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Kreis Düren: 102-Jährige als Erste geimpft

Düren, 27.12.2020 – Sonntagmorgen, 10.45 Uhr, es ist so weit: Im Kreis Düren beginnen die Impfungen gegen das Coronavirus. Als Erstes kommt eine 102-Jährige aus einer Senioren- und Pflegeeinrichtung an die Reihe. Alles läuft reibungslos. „Damit ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie getan“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Die Impfungen geben Anlass zur Hoffnung, dass absehbar wieder mehr Normalität in unser Leben einzieht“, so der Landrat weiter.

Die Impfungen waren bis zum Nachmittag abgeschlossen. Ein mobiles Team hatte den Impfstoff in das Pflegeheim gebracht, ein Arzt nahm die Impfungen vor. „Ich bin sehr froh, dass es endlich losgeht“, sagte Dr. Norbert Schnitzler, Leiter des Kreis Dürener Gesundheitsamtes. Im Kreis Düren werden zunächst die Menschen in den 48 vollstationären Senioren- und Pflegeheimen geimpft. Zu Beginn wurde und wird ein besonderes Augenmerk auf Einrichtungen mit dementen Patienten gelegt.

Bis zum Ende dieses Jahres können im Kreis Düren gut 2000 Menschen in 17 Senioren- und Pflegeinrichtungen geimpft werden. Mehr Impfdosen stehen zunächst nicht zur Verfügung. In den 48 Senioren- und Pflegeheimen des Kreises Düren leben cirka 3300 Bewohner. Dazu kommen rund 2600 Beschäftigte.

Wie es zu Beginn des Jahres weitergeht und wann es im Impfzentrum des Kreises Düren im früheren Telekom-Gebäude „Am Ellernbusch“ in Düren losgeht, hängt von der Zahl der Impfdosen ab, die dem Kreis Düren zur Verfügung gestellt werden. „Wir sind bereit“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Im Impfzentrum können rund 1000 Menschen am Tag geimpft werden. Die Kapazitäten sind je nach Lage auf 2000 erweiterbar.

Um die genaue Abfolge für die Corona-Impfungen festzulegen, hatte das Gesundheitsamt des Kreises Düren eine Prioritätenliste erarbeitet, die sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission in Berlin und den Vorgaben des Landes NRW orientiert. Ein wesentliches Kriterium ist die Größe der Einrichtung gemessen an der Zahl der Bewohner. Der Grund: Je mehr Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, desto größer ist die Gefahr, dass das Virus zum Beispiel durch Besucher ins Heim gelangt. Bei Ausbrüchen in großen Einrichtungen ist die Zahl der bedrohten Menschen umso höher, je mehr Menschen in einem Heim leben. Zweite Priorität hat das Personal der Rettungsdienste und bestimmtes medizinisches Personal in Krankenhäusern. Nachfolgend ist das Personal ambulanter Pflegedienste vorgesehen sowie mit sehr hoher Priorität Menschen, die älter sind als 80 Jahre. „Das sind objektive und nachvollziehbare Kriterien „, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn.

HINWEIS: Die Dame, die auf dem Foto zu sehen ist, ist nicht die erste Frau, die im Kreis Düren heute geimpft wurde.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer/ Gesundheits-Ministerin Sabine Bätzing Lichtenthäler: Corona-Impfstoff ausgeliefert

Region/Mainz, 27.12.2020 – „Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffes ist angekommen. Die weiteren Vorbereitungen laufen planmäßig, so dass wir heute die ersten Impfungen in Rheinland-Pfalz durchführen können. Wir werden auch an den Feiertagen durchimpfen, um so schnell wie möglich, so viele Menschen wie möglich, schützen zu Können. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Virus“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Wie geplant ist gestern Morgen die Anlieferung von 9750 Dosen des Impfstoffes in Rheinland-Pfalz erfolgt. Im Laufe des Tages werden die gelieferten Impfdosen an die mobilen Impfteams verteilt, die schon am 27.12.2020 im Landkreis Vulkaneifel mit den Impfungen in Altenheimen und Senioreneinrichtungen starten.

Der Start der Impfungen erfolgt durch mobile Teams, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert werden. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler dankte dem DRK: „Das DRK übernimmt bei der Durchführung der Impfungen durch die mobilen Teams eine wichtige und zentrale Aufgabe. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen danke ich für ihre große Unterstützung und ihr herausragendes Engagement.“

Rheinland-Pfalz hat eine Info-Hotline für Bürger geschaltet, die unter der Telefonnummer 0800/5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt ist.

Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Tel.-Nummer 116 117 erreichbar ist. Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de.

