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Abkochgebot für Leitungswasser im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Gültig für Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie die Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau. Das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler teilt mit, dass seit dem Hochwasser neben einer sofort eingeleiteten Chlor-Desinfektion für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in allen Stadtteilen und in den Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau eine dringende Abkochempfehlung für das Wasser aus den Wasserversorgungsnetzen ausgesprochen wurde. Nach fortschreitender Schadenserhebung der Verteilnetze für Trinkwasser wird nun zunächst für die genannten Bereiche vorsorglich ein Abkochgebot erlassen.

Bisherige Untersuchungen von Trinkwasserproben aus Bad Neuenahr und den Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau waren ohne Beanstandungen. In einigen Siedlungsbereichen wurden zwischenzeitlich Rohrbrüche festgestellt, die die Qualität des Trinkwassers mindern könnten. Erst wenn weitere Untersuchungsergebnisse belegen, dass das Leitungswasser mikrobiologisch ohne Beanstandung ist, kann das Abkochgebot für die Kreisstadt und Ortschaften aufgehoben werden.

Sollten keine Möglichkeiten zum Abkochen bestehen, sollen sich Bürgerinnen und Bürger an die zentralen Trinkwasserstellen wenden. Das Leitungswasser ist für die Toilettenbenutzung, zum Duschen und für Reinigungszwecke ohne Einschränkungen nutzbar.

Zum Trinken, zum Zubereiten von Speisen und zum Zähneputzen soll abgekochtes Wasser oder Flaschenwasser verwendet werden.

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Kupferstadt Stolberg: Soforthilfen des Landes NRW

Stolberg – Soforthilfe des Landes NRW für betroffene Bürger*innen und Gewerbetreibende: Anträge stehen zum Download und in den Außenstellen der Stadtverwaltung bereit. Die Landesregierung stellt unbürokratische und schnelle Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 betroffene Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro bereit.

Das hat das Landeskabinett am Donnerstag, 22. Juli 2021, in einer Sondersitzung beschlossen. Mit den Soforthilfen werden Bürgerinnen und Bürger unmittelbar unterstützt, die von existentieller Not betroffen sind. Zusätzlich zu einem Sockelbetrag von 1.500 Euro pro Haushalt stehen für jede weitere Person aus dem Haushalt 500 Euro bereit. Insgesamt werden an einen Haushalt maximal 3.500 Euro ausgezahlt. Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern hat das Unwetter auch zahlreiche Unternehmen, Gewerbetreibende und freiberuflich Tätige getroffen. Um auch ihnen zu helfen und die finanziellen Belastungen, die durch die entstandenen Schäden verursacht wurden, zu mildern, kann für jede betroffene Betriebsstätte eine Billigkeitsleistung in Höhe von 5.000 Euro abgerufen werden.

Damit können erste Ausgaben für Räumung und Reinigung oder den provisorischen Wiederaufbau von Betriebs- und Ge-schäftseinrichtungen bestritten werden. Unter dem folgenden Link stehen die Anträge für die Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibenden und weiteren Berufsgruppen zum Download bereit: https://www.land.nrw/soforthilfe

Betroffene erhalten die Antragsvordrucke außerdem in den neu eingerichteten Außenstellen der Stolberger Stadtverwaltung in Zweifall, Vicht und der Innenstadt, wo diese vollständig ausgefüllt später auch wieder abgegeben werden müssen. Innenstadt: • AOK-Gebäude, Frankentalstraße 16 (normale Geschäftszeiten) Außenstellen in Vicht und Zweifall • Pfarrbüro in Vicht, Rumpenstraße 2: Diese Stelle steht ab Donnerstag, 22.07.2021, jeweils von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr zur Verfügung. • Zweifall, Dorfplatz (Container): Diese Stelle steht ab Donnerstag, 22.07.2021, jeweils von 10:00-12:00 Uhr und von 14:00-16:00 Uhr zur Verfügung. Kontakt: 0174 7365842

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Mendig schafft Wohnraum für die Hochwasser-Opfer

Mendig – 120 Notunterkünfte werden auf dem Mendiger Flugplatz errichtet. Ganz Deutschland rückt aktuell zusammen, um den Menschen in den überfluteten Gebieten zu helfen. Tausende Menschen in unserer Nachbarschaft sind betroffen, haben alles verloren und brauchen unsere Hilfe.

