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Unwetter-Katastrophe vom 14./15. Juli: Sozialämter und Jobcenter stellen vereinfachte Leistungs-Gewährung sicher

Region/Düsseldorf – Das Arbeits- und Sozialministerium NRW stellt den Zugang zu Leistungen der Grundsicherung in den Hochwassergebieten sicher. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Zwei neue Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellen die Gewährung von Leistungen der Grundsicherung in den von der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli betroffenen Regionen sicher. Da einige Sozialämter und Jobcenter in den betroffenen Gebieten aufgrund von Unwetterschäden nicht regulär arbeiten können, sollen pragmatische Regelungen die Beantragung und Auszahlung der Leistungen auch dann möglich machen, wenn die übliche Bearbeitung nicht möglich ist.

Minister Karl-Josef Laumann: „Die Unwetter-Opfer, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, brauchen jetzt schnelle Hilfe und Sicherheit, dass sie auch künftig Unterstützung bekommen. Wer alles verloren hat, braucht jetzt nicht noch die unbegründete Sorge, dass das Amt die Leistungen streicht. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Stellen die Leistungsgewährung unter oft schwierigen Bedingungen sicherstellen.“

In den beiden Erlassen geht es im Kern um die Sicherstellung einer weiteren Finanzierung von bisherigen Miet- und Heizkosten und einer möglicherweise erforderlichen Übergangsunterkunft. Der Starkregen hat in den betroffenen Gebieten auch bei Empfängern von Grundsicherungsleistungen zu Schäden am Hausrat geführt. Diese können über die Erstausstattung für die Wohnung zeitnah ersetzt werden. Auf diese und weitere Unterstützungsmöglichkeiten weist das Ministerium die Jobcenter und Sozialämter für Leistungsbezieher hin, die Opfer der Unwetter geworden sind.

Für die allgemeine Leistungsbewilligung nach den Sozialhilferegeln gilt zudem ein vereinfachtes Weiterbewilligungsverfahren, wonach Grundsicherungsleistungen auch dann weitergeleistet werden, wenn Geschädigte entsprechende Nachweise noch nicht vorlegen können. Neuanträge werden ebenfalls ohne intensive Nachweisprüfung vorübergehend und unter Vorbehalt bewilligt.

Für alle weiteren notwendigen Sozialhilfeleistungen wurden die betreffenden Kommunen gebeten, ähnlich unbürokratisch zu verfahren.

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Umwelt-Ministerium NRW unterstützt Kommunen und Krisenstäbe bei Fragen zur Abfall-Entsorgung

Region/Düsseldorf – Koordinierungsstelle hilft bei der Organisation der Abfallentsorgung in den von Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Gebieten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

Das Umweltministerium hat mit sofortiger Wirkung eine Koordinierungsstelle „Abfallentsorgung“ eingerichtet, um die von Unwetter betroffenen Kommunen bei der Organisation der Abfallentsorgung zu unterstützen. Die betroffenen Kommunen können sich an die Bezirksregierungen wenden und schriftlich mitteilen, welche Unterstützung (Fahrzeuge, Geräte, Personal, Entsorgungsmöglichkeiten in Müllverbrennungsanlagen) sie beim Einsammeln und Entsorgen von Müll und sonstigen Abfällen benötigen und für welchen Zeitraum diese erforderlich ist. Auch müssen sie einen Ansprechpartner und dessen Kontaktdaten (Mailadresse, Mobilfunknummer) angeben.

Die Bezirksregierungen bündeln die Unterstützungsgesuche der Kommunen und leiten diese an die Koordinierungsstelle weiter. Die Koordinierungsstelle spricht die Verbände der Entsorgungswirtschaft an, klärt, durch welches Unternehmen das Unterstützungsersuchen erfüllt werden kann und leitet diese Informationen wiederum an die betreffende Kommune weiter. Diese stimmt dann die Einzelheiten vor Ort mit dem Entsorgungsunternehmen ab.

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5000 Euro von der Tafel

Mechernich – Zwei Kuverts mit je 2500 Euro Bargeld in 50-Euro-Noten übergaben am Freitag Wolfgang Weilerswist und Volker Nüßmann, erster und zweiter Vorsitzender der Mechernicher Tafel, an die  Ortsbürgermeister Heike Waßenhoven, Satzvey, und Robert Ohlerth, Kallmuth, als Soforthilfe für Überschwemmungsopfer. Das Geld stammt aus Spenden des Lions-Club Essen-Stadtwald an die Essener Tafel.

