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Historischer Schuldenschnitt für Kommunen in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz – „Mit der ‚Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen‘, kurz PEK-RP genannt, vollzieht die Landesregierung einen historischen Schuldenschnitt. Das Land nimmt den Kommunen drei Milliarden Euro, also über die Hälfte ihrer relevanten Liquiditätsschulden ab, und entlastet sie damit zugleich vom Zinsrisiko. Das Land wird die übernommenen Liquiditätskredite aus dem Landeshaushalt tilgen und zeigt damit, dass die Solidarität zwischen Land und Kommunen tragender Gedanke des Programms ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der ersten Übergabe des Bewilligungsbescheides an den Oberbürgermeister der Stadt Trier, Wolfram Leibe.

Die Übernahme der Altschulden werde der Stadt Trier wie auch den weiteren über 500 teilnehmenden Kommunen für die Zukunft immens helfen und Möglichkeiten im Haushalt schaffen, auch mit den aktuellen Herausforderungen umzugehen. Mit Blick auf die steigenden Zinsen sei es der Landesregierung wichtig, das Entschuldungsprogramm sehr schnell umzusetzen. „Wir haben das Programm in enger Abstimmung mit unseren kommunalen Partnern gestaltet. Für den konstruktiven Dialog bin ich sehr dankbar. Das Land unterstützt beim Prozess der Entschuldung, und die Kommunen verpflichten sich, ein erneutes Aufwachsen der Liquiditätskredite zu verhindern. Flankiert vom neuen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) und dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) legen wir damit die Basis für einen fiskalischen Neuanfang der Kommunen in Rheinland-Pfalz“, so die Ministerpräsidentin.

„Das Land übernimmt mit dem Programm, das gemeinsam von den koalitionstragenden Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP sowie CDU und FWG in der Landesverfassung verankert wurde, über die Hälfte der kommunalen Liquiditätskredite und entlastet Landkreise, Verbandsgemeinden, Städte und Gemeinden sowohl von den entsprechenden Tilgungsverpflichtungen als auch von den Zinszahlungen. Insgesamt profitieren mehr als 500 Kommunen in Rheinland-Pfalz von der mittel- und langfristigen Entlastung, die deutlich über das Entschuldungsvolumen von drei Milliarden Euro hinausgeht, wenn die Zinsentlastung mitberücksichtigt wird“, erläuterte Finanzministerin Doris Ahnen.

Konkret übernimmt das Land von der Stadt Trier Kassenkredite in Höhe von 266,1 Millionen Euro, das sind zwei Drittel des anrechnungsfähigen Betrags. „Wir haben aus eigener Kraft zwischen 2017 und 2022 schon an die 40 Millionen Euro Liquiditätskredite zurückgezahlt, aus dem Haushaltsjahr 2023 werden wir noch rund 35 Millionen Euro Liquiditätskredite tilgen. Zusammen mit den jetzt vom Land Rheinland-Pfalz übernommenen Krediten werden dann 70 Prozent weniger Liquiditätskredite in unseren Haushaltsbüchern stehen. Das ist für uns ein riesiger Sprung nach vorne. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt damit um mehr als 35 Prozent, statt Zinsen für Geld zu zahlen, das wir uns leihen mussten, weil die Ausgaben die Einnahmen überstiegen, haben wir dann Luft, um in Projekte zu investieren, die einen dauerhaften Mehrwert für die Menschen in Trier schaffen“, sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

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Telenotarzt in Aachen – Ein Erfolgsmodell für das ganze Land

Aachen – Ein Jahrzehnt nach der Einführung des innovativen Systems in Aachen ziehen die Verantwortlichen eine rundum positive Bilanz. Seitdem gab es über 45.000 Einsätze. Menschen in Not profitieren: Sie können schneller behandelt werden. Von Aachen aus startete das System, das gemeinsam mit der Uniklinik und dem Unternehmen Umlaut entwickelt worden ist, seinen Siegeszug. Mittlerweile ist die Etablierung des Telenotarztes in 15 von 16 Bundesländern auf dem Weg.

Von jeher gilt: Im Notfall kommt es auf jede Sekunde an. Das wissen Prof. Dr. Stefan Beckers und seine vielen Kolleg*innen im städtischen Rettungsdient nur zu gut. Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Aachen war von Beginn an im Boot, als vor zehn Jahren – genau am 1. April 2014 – der Telenotarzt in Aachen an den Start ging. Wiederum knapp zehn Jahre zuvor hatte Prof. Dr. Rolf Rossaint, Direktor der Klinik für Anästhesiologie am Uniklinikum Aachen (UKA), die Idee und setzte diese zusammen mit verschiedenen Instituten der RWTH in geförderten wissenschaftlichen Pilotprojekten um. Mit dem Telenotarzt betrat man nicht nur im Westzipfel der Republik, sondern sogar weltweit Neuland. Schnell wurde nach der Einführung in den Alltag der Notfallversorgung in der Stadt Aachen allen klar: Der Telenotarzt ist ein Erfolgsmodell! Und so wundert es nicht, dass die Verantwortlichen von Stadt und Uniklinik nach einem Jahrzehnt praktiziertem Telenotarzt eine rundum positive Bilanz ziehen.

