Beate Meffert-Schmengler in ihrem „Raum 14 an Werkstatt 14“. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm
Wachtberg-Adendorf – Eine Auswahl ihrer Drucke aus den letzten Jahren zeigte Beate Meffert-Schmengler im Rahmen der 14. Wachtberger Kulturwochen im „Raum 14 an Werkstatt 14“ bei Töpfer Peter Hansen in Adendorf.
Vor 15 Jahren habe sie erstmals begonnen, sich intensiv mit Linolschnitt zu beschäftigen. Die anfänglich eher geringe Motivation sei schnell einer zunehmenden Begeisterung für diese Technik gewichen, erzählte die Künstlerin mit Blick auf die nun beispielhaft ausgestellten verschiedenen Drucke. Da hingen einfarbige Drucke neben mehrfarbigen, selbst ausgediente Linoldruck-Vorlagen wurden, künstlerisch coloriert, zu neuen und überaus interessanten Kunstwerken. Der Linolschnitt sei eine Herausforderung für einen spontanen Menschen wie sie gewesen, sagte Meffert-Schmengler, denn bei dieser Technik müsse man äußerst planvoll vorgehen. Linien, insbesondere auch der Schatten, müssten im Vorfeld genau festgelegt werden. Was einmal wegschnitten wäre, wäre weg…
Besonders ein Motiv fand sich exemplarisch in verschiedenen Ausführungen wieder, so dass sich dem Betrachter die Vielfalt der Druckmöglichkeiten gut erschloss. So zeigte „Kraftakt“ einen Mann und eine Frau, die beide an dem zwischen ihnen stehenden Kind zu ziehen scheinen. Mal war dieses Bild als einfarbiger Druck, mal zweifarbig zu sehen. Auch die dazu gehörige Linolplatte war – bunt bemalt und toll gerahmt – ein weiterer Hingucker. (mm)
Anica Hauswald ist mit dem Kunstpreis des Kreises Düren 2021 ausgezeichnet worden. Landrat Wolfgang Spelthahn gratuliert der jungen Künstlerin (v.l.). Foto: Kreis Düren
Düren – Die Künstlerin Anica Hauswald wird mit dem Kunstpreis des Kreises Düren 2021 ausgezeichnet; Karl Manfred Rennertz wird im Jahr 2023 den Preis für sein Lebenswerk erhalten. Für die Jury unter dem Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn war schnell klar, dass Anica Hauswald mit ihren abstrakten und minimalistischen Werken vorne liegen würde.
Karl Manfred Rennertz (r.) wird mit dem Kunstpreis des Kreises Düren 2023 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit ihm freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn (l.). Foto: Kreis Düren
Die 36-jährige Düsseldorferin ist gebürtige Dürenerin und hat sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Ihre Werke bewegen sich zwischen Malerei und Objekt, reduziert auf einfache geometrische Formen. Sie sind mit Öl gemalt und teils von Hand geknüpft, denn was bei Anica Hauswalds Kunst sofort ins Auge sticht, sind die plüschigen Elemente. In einem mühsamen und zeitintensiven Prozedere knüpft sie das in dünne Streifen geschnittene Kunstfell in unterschiedlichen Florlängen, Farben und Kompositionen in Handarbeit zusammen. Bereits seit 2011 taucht das Kunstfell in ihren Arbeiten auf und hat somit inzwischen schon einen hohen Wiedererkennungswert.
Anica Hauswald ist freischaffende Künstlerin und hat bereits im Jahr 2019 den 1. Reclaim Award in Köln erhalten. Im vergangenen Jahr durfte sie sich über ein Kunststipendium in Gmünd, Österreich, freuen und nun folgt der Kunstpreis des Kreises Düren. Von 2006 bis 2014 hat sie die Kunstakademie in Düsseldorf besucht, wurde im Jahr 2012 zur Meisterschülerin von Prof. Herbert Brandl ernannt. Sie stellte bereits in Düsseldorf, Ratingen, Düren, Übach-Palenberg und Belgien aus.