Trotz der unvorstellbaren Hilfe aus der Bevölkerung fehlt es laut Krisenstab des Landes aktuell an Wohnraum. Der eingereichte Konzeptvorschlag der Verbandsgemeinde Mendig für die Erstellung eines Containerdorfes auf dem Mendiger Flugplatz wurde vom Land befürwortet. Sofort begannen die Planungen und Umsetzungen des Großprojektes umso zeitnah wie möglich zu helfen.

„Wir müssen und werden unseren Nachbarn bei der dringenden Wohnraumsuche helfen. Ihnen so schnell wie möglich eine Herberge zur Verfügung zu stellen, ist ambitioniert, aber bereits zum Ende Juli erreichbar. Unsere Bevölkerung ist bekannt für ihre Hilfsbereitschaft und ein Zupacken in der Krise. Mit ihr zusammen werden wir die hilfesuchenden Menschen aus dem Ahrtal mit offenen Armen willkommen heißen“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, bei der Errichtung der ersten Notunterkünfte.

Entlang der Gunther-Plüschow Straße werden durch die Fachfirma i-Motion aus Mülheim-Kärlich derzeit 120 Notunterkünfte aufgestellt. Des Weiteren entstehen auf der Fläche neben der B 256 ein großes DRK-Gesellschaftszelt mit 1000qm Fläche, zwei Container für administrative Aufgaben sowie zwei moderne Sanitär- und Duschinseln. Damit können im ersten Schritt zwischen 240 – 360 Menschen aufgenommen werden. Je nach Bedarfslage kann das Konzept zeitnah verdoppelt werden. Die Wohnungsvergabe wird durch das Land Rheinland-Pfalz erfolgen.

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Videokonferenz mit den von Hochwasser und Starkregen betroffenen Regionen

Region/Mainz – Malu Dreyer dankt für Einsatz und Koordination vor Ort. „In den Katastrophenregionen im nördlichen Rheinland-Pfalz arbeiten alle bis zur Erschöpfung, damit die 42.000 unmittelbar betroffenen Menschen mit dem Nötigsten versorgt werden. Dafür habe ich mich heute bei den Landräten der Regionen stellvertretend bedankt. Jetzt geht es darum, die Einsätze der rund 5.000 Rettungskräfte, Soldaten und Polizisten gut zu koordinieren, Doppelarbeit zu vermeiden und neben der Katastrophenhilfe einen zukunftsweisenden Plan für den Wiederaufbau anzugehen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute nach einer Videokonferenz mit den betroffenen Kreisen, der kreisfreien Stadt Trier sowie mit Innenminister Roger Lewentz in Mainz.

„Es ist entscheidend, dass wir uns mit Blick auf die zahlreichen Herausforderungen und der starken Belastung der Regionen miteinander austauschen. In Krisensituationen ist die Abstimmung genauso wichtig, wie die Hilfe vor Ort. Ich bin dankbar für die Unterstützung der Kreisverwaltungen, die in den betroffenen Regionen unbürokratisch die Soforthilfen des Landes von bis zu 3.500 Euro je Haushalt auszahlen werden. Zudem ist es mir ein Bedürfnis, unmittelbar mit den Entscheidungsträgern in den Kreisen das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Menschen haben Furchtbares erlebt, es geht jetzt nicht allein um die materielle Not. Wir müssen sie auch seelisch auffangen. Denn 128 Menschen sind bislang gestorben, 764 sind verletzt, immer noch ist das Schicksal von 155 Vermissten ungeklärt. Wir haben deshalb bereits vor einer Woche eine Hotline für psychosoziale Unterstützung unter der Nummer 0800 001 0218 freigeschaltet. Eine Übersicht aller Hilfsangebote hat unsere für Katastrophenschutz zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Auswirkungen der Unwetter-Katastrophe auf die betroffenen Kommunen sind verheerend. Wichtig ist, dass den Gemeinden und Städten nicht nur in diesen Tagen, sondern auch in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren geholfen wird. Wir sind dankbar für die große Hilfsbereitschaft auch aus der kommunalen Familie, die uns aus der ganzen Republik signalisiert wurde. Die Kommunen im Land stehen zusammen und unterstützen über Patenschaften und Koordinierungsplattformen, wo es geht, mit Personal, Geräten und Material. Denn natürlich muss auch in den Krisenregionen gerade jetzt die Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft da sein“, sagte Dr. Karl-Heinz Frieden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände.

