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Stadt Eschweiler gründet Wiederaufbau-Gesellschaft

Eschweiler – Die Stadt Eschweiler gründet Wiederaufbaugesellschaft zur Unterstützung der weiteren Aufgaben im Wiederaufbau nach dem Hochwasser – Die Wiederaufbauplanungen und –arbeiten nach dem Hochwasserereignis binden nach wie vor erhebliche Personalkapazitäten innerhalb der Stadtverwaltung. Kapazitäten, die für die Bewältigung anderer wichtiger Aufgaben – dem KiTa-Ausbau, Strukturwandel-Projekte und der Modernisierung von Schulen, um nur wenige Beispiele zu nennen – nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten hat der Stadtrat im Dezember des vergangenen Jahres die Gründung der Wiederaufbaugesellschaft Eschweiler mbH beschlossen. Die entstehenden laufenden Kosten der Gesellschaft (inkl. der Personalkosten) werden durch das Land NRW im Zuge des Wiederaufbauplans gefördert. Die Gründung der 100%igen Tochter der Stadt konnte nunmehr mit Eintragung in das Handelsregister am 26. Februar abgeschlossen werden. Auch der aus Politik und Verwaltung gebildete Aufsichtsrat ist bereits konstituiert.

Bürgermeisterin Nadine Leonhardt, zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates der Gesellschaft: „Aus der Stammbelegschaft der Verwaltung heraus ist es gelungen, die priorisierten Projekte – allesamt dem Bereich Schule und Kindergärten zuzuordnen – weit voranzubringen. Im Laufe des Jahres werden z.B. das Schulzentrum Mitte und die KiTa/GGS Weisweiler wieder bezogen werden können. Allen Unkenrufen zum Trotz ist dies eine großartige Leistung der Kolleginnen und Kollegen! Ich bin aber auch sehr froh, dass die Gründung der Gesellschaft nun zügig vorangeht. Die Projekte –das Sportzentrum Jahnstraße, die Willi-Fährmann-Schule, um nur die beiden Größten zu nennen – werden sehr spannende, aber keine leichte Aufgaben für eine frisch gegründete Wiederaufbaugesellschaft, die zudem erst noch der weiteren personellen Ausstattung bedarf“.

Zum Gründungs- und Interimsgeschäftsführer wurde Christoph Guth, Referent für Wiederaufbau und Projektmanagement der Stadt, bestellt. Seine Hauptaufgabe wird nach dem nun erfolgten Abschluss des Gründungsprozesses die Herstellung der operativen Arbeitsfähigkeit der Gesellschaft sein. Dies umfasst neben der Einrichtung der Gesellschaft, die in der Merkurstraße 11 geschäftsansässig werden wird, insbesondere die Personalakquise: „Zusätzlich zur Findung einer hauptamtlichen Geschäftsführung, die mit Unterstützung einer Personalagentur gesucht wird, werden wir planmäßig 6 Vollzeitstellen zeitnah und eine weitere im nächsten Jahr ausschreiben. Davon werden 5 Stellen im operativen Bereich tätig werden – also direkt für die Bewältigung der Wiederaufbauprojekte eingesetzt. Das ist schon eine schlanke Struktur.“, so Guth. Die Stellenausschreibungen werden auf der Homepage der Stadt unter karriere.eschweiler.de veröffentlicht werden.

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Ehemaliger Kapitän des 1. FC Köln Lukas Sinkiewicz begeisterte die „Geißböcke Nordeifel“

Roggendorf/Köln – „Sinke“ war der 70. Stammtisch-Gast – Er ist mit 1,92 Meter einer der Größten im deutschen Fußball. Und das nicht nur wegen seiner Körpergröße: Er hat 76 Bundesligaspiele für den 1. FC Köln bestritten, 39 Spiele beim Erstligisten Bayer 04 Leverkusen, zehn für den FC Augsburg und 41 für den VfL Bochum. Heute ist der 38-jährige Lukas Sinkiewicz Trainer des Bonner SC, und noch immer ein gern gesehener Gast im Kölner Geißbockheim. Jetzt war der in Polen geborene und in Quadrat-Ichendorf aufgewachsene Ex-Fußball-Profi beim Roggendorfer FC-Fanclub „Geißböcke Nordeifel“ zu Gast.