„In diesem Jahr sind 24 Bewerbungen bei der Jury eingegangen. Die Werke waren sehr unterschiedlich und von hoher Qualität. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber Frau Hauswalds kreative Ansätze haben uns am Ende überzeugt“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Zwar hatte Hauswald auf eine Platzierung gehofft, am Ende kam die Entscheidung für die Künstlerin dann aber doch überraschend. „Ich freue mich über diese Auszeichnung wirklich sehr. Das ist einer der schönsten Tage meines Lebens“, sagt Hauswald.
Mindestens genauso überzeugend war die Kunst von Karl Manfred Rennertz. Denn die Jury, bestehend aus Vertretern der Kreistagsfraktionen und Kunstexperten aus der Region, hat sich zugleich auf den Träger des Preises für das Lebenswerk 2023 geeinigt. Karl Manfred Rennertz ist gebürtig aus Eschweiler, wurde in der elterlichen Töpferei groß. Schon Rennertz‘ Vater Gottfried war künstlerisch begabt und arbeitete als Töpfermeister. Der künstlerische Werdegang von Karl Manfred Rennertz führte ihn jedoch alsbald aus Eschweiler in die ganze Welt. Er lebte und arbeitete in der Schweiz, New York, Indien, Rom und vielen weiteren Städten und Ländern. Der 1952 geborene Eschweiler ist Bildhauer und hat sich vom realistischen Holzbauer über die Jahre zum sehr abstrakt arbeitenden Künstler entwickelt. Seine eigene Handschrift ist jedoch immer gleich erkennbar. „Die Entwicklung seiner Arbeiten und der unverkennbare Bezug zur Töpfereigeschichte seiner Familie als auch zur Bildhauerei haben uns überzeugt. Karl Manfred Rennertz hat die Auszeichnung für sein Lebenswerk 2023 mehr als verdient“, betont Landrat Wolfgang Spelthahn.
Die Auszeichnungen sind verbunden mit einem von der Sparkasse Düren gesponsertem Preisgeld sowie einer bald folgenden Ausstellung.
Region/Koblenz – Zwei Hochgewinne bei Eurojackpot und LOTTO 6aus49. Das war ein erfolgreiches Wochenende für die Kunden von Lotto Rheinland-Pfalz: Zuerst gewann am Freitagabend ein Spielteilnehmer aus dem Raum Pirmasens 447.000 Euro im Eurojackpot, dann legte ein weiterer Glückspilz aus dem Raum Trier am Samstag mit einem Lottogewinn von 953.000 Euro nach.
Beide Tippscheine gewannen in der Gewinnklasse 2 und waren tagesaktuell für die jeweilige Ziehung abgegeben worden: Während für den Eurojackpot-Schein 12,50 Euro eingesetzt wurden, bezahlte der Lotto-Großgewinner 20,90 Euro für seinen Tipp.
Der Eurojackpot-Gewinn in Höhe von 447.260,50 Euro fiel im Raum Pirmasens an, der Schein wurde mit einer Kundenkarte abgegeben. Das bedeutet: Die persönlichen Daten des Gewinners oder der Gewinnerin sind Lotto Rheinland-Pfalz bekannt.
Anders verhält es sich beim Lottosechser in Höhe von 953.205,40 Euro im Raum Trier: Dieser Schein wurde ohne Kundenkarte abgegeben. Das heißt: Die Gewinnerin oder der Gewinner muss sich jetzt bei Lotto Rheinland-Pfalz melden, um seinen Gewinn geltend zu machen.
„Die Spielquittung mit dem Gewinn kann in jeder Lotto-
Annahmestelle in Rheinland-Pfalz überprüft werden. Dort wird dann alles Weitere in die Wege geleitet“, erklärt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner.