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Verdienstkreuz am Bande für Dr. Edmund Geisen aus Daun

Daun, 24.12.2020 – Dr. Edmund Geisen aus Daun in der Eifel hat sich in herausragender Weise um die Gesellschaft verdient gemacht. Sein politisches, wirtschaftliches und soziales Wirken verdient höchste Anerkennung. Der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Volker Wissing hat Dr. Edmund Geisen das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Es ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

„Persönlichkeiten wie Herr Dr. Geisen sind Leuchttürme in unserer Gesellschaft. Ihr Elan, Ihre Empathie und Ihr tatkräftiges Handeln sind vorbildlich und nachahmenswert. Herr Dr. Geisen hat sich in einzigartiger Weise für unsere Gesellschaft und insbesondere die Landwirtschaft eingesetzt. Die Agrarverwaltungsreform, die Förderung des landwirtschaftlichen Berufsnachwuchses, die Entwicklung des ländlichen Raumes und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Drei-Ländereck von Deutschland, Belgien und Luxemburg hat Dr. Edmund Geisen wegweisend begleitet.

Das umfangreiche Engagement von Herrn Dr. Edmund Geisen und sein jahrzehntelanges, vielfältiges Wirken zum Wohle der Allgemeinheit verdienen höchste Anerkennung“, sagte der stellevertretende Ministerpräsident Dr. Volker Wissing bei der Ehrung in Mainz. „Im Namen der Bundes- und der Landesregierung danke ich Ihnen für Ihren herausragenden, über viele Jahre anhaltenden politischen und ehrenamtlichen Einsatz und gratuliere Ihnen ganz herzlich zur Ehrung mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland“, so der stellvertretende Ministerpräsident.

Dr. Edmund Geisen bedankte sich für die hohe Auszeichnung. „Niemand verdient etwas für sich alleine. Immer bedarf es der Begleitung von lieben Mitmenschen. Dieses Glück hatte ich und dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Geisen.

Das Wirken von Dr. Edmund Geisen ist eng verknüpft mit seiner Biographie. Der in der westlichen Eifel in Lützkampen geborene Agrar-Ingenieur wuchs mit drei Generationen auf dem elterlichen Bauernhof auf – fest verankert mit der Familie und seinem landwirtschaftlich geprägten Heimatdorf im Kreis Bitburg-Prüm, nicht weit von Belgien und Luxemburg entfernt. Das ehrenamtliche Engagement, der Berufsweg und die politische Laufbahn von Dr. Edmund Geisen sind geprägt von diesen Wurzeln.

So hat Dr. Edmund Geisen bereits in den 1990er Jahren zum Gelingen der Agrarverwaltungsreform beigetragen. Dadurch verlief diese professionell, verträglich und geräuschlos und hat zur bis heute bewährten Struktur der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) geführt. Herr Dr. Geisen war selbst lange Zeit als Lehrer und Berater für die Landwirtschaft tätig und hat sich hier insbesondere für den Berufsnachwuchs stark gemacht.

Fest verbunden mit Dr. Edmund Geisen ist auch das bis heute bekannte und wichtige grenzüberschreitende Projekt mit Belgien und Luxemburg „Grünes Land Eifel-Ardennen“ (GLEA). Das grenzüberschreitende Projekt dient dem Erhalt und der Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe in der Region Eifel-Ardennen. Gemeinsam werden Perspektiven für eine nachhaltige Grünlandwirtschaft im Mittelgebirge erarbeitet.

Von 1993 bis 1999 war der studierte Agrar-Ingenieur zudem Vorsitzender des VDL-Landesverbandes Rheinland-Pfalz (Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V.) und ist seit 2014 Seniorsprecher im Bundesverband. Von 1994 bis 2000 hatte er das Amt des Geschäftsführers der Vereine Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen in Prüm und Daun und der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen im Kreis Daun inne.

Dr. Edmund Geisen engagierte sich über sehr viele Jahre in der Politik und das auf allen Ebenen. Bereits auf der Ingenieurschule in Bad Kreuznach beteiligte er sich an Debatten um die rheinland-pfälzische Hochschulreform und setzte sich dort sowie an der Universität Bonn im Allgemeinen Studentenausschuss (ASTA) für die Studierenden ein.

Von 2005 bis 2013, also über zwei Wahlperioden, war er Mitglied des Deutschen Bundestages und hier ordentliches Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Auch in der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag arbeitete er mit.

Von 2001 bis 2006 gehörte der gebürtige Eifeler dem Landtag Rheinland-Pfalz an.

Kommunalpolitisch engagiert sich Herr Dr. Geisen heute noch. Er ist im Kreistag Vulkaneifel seit vier Legislaturperioden bis heute aktiv, war zwölf Jahre lang Mitglied des Verbandsgemeinderats Daun und von 1984 bis 1989 Mitglied im Ortsbeirat Daun-Boverath.

