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Kurzfristig für den Ausbildungs-Start 2021 bewerben

Region/Mayen-Koblenz – Das GK-Mittelrhein bildet zukunftsfähig aus – wenige Plätze sind noch frei. Ob kompetenter Pflegefachmann, einfühlsame Hebamme, cleverer Technikexperte oder Organisationstalent in der Verwaltung – im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein starten jedes Jahr bis zu 290 junge Menschen ihre Ausbildung, u. a. an den eigenen Pflege-, Hebammen- und Physiotherapieschulen.

Für das Ausbildungsjahr 2021 sind noch wenige Plätze für die Ausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d), zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer (m/w/d), zum Altenpflegehelfer (m/w/d) sowie zum Operationstechnischen Assistenten (m/w/d) frei. Schulabsolventen, Kurzentschlossene, Quereinsteiger oder auch Studienabbrecher können sich kurzfristig auf die noch offenen Plätze bewerben. Start ist je nach Ausbildung am 1. September oder am 1. Oktober. Als Kooperationspartner von Hochschulen bietet das GK-Mittelrhein auch die Möglichkeit, in ausgewählten Ausbildungsberufen dual zu studieren.

Weitere Informationen zu den einzelnen Berufsbildern, Ausbildungsinhalten und Rahmenbedingungen gibt es online unter www.karriere-gk.de.

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Hochwasser hat Auswirkungen auf Trinkwasser-Versorgung in Düren

Düren – Leitungspartner mussten zwei Wasserwerke außer Betrieb nehmen. Fördermenge reduziert. Derzeitiger Wasserbedarf gedeckt. Bevölkerung wird um zurückhaltenden Verbrauch gebeten. Auch nach dem Rückgang der starken Zuläufe in die Rur und anderer Flüsse zeigen sich unverändert Auswirkungen auf verschiedenste Lebens-situationen in der Region.

Davon betroffen ist auch die Trinkwasserversorgung von Düren und Merzenich. Rund 5,5 Millionen Liter Wasser fließen jährlich durch die Leitungen und werden von Privathaushalten, Gewerbebetrieben und Industrie verbraucht. Zum Schutz der Anlage und damit der Trinkwasserqualität musste in der letzten Woche das Wasserwerk der SWD-Tochter Leitungspartner GmbH, an der Dr. Overhues-Allee außer Betrieb genommen werden. Gleiches gilt für das Wasserwerk in Obermaubach, welches für den Notbetrieb vorgesehen ist. Beide sind weiterhin nicht im Einsatz. Die fehlende Wassermenge kann derzeit nicht in vollem Maße ausgeglichen werden. Die aktuelle Witterung, mit relativ durchschnittlichen Temperaturen und die feuchten Böden, entspannen im Moment die Situation. Es wird weniger Trinkwasser als zu dieser Jahreszeit üblich benötigt. Dennoch bitten die Leitungspartner, als verantwortliches Unternehmen für die lokale Wasserversorgung, die Bevölkerung in Düren und Merzenich um eine sorgsame und eher zurückhaltende Verwendung des Trinkwassers.


 „Wir sind als Dürener vergleichsweise gut durch die Ereignisse der vergangenen Woche gekommen. Das erleichtert uns sehr. Unsere Versorgungsnetze und -anlagen sind stabil geblieben und wir konnten Abschaltungen vermeiden.

Aus Sicht der Wasserversorgung macht uns die anhaltend schlechte Qualität der Rur allerdings Sorgen. Notwendigerweise muss eine Menge Wasser aus den Talsperren abgelassen werden, um wieder Stauraum für etwaige neue Regenereignisse zu schaffen. In die Rur fließt auch Wasser aus der Urft, die in Gemünd und anderen Orten verheerende Schäden angerichtet hat. Dabei ist nicht auszuschließen, dass Heizöl und Chemikalien in den Fluss gelangt sind. Bestätigt wird diese Befürchtung durch einen leichten Heizölgeruch an den Staubecken in Heimbach und Obermaubach. Entsprechende Analysen sind in Arbeit“, erläutert Cord Meyer, Geschäftsführer der Dürener Leitungspartner GmbH.

Das Hauptstandbein der Dürener und Merzenicher Wasserversorgung ist die Wehebachtalsperre, ein geschütztes Vorkommen guter Qualität. Die Leitungspartner betreiben zusätzlich drei weitere Wasserwerke, von denen zwei den Einfluss des Rurwassers haben. Beide sind aus Gründen der Sicherstellung der Trinkwasserqualität bereits seit Mitte letzter Woche außer Betrieb.

