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Ehemalige Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann zu Gast beim Volkstrauertag in Bad Bodendorf

Ahrweiler – Öffentliche Gedenkstunde des Kreises Ahrweiler am 19. November 2023 in Bad Bodendorf Im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz richtet der Kreis Ahrweiler am Sonntag, 19. November 2023, um 15 Uhr die alljährliche Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf aus, zu der alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Unter dem diesjährigen Leitmotiv „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ (Lukas 1, 79) hält in diesem Jahr Dr. Margot Käßmann, Landesbischöfin im Ruhestand und Theologin, die Hauptrede zur Gedenkstunde. In ihrer Ansprache wird sie der Toten der beiden Weltkriege, gleichermaßen der Zivilisten wie Soldaten, gedenken. Ihr ist es ein zentrales Anliegen, Lehren aus den Konflikten unserer Zeit zu ziehen und aufzuzeigen, dass durch das Durchbrechen der Eskalationsspirale der Gewalt Hoffnung auf eine friedliche Zukunft entsteht.

Landrätin Cornelia Weigand, die in die Gedenkstunde einführen wird, freut sich über die Zusage der Theologin: „Mit Frau Dr. Käßmann haben wir eine Rednerin für den Volkstrauertag gewinnen können, die sich wie kaum eine andere in Deutschland für Frieden und Gewaltfreiheit einsetzt. Das Thema ist in diesen Tagen aktueller denn je.“

Musikalisch begleitet der Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde Bad Neuenahr sowie die Chorgemeinschaft Bad Bodendorf-Sinzig-Westum die Veranstaltung, umrahmt von den Eingangs- und Schlussgebeten der evangelischen Pfarrerin Kerstin Laubmann sowie des katholischen Pastors Frank Werner. Außerdem findet in diesem Rahmen eine feierliche Kranzniederlegung seitens der Landesregierung, der Bundeswehr sowie des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. statt.

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Neuer modernisierter Pausenraum für die Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Förderverein spendiert neue Küche – Über einen modernisierten Pausenraum inklusive neuer Küchenzeile freut sich das Team der Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr – finanziert durch den Förderverein des Hauses sowie private Spenden der Chefärzte.

Das Team der Intensivstation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr versorgt tagtäglich Patientinnen und Patienten mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen. Um zwischendurch kurz durchatmen zu können, steht den Kolleginnen und Kollegen ein Pausenraum zur Verfügung, der nun umfassend modernisiert und mit einer neuen Küchenzeile ausgestattet wurde. Möglich gemacht hat dies die finanzielle Unterstützung des Fördervereins sowie private Spenden der Chefärzte. „Den häufig fordernden Arbeitsalltag unserer Mitarbeitenden zu erleichtern, gehört zu unseren Herzensaufgaben“, sagt Hermannjosef Berg, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins.

Der Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. unterstützt das Klinikum finanziell sowie ideell. Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge konnten in den vergangenen Jahren zum Beispiel ein hochmoderner Arthroskopie-Turm für den OP sowie eine ebenso moderne Kaffeemaschine in der Cafeteria angeschafft werden. Das heißt: Vom Engagement des Fördervereins profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten der Region als auch die Mitarbeitenden des Hauses.

Wer die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, als Mitglied beizutreten. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses: www.marienhaus-klinikum-ahr.de. Vorsitzender Horst Gies MdL und seine Vorstandskollegen freuen sich über jedes neue Mitglied: „Wenn viele einen kleinen Beitrag leisten, können wir gemeinsam so einiges erreichen!“

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.