„Dr. Edmund Geisen überzeugt mit seiner Bodenständigkeit, seiner Heimatverbundenheit und seinem kompetenten und menschlich angenehmen Wesen. Menschen wie Sie stärken das gesellschaftliche Miteinander. Dafür gilt Ihnen besonderer Dank und besondere Anerkennung“, so der Minister abschließend.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird an Bürgerinnen und Bürger für ganz besondere politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen um die Bundesrepublik Deutschland verliehen. Es ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

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Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf bereitet sich vor – Testlauf im Corona-Impfzentrum des Kreises Ahrweiler erfolgreich

Ahrweiler, 24.12.2020 – „Besser hätte es nicht laufen können“, zogen Fabian Schneider, Impfzentrumskoordinator, und sein Stellvertreter Daniel Blumenberg am Mittwoch, 23. Dezember, ein positives Fazit. Denn nach dem Testlauf im Corona-Impfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf steht fest, dass der Kreis für die bevorstehenden, freiwilligen Impfungen gegen das Coronavirus gut gewappnet ist.

Einzelaufklärung. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

Rund 60 Freiwillige des örtlichen Brand- und Katastrophenschutzes von Feuerwehr, DRK und THW waren der Bitte des Gesundheitsamtes gefolgt, sich an der Impfübung nur einen Tag vor Heiligabend als „Impflinge“ zu beteiligen, um die konkreten Abläufe zu proben. Vor Ort waren außerdem Vertreter des Ärztenetzes im Kreis mit medizinischem Personal, Apotheker, Kräfte aus Administration und Verwaltung sowie Sicherheitspersonal. „Allen, die sich beteiligt haben, sprechen wir ein großes Dankeschön aus. Das ist so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen keine Selbstverständlichkeit“, hob Landrat Dr. Jürgen Pföhler hervor.

Fiebermessen. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

Als größte Herausforderung habe sich aus dem Testlauf herausgestellt, die hohe Anzahl an Menschen in kurzer Zeit und unter Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu impfen. „Nach dem Testdurchlauf können wir sagen, dass der räumliche Aufbau des Impfzentrums und die organisatorischen Strukturen auch in der Realität sehr gut funktionieren“, so Impfzentrumskoordinator Schneider.

Sobald der Impfstoff verfügbar ist, sollen sich laut Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz hier bis zu 200 Menschen pro Tag impfen lassen können. „Stand jetzt ist es für uns kein Problem, dieses Pensum zu bewerkstelligen. Unsere Kapazitäten sind hierfür vollkommen ausreichend. Das hat der heutige Test eindrücklich bewiesen.“

Test-Impfung. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Risse

In dem Zusammenhang weisen Schneider und Blumenberg jedoch darauf hin, dass man lediglich über die zentrale Terminvergabestelle des Landes einen Impftermin vereinbaren kann. Dazu startet das Land Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Da viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfung und den Impfstoff haben, hat das Land von heute an eine Info-Hotline für BürgerInnen geschaltet. Diese ist von montags bis samstags von 8 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 0800/5758-100 erreichbar. Auch am 24. und 31. Dezember ist die Hotline jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt.

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Smartes Mayen-Koblenz: Neuer Digitalisierungs-Beauftragter soll die Fäden ziehen

Region/Kreis Mayen-Koblenz, 23.12.2020 – Das Förderprogramm „Smart Cities – made in Germany 2020“ des Bundesinnenministeriums birgt riesige Chancen für den Landkreis Mayen-Koblenz in der Digitalisierung weiter voranzukommen – insbesondere im ländlichen Raum. Nachdem der erste Schritt mit einer erfolgreichen Bewerbung für Förderung gemacht wurde, sind in den vergangenen Wochen umfangreiche Vorbereitungen für die Suche nach einer Schlüsselpersonalie vorangetrieben worden.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung im Hinblick auf Wirtschaft, Tourismus und eine positive Entwicklung in allen Daseinsbereichen sowie der Stadt- und Kreisentwicklung umzusetzen. Dafür suchen wir ganz aktuell für unsere neugeschaffene Stabsstelle „Smart City“ eine Führungskraft, den sogenannten Chief Digital Officer. Jemanden mit einschlägigen Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung beziehungsweise Informationstechnik, der den digitalen Wandel im Landkreis mit uns anpackt und bewegt“, erläutert Landrat Dr. Alexander Saftig den nächsten fundamentalen Schritt im Smart-Cities-Prozess des Landkreises.