„Der Telenotarzt rettet Leben.“

Seit den Anfangstagen viel passiert. Das Aachener Telenotarztmodell ist längst deutschlandweit gefragt. Mittlerweile ist eine Etablierung in 15 von 16 Bundesländern auf dem Weg. In Aachen blicken die Expert*innen auf inzwischen über 45.000 Einsätze seit 2014 zurück. „Der Telenotarzt wurde hier bei uns in Aachen sehr schnell angenommen. Eine anfängliche Skepsis, die es sowohl bei Patienten wie auch bei den Einsatzkräften im Rettungswesen durchaus gab, ist längst verflogen und einer tiefen Überzeugung gewichen. Nämlich der, dass der Telenotarzt das bestehende Rettungssystem perfekt ergänzt und insgesamt zukunftsfähig macht“, sagte Beckers beim Pressetermin anlässlich des Jubiläums am Montag, 29. April, gemeinsam mit Dr. Markus Kremer (städtischer Beigeordneter für Personal, Feuerwehr und Sport) sowie Andreas Bierfert (Leiter des Fachbereichs Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Aachen ) Für Feuerwehr-Dezernent Kremer ist der zehnte Geburtstag ein ausgezeichneter Moment, um die Erfolgsstory made in Aachen zu würdigen: „Damals haben Menschen mit Innovationsgeist und großer Praxiserfahrung gemeinsam die richtigen Entscheidungen getroffen. Heute wissen wir: Der Telenotarzt hilft dabei, Menschen schnell, effizient und höchstprofessionell zu helfen. Er rettet Leben. Wir sind stolz darauf, dass wir auf diesem Feld Pionierarbeit leisten durften, von dem heute viele Menschen im ganzen Land profitieren.“

So funktioniert der Telenotarzt

Doch zurück zum Anfang: Es kommt zum Notfall. Im Optimalfall wählt jemand direkt die 112, ruft klassisch einen „Krankenwagen“. Wenige Minuten später rückt der RTW – wie der Rettungswagen in Fachkreisen abgekürzt wird – an. Welche Verletzungen oder akuten Erkrankungen liegen beim Patienten vor? Welche direkte Diagnose führt zur bestmöglichen Behandlung? In Sekundenschnelle müssen überlebenswichtige Fragen beantwortet werden. Die Besatzung des Rettungswagens kann im Stadtgebiet Aachen jederzeit einen hochqualifizierten Telenotarzt beziehungsweise eine Telenotärztin zur Einsatzunterstützung konsultieren. Denn über modernste Telekommunikations- und Diagnosetechnik kann der Notarzt aus der Zentrale heraus den Einsatz des Rettungsdienst-Teams vor Ort begleiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Wenn wir das System nicht hätten, müssten wir weitere Notarzt-Fahrzeuge in Dienst nehmen und dann logischerweise auch den zusätzlichen Notarzt bezahlen“, erläutert Andreas Bierfert. Das ausgeklügelte System hilft also nicht nur dabei, die Kosten für notfallmedizinische Einsätze im Rahmen zu halten, es hilft auch dabei, die Expertise vor Ort für Patient*innen zu erhöhen – und das unmittelbar. Denn es verstreichen keine wertvollen Sekunden, bis der ansonsten erst zusätzlich herbeigerufene Notarzt eingetroffen ist. Sollte die physische Anwesenheit eines Notarztes trotzdem erforderlich sein, ist dies natürlich auch weiterhin möglich, betont Stefan Beckers.

Prof. Dr. Rolf Rossaint Direktor der Klinik der Anästhesiologie, Uniklinik Aachen, sieht ebenfalls viele Vorteile für die Krankenhäuser durch die Erstversorgung der Patient*innen durch Telenotärzt*innen: „Auch die Kliniken profitieren davon – sei es durch die Vermeidung unnötiger Einweisungen oder auch durch adäquate Erstversorgung der Notfallpatienten noch vor Aufnahme in der Klinik.“

Fachleute informieren sich in Aachen

Anlässlich des Jubiläums fand jüngst ein Online-Symposium statt, in dessen Rahmen sich 250 Fachleute aus der ganzen Republik zum Thema austauschten und künftige Entwicklungspotenziale erörterten. Unterdessen etablieren immer mehr Kommunen und Landkreise das Telenotarzt-Modell. Das im Jahr 2019 gegründete Aachener Institut für Rettungsmedizin und zivile Sicherheit (ARS) unterstützt viele Kommunen im Land bei der Einführung des Systems, nachdem das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Februar 2020 verkündet hatte, Telenotarzt-Systeme in ganz Nordrhein-Westfalen zu etablieren. Geplant sind am Ende elf Telenotarztstandorte.