Es war der 70. Gast aus den Reihen ehemaliger Spieler oder Fanbetreuern des 1. FC Köln, den Fanclub-Vorsitzender Günter Henk in den 19 Jahren des Clubbestehens begrüßen konnte. Und so lange kennen sich Henk und „Sinke“, wie der ehemalige Kapitän der Kölner Geißböcke in seiner aktiven Profizeit genannt wurde. Was lag da näher, Lukas Sinkiewicz zum Ehrenmitglied der Nordeifeler Geißböcke zu ernennen. Vize-Vorsitzende Sandra Igel überreichte ihm die dazugehörige Ernennungs-Urkunde.

Es wurde ein unterhaltsamer Abend mit dem ehemaligen FC-Kicker. Die Anwesenden erfuhren viel über den Fußballer, der bereits als fünfjähriger Knirps beim FC Flerzheim dem runden Leder nachjagte, und danach als Jugendspieler beim VfL Rheinbach und beim 1. FC Quadrat-Ichendorf kickte, ehe er 1996 bei den Junioren des 1. FC Köln anheuerte. Schon ein Jahr später gab er beim FC als Profi sein Bundesliga-Debüt.

Sinkiewicz erzählte auch, wie er mit Clubkamerad Lukas „Poldi“ Podolski auf dem Beifahrersitz bei Habbelrath mit seinem roten VW-Polo im Renntempo zum Training gefahren war, was ihm einen ordentlichen Rüffel des Vereins eingebracht habe. Der heute 38-jährige Vater von drei Söhnen, deren Vornamen allesamt mit „L“ beginnen, hat in der Zeit von 2004 bis 2006 insgesamt 17 Spiele in den Nationalmannschaften U-19 und U-21 bestritten, ehe er 2005 unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann in die Nationalelf berufen wurde, in der er drei Spiele bestritt.

Die derzeitige Situation beim abstiegsbedrohten FC Köln und die Entlassung von Trainer Stefan Baumgart empfinde er als ehemaliger Spieler der Geißböcke sehr schade. Als ehemaliger Profi von Bayer 04 Leverkusen freue er sich aber über die derzeitigen Erfolge seines Ex-Vereins, der mit acht Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München die Bundesliga-Tabelle anführe und auf Meisterschaftskurs sei. Es sei jetzt auch endlich an der Zeit, dass nach dieser Saison mal ein anderer Verein die begehrte Meisterschale bekomme. Sinkiewicz: „Meine beiden jüngsten Kinder kennen keinen anderen Deutschen Meister als Bayern München“.

Er habe noch viele Kontakte mit ehemaligen Spielern des FC Köln, berichtete der Ex-Profi. Denen seien auch die vielen Aktivitäten der Geißböcke Nordeifel bekannt. Seine Ernennung zum Ehrenmitglied mache ihn stolz. Hellauf begeistert war Sinkiewicz über die Altersstruktur der Fanclubmitglieder, die von 15 bis 85 Jahre reicht.

Respekt zollte er dem Ehepaar Nelly und Jörg Barnert aus Kalenberg. Mit 85 Jahren ist Nelly Barnert das älteste Mitglied der Eifeler Geißböcke. Ihr Ehemann Jörg wird in Kürze 80 Jahre alt. Nicht nur, dass die beiden bei jedem Stammtisch in Roggendorf dabei sind; das betagte Ehepaar versäumt auch kein Heimspiel des FC im Stadion, wo beide einen festen Platz haben.

Vorsitzender Günter Henk wies beim Stammtisch auf eine weitere Veranstaltung am Donnerstag, 21. März, um 19 Uhr hin. Dann kommen Ex-FC-Spieler Harald Konopka und der Buchautor und FC-Kenner Frank Steffan zu einem öffentlichen Fußball-Podcast mit Autogrammstunde. Fußballfreunde sind herzlich eingeladen.       (Reiner Züll)

 

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Mechernich bildet „pastoralen Raum“ – Neue Strukturen werden Realität

Mechernich/Region – Ab 2028 sind neue Großpfarrgemeinden im Bistum Aachen geplant – „Alle paar Jahre wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben“: Dieser altbewährte Spruch auf sich rasch verändernde Situationen und Rahmenbedingungen ist längst auch im kirchlichen Raum eingezogen. Seit der Römerzeit bewährte Größen wie die Dekanate sind verschwunden, Pfarren wurden diesseits der Aachen-Kölner Bistumsgrenzen in „Gemeinschaften der Gemeinden“, auf Kölner Seite zu „Seelsorgebereichen“ zusammengefasst.