Der Digitalisierungsbeauftragte ist federführend für den Entwicklungsprozess einer zukunftsorientierten Digitalisierungsstrategie und deren Umsetzung verantwortlich. Ihm obliegt die Leitung der Stabsstelle und eines Smart-Region-Teams, mit dem er gemeinsam auf operativer Ebene den Gesamtprozess steuert. „Vor diesem Hintergrund suchen wir eine Persönlichkeit für die Leitung des Programmes, die auf Basis fachlicher Expertise und Erfahrung im Umgang mit komplexen Netzwerkstrukturen in der Lage ist, gemeinsam mit einem Team wesentliche Impulse für den Erfolg unseres Vorhabens zu setzen“, sagt der Landrat.

Darüber hinaus wirkt der Chief Digital Officer als Repräsentant der Stabsstelle und des Digitalisierungsprozesses nach innen und außen und ist verantwortlich für die proaktive Vernetzung mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren aus Kreis, Städten und Verbandsgemeinden, kommunalen Tochterunternehmen, politischen Gremien sowie weiteren internen und externen Schnittstellen. „Denn allen voran werden wir die kreiseigenen Kommunen am Smart-Cities-Programm im Landkreis beteiligen. Die kommunale Familie im Landkreis Mayen-Koblenz ist das Fundament, auf dem die smarte Region entstehen soll“, betont Saftig. Nicht umsonst wurde als Projekttitel „MYK10 Network in Region“ ausgewählt. Dabei steht die hochgestellte 10 sinnbildlich für die zehn kreisangehörigen Städte und Verbandsgemeinden. Darüber hinaus sind rund 50 weitere lokale Partner beteiligt. Hinzu kommen mehr knapp fünfzehn externe Partner auf Bundesebene sowie ein zwölfköpfiger Expertenbeirat.

Das Smart-Cities-Projekt besteht aus zwei Phasen: In der ersten, bis zu zwei Jahren dauernden Startphase werden kommunale Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Gestaltung der Digitalisierung entwickelt. Die zweite Phase beinhaltet die Umsetzung der Ziele, Strategien und Maßnahmen in einem bis zu fünf Jahre dauernden Prozess. In dieser Gesamtlaufzeit von sieben Jahren ist für den Landkreis Mayen-Koblenz ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. 11,4 Millionen Euro davon kommen vom Bund, der neben MYK deutschlandweit 31 weitere Kommunen fördert. Zur Finanzierung des Eigenanteils werden auf Beschluss des Kreistags hin Haushaltsmittel in Höhe von 6,1 Millionen Euro bereitgestellt.

„Die Suche nach dem Chief Officer Digital läuft noch bis zum 17. Januar. Wir alle sind gespannt, wer schon in naher Zukunft mit uns den Aufbau des Landkreises als Smart-City-Kommune gestalten wird, die alle digitalen Aspekte im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in Bezug auf Kommunikationsinfrastruktur, Verkehrssysteme, aber auch Energieanwendungen, Umweltanforderungen und digitale Souveränität vereint“, sagt Landrat Saftig.

Weitere Informationen gibt es unter smart-cities@wfg-myk.de und www.zfm-bonn.de

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Corona-Schutzimpfungen starten auch in der Vulkaneifel am 27. Dezember 2020

Hillesheim, 23.12.2020 – Der Landkreis Vulkaneifel gehört zu den ersten Landkreisen in Rheinland-Pfalz, die mit dem Impfstoff versorgt werden. „Der 27. Dezember wird ein ganz besonderer Tag werden. Ein Tag, der den Menschen im Gedächtnis bleiben wird – nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in Deutschland, ja in ganz Europa. Ein Tag, der uns gerade in der aktuell so schwierigen Phase der Pandemie Zuversicht schenkt. Der uns Hoffnung gibt, dass wir den langen und entbehrungsreichen Kampf gegen dieses Virus am Ende gewinnen werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf den nahenden Impfauftakt in Rheinland-Pfalz.

In einer allerersten Lieferung wird Rheinland-Pfalz 9.750 Dosen des Impfstoffs erhalten. Aufgrund dieser engen Begrenzung starten die Impfungen daher in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen – übereinstimmend mit den Vorgaben des Bundes und basierend auf den Empfehlungen zur Priorisierung der Ständigen Impfkommission. Den ersten Empfehlungen des einberufenen Ethikbeirats Corona-Schutzimpfung folgend werden dabei zunächst jene Regionen bedient, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen 7-Tages-Inzidenz des Landes lagen.

Dies sind die Kreise Bad Kreuznach, Germersheim, Kusel, Neuwied, der Rhein-Pfalz-Kreis und der Kreis Vulkaneifel sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Speyer. Betroffen sind dort insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, in knapp 70 davon wird in einem allerersten Schritt mit mobilen Impfteams geimpft.