An folgenden Standorten sind bereits Telenotarzt-Zentralen in Betrieb: Aachen, Berlin, Bielefeld, Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis), Gießen, Goslar, Greifswald, Ludwigshafen, Marburg.

Folgenden Standorte stehen kurz vor Aufnahme des Betriebs:

Münster, Paderborn, Pinneberg, Saarbrücken, Straubing.

Weitere Infos

Im April 2014 ging das System – entwickelt von P3 telehealthcare (heute Umlaut GmbH) in Kooperation mit der Uniklinik und Instituten der RWTH Aachen – an den Start. Das System hat sich seitdem bewährt. Eine weitere Besonderheit: Der Telenotarzt, der in der Leitstelle an der Stolberger Straße in Aachen sitzt, kann sich über Bildschirme sogar um mehrere Einsätze nahezu parallel kümmern. Das angestrebte Ziel geht auf: Ärzte können gezielter eingesetzt werden, die direkte Versorgung wird verbessert und gleichzeitig können die Kosten besser im Rahmen gehalten werden.

 

 

 

 

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Weibliche Karriere im Fokus – Die Essenz des Erfolgs – Präsentation auf Burg Satzvey

Satzvey/Euskirchen/Köln – Neuer Text- und Bildband von Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich und Christian Vogeler auf Burg Satzvey vorgestellt – 23 beeindruckende Porträts erfolgreicher Frauen –  Buchpräsentation und Podiumsdiskussion am 23. April 2024 mit Kooperationspartnerin VP Bank.

„Mutig sein und für sich selbst einstehen“, so lautet die Botschaft von Isabel Apiarius-Hanstein, geschäftsführende Gesellschafterin Kunsthaus Lempertz KG, anlässlich der Buchpräsentation von „Die Essenz des Erfolgs“ auf Burg Satzvey. Sie ist eine von 23 erfolgreichen Frauen aus Nordrhein-Westfalen, die von Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich, Herausgeberin und Autorin, sowie Christian Vogeler, Autor, in ihrem neuen Buch porträtiert wurden. Der von Susanne und Mike Göhre reich bebilderte Band wurde am 23. April 2024 auf Burg Satzvey bei Euskirchen erstmals vorgestellt. Dr. Mara Harvey, Chief Executive Officer (CEO) VP Bank (Schweiz) AG und Head Region Europa, diskutierte als Kooperationspartnerin im Podium gemeinsam mit Jeannette Gräfin Beissel vor etwa 120 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Gesellschaft über den beruflichen Erfolg, weibliche Rollenvorbilder, Finanzplanung für Frauen sowie die Finanz-Erziehung von Kindern, insbesondere Mädchen, im digitalen Zeitalter.

„Männer werden gefragt: Wann geht dein Businessplan auf? Frauen werden gefragt: Was ist, wenn dein Plan nicht aufgeht? Wir müssen andere Fragen stellen!“, so Dr. Harveys leidenschaftlicher Appell während des kurzweiligen Vortrags über die immer noch anzutreffenden Vorurteile gegenüber Frauen sowie die finanzielle Kluft zwischen den Geschlechtern bei Lohn, Vermögen und Altersversorgung.

Judith Dobner, Counterpart Group GmbH, die als Kölner Powerfrau im umkämpften Werbemarkt für eine traditionsreiche Kölschmarke ein völlig neues Image kreierte, betont: „Man soll immer an sich glauben und niemals darüber nachdenken, dass ein Mann etwas kann, was man selbst nicht kann. Frauen können alles genauso gut wie Männer.“

Die Lebensgeschichten erfolgreicher Frauen
In ihrem neuen Buch „Die Essenz des Erfolgs“ gehen Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich und Christian Vogeler den Lebensgeschichten erfolgreicher Frauen nach. Ob Unternehmerin, Künstlerin, Politikerin, Mode-Designerin oder Galeristin: Wie bewältigen diese Frauen Krisen, wie vereinbaren sie Familie und Beruf, wie motivieren sie ihre Mitarbeiter und auch sich selbst?

„Wir wünschen uns, dass etwas von der Persönlichkeit dieser Frauen ausstrahlt auf die Leser des Buchs und diese vielleicht dazu inspiriert, ihre eigenen Träume zu verwirklichen und ihre Visionen zu leben“, so die Autoren. „Die Essenz des Erfolgs“ ist der vierte Band über erfolgreiche, starke Frauen in NRW, der von Gräfin Beissel mit Christian Vogeler als Autor herausgegeben wurde, und erschien Ende 2023 bei JGB edition noblesse.