Jetzt sollen auf Aachener Seite zunächst mit gleicher territorialer Grenzziehung „Pastorale Räume“ und „Orte von Kirche“ entstehen, aus den früheren Bistumsregionen, im Fall der Mechernicher Gemeinden also der Region „Eifel“, sollen eines nicht allzu fernen Tages acht bis elf (Groß-) Pfarreien werden.

Der Pfarrer von Mechernich und GdG-Leiter der derzeitigen „Gemeinschaft der Gemeinden, GdG, St. Barbara“ nimmt im aktuellen Pfarrbrief Stellung zum Thema – und fordert seine Schäflein auf, von sich aus alle denkbaren „Orte von Kirche“ für den künftigen „Pastoralen Raum“ anzumelden und sich dort in einem noch zu bildenden Gremium per in der Gruppe selbst zu wählender Vertreter repräsentieren zu lassen.

Klassische und neue Christengruppen

Was sind solche „Gruppen von Kirche“? Nun, Kirchenchöre, Jugendgruppen, Gebetsgruppen, Bruderschaften, Pilgergemeinschaften, Frauenvereinigungen, Frühschichten oder spezielle Zusammenschlüsse wie der Unterausschuss „St. Georgsritt“ in Kallmuth oder die Zeltlagercrew „Camp St. Agnes“ in Bleibuir und Umgebung, klassische, althergebrachte, aber auch neue Gruppierungen katholischer Christen.

„Neue Strukturen brauchen neue Namen, aus GdG St. Barbara Mechernich wird der pastorale Raum St. Barbara Mechernich“, schreibt Pfarrer Pühringer im GdG-Boten: „Mehr als nur eine Namensänderung. Die GdG bildet viele eigenständige Pfarrgemeinden ab, der Pastorale Raum hingegen ist ab 2028 Teil einer Groß-Pfarrgemeinde, die vermutlich die jetzige Region Eifel sein wird.“

Im schlimmsten Fall habe der Pastorale Raum gar kein eigenes hauptamtliches Kirchenpersonal mehr, das sei bei der neuen Groß-Pfarrei angesiedelt, so der frühere Eifeldekan und Mitglied im Priesterrat des Aachener Bischofs Dr. Helmut Dieser. Vor Ort, in den einzelnen Kirchengemeinden, müsste es gleichwohl Christen geben, die sich auskennen, so genannte „Leute wie Du und ich“. Die will Pühringer bereits jetzt „sammeln“ und bis Mitte des Jahres in einem neuen „Rat des pastoralen Raumes“ an einen Tisch bringen.

„Jeder »Ort von Kirche« soll einen Aspekt des kirchlichen Lebens – Liturgie, Glaubensweitergabe, Nächstenliebe, Gemeinschaft im Glauben – auf seine je eigene Art verwirklichen“, schreibt der gebürtige Aachener an die Katholiken im südlichen und westlichen Teil der Stadt Mechernich: „Bei manchen Orten von Kirchen kann es schwer sein, sie nur einem Bereich zuzuordnen.“

Aber das sei „kein Problem“, so lange diese „Orte von Kirche“ eine „Anerkennung durch ein pastorales Gremium des pastoralen Raums haben“, zurzeit durch das Pastoralteam, das aus ihm, Pühringer, seinen Pfarrern, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen sowie einem Diakon besteht.

Vom Pastoralteam anerkannt

Jeder so zugelassene „Ort von Kirche“ müsse aus den Reihen seiner Mitglieder einen Vertreter für die Vollversammlung des pastoralen Raums wählen, der nach Pastor Pühringers Vorstellungen ein oder zweimal mal pro Jahr tagt: „Diese Vollversammlung wählt dann den Rat des pastoralen Raums, der mindestens viermal im Jahr tagen soll.“ Geleitet werden solle der pastorale Raum von Vertretern des Pastoralteams, des Rates des pastoralen Raums und des Kirchenvorstands.