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Eine Knolle mit Klasse – Am 28. Oktober findet in Aachen ein Kartoffelfest im Rahmen des Biomarkts statt

Aachen – Auf dem pittoresken Münsterplatz herrscht reges Treiben und lautes Stimmengewirr. Ob Kürbis in knalligem Orange, ein knackiger, grüner Salat oder Eier frisch vom Hof: Der Biomarkt, der jeden Samstag von 9 bis 14 Uhr stattfindet, lockt seit Jahren vor der Domkulisse mit frischen Lebensmitteln, die sich durch Regionalität, Saisonalität und biologischen Anbau auszeichnen. Am Samstag, 28. Oktober, rückt erstmalig ein Kartoffelfest auf dem Münsterplatz die beliebte Knolle auf dem Biomarkt in den Fokus „Das Anbieten von frischen Waren auf Märkten gehört seit vielen Jahrhunderten zu unserer Stadt“, weiß Christoph Kemperdick, Leiter des städtischen Immobilienmanagements. Sein Fachbereich ist für die Organisation der insgesamt dreizehn Aachener Wochenmärkte verantwortlich. Die Stadt verfolgt gemeinsam mit der Politik das Ziel, die Aachener Wochenmärkte zu stärken und an das Kundenverhalten anzupassen.

Die neueste Idee zum Kartoffelfest kam von Christina Leuer aus dem Immobilienmanagement. Sie betreut federführend das Marktwesen. Für die Premiere konnte sie insgesamt vier zusätzliche Anbieter*innen gewinnen, die am 28. Oktober das Biomarkt-Angebot ergänzen. „Das Kartoffelfest findet als Pilotprojekt im Rahmen des Biomarkts statt. Auf diesem herbstlichen Themenmarkt sollen Kartoffelsorten präsentiert, verkauft und zubereitet werden. Außerdem kann sich die Kundschaft Informationen rund um die Knolle an den Infoständen einholen“, umreißt Leuer das Angebot. Neben dem Gut Paulinenwäldchen ist der Ernährungsrat samt Initiative „Slowfood“, Martin Görg von Essbare Innenstadt sowie ein Foodtruck dabei.

Angebote zum Kartoffelfest

Das Gut Paulinenwäldchen bietet die unterschiedlichsten Kartoffelsorten zum Kauf und zum Probieren an. „Zehn verschiedenen Sorten gehören zu unserem Angebot. Wir sind auf dem Gebiet also echte Spezialist*innen. Ganz besonders interessant finde ich den blauen Schweden, eine Knolle, die wie ihr Name sagt, blau ist und auch einen wirklich tollen Geschmack hat“, schwärmt Heike Mohmeyer vom Gut Paulinenwäldchen.

„Der Ernährungsrat Aachen & Region setzt sich für eine nachhaltige, regionale und gesunde Ernährung in Aachen und Umgebung ein. Als freies Bündnis arbeiten wir im Interesse aller Menschen und Organisationen, die Lebensmittel produzieren, verarbeiten, verkaufen und auch einkaufen“, erklärt Sabine Weineck vom Ernährungsrat Aachen & Region. Im Rahmen des Kartoffelfestes werden sie auf dem Münsterplatz über regionale Ernährung informieren.

Die Initiative Essbare Innenstadt vervollständigt das Informationsangebot. Sie berichtet, wie interessierte Gärtner*innen sich ganz leicht selbst mit ihren Kartoffeln versorgen können: „Die eigene Kartoffel ist immer die Regionalste, die es gibt. Viele wissen nicht, dass schon kleine Flächen reichen, um sich mit einem Jahresvorrat an Kartoffeln eindecken zu können“, erläutert Martin Görg von Essbare Innenstadt.

Wochenmärkte stärken

Wird das Angebot gut angenommen, sollen künftig zu jeder Jahreszeit – also jeweils einmal im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – spezifische Sonderfeste den samstäglichen Biomarkt ergänzen und auf einen Bummel in die Aachener Altstadt einladen.

Von Dienstag bis Samstag finden in der Aachener Innenstadt sowie in den Bezirken Wochenmärkte statt. Hier gibt es: frisches Obst, Gemüse, Käse, Brot, Honig und Oliven, ein Käffchen mit Bekannten, und wer ein schönes Zuhause schätzt, gönnt sich einen Blumenstrauß.

