwasser-Hotline 0241 432-7333 an Call Aachen wenden.

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Unwetter-Katastrophe: Ministerpräsidentin Dreyer/Minister Lewentz: Land Rheinland-Pfalz stellt Soforthilfen bereit

Region/Mainz – Rheinland-Pfalz verdoppelt Bundeshilfen – zusätzlich 6,2 Millionen Euro Privatspenden auf Spendenkonto des Landes eingegangen. Bereits vergangenen Freitag hat die Landesregierung 50 Millionen für die Katastrophenhilfe bereitgestellt, um Straßen Brücken, Schulen und Kitas schnellstmöglich wieder instand zu setzen. Heute hat die Landesregierung im Krisenkabinett Soforthilfen bis zu maximal 3500 Euro pro Haushalt beschlossen. Diese sollen ohne Bedürftigkeitsprüfung schnellstmöglich über die Kreisverwaltungen ausgezahlt werden. Dafür werden die Landkreise unmittelbar Abschlagszahlungen vom Land erhalten. Am Mittwoch werde auch die Bundesregierung über Finanzhilfen für die Hochwassergeschädigten entscheiden. Rheinland-Pfalz werde den Hilfsbeitrag verdoppeln. Der nächste Ministerrat werde über weitere Hilfen beraten. Auch in der Bevölkerung ist die Hilfsbereitschaft unbeschreiblich, daher hat die Landesregierung ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem bereits mehr als 6,2 Millionen Euro eingegangen sind. Das erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Kabinettsitzung.

Land beschließt Soforthilfen

Der Ministerrat hat Soforthilfen für von Elementarschäden betroffene Personen beschlossen. „Wer durch das Hochwasser einen Schaden an Wohnraum, Hausrat oder Kleidung erlitten hat, bekommt unbürokratisch und schnell Hilfe. Es erfolgt keine Bedürftigkeitsprüfung, auch Spenden werden bei der Gegenrechnung nicht berücksichtigt. Pro Haushalt werden über die Kreise und kreisfreien Städte 1.500 Euro pro Haushalt inklusive einer Person als Sockelbetrag und 500 Euro für jede weitere zusätzliche Person. Maximal können 3500 Euro pro Haushalt ausgezahlt werden. Eine Vermögensprüfung ist nicht notwendig, Spenden werden nicht angerechnet. Damit hoffen wir dazu beitragen zu können, die akute Not vieler Menschen ein Stück weit zu lindern“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Inhaber von Elementarversicherungen sollten auch dort nach Hilfsgeldern fragen.

Privat hilft Privat: Über 6,2 Millionen Euro Privatspenden auf Spendenkonto der Landesregierung eingegangen

„Die Spendenbereitschaft ist beispiellos und ich will mich bei allen Menschen und Unternehmen ganz herzlich bedanken, die mit kleinen und großen Beträgen dazu beitragen, die Not vor Ort zu lindern. Mit jedem weiteren Tag wird das Ausmaß der Katastrophe sichtbarer. Das Leid der Menschen, die Angehörige verloren haben, die weiterhin Menschen vermissen und um sie bangen, die sich um Verletzte sorgen, die ihre Häuser, ihre Unternehmen, die einfach alles verloren haben, ist unermesslich. Umso wichtiger ist dieses starke Signal der Solidarität mit der Region. Es ist für die Menschen vor Ort wichtig zu erfahren, dass sie in ihrem Leid nicht alleine sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das Geld von Privat soll jetzt an Privat schnell und unbürokratisch über die Landkreise ausgezahlt werden. Dafür hat die Landesregierung in einer Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Kabinetts heute die Weichen gestellt.

„Das Geld soll über die Kreisverwaltungen verteilt werden. Vor Ort kann am besten gesehen werden, wo die Not am größten ist und wie Abhilfe geschaffen werden kann. So soll sichergestellt werden, dass die Summen unmittelbar dort ankommen, wo sie benötigt werden“, betonte Innenminister Roger Lewentz.