In Satzvey ist das Geld für durch Hochwasser wohnungslos gewordene junge Familien mit zwei und vier Kindern vorgesehen, in Kallmuth und Eiserfey für Familien, die in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Überschwemmungen geschädigt worden waren.

„Das ist erst der Anfang“, sagte Wolfgang Weilerswist, der über seine Tätigkeit im NRW-Landesverband der Tafeln mit dem Essener Tafel-Vorsitzenden Dirk Sartor befreundet ist: „Der rief an und fragte, wo die Not in Mechernich am größten ist.“ Es sei mit weiteren Spenden aus Essen auch für die Hochwasseropfer in Bad Münstereifel und im Schleidener Tal zu rechnen. Weilerswist: „Alles geht rasch und unbürokratisch. Im Ruhrgebiet wird weiter gesammelt…“

„Diäten einstweilen für die Opfer“

Robert Ohlerth forderte bei dem Termin die Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder auf, bis auf weiteres ihre Aufwandsentschädigungen fürs Ehrenamt einstweilen auf ein Konto für Hochwassergeschädigte zu spenden.

Heike Waßenhoven und Frank Chelmowski von der Initiative „Satzvey hilft Satzvey“ sagten, momentan würden zwar keine Sachspenden gebraucht, aber nach fortschreitender Reinigung und Wiederaufbau komme man gerne auf angebotene Möbel und Elektro-Haushaltsgeräte zurück. Sachspenden-Anbieter sollten sich später melden oder in Listen eintragen lassen.

Robert Ohlerth kritisierte den Abbau der Sirenen und klagte: „Die Technik hat im Vorfeld versagt!“ Heike Waßenhoven meinte hingegen, die Warnungen wären rechtzeitig und dringlich gewesen, aber viele Bürger hätten sie nicht auf sich bezogen: „In Satzvey haben die Bachanlieger, die die Hochwasserproblematik kennen, sofort reagiert und Vorkehrungen getroffen.“ Andere hätten nicht damit gerechnet, ebenfalls von der nie dagewesenen Flut erreicht zu werden.

Beide Ortsbürgermeister bedankten sich sehr herzlich bei Wolfgang Weilerswist, Volker Nüßmann und den Geldgebern aus Essen: „Die Welle der Hilfe und Solidarität ist wichtig, materiell und seelisch…“

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Bundesregierung stuft Niederlande wieder zum Hochinzidenz-Gebiet hoch

Region/Düsseldorf – Angepasste Regelungen für die Einreise nach Nordrhein-Westfalen ab Dienstag, 27. Juli 2021. Europaminister Holthoff-Pförtner: Verantwortungsvoll mit offenen Grenzen umgehen. Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW teilt mit:

Für die Einreise aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen treten in der Nacht von Montag auf Dienstag, 27. Juli 2021, erneut erweiterte Anforderungen in Kraft. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung vom Freitag, die Niederlande zu einem Hochinzidenzgebiet hoch zu stufen. Ab 27. Juli 2021, 00.00 Uhr müssen Reisende schon bei der Einreise einen Nachweis über eine Impfung, ihre Genesung oder einen aktuellen negativen Schnelltest vorzeigen können. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich zudem nach Einreise aus den Niederlanden grundsätzlich für mindestens fünf Tage in Selbstisolation begeben und können diese erst dann durch ein negatives Testergebnis beenden. Erleichterungen gelten unter anderem für Grenzpendler und für Aufenthalte unter 24 Stunden.

„Die Bundesregierung reagiert mit der Hochstufung der Niederlande zum Hochinzidenzgebiet auf das exponentielle Wachstum der Infektionen in den Niederlanden während der letzten Wochen“, sagt Nordrhein-Westfalens Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.