Diese enge Einschränkung auf einen Teilbereich wird sich dabei nach und nach mit der Zulieferung zusätzlichen Impfstoffs erweitern. So soll es laut Bund bereits am 28. und 30. Dezember Nachlieferungen von einmal knapp 25.000 und einmal gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz geben. Für den Januar hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wöchentliche Lieferungen von je gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz angekündigt. Nach der Ausweitung auf weitere Seniorenheime sollen in den folgenden Phasen dann auch medizinisches Personal beispielsweise in Krankenhäusern sowie Menschen über 80 Jahren auch in den Impfzentren geimpft werden. Dazu startet Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Zum Start werden die Einrichtungen in Rheinland-Pfalz von mobilen Impfteams aufgesucht, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert werden, erläuterte Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen, Dr. Alexander Wilhelm. „Unser Ziel ist es, dass wir zum Start 20 mobile Impfteams haben, die insgesamt 20 Einrichtungen pro Tag bedienen können“, erläuterte Wilhelm. Er dankte dem DRK ausdrücklich. „Das DRK ist zentrale Ansprechstelle für die mobilen Impfteams. Sie sind der Schlüssel für die erfolgreichen Schutzimpfungen der Bürgerinnen und Bürger, die in stationären Einrichtungen leben und keinen Zugang zu Impfzentren haben beziehungsweise diese nur schwer erreichen können.“ Die jeweiligen mobilen Impfteams setzen sich zusammen aus einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt, einer Apothekerin oder einem Apotheker zur Aufbereitung des Impfstoffes sowie weiterem Personal, beispielsweise einer medizinischen Fachkraft. Ein Teamleiter übernimmt die Steuerung und ist Hauptansprechpartner für Pflegeeinrichtungen und Impfzentren.

Angesichts der limitierten Impfstoffverfügbarkeit zum geplanten Beginn der Impfungen am 27. Dezember und der dadurch nötigen Priorisierung treten auch viele ethische Fragen in den Vordergrund. Der von Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler ins Leben gerufene Ethikbeirat Corona-Schutzimpfung hat daher ein erstes Empfehlungs­papier verabschiedet. „Idealerweise stünden alle Impfdosen für alle Menschen, die sich impfen lassen möchten, am ersten Tag zur Verfügung. Dem ist bedauerlicherweise, jedoch aus nachvollziehbaren Gründen, nicht so und deshalb müssen wir uns darauf verständigen, wer zu Beginn anhand medizinischer, ethischer und sozialer Kriterien zunächst versorgt werden wird. Dazu haben wir als Ethikbeirat erste Empfehlungen für das Land verabschiedet“, sagte der Vorsitzende Professor Dr. Norbert Paul. Diese lauten unter anderem, die ersten Impfungen durch mobile Impfteams in Einrichtungen der Pflege innerhalb von Kreisen oder kreisfreien Städten mit besonders hoher Inzidenz durchzuführen.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler verband mit dem nahenden Auftakt der Schutz­impfungen auch einen Appell an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer: „Der Kampf gegen das Virus – das zeigt sich am Beispiel Schutzimpfung besonders deutlich –, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das heißt im Klartext: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle. Angelehnt an das rheinland-pfälzische Motto ‚Ich schütze Dich, Du schützt mich‘ bitte ich hiermit die Menschen in Rheinland-Pfalz von ganzem Herzen, die Impfungen wahrzunehmen, wenn sie dazu an der Reihe sind.“

Bätzing-Lichtenthäler zeigte Verständnis, dass viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfungen und den Impfstoff haben. Sie verwies darauf, dass das Land dafür von morgen an eigens eine Info-Hotline für Bürger geschaltet hat. Diese ist unter der Telefonnummer 0800/5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 24. und 31. Dezember jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Nummer 116117 erreichbar ist.    Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de. Darüber hinaus schließt sich Rheinland-Pfalz der vom Bund angekündigten groß angelegten Informationskampagne an.

„Wir alle sind sehr optimistisch, dass wir kurz vor einem entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen diese Pandemie stehen. Auch wenn es gerade zu Beginn ob der Knappheit des Impfstoffs schmerzhafte ethische Fragen geben mag, auch wenn in der Anlaufphase sicherlich kleine und größere Problem auftreten werden – dieser Impfstoff und die folgenden Varianten haben das Potenzial, uns im Kampf gegen das Virus einen riesigen Vorteil zu verschaffen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler zum Abschluss. „Lassen Sie uns deshalb alle gemeinsam daran arbeiten und alle zusammen zuversichtlich sein, dass der kommende 27. Dezember ein Tag sein wird, an den sich die Menschen noch lange erinnern werden, weil es der Wendepunkt im Kampf gegen Corona war.“

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Coronavirus kennt keine Weihnachtspause

Jülich/Kreis Düren, 23.12.2020 – Die wichtigsten Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester. Mit Blick auf die nach wie vor hohen Infektionszahlen gilt unverändert der Grundsatz, dass jede Person ihre Kontakte auf das unbedingt Notwendige reduzieren muss.