„Heute und in den nächsten Tagen geht es weiter darum, alles daran zu setzen, Leben zu retten und Schäden zu beseitigen. Die Menschen im Landkreis Ahrweiler und in allen anderen betroffenen Landkreisen können sich darauf verlassen, dass alle Kräfte im Land zusammenstehen, um zu helfen, wo immer Hilfe gebraucht wird. Wir alle können heute noch nicht sagen, was diese Katastrophe mit der Region, mit den Menschen, mit unserem ganzen Land macht. Die Menschen müssen furchtbares durchleben. Die körperlichen aber auch die verheerenden seelischen Folgen werden unser ganzes Land noch sehr lange beschäftigen“, so die Ministerpräsidentin.

Wer helfen möchte, kann dies weiterhin tun. Unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ können Spenden auf folgendes Konto bei der Sparkasse Mainz überwiesen werden:

Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

BIC: MALADE51MNZ

Steuerliche Erleichterungen gibt es auch für Spenden und Spendenaktionen, so genügt unter anderem als Nachweis für Zuwendungen, die bis zum 31. Oktober 2021 zur Hilfe in Katastrophenfällen auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto eingezahlt werden, der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes. Informationen dazu gibt es unter https://fm.rlp.de/de/presse/detail/news/News/detail/steuerliche-hilfsmassnahmen-fuer-betroffene-der-unwetter-katastrophe/.

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Aufruf an Vereine: Meldet Hochwasser-Schäden

Region/Koblenz – Sportbund Rheinland und Landessportbund Rheinland-Pfalz verschaffen sich einen Überblick. Der Sportbund Rheinland und der Landessportbund Rheinland-Pfalz möchten sich in den nächsten Tagen einen Überblick über die durch das Hochwasser zerstörten Sportplätze, Sporthallen und Vereinsheime verschaffen. Hierzu bitten die Dachverbände alle Vereine, die betroffen sind und Schäden an ihren eigenen aber auch genutzten kommunalen Anlagen zu verzeichnen haben, diese in einer Online-Abfrage zu melden. Hierzu wird im Laufe der Woche eine Homepage freigeschaltet und die dazugehörige Adresse kommuniziert. Alle Vereine in den betroffenen Sportkreisen (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und Ahrweiler sowie der Stadt Trier) werden darüber hinaus per E-Mail auf die Online-Abfrage aufmerksam gemacht.

SBR und LSB sind tief betroffen über das Ausmaß der Flutkatastrophe in ihren Regionen. „Es ist unfassbar was passiert ist und es wird lange Zeit brauchen, bis das Leben wieder normal verlaufen kann“, sagt die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer. „Wir sind in unseren Gedanken bei allen, die persönliches Leid erfahren haben und bedanken uns bei allen, die vor Ort helfen“, ergänzt Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.

SBR und LSB sind sich bewusst, dass es nicht oberste Priorität sein kann, sich zum jetzigen Zeitpunkt um zerstörte Sportstätten zu kümmern. Allerdings müsse der Sport gleichberechtigt berücksichtigt werden, wenn Prioritäten zum Wiederaufbau der Infrastruktur erstellt werden. Besonders in der Pandemie habe sich gezeigt, welchen gesellschaftlichen Mehrwert die Sportvereine bieten.

Wenn ein Schaden vorliegt, empfiehlt der Sportbund Rheinland seinen Mitgliedsvereinen in einem ersten Schritt dringend, zuerst Kontakt zur eigenen Versicherung aufzunehmen.

Weiterhin kann auf das Spendenkonto des DOSB unter dem Verwendungszweck „Hochwasser Spendenaktion LSB-RLP“ Geld eingezahlt werden, dass dem rheinland-pfälzischen Sport zu Gute kommen wird. Das Geld wird nach einem noch zu erstellenden Schlüssel vom Landessportbund Rheinland-Pfalz und nach vorheriger Prüfung durch den Sportbund Rheinland ausgezahlt.