Man will, man darf, man kann!
„Junge Frauen brauchen Vorbilder“, ist Dr. Mara Harvey überzeugt. „Ich selbst hatte keine und hätte nie gedacht, einmal CEO einer Bank zu sein.“ Daraus resultiert auch ihr Credo: „Der wahre Erfolg liegt nicht nur im Erreichen unsere Ziele, sondern auch darin, anderen auf ihrem Weg zum Erfolg zu helfen.“

Jeannette Gräfin Beissel möchte Mut machen: „Alle Frauen im Buch haben Herausforderungen angenommen und nicht aufgegeben. Sie sind Mutmacher und Vorbilder: ‚Wenn sie es schafft‘, so die Message an die Leserin, ‚schaffe ich es auch.“ „Man will, man darf, man kann!“, bestätigt auch Marion Barth-Madaus, Beraterin und Geschäftsführerin MB Network Köln, überaus treffend.

Female Finance Community
Da Frauen auch auf ihrem finanziellen Weg vor besonderen Herausforderungen stehen, bietet die Female Finance Community der VP Bank maßgeschneiderte Beratung und Unterstützung an, die auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele von Frauen zugeschnitten sind. „Man muss Türen öffnen, damit kommende Generationen hindurchgehen können“, so Dr. Harvey. https://www.vpbank.com/de/femalefinance

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Die „C & C Eifel Windenergie GmbH & Co. KG“ plant den Bau und den Betrieb von vier Windkraftanlagen

Region/Koblenz/Hallschlag/Gerolstein – Die SGD Nord prüft Antrag auf Errichtung und Betrieb von vier Windkraftanlagen bei Hallschlag in der Eifel – Die „C & C Eifel Windenergie GmbH & Co. KG“ plant den Bau und den Betrieb von vier Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Hallschlag in der Verbandsgemeinde Gerolstein. Zu diesem Zweck hat sie bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Vorhaben beantragt. Die Windkraftanlagen im geplanten „Windpark Steinert“ sollen eine Nabenhöhe von rund 166 Metern sowie eine Gesamtleistung von circa 22.240 Kilowattstunden aufweisen.

Die SGD Nord ist seit Juni 2023 für die immissionsschutzrechtliche Genehmigung von Windenergieanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständig. Dabei verfolgt sie das Ziel, Anträge möglichst schnell und kompetent zu bearbeiten, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Die Unterlagen und bisher vorliegenden Stellungnahmen zum geplanten „Windpark Steinert“ sind vom 29. April bis zum 28. Mai 2024 bei folgenden Stellen öffentlich einsehbar: Bei der SGD Nord, Kurfürstenstraße 12-14, 56068 Koblenz; bei der Verbandsgemeindeverwaltung Gerolstein, Kyllweg 1, 54568 Gerolstein; sowie im Internet. Den vollständigen Bekanntmachungstext und den Link zum Download der Antragsunterlagen finden Sie auf der Homepage der SGD Nord.

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Westdeutsche Beachvolleyball-Meisterschaft wieder im Kreis Düren

Düren/Jülich – Der Kreis Düren richtet zum achten Mal die Westdeutsche Beachvolleyball-Meisterschaften beim 23. Rur-Beach-Cup in Jülich aus. Dies wurde bei der Vertragsunterzeichnung von Landrat Wolfgang Spelthahn und Hubert Martens, dem Präsidenten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, besiegelt.

Auf dem Schlossplatz in Jülich gibt es am Samstag und Sonntag, 24. und 25. August, bei freiem Eintritt wieder Beachvolleyball vom Feinsten zu erleben. Denn dann kämpfen wieder die besten Damen- und Herren-Teams um die Siegerpokale des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV). Die Vorrunden des Rur-Beach-Cups finden am Samstag statt, die spannenden Endspiele am Sonntag. „Ich freue mich sehr über die erneute Ausrichtung der Westdeutschen Beachvolleyball-Meisterschaften im Kreis Düren. Was ursprünglich als einmalige Auflage geplant war, geht nun in die achte Runde – eine absolute Erfolgsgeschichte. Der Rur-Beach-Cup ist mittlerweile eine Traditionsveranstaltung und ein großer Publikumsmagnet. Die ausgelassene Stimmung vor Ort ist einzigartig“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn bei der feierlichen Unterzeichnung des Ausrichtungsvertrages.

Auch Hubert Martens, Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, freut sich auf die Meisterschaften im Kreisgebiet: „Die Spielerinnen und Spieler werden im Kreis Düren herzlich willkommen geheißen und erfahren viel Wertschätzung. Das ist unserem Verband besonders wichtig. Ich hoffe wieder auf gutes Wetter und hervorragende Atmosphäre. Außerdem bedanke ich mich bei allen Beteiligten für ihre tatkräftige Unterstützung.“

Wettkampfleiter Bernd Werscheck ist von Beginn an Teil des Rur-Beach-Cups und bemerkt: „Das Leistungsniveau steigt und ich freue mich wieder auf sehr gute Meisterschaften. Der SWJ-Cup am Freitag ist mein großes Highlight, denn hier sieht man, dass Beachvolleyball viele Menschen begeistern kann und dass auch trotz Regen, wie im vergangenen Jahr, mit guter Laune gespielt wird. Das macht einfach Spaß.“ Denn ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn findet am Freitag, 23. August, wieder der SWJ-Cup, also Stadtwerke Jülich-Cup, für Freizeit- und Hobbymannschaften statt. Ab dem Sommer sind Anmeldungen von interessierten Mannschaften möglich.