Gleich zu Anfang der Schau empfängt das Mechernicher Bild die Besucher im Hamburger Bucerius Kunst Forum. Foto: Ulrich Perrey Bucerius Kunst Forum/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Das vom ehemaligen ZEIT-Verleger getragene Bucerius Kunst Forum wird Mechernicher Gemälde in einer internationalen Ausstellung vom 26. Juni bis 26. September in der 1,85-Millionen-Einwohner-Metropole präsentieren – Titel der Schau lautet „Moderne Zeiten. Industrie im Blick von Malerei und Fotografie“ und ist „ein Novum“ – 30 ausgewählte Bilder und 170 Fotografien spannen Bogen von Beginn der Industrialisierung bis heute – Museums-Direktorin musste „nachbohren“.
Damit der Blick der Bergbau-Museums-Besucher während der Ausstellungswochen in Hamburg nicht ins Leere fällt, haben Karoline Schommer und Günter Nießen für ein Abbild des Originals. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Nur die beiden Haken bleiben zurück an der Wand im Bergbaumuseum. Das Ölgemälde, was sie sonst halten und präsentieren, fehlt Günter Nießen, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Bergbaumuseums, schon jetzt. Der Abschiedsschmerz ist ihm deutlich anzusehen. Und das, obwohl das „Mechernicher Bleibergwerk“ doch gerade erst verpackt worden ist.
Das Bild ist zwar für den Transport mit 100.000 Euro versichert. Jedoch ist der ideelle Wert für Mechernich unermesslich. Deshalb sichert Günter Nießen (l.) vorsichtshalber den Transporteur zusätzlich noch mit den Händen, weil Gesteinsbrocken aus Bergbauzeiten auf dem Fußboden im Weg lagen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Das eindrucksvolle Spandau-Bild und Zeitzeugnis aus der Bergbau-Geschichte Mechernichs geht auf Reisen. In das rund 500 Kilometer entfernte Hamburg. Die Spedition ist eigens mit einem 18-Tonner angereist, um das wertvolle Werk Johann Joseph Leyendeckers sicher zu transportieren.
Hier wird das Leyendecker-Gemälde gerade für die Fahrt nach Hamburg in den 18-Tonner verladen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Dort wartet Kathrin Baumstark auf das Zeugnis des ruhmreichen Bergbaus zu Kreuser-Zeiten. Im Bucerius Kunst Forum soll das Werk aus dem 19. Jahrhundert ab 26. Juni bis 26. September ausgestellt sein und bewundert werden können. Sie ist die künstlerische Leiterin des Forums.
Zuerst so nicht gewollt
„Wir haben das zuerst so gar nicht gewollt und abgesagt“, berichtet Nießen. Doch Kathrin Baumstark hakte nach. Das 1,90 x 1,30 Meter große Bild Johann Joseph Leyendeckers sollte schließlich die Schau „Moderne Zeiten – Industrie im Blick von Malerei und Fotografie“ bereichern. Die Leihgabe wurde am Ende doch noch besiegelt.
„Ich musste tatsächlich viel nachbohren, umso mehr freue ich mich nun, dass die ‚Mechernicher‘ zum Schluss doch noch einer Ausleihe zugestimmt haben und das Werk nun in Hamburg bestaunt werden kann“, so Baumstark: „Nun hängt es gleich am Anfang unserer Schau.“ Entdeckt wurde es per Zufall von ihnen. „Vor über zwanzig Jahren war das Gemälde im Historischen Museum Berlin zu sehen. Im dazugehörigen Ausstellungskatalog sind wir darauf gestoßen und wollten es unbedingt für unsere Ausstellung haben.“
Damit das wertvolle Original dort aber auch ohne Transportschäden ankommt (und wieder zurück), wurde von der Bucerius-Leiterin eigens ein Spezialtransportunternehmen beauftragt. „Sicher ist sicher“, sagt auch Nießen, der gerade im Mechernicher Museum mit Argusaugen nervös darauf achtet, dass die Transporteure das gute Stück bruchsicher verpacken.
