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Kreis Ahrweiler: Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat Alarmstufe 5 und damit den Katastrophenfall ausgerufen

Ahrweiler – Starkregen und Hochwasser an der Ahr. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat Alarmstufe 5 und damit den Katastrophenfall ausgerufen. Dies ermöglicht die Unterstützung durch die Bundeswehr. Entsprechende Kräfte wurden angefordert und sind im Zulauf.

  • Derzeit werden in den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sowie im Stadtteil Bad Bodendorf alle Gebäude im Umkreis von 50 Metern rechts und links der Ahr evakuiert. Derzeit werden Notunterkünfte eingerichtet.
  • Landrat Dr. Pföhler appelliert an die Bevölkerung: „Bitte bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause und begeben Sie sich gegebenenfalls in höher gelegene Stockwerke. Vermeiden Sie unnötige Fahrten mit dem Auto. Die Lage ist sehr ernst. Es besteht Lebensgefahr!“
  • Sämtliche Brücken im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler werden derzeit gesperrt und dürfen unter keinen Umständen betreten oder befahren werden.
  • Hintergrund ist, dass im Bereich der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr Häuser von den Wassermassen zerstört und abgehende größere Trümmerteile sowie Bäume von der Ahr mitgerissen wurden.
  • Alle kreiseigenen Schulen bleiben am Donnerstag, 15. Juli, geschlossen.
  • Der Bereitstellungsraum für zusätzliche Unterstützungskräfte wurde in die ehemalige Ahrtalkaserne in Bad Neuenahr verlegt. Feuerwehr- und Rettungskräfte sind auf beiden Seiten der Ahr positioniert.
  • Der Notruf ist derzeit überlastet. Bitte rufen Sie den Notruf nur in dringenden Fällen an, beispielsweise wenn Menschen in Gefahr sind. Der Schwerpunkt der Einsätze liegt in der Rettung von Menschenleben.
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Unwetterlage im Eifelkreis Bitburg-Prüm – ++ Update 20:45 Uhr ++

Bitburg – Es erfolgt mit sofortiger Wirkung eine Sperrung aller Brücken im Eifelkreis, die über den Fluss Prüm führen. Es besteht eine Gefährdungslage durch hohe und schnelle Wassermassen in Ortschaften entlang der Prüm. Die Bürger werden gebeten, ab sofort die Brücken weder zu begehen, noch zu befahren. Autofahrer werden aufgefordert, die Bereiche großräumig zu umfahren. Halten Sie sich in Ortschaften mit Überflutungsgefahr nicht in Kellern oder Tiefgaragen auf.

Die durch den anhaltenden Starkregen ausgelöste Hochwasserlage ist im Eifelkreis weiterhin extrem angespannt. Die Pegel der Flüsse haben noch lange nicht ihren Scheitel erreicht, aber auch Erdrutsche sorgen für eine Vielzahl von Einsätzen. Zurzeit sind mehr als 300 Kräfte von Feuerwehr, THW und DRK im Einsatz. Die Technische Einsatzleitung ist mit 46 Kräften besetzt. Auch die Einsatzkräfte des LBM sind wegen überfluteter Straßen im Dauereinsatz; zahlreiche Straßen sind bereits für den Verkehr gesperrt. Die Bevölkerung wird gebeten, Autofahrten auf ein Minimum zu beschränken. Es wird erwartet, dass die starke Regenintensität mit 80 bis 100 l/m2 noch bis mindestens 1:00 Uhr anhält. Der aktuelle Lage-Schwerpunkt befindet sich im Norden des Kreises und bewegt sich allmählich in die südlicheren Kreisgebiete.