Alle Märkte sind zentral gelegen und gut erreichbar. „Wir sehen vor allem die Chancen, bewährte Angebote mit neuen kreativen Ideen und guten Konzepten zu ergänzen“, beschreibt Kemperdick die aktuelle Aufgabe. Im Rahmen des neuen Wochenmarktkonzepts ist der Umzug des Innenstadtmarkts am Dienstag vom Marktplatz vor dem Rathaus zum Elisenbrunnen vollzogen. Das vielfältige Angebot und die gute Erreichbarkeit werden von Besucher*innen gut angenommen. „Dort verzeichnen wir eine spürbare Belebung“, bilanziert Kemperdick rund anderthalb Jahre nach dem Start des „neuen“ Elisenmarkts.

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Altmeisterfeier der HwK Koblenz mit vielen Superlativen

Region/Mayen-Koblenz – Traditionsveranstaltung der Handwerkskammer Koblenz würdigt 211-fach Lebenswerk mehrerer Meistergenerationen – 105 Altmeister wurden bei der ersten Feier 1962 geehrt. Doppelt so viele, nämlich 211 Meisterbriefe in Gold, Diamant, Eisern und Platin, konnte die Handwerkskammer (HwK) Koblenz in diesem Jahr an Handwerker verleihen, die vor 50, 60, 65 oder 70 Jahren ihre Meisterprüfungen abgelegt haben. Dabei stellte die jüngste Feier gleich mehrere Rekorde auf: Seit der Premiere im Jahr 1962 konnten noch nie mehr als 200 Auszeichnungen übergeben werden, mit Bäckermeister Werner Kaiser war auch der älteste Handwerksmeister dabei, den es in 61 Jahren Altmeisterfeier jemals gab. 103 Jahre ist der rüstige Senior alt, der immer noch regelmäßig sein Brot bäckt und 1946 zu Meisterehren in diesem Handwerk kam. Das liegt 77 Jahre zurück. (separate Meldung in dieser Mail: Altmeisterfeier 2023_Werner Kaiser.docx)

HwK-Präsident Kurt Krautscheid konnte unter den 211 Jubiläumsmeistern 104 mit dem Goldenen Meisterbrief für 50 Jahre Meisterprüfung im Handwerk begrüßen, außerdem 71 Diamantene für ihr 60-jähriges Meisterjubiläum. Den Eisernen Meisterbrief für 65 Jahre Meisterehren ging an 23 Jubilare „und sage und schreibe für 70 Jahre Meisterprüfung im Handwerk können wir dieses Jahr 12 Platin-Meisterbriefe verleihen. Auch das gab es noch nie und es zeigt, dass das Handwerk ganz offensichtlich fit hält.“

„Jungspund“ unter den Platinmeistern ist mit 92 Jahren Schreinermeister Franz Josef Limbach und „unsere 12 Jubilare dieser außergewöhnlichen Kategorie bringen zusammen 1.138 Lebensjahre und rund 840 Jahre Handwerks-Meisterschaft mit zu unserer Feier – ebenfalls ein Rekord!“, so Krautscheid. Handwerksmeister aus 34 unterschiedlichen Berufen erhielten Auszeichnungen, wobei die Elektroinstallateure und Kfz-Mechaniker an der Spitze lagen. Doch selbst heute eher exotische Gewerke wie Buchdrucker oder Fernmeldetechniker waren dabei. „Das steht für die Vielfältigkeit des Handwerks, aber auch technischen Fortschritt. Viele Berufe von damals haben sich weiterentwickelt und ihr Aufgabenprofil hat sich stark verändert, was Zusammenlegungen und Umbenennungen einschließt. Auf der anderen Seite gibt es Klassiker, die offenbar nichts verloren haben an ihrer Attraktivität, so die Tischler, Dachdecker oder eben die Top-Berufe des Kfz-Handwerks und der Elektroinstallation“.