An allen Tagen sind Zuschauerinnen und Zuschauer herzlich zum Anfeuern und Mitfiebern eingeladen. Der Rur-Beach-Cup findet dank der Unterstützung der Rurtalbus GmbH, Sparkasse Düren, Stadtwerke Jülich, indeland GmbH und des Unternehmens F&S Solar statt.

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Jetzt am deutschlandweit attraktivsten Wettbewerb für Sportvereine teilnehmen

Region/Berlin – Endspurt bei den „Sternen des Sports“: Noch bis zum 30. Juni können sich die bundesweit rund 86.000 Sportvereine bei den „Sternen des Sports“ 2024 bewerben. Der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam veranstaltete Wettbewerb freut sich über zahlreiche Bewerbungen, in denen die Vereine ihr besonderes gesellschaftliches Engagement darstellen können.

Gesucht werden beispielsweise Initiativen aus den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Integration und Inklusion, Klimaschutz, Digitalisierung oder Demokratieförderung. Aber auch die tagtägliche Vereinsarbeit wie unter anderem Vereinsmanagement, Jugendförderung, Sportvereinsentwicklung, Ehrenamtsförderung oder Mitgliedergewinnung haben bei den „Sternen“ Gewinnchancen! Die Finalisten erwartet bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports in Gold“ im Januar 2025 in Berlin eine Ehrung auf höchster Ebene. Der bundesweit erstplatzierte Sportverein erhält neben dem Gold-Pokal ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zuvor können sich die Vereine über die von Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort ausgelobte lokale Ebene (Bronze) und anschließend für die Landesebene (Silber) qualifizieren, die von den genossenschaftlichen Regionalverbänden mit Unterstützung der Landessportbünde ausgerichtet wird. Auch auf diesen Ebenen können die Vereine mit Preisgeldern dotierte Sterne-Auszeichnungen gewinnen. Die erstplatzierten Silber-Preisträger erhalten schließlich das Ticket zum Bundesfinale und konkurrieren dort um den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2024.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): „Das, was die Mitglieder in den Sportvereinen Deutschlands mit hoher Eigeninitiative für mehr Miteinander und Toleranz in unserer Gesellschaft leisten, wollen wir mit der Auszeichnung ‚Sterne des Sports‘ würdigen und ins öffentliche Rampenlicht stellen. Als stark in den Regionen präsente und mit den Menschen vor Ort eng verbundene Institute ist den Volksbanken und Raiffeisenbanken diese Art der Breitenförderung wichtig. Wir freuen uns auch in dieser Wettbewerbsrunde auf zahlreiche Einreichungen gesellschaftlich engagierter Sportvereine.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Auch im Jahr Olympischer Spiele und der Fußball-EM werden die Sportvereine an der Basis immer wieder besondere Beiträge des organisierten Sports für unsere Gesellschaft leisten. Diese werden bei den ‚Sternen des Sports‘ auf beeindruckende Art und Weise sichtbar und greifbar. Ich freue mich bereits heute wieder auf alle, die in diesem Jahr am Wettbewerb teilnehmen. Ich ermuntere alle Sportvereine, sich zu bewerben.“

Bewerbungsverfahren digitalisiert und einfach Ob mit oder ohne vorgeschaltetes Crowdfunding – die Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist denkbar einfach. Bewerben können sich die Sportvereine zentral über die Plattform www.viele-schaffen-mehr.de/sterne-des-sports. Für die Bewerbungen gilt eine Stichtagsregelung zum 30. Juni. Vereine, die sich bis zum Stichtag bewerben, nehmen am Wettbewerb 2024 teil. Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb 2025 startet nahtlos am 1. Juli 2024 und endet am 30. Juni 2025. Mit dieser Regelung können die teilnehmenden Sportvereine ihre Bewerbungen ganzjährig einreichen.

Weitere Informationen zu den „Sternen des Sports“ 2024 unter www.sterne-des-sports.de. Darüber hinaus gibt es vielfältige Impressionen, Tipps und Infos über die „Sterne des Sports“ auf den Social-Media-Kanälen @sportdeutschland und dem Community-Kanal @sternedessports. Hier stellen auch teilnehmende Sportvereine, Volksbanken Raiffeisenbanken und Sportverbände unmittelbar ihre Projekte vor und liefern Einblicke in die Wettbewerbsteilnahme vor und hinter den Kulissen.