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Lagebericht – Starkregen und Hochwasser-Warnung an der Ahr

Ahrweiler – Zur aktuellen Lage im Kreis Ahrweiler, an der Ahr sowie ihren kleineren und mittleren Zuflüssen teilt die Kreisverwaltung Ahrweiler mit (Stand 14. Juli, 20 Uhr):

Der Krisenstab Hochwasser Ahr. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler
  • Aktuell ist die Hochwassergefahr an der Ahr sowie ihren kleineren und mittleren Zuflüssen sehr groß. Innerhalb der nächsten Stunden ist mit weiteren Sturzfluten und Überflutungen zu rechnen. Aktuell liegt der Pegelstand der Ahr nach Angabe des Hochwassermeldedienstes Rheinland-Pfalz bei 5,09 Meter (Pegel Altenahr), Tendenz steigend.
  • Die technische Einsatzleitung (Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, DRK, Polizei und Verwaltungskräfte der Kreisverwaltung) unterstützt den Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur des Kreises, Michael Zimmermann, der um 17:40 Uhr die überörtliche Einsatzleitung übernommen hat, da Alarmstufe 4 ausgerufen wurde.
  • Aktuell sind mehrere hundert aktive Kräfte im Einsatz.
  • Zusätzlich wurden Einsatzkräfte aus den umliegenden Kreisen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe angefordert. Diese sind in der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung (BABZ, ehemalige AKNZ) zusammengezogen und werden von dort aus für etwaige Notfälle entsandt.
  • Betroffen sind aktuell insbesondere die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr.
  • Die A61 ist in Höhe Beller aufgrund eines Hangrutsches in Fahrtrichtung Koblenz voll gesperrt.
  • Im Bereich der Campinganlage „Stahlhütte“ in der Ortslage Dorsel (Verbandsgemeinde Adenau) und weiteren Anlagen entlang der Ahr (Verbandsgemeinde Altenahr) mussten Personen von Campingwagendächern gerettet werden. Dafür waren Strömungsretter der DLRG Andernach sowie eine Tauchergruppe Lahnstein/Koblenz im Einsatz. Die Rettungseinsätze dauern an. Der Einsatz von Hubschraubern ist wetterbedingt nicht möglich.
  • Aus der Landesreserve RLP wurden 20.000 leere Sandsäcke angefordert. Weitere 10.000 leere sowie 2.000 gefüllte Sandsäcke wurden im Rahmen der Nachbarschaftshilfe aus dem Kreis Neuwied angefordert. Diese sind auf der Anfahrt. THW und Bauhöfe befüllen diese Säcke.
  • Innenminister Roger Lewentz und Landrat Dr. Jürgen Pföhler machten sich am Abend im Krisenstab der Kreisverwaltung ein Bild der Lage. Ihr Dank gilt allen Einsatzkräften von Feuerwehr, DRK, THW, Polizei, weiteren Rettungskräften und vielen freiwilligen Helfern.
  • Auch das Landesimpfzentrum in Grafschaft-Gelsdorf ist vom Unwettergeschehen betroffen. Geplante Termine mussten abgesagt werden. Betroffene werden über den Nachholtermin informiert. Die Mitarbeiter sind zurzeit zur Sicherung der Einrichtung noch vor Ort im Einsatz.
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Hochwasser heute Abend in Mayen erwartet

Mayen – Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf Hochwasser in Mayen einstellen. Die Nette steigt derzeit um gut 15 cm pro halbe Stunde. Bis 23 Uhr sind weitere Regenfälle gemeldet.

Es wird dringend angeraten, Autos wegzufahren, Keller zu räumen und das Grundstück weiter zu sichern. Sandsäcke und Sand zur Selbstbefüllung durch die Bevölkerung stehen auf dem Viehmarktplatz zur Verfügung.

Erste Einsätze an der Nette haben bereits stattgefunden: Größere Anschwemmungen an der roten Brücke sowie im Bereich des Tus-Platzes wurden beseitigt.

Entsprechende Gerätschaften werden an den Brücken im Stadtgebiet positioniert, sodass hier kurzfristig geräumt werden kann.

Weitere Informationen folgen auf den Online-Kanälen der Stadtverwaltung unter www.mayen.de/hochwasser  sowie bei Facebook unter www.facebook.com/StadtMayen.

Außerdem ist ein Bürgertelefon eingerichtet, Anfragen sind auch telefonisch unter 02651 – 88 6000 möglich. Das Bürgertelefon ist nicht für Notrufe gedacht. Die Notrufnummern sollen wiederum nur für solche genutzt werden.