In einer kurzweiligen Altmeisterfeier, die aufgrund der starken Resonanz auf zwei Tage verteilt war, ging es auf Zeitreise durch die Jahre und Jahrzehnte. Wesentliche Ereignisse der Meisterabschlussjahre wurden aufgegriffen und in Erinnerung gerufen. Doch auch die Jubilare selbst brachten Erlebnisse mit, die untrennbar mit der Meisterprüfung verbunden sind. So in einem Kurzfilm, der drei Altmeister in betrieblichem und familiärem Umfeld vorstellte, darunter Bäckermeister Werner Kaiser. Als eines von acht Kindern kam er 1920 zur Welt und wurde nach der Bäckerausbildung zur Wehrmacht eingezogen. Im zweiten Weltkrieg geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, der er nach seiner Rückkehr ins heimische Ruhrgebiet 1946 die Meisterprüfung folgen ließ. Einem Studium zum Berufsschullehrer schloss sich der Umzug nach Boppard an, wo er ab 1953 an der Gewerbeschule für die pädagogische Ausbildung der Bäcker, Konditoren, Fachverkäufer, Köche und Kellner zuständig war. Im Sekretariat arbeitete seine spätere Ehefrau, mit der eine Familie gründete. Hier lebt der 103-Jährige mit seiner Frau im 1956 bezogenen Haus noch immer und bäckt einmal pro Woche noch sein Brot.

Traditionell überreichte der Kammerpräsident jeden Jubiläumsmeisterbrief persönlich am Platz der Altmeister – auch eine Hommage an die Leistungen, die hinter jedem Meister-Lebenswerk steht.

Für gute Unterhaltung und eine kulturelle Bereicherung sorgten mit ihrer Kowelenzer Mundart die Gesangseinlagen der „Schängelmaries“ sowie die 15-jährige Leyla Karim. Die junge Musikerin ist insbesondere in den sozialen Medien mit Tausenden Aufrufen sehr erfolgreich und konnte mit ihrem Gesang auch die Gäste der Altmeisterfeier beeindrucken.

Durch die Veranstaltung führte HwK-Mitarbeiterin Eva Vogt.

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Nischensport „Kickern“ lockt zahlreiche Profis und Amateure in die Eifel

Kaisersesch 1. Kaisersescher Stadtmeisterschaft im Tischfußball – Am vergangenen Samstag wurde in der Aula der Pommerbachschule die erste Kaisersescher Stadtmeisterschaft im Tischfußball ausgetragen. Der Startschuss fiel um 15.00 Uhr. Nach spannenden Kämpfen im Profi- und Amateurfeld um den ersten Platz, konnten gegen 22.00 Uhr die Sieger durch Stadtbürgermeister Gerhard Weber und den Vorsitzenden des TFC Kaisersesch Bernhard Rieden geehrt werden.

Siegerehrung im Profi-Feld: Das Team des KCK Kaiserslautern gewinnt den Wanderpokal (v. l. n. r.: Bernhard Rieden, Thorsten Grünkorn, Karsten Kuckhoff, Kevin Kaisling, Stadtbürgermeister Gerhard Weber). Foto: ©Mirjam Johann-Rieden

Die erste Kaisersescher Stadtmeisterschaft lockte vergangenen Samstag zahlreiche aktive Kicker-Sportler in die kleine Eifelstadt. Von abgebrühten Profis aus ganz Rheinland-Pfalz bis zu regionalen Amateurspielern war jedes Spielniveau vertreten. Die großzügige Aula der Pommerbachschule bot beste Bedingungen, Tischfußball als Nischensportart in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Stadtbürgermeister Gerhard Weber bedankte sich bei Bernhard Rieden für die Organisation des Events und freute sich über die rege Teilnahme: „Neue Ideen und das Engagement unserer Kicker-Freunde in Kaisersesch unterstützen wir gerne und freuen uns, mit der Pommerbachschule einen passenden Austragungsort für die Meisterschaft gefunden zu haben.“