Mit der geplanten Wahl neuer Kirchenvorstände 2025 könne dieser neue Kirchenvorstand bereits gebildet werden. Erik Pühringer: „2024 ist ein Jahr des Übergangs. So können wir erste Erfahrungen sammeln und an den Stellen nachbessern, wo wir Schwachpunkte entdecken, bevor 2028 alles endgültig fertig und umgesetzt sein soll.“

Er hoffe, „dass wir in unserer GdG St. Barbara Mechernich nun ganz viele »Orte von Kirche« entdecken, die zukünftig den pastoralen Raum St. Barbara Mechernich mit vielfältigem Leben erfüllen und zu einer überzeugenden Verwirklichung einer Gemeinschaft von Glaubenden machen.“ Er schließt in der Hoffnung, dass man sich „trotz neuer Namen keine Sorgen um die Zukunft kirchlichen Lebens machen“ müsse.

Informationen und Meldungen an das Pfarrbüro Mechernich, Weierstraße 80, Tel. (0 24 43) 86 40, oder eines der Mitglieder im Pastoralteam: Pfarrer Pühringer (02443/23 18), Pfr. Stephen (0176/60 48 57 66, Pfarrer Arenz (02443) 25 51, Diakon Manfred Lang (0177) 46 54 000, Gemeindereferentin Doris Keutgen (0157) 58 36 38 45, Pastoralreferentin Linda Schmitt-Thees (0157) 51 63 28 47, Krankenhausseelsorgerin Cordula Waberzeck (02443)17 11 71, Koordinatorin Gerda Schilles (02443) 90 29 431.

Eine GdG-Versammlung zum Thema findet am Samstag, 9. März, ab 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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Aus der Eifel für die Eifel – Gerolsteiner Brunnen fördert auch in diesem Jahr gemeinnützige Projekte

Gerolstein – Team mit Stern startet in die 16. Runde – Unter dem Motto „Aus der Eifel, für die Eifel – Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Region“ unterstützt der Gerolsteiner Brunnen in diesem Jahr bereits zum 16. Mal in Folge gemeinnützige Projekte im Umkreis.

Ab sofort und bis 22. April können sich Vereine, Schulen, Betreuungseinrichtungen und weitere Organisationen aus den Verbandsgemeinden Gerolstein, Daun und Kelberg mit ihren Ideen auf der Aktionswebseite www.team-mit-stern.de bewerben. Erstmals können sich Projekte auch um ehrenamtliche Unterstützung, etwa durch fachliches Know-how oder helfende Hände, statt finanzieller Förderung bewerben.

Welchen Förderbedarf sie haben, entscheiden die einzelnen Teams selbst: Pro Projekt ist eine Förderung zwischen 1.000 und 5.000 Euro möglich. Auch 2024 unterstützt Gerolsteiner mit insgesamt 50.000 Euro. Nach Abschluss der Bewerbungsphase entscheidet eine Jury aus Geschäftsführung und Mitarbeitenden im Rahmen einer Vorauswahl darüber, welche Teams am Online-Voting teilnehmen.

Die Abstimmung beginnt am 7. Mai und endet am 24. Mai – auch alle Mitarbeitenden von Gerolsteiner können daran teilnehmen. Projekte, die sich ausschließlich um ehrenamtliche Hilfe bewerben, nehmen nicht am Voting teil, sondern werden vom Unternehmen persönlich kontaktiert, wenn passende Unterstützung zur Verfügung steht.
Die Gewinnerteams werden am 7. Juni bekanntgegeben und auf der Webseite der Aktion vorgestellt. Seine Teams mit Stern begleitet der Gerolsteiner Brunnen dann durch das ganze Jahr.

Wie geht’s den Teams mit Stern 2023?

Im vergangenen Jahr wurden 13 Teams mit Stern für gefördert. Wie die Auswahl zeigt, haben die Gewinnerteams ganz unterschiedliche Konzepte in die Tat umgesetzt: SV Büscheich goes Zumba®
Mithilfe der Fördersumme wurde eine mitreißende Zumba-Tanzgruppe gegründet und das Sportangebot des SV Büscheich erweitert. Jetzt wird jeden Montag ab 18:30 Uhr im Gemeindehaus mit Begeisterung getanzt.