Weil der Wert der 7-Tages-Inzidenz über 200 liegt, musste der Kreis Düren in einer Allgemeinverfügung strenge Regelungen zur Ergänzung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des Landes Nordrhein-Westfalen festlegen. Diese Regelungen gelten für den gesamten Kreis Düren, also auch in Jülich.

Grundsätzlich gilt zur Reduzierung privater Zusammenkünfte, dass sich zu Hause maximal 2 Hausstände treffen dürfen. Es dürfen dabei nicht mehr als 5 Personen zusammenkommen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Nur für die Weihnachtstage ist diese Regel für Familien etwas erweitert. Für private Zusammenkünfte zu Hause gilt im Zeitraum vom 24. bis zum 26. Dezember, dass sich Personen des eigenen Hausstandes mit höchstens vier weiteren Personen aus dem engsten Familienkreis treffen dürfen. Hierzu zählen Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister und deren jeweilige Haushaltsangehörige. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Im Falle solcher Familientreffen ist die Anzahl der Haushalte nicht ausschlaggebend.

Grundsätzlich, also auch an den Weihnachtstagen und an Silvester, gilt die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal 3 Personen aus insgesamt 2 Haushalten treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Ebenso grundsätzlich, also auch an den Weihnachtstagen und an Silvester, gilt im Kreis Düren die Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Das Verlassen der im Kreisgebiet Düren gelegenen eigenen Wohnung bzw. der Aufenthalt im Kreisgebiet von Personen, die keine Wohnung im Kreisgebiet haben, ist in diesem Zeitraum nur erlaubt, wenn triftige Gründe vorliegen.

Triftige Gründe sind insbesondere:

–    die Rückkehr in die eigene Wohnung von einer zulässigen Beschäftigung oder einem zulässigen Kontakt

(z.B. die o.g. Personen, die in einem Haushalt zu Besuch sind, dürfen auch nach 21 Uhr wieder nach Hause fahren)

–    die Ausübung der beruflichen Tätigkeit,

–    das Einkaufen von Lebensmitteln,

–    die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen,

–    der Besuch des Ehegatten, des Lebenspartners (LPartG), des nichtehelichen Lebenspartners oder von Verwandten in gerader Linie,

–    die Ausübung von Individualsport,

–    ein Spaziergang mit Angehörigen des eigenen Hausstandes,

–    Handlungen zur Versorgung von Tieren (Gassi gehen),

–    in sonstigen Notlagen (u.a. Hausbrand).

Ergänzend dazu sind auch die folgenden Regelungen grundsätzlich zu beachten (auch an den Feiertagen und Silvester):

–    Der Hinweg zu einem Treffen mit Freunden, Bekannten oder entfernten Verwandten ist kein triftiger Grund im Sinne der Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr.

–    Im öffentlichen Raum ist der Verzehr von alkoholischen Getränken untersagt.

–    Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt. Das gilt im privaten und im öffentlichen Raum.

Aufgrund der dynamischen Lage ist es ratsam, sich jeweils aktuell über die gültigen Regelungen zu informieren.

Die für Jülich relevanten Regelungen (Coronaschutzverordnung NRW, Allgemeinverfügungen Kreis Düren und Stadt Jülich) werden auf www.juelich.de/coronavirus stetig aktualisiert.

Die Corona-Hotline der Stadt Jülich ist erreichbar per E-Mail: Hotline@juelich.de und per Tel.: 02461 – 63–605, Mo – Fr: 8.00-12.00 Uhr (außer an den Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr).

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Impfzentrum: „Wir sind startklar!“ Landrat Markus Ramers stellt Impfzentrum in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen vor

Euskirchen, 21.12.2020 – Unter Volllast können täglich über 600 Menschen geimpft werden. Wenn das mal keine Punktlandung ist: „Der Führungsstab meldet mit Ablauf des 14.12.2020 fristgerecht, dass die Betriebsbereitschaft für ein Regionales Impfzentrum hergestellt wurde.“ Mit dieser knappen Botschaft meldete Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes, am Dienstagmorgen die Fertigstellung des Impfzentrums des Kreises Euskirchen in der ehemaligen Eifelhöhenklinik Marmagen. „Wir sind ab sofort startklar“, freute sich Landrat Markus Ramers. „Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.“

„Großartige Teamleistung“: Landrat Markus Ramers dankt allen Beteiligten, die das Regionale Impfzentrum in kurzer Zeit startklar gemacht haben. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Das Land NRW hatte vor knapp vier Wochen die Vorgabe gemacht, dass die Impfzentren landesweit bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein müssen – eine Aufgabe für die Kreise und kreisfreien Städte. „Das haben wir dank einer beeindruckenden Teamleistung geschafft“, so Ramers. „Die Infrastruktur steht.“

Die Aufgabe des Impfens hat das Land in die Hand der Kassenärztlichen Vereinigung gelegt. Dazu der Mediziner Frank Gummelt: „Wir haben eine große Anzahl von freiwilligen Ärzten, die sowohl hier in der Klinik als auch in den mobilen Teams das Impfen übernehmen werden.“ Dritter „Player“ sind die Apotheken, die für die Vor-Ort-Aufbereitung des Impfserums zuständig sind. „Mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Apotheken und dem Kreis Euskirchen sind wir gut aufgestellt, um diese historisch einmalige Herausforderung bewältigen zu können“, so Ramers.