Innenminister Lewentz: „Die Versorgung der Bevölkerung vor Ort hat oberste Priorität. Deshalb hat die Technische Einsatzleitung bereits zahlreiche Servicepunkte in betroffenen Ortschaften eingerichtet. Vor Ort sind Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr präsent, um unter anderem zielgerichtete Informationen zur Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser zu geben, aber auch zur medizinischen Versorgung. Es wird an den Servicepunkten auch ein Zugang ins Internet über Starlink-Satellitenschüsseln ermöglicht.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte zur Videokonferenz mit Innenminister Roger Lewentz den Oberbürgermeister der Stadt Trier sowie die Landräte der Kreise Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz sowie des Eifelkreises Bitburg-Prüm, den Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz sowie einen Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände eingeladen.

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Abwicklung der Hilfen auch aufsuchend vor Ort – Hotline ab dem heutigen Freitag, 23. Juli geschaltet

Region/Mainz – Die Unwetter-Katastrophe hat außergewöhnliche Notstände ausgelöst. Im Krisenkabinett hatte die Landesregierung daher Soforthilfen bis zu maximal 3500 Euro pro Haushalt beschlossen, die ohne Bedürftigkeitsprüfung schnellstmöglich über die Kreisverwaltungen ausgezahlt werden.

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Eine Woche nach dem Hochwasser: Kreis Euskirchen blickt auf die Flutnacht zurück – Bisher 26 Tote und noch 3 Vermisste

Euskirchen – „Eine Jahrtausendkatastrophe“ Eine Woche nach der Flut- und Hochwasserkatastrophe im Kreis Euskirchen hat Landrat Markus Ramers am heutigen Donnerstag im Kreishaus einen Überblick über den aktuellen Sachstand gegeben. An seiner Seite waren auch Peter Jonas (Kreisbrandmeister), Brigadegeneral Peter Webert und Oberstleutnant Stefan Heydt (Bundeswehr), sowie Markus Böhm (Geschäftsführer eRegio).

Großes Interesse an der Pressekonferenz im Kreishaus: Mehrere TV-Sender berichteten live aus der Kreisverwaltung. Foto: Dagmar Berens / Kreis Medienzentrum

Landrat Markus Ramers bezeichnet die Lage im Kreis als „Jahrtausendkatastrophe“ und führt aus: „Der Kreis Euskirchen wurde von dem Unwetter und den anschließenden Überflutungen ganzer Ortschaften und Landstriche schwer getroffen. Am Morgen des 15. Juli um 4.06 Uhr ist die Großeinsatzlage zum Katastrophenfall geworden. Wir trauern um 26 Tote und suchen immer noch nach drei Vermissten. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und Angehörigen, denen wir viel Kraft wünschen, diese Situation zu meistern. Dabei werden wir als Kreis nach Kräften helfen – und setzen darauf, dass Bund und Land ihre Zusagen für unbürokratische Soforthilfen für die Betroffenen als auch ihre Zusagen für den Wiederaufbau der Infrastruktur einhalten. Ich kann nur an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren: Geben Sie die Hoffnung nicht auf. Sie sind nicht allein.“

Die Sachschäden seien noch nicht komplett zu überschauen, so Ramers. „Menschen haben ihre Existenzen verloren, die Einsatzkräfte sind seit über einer Woche bis zur kompletten Erschöpfung im Einsatz und riskieren dabei auch ihr eigenes Leben– bei uns im Kreis glücklicherweise ohne Todesfälle. Und – auch das muss gesagt werden: Ich bin allen Bürgerinnen und Bürgern, die selbst verschont wurden oder die es nicht so schlimm getroffen hat, zutiefst dankbar, wenn sie selbstlos anderen helfen. Dieser Zusammenhalt macht Mut. Meine Dankbarkeit gilt selbstverständlich auch für die große Hilfs- und Spendenbereitschaft aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus dem Ausland.“

Als inakzeptabel bezeichnete Ramers massive Falschmeldungen in den sozialen Medien, die die Kreisverwaltung aufgrund des Zusammenbruchs der Stromversorgung und des Mobilfunknetzes nicht unmittelbar richtigstellen konnte.

Vor dem drohenden Unwetter wurde bereits ab Montag, 19. Juli 2021, über die Warn-Apps NINA und KATWARN gewarnt, erste Einsätze gab es am Dienstag und Mittwoch, als auch über die Medien vor dem drohenden Unwetter gewarnt wurde. In der akuten Phase am Mittwochabend wurden dann auch die Sirenen im Kreis Euskirchen ausgelöst.