Die gehen vorsichtig zu Werke, wickeln das Bild rundherum dick in gepolsterte Luftfolie ein und geben an den Ecken einen extra genau zugeschnittenen Kantenschutz aus Styropor obenauf. „Der Transport ist mit 100.000 Euro abgesichert“, berichtet Nießen, den das aber nicht wirklich beruhigt. Ein Verlust des Zeugnisses der Mechernicher Geschichte wäre tragisch. Der ideelle Wert ist nicht zu bemessen.
„Dieses noch erhaltene Gemälde zeigt einzigartig die Arbeitsweise im Mechernicher Bergbau im 19. Jahrhundert als die Bergleute im Arbeitstakt – ähnlich der Rudertätigkeit der Sklaven auf den Galeeren – oft zehn Stunden täglich bei Wind und Wetter das Haufwerk förderten“, berichtet Karoline Schommer vom Bergbaumuseum. Sie hat zur Herkunft viel geforscht, eine Diplomarbeit von Georg E. Molinari und Ausarbeitungen Norbert Leducs zu Rate gezogen und eine eigene Expertise zum Werk geschrieben. In der ist zu lesen: „Das Gemälde von Johann Joseph Leyendecker entstand im Jahre 1852 und war ein Auftragswerk der Grubenbesitzer Gebrüder Kreuser.“ Es entstand also in den Anfangsjahren der erfolgreichen Blei-Erz-Gewinnung, kurz nachdem die vier Brüder für 600.000 Taler Anteile am Bleibergwerk erworben hatten. Schon 1859 gründeten sie mit 3,2 Millionen Talern den Mechernicher Bergwerks-Actien-Verein.
Vier Kreuser-Brüder
Auf dem Vorsprung am Rande der Abbaugrube sind von links Hilarius, Carl, Wilhelm und Werner Kreuser dargestellt. Zu sehen ist außerdem das Tagebau-Gebiet Virginia und der Renneberg-Schacht. Das mit Dampfkraft betriebene Pochwerk ist hinten links zu sehen. Ins Auge fallen aber vor allem die auf vielen Stufen (bergmännisch: Strossen) stehenden Arbeiter, die das „Haufwerk“ (gelöstes, erzhaltiges Gestein) nach oben schaufeln („tempeln“). Der Takt wurde von einem Vorarbeiter, dem „Herrn Anschläger“ vorgegeben. Der war streng, deshalb sprach man auch davon (in Anlehnung an die Berliner Strafanstalt): „Wir arbeiten op Spandau“.
Das im Jahr 1874 errichtete Königspochwerk war mit 256 Pochstempeln zu damaliger Zeit das größte Pochwerk der Welt. In der Blütezeit des Mechernicher Bergbaus, in den Jahren 1859 bis 1891 waren zeitweise über 4.000 Personen beschäftigt. Die Bücher weisen 1882 mit 4.472 Arbeitern den Höchststand aus.
„Die Hamburger Schau versammelt knapp 30 Gemälde und rund 170 Fotografien und spannt einen zeitlichen Bogen vom Beginn der Industrialisierung bis heute, von der Romantik bis zur zeitgenössischen Fotografie“, sagt Baumstark zur Ausstellung. Bildgewaltig mache die Ausstellung deutlich, wie sich die künstlerische Industriedarstellung über einen Zeitraum von 175 Jahren verändert hat und dokumentiere damit zugleich eindrucksvoll die Geschichte der Industrie in Europa und schlaglichtartig darüber hinaus.