Der Minister betonte zugleich: „Wichtig ist aber: Die Grenzen zu unseren Nachbarn bleiben offen. Wir müssen mit unseren offenen Grenzen wie bisher auch weiterhin verantwortungsvoll umgehen. Die Ausweisung als Hochinzidenzgebiet mahnt uns alle zur Vorsicht – gerade jetzt in der Hauptreisesaison. Wer sich in einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet befindet, sollte die Abstands- und Hygieneregeln besonders sorgfältig befolgen und sich testen lassen.“ Zudem sei die Impfung weiterhin der wichtigste Eigenschutz der Bürgerinnen und Bürger, so der Minister. „Gemeinsam mit unseren niederländischen und belgischen Nachbarn und Freunden werden wir in der Cross-Border Taskforce Corona die Entwicklungen weiter genau verfolgen“, versichert Holthoff-Pförtner.

Konkret gelten ab Dienstag, 27. Juli 2021, 00.00 Uhr für alle Einreisenden – unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts in den Niederlanden – folgende Regeln:

  • Anmeldepflicht vor der Einreise im digitalen Einreiseportal (einreiseanmeldung.de).
  • Quarantänepflicht für zehn Tage. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch ein negatives Testergebnis beendet werden. Ausnahmen gelten für geimpfte und genesene Personen. Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben, wenn sie den Nachweis ihrer Impfung oder Genesung über das Einreiseportal übermitteln.
  • Nachweispflicht: Schon bei der Einreise muss jeder Reisende einen Nachweis über ein negatives Testergebnis, eine vollständige Impfung oder eine Genesung von einer Infektion mit dem Coronavirus mitführen. Dies ist auch in Form des digitalen COVID-Zertifikats möglich. Die Testabnahme darf bei einem Schnelltest höchstens 48 Stunden, bei einem PCR-Test höchstens 72 Stunden zurückliegen.

Für das Grenzgebiet gelten einige Erleichterungen. So sind Grenzpendler und Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen, wegen ihres Studiums oder Schulbesuchs regelmäßig ein- und ausreisen, von Anmelde- und Quarantänepflichten befreit. Außerdem müssen sie sich nur zweimal wöchentlich testen lassen; dies kann auch nach der Einreise (etwa am Arbeitsplatz) geschehen.

Für Aufenthalte von weniger als 24 Stunden und für den Besuch enger Verwandter von höchstens 72 Stunden besteht ebenfalls keine Anmelde- und Quarantänepflicht. Allerdings muss in diesem Fall schon bei der Einreise ein Nachweis über Test, Impfung oder Genesung mitgeführt werden.

Einzelheiten zu der Entscheidung der Bunderegierung:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/faq-tests-einreisende.html

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Bauamt des Kreises Ahrweiler schaltet Hotline für Betroffene

Ahrweiler – Begutachtung der vom Hochwasser beschädigten Gebäude. Das Bauamt der Kreisverwaltung Ahrweiler hat eine Hotline eingerichtet, bei der sich Bürgerinnen und Bürger melden können, wenn sie eine statische Überprüfung eines Gebäudes benötigen.

Die Hotline ist Samstags von 9 bis 15 Uhr und montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 02641 / 975 – 363 zu erreichen. Wichtig: Es müssen Name, Vorname, Telefonnummer und die Anschrift des zu begutachtenden Gebäudes genannt werden.

Mobile Einsatzteams aus Statikern werden dann nach Verfügbarkeit die gemeldeten Gebäude begutachten.

Hinweis: Die Überprüfungen dienen lediglich der Feststellung von Gefahren oder ob Gebäude betreten werden können. Bewertungen hinsichtlich eines möglichen Wiederaufbaus oder der Wirtschaftlichkeit, können nicht geleistet werden.

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Stolberger Rathaus bis auf weiteres nicht mehr nutzbar

Stolberg – Neue Außenstelle der Verwaltung am Kaiserplatz eröffnet. Die Stadtverwaltung Stolberg kann bis auf Weiteres das Rathaus nicht mehr nutzen. Die neue „Zentrale“ wird deshalb derzeit unter Hochdruck im ehemaligen AOK-Gebäude auf der Frankentalstraße errichtet und steht als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger bereits zur Verfügung.