Natur- und Erlebnislandschaft der KiTa Sonnenschein, Üxheim

Die Kinder der KiTa Sonnenschein freuen sich riesig über die neugestaltete Hangspielfläche und die ersten neuen Spiel- und Klettergeräte. Es fehlt noch ein Kletternetz, das in den nächsten Tagen unter strenger Aufsicht durch die Kleinen verwirklicht wird.

Kinder schreiben Lied – pädagogische Wohngruppe Müllenborn

Drei Ferientage lang waren die Kinder und Jugendlichen der pädagogischen Wohngruppe Müllenborn mit den Dozentinnen und Dozenten kreativ: Gemeinsam haben sie einen Songtext geschrieben, Musik komponiert, Instrumente und Gesang aufgenommen und ein Musikvideo gedreht. In ihrem neuen Song „Weihnachtszeit“ erzählen sie davon, wie sie sich auf Weihnachten vorbereitet und sich über ihre Weihnachtsgeschenke gefreut haben. Das Ergebnis gibt’s auf YouTube.

Seit Beginn der Initiative Team mit Stern hat der Gerolsteiner Brunnen inzwischen mehr als 260 innovative Projekte gefördert – darunter auch viele Aktionen, die sich der Nachhaltigkeit und dem Schutz der Umwelt widmen und so zur Erhaltung der Vulkaneifel als Heimat des Gerolsteiner Mineralwassers beitragen. Auf www.team-mit-stern.de dokumentieren die Teams des vergangenen Jahres ihre Fortschritte.

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Stadtarchiv und Stadtmuseum Euskirchen veröffentlichen Bildband mit 200 Bildern zur Flut

Euskirchen – Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 ist durch die massiven Auswirkungen auf das Leben und das Erscheinungsbild der Stadt ein ausgesprochen drastisches Ereignis in der jüngsten Geschichte Euskirchens.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben Stadtarchiv und Stadtmuseum Euskirchen private Foto- und Filmaufnahmen, die während oder unmittelbar nach der Katastrophe gemacht worden waren, gesammelt. Von über 3.000 eingereichten Fotos wurden nach der fachlichen Auswertung 2.500 Exemplare in die Sammlung des Stadtarchivs aufgenommen. 2022 präsentierte das Stadtmuseum über 50 ausgewählte Fotos aus diesem Konvolut in einer großen und sehr erfolgreichen Ausstellung.

Aus dieser Ausstellung wurde nun wiederum der jetzt vorliegende Bildband entwickelt. Darin ist über die Ausstellungsfotos hinaus noch eine große Zahl weiterer Fotos zu sehen. Zudem wurden Vergleichsfotos zur Dokumentation des inzwischen erfolgten Wiederaufbaus hinzugefügt. Insgesamt zeigt der Bildband mit 200 Fotos, die dramatischen Ereignisse und ihre unmittelbaren Folgen. Mit den fotografischen Beiträgen von zahlreichen Euskirchener Bürgerinnen und Bürgern wird so die Erinnerung an dieses schwerwiegende Ereignis der jüngsten Geschichte in einer Publikation gebündelt.

Der Bildband ist ab sofort zum Preis von 15 € im Stadtmuseum erhältlich.

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Die Stadt Zülpich hat einen neuen Kämmerer

Zülpich – Christian Antons zum Kämmerer bestellt – Die Stadt Zülpich hat einen neuen Kämmerer. Mit Wirkung zum 24. Februar 2024 wurde Christian Antons von Bürgermeister Ulf Hürtgen zum Leiter der Finanzverwaltung der Stadt Zülpich bestellt. Antons folgt damit auf Ottmar Voigt, der diese Position zuvor 18 Jahre lang bekleidet hatte und am 23. Februar sowohl in dieser Funktion als auch in der des Beigeordneten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden war.

