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85.000 Euro für CO²-Ampeln für saubere Luft an Schulen – Geräte bieten Hilfestellung für richtiges Lüften

Region/Kreis MYK, 04.12.2020 – Der Landkreis Mayen-Koblenz beschafft 650 mobile CO²-Messgeräte für die kreiseigenen Schulen. Das hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen. Die Geräte dienen als Hilfestellung für die Bestimmung der Luftqualität und das damit verbundene Lüftungsverhalten. Die Mittel in Höhe von 85.000 Euro werden im Haushalt 2021 bereitgestellt.

Die auch CO²-Ampeln genannten Geräte, deren Verwendung vom Bundesumweltamt empfohlen wird, messen die Kohlendioxid-Konzentration in der Luft. Kohlendioxid (CO²) ist ein guter Indikator für „verbrauchte“ Luft. Eine erhöhte CO²-Konzentration lässt zwar keine Aussage über virushaltige Aerosole zu, aber sie deutet darauf hin, dass zu lange nicht gelüftet wurde und daher auch das Infektionsrisiko erhöht sein kann. Die Geräte zeigen mit den Indikatorfarben grün-gelb-rot die Luftqualität an. Wird eine bestimmte CO²-Konzentration überschritten, schaltet die Ampel zunächst auf gelb und später auf rot. Für die kreiseigenen Sporthallen wurden 42 CO²-Monitore angeschafft. Bei größeren Sporthallen wird je Hallenteil ein Messgerät montiert.

Bedingt durch das Coronavirus hat das Lüften in Klassenräumen eine noch größere Bedeutung als in der Vergangenheit. Das Lüftungskonzept des Landes Rheinland-Pfalz sieht vor, dass regelmäßig einige Minuten lang stoß- beziehungsweise quergelüftet wird. Dabei sinkt die Raumtemperatur um wenige Grad und erwärmt sich anschließend schnell wieder. Innenliegende Räume, ohne natürliche Belüftung, können derzeit daher nicht genutzt werden.

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Kreisverwaltung richtet Impfzentrum in Wittlich ein

Wittlich, 04.12.2020 –  Aktuell hat das Corona-Virus das gesellschaftliche Leben noch fest im Griff. Doch mit der Zulassung geeigneter Impfstoffe besteht Grund zur Hoffnung. Ab 15. Dezember 2020 soll die Impfkampagne landesweit starten. Innerhalb kurzer Zeit sollen möglichst alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten sich gegen das Virus impfen zu lassen. Auch die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich bereitet sich intensiv auf die logistische Herausforderung vor und wird das Corona-Impfzentrum auf dem ehemaligen Hela-Gelände am Kreisel L 51/Schlossstraße in Wittlich errichten. Der Standort ist ideal: verkehrsgünstig gelegen mit ausreichend Platz um die hohen Anforderungen des Landes zu erfüllen und außerhalb von Wohngebieten.

Bis es soweit ist, gibt es noch viel zu organisieren, daher hat Landrat Gregor Eibes mit Andreas Maus einen erfahrenen Verwaltungsbeamten als Koordinator für das Impfzentrum benannt. Unterstützt wird Maus durch den Kreisfeuerwehrinspekteur Jörg Teusch. Beide zusammen haben die Aufgabe Aufbau und Betrieb des Zentrums zu koordinieren. Mit den Vorbereitungen wurde vergangene Woche bereits konkret begonnen, nachdem das Land erste Informationen über die Anforderungen an die Impfzentren zur Verfügung gestellt hat.

Die Terminvergaben für die Impfungen sollen über eine zentrale Stelle mit landesweit einheitlichen Kriterien erfolgen. Für die Impfung der priorisierten Personengruppen, die nicht mehr mobil sind oder nicht selbstständig in ein Impfzentrum kommen können, soll es als Ergänzung der Impfzentren mobile Impfteams geben. Sie sollen zum Beispiel Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeeinrichtungen aufsuchen.

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Trier trauert

Trier, 03.12.2020 – Nach der unfassbaren Tat vom  Dienstag, dem 01.12.2020, ist die Betroffenheit und Anteilnahme in der Bevölkerung immens. An der zentralen Gedenkveranstaltung an der Porta Nigra im Herzen der Stadt Trier nahmen am 02.12.2020 zahlreiche Menschen teil. Über den ganzen Tag verteilt besuchten zudem viele Menschen den Ort der furchtbaren Ereignisse, um den Opfern der Tat zu gedenken. Es wurden Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt.