Sieben Vorrunden bis zum Finale

Pro Team traten jeweils drei Spieler an, die auf Amateur- oder Profi-Niveau spielen konnten. Gespielt wurde im „Race-to-Modus“ – Wettkampf bis zu einer gewissen Toranzahl – an neun Profi-Kickertischen. Um 15:30 Uhr starteten die ersten Spiele. Für den Sieg mussten mindestens 15 Tore erzielt werden. Nach sieben Vorrunden standen dann die Finalisten für die Profi- und Amateurrunde fest. Heiß umkämpft in spannenden Matches, ging der Wanderpokal schließlich an die Profis aus Kaiserslautern. Im kommenden Jahr gilt es, diesen zu verteidigen.

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Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuer-Hebesätze machen Standortvorteil von Rheinland-Pfalz zunichte

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier – Zu den am Donnerstag veröffentlichten Grund- und Gewerbesteuerhebesätzen der rheinland-pfälzischen Kommunen 2023 durch das Statistische Landesamt äußert sich Dr. Florian Steidl, steuer- und finanzpolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz:

„Die großflächigen und teils massiven Steuererhöhungen im Jahr 2023 hatten sich mit der Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs bereits angekündigt. Sie machen den Standortvorteil der bisher im Bundesvergleich eher moderaten Steuersätze in Rheinland-Pfalz zunichte. Die Verteuerung der kommunalen Standorte führt zu einem Verlust an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Den Steuererhöhungen stehen für Unternehmen keine verbesserten Standortbedingungen gegenüber – von Infrastruktur über eine digitale, unternehmensnahe Verwaltung bis hin zum passenden Fachkräfteangebot in den Regionen.

Die Hebesätze sind in vielen Kommunen auf ein Niveau gestiegen, das dem Strukturwandel und der Ansiedlung von Unternehmen entgegensteht, vor allem in ohnehin bereits strukturschwachen Regionen. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sind gesunde Kommunalfinanzen unabdingbar, um angesichts der vielfältigen Herausforderungen handlungsfähig zu bleiben und die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen vor Ort aktiv mitgestalten zu können. Zur Haushaltskonsolidierung reicht es jedoch nicht, nur an der Einnahmenseite zu schrauben. Es muss alles auf den Tisch. Öffentliche Leistungen und Aufgaben müssen noch stärker auf ihre Relevanz überprüft und priorisiert werden. Auch das Land Rheinland-Pfalz ist gefordert, sich in allen Bereichen der Mitverantwortung für die Standortbedingungen in den Kommunen zu stellen.“

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Das Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz 2024 ist ab sofort erhältlich

Region/Mayen-Koblenz – Gewinner des Fotowettbewerbs „Nachhaltiges MYK“ gekürt – Endlich ist es da, das Heimatbuch 2024. Ab sofort ist die 42. Auflage der mit lesens- und wissenswerten Geschichten gespickten Heimatbuchreihe für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Knapp 90 ehrenamtliche Autoren haben die rund 330 Seiten des Heimatbuches mit Leben gefüllt. „Das freiwillige Engagement und die Mithilfe, die die Autoren in die Entstehung des Buches gesteckt haben, ist keinesfalls selbstverständlich. Umso mehr freut es mich, dass die Beteiligung von Jahr zu Jahr ungebrochen hoch ist“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

„Die Autoren halten in mühevoller Detailarbeit die Geschichte des Landkreises Mayen-Koblenz im Heimatbuch lebendig. Sie recherchieren, forschen, dichten und fotografieren und schaffen es damit, dass Ereignisse unvergessen und künftigen Generationen erhalten bleiben“, betont der Kreischef. Der Fotowettbewerb, der sich an Hobbyfotografen jeden Alters richtete, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltiges MYK“. Die Resonanz darauf war groß. „Uns haben knapp 110 Fotografien von rund 50 Fotografen erreicht. Vom Solarpanel bis zum Denkmal haben die Einsendungen viele Seiten der Nachhaltigkeit gezeigt, die unseren Landkreis Mayen-Koblenz mit all ihren Facetten bereichern. Es waren viele tolle Ideen dabei und die Jury hatte es in diesem Jahr nicht leicht, die Gewinner-Bilder auszuwählen“, berichtet Landrat Dr. Alexander Saftig überaus zufrieden.