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Erster mit Wasserstoff betriebener Gelenkbus im Kreisgebiet Düren präsentiert

Düren – Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Montag der erste Wasserstoff-Gelenkbus der Firma Solaris auf dem Betriebshof der Rurtalbus GmbH in Düren präsentiert. „Wir werden dieses Fahrzeug bis Mitte April im Regelbetrieb testen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Der Gelenkbus „Urbino 18 Hydrogen“ ist 18 Meter lang, 3,3 Meter hoch, kann bis zu 140 Passagiere transportieren und fasst über 50 Kilogramm Wasserstoff. Bei idealen Bedingungen, die von der Topografie (Geländeeigenschaften) und den Temperaturen abhängen, ist eine Reichweite von rund 350 Kilometern realistisch. Gestern gab es eine Probefahrt mit Landrat Wolfgang Spelthahn, Mitarbeitenden sowie Mitgliedern des Aufsichtsrates der Rurtalbus GmbH, Fraktionsmitgliedern und Medienvertreterinnen und -vertretern. Christian Hoverath, der Geschäftsführer der Rurtalbus GmbH, eröffnete das Treffen: „Es gibt kein besseres Testgebiet als den Kreis Düren – wir haben die hügelige Eifel, das flachere Jülicher Bördeland, Städte sowie ländliche Regionen. Mitte des Jahres ist eine Ausschreibung für Wasserstoff-Gelenkbusse geplant, damit unsere Flotte noch emissionsfreier wird.“ Insgesamt 20 Wasserstoff-Busse der Firma Solaris mit einer Länge von zwölf Metern sollen bereits im November ausgeliefert werden. Philipp Mac, Regionalvertreter von der in Polen ansässigen Firma Solaris, erklärte alle Details zu dem Wasserstoff-Gelenkbus, der seit 2022 auf dem Markt ist. Übrigens wird CO2 als Kältemittel genutzt und die Klimatisierung läuft über eine Wärmepumpe – damit wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.

Landrat Wolfgang Spelthahn freut sich über die Fortschritte in der Wasserstoff-Modellregion Kreis Düren. Bald soll am Jülicher Brainergy Park grüner Wasserstoff aus Sonnenenergie produziert werden. Unter anderem ist dort eine Tankstelle für alle Fahrzeugklassen – also auch für Busse – geplant. Ziel ist die vollständige Umstellung der Diesel-Flotte auf H2-Busse – insgesamt werden also 180 Wasserstoff-Busse die Menschen sicher durch das Kreisgebiet transportieren. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit Solaris einen qualitativ hochwertigen Hersteller gefunden haben, der unseren Anforderungen entspricht. Wir brauchen größere Busse, die zu Stoßzeiten viele Menschen komfortabel von A nach B bringen. Gerade in einem Flächenkreis wie dem Kreis Düren mit seinen 945 Quadratkilometern ist die Nutzung von Wasserstoff absolut sinnvoll. Auf langer Strecke ist ein mit Wasserstoff betriebener Bus gegenüber einem Elektro-Bus im Vorteil“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass im täglichen Betrieb auch die kurze Ladezeit von neun bis zwölf Minuten von Vorteil sei. „Wir wollen ein positives Beispiel sein. „Der Kreis Düren will bis 2035 klimaneutral sein. Der Einsatz von Wasserstoff-Bussen im Nahverkehr ist einer von vielen wichtigen Bausteinen“, sagte der Landrat. Geplant sind ebenfalls ein Wasserstoff-Rettungswagen und mit H2 betriebene Züge. Der Wasserstoff-Gelenkbus wird nun vom Personal der Rurtalbus GmbH genau unter die Lupe genommen und fährt noch bis Donnerstag, 18. April, durch den Kreis Düren.

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Caritas-Fluthilfe bleibt an der Seite der Menschen

Region/Trier – Fast drei Jahre nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Caritas immer noch an der Seite der Betroffenen. Die Fluthilfe der Caritas in Rheinland-Pfalz geht bis Ende 2026 weiter. Das ist auch dringend notwendig, wie die Mitarbeitenden im Ahrtal, Trier (Kyll und Sauer) und in der Westeifel bestätigen.

Weiterhin sind viele Betroffene auf staatliche Mittel für den Wiederaufbau ihrer Gebäuden angewiesen. Die Investitions- und Strukturbank (ISB) ist für die Bearbeitung der staatlichen Leistungen in Rheinland-Pfalz verantwortlich. Bis zu 80 Prozent der Kosten des Wiederaufbaus können übernommen werden, wenn keine Versicherung vorliegt. Im Ahrtal gibt es Unterstützung bei der Beantragung der staatlichen Mittel durch die ISB in Form von „Info-Points“. Diese festen Anlaufstellen gibt es in der Westeifel und im Trierer Raum nicht. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass die Westeifel eine weitläufige ländliche Fläche ist und nicht alle Bewohner über (gute) Internetverbindungen verfügen, um die digitalen Anträge bei der ISB zu stellen. Drei Jahre nach der Flut fühlen sich deshalb viele Menschen mit all ihren Sorgen und den praktischen Problemen oft vergessen.