„Ein absolutes Novum“, so Baumstark weiter. Nie zuvor sei die künstlerische Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung von Industrie und den damit einhergehenden Wandel von Landschaft und Arbeit im Dialog der beiden Medien beleuchtet. Das Mechernicher Ölgemälde reiht sich damit ein in die Werke hochrangiger Künstler. Zu sehen sein werden auch Werke von Adolph von Menzel, der deutsche Maler gilt als der bedeutendste Realist des 19. Jahrhunderts, oder auch August Sander als einer der wichtigsten und für die Porträtgeschichte einflussreichsten deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Baumstark betont: „Vor allem die Verbindung des Mechernicher Bildes zu zwei Fotografien sind erstaunlich. Das erste zeigt eine aufgelassene Goldmine aus dem gleichen Betrachter-Standpunkt wie das Werk aus Mechernich, beim zweiten erkennen wir wie die Menschen in der Grube schuften.“
Johann Joseph Leyendecker
Der Künstler Johann Joseph Leyendecker (1810 geb. in Dernau/Ahr) studierte von 1832 bis 1839 an der französischen Schule der Künste „Ècole des Beaux-Arts“ in Paris. In den Jahren 1835 bis 1848 und 1861 bis 1867 nahm er regelmäßig am Pariser Salon teil. Von König Ludwig dem XIV. initiiert entwickelte sich dieser im 19. Jahrhundert zum Mittelpunkt und Bühne des französischen Kunstbetriebes. Knapp 900.00 Besucher wurden allein im Jahr 1855 gezählt. In den 1850er-Jahren ging Leyendecker einer Tätigkeit im Bonner Raum nach und erhielt Aufträge für Kirchengemälde und wohl auch eben auch zum Bergbau in der Stätte am Bleiberg.
Das Bucerius Kunst Forum ist ein von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius getragenes Ausstellungshaus. Letzterer war Gründungsverleger der ZEIT, Verleger des STERN, Mitbegründer von Gruner + Jahr und Ehrenbürger der Stadt an der Alster.
„Und wir fahren dahin. Mit ICE und zwei Tage“, lassen Karoline Schommer und Günter Nießen keinen Zweifel daran, dass sie „ihr“ Bild und die Ausstellung in der 1,85-Millionen-Einwohner-starken Metropole im hohen Norden besuchen wollen.
Und für die vorübergehende Lücke an der Wand im Bergbaumuseum haben die beiden, pfiffig wie sie sind, auch schon eine Lösung gefunden und kurzerhand ein Duplikat in etwas kleinerem Format drucken und auf einen Rahmen ziehen lassen. Nießen dazu: „Damit auch die Besucher des Bergbaumuseums weiterhin das große Werk früherer Mechernicher Zeiten bewundern können.“
Landrat Dr. Jürgen Pföhler (3. v. r.) bedankte sich bei den letzten sechs Soldatinnen und Soldaten stellvertretend für alle 45 Helferinnen und Helfer mit einem besonderen Weingeschenk und verabschiedete sie in ihre Einheiten. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler / Ralf Schuhmann
Ahrweiler – Nach rund zehn Monaten endet nun der Einsatz der Bundeswehr im Kreis Ahrweiler. Von Ende August 2020 an hatten insgesamt 45 Soldatinnen und Soldaten das Gesundheitsamt im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt.
Als sogenannte „Helfende Hände“ waren ständig vier Soldaten des „IT-Bataillons 281“ aus Gerolstein den Kreis vor allem bei der Kontaktpersonennachverfolgung im Gesundheitsamt in Ahrweiler eingesetzt. Weitere vier Kameradinnen und Kameraden des Sanitätsregiments 2 in Rennerod führten im Corona-Zentrum in Grafschaft-Gelsdorf insgesamt mehr als 25.000 PCR-Tests durch. Außerdem unterstützten sie die mobilen Impfteams bei Schnelltests in Alten- und Pflegeeinrichtungen.