Kreisbrandmeister Peter Jonas berichtete von flächendeckenden Stromausfällen in weiten Teilen des Kreises, ebenso von Ausfällen im Mobil- und Digitalfunknetz. „Wir hatten Mühe, die Einsatzkräfte überhaupt zu erreichen, um ein Lagebild aus den einzelnen Kommunen und Ortslagen zu erhalten“, so Jonas.

Insgesamt seien die Wassermassen von überall her durch die Überflutungsgebiete geflossen, die Schäden an Gebäuden und Straßen seien durch die extrem starke Strömung und mitgerissene Autos und sonstiges Treibgut entstanden. „Die Strömung war so stark, dass sogar Boote der DLRG in den Fluten gekentert sind – die Einsatzkräfte konnten sich retten.“

Große Bereiche des Kreises Euskirchen mit insgesamt 194.000 Einwohnern sind von der Katastrophe betroffen. Die Schwerpunkte der Zerstörung liegen u.a. in Bad Münstereifel, Schleiden, Gemünd, Weilerswist und Euskirchen. „Viele Menschen konnten sich nicht mehr selbst aus ihren Häusern retten und zunächst auch nicht evakuiert werden“, so Jonas.

Seit Beginn der Unwetterlage verzeichnete die Kreisleitstelle mehr als 17.300 Notrufe, in Spitzenzeiten waren es 600 Notrufe pro Stunde – wobei auch der Notruf aufgrund des Netzausfalls zwischenzeitlich nicht erreichbar war. 3.500 Einsätze wurden gefahren. 2.750 Einsatzkräfte der Feuerwehren und zusätzlich 1.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des THW, der DLRG, der Malteser, des DRK und weiterer Organisationen arbeiten rund um die Uhr. „Die Katastrophe und ihre Folgen sind für die Bevölkerung, vor allem für die unmittelbar Betroffenen, aber auch für die Einsatzkräfte eine hohe psychische Belastung“, erläutert Peter Jonas.

Wie schnell und massiv die Fluten über den Kreis hereinbrachen, ist auch daran zu erkennen, dass 27 Kraftfahrzeuge der Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit sind – bei manchen kann nur noch „Totalschaden“ festgestellt werden.

Die Bundeswehr ist in der Städteregion Aachen und in den Kreisen Rhein-Erft, Rhein-Sieg und Euskirchen mit insgesamt rund 1.400 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, allein 170 in Bad Münstereifel. Außerdem würden Messungen zu Erdrutschungen und Geländeverschiebungen durchgeführt, um weitere Risiken zu identifizieren. „Wir stehen an der Seite der Menschen, die von der Katastrophe betroffen sind – und wir bleiben so lange, wie wir gebraucht werden“, so Brigadegeneral Peter Webert.

Markus Böhm vom regionalen Versorger eRegio gab einen Überblick über die aktuelle Lage der Strom-, Gas- und Wasserversorgung im Kreis. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner gilt nach wie vor das Gebot, Wasser vor der Nutzung abzukochen. Der Wiederaufbau der Versorgungsinfrastruktur werde an vielen Stellen Wochen, wenn nicht Monate dauern – gleichwohl konnte auch einiges wieder ans Netz gehen, etwa durch Leitungsumleitungen.

Auch die Verkehrsinfrastruktur mit Straßen und Brücken wurde vielerorts zerstört. Aktuelle Sperrungen und Umleitungen können hier abgerufen werden: https://maps.viakoeln.de/de/map/euskirchen-schadensmelder-infrastruktur_64. Es wird noch eine Weile dauern, bis alle Schäden und die daraus resultierenden Sperrungen ermittelt und eingepflegt sind, da in den stark betroffenen Kommunen die Schadensaufnahme gerade erst beginnt.

Steinbachtalsperre:

Die Steinbachtalsperre ist inzwischen komplett leergepumpt und wird weiter überwacht. Ein neues Überlaufventil soll im Lauf der kommenden Wochen an tieferer Stelle des Damms eingebaut werden, um bei zukünftigen Starkregenereignissen den Druck auf den Damm zu reduzieren.

Soforthilfen:

Die Landesregierung stellt unbürokratische und schnelle Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 betroffene Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro bereit. Nähere Informationen und den Antrag gibt es hier: www.land.nrw

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Betreuungs-Angebot für Kita- und Grundschulkinder im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Zusätzlicher Abfahrtsort − Betreuung am Samstag und Sonntag. Für das Betreuungsangebot der Katholischen Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. in Kooperation mit dem Kreisjugendamt in Karweiler besteht ab dem morgigen Donnerstag, 22. Juli 2021, auch eine Abfahrt ab dem Parkplatz gegenüber des Kaufhauses Moses. Los geht es um 7:15 und 8:15 Uhr (zusätzlich zur Abfahrt an der Kreissparkasse um 7 und 8 Uhr).