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung am gestrigen Freitag, 23. Juli eine weitere Außenstelle im Restaurant LIVING auf dem Kaiserplatz errichtet. Hier der Überblick über alle aktuellen Anlaufpunkte der Stadtverwaltung Stolberg:

Innenstadt:
AOK-Gebäude, Frankentalstraße 16 (Normale Gesch
Restaurant LIVING, Kaiserplatz (Mo.-Fr., 9-15 Uhr)

Vicht:
Pfarrbüro in Vicht, Rumpenstraße 2 (Mo.-Fr. 9-15 Uhr)

Zweifall:
Zweifall, Dorfplatz (Container) (Mo.-Fr. 10-12 Uhr und 14-16 Uhr)

An allen Niederlassungen können unter anderem die ausgedruckten Antragsdokumente für die Soforthilfen und Land und Bund abgeholt und auch wieder abgegeben werden.

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Lotto Rheinland-Pfalz hilft den Opfern der Flutkatastrophe

Region/Koblenz – Spendenkonto eingerichtet – 50.000 Euro Soforthilfe der Lotto-Stiftung – Hilfsfonds für Lotto-Annahmestellen. Die entsetzliche Flutkatastrophe hält Rheinland-Pfalz im Atem. Eine Welle der Hilfsbereitschaft und Anteilnahme formiert sich und setzt dem Schockzustand, der Hilflosigkeit und der Trauer der Betroffenen etwas Wirksames entgegen. Das Land rückt zusammen.

Auch Lotto Rheinland-Pfalz will helfen: „Die Menschen in unserem Bundesland wissen, dass sie sich auf ihre Koblenzer Glücksschmiede verlassen können, gerade wenn es Probleme gibt, die einen überfordern oder existenziell bedrohen“, sagt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner: „Dieser sozialen Verantwortung, dieser berechtigten Erwartung an uns, kommen wir im Moment nach, so gut wir können. Unser Blick richtet sich dabei auch auf die Situation in den betroffenen Lotto-Annahmestellen in den Krisengebieten. Hier gibt es eine zum Teil großflächige Zerstörung von Geschäftslokalen, teilweise existenzbedrohend, vor allem in Bezug auf das Inventar. Es wird Wochen und vielleicht Monate dauern, bis die Schäden behoben werden und die Annahmestellen wieder ihren Betrieb aufnehmen können.“

Das Unternehmen befasst sich mit der Analyse und der Erstellung eines Überblicks über das Schadensvolumen. Zudem gibt es Unterstützungsteams, die bei der Wiederinbetriebnahme oder dem Aufbau von Geschäftslokalen helfen sollen. Weiterhin hat Lotto Rheinland-Pfalz einen Hilfsfonds aus dem Budget des Unternehmens zur finanziellen Unterstützung der betroffenen Annahmestellen eingerichtet.

Für weitere Unterstützungen nutzt das Glücksspielunternehmen alle seine Möglichkeiten. Die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung hat schnell entschieden, als erstes Signal für die Geschädigten 50.000 Euro für die Soforthilfe zu spenden. Darüber hinaus hat der Vorstand der Stiftung entschieden, ein Spendenkonto zur Verfügung zu stellen. „Viele positive Signale zur Spendenbereitschaft aus dem Bereich der Lotto-Familie waren Anlass hierzu“, berichtet der Vorsitzende der Lotto-Stiftung, Magnus Schneider.

Auch die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH denkt an weitere Hilfen für die Menschen vor Ort: So wurden bei drei bereits terminierten Spielen der Lotto-Elf die ursprünglichen Spendenzwecke zugunsten der Menschen in den Hochwasserregionen umgewidmet. Außerdem haben auch die Mainzer Hofsänger angeboten, gemeinsam mit Lotto Rheinland-Pfalz Benefizkonzerte für die Menschen in den Krisenregionen zu geben.

Weiterhin steht das Unternehmen in Kontakt mit seinen größten und wichtigsten Partnern im Sponsoring, dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Kaiserslautern sowie mit seinen Medienpartnern und tauscht Ideen aus, was gemeinsam zur Linderung der Not getan werden kann. Als erstes Ergebnis ist ein Benefizspiel der beiden oben genannten Fußballvereine zu vermelden, zu dem Lotto Rheinland-Pfalz seinen Beitrag leisten wird.

„Lotto Rheinland-Pfalz und die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung sind in Gedanken bei den Betroffenen und werden alle Möglichkeiten nutzen, um ihrer sozialen Verantwortung in unserem Land gerecht zu werden“, sagen Jürgen Häfner und Magnus Schneider abschließend.