„Herzlichen Dank für die große Kooperationsbereitschaft!“, würdigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler das Engagement der Soldatinnen und Soldaten. Diese Form der Amtshilfe zeige deutlich, was man erreichen könne, wenn zivile und militärische Stellen eng zusammenarbeiten, so Pföhler anlässlich der Verabschiedung: „Davon profitieren letztlich alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Kreis.“
Eine Meinung, die auch Dr. Stefan Voss, Leiter des Gesundheitsamtes, teilt: „Die Unterstützung der Bundeswehr hat vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern geholfen und vielleicht sogar Menschenleben gerettet. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes konnten die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes entlastet werden und sich ihren eigentlichen Aufgaben widmen.“
Auch Oberstleutnant Harald Trinkaus, Leiter des Kreisverbindungskommandos Ahrweiler, betont die gute Zusammenarbeit: „Die Arbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsamt, in der Kreisverwaltung und in der AKNZ, wo die Soldaten untergebracht waren, war hervorragend. Meine Leute haben sich hier sehr wohlgefühlt und den Einsatz als willkommene Abwechslung zum Dienst in der Kaserne empfunden.“
Aufgrund der aktuell niedrigen Inzidenzen, der geringen Anzahl an Neuinfektionen in den vergangenen Wochen und der steigenden Anzahl durchgeführter Impfungen können die anfallenden Aufgaben inzwischen jedoch wieder durch die eigenen Kräfte des Gesundheitsamtes übernommen werden und der Einsatz der Bundeswehr vorerst beendet werden.
Dass es aber kein Abschied für immer sein muss, betont Oberstleutnant Trinkaus und gibt das Versprechen: „Sollte es die Lage erfordern und der Kreis noch einmal unsere Unterstützung benötigen, dann kommen wir gerne zurück!“
Das Gebäude der ISB in Mainz. Foto: ISB / Alexander Sell
Region/Mainz – Nachrangig gesichertes Darlehen für Haushalte außerhalb der sozialen Wohnraumförderung. Mit dem neuen Darlehen Wohneigentum Universell finanziert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) künftig alle Haushalte in Rheinland-Pfalz bei Erwerb, Neubau oder Modernisierung ihrer selbst genutzten Wohnimmobilie. Einkommensgrenzen und Wohnflächenobergrenzen spielen im Gegensatz zur sozialen Wohnraumförderung keine Rolle. Das Darlehen ergänzt die vorrangige Finanzierung der Hausbank und kann digital über die Homepage der ISB beantragt werden.
„Mit diesem Programm erreichen wir erstmals alle Haushalte in Rheinland-Pfalz“, erläuterte ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer. „Wer in die eigene Immobilie zieht oder diese modernisiert, kann das Darlehen in die Finanzierung einbauen. Wir wollen dabei unterstützen, den Wohnungsmarkt durch das Schaffen und den Erhalt von Wohneigentum zu entlasten.“ Die Zinsen betragen beispielsweise für zehn Jahre 1,8 Prozent p.a. „Zu beachten ist: Die Konditionen in der sozialen Wohnraumförderung sind deutlich günstiger und die Festschreibung kann für einen längeren Zeitraum gewählt werden.“ Deshalb sei die Höhe des Haushaltseinkommens im Vorfeld unbedingt zu prüfen, um eventuell von den niedrigeren Zinsen und Tilgungszuschüssen in der sozialen Wohnraumförderung profitieren zu können.
Das Darlehen Wohneigentum Universell wird digital auf der Internetseite der ISB unter www.isb.rlp.de beantragt. Auskünfte erteilt die Förderbank unter 06131 6172-1991 oder per E-Mail an wohnraum@isb.rlp.de.
Der 1. Beigeordnete Alois Manstein übergibt sein Geschenk an Landrätin Julia Gieseking. Im Hintergrund die Mitglieder des Vulkaneifel-Kreistages. Foto: Landkreis Vulkaneifel
Daun – Gewählt wurde sie am 29.11.2020 mit 66 % aller Stimmen. Ins Amt als Landrätin eingeführt wurde Julia Gieseking schon am 01. April 2021. Die erste Kreistagsitzung, sozusagen ihre Premierensitzung als Landrätin folgte am Montag, 28. Juni 2021. Alois Manstein, 1. Kreisbeigeordneter und gleichzeitig Vertreter der Landrätin hatte die ehrenvolle Aufgabe, die neue Landrätin offiziell vor versammelter „Mannschaft“ im Kreistag des Landkreises Vulkaneifel einzuführen.