Vorübergehende Straßensperrungen sind insbesondere im Bereich Maifeld,-, Gerberstraße, Polcher von der Elzerstraße an nötig.

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SGD Nord: Information zur aktuellen Hochwasser-Lage

Region/Mayen-Koblenz – Aktuell haben die Niederschläge in vielen Gewässern zu einem schnellen Ansteigen der Wasserstände geführt. Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes kommt es in unserer Region zu teils lang anhaltenden und kräftigen Regenschauern. Die Hochwassermeldezentren sind im Einsatz und sagen für die Eifel, insbesondere an den kleineren Flüssen, neue Höchststände vorher.

Unter www.hochwasser-rlp.de können im Internet Frühwarnungen für kleinere Gewässereinzugsgebiete abgerufen werden. Die SGD Nord rät, unbedingt hiervon Gebrauch zu machen.

Auf der Seite kann man sich auch über die aktuellen Pegelstände der großen und mittleren Gewässer informieren. Lageinformationen und Hochwasservorhersagen für diese großen Gewässer können ebenfalls abgerufen werden.

Weitere Informationen unter www.hochwasser-rlp.de und www.sgdnord.rlp.de.

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Stolberg: Neue Anweisung für Lautsprecher-Ansagen in Altstadt, Vicht, Zweifall – Häuser umgehend verlassen

Stolberg – Die Feuerwehr Stolberg fordert die Anwohnerinnen und Anwohner des Vichtbaches in Vicht, Zweifall und der Talachse Innenstadt auf, ihre Häuser umgehend zu verlassen. Bitte begeben Sie sich zu höher wohnenden Freunden und Verwandten. Alternativ stehen als Notunterkünfte das Jugendheim Münsterbusch und das Ritzefeld-Gymnasium zur Verfügung. Die genannten Gebiete werden evakuiert.

Aktuell fahren mehrere Fahrzeuge mit entsprechenden Lautsprecheransagen in den betroffenen Gebieten und informieren die Menschen.

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Aachen: Update 14. Juli, 15.55 Uhr: Evakuierung in Kornelimünster startet

Aachen – Die Feuerwehr Aachen evakuiert den historischen Altstadtkern in Kornelimünster. Bürger*innen werden vor Ort von Einsatzkräften aufgefordert ihre Häuslichkeit zu verlassen und bei Familien und Freunden unterzukommen oder die Notunterkunft im Inda-Gymnasium aufzusuchen.

15.30 Uhr

Das Inda-Gymnasium in Kornelimünster steht ab sofort (15.30 Uhr) als Notunterkunft für Bürger*innen aus dem historischen Altstadtkern zur Verfügung. Wer sein Haus oder Wohnung verlassen möchte, kann dort bis zur Rückkehr in die eigene Häuslichkeit verweilen.

Die Aachener Hilfsorganisation hat im Inda-Gymnasium eine Betreuungsstelle und Verpflegung eingerichtet.

13 Uhr

Durch die andauernden und heftigen Regenfälle seit dem gestrigen Dienstag (13. Juli) befindet sich die Feuerwehr Aachen in hoher Alarmbereitschaft. Vor allem im Stadtbezirk Kornelimünster droht durch den steigenden Pegel der Inde der historische Stadtkern überflutet zu werden.

Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, bereitet die Feuerwehr bereits eine Notunterkunft vor, in die Menschen aus Teilen des historischen Altstadtkerns evakuiert werden könnten. Die betroffenen Haushalte werden vor Ort von Mitarbeiter*innen des Bezirksamts und Ordnungsamts informiert und gebeten ein paar Sachen zusammenzupacken. Bürger*innen, die bei Familien und Freunden unterkommen können, werden gebeten, diese aufzusuchen.

Bis Mittwochmittag (13 Uhr) ist es zu 60 witterungsbedingten Einsätzen gekommen. Aktuell sind 200 Einsatzkräfte eingesetzt, um Keller leer zu pumpen oder umgestürzte Bäume zu bergen. In Kornelimünster auf dem Korneliusmarkt sind 25 Kolleg*innen im Einsatz.

