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„Schützen Sie sich und andere Menschen, lassen Sie sich impfen!“

Meckenheim, 13.01.2021 – Auch Bürgermeister Holger Jung appelliert eindringlich. Gemeinsam mit Landrat Sebastian Schuster und seinen Bürgermeisterkollegen im Rhein-Sieg-Kreis empfiehlt der Meckenheimer Bürgermeister Holger Jung allen Bürgern, aktiv gegen das Coronavirus vorzugehen. „Schützen Sie sich und andere Menschen, lassen Sie sich impfen“, lautet der gemeinsame Appell aus Kreishaus und Rathäusern. Eine breite Bereitschaft für die Schutzimpfung trägt maßgeblich zum Erfolg der Kampagne bei. „Je mehr von uns mitmachen, desto größer ist der Schutz und desto schneller normalisiert sich unser Leben“, erklärt Holger Jung, der sich wie seine Kollegen auch impfen lassen möchte, sobald „wir an der Reihe sind.“

Seit dem Start der Kampagne am 27. Dezember steigt die Zahl der geimpften Personen stetig. Neuerdings sind zwei Impfstoffe genehmigt. Mit der Zulassung weiterer Präparate rechnet das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) im ersten Quartal 2021. Da der Impfstoff zu Beginn nur eingeschränkt verfügbar ist, wurde auf Bundesebene anhand einer Verordnung die Reihenfolge festgelegt. Auf die Pflegeheime folgen die Krankenhäuser, bevor Anfang Februar die 53 Impfzentren im Land ihre Arbeit aufnehmen sollen. Der Fokus liegt dann zunächst auf dem Personal der ambulanten Pflegedienste und auf der Generation der Über-80-Jährigen. Letztgenannte werden in der dritten Kalenderwoche angeschrieben und informiert. Ab 25. Januar besteht für sie die Möglichkeit, Termine zu vereinbaren, entweder online oder telefonisch über die Rufnummer 116117. Von Nachfragen im Meckenheimer Rathaus sollten die Bürger jedoch absehen. „Denn wir als Stadt Meckenheim vergeben weder Termine, noch legen wir die Reihenfolge der impfberechtigten Personen fest“, verdeutlicht Bürgermeister Holger Jung.

Ausführliche Informationen über die Corona-Pandemie und die Schutzimpfung sind den Homepages des Gesundheitsministeriums www.mags.nrw, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung www.116117.de und des Rhein-Sieg-Kreises www.rhein-sieg-kreis.de zu entnehmen.

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Nordrhein-Westfalen erhält Impfstoff von Moderna: 13.200 Impfdosen eingetroffen

Region/Düsseldorf, 12.01.2021 – Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: Nach der Zulassung des Impfstoffes Moderna durch die Europäische Kommission ist die erste Lieferung in Höhe von 13.200 Impfdosen des Bundes in Nordrhein-Westfahlen eingetroffen. Da zur vollständigen Immunisierung zwei Impfdosen notwendig sind und die Hälfte der Impfdosen zunächst zurückgehalten wird, können damit zunächst 6.600 Personen geimpft werden. Die zweite Impfung erfolgt nach vier Wochen.

„Ich bin froh, dass mit Moderna ein weiterer Impfstoff zur Verfügung steht. Alle Moderna-Impfdosen werden in Nordrhein-Westfalen zeitnah einigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und dort verimpft. Aufgrund der geringen Menge werden wir dazu die nordrhein-westfälischen Unikliniken und einige Maximalversorger anschreiben und ihnen den Impfstoff anbieten”, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Der Impfstoff Moderna wird bei minus 20 Grad in das nordrhein-westfälische Zentrallager angeliefert und dort gelagert. Im aufgetauten Zustand kann der Impfstoff bei zwei bis acht Grad vorsichtig und erschütterungsarm weitertransportiert werden. Jedes sogenannte Vial enhält zehn anwendungsfertige Impfdosen, die einzeln entnommen werden können.

„Mit Blick auf die begrenzt zur Verfügung stehenden Mengen ist der Impfstart in Nordrhein-Westfalen gut angelaufen. Bislang wurden mehr als 170.000 Impfungen in den nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen durchgeführt”, so Minister Laumann.