Alois Manstein verbindet die Landrätin mit der Zahl 29. An einem 29. wurde sie gewählt. Sie ist die No.29 im Amt. Doch eines unterscheidet sie von ihren Vorgängern. Sie ist als Landrätin die No. 1. im Landkreis. Alle 28 Amtsvorgänger waren Männer. Zur Einführung gab es Brot und Salz, reichlich Blumen, einen Rucksack und Glückwünsche aus allen Fraktionen. Frau Gieseking gehörte zuvor der SPD-Fraktion an. Ihr Mandat als Kreistagsmitglied hatte sie zum 1. April abgelegt. An ihre Stelle im Kreistag ist nun Frau Carola Weicker aus Hallschlag nachgerückt. Als erste Amtshandlung konnte die Landrätin das neue Kreistagsmitglied verpflichten.
Sie bilden den Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung Meckenheim: der Vorsitzende Holger Jung (Mitte), sein Stellvertreter Burchard Kraus (links) und Bert Spilles (rechts). Foto: Bürgerstiftung Meckenheim
Meckenheim – Bürgerstiftung Meckenheim und Hildegard und Arno Lückert-Stiftung arbeiten eng zusammen. Mit einem neuformierten Stiftungsvorstand und breiter aufgestellt geht die Bürgerstiftung Meckenheim zukünftige Aufgaben an. Zudem arbeiten die Bürgerstiftung Meckenheim und die Hildegard und Arno Lückert-Stiftung fortan eng zusammen.
Zu einer Umbesetzung im Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung war es im Zuge der vergangenen Kommunalwahl gekommen. Holger Jung löste Bert Spilles im Amt des Bürgermeisters und damit als geborenes Mitglied des Stiftungsvorstandes ab. Als weiteres geborenes Vorstands-Mitglied fungiert weiterhin Burchard Kraus für die Raiffeisenbank Voreifel als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Das Gremium komplettiert Bert Spilles. Er wurde einstimmig gewählt, nachdem sich Dr. Erika Neubauer aus dem Stiftungsvorstand zurückgezogen hatte.
Der Stiftungsvorstand nimmt die Aufgaben beider Stiftungen wahr. Die Bürgerstiftung will Vorhaben fördern, die im Interesse der Stadt einschließlich ihrer Ortsteile und ihrer Bürgerinnen und Bürger liegen, soweit andere Fördermöglichkeiten zum Beispiel durch staatliche Stellen dafür nicht zur Verfügung stehen. In den Fokus rücken vorhandene Angebote von Vereinen und anderen Organisationen oder Institutionen, die es im Sinne einer verbesserten Lebensqualität zu ergänzen gilt. Die Hildegard und Arno Lückert-Stiftung wurde von den mittlerweile verstorbenen Eheleuten Lückert gegründet und versteht sich als aktive Partnerin der Senioren. Zweck ist es, die älteren Bürgerinnen und Bürger Meckenheims zu unterstützen. Die Mittel der Stiftung sollen helfen, insbesondere die Lebensqualität der Seniorinnen und Senioren zu erhalten und zu verbessern.
Die Eheleute Lückert verbrachte nach ihrem Umzug ins Rheinland rund 50 glückliche Jahre in Meckenheim. Um ihrer Heimat etwas zurückzugeben, beschlossen sie, da es keine Erben gab, eine Stiftung zu Gunsten älterer Meckenheimerinnen und Meckenheimer zu gründen. In sie sollte das zum Zeitpunkt des Todes des letzten Ehepartners vorhandene Familienvermögen einfließen. Hildegard Lückert verstarb im Dezember 2011, Arno Lückert im September 2019 im Alter von fast 95 Jahren. Die gemeinsame Idee der Hildegard und Arno Lückert-Stiftung war ihnen bis zuletzt eine Herzensangelegenheit. Ein Vermächtnis, das die Bürgerstiftung Meckenheim treuhänderisch fortführt – ganz im Sinne des Ehepaars Lückert.