Zur Begleitung der Trauerbewältigung und um als Bürgerpolizei sichtbar und ansprechbar zu sein, wurde auf dem Hauptmarkt eine polizeiliche Anlaufstelle eingerichtet. Die dort geführten Gespräche und der uns entgegenbrachte Zuspruch in diesen schweren Stunden sind für uns nicht selbstverständlich.

Wir werten diese Rückmeldungen als Beleg für eine vertrauensvolle und belastbare Beziehung der Bevölkerung mit ihrer Trierer Polizei. Sie sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich. Für das entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns herzlich bedanken. Wir werden diese Anlaufstelle auch am morgigen Donnerstag, dem 03.12.2020, fortführen.

Darüber hinaus bieten wir in enger Zusammenarbeit mit dem Opferbeauftragten der Landesregierung Rheinland-Pfalz, der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und der Stadt Trier eine psychosoziale Unterstützung für Ersthelfer und Betroffene an. Diese ist unter nachfolgender Notfall-Hotline zu erreichen: 0800 001 0218

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Novemberhilfe zur finanziellen Unterstützung in der Corona-Pandemie gestartet

Düren, 03.12.2020 – Betriebe und Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen direkt oder indirekt von Schließungen betroffen sind, können ab sofort eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ beantragen. Der Zuschuss der sogenannten Novemberhilfe beläuft sich auf bis zu 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer der angeordneten Schließungen.

 Die Beantragung erfolgt elektronisch und ist ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte möglich. Soloselbstständige sind jedoch bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt, sofern sie noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Voraussetzung dafür ist ein Zugangs-Zertifikat für ELSTER (elektronische Steuererklärung). Das ELSTER-Zertifikat sowie die Registrierung zum Onlinefinanzamt kann unter www.elster.de beantragt werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de oder beim Kreis Düren bei Tobias Wolff (02421/22-1061214) vom Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung.

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Eine Million Euro für mehr Azubis – Kreiskrankenhaus Mechernich erhält Fördermittel

Mechernich, 03.12.2020 – 918.000 Euro Fördermittel zur Schaffung neuer Räumlichkeiten erhält das Kreiskrankenhaus Mechernich vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Mit dem Geld soll unter anderem Platz für den Aufbau von Ausbildungsplätzen gefördert werden.

Das Kreiskrankenhaus Mechernich erhält eine knappe Million Euro vom Land NRW, um Platz für mehr Auszubildende zu schaffen. Foto: pp/Archiv ProfiPress

Insgesamt wurden hundert Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Verteilung der Fördersumme belief sich auf maximal 20.400 Euro pro neu geschaffenem Ausbildungsplatz. Landesweit werden 50 Projekte und damit der Aufbau von insgesamt 5.112 Ausbildungsplätzen gefördert.

Der Euskirchener Landtagsabgeordnete Klaus Voussem überbrachte die frohe Nachricht vom Millionengeschenk aus Düsseldorf an den Bleiberg. Er sagte dem Mechernicher Bürgerbrief: „Die Corona-Pandemie hat es auf den Punkt gebracht, dass das medizinische und pflegerische Personal der Kern unseres Gesundheitswesens ist.“

Den Beschäftigten werde derzeit viel abverlangt. Doch auch ohne Corona sei die personelle Lage angespannt. Um langfristig für Entspannung zur sorgen, müsse mehr ausgebildet werden, so Voussem.

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Trier trauert – Autofahrer tötet fünf Menschen

Trier, 02.12.2020 – Am Dienstagnachmittag, 1. Dezember 2020, ging der erste Anruf um 13.47 Uhr bei der Polizei ein. Gemeldet wurde ein Autofahrer, der mit seinem PKW durch die Trierer Fußgängerzone rast und Menschen anfährt.

Als der Fahrer des SUV um 13.51 Uhr von der Polizei festgenommen werden konnte, hatte er vier Menschen getötet, weitere 15 zum Teil lebensgefährlich verletzt und eine Vielzahl traumatisiert. Im Laufe des Abends ist ein weiteres Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen.

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 51 Jahre alten, in Trier geborenen und im Landkreis Trier-Saarburg beheimateten deutschen Staatsangehörigen.