Stiftung Deutscher Sport

Verwendungszweck: Hochwasser Spendenaktion LSB-RLP
Kontonummer: 00 96 18 26 00
Bankleitzahl: 500 800 00
IBAN: DE 17 500 800 0000 961 826 00

Darüber hinaus werden der LSB seine Sportjugend in einem ersten Schritt alle betroffene Einsatzstellen von Freiwilligendiensten (FSJ/BFD) von der Einsatzstellengebühr frei. Außerdem wird der Sport in Rheinland-Pfalz freie Mittel in Höhe von rund 20.000 Euro aus der Aktion „Sport-Kids, die tun was!“ in die Hochwasserhilfe einzahlen.

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Nordrhein-Westfalen steht zusammen: Aktion „NRW hilft“ ins Leben gerufen

Region/Düsseldorf – Landesregierung und Hilfsorganisationen richten gemeinsames Spendenkonto für Betroffene der Hochwasserkatastrophe ein. Die Staatskanzlei teilt mit: Unter dem Slogan „Nordrhein-Westfalen steht zusammen“ hat sich auf Initiative von Ministerpräsident Armin Laschet die Aktion „NRW hilft“ formiert, in der sich die großen Hilfsorganisationen im Land zu einem Spendenbündnis zusammenschließen. Es wurde ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet, um die enorme Spendenbereitschaft in Nordrhein-Westfalen an einer zentralen Stelle zusammenzuführen.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Einsatzbereitschaft der Menschen vor Ort und die Hilfe aus der Bevölkerung nach dieser fürchterlichen Katastrophe sind überwältigend. Mit den eingegangenen Sachspenden konnte bereits vielerorts die aktuelle Not der Betroffenen gelindert werden. Jetzt gilt es im nächsten Schritt mit der gemeinsamen Kraft und Unterstützung der Hilfsorganisationen Geldspenden zu bündeln und zielgerichtet an die Menschen weiterzugeben. Die Aktion „NRW hilft“ ist ein starkes Signal für die betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen.“

Die Koordination der Aktion übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. „Schnelle Hilfe ist das Gebot der Stunde“, so Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. „Wir begrüßen die geplante Aktion des Landes ‚NRW hilft!‘ und werden diese engagiert unterstützen.“

Das Spendenkonto ist erreichbar unter:

Empfänger: NRW hilft

IBAN: DE05 3702 0500 0005 0905 05

Bank für Sozialwirtschaft

„NRW hilft“ ist eine Aktion bestehend aus regional und bundesweit tätigen Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit der Landesregierung sollen mit der Aktion Geldspenden für betroffene Regionen und Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen gesammelt und zielgerichtet bereitgestellt werden. Die Aktion besteht aus:

Hilfsorganisationen:

Deutsches Rotes Kreuz Westfalen-Lippe

Deutsches Rotes Kreuz Nordrhein

Regional- und Landesgeschäftsstelle NRW Malteser Hilfsdienst

Johanniter-Unfall-Hilfe

Arbeiter-Samariter-Bund NRW

Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Westfalen (DLRG)

Wohlfahrtsverbände

Diakonie Rheinland Westfalen Lippe

Vorstand AWO Bezirksverband Niederrhein und Leitung Landesarbeitsgemeinschaft NRW

Der Paritätische NRW

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln

Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.

Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe

Die Aktion „NRW hilft“ ist am gestrigen Montag, 19. Juli 2021, in einer digitalen Schaltkonferenz mit Hilfsorganisationen anlässlich der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen von Ministerpräsident Armin Laschet ins Leben gerufen worden. In dem Gespräch drückte der Ministerpräsident den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen seinen tiefen Dank aus und informierte sich über die konkreten Bedarfe der Organisationen.