Aachen – Gemeinsam mit dem städtischen Integrationsrat lobt die Stadt Aachen auch in diesem Jahr wieder einen Integrationspreis aus. Auch dieser zehnte Integrationspreis soll zu einer nachhaltigen Verankerung und Bewusstseinsbildung des Themas Integration innerhalb der Stadt Aachen beitragen. Viele Einzelpersonen, Organisationen, Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt die Vereine setzen sich für die Integration in allen Bereichen des Lebens ein. Dieser außergewöhnliche Einsatz und diese herausragenden Leistungen sollen mit dem Integrationspreis in der Öffentlichkeit besonders hervorgehoben werden. Traditionell findet die Verleihung des Preises im Rahmen des „Tags der Integration“ am ersten Septemberwochenende statt.
Da der Tag jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde, wird die Verleihung des Preises voraussichtlich am 2. September im Freien stattfinden. Wo genau, wird rechtzeitig bekanntgegeben, so die städtische Integrationsbeauftragte Nenja Ziesen. Es soll aber auf jeden Fall, wie auch im vergangenen Jahr, eine filmische Dokumentation der Preisverleihung geben. Vorschläge und Bewerbungen zum Preis können noch bis zum 30. Juli an die Adresse „Stadt Aachen, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, Geschäftsstelle des Integrationsrates, 52068 Aachen“ und / oder die Mailadresse integrationsrat@mail.aachen.de geschickt werden. Die entsprechenden Richtlinien zum Integrationspreis sowie den offiziellen Ausschreibungstext findet man im Internet unter: www.aachen.de/integrationsrat
Region/Mainz – Die Polizei Rheinland-Pfalz führt im Juli 2021 einen landesweiten Aktionsmonat zur Motorradsicherheit durch. Die Präsidien Mainz, Koblenz, Trier, Rheinpfalz und Westpfalz beteiligen sich daran nacheinander in Form von verstärkten Motorradkontrollen und Präventionsveranstaltungen an den Wochenenden. Das Polizeipräsidium Koblenz macht mit Unterstützung des Landeskriminalamtes den Auftakt.
„Vor allem bei schönem Wetter und in der warmen Jahreszeit zieht es viele Motorradfahrerinnen und -fahrer auf ihre Maschinen. Wenn viele Menschen unterwegs sind, steigt auch das Unfallrisiko. Gerade beim Motorradfahren ist das Risiko eines Unfalls oder einer schweren Verletzung um ein Vielfaches höher als bei anderen Verkehrsarten. Es fehlt im Falle eines Aufpralls die Schutzzone“, warnte Innenminister Roger Lewentz zum Auftakt des Aktionsmonats.
„Uns ist es wichtig, dass alle wieder sicher zu Hause ankommen. Deshalb appelliere ich an alle Verkehrsteilnehmer, vorsichtig zu sein und aufeinander Rücksicht zu nehmen“, so Lewentz weiter. Jeder müsse sich so verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet, behindert oder auch durch Lärm belästigt werde. Denn was für den einen Fahrspaß mit dem Motorrad bedeute, könne für andere zu laut sein und als Beeinträchtigung der Lebensqualität empfunden werden.
Die Polizei begegnet diesen Herausforderungen in der Hauptferienzeit mit voraussichtlich erhöhtem Motorradaufkommen mit gezielten Aktionen. Vorrangiges Ziel dabei ist es, für ein verkehrssicheres Verhalten zu sensibilisieren. Wer sich allerdings nicht an die Verkehrsregeln hält, muss mit entsprechenden Sanktionen rechnen. Ein Augenmerk legt die Polizei in diesem Zusammenhang auch auf Maschinen, die zu laut sind.
Landesweit wird es vor allem an beliebten Motorradstrecken verstärkte Kontrollen geben. Begleitet werden die Aktionen daher vor Ort und in den Medien mit Fahr- und Verhaltenstipps rund ums Motorrad.
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