Sorgsamer Umgang beim Trinkwasserverbrauch erbeten

„Damit haben wir eine Situation, in der wir nur noch über geringe Reserven verfügen. Aus diesem Grunde bitten wir Sie in den kommenden Wochen mit Trinkwasser sparsam umzugehen, vor allem aber kein Wasser für Bewässerung, Pools, Gärten und ähnliche Zwecke einzusetzen. Verändert sich die Situation, werden wir die Bevölkerung natürlich umgehend informieren. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre aktive Mitarbeit“, bekräftigt Cord Meyer

Die Leitungspartner sind in dieser Angelegenheit in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren.

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Soforthilfe NRW: Finanzielle Hilfen für Betroffene der Unwetter-Katastrophe

Düren – Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen, die von der Unwetterkatastrophe betroffen sind, können die „Soforthilfe zur Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen“ über das Landesportal NRW beantragen. Darauf weist die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren hin und steht als Ansprechpartner für weitere Informationen und Fragen zur Verfügung.

Die finanzielle Hilfe richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die gewerbliche Wirtschaft, freie Berufe, Landwirte, die Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen, welche diesbezüglich Schäden zu beklagen haben. Die jeweiligen Anträge sind digital ausfüllbar und mit Hilfe der entsprechenden Ausfüllhilfen unkompliziert zu beantragen. Zusätzlich steht das „Bürgertelefon Fluthilfe“ unter der Telefonnumer 0211/4684-4994 bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Das Antragsverfahren ist über www.land.nrw/de/soforthilfe freigeschaltet.

Weiterführende Informationen erhalten Interessierte telefonisch auch beim Kreis Düren von Herrn Tim Geuer, Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung, unter 02421/221061213.

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Kreatives und sportliches Freizeitangebot der Jugendgruppe Mechernich ab dem morgigen Dienstag, 27. Juli

Mechernich – GdG Kinderfreizeitangebot für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Ab dem morgigen Dienstag, 27. Juli bis Freitag, 30. Juli, jeweils zwischen 14 und 18 Uhr, findet im Johanneshaus, An der Kirche 2, ein kostenloses GdG-Freizeitangebot für alle Kinder von sechs bis 14 Jahren statt.

Innerhalb dieses Angebotes wird Kreativität und Gruppenzusammenhalt beispielsweise durch Basteln, Töpfern und das Bemalen von T-Shirts und Taschen spielerisch gefördert. Auch sportliche Aktivitäten wie zum Beispiel (Ball-)Spiele sind geplant.

Geleitet wird das Projekt von Rebekka Narres, der Jugendbeauftragten für die Region Eifel beim Bistum Aachen. Das Team besteht überwiegend aus Mitgliedern der Jugendgruppe Mechernich, die alle entsprechende Schulungen absolviert haben. Eine Kooperation mit weiteren Anbietern im Stadtgebiet ist gemeinsam mit Pfarrer Erik Pühringer geplant. Spontane Anmeldungen können telefonisch unter (0173) 5351 654 oder im Pfarrbüro Mechernich (02443) 8640 getätigt werden.

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Chefarzt Dr. Rieke informiert am Dienstag, 27. Juli anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages

Region/Mayen-Koblenz – Hepatitis: Wie wird die Infektionskrankheit optimal behandelt? Hepatitis B ist heutzutage durch Medikamente kontrollierbar und Hepatitis C inzwischen fast immer heilbar. Aber: Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung. Warnende Symptome bleiben oft aus oder werden ignoriert. Auch in Deutschland geht man von Tausenden Patienten aus. Nationales Gesundheitsziel ist die Elimination des Hepatitis C- Virus bis 2030. Deshalb ist die Prüfung auf HCV auch in die Check-up 35 Untersuchung aufgenommen worden. Welche Folgen kann eine unentdeckte Hepatitisinfektion haben und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Diese und andere Fragen beantwortet Dr. Ansgar Rieke, Chefarzt der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie im Kemperhof in Koblenz, am Dienstag, 27. Juli, anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr am Online-Vortrag teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten stellen.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Es genügend eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Über alles weitere wird dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich per E-Mail informiert.

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Mayen ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

Mayen – Die Stadt Mayen erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2011 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Dirk Meid freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Mayen. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Mayen dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Vor nunmehr 10 Jahren erhielt die Stadt Mayen von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Im Rathaus trinkt man fair gehandelten Kaffee und der Rat hat die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss festgehalten, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Mayen  ist zum Beispiel vor allem das Faire Frühstück im September sehr beliebt.