Warten auf „Impfling Nummer 1“: (v.l.) Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Markus Ramers (Landrat), Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Frank Gummelt (Kassenärztliche Vereinigung), Christian Ramolla (Leiter Gesundheitsamt) und Martin Fehrmann (Abteilungsleiter Gefahrenabwehr). Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Für den Start stehen in der ehemaligen Klinik drei Impfstraßen zur Verfügung, die bei Bedarf noch erweitert werden können. Bei voller Auslastung können hier gut 600 Menschen täglich geimpft werden.  Dazu wurde in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System entwickelt und ausgezeichnet, das die „Impflinge“ von der Anmeldung über die Registrierung und den Wartebereich in die Impfzimmer führt. Anschließend gibt es noch einen „Ruhebereich“, bevor die Geimpften zu einem separaten Ausgang geleitet werden.

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht – aktuell geht das Land vom 27. Dezember aus – werden allerdings nach jetzigem Stand zunächst Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft, nicht im Impfzentrum! Dabei werden mobile Teams der Kassenärztlichen Vereinigung die Heime aufsuchen und die Bewohner und das Personal impfen. Erst in einem zweiten Schritt sollen dann weitere Risikogruppen in der ehemaligen Reha-Klinik in Marmagen geimpft werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Der alles begrenzende Faktor ist die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes. Bisher ist noch unklar, welche Anzahl von Impfdosen der Kreis Euskirchen täglich erhält. Zunächst sollen die „vulnerablen“ Gruppen geimpft werden, also die am meisten gefährdeten Menschen (Ältere und Vorkrankte) sowie medizinisches Personal. In einem weiteren Schritt sind Mitarbeiter der „kritischen Infrastruktur“ an der Reihe, also beispielsweise Polizisten und Feuerwehrkräfte. Die Krankenhäuser werden ihr Personal selbstständig impfen.

Das Land NRW hat eine breitflächige Informationskampagne angekündigt, um weitere Fragen zu klären – etwa wo man sich zur Impfung anmelden kann. Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich. „Sicher ist nur“, so Ramers: „Ohne Termin braucht niemand nach Marmagen zu kommen!“ Geplant ist zunächst eine tägliche Öffnungszeit (inklusive Sonntag) von 10 bis 17.30 Uhr.

Was die Anreise in die Südkreis-Kommune betrifft, gibt es natürlich die Möglichkeit der Anreise mit dem eigenen PKW. Eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen an der Klinik steht zur Verfügung. Von dort aus ist auch ein barrierefreier Zugang ins Impfzentrum möglich. Wichtig für die Marmagener: Wer aus dem nördlichen Kreisgebiet kommt, wird über Bahrhaus in die Klinik geleitet, damit der Ort vom Autoverkehr entlastet wird. Natürlich ist auch eine Anreise mit Zug und Bus möglich. Von Euskirchen fährt stündlich ein Zug über Mechernich und Kall nach Nettersheim. Von dort pendelt dann ein Shuttlebus nach Marmagen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, das Impfzentrum in Rekordzeit startklar zu machen“, so Landrat Ramers. Neben dem Führungsstab unter der Leitung von Udo Crespin, den Abteilungen der Kreisverwaltung, der Polizei und der Bundeswehr sei die Unterstützung durch die Hilfsorganisationen wieder beispielhaft gewesen, die zum überwiegenden Teil ehrenamtlich unterwegs seien.  „Das ist die ganz große Stärke des Kreises Euskirchen – eine großartige Teamleistung!“

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“Weil’s auf sie ankommt!“ – Aufruf zur Unterstützung von Pflegekräften

Region/Berlin, 19.12.2020 – „Weil’s auf sie ankommt!“ heißt die aktuelle bundesweite Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, mit der das Pflegenetzwerk Deutschland zur Unterstützung von Pflegekräften aufruft. Ziel ist, die großartigen Leistungen von Pflegekräften in der Corona-Pandemie zu würdigen. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützt die Aktion und engagiert sich bei der Ansprache von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Pflegerinnen und Pfleger sind in der Corona-Pandemie noch mehr gefordert als zuvor. Das zeigt, warum es richtig ist, für bessere Pflege alle Register zu ziehen. Die Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass es mehr Pflegestellen gibt, dass die Ausbildung modernisiert wird und dass Pflegekräfte besser bezahlt werden. Die Aktion „Weil’s auf sie ankommt!“ ist Zeichen dieser Unterstützung.“