Christian Antons ist 35 Jahre alt und leitet bei der Stadt Zülpich bereits seit Juni 2022 den Geschäftsbereich Finanzen. Zuvor war der zweifache Familienvater, der mit seiner Familie in der Zülpicher Kernstadt lebt, 16 Jahre bei der Stadt Erftstadt beschäftigt. Dort hatte er ab dem Jahr 2008 auch seine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt absolviert, nachdem er im selben Jahr am Franken-Gymnasium Zülpich das Abitur erworben hatte.

Nachfolger von Ottmar Voigt als Beigeordneter wird Michael Höhn. Der 45 Jahre alte Merzenicher wurde vom Stadtrat am 06. Februar einstimmig zum Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters bestellt. Höhn, der zurzeit noch als Dezernent für die Bereiche Personal, Organisation, IT und Digitalisierung, Projektmanagement sowie für das Fördermittelmanagement bei der Stadt Kerpen tätig ist, wird seine neue Position am 01. Mai 2024 übernehmen.

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Krönung der 13. Meckenheimer Blütenkönigin

Meckenheim – Antonia Augenstein heißt Meckenheims 13. Blütenkönigin. Bürgermeister Holger Jung hat die neue Repräsentantin der Apfelstadt gekrönt und ihr im Sängerhof die Schärpe umgelegt. Parallel verabschiedete der Bürgermeister die bisherige Blütenkönigin Celina Kotz, die das Amt zwei Jahre ausgeübt hatte.

„Ich freue mich, Antonia Augenstein zu inthronisieren. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell man sich bei uns einleben und heimisch fühlen kann“, sagte Holger Jung. In Bielefeld aufgewachsen, zog die 19-jährige VWL-Studentin erst vor vier Jahren ins Rheinland, um sich im Eiltempo zu akklimatisieren. „Ich sehe Meckenheim als meine Heimat an. Die Kultur und die Traditionen wie der Karneval und selbstverständlich das Blütenfest begeistern mich immer wieder aufs Neue, sodass ich mich gerne aktiv einbringe“, erklärte die neue Blütenkönigin. Binnen kurzer Zeit hat sie hier vor Ort bereits enge Bande geknüpft. „Da ich praktisch inmitten der Apfelfelder wohne, genieße ich die Natur beim Joggen oder Spazierengehen. Ich habe auch schon bei der Apfelernte mitgeholfen und eine Patenschaft für einen Apfelbaum übernommen“, berichtete Antonia Augenstein, die in Altendorf lebt. In den kommenden Monaten warten viele spannende Termine auf Meckenheims Majestät, „bei denen Antonia die Apfelstadt gebührend vertreten wird“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Die Stadt Meckenheim freut sich auf die neue Repräsentantin der Apfelstadt und dankt ihrer Vorgängerin ganz herzlich. Celina Kotz hatte nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise ihre Amtszeit um ein zweites Jahr verlängert „und Meckenheim mit ihrer freundlichen und charmanten Art ganz hervorragend repräsentiert“, würdigte Bürgermeister Jung das gewinnbringende Auftreten von Celina Kotz.

Meckenheims Blütenkönigin ist als strahlende Botschafterin der Apfelstadt das gesamte Jahr über im Einsatz: Neben zahlreichen Terminen ist der Höhepunkt einer jeden Amtszeit das Meckenheimer Blütenfest, dessen Durchführung für 2024 am 21. April geplant ist.

In diesem Jahr unterstützen die Sponsoren Dresscode by Schlösser – Accessoires und Kleidung sowie Schuhmode Velten die Meckenheimer Blütenkönigin Antonia Augenstein. Ebenfalls dankte Bürgermeister Holger Jung Katharina Ley und ihrer Familie für den gastgebenden Part der Krönung der 13. Meckenheimer Blütenkönigin.

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Aderlass-Termin des DRK in Kall außerhalb der Karnevalszeit am heutigen 25. Februar

Kall – „Blutspender sind Lebensretter“ – Das „Federwölkchen“-Dreigestirn erschien deshalb im zivilen Shirt zum Blutspenden, um für die gute Sache zu werben. Es ist bei dem Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ seit Jahren ein guter Brauch, dass Mitglieder des Vereins und die Tollitäten während der närrischen Zeit bei den Blutspende-Terminen der Kaller DRK Ende Februar zum Aderlass im närrischen Outfit dabei sind. In diesem Jahr war das nicht möglich, weil Karneval schon Anfang Februar vorbei war, der Blutspende-Termin aber erst am heutigen 25. Februar stattfand.