Caritas hilft 300 Haushalten

Sie bauen dabei auf die Unterstützung durch die Caritas, wenn sie staatliche Hilfen beantragen. Aktuell profitieren von der intensiven Betreuung der Caritas in der Westeifel 300 Haushalte. Viele Fälle sind bereits bewilligt, jedoch abgeschlossen sind die Prozesse des Wiederaufbaus noch nicht.  „Von den Anträgen, bei denen wir unterstützt haben, waren Mitte März zwischen 10 und 20 Prozent abgeschlossen“, sagt Alexander Knauf von der Fluthilfe des Caritasverbandes Westeifel. Damit die Unterstützung der Betroffenen durch die Caritas beim Antragsverfahren noch besser funktioniert, organisierte der Diözesan-Caritasverband Trier ein Treffen zwischen dem Caritasverband Westeifel und der ISB.

Erst nach der Bewilligung von staatlichen Leistungen können Betroffene Spendengelder von der Caritas erhalten, wenn sie nicht in der Lage sind, selbst für die geforderten Eigenmittel aufzukommen. Aber Geld ist nicht alles. Die Fluthilfe-Teams unterstützen die Betroffenen langfristig mit verschiedenen Hilfe-Angeboten. Dazu zählen beispielsweise psychosoziale Beratung, Begegnungsangebote oder sozialraum-orientierte Projekte wie die „Flotte Elli“ in Trier oder die „Waschbar“ in Ahrweiler.

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Bioabfall-Kontrolle in Aachen – Ab April werden falsch befüllte Behälter nicht mehr geleert

Aachen – Mehr als 4.000 Anschreiben wurden bisher wegen falsch befüllter Biotonnen an die jeweiligen Eigentümer*innen versendet. Ein großes Problem sind kompostierbare Plastikbeutel, die in Aachen nicht zum Erfassen des Bioabfalls für Biotonnen genutzt werden dürfen. „Wir wollen die Qualität des Bioabfalls deutlich steigern und Störstoffe aus dem wertvollen Material, aus dem hochwertiger Kompost entstehen kann, heraushalten.“ Anja Maul, Sachbearbeiterin im Bereich Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs, verdeutlicht an einer falsch befüllten Biotonne die Problematik, die sich im gesamten Stadtgebiet wiederfindet: Plastik, Verpackungsmaterialien, teilweise sogar Metall und Glas liegen vermischt in Küchenabfällen und Rasenschnitt. Viele Abfälle finden ihren Weg in die Bio-Tonne; der Anteil der kompostierbaren Abfälle hingegen geht immer weiter zurück. Die Folge: Die Störstoffe können vor der Verarbeitung nicht aus dem Abfall herausgesiebt werden, da der Bioabfall zu nass und klebrig ist. „Es gibt einen enormen Verschmutzungsgrad“, sagt Anja Maul.

Wegen des dringenden Handlungsbedarfs kontrollieren Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs seit Januar die Biobehälter im Stadtgebiet. Mehr als 4.000 Anschreiben wurden wegen falsch befüllter Bioabfallbehälter bereits an die jeweiligen Eigentümer*innen versendet. „Diese hohen Zahlen zeigen uns, wie wichtig es ist, so gut wie möglich aufzuklären.Wenn Plastik oder andere Störstoffe in Bioabfall geraten, gelangen sie in die Landwirtschaft und landen letzten Endes sogar in unseren Lebensmitteln“, erläutert Anja Maul.

Änderung ab April: Fehlbefüllte Biobehälter werden nicht mehr geleert

Nachdem betroffene Bürger*innen seit Januar über Fehlbefüllungen informiert wurden, verändert sich ab April das Verfahren: Stellen die Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft bei den Sichtkontrollen grobe Verunreinigungen in den Biobehältern fest, bleiben die Tonnen ungeleert am Straßenrand stehen. Grundlage hierzu ist ein politischer Beschluss vom 21. November 2023, der nach intensiver Beratung aufgrund der aktuellen Situation und der Kostenentwicklung unausweichlich war.

Betroffene Eigentümer*innen haben dann drei Möglichkeiten:

  1. Sie sortieren die Biotonne selbst und die Abholung erfolgt am nächsten Entleerungstag.
  2. Sie füllen den Inhalt der Biotonne in den Restabfallbehälter oder in amtliche Restabfallsäcke. Die Abholung erfolgt am nächsten Entleerungstag.
  3. Die Grundstückseigentümer*in oder die Hausverwaltung beauftragt eine kostenpflichtige Sonderleerung der Tonne per Mail an abfallwirtschaft-stadtbetrieb@mail.aachen.de.

Zahlreiche Nachfragen

„Die schlechte Qualität des Bioabfalls findet sich im gesamten Stadtgebiet“, betont Tino Grotenclos, Logistikleiter der Abfallwirtschaft des Aachener Stadtbetriebs. Ein Hauptproblem sind Plastiktüten, in denen der Bioabfall gesammelt wird. Dazu zählen auch vermeintlich kompostierbare Plastikbeutel, die von Herstellern als solche deklariert werden. Alle Plastiktüten, auch kompostierbare Plastiktüten mit dem Keimlingssymbol, dürfen in Aachen nicht verwendet werden.