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement “, sagt Jasmin Alter, die für das Projekt zuständige Mitarbeiterin im Mayener Rathaus,  „Geplant sind coronakonforme Aktionen und Veranstaltungen in der Fairen Woche vom 10. bis zum 24. September“.  Beim Stein- und Burgfest will man sich mit einem Infostand beteiligen und der ökumenische Gottesdienst am 12. September soll „Fairen Handel“ thematisieren. Außerdem ist das beliebte Faire Frühstück wieder für den 17. September geplant.

Mayen  ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie unter www.fairtrade-towns.de

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Kartons als willkommene Hilfe – Stadt Jülich kann dank Spende Unterstützung geben

Jülich – Dankbar angenommen wurde die Ausgabe der von dem Jülicher Unternehmen Gissler & Pass gespendeten Umzugskartons. „Gemeinsam packen!“ steht auf jedem einzelnen Karton – und jeder einzelne erfüllt diesen Auftrag. Zahlreiche Betroffene machten bisher von dem am vergangenen Freitag gestarteten Hilfsangebot Gebrauch, sich Umzugskartons von der Sammelstelle im Schulzentrum Linnicher Straße abzuholen.

Dank der großzügigen Spende des Jülicher Unternehmens Gissler & Pass konnten auch umliegende Kommunen und ihre Hilfseinrichtungen mit einem Teil der Kartons unterstützt werden, Gert Marx und Achim Maris (v.r.) helfen hier beim Beladen eines Fahrzeugs für die Gemeinde Merzenich. Foto: Stadt Jülich / Gisa Stein

Über das Schulamt der Stadt wurde dafür der Fahrradkeller der Schule zur Verfügung gestellt, Mitarbeitende der Stadtverwaltung übernehmen in dieser Woche die Ausgabe Montag bis Freitag von 15-18 und Samstag 9-12 Uhr so lange, wie Bedarf besteht.

Besonders am Freitag gaben sich die Interessenten die Klinke in die Hand und ein Stapel Kartons nach dem anderen verließ das Schulgelände – ob zum Verstauen von Eigentum in den vom Hochwasser betroffenen Häusern oder zum Versenden von Spendengütern.

Besonders erfreut zeigten sich auch Hilfsorganisationen benachbarten Kommunen beispielsweise aus Inden und Merzenich, denen jeweils mit einer größeren Menge bei größeren Bedarfen geholfen werden konnte, denn auch hier galt das Motto „Gemeinsam packen!“

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Kostenlose ASEAG-Monatstickets in den Außenstellen der Stadtverwaltung Stolberg

Stolberg – Die ASEAG unterstützt die vom Hochwasser betroffenen Menschen in der Kupferstadt Stolberg. Ab sofort stehen deshalb in allen Außenstellen der Stadtverwaltung kostenfreie Monatstickets zur Abholung bereit. Die Tickets gelten für das gesamte AVV-gebiet und sind noch bis zum 22.08.2021 gültig. Die Tickets haben einen Wert von 190,00 Euro.

Hier können die Tickets abgeholt werden:

Innenstadt:
– AOK-Gebäude, Frankentalstraße 16 (Normale Geschäftszeiten)
– Restaurant LIVING, Kaiserplatz (täglich 9-15 Uhr)

Vicht:
– Pfarrbüro in Vicht, Rumpenstraße 2 (Mo.-Fr. 9-15 Uhr)

Zweifall:
– Zweifall, Dorfplatz (Container) (Mo.-Fr. 10-12 Uhr und 14-16 Uhr)

„Die Unterstützung der ASEAG ist sehr wichtig, ich bedanke mich dafür herzlich. So haben vor allem Menschen, die ihren PKW durch das Hochwasser verloren haben, die Möglichkeit, wieder eine Mobilität im gesamten AVV-Gebiet zurückzuerlangen“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas.

Bei der Abholung des Tickets müssen die Abholenden ihren Namen in einer ausliegenden Liste hinterlegen. Die Übersicht über die derzeit im Betrieb befindlichen Buslinien gibt es hier: https://www.aseag.de/
Darüber hinaus können an den Außenstellen die ausgedruckten Antragsdokumente für die Soforthilfen und Land und Bund abgeholt und auch wieder abgegeben werden.

