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Bedroht von Wasser, Schlamm und Schimmelpilz – Pfarrarchive von Hochwasser in der Eifel betroffen

Region/Trier – „Bei all der Dramatik und Not, bei all dem, was durch das Hochwasser zerstört wurde, ist es bewundernswert, wie besonnen und bedacht einige Pfarrsekretärinnen sich um die Sicherung des Schriftgutes und der Kirchenbücher bemüht haben“, betont Dr. Monica Sinderhauf. Sie ist die Leiterin des Trierer Bistumsarchivs und hat berufsbedingt eine ganz eigene Perspektive auf die Flutkatastrophe in der Eifel. Denn vom Wasser bedroht waren auch die Pfarrarchive, die Akten in den Pfarrbüros und die Kirchenbücher in den überfluteten Gebieten. Um sie zu retten, braucht es schnelles Handeln, Fachwissen – und bei durchnässtem Schriftgut eine Gefriertruhe.

Besonders hart getroffen habe es die Pfarrbüros in Bad Neuenahr und in Ahrbrück. „Wo die Infrastruktur in den Büros zerstört wurde, wurden auch die Aufbewahrungsorte der Akten zerstört: Schränke, Ordner und Register“, berichtet Sinderhauf. Dabei sei es für die Archivare in dieser Situation entscheidend, schnell an die vom Schlamm bedeckten Akten heranzukommen. „Wenn der Schlamm erst einmal getrocknet ist, haftet er wie Beton am Papier und geht mit ihm eine unzertrennliche Verbindung ein. Das Schriftgut ist dann faktisch verloren.“ Ein weiteres Problem: Wenn Papier zu lange im Wasser liegt, fördert das nicht nur die Auflösung der Substanz, sondern auch die Vermehrung von Schimmelpilzsporen, die sich sehr schnell in dem aktuell feucht-warmen Klima verbreiten, „und das schon nach wenigen Tagen“.

Um eine Akte oder ein Kirchenbuch zu retten, müsse dieses so schnell wie möglich mit klarem Wasser gereinigt, dann in Folie verpackt und eingefroren werden. „Beim Einfrieren werden alle Prozesse gestoppt, im wahrsten Sinne des Wortes eingefroren“, erklärt Sinderhauf. „Beim späteren Gefriertrocknen geht das zu Eis kristallisierte Wasser direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne dass auch nur ein Tropfen Flüssigkeit auftritt.“ Das auf diese Weise getrocknete Schriftgut könne dann konservatorisch und restauratorisch weiterbearbeitet werden – es wird weiter gereinigt, Amtsbücher neu gebunden. So die Theorie. In der Praxis fehlte aber im Ahrtal auf Grund der zerstörten Infrastruktur die Möglichkeit, mit sauberem Wasser den Schlamm abzuspülen.

Durch die schnelle Reaktion der Landesstelle für Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz war eine Spezialfirma mit der Sicherung von verschlammtem und durchnässtem Schriftgut in Bad Neuenahr beauftragt, von der auch das dortige so schwer betroffene Pfarrbüro profitierte. Die Landesstelle hat sich die Sicherung von Kulturgut aller staatlichen, kommunalen und kirchlichen Einrichtungen des Landes auf ihre Fahnen geschrieben und steht mit dem Bistumsarchiv Trier von Anfang an in Verbindung. Mit Unterstützung einer katastrophenerfahrenen Archivarin konnten so die Kirchenbücher und wichtigsten Dokumente der Pfarrgemeinde zur ersten Reinigung und zum Einfrieren gegeben werden.

Auch in Trier gibt es mit dem 1973 gegründeten Club Aktiv – Selbsthilfeverein von Menschen mit Behinderung – ein Angebot für Akten- und Bucherhaltung, die ebenfalls für viele geschädigte Einrichtungen der Eifel und in Luxemburg durchnässte Unterlagen zum Trocknen und Reinigen übernommen haben. Dort hat das Bistumsarchiv einen Teil des Pfarrarchivs aus Mettendorf zur Rettung gegeben. „Nass“, so kamen die Dokumente aus Mettendorf in der Werkshalle, berichtet Christa Schäfer. Sie leitet die Club Aktiv GmbH Akten- und Buch-Erhaltung. Seit einem ersten Einsatz – nach einem Wasserrohrbruch 1996 im Trierer Stadtarchiv – hat sich das Unternehmen zu einem der führenden in Deutschland entwickelt. Auch nach dem Brand in der Rendantur des Bistums Trier in Koblenz wurden hier die Unterlagen behandelt. Zunächst wurden die Papiere aus Mettendorf getrocknet um Schimmelbildung zu verhindern, jetzt wird gemeinsam mit dem Bistumsarchiv das weitere Vorgehen abgestimmt.