Hier kann man spenden:

Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung

IBAN: DE75 5705 0120 0000 3351 33

Verwendungszweck: Hilfe für Flutopfer

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Anlaufstellen für Soforthilfe-Anträge in den Städten und Gemeinden im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Die Anträge zur Soforthilfe des Landes NRW können ab sofort bei den folgenden Stellen in den Städten und Gemeinden des Kreises Euskirchen abgegeben werden: Bad Münstereifel: an der Rathaustür

Blankenheim: im Rathaus, die Bürger*innen werden aber auch zu Hause aufgesucht

Dahlem: im Rathaus

Euskirchen: im Rathaus, im Eingangsbereich (Foyer)

Hellenthal: im Rathaus

Kall: im Rathaus, 1. Etage, Zimmer 24, Eingang Steueramt

Mechernich: per Post an Stadt Mechernich, Fachbereich 5, Bergstraße 1, 53894 Mechernich; per E-Mail an info@mechernich.de oder persönlich beim Bürgerservice im Erdgeschoss

Nettersheim: per Mail an: hauptamt11@nettersheim.de oder persönlich im Rathaus abgeben

Schleiden: bei den Versorgungsstellen, persönlich im Rathaus oder postalisch

Weilerswist: im Rathaus

Zülpich: im Rathaus, im Foyer oder per E-Mail an: stadtkasse@stadt-zuelpich.de

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Besuch der Rotkreuz-Präsidentin Gerda Hasselfeldt in Euskirchen

Euskirchen – Tag neun nach der Flutkatastrophe, immer noch bestimmen Martinshorn und knatternde Rettungshubschrauber die Geräuschkulisse im gesamten Kreisgebiet. „Wir helfen nach dem Maß der Not und wir bleiben solange die Menschen Hilfe brauchen“, sagt die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, bei ihrem Besuch im Kreis Euskirchen.

Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, bedankte sich bei allen Helfern, die trotz eigener Betroffenheit und psychischer Belastung mit anpacken. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Euskirchens Landrat Markus Ramers, zugleich Schirmherr für das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen, ist froh über die Unterstützung: „Als ich im November vergangenen Jahres die DRK-Schirmherrschaft übernommen habe, konnte ich mir nicht ausmalen, dass wir hier bald auf die Unterstützung der gesamten Rotkreuz-Familie angewiesen sein würden.“ Karl-Werner Zimmermann, Kreisvorsitzender des DRK-Euskirchen, spricht von einer „Mammut-Aufgabe für den Kreisverband“. Unter anderem sei das Rotkreuz-Zentrum in Euskirchen die zentrale Stelle für den Bereich Verpflegung und um Betroffene und Helfer nur eine Woche lang mit täglich drei Mahlzeiten zu versorgen, entstünden Kosten von bis zu 150.000 Euro.

Hans Schwarz (links), Präsident des DRK-Landesverbandes, appellierte an die Bevölkerung, aus logistischen Gründen keine ungefragten Sachspenden mehr zu schicken. Geldspenden seien dagegen weiter willkommen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Keine weiteren Sachspenden

Hans Schwarz, Präsident des Rotkreuz-Landesverbandes, war bereits zum zweiten Mal zu Besuch vor Ort und zeigte sich überwältigt vom Engagement der Bürger, die einfach Schaufeln in die Hand nehmen und Schlamm aus den Häusern rausschippen. Gleichzeitig bat er eindringlich, nur ausdrücklich von den Hilfsorganisationen benötigte Sachspenden in die betroffenen Gebiete zu schicken. Derzeit würde man mit Sachspenden überhäuft, während es gleichzeitig logistisch kaum möglich sei, die Spenden zu sortieren und zu lagern. Mit Geldspenden könne man aktuell vor Ort besser helfen.

Gerda Hasselfeldt (am Mikrofon) berichtete, dass beim Rotkreuz-Bundesverband bereits 15 Millionen Euro Spendengelder eingegangen seien. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Auch Gerda Hasselfeldt berichtete, dass in der Bevölkerung eine enorme Spendenbereitschaft zu spüren sei. Seit der Flutkatastrophe seien Spenden in Höhe von rund 15 Millionen Euro beim Rotkreuz-Bundesverband eingegangen. „Sie können davon ausgehen, dass diese Spenden vor Ort verwendet werden, um die Situation der Menschen und die Infrastruktur zu verbessern“, betonte die DRK-Präsidentin.