Anja Maul betont, sie könne die Irritation über die, aus Sicht der Bürger*innen verwirrende Aussage zu den sogenannten biologisch abbaubaren Bioplastikbeuteln gut nachvollziehen. Sie erklärt: „Es besteht leider ein Ungleichgewicht zwischen der DIN-Zertifizierung, die die Kompostierbarkeit von Kunststoffprodukten bestätigt, und dem Prozess in einer industriell betriebenen Kompostierungsanlage. Laut der DIN-Norm sollen 90 Prozent des Kunststoffproduktes innerhalb von sechs Monaten abgebaut sein. Der Prozess in einer industriell betriebenen Kompostierungsanlage ist jedoch in der Regel nur etwa 30 Tage lang. Dies bedeutet, dass am Ende des Prozesses in einer Kompostierungsanlage kein oder kein vollständiger Abbau der nach besagter DIN-Norm zertifizierten Bioplastikprodukte stattgefunden hat und diese somit im Kompost bleiben.“

Jede Anlieferung an die Kompostierungsanlage wird durch den Anlagenbetreiber in fünf Bonitierungsstufen eingeteilt: von grün (gute Qualität) bis rot (schlechte Qualität, viele Verunreinigungen). Im Jahr 2023 waren die Anlieferungen der Bioabfälle aus dem Stadtgebiet Aachen folgendermaßen eingestuft: grün inkl. grün-gelb rund drei Prozent, gelb 52 Prozent und für alle schlechteren Anlieferungen (gelb-rot bis rot) etwa 45 Prozent. Ziel der Bioabfallkontrollen ist es, die Qualität des wertvollen Rohstoffes wieder deutlich zu verbessern.

 

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Technische Pannen beim E-Rezept frustrieren Patienten und Apothekerschaft in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz – Seit dem 01.01.2024 sind Arztpraxen gesetzlich dazu verpflichtet, Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel elektronisch auszustellen. Doch seit mehreren Wochen hakt das System und es treten gehäuft Störungen im E-Rezept-System auf, die oftmals für stundenlange Ausfälle sorgen. Apotheken sind in dieser Zeit nicht in der Lage, E-Rezepte vom zuständigen Fachdienst (Server) abzurufen und Arzneimittel an ihre Patientinnen und Patienten schnell und zuverlässig auszugeben.

„Dieser inakzeptable Zustand geht an die Substanz“, sagt Thomas Christmann, Vizepräsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Besonders in den Morgenstunden streikt das System. „Wir müssen dann unsere Patienten unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken und vertrösten. Viele von ihnen kommen morgens direkt vom Arzt und müssen schnell mit lebensnotwendigen Arzneimitteln versorgt werden. Uns sind in diesen Fällen aber die Hände gebunden! Viele Patienten verstehen diese Problematik nicht und machen uns als Apotheke dafür verantwortlich“, beklagt Christmann.

Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) ruft derweil das Bundesgesundheitsministerium (BMG) als auch die gematik zu schnellem Handeln auf: „Die Lage in den Apotheken ist ohnehin schon angespannt: Immer mehr Betriebe müssen wegen der dauerhaften Unterfinanzierung schließen, hinzu kommen der Personalmangel und die gravierende Lieferengpass-Krise. In dieser schwierigen Situation erklären wir unseren Patientinnen und Patienten seit Jahresbeginn ein neues Verordnungssystem, das an einigen Stellen leider noch holpert. Die Ausfälle sind leider nicht das einzige Problem mit dem E-Rezept: Vielmehr verordnen immer noch zahlreiche Arztpraxen mit der Stapelsignatur, was dazu führt, dass Patientinnen und Patienten ihre Arzneimittel erst sehr viel später in den Apotheken erhalten. Und die Krankenkassen weigern sich weiterhin – trotz dieser komplizierten Einführungsphase – grundsätzlich auf Retaxationen zu verzichten“. Auch Peter Stahl, Kammerpräsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, stellt sich auf die Seite von Hubmann: „Wir appellieren eindringlich an das BMG und die gematik, das neue Verordnungssystem technisch zu stabilisieren, um so die oftmals ohnehin herausfordernde, gesicherte Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung nicht zusätzlich zu erschweren.“

Die technische Umsetzung des E-Rezepts fällt unter die Zuständigkeit der gematik, die im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums handelt. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Aufsicht über die gematik und setzt über Gesetze und Verordnungen den Rahmen für ihre Tätigkeiten im Gesundheitswesen fest.

Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts die gesetzliche Standesvertretung der in Rheinland-Pfalz tätigen Apothekerschaft. Sie vertritt damit die berufspolitischen Anliegen der derzeit 3.650 Mitglieder aus öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, Forschung, Lehre, Industrie, Bundeswehr und Verwaltung. Die Landesapothekerkammer wirkt in dem vom Heilberufsgesetz vorgeschriebenen Rahmen bei den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens mit und nimmt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Gesamtheit der Kammermitglieder wahr.