Den 1. Platz und gleichzeitig das Titelbild sichert sich Sabrina Hofmann (26) aus Mendig. Mit ihrer Fotografie des Bienenbesuchs am nachhaltig hergestellten Insektenhotel gelingt es ihr nicht nur, ein schönes Detail einzufangen, sondern auch die Thematik der Nachhaltigkeit zu transportieren. Platz 2 geht an Pamela Sprenger (43) aus Rhens für die herbstliche Fotografie des Bauwagens der Wald-Kindertagesstätte Rhens im Rhenser Stadtwald – eine durchweg beeindruckende und stimmungsvolle Aufnahme. Den 3. Platz belegt Klaus Breitkreutz (60) aus Lehmen mit der „Essbaren Stadt“ – einem Gemüsebeet in der Stadt Andernach. Über Platz 4 dürfen sich Annika Assenmacher (15) und Annika Schmitt (15), Schülerinnen des Megina-Gymnasiums Mayen, freuen, die das emsige Treiben eines Bienenvolks im Mayener Fachzentrum Bienen und Imkerei, das zum Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifelgehört, festgehalten haben. Platz 5 konnte sich Marina Müller (29) aus Kirchwald sichern, die mehrere von Nebel umhüllte Windräder während eines Spaziergangs auf dem Panoramaweg Kirchwald in der Abenddämmerung im Bild festhalten konnte. Der 6. Platz geht an Anton Lutz (18) aus Andernach, der die Verbindung von Nachhaltigkeit und Elektromobilität in Form eines Elektrorollers im Kornfeld fotografiert hat. Die sechs ersten Platzierungen erhalten Geldpreise von 300 bis 100 Euro. Darüber hinaus haben es noch weitere tolle Fotografien ins Heimatbuch 2024 geschafft.

Eine Besonderheit des Heimatbuches 2024 ist der Abdruck der Gewinnerbilder des Malwettbewerbs der Smarten Region MYK10. Unter dem Motto „Male Dein Dorf oder Deine Stadt der Zukunft“ haben unzählige Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ihre beeindruckenden Kunstwerke eingereicht. Hierbei wurden außergewöhnliche sowie kreative Ideen zum Leben im zukünftigen Landkreis Mayen-Koblenz zu Papier gebracht.

Das Heimatbuch 2024 ist ab sofort für 8,90 Euro in den Buchhandlungen der Region erhältlich. Anfang 2024 startet die nächste Redaktionsphase. Dann können die Autoren wieder ihre Beiträge zur Auswahl ins Kreishaus schicken.

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Anschnitt der Weihnachts-Leberwurst 2023 in Aachen

Aachen – „Jetzt geht es um die Wurst“, mit Tatendrang setzte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen gemeinsam mit Jörg Radermacher, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Aixtra Fleischer e. V., das Messer zum Teilen der Aachener Weihnachtsleberwurst an.

Leberwurst gibt’s zu jeder Jahreszeit – die Aachener Weihnachtsinterpretation des Wurstklassikers gibt es aber nur, wenn es wieder auf die Feiertage zugeht. Seit über 120 Jahren darf die echte „Öcher Chressmesleäverwooesch“, wie eingefleischte Aachener*innen sagen, nur von Fleischer*innen aus dem Aachener Stadtgebiet nach strengen Qualitätsvorgaben hergestellt werden. Im Februar 2016 entschied sich die Europäische Kommission der Aachener Weihnachtsleberwurst und dem Öcher Puttes neben der Aachener Printe das Gütesiegel eines geografisch geschützten Produktes zu verleihen. „Wir sind sehr stolz, dass die Aachener Weihnachtsleberwurst etwas Besonderes in unserem Handwerk ist und man sie nicht in jedem Supermarkt kaufen kann“, freut sich Jörg Radermacher.