Am Samstag und Sonntag, 24. und 25. Juli 2021, erfolgt die Abfahrt am Parkplatz der Kreissparkasse Ahrweiler (Zufahrt über Straße „Am Mühlenteich“) um 9 Uhr und am Parkplatz gegenüber dem Kaufhaus Moses um 9:15 Uhr. Eine Rückfahrt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler erfolgt in Karweiler um 16 Uhr.

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Hochwasser in Mayen: Dank an alle Helferinnen und Helfer

Mayen – Am 14. Juli stieg die Nette an einigen Stellen im Mayener Stadtgebiet über die Ufer und sorgte für eine Vielzahl von Schäden an öffentlicher und privater Infrastruktur. Menschen mussten zum Teil aus dem Gebiet evakuiert werden, doch zum großen Glück aller blieb es in Mayen bei Sachschäden und kein Mensch wurde schwer verletzt oder Schlimmeres.

„Dass es für Mayen im Vergleich noch glimpflich ausging, war einerseits natürlich Glück, andererseits aber auch nur dank dem Einsatz vieler Helferinnen und Helfer so möglich, dafür möchte ich auch im Namen der gesamten Stadtspitze danken“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Die lokalen und regionalen Rettungs- und Einsatzkräfte, darunter DRK, THW, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, die Eifelwehren als privater Verein und auch der städtische Betriebshof, haben in guter Zusammenarbeit schnelle Hilfe geleistet und Schäden begrenzt. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Stunden des Aufräumens und Nachbereitens in den Tagen danach. Auch Spenden und Hilfe von Unternehmen – über Lebensmittelspenden bis hin zum Fahrzeugeinsatz – und viele private Helferinnen und Helfer haben einen wichtigen Beitrag geleistet. Spontan hat so mancher Nachbarn oder Bekannten im Hochwassergebiet unter die Arme gegriffen.

„Für diese gelebte Hilfsbereitschaft und Solidarität möchte ich gerne Danke sagen“, so Dirk Meid.

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Nächste Unwetter im Landkreis Mayen-Koblenz möglich

Region/Mayen-Koblenz – Frühzeitig Vorsorgemaßnahmen treffen und im Schadensfall richtig verhalten. In den letzten Tagen hat sich das Wetter nach der verheerenden Flut-Katastrophe durch massive Regenfälle weitestgehend beruhigt. Das kann sich ab dem kommenden Wochenende allerdings wieder ändern: Bereits am Samstag an kann es aufgrund des wieder wechselhaften und warmen Wetters zu Unwettern mit Starkregen kommen. Deshalb macht Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Rainer Nell zusammen mit den Wehrleitern der Städte und Verbandsgemeinden auf diese erneut bevorstehende Wetterlage aufmerksam und rät allen Bürgern Vorsorge zu treffen.

„Wir hoffen natürlich, dass wir verschont bleiben, möchten unsere Bürger aber für den Ernstfall vorbereiten. Wir haben leider erlebt, dass es unerwartet jeden treffen kann“, sagt Nell. Schnell sind Keller vollgelaufen, Elektrogeräte und Hausrat zerstört oder sogar Gebäude unterspült. Da sich aktuell zahlreiche Hilfskräfte immer noch im Einsatz befinden, sei es wichtiger denn je, dass die übrige Bevölkerung aufmerksam ist, Vorsorgemaßnahmen trifft und sich an bestimmte Verhaltensregeln hält. Dazu gehören unter anderem:

Vorsorgemaßnahmen

  • Kontrollieren Sie den Abwasserkanal im Haus regelmäßig.
  • Befreien Sie die Dachrinnen von Laub und Schmutz
  • Kontrollieren Sie Zufahrten von der Straße in tiefer liegende Garagen. Sie sind das Einfallstor von Sturzfluten, die von Straßen herkommen. Schwellen können helfen
  • Leeren Sie vorhandene Sinkkästen auf dem Grundstück – nach Möglichkeit kontrollieren Sie auch die Kästen vor Ihrem Grundstück in der Entwässerungsrinne
  • Halten Sie die Straßenabläufe, Durchlässe und Einlaufgitter im Umfeld Ihres Grundstückes zum Selbstschutz frei von Bewuchs und Unrat
  • Halten Sie sich auf dem Laufenden. Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über die Warnapp Katwarn, Rundfunk oder Internet.