Geplant ist darüber hinaus, allen Beschäftigten in Krankenhäusern in besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen (z.B. Notaufnahmen, COVID-19-Stationen) ab dem 18. Januar 2021 ebenfalls ein Impfangebot zu machen

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Land NRW erlässt Coronaregional-Verordnung zur Umsetzung der 15-Kilometer-Regelung in Hotspots

Region/Düsseldorf, 12.01.2021 – Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: Um den Kommunen einen rechtssicheren Rahmen für die Umsetzung der 15-Kilometer-Regelung in Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (sogenannte „Hotspots“) zu geben, hat das Land Nordrhein-Westfalen am Montag (11. Januar 2021) eine Corona-regionalverordnung erlassen. Die neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen durch einen eingeschränkten Bewegungsradius gilt ab dem 12. Januar 2021 in den namentlichen genannten Regionen mit erhöhtem und diffusem Infektionsgeschehen und ist eine Umsetzung der auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom 5. Januar 2021 beschlossenen Regelungen.

„Klar ist: Eine Begrenzung des persönlichen Bewegungsradius auf 15 Kilometer stellt einen erheblichen Grundrechtseingriff dar. Dieser ist nach der Rechtsprechung nur bei nachhaltig hohen Inzidenzen und nur auf Grundlage einer sicheren Datenbasis vertretbar”, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Eine schwankungssichere Datenbasis stand aufgrund des Meldeverzugs während der Feiertage bislang aber nicht zur Verfügung. Ab sofort können wir wieder auf Basis einer besser gesicherten Faktenbasis agieren und setzen im Schulterschluss mit den Kommunen den Beschluss der MPK konsequent um“, so Laumann weiter.

Gemäß der Regionalverordnung dürfen sich Bürgerinnen und Bürger aus den benannten kreisfreien Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von nachhaltig über 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und diffusem Infektionsgeschehen nur noch innerhalb des Kreis- bzw. kreisfreien Stadtgebietes ohne Einschränkung bewegen. Über die Grenze des eigenen Kreises bzw. der eigenen kreisfreien Stadt hinaus ist der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort (politische Gemeinde) begrenzt. Ziel der räumlichen Beschränkungen ist, das Infektionsgeschehen einzudämmen und nicht in andere Gemeinden zu „exportieren”.

Die gleiche räumliche Bewegungseinschränkung gilt für das Hineinfahren in solche „Hotspots“ von außerhalb: Personen, deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht im jeweiligen Stadt-/Kreisgebiet liegt, dürfen sich innerhalb der Gebiete mit den hohen Inzidenzzahlen nur bewegen, wenn sie dabei den 15-Kilometer-Radius um den eigenen Heimatort nicht verlassen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales steht mit den betroffenen Kommunen im direkten Austausch und klärt im Vorfeld, ob es sich um ein flächendeckendes oder ein klar eingrenzbares Infektionsgeschehen handelt. Die Regelungen gelten nur für die Kommunen, die nach der Prüfung des Infektionsgeschehens ausdrücklich in der Verordnung aufgeführt sind. Die Regionalverordnung wird dementsprechend regelmäßig angepasst werden.

Ausnahmen gelten nur für besondere Sachverhalte wie die Fahrt zur Arbeit, enge Familienbesuche, Aufsuchen von Pflege- und Gesundheitsreinrichtungen etc.

Weiterhin zulässig in den betroffenen Kommunen sind:

 

  • Reisen, die der Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher oder vergleichbarer Besorgungen  dienen,
  • der Besuch der Schule, der Kindertagesbetreuung beziehungsweiser Notbetreuung oder eine Begleitung bei diesem Besuch,
  • der Besuch von Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen,
  • Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahestehenden Personen,
  • die Übernahme pflegerischer, unterstützender und betreuender Tätigkeiten für andere Personen,
  • die Inanspruchnahme von medizinischen, pflegerischen und sonstigen nicht dem Freizeitbereich zuzuordnenden Dienstleistungen
  • Fahrten aus ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen

Hierbei ist immer zu beachten, dass nur solche Tätigkeiten einen Ausnahmetatbestand darstellen, die selbst auch nach der Coronaschutzverordnung zulässig sind.

Verstöße gegen die Coronaregionalverordnung werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet.

Die Coronaregionalverordnung finden Sie hier.