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Betrüger versuchen Notlage der Menschen auszunutzen

Meckenheim – Betroffene der Unwetterkatastrophe können seit einigen Tagen ihren Antrag für Soforthilfe bei der Stadt Meckenheim einreichen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, das Formular möglichst vorher unter www.land.nrw/soforthilfe herunterzuladen und auszufüllen. Der Antrag kann im Meckenheimer Rathaus, im Ratssaal, Siebengebirgsring 4, persönlich unter Vorlage eines Ausweisdokumentes gestellt werden – zu folgenden Zeiten: Montag 8 Uhr bis 18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 8 Uhr bis 15.30 Uhr sowie Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Dieser Weg der Antragsstellung sollte eingehalten werden. Denn Betrüger probieren die Notlage der in den vom Hochwasser betroffenen Menschen schamlos auszunutzen, indem sie unter anderem Anträge zum Verkauf anbieten oder an persönliche Daten zu gelangen versuchen.

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Schaufel statt Pilgerrucksack

Sinzig/Trier – Messdienergruppe aus Sinzig hilft im Hochwasser-Gebiet. Sie haben Pilgerrucksack und Sonnenhut spontan gegen Gummistiefel und Schaufel getauscht: die Messdienerinnen und Messdiener aus Sinzig, darunter Konstantin Siegers (12), Lisa Schunk (15), Sarah Seiler (16) und der 16-jährige Paul Kuna. Eigentlich wollten sie vom 17. Juli an mit ihrem ehemaligen Kaplan Thomas Hufschmidt auf dem Mosel-Camino von Koblenz-Stolzenfels nach Trier pilgern. Doch dann kam das Hochwasser, erzählt Hufschmidt, der gerade Sinzig verlassen hat, um seine neue Stelle als Jugendpfarrer an der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken anzutreten. „Und da war ganz schnell klar: Wir pilgern nicht, wir helfen.“

Konstantin, Lisa und Paul sind selbst vom Hochwasser betroffen, mussten nachts schnell aus ihren Häusern raus. „Die untere Etage bei uns stand komplett unter Wasser. Wir sind im Moment bei Freunden untergekommen“, erzählt Paul. Ein Großteil der Möbel sei zerstört, und Paul sagt, so langsam bekämen sie einen Überblick, was ihnen geblieben sei. So war für die Messdienerinnen und Messdiener auch schnell klar, wo sie anpacken: „Am ersten Tag sind wir einfach rausgegangen und haben geholfen, Sachen aus einem Keller zu räumen. Ab dem zweiten Tag haben wir dann Paul und seiner Familie geholfen“, berichtet Lisa. Sie habe immerhin Gummistiefel gehabt; die anderen hätten in Turn- oder Wanderschuhen geholfen. War aber auch egal: Lange darüber nachdenken, ob sie helfen und wo, mussten sie nicht. „Wenn Du im Matsch stehst, machst Du einfach“, sagt Konstantin ganz pragmatisch. „Erst wenn Du abends im Bett liegst, denkst Du nach, was da passiert ist.“ Sie alle kennen Menschen, die in der Hochwasser-Nacht schreckliche Situationen erlebten. Konstantin erzählt von einer Mutter mit ihren Kindern, die mit einem Hubschrauber gerettet werden musste. „Man sieht zwar die Schäden, und sieht an den Häusern, wo das Wasser gestanden hat, aber man begreift noch nicht richtig“, sagt Sarah nachdenklich. Abends sind sie noch zusammengeblieben, haben über das gesprochen, was sie erlebt haben, trotz der Erschöpfung.

Helfen ist den Ministrantinnen und Ministranten nicht fremd: Sie sind regelmäßig bei den Sternsinger- oder den 72-Stunden-Aktionen dabei, haben die Bolivienkleidersammlung unterstützt. So war es für sie auch keine Frage, dass sie in dieser Notsituation anpacken und fünf Tage lang helfen, wo sie können. Dieses Engagement findet Thomas Hufschmidt prima. Und deshalb war es ihm wichtig, für die Gruppe dann wenigstens eine kleine Pilgertour als Dankeschön anzubieten. „Wir sind heute Morgen mit dem Bus nach Trier gefahren und an der Kapelle der Seligen Blandine Merten gestartet. Die Ordensschwester lebte in Ahrweiler im Kloster, da gibt es also eine Verbindung.“ Von dort aus pilgerten die Mädchen und Jungen mit einer Statio in St. Paulin nach St. Matthias. Ein Gottesdienst im Dom und ein Treffen mit dem für den Visitationsbezirk Koblenz zuständigen Weihbischof Jörg Michael Peters gehörten ebenfalls zum Programm – und ein Eis für die engagierten Helferinnen und Helfer. Das spendierte das Team der Eisdiele „Christis“ ganz spontan, als es von der Hilfsaktion der Gruppe erfuhr.