Auf seiner Fahrt durch einen Teil der Trierer Fußgängerzone, beginnend an der Constantin-Basilika über die Brotstraße, den Hauptmarkt, die Simeonstraße bis zur Porta Nigra hinterließ er auf einer Strecke von etwa 800 Metern Tote, Verletzte und ein Trümmerfeld. Nachdem er in die Christophstraße abgebogen und wenige 100 Meter weitergefahren war, stoppte er sein Fahrzeug kurz und konnte hier von unmittelbar eintreffenden Polizeikräften unter heftiger Gegenwehr festgenommen werden.

Er wird zurzeit zu der Tat vernommen, die von der Staatsanwaltschaft Trier als mehrfacher Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung eingestuft wird.

Alle getöteten Opfer waren Menschen aus Trier, die in der vorweihnachtlich geschmückten Trierer Fußgängerzone unterwegs waren.

Getötet wurde ein 45 Jahre alter Mann und seine 9 ½ Wochen alte Tochter (hier hatten wir zunächst fälschlicherweise ein Alter von 9 Monaten angegeben). Die Ehefrau und Mutter des Mädchens sowie ein weiterer 1 ½-jährige Sohn der Familie wurden verletzt in ein Trierer Krankenhaus eingeliefert.

Die weiteren Toten sind Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren.

Mehr als 750 Einsatzkräfte von Polizei sowie Hilfs- und Rettungsdiensten aus der gesamten Region Trier konnten den Tatort sehr schnell sichern und absperren und sich um die Opfer kümmern.

Vorbildlich war das Verhalten vieler Passanten, die sich der Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungsdienste bereits angenommen hatten und Erste Hilfe leisteten.

Das Motiv des 51-jährigen Tatverdächtigen ist bisher noch nicht geklärt. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hat die Polizei jedoch keinerlei Hinweise auf politische oder religiöse Motive. Auch gab es keinen weiteren Tatort oder Hinweise auf Mittäter oder Komplizen.

Die Ermittlungen an dem sich über mehrere 100-Meter erstreckenden Tatort sind vorerst abgeschlossen, die Fußgängerzone ist geräumt und wieder frei gegeben. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern derweil an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bereits um 19 Uhr informierten die Verantwortlichen der Staatsanwaltschaft, der Polizei und der Stadt Trier gemeinsam mit dem rheinland-pfälzische Innenminister die Medien im Rahmen einer Pressekonferenz.

Innenminister Roger Lewentz und die in Trier lebende Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatten sich bereits am Nachmittag unmittelbar vor Ort einen Überblick über die Geschehnisse verschafft.

Die Polizei hatte die Bevölkerung schon sehr früh und in kurzen Frequenzen über ihren Twitterkanal @PolizeiTrier auf dem Laufenden gehalten.

Ein eigens eingerichtetes Hinweistelefon ist zwischenzeitlich wieder abgeschaltet. Hinweise erbittet die Polizei Trier weiterhin unter der Telefonnummer 0651/9779-0

Menschen, die Fotos oder Videos von der Fahrt des Täters gemacht haben, werden gebeten, diese nicht über Soziale Medien zu verbreiten, sondern sie über den Upload https://rlp.hinweisportal.de der Polizei zur Verfügung zu stellen.

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Amokfahrer in Trierer Innenstadt rast durch die Fußgängerzone – vier Tote und mehrere Schwerverletzte !

Trier, 01.12.2020 – Es hat sich am 01.12.2020 gegen 13.45 Uhr um eine Amokfahrt in der Trierer Innenstadt gehandelt. Laut Polizei konnte der Fahrer eines SUV-Geländewagens (Range-Rover) festgenommen werden. Es soll sich um einen 51-jähriger Deutschen aus dem Landkreis Trier-Saarburg handeln, so der Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Joche. Die Hintergründe zur Tat sind noch völlig unklar. Der Fahrer des SUV soll von der Konstatinstraße über die Fußgängerzone Richtung Haptmarkt Richtung und Porta Nigra gerast sein und wahllos Personen ins Visier genommen haben.

Die Polizei sprach anfange von mindestens zwei Toten und mindestens 10 Schwerverletzten. Bei der Pressekonferenz gegen 19.00 Uhr wurde die Zahl der Toten mit vier angegeben, darunter ein neun Monate altes Baby. Von einem Ort der Verwüstung ist die Rede. Bei dem SUV-Fahrer wurde 1,4 Promille Alkoholkonzentration festgestellt.