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Landkreis erhalten: Unser Landkreis Vulkaneifel muss eigenständig bleiben

Daun, 12.01.2021 – In der anstehenden Landtagswahl entscheiden die Wählerinnen und Wähler auch über Fortgang oder Ende der Gebietsreform. Geht es nach dem Willen der SPD-geführten Landesregierung, wird bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 entschieden, wie es mit einer möglichen Gebietsreform im Rahmen der nächsten Stufe der Kommunal- und Verwaltungsreform weitergeht. Vor einem halben Jahr teilte das Innenministerium mit, bis dahin solle die Zusammenarbeit der Kreise gestärkt werden, indem Bereiche der Jugend- und Sozialhilfe kreisübergreifend zusammengelegt werden. Und im Bereich der Digitalisierung sollte es auch mehr Zusammenarbeit geben. Zwar hat die aktuelle Pandemie-Situation das Thema in den Hintergrund treten lassen. Nichtsdestotrotz wird die Thematik wieder an Fahrt gewinnen. Und wohin die Reise geht, wird nach dem 14.03.2021 entschieden.

Dass Kreiszusammenschlüsse keine Probleme lösen, belegen Beispiele aus einigen östlichen Bundesländern. Professor Helmut Klüter vom Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald erforschte die Auswirkungen der Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern. Dort waren seit 1991 schrittweise aus 37 Kreisen nur noch acht sehr große Gebietseinheiten geschaffen worden. Jetzt ist der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte doppelt so groß wie das Saarland. In der Wirtschaft führte die Reform – so wie auch in Sachsen-Anhalt, wo ebenfalls Kreise fusioniert wurden – zu drastischen Wachstumseinbrüchen. Beide Bundesländer blieben weit hinter den anderen Bundesländern zurück. Zahlreiche Großunternehmen zogen in der Folgezeit aus Mecklenburg-Vorpommern weg. Professor Klüter stellte auch fest, dass die neuen kommunalen Strukturen nicht weniger, sondern mehr Personal in der Verwaltung benötigen. Nicht zuletzt leisteten die Reformen extremistischen Kräften Vorschub und die Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen, sank.

Bisher war häufig aus Mainz zu hören, dass zumindest die Landkreise mit den geringsten Einwohnerzahlen fusionieren sollten. Für die Vulkaneifel wurde als Partner der Eifelkreis ins Spiel gebracht. Der daraus entstehende Landkreis wäre fast so groß wie das gesamte Saarland. Aber das bringt offensichtlich keinen der Verantwortlichen in Mainz von den Fusionsplänen ab.

In der Vulkaneifel sprachen sich die Kreisgremien in den letzten Jahren immer wieder gegen die in Mainz geplante Gebietsreform aus. So beantragte die CDU-Fraktion im März 2019: „Der Kreistag des Landkreises Vulkaneifel lehnt eine Fusion mit einem der Nachbarlandkreise zum jetzigen Zeitpunkt ab.“ Der Antrag wurde mit 24 Ja-Stimmen angenommen. Sechs Kreistagsmitglieder der SPD enthielten sich.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Schnieder sieht mögliche Fusionspläne mit größter Sorge: „Anstatt die Probleme zu lösen, setzt die Landesregierung mit einem „Weiter so“ auf eine reine Symbolpolitik, die uns in der Vulkaneifel nicht weiter bringt, sondern vielmehr in der Entwicklung hemmt. Wir brauchen den Lückenschluss der A1, eine auf unser Leben zugeschnittene Gesundheitsversorgung, die bestmögliche Bildung für unsere Kinder und mehr Polizisten für die Innere Sicherheit. Das ist für unsere Zukunft elementar wichtig. Hier müssen von einer neuen Landesregierung dringend andere Schwerpunkte gesetzt werden. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land darf nicht ein bloßes Lippenbekenntnis bleiben.“

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Abitur 2021 an der IGS Salmtal: Mit Abstand und Begleitung

Salmtal, 12.01.2021 – Trotz geschlossener Schulen fand am 7. Januar wie geplant die erste schriftliche Abiturprüfung an der IGS Salmtal statt. Den Beginn machten dieses Jahr die 30 Schülerinnen und Schüler der Deutsch-Leistungskurse. Die Prüfung fand in der Schulmensa statt, wo auch die Einhaltung der Abstände zwischen den Schüler*innen gewährleistet werden konnte.