Dennoch entschloss sich das „Federwölkchen“-Dreigestirn mit Prinz Michael Schulz, Jungfrau Markus Walker und Bauer Uwe Walber, dem Ruf des Blutspendedienstes zu folgen, und auch nach dem Ende der Karnevalszeit zum Blutspenden zu gehen, um die Wichtigkeit dieser Sache zu dokumentieren. Man wolle dafür werben, denn, so Bauer Uwe Walber: „Blutspender sind Lebensretter“.

Zusammen mit der Vorsitzenden des KV „Löstige Bröder“, Simone Saßmann, erschienen die drei Tollitäten am Mittag in ihren „Federwölkchen“-Shirts zum Aderlass. Für Prinz Michael war es die erste Blutspende, die er aber souverän meisterte. Carmen Dahm und Thomas Urfell vom DRK-Ortsverein waren froh über die Unterstützung der Kaller Tollitäten. Jede Blutspende sei für die Behandlung schwer kranker Menschen von großer Wichtigkeit.   (Reiner Züll)

 

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Kreissparkasse Mayen unterstützt Förderkreis Synagoge Saffig e.V.

Saffig/Mayen – Der Förderkreis Saffiger Synagoge e.V. konnte kürzlich eine Spende der Kreissparkasse (KSK) Mayen über 5000 Euro entgegen nehmen. Der Förderkreis, der sich seit knapp 40 Jahren für den Erhalt des Gotteshauses in Saffig einsetzt, traf sich hierzu kürzlich im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus mit weiteren Unterstützern des Sanierungsvorhabens zur symbolischen Scheckübergabe, die auf Empfehlung von Landrat Dr. Alexander Saftig zustande kam. KSK-Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch nahm die Gelegenheit gerne wahr, persönlich den symbolischen Spendenscheck an den Vorsitzenden des Förderkreises Martin Roggatz im Beisein der weiteren Unterstützer des Bauvorhabens, der Verbandgemeinde Pellenz und der Ortsgemeinde Saffig zu überreichen. Esch lobte den unermüdlichen Einsatz des Fördervereins zum Erhalt des Gotteshauses als Mahnmal und Begegnungsstätte.

Martin Roggatz bedankte sich im Namen des Förderkreises für das Engagement der KSK sowie den weiteren Unterstützern des Sanierungsprojektes, der Verbandgemeinde und der Ortsgemeinde Saffig.

Roggatz freut sich, dass die Sanierungsarbeiten noch in diesem Jahr beginnen können, wozu auch Fördermittel des Bundes sowie des Landes Rheinland-Pfalz beitragen. Im Wesentlichen geht es darum, Feuchtigkeitsschäden zu beheben. Konkret werden die Fundamente frei gelegt, um eine Horizontalsperre einzulegen. Zudem wird der Putz ausgebessert und ggf. erneuert.

Das 1844 aus Baumaterialien der Region erbaute Gotteshaus zählt zu den beeindruckendsten Landessynagogen des 19. Jahrhunderts. Zu der Zeit Errichtung waren 10 Prozent der Saffiger Bürger jüdischen Glaubens und damals selbstverständlicher Bestandteil der Dorfgemeinschaft.

In der Reichsprogromnacht im Jahr 1938 wurde das Gebäude stark verwüstet und das Inventar verbrannt. Mutmaßlich aus Sorge um die umliegenden Gebäude kam es seinerzeit es nicht zu einem Brand des Gebäudes, wodurch die Bausubstanz unversehrt blieb. Mit der Deportation der letzten im Dorf verbliebenen jüdischen Mitglieder der Gemeinde in die nationalsozialistischen Vernichtungslager endete 1942 die rund 350-jährige Gesichte der jüdische Gemeinde in Saffig.