Die Polizei hatte die Menschen aufgefordert, die Innenstadt sofort zu verlassen.  Die Geschäfte in der Innenstadt haben alle geschlossen. Im vergangenen Jahr war die Trierer Innenstadt in der Adventszeit noch mit Durchfahrsperren geschützt. Dieses Jahr leider nicht mehr.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich entsetzt über die Tat. Innenminister Lewentz ist auf dem Weg nach Trier.  Auch in Berlin reagiert man mit großer  Betroffenheit auf die Tat. „Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter“.

„Erschütternde Nachrichten treffen uns bis ins Mark“

Zu den heutigen, schrecklichen Ereignissen in Trier erklären der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer und der Trierer SPD-Landtagsabgeordnete Sven Teuber:

„Die erschütternden Nachrichten aus Trier treffen uns bis in Mark. Wir sind in diesen schrecklichen Stunden in Gedanken bei den Opfern und Verletzten. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir danken den unzähligen Rettungskräften für ihren aufopferungsvollen Einsatz vor Ort. Die Menschen in Rheinland-Pfalz sind heute aufs engste verbunden mit den Triererinnen und Trierern.“

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Stadt und StädteRegion Aachen richten Impfzentrum in der Aachener Eissporthalle ein

StädteRegion Aachen, 01.12.2020 – Mit Blick auf die perspektivische Bereitstellung eines Impfstoffs oder mehrerer Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 Virus soll in jedem Gesundheitsamtsbezirk in Nordrhein-Westfalen ein Impfzentrum errichtet werden. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen haben heute entschieden, das gemeinsame Impfzentrum in der Aachener Eissporthalle am Tivoli einzurichten. Die Infrastruktur wird bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein.

„Nach intensiver Prüfung verschiedener Liegenschaften haben wir uns entschieden, das Impfzentrum in der Eissporthallte einzurichten“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier nach der gemeinsamen Sitzung der Krisenstäbe. Mobile Teams werden die Arbeit des Impfzentrums ergänzen. Diese sollen vulnerable, also der Risikogruppen zugehörige, Personen und medizinisch-pflegerisches Personal in Einrichtungen des Gesundheitswesens versorgen. Organisatorisch angedockt sind die Einrichtungen an die untere Gesundheitsbehörde.

Termine können noch nicht vereinbart werden. „Wir wissen noch nicht, wann es genau losgeht. Noch liegen die Zulassungen für Deutschland nicht vor. Sobald Klarheit geschaffen ist, werden wir die Bürgerinnen und Bürger zeitnah informieren“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Den Plan der Impfreihenfolge legt allerdings das Land Nordrhein-Westfalen fest. Zunächst sollen die vulnerable Personen und medizinisch-pflegerisches Personal sowie Beschäftigte geimpft werden, die der kritischen Infrastruktur zuzurechnen sind.

Zur Bewältigung der Impfungen bilden das Gesundheitsamtsamt, Kassenärztliche Vereinigungen, Hilfsorganisationen, Krankenhäuser sowie Apotheken und Labore eine städteregionale Impfallianz.

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Weitere Schutzmaßnahmen für Pflegeheime beschlossen

Region/Mainz, 30.11.2020 – In Rheinland-Pfalz nehmen die Infektionen in Pflegeheimen zu.  Menschen, die dort leben und gepflegt werden, gehören zu jenen vulnerablen Gruppen, die den größten Risiken mit schweren Krankheitsverläufen und lebensbedrohlichen Folgen ausgesetzt sind. „Der Schutz der vulnerablen Gruppen war und ist uns weiterhin ein sehr wichtiges Anliegen. Für die Einrichtungen der Pflege haben wir daher seit Beginn der Pandemie eigene Regelungen getroffen für die Neu- und Wiederaufnahmen sowie zu Besuchen in und dem Verlassen von Einrichtungen. Aufgrund der aktuell hohen Infiziertenzahlen und aktuell fast 130 Pflegeeinrichtungen, in denen es Infizierte oder Verdachtsfälle gibt, treffen wir nun weitere Schutzmaßnahmen“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Landesregierung hat folgende Schutzmaßnahmen entschieden und heute im Ministerrat eine entsprechende Landesverordnung beschlossen:

Vom 1. bis 21. Dezember 2020 wird die Zahl der täglich möglichen Besuche gesenkt. Nur noch ein Besucher pro Tag kann einen Pflegebedürftigen im Pflegeheim besuchen. Zwei Besucher pro Tag sind nur noch dann erlaubt, wenn sie aus demselben Haushalt kommen.