Zur Prüfung erschienen neben den Deutsch-Lehrkräften und der Schulleitung auch diejenigen Lehrerinnen und Lehrer, die die kommenden Abiturienten z. T. bereits seit der 5. Klasse als Tutorinnen und Tutoren betreuten und damit zeigten, welchen besonderen Stellenwert die Begleitung der Schüler*innen an der IGS Salmtal einnimmt.

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Mehr als 100.000 Euro bereits eingespart!

Ulmen, 11.01.2021 – Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED in der Verbandsgemeinde Ulmen ist abgeschlossen. Als LED-Vorreiter im Kreis Cochem-Zell und mit führend in Rheinland-Pfalz ist nun nach Abschluss der Umrüstungsarbeiten in der Ortsgemeinde Schmitt, die komplette Straßenbeleuchtung der Verbandsgemeinde Ulmen auf die neue Technologie LED umgestellt worden. Bereits 2017 wurde in den ersten Ortsgemeinden mit den Umrüstungsarbeiten begonnen, diese wurden auf eigene Kosten beauftragt und mit Beteiligung von Innogy abgeschlossen. Zug um Zug wurden seit dem auch die weiteren Ortsgemeinden umgerüstet.

Die Gemeinden Alflen, Auderath, Bad Bertrich, Kliding, Lutzerath, Urschmitt, Wagenhausen, Wollmerath sowie die Stadt Ulmen erfüllten die Kriterien des Kommunalinvestitionsfördergesetzes (KInFG) und erhielten somit entsprechende Zuwendungen. Die Ortsgemeinde Büchel erfüllte die Förderkriterien der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes und erhielt somit einen Zuschuss in Höhe von 25% der förderfähigen Kosten. Die Umrüstung in der Ortsgemeinde Schmitt wurde durch den Investitionsstock des Landes mit 50 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert.

Planmäßig werden sich die Investitionen, je nach Ortsgemeinde bzw. Anzahl der Straßenlaternen, in durchschnittlich 3,77 Jahren amortisieren. Schon jetzt, nach Fertigstellung der letzten Ortsgemeinde in diesem Jahr, wurden bereits knapp 140.000 Euro Strom- und Wartungskosten durch die Umrüstung auf LED eingespart. Diese Umstellung bedeutet nicht nur nachhaltig weniger Energiekosten sondern auch Profit für Klimaschutz und Umwelt durch die Reduzierung von ca. 320 T Co2 pro Jahr.

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Einzelhandel und Gastronomie trotz Lockdown weiterhin für Sie im Einsatz!

Daun/Region, 11.01.2021 – 2020 hat uns allen Grenzen aufgezeigt, die so niemand vorherahnen konnte. Wir alle mussten Situationen erfahren, die immer wieder neue Ideen und ein komplettes Umdenken gefordert hatten. Besonders unter dem Lockdown leiden seit 16. Dezember die zahlreichen Einzelhändler in der Region. Viele Kunden haben dem lokalen Handel, den Dienstleistern sowie der Gastronomie in der Region die Treue gehalten haben. Das ist beeindruckend und zeigt den Zusammenhalt, wenn es eng wird! Auch nach den Feiertagen gibt es beim Einzelhandel und der Gastronomie in Daun, Gerolstein, Hillesheim, Jünkerath, Kelberg sowie in zahlreichen Ortsgemeinden unzählige Möglichkeiten gezielt einzukaufen.

Ein jeder Einzelhändler ist über verschiedene Kanäle erreichbar: sei es telefonisch, per Email, über diverse Shops, per WhatsApp – sie bieten Abholung, Versand oder gar Lieferung an. Die Kontaktdaten der Einzelhändler hängen meistens in deren Schaufenster. Selbstverständlich findet alles unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen statt. Unterstützen Sie bitte weiterhin die regionalen Angebote, des lokalen Handels und der Gastronomie mit „Take away!“ Übrigens können Sie Ihr neues Auto oder den neuen Gebrauchten beim Autohändler Ihrer Wahl auch im Lockdown kaufen.

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Start für die erste Wasserstoff-Tankstelle im Kreis Düren

Düren, 11.01.2021 – Der Kreis Düren setzt seit langem auf Wasserstoff (H2). Deshalb freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn, dass in diesem Jahr die erste Wasserstofftankstelle im Kreisgebiet eröffnet werden kann. „Wir setzen damit unseren innovativen Weg konsequent fort“, sagte der Landrat. Der Bund fördert den Tankstellenbau mit rund 1,3 Millionen Euro.