Bis in die 1980er Jahre wurde das Gebäude – seinerzeit im Eigentum der Ortsgemeinde – als Geräteschuppen genutzt und drohte zu verfallen. Saffiger Bürger setzten sich für den Erhalt des Bauwerks ein, welches 1984 dann unter Denkmalschutz gestellt wurde. Im Folgejahr gründete sich der Förderkreis Saffiger Synagoge e.V., der das Gebäude von der Ortsgemeinde erwarb und das Gotteshaus restaurieren ließ. Seit Anfang der 1990er Jahre ist es wieder öffentlich zugänglich und diente ab Anfang der 2006 der jüdischen Gemeinde Neuwied Mittelrhein, welche die Synagoge für Gottesdienste einrichtete, mehrere Jahre als Bethaus.

Das Gebäude selbst sowie eine Gedenktafel erinnern heute an die jüdische Geschichte in Saffig und an die 1942 deportierten und ermordeten jüdischen Menschen. Bisweilen wird das Gotteshaus auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Rahmen von fachkundigen Führungen ist die Synagoge auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich.

Landrat Dr. Alexander Saftig, der selbst in Saffig aufgewachsen ist, betonte, dass das Gotteshaus heute auch als Brücke in die Vergangenheit zu betrachten ist und dass es als Mahnmal für die grausame Verfolgung jüdischer Mitbürger stehe. Er Lobte abschließend die Anstrengungen des Förderkreises zum Erhalt des Gebäudes und dankte allen Unterstützern für ihr Engagement.

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Digitalisierung – Kreisverwaltung Mayen-Koblenz legt Wert auf Mitarbeitermeinung

Region/Mayen-Koblenz – Neue Digitale Sprechstunde informiert über Prozesse und nutzt Ideen der Belegschaft – In der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ist jüngst ein neues Format gestartet: eine monatliche digitale Sprechstunde für alle Mitarbeitenden. Hierbei handelt es sich um einen gemeinsamen Stand der Koordinierungsstelle Digitalisierung (KoDig), des Personalrates und der Stabsstelle „Smart Cities“, an dem sich alle Mitarbeitenden über die neuesten Digitalisierungsprojekte und -initiativen, innovative Arbeitswerkzeuge und digitale Trends innerhalb der Kreisverwaltung informieren und darüber diskutieren können. Jeden Monat widmet sich die Sprechstunde einem neuen Schwerpunktthema. Der Auftakt stand im Zeichen der Digitalisierung der Verwaltung sowie der „Mein MYK-App“. Landrat Dr. Alexander Saftig und der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong nutzten, neben zahlreichen Mitarbeitenden, ebenfalls die Gelegenheit, den Stand zu besuchen und sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Dazu konnten aktuelle Fragen aus einzelnen Fachbereichen, die die Einführung der elektronischen Akte in der Kreisverwaltung, Leistungen des Online-Zugangsgesetzes oder auch andere Projekte der „Smarten Region MYK10“ betreffen, in aller Ruhe mit den Verantwortlichen besprochen werden. Obwohl in den öffentlichen Medien, im Intranet sowie in Besprechungen immer wieder digitale Themen behandelt werden, kommen nicht alle Mitarbeitenden im Arbeitsalltag damit in Berührung. Der direkte Austausch in Form einer Digitalen Sprechstunde bietet die Chance, mit Ideen aus der Mitarbeiterschaft neue Impulse zu setzen, andere Perspektiven einzubringen, durch konstruktive Rückmeldungen Prozesse zu optimieren und letztlich die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in der Kreisverwaltung zu vertiefen. Die Idee zur Sprechstunde ist bei einem Besuch der Personalratssitzung durch die KoDig sowie der Stabsstelle „Smart Cities“ entstanden.

Die „Mein MYK-App“ wurde seit ihrer Veröffentlichung im Herbst 2023 nicht nur von Bürgern des Landkreises, sondern auch von zahlreichen Mitarbeitenden der Kreisverwaltung heruntergeladen. Im Laufe des Vormittags nutzten immer wieder Einzelpersonen und kleine Gruppen die Gelegenheit, ihre Meinung zum aktuellen Entwicklungsstand der App mit der Stabsstelle „Smart Cities“ zu teilen. Die vielen Vorschläge und Ideen zur Optimierung der App haben wichtige Impulse gesetzt, um diese noch nützlicher und attraktiver für alle Nutzenden zu gestalten.