Zum traditionellen Rezept gehören nicht nur ein Schuss Sahne, sondern auch weihnachtliche Gewürze wie Koriander, Kardamom, Anis und zur Veredelung verschiedene Nüsse, Preiselbeeren oder sogar Honig. Manchmal wird sie sogar mit Aachener Printen verfeinert. Jede*r Fleischer*in hat ein eigenes Rezept für seine besondere Weihnachtsleberwurst, das natürlich geheim bleibt. Das Gütesiegel der Europäischen Kommission schützt die kostbare Fleischware vor minderwertigen Kopien und als regionales Erzeugnis.

Seit 2008 findet in Aachen jedes Jahr der offizielle Saison-Anschnitt durch Vertreter*innen der Aachener Aixtra-Fleischer und den jeweiligen Oberbürgermeister*innen der Stadt Aachen im Weißen Saal des Aachener Rathauses statt. Drei Kilogramm der Aachener Weihnachtsleberwurst und ebenso viel Öcher Puttes aus den aktuell noch acht Fleischerinnungsbetrieben der Stadt wurden dabei als Spende für soziale Einrichtungen zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr erhielten wieder die Franziska-Schervier-Stube sowie das Café KonTAKT des Alexianer-Wohnverbundes diese traditionsreiche Aachener Köstlichkeit.

Vertreter*innen des Öcher-Platt-Vereins, zahlreiche Senior*innen der Fleischerinnung und Träger von Goldenen Meisterbriefen nahmen an der Veranstaltung teil. Als Besonderheit in diesem Jahr wurde die Oberbürgermeisterin beim Anschnitt von Schülerpraktikantin Frieda unterstützt.

„Diese Wurst zeigt, dass uns in Aachen das gute Leben wichtig ist. Die Aachener*innen sind Genießer*innen“, weiß Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

 

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Eröffnung des MakerSpace Mayen-Koblenz ist voller Erfolg

Region/Mayen-Koblenz – MINT-Inhalte begeistern mehr als 250 Besucher – Mit einem „Tag der Offenen Tür“ hat jüngst der MINT MakerSpace im Goethe Atrium in Bendorf feierlich eröffnet. Hierbei handelt es sich um eine generationsübergreifende, außerschulische Lern- und Begegnungsstätte für alle MINT-Bereiche, die als zentrale Adresse zur Auseinandersetzung mit MINT-Inhalten in MYK dienen soll und so Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Spaß am Programmieren, Tüfteln, Forschen und Entwickeln vermittelt. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong dankte im Rahmen der Eröffnung allen Akteuren, die an der Etablierung des MakerSpace beteiligt waren. Hierzu zählen vor allem der Betreiber, die MakerSpace Mayen-Koblenz gGmbH mit ihrer Gründerin Eva Pfitzner, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH sowie die Smarte Region MYK10.

„Der MakerSpace bietet mit positiven Schlüsselerlebnissen durch die Teilnahme an MINT und MINT-Wissenschaften berufliche Orientierung, findet Talente außerhalb des schulischen Fächerkanons und fördert alle, die gefördert werden möchten. Ich bin mir sicher: Der facettenreiche MakerSpace wird mit seinen unzähligen Möglichkeiten viele Herzen in Mayen-Koblenz höherschlagen lassen“, betonte Pascal Badziong.