„Wir unterstützen die Aktion, weil gute Pflege in den Kommunen nicht nur in Corona-Zeiten ein sehr wichtiges Thema ist und noch weitere Bedeutung erlangen wird“, so Uwe Lübking, Beigeordneter für Sozialpolitik des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Pflege-Kräfte und Lokalpolitik im Dialog

Über die Online-Aktionsplattform des Pflegenetzwerkes können Bürgermeisterinnen und Bürgermeister direkt vor Ort in den Dialog mit Pflegekräften treten. Was sind die lokalen Herausforderungen im Pflegalltag – zum Beispiel hinsichtlich der Besuchsregelungen? Wie mit dem Wunsch nach „normalem Leben“ einerseits und notwendigen Beschränkungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern andererseits umgehen? Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden? Über diese und andere Themen wird diskutiert.

Erste digitale Dialoge finden bereits statt – zum Beispiel am 18.12. in Berlin-Charlottenburg mit Bezirksstadtrat Detlef Wagner. Und im neuen Jahr geht es weiter: mit Dialogen u.a. in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen), Erlangen (Bayern) oder Heppenheim (Rheinland-Pfalz).

Unternehmen vor Ort reichen „Helfende Hände“

Unter dem Motto „Helfende Hände“ werden lokale und regionale Gewerbetreibende aufgerufen, mit Aktionen und Angeboten ihre Wertschätzung gegenüber Pflegekräften auszudrücken. In den ersten Tagen der Aktion haben bereits mehr als zwanzig Unternehmen spontan ihre Unterstützung angeboten. Vom Gratis-Haarschnitt im Frisörsalon in Gerolstein (Eifel) über einen Preisnachlass in den Filialen eines rheinland-pfälzischen Optikers bis hin zum kostenlosen Online-Coaching in Bremerhaven für Pflegekräfte in besonders belasteten Situationen: – die Aktionen zur Wertschätzung der Leistungen von Pflegekräften sind vielfältig. Ihre Angebote können Unternehmen online unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de  einstellen. Pflege-Kräfte können sie dort einsehen und sich für ein Angebot anmelden.

Das Pflegenetzwerk Deutschland ist eine bundesweite Plattform für die Vernetzung und den Austausch von Menschen, die in der Pflege und für die Pflege arbeiten. Das Pflegenetzwerk ist eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit.

Mehr Informationen unter www.pflegenetzwerk-deutschland.de

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Gesundheitsminister Spahn stellt die Impfverordnung vor: Spahn: Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel!

Region/Berlin, 18.12.2020 – Hochbetagte Menschen sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen können sich als Erste gegen das Coronavirus impfen lassen. Voraussichtlicher Impfstart ist der 27. Dezember. Gesundheitsminister Spahn hat die Planungen für die Corona-Schutzimpfung erläutert.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Freitag die Coronavirus-Impfverordnung vorgestellt. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Menschen in Deutschland eine Corona-Schutzimpfung angeboten werden kann. „Wir können zu Beginn der Impfung nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig dieses Angebot machen. Dafür gibt es erst einmal nicht genug Impfstoff. Deshalb müssen wir priorisieren“, betonte Spahn.

Wenn die Bundesländer voraussichtlich am 27. Dezember mit den Impfungen beginnen, werde zu allerst in den Pflegeeinrichtungen geimpft. „Jeder zweite Todesfall ist ein über 80-Jähriger, eine über 80-Jährige“, so Spahn. Die Schwächsten zu schützen, sei daher das erste Ziel der Impfkampagne, betonte Spahn. „Zur Wahrheit gehört, dass wir mindestens ein bis zwei Monate benötigen werden, bis wir dieses Ziel erreicht haben. „Danach könne das Angebot Zug um Zug erweitert werden. Alle anderen bat Spahn um Geduld. „Ich bitte Sie darum abzuwarten, bis auch Sie an der Reihe sind.“

Die Verordnung sieht drei Gruppen vor, deren Angehörige sich mit Priorität impfen lassen können. Zur Gruppe mit „höchster Priorität“, die den Impfstoff zuerst erhalten kann, zählen alle über 80-Jährigen. Außerdem gehören unter anderem dazu: Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst.

Zur zweiten Gruppe mit „hoher Priorität“ zählen unter anderem Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke und Transplantationspatienten, zudem Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren.

Die dritte Gruppe umfasst unter anderem über 60-Jährige, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Einzelhandel.