So verhalten Sie sich im richtig, falls Sie vom Hochwasser betroffen sind:

Im Haus

  • Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
  • Halten Sie sich während des Hochwassers nicht im Keller auf, das ist lebensgefährlich.
  • Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
  • Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).

Im Auto

  • Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
  • Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.

Retten Sie Leben

  • Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
  • Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
  • Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise „spazieren“.
  • Betreten Sie keine Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen. Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden.
  • Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.

Weitere nützliche Informationen gibt es im Internet unter www.bbk.bund.de

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Kreissparkasse Ahrweiler spendet 500.000 EUR für Unwetterschäden

Ahrweiler – Besonders schlimm von der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands ist der Kreis Ahrweiler betroffen. Zahlreiche Dörfer entlang der Ahr wurden in der Nacht zum 15. Juli von der zerstörerischen Macht des Wassers heimgesucht, auch die Kreisstadt wurde Opfer der Fluten.

Stundenlanger Starkregen am Mittwoch hatte zu einem
verheerenden Hochwasser geführt. Nachdem die Ahr über die Ufer
getreten war, kam es zur Überflutung zahlreicher Straßen und
vollgelaufenen Kellern. Dramatische Bilder erreichten uns aus Schuld an der Oberahr. Aber auch ahrabwärts überall das gleiche Bild: zerstörte Infrastruktur, verzweifelte Menschen im Kampf um ihr Hab und Gut.

Trauriger Höhepunkt sind die vielen Menschen, die in den Wassermassen ums Leben kamen, hinzu kommen zahlreiche Verletzte und Vermisste. Nun, nachdem die Aufräumarbeiten begonnen haben, zeigt sich das wahre Ausmaß der Verwüstung. Vielen Einwohnern und der heimischen Wirtschaft ist ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstanden, oftmals auch der Verlust immaterieller Werte. Die Kreissparkasse Ahrweiler ist selbst mit zahlreichen Standorten betroffen, so auch das 2013 fertiggestellte Hauptstellengebäude in Ahrweiler.

KSK-Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann zeigt sich betroffen vom apokalyptischen Ausmaß der Hochwasserkatastrophe. „Viele Existenzen sind von jetzt auf gleich in eine bedrohliche Lage gekommen. Hinzu kommt das Leid zahlreicher Familien, die um ihre Angehörigen trauern.

Vielerorts fehlt noch immer Strom und Wasser, Lebensmittel werden
knapp und Häuser sind nicht mehr bewohnbar. Um die akute Notlage der Bevölkerung ein wenig zu lindern, stellt die Kreissparkasse
Spendenmittel in Höhe einer halben Million Euro bereit.“
Mit der Spende soll jenen Kreisbewohnern, die durch die
Unwetterschäden unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, schnell
und unkompliziert geholfen werden. Über die Spende an die Initiative
„Nachbar in Not“ des Kreises Ahrweiler wird sichergestellt, dass die Hilfe kreisweit allen Betroffenen zuteil wird, die sie benötigen.

„Seit mehr als 155 Jahren gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass
wir uns für die Region und die Menschen verantwortlich fühlen und
helfen, wo Hilfe vonnöten ist“, so Vorstandsmitglied Guido Mombauer. „Wir können zwar keine Keller leerpumpen, aber die Betroffenen auf diese Weise unterstützen. An dieser Stelle sei allen haupt- und nebenamtlichen Helferinnen und Helfern, sei es den Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk, den Kommunen, der Bundeswehr und caritativen Einrichtungen sowie den Nachbarn, Freunden und Familien, für ihren unermüdlichen und zum Teil ununterbrochenen Einsatz gedankt.

Ohne sie hätten die Unwetterfolgen sicherlich ein noch verheerenderes Ausmaß angenommen.“ Über die Spende hinaus legt die Kreissparkasse Ahrweiler ein Sonderkreditprogramm für die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen des Landkreises auf. So können all jene einen Betrag von bis zu 50.000 Euro schnell und unbürokratisch ohne Sicherstellung abrufen. Durch den über die Laufzeit von bis zu zehn Jahren festen Zinssatz von 0,25 % bietet der Kredit nicht nur Planungsund Zinssicherheit, sondern hält gleichzeitig die Belastungen so gering wie möglich. Weitere Informationen zum Sonderkreditprogramm sind in unseren Beratungs-Centern und Geschäftsstellen erhältlich.