Der MakerSpace Mayen-Koblenz bot am „Tag der Offenen Tür“ eine breite Palette an Mitmachaktionen, die für alle Altersgruppen und Interessen geeignet waren, beispielsweise die Interaktion mit Robotern oder das 3D-Drucken. Mehr als 250 begeisterte Besucher jeden Alters verbrachten teilweise mehrere Stunden damit, die zahlreichen spannenden Möglichkeiten des MakerSpace zu erkunden und auszuprobieren. „Wir sind begeistert von der überwältigenden Resonanz und dem Erfolg unserer Eröffnung“, sagte Eva Pfitzner, die Initiatorin und Gründerin der MakerSpace Mayen-Koblenz gGmbH.  „Ganz offensichtlich gibt es einen starken Bedarf an einem Ort wie diesem.“

Der MakerSpace Mayen-Koblenz befindet sich im Goethe Atrium in der Unteren Vallendarer Straße in Bendorf und ist montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Zudem werden an vielen Samstagen Kurse und erweiterte Öffnungszeiten angeboten. Hier haben Menschen jeden Alters und Hintergrunds die Möglichkeit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Um die Aktivitäten, die Ausrichtung und Weiterentwicklung des innovativen Bildungsortes weiterhin zu fördern, wird der MakerSpace unter anderem von der Smarten Region MYK10, einem vom Bund geförderten Modellprojekt im Landkreis Mayen-Koblenz, zu dem auch die Stadt Bendorf gehört sowie von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH unterstützt.

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Grünenthal-Team im Einsatz beim Großreinemachen in den Straßen von Stolberg

Stolberg – Im Rahmen der 2023 neu eingeführten Initiative „Grünenthal Gives“ säuberte am 17. Oktober ein rund 40-köpfiges Team der deutschen Vertriebseinheit des Aachener Pharmaunternehmens Grünenthal einen ganzen Tag lang die Stolberger Innenstadt.

Mitarbeitende am Standort Stolberg bei der Team-Aktion zur Reinigung der Stolberger Innenstadt. Foto: © Grünenthal

Die Mitarbeitenden zogen morgens, ausgerüstet mit Greifzangen, Kehrsets, Müllsäcken und Handschuhen aus, um Glasscherben, Zigarettenstummel, Verpackungsmüll und noch weit exotischere Sachen einzusammeln. So wanderten unter anderem ein Paar Langlaufskier, ein Leopardennegligé, eine komplette Spüle oder ein Baby-Reisebett in den Abfall. Der Müll wurde in von der Stadt Stolberg bereitgestellten Containern Am Bastinsweiher und am Willy-Brandt-Platz entsorgt. Insgesamt kamen bei der Aktion mehr als 60 Müllsäcke und mehrere Dutzend Kilogramm entsorgten Altmetalls und Sperrguts zusammen.

„Ich habe Grünenthal schon immer als Unternehmen kennengelernt, das sich sehr für seine Gründungsstadt Stolberg einsetzt“, sagte Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas, der das Team morgens im Kupferhof Grünenthal in der Steinfeldstraße zum Start der Aktion besucht hatte. „Das haben die Mitarbeitenden mit dieser Müllsammelaktion wieder bewiesen und dafür möchte ich allen herzlich danken.“

Grünenthals Deutschland-Geschäftsführer Robert Sunjic ergänzte: „Nach unserem Wiedereinzug in den runderneuerten Kupferhof im August möchten wir als Stolberger Unternehmen unseren Beitrag leisten, damit die Stadt nach der Flut wieder in altem Glanz erstrahlt. Wir freuen uns, dass wir Stolberg mit unserer Säuberungsaktion buchstäblich ein Stück weit ‚auf Hochglanz bringen‘ konnten.“

Im Rahmen von Grünenthal Gives erhalten 2023 alle Grünenthal-Mitarbeitenden weltweit die Gelegenheit, ehrenamtlich einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Einen vollen Arbeitstag können die Beschäftigten nutzen, um Einrichtungen, Initiativen und Projekte in ihrer Region zu unterstützen. Über 150 Mitarbeitende an Grünenthals Standorten in Aachen und Stolberg haben bereits an der Aktion teilgenommen. Unter anderem wurden in sozialen Einrichtungen Räumlichkeiten renoviert oder Außenbereiche instandgesetzt.