Um gut auf die Unwetterlage vorbereitet zu sein, haben Aachener Feuerwehrfrauen und -männer gestern auf der Wache Nord in der Mathieustraße die Sandsack-Füllmaschine in Betrieb genommen. So sind – um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein – zunächst rund 10.000 Säcke gefüllt worden. Aktuell sind weiterhin Anwärter*innen der Feuerwehr damit beschäftigt Sandsäcke zu füllen. Zusätzlich werden Sandsäcke aus Köln und Düren abgeholt. Insgesamt sollen im Laufe des Tages 50.000 Sandsäcke einsatzbereit sein.

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Kaller Feuerwehr Tag und Nacht im Einsatz

Kall – Auch die Gemeinde Kall ist von den aktuellen Starkregenereignissen betroffen. Feuerwehr und gemeindlicher Bauhof waren in der Nacht zu Mittwoch an rund 19 besonders betroffenen Stellen im Dauereinsatz. „Besonders betroffen waren die Ortschaften Anstois, Golbach und Sötenich“, so Wehrleiter Harald Heinen. Einsatzschwerpunkte waren dabei überschwemmte Keller und überflutete Straßen. Auch die Unterführung im Kernort musste gereinigt werden. Einsätze von Feuerwehr und Verwaltung erfolgten jeweils in enger Abstimmung mit dem Kreis Euskirchen sowie benachbarten Wehren.

In der Nacht zu Mittwoch waren die Einsatzkräfte auch in der Unterführung im Kaller Kernort aktiv. Foto: Harald Heinen/Gemeinde Kall

Über die aktuelle Situation, laufende Sofortmaßnahmen und das weitere Vorgehen stimmte sich im Laufe des Mittwochs im Rathaus ein Krisenstab um Bürgermeister Hermann-Josef Esser ab. „Wir gehen davon aus, dass auch die kommende Nacht noch heftig wird, alle verfügbaren Kräfte sind im Einsatz oder in Alarmbereitschaft“, berichtet Esser. Zudem würden auch weiterhin alle besonders kritischen Punkte regelmäßig abgefahren und insbesondere die Kanaldurchläufe freigehalten.

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Unwetterlage im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Aufgrund der aktuell hohen Bodenfeuchte und anhaltendem Stark- und Dauerregen kommt es derzeit im Eifelkreis Bitburg-Prüm zu lokalen Überflutungen und Hochwasser. Derzeit befinden sich zahlreiche Kräfte der Hilfsorganisationen im gesamten Kreisgebiet im Einsatz.

Die höchsten Niederschlagsmengen werden bis Donnerstagfrüh erwartet, in deren Folge mit den höchsten Wasserständen im gesamten Kreisgebiet zu rechnen ist. Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie die Veröffentlichungen des Hochwassermeldedienst des Landes unter www.hochwasser.rlp.de. Die Hochwasser-Frühwarnkarte wird laufend aktualisiert.

Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die Einsatzleitung bei den Wehrleitern der jeweiligen Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg. Die Technische Einsatzleitung wurde vorsorglich alarmiert und agiert derzeit als Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit den Feuerwehreinsatzzentralen der Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg.

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Kommerner Mühlensee vorsichtshalber abgepumpt

Mechernich-Kommern – Stadt will Puffer gegen Unwetter schaffen – 4800 Liter pro Minute aus dem Mühlensee in den Bleibach – Feuerwehr, Untere Wasserbehörde und Stadt im Einsatz. Der Pegel des Kommerner Mühlensees steht zur Stunde unter permanenter Kontrolle. Mehr noch: Die Freiwillige Feuerwehr senkt das Wasser mit Hilfe von Pumpen, rund 4800 Litern pro Minute, kontrolliert in den Bleibach ab, um Stauraum für weiteren Starkregen zu schaffen.

Fachbereichsleiter Mario Dittmann: „So soll das Wasser möglichst schadlos durch Kommern geleitet und eventuell ein Puffervolumen im Mühlensee erreicht werden.“

Die Aktion läuft nach Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Euskirchen in einer Gemeinschaftsaktion zwischen Stadtwerken und Feuerwehr.