Die erste H2-Tankstelle wird im Dürener Gewerbegebiet „Im großen Tal 1“ entstehen und an die dortige Shell-Tankstelle andocken. „Derzeit sind sämtliche Unterlagen für die Genehmigung in Vorbereitung“, sagte der Landrat. Im Sommer wird Baubeginn sein, die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant. Die Station wird von der H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG gebaut und betrieben und liegt „sehr verkehrsgünstig an der Autobahn A 4“, wie Landrat Wolfgang Spelthahn betonte.

An der neuen Station können nicht nur Pkw, sondern auch Busse und perspektivisch Lkw betankt werden. Der Kreis Düren wird bekanntlich so schnell es geht, Wasserstoffbusse einsetzen. Für fünf Fahrzeuge ist vom Land NRW bereits eine Förderung von 1,3 Millionen Euro zugesagt worden. Zudem wird der Kreis Düren noch in diesem Jahr auf der Basis von Sonnenenergie mit der Produktion von grünem Wasserstoff im Brainergy-Park in Jülich beginnen.

„Es ist wichtig, dass nun ein Anfang gemacht wird“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Um die Wasserstofftechnologie voranzutreiben, brauche es Fahrzeuge und Tankmöglichkeiten. Der Kreis Düren plant vier weitere H2-Tankstellen verteilt über das gesamte Kreisgebiet.

„Wir arbeiten sehr eng und gut mit dem Kreis Düren zusammen, die Planungen kommen gut voran“, sagte Falk Schulte-Wintrop, für die strategische Unternehmensentwicklung bei H2 Mobility verantwortlich. Sein Unternehmen betreibt bundesweit 85 Wasserstoff-Stationen.

Der Kreis Düren setzt selbst bereits zwei H2-Autos ein. Zudem fahren mittlerweile auch einige Kommunen wie Nörvenich und Jülich sowie Privatunternehmen Wasserstoffautos. Die Betankung von Pkw dauert zwischen 3 und 5 Minuten, die von Bussen 10 bis 15 Minuten. Außerdem wird der Kreis Düren künftig H2-Züge einsetzen. „Wasserstoff ist die Zukunft“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn, „wir werden dieses Innovationsthema konsequent weiterverfolgen.“

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Corona-Pandemie: Apotheker als gefragte Arzneimittel-Experten in Impfzentren

Region/Mainz/Berlin, 10.01.2021 – Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt den Einsatz von Apothekerinnen und Apothekern sowie zusätzlichem pharmazeutischen Personal in den regionalen Impfzentren und mobilen Impfteams, die seit Ende Dezember 2020 schon viele tausend Menschen gegen das Corona-Virus geimpft haben. „Wir freuen uns, dass die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker von Anfang an bei den Corona-Impfungen angefordert und einbezogen wird“, sagt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening: „In Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Berlin und Nordrhein-Westfalen arbeiten die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ganz systematisch in fest definierten Teams mit Ärzten und medizinischem Personal zusammen. In anderen Bundesländern gibt es dagegen noch viel Potential, die Apothekerinnen und Apotheker noch intensiver in die Facharbeit einzubeziehen. Viele Landesapothekerkammern haben ihre Mitglieder aufgerufen, sich bei ihnen oder den Impfzentren für eine freiwillige Mitarbeit zu melden.“

Overwiening weiter: „Die Apotheken haben seit Beginn der Pandemie jeden Tag hunderttausende Patienten über das Corona-Virus und den Kampf dagegen informiert sowie erkrankte und in Quarantäne befindliche Patienten kontaktlos per Botendienst mit Arzneimitteln versorgt. Mit der kostenlosen Abgabe von FFP2-Schutzmasken und der Möglichkeit, kostenpflichtige Antigen-Schnelltests durchzuführen, haben die Apotheken in den vergangenen Wochen sogar noch weitere Mittel in die Hand bekommen, um den gesamtgesellschaftlichen Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen. Der Einsatz von Apothekerinnen und Apothekern in den Impfzentren ist ein weiterer Baustein. Als Experten für Arzneimittel und somit auch für Impfstoffe stellen die Apotheken seit jeher die Versorgung der Ärzte mit Impfstoffen gegen Grippe, Masern, FSME oder HPV sicher. Seit kurzem gibt es auch regionale Modellprojekte zur Grippeschutz-Impfung in Apotheken, die auf eine höhere Durchimpfungsrate abzielen.“

Zum Hintergrund: Die Impfzentren liegen in der Verantwortung der Bundesländer und ihrer Kommunen, die auch den Personaleinsatz vor Ort verantworten. Apothekerinnen und Apotheker können dort insbesondere die Rekonstitution des Impfstoffes (d.h. Verdünnung des Konzentrats) vornehmen

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Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Start der Impfzentren ist ein großer Fortschritt in der Pandemie-Bekämpfung – 100.000 Menschen sollen bis Ende Januar geimpft sein.