Über die Verteilung der Gelder müsse direkt vor Ort bei den Menschen entschieden werden, dabei komme dem Roten Kreuzes seine Struktur mit aktiven Ortsvereinen und Organisationen vor Ort zugute. Auch Hans Schwarz konnte von der kürzlich erfolgten Zusage des Generalsekretariates berichten, das 2,5 Millionen Euro unmittelbar für Schwerstbetroffene in der Region zur Verfügung stellt.

Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen ist derzeit mit seinen hauptamtlichen Kräften sowie zusätzlich 250 Ehrenamtlern im Einsatz. Sie übernehmen zum Beispiel die Versorgung der aktuell rund 1.000 Einsatzkräfte, die Betreuung von bis zu 1.000 evakuierten Menschen in Notunterkünften, die Einrichtung von Versorgungsstützpunkten mit Hilfsgütern, den Betrieb einer Bürgerhotline und die Personenauskunftstelle, an der sich Angehörige nach vermissten Personen erkundigen können.

Selbsthilfe professionell unterstützen

„Während sich die Helfer darauf konzentriert haben, noch größere Katastrophen – zum Beispiel an der Steinbachtalsperre – zu verhindern und kritische Infrastruktur zu sichern, haben sich viele Ortschaften selbstorganisierend geholfen“, sagte Landrat Markus Ramers und fügte hinzu: „Diese Gruppen brauchen jetzt die professionelle Unterstützung des Roten Kreuzes.“ Diesen Umbruch sieht auch Karl-Werner Zimmermann: Nach dem Einsatz im Katastrophenschutz gelte es jetzt, die Selbsthilfe in den Ortschaften zu unterstützen.

Gerda Hasselfeldt betonte, dass man grundsätzlich auf solche Katastrophen vorbereitet sei und dass auch das Zusammenspiel von Hilfsorganisationen und Behörden gut funktioniert habe. Dennoch mahnte sie, aus dieser Katastrophe Lehren für die Zukunft zu ziehen. Es müsse mehr Vorratshaltung auf Bundesebene geben, etwa in Bezug auf Stromaggregate, Wasseraufbereitungsanlagen, Betten, Decken und Hygieneartikel.

Ein entsprechendes Konzept sei bereits in der Vergangenheit auf den Weg gebracht worden, bisher stünden zwei solche Reservelager. Nun müssten die weiteren geplanten acht Lager zügig umgesetzt werden. Auch wenn beispielsweise Nordrhein-Westfalen schon eine eigene Vorratshaltung aufgebaut habe, gebe es bundesweiten Nachholbedarf.

Karl-Werner Zimmermann bedankte sich für den Besuch von Gerda Hasselfeldt und Hans Schwarz der zeige, „dass die große Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes uns Unterstützung gibt.“ Dennoch: „Es wird ein anderer Kreis Euskirchen sein, wenn die Schäden irgendwann behoben sind – und auch die Menschen werden andere sein.“

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Hinweise zum Wetter am Wochenende im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Am Wochenende rechnet der Deutsche Wetterdienst mit vereinzeltem Starkregen und Sturmböen im Kreis Euskirchen. Am heutigen Samstagvormittag, 24. Juli, zieht ein Regengebiet auf, ab 16 Uhr ist mit Gewittern zu rechnen. Dabei sind bis zum späten Abend stürmische Böen bis 80 km/h und lokal begrenzte Starkregenfälle mit bis zu 40 l/qm möglich.

Am Sonntag, 25. Juli, werden Gewitter häufiger auftreten. Es ist mit Sturmböen bis 80 km/h, Niederschlägen mit bis zu 25 l/qm und Hagelschlag zu rechnen. Die Wetterlage ist aber nicht vergleichbar mit den Unwetterereignissen der vergangenen Woche. Vorsorglich stehen die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und weitere Einsatzkräfte bereit. Berücksichtigen Sie weiterhin die durch das Unwetter vom 14. Juli entstandenen Beschädigungen von Straßen und Gehwegen und die Gefahr durch lose Trümmer.

Aktuelle Prognosen und Warnungen des Deutschen Wetterdienstes finden Sie unter www.dwd.de