Besucher müssen während der gesamten Dauer ihres Besuches eine so genannte FFP2-Maske tragen. Die FFP2-Maske trägt deutlich mehr zum Virenschutz des Trägers als auch seiner Kontaktpersonen bei. Besucher müssen diese Maske mitbringen. Wenn eine Einrichtung in ihrem Hygienekonzept selber festgelegt hat, dass sie Mund-Nasen-Schutz für die Besucher ihrer Bewohner zur Verfügung stellt, dann gilt das auch für die FFP2-Masken.

Da in der Weihnachtszeit mit erhöhtem Besucheraufkommen zu rechnen ist, gilt die Pflicht der Besucher zum Tragen der FFP2-Maske bis 31. Dezember 2020.

Der Eintrag der Infektionen erfolgt in der Regel von außen in die Pflegeheime. Das kann durch Besucher geschehen, aber eben auch durch Mitarbeiter. Und damit sind auch Mitarbeiter in den nicht-pflegerischen Bereichen gemeint wie z.B. Mitarbeiter in der Küche, Hauswirtschaft, Technik, Verwaltung etc. Auch externe Dienstleister gehören dazu. Deshalb sieht die Landesverordnung vor, dass die Testung mit den so genannten Schnelltests ab dem 1. Dezember 2020 in allen Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz bei allen Mitarbeitern verpflichtend durchzuführen ist. Vorgeschrieben ist nun ein Test pro Woche für jeden Mitarbeiter.

Wenn die Einrichtung im Einzugsgebiet eines Landkreises oder einer Kreisfreien Stadt liegt, deren Infektions-Inzidenz über dem Landesdurchschnitt liegt, sind die Testungen der Mitarbeiter für den Zeitraum der Überschreitung zwei Mal wöchentlich durchzuführen.

„Auch, wenn die Maßnahmen dem zentralen Ziel des Infektionsschutzes folgen, so sind sie dennoch so gestaltet, dass sie weiterhin Teilhabe und soziale Kontakte der betroffenen Menschen ermöglichen“, betonte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Die entsprechende Landesverordnung wurde am 27.11.2020 verkündet und tritt am 1. Dezember in Kraft.

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Endspurt beim „1000 x 1000“-Klimaschutz Programm im Kreis Düren

Düren, 30.11.2020 – Nach gut einem halben Jahr leitet der Kreis Düren nun den Endspurt auf den Fördertopf seines Klimaschutzprogrammes „1000 x 1000: Energie generieren – Energie einsparen“ im Jahr 2020 ein. Noch bleibt allerdings bis zum 18. Dezember dieses Jahres Zeit, um sich eine Zulage für Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher, Solarthermie und Co. zu sichern.

Inzwischen sind mehr als 800 Anträge beim Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Kreises Düren eingegangen und bewilligt worden. Die Antragsteller erhalten Förderungen für PV-Anlagen, energetisches Sanieren von Fenstern und Außentüren, Solarthermie-Anlagen und das Nachrüsten von Batteriespeichern bei Bestandsanlagen, die nicht bereits durch den Kreis gefördert wurden. Ziel der Aktion ist der Klimaschutz, denn der Kreis Düren möchte bis 2035 klimaneutral sein. „Es haben sich bereits sehr viele Menschen im Kreis Düren um die Förderung bemüht und sich um entsprechende Anlagen gekümmert. Nun besteht die Gelegenheit, sich die letzten Förderungen für dieses Jahr zu sichern und in ein gutes Klima zu investieren“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Wer nun also noch eine Förderung beantragen möchte, dessen Antrag muss bis zum 18. Dezember 2020 bei der Kreisverwaltung eingegangen sein. Dann wird er noch seine Bewilligung erhalten. Wichtig ist dabei, dass neben dem ausgefüllten Antragsformular ein verbindliches Angebot eines Fachbetriebs für die Installation einer Photovoltaikanlage enthalten sein muss. Alle wichtigen Informationen zum Programm gibt es auf www.kreis-dueren.de/klimaschutzprogramm. Gerne beraten auch die Ansprechpartner Anne Schüssler (02421/22-1061113) und Eric Floren (02421/22-1061115) vom Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Aufgrund der positiven Resonanz aus den vergangenen Jahren erscheint eine Neuauflage des Klimaschutzprogrammes des Kreises Düren im Jahr 2021 wahrscheinlich. Weitere Informationen werden entsprechend folgen.