Region/Mainz, 09.01.2021 – Am Donnerstag haben in Rheinland-Pfalz die 31 Impfzentren des Landes ihren Betrieb aufgenommen. Dafür konnten bereits rund 16.000 Termine vergeben werden. Die Terminvergabe für rund 90.500 aktuell abgeschlossene Registrierungen erfolgt bis Ende der Woche. „Wir freuen uns, dass wir ab sofort viele Tausend Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer gegen Corona impfen können. Mit dem Start der Impfzentren kommen wir in der Pandemiebekämpfung einen bedeutenden Schritt voran, denn hier werden wir jeden Tag sehr viele Menschen gegen das Virus impfen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zum Auftakt der Impfzentren.

Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz seit dem 27. Dezember 2020 bisher 16.000 Menschen geimpft worden (Stand Mittwoch Abend).
Die Ministerpräsidentin und die Gesundheitsministerin sowie der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling begleiteten den Start des Impfzentrums in Mainz und machten sich ein Bild vom Ablauf vor Ort. In dem Impfzentrum im Mainzer Stadtteil Gonsenheim können heute 200 Menschen einen Impftermin wahrnehmen. Die Kapazität wird perspektivisch ausgebaut. Ziel für ganz Rheinland-Pfalz ist es, sofern der Bund genug Impfstoff liefert, bis Ende Januar insgesamt 100.000 Erstimpfungen durchzuführen. „Die Impfung gibt uns die Zuversicht, dass wir bald wieder normaler leben können und die Pandemie besiegen werden. Ich bin sehr froh, dass wir auf diesem Weg entschieden vorankommen,“ betonte die Ministerpräsidentin. Noch nie seien in so kurzer Zeit völlig neue Strukturen mit einer vergleichbaren Logistik wie die Impfzentren geschaffen worden, in einem gemeinsamen Kraftakt verschiedener Akteure. „Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement in dieser bislang einmaligen Impfaktion in der Geschichte unseres Landes“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Terminvergabe für die Impfzentren läuft seit Montag. Anmelden können sich zunächst gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes die priorisierte Gruppe der über 80-Jährigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste oder Rettungsdienste. Der Ansturm auf die Telefonhotline führe dazu, dass man nicht immer beim ersten Anruf durchkomme. Er zeige aber auch, wie groß die Impfbereitschaft in dieser Gruppe sei. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler bat um Geduld und Verständnis dafür und rief dazu auf, dass alle diejenigen, die über einen Internetzugang verfügen und zur Gruppe gehören, die zuerst geimpft wird, den Onlinezugang zur Terminvereinbarung unter www.impftermin.rlp.de zu nutzen. „Mit jeder einzelnen Impfung sind wir einen Schritt weiter in der Bekämpfung der Pandemie. Jede Impfung trägt dazu bei, Leben zu schützen“, betonte die Gesundheitsministerin.

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit dem heutigen Start der Corona-Schutzimpfungen im Impfzentrum beginnt die wohl wichtigste Etappe im Kampf gegen das Coronavirus, denn die wirksame Impfung einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung ist der einzige Weg zur Überwindung der Pandemie. Dass der Impfstoff, der hier verabreicht wird, von der Firma BioNTech in Mainz entwickelt wurde, macht mich besonders stolz. Der Aufbau des Impfzentrums, die Organisation und die Durchführung sämtlicher Impfungen ist ein großer Kraftakt für uns als Kommune, dem wir uns gerne stellen und den wir erfolgreich angenommen haben. Mein Dank gilt allen beteiligten Ämtern, der Ärzteschaft sowie den Apothekerinnen und Apothekern, denn dank ihres großen Einsatzes können viele Menschen jetzt positiver in die Zukunft blicken.“