Warum betreibt man für Schriftgut einen solchen Aufwand? „Akten, Fotos oder Amtsbücher sind Unikate – die Dokumente sind Einzelstücke, die, wenn sie verloren gehen, nicht mehr ersetzt werden können“ betont Sinderhauf. „Dieses Schriftgut ist eine Gedächtnisstütze für nachfolgende Generationen. Werden durch solche Katastrophen Lücken gerissen, geht Wissen und Erinnerung verloren.“ Letztlich sei das Bistum bezogen auf die Kirchenarchive noch glimpflich davon gekommen. „Einige Pfarrämter lagen oberhalb des Hochwassers, in manchen wurden die archivwürdigen Unterlagen zu einem früheren Zeitpunkt nach Beratung durch das Bistumsarchivpersonal aus den Kellern in obere Stockwerke umgeräumt. Und andere Pfarrarchive, wie etwa in Trier-Ehrang, werden im Bistumsarchiv aufbewahrt.“ Auch in der Nacht des Hochwassers vom 14. auf den 15. Juli, seien Akten oft von umsichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pfarreien gerettet worden. „Gerade den Pfarrsekretärinnen gebührt da ein großes Lob, sie haben sehr schnell und sehr umsichtig reagiert.“ Sie denke da etwa an Ahrbrück, wo noch während das Wasser anstieg, die Kirchenbücher unter das Dach gerettet wurden.

Mit dem Abstand von einigen Wochen könne man eine erste Bilanz ziehen, was unmittelbare Schäden an den Pfarrarchiven und Pfarr-Registraturen betrifft, sagt Sinderhauf. Aber zu bedenken bleibe: In den hochwassergeschädigten Regionen, besonders im Ahrtal, sind die klimatischen Bedingungen für eine Lagerung von wertvollen Dokumenten zurzeit sehr ungünstig, mit warmem Wetter und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit. „Bei zu hoher Luftfeuchte und wenig Luftbewegung sind ideale Bedingungen gegeben, dass sich Schimmelpilz bildet. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass die Lagerorte von Pfarrarchiven immer gut gelüftet und regelmäßig kontrolliert werden.“

Bei Fragen stehen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bistumsarchivs in Trier jederzeit zur Verfügung (bistumsarchiv(at)bgv-trier.de oder Telefon: (0651) 966 27 0).

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Schützenfest mal anders

Kommern – Normalerweise feiert die St. Sebastianus Bruderschaft-Schützengesellschaft Kommen immer am dritten Sonntag im August ihr traditionelles Schützenfest, doch auch nach 2020 wurde diesmal die Veranstaltung corona-bedingt abgesagt. Als Ersatz veranstalteten der engste Kreis der St.-Sebastianer ein Schützenfamilienfest in Kommern.

Am Kommerner Ehrenmal wurde in alter Bruderschaftstradition ein Kranz niedergelegt. Foto: Marion Eichinger/pp/Agentur ProfiPress

Laut Diethard Eichinger-Heß, Präsident der Schützen, kamen viele Mitglieder der Einladung des Vorstandes nach und seien froh gewesen, dass man sich nach nunmehr weit über einem Jahr endlich wieder sehen konnte. Nach der Messe in der Pfarrkirche, die immer am Schützenfest Sonntag gefeiert wird und der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal, zog man unter den Klängen des Musikvereins Weyer zum Kommerner Schützenplatz. Dort wurde das gestiftete Kreuz, das mit einem Medaillon des Schutzpatrons der Schützenbruderschaft, dem Heiligen Sebastianus versehen worden ist, vom Präses der Bruderschaft, Prof. Dr. Hans Fuhs, feierlich eingesegnet.

Michael Wilden, 91 Jahre alt, wurde mit dem Verdienstkreuz der Bruderschaft ausgezeichnet, in der er seit nunmehr 70 Jahren mit Herz und Seele aktiv ist. Foto: Marion Eichinger/pp/Agentur ProfiPress

Bruderschafts-Verdienstkreuz

Michael Wilden, der seit 70 Jahren Mitglied der Bruderschaft ist, wurde bei der Veranstaltung gesondert geehrt. Er bekam das Bruderschafts-Verdienstkreuz der Schützen überreicht. „Michael Wilden hat in seiner aktiven Zeit viel für die Schützen getan, so war er Jahrzehnte lang Hochstandmeister und hat niemals die hohen Ziele und Ideale der Bruderschaft aus den Augen verloren. Selbst mit nunmehr 91 Jahren ist er im Herzen durch und durch Schütze und steht immer noch für Glaube, Sitte und Heimat ein“, so Eichinger-Heß.

Klaus Kremer, der bei den olympischen Spielen den Schießsport beim Biathlon mit seiner Lasertechnik revolutioniert habe, stellte den Schützen sein Equipment zur Verfügung, um einige interessante Einblicke in das Schießen bei Olympia zu geben. Ein laut Eichinger-Heß „rundum gelungenes Familienfest“ fand erst in den frühen Abendstunden sein Ende, verbunden mit der Hoffnung im Nächsten Jahr wieder ein „richtiges Schützenfest“ feiern zu können.

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Das Gesundheitsamt Ahrweiler informiert – Aktuell keine Nachweise über vermehrte Krankheits-Ausbrüche

Ahrweiler – Derzeit keine Hinweise auf eine hohe Seuchengefahr. Trotz teilweise schwierigster Rahmenbedingungen durch die Flutkatastrophe ergeben sich derzeit keine Hinweise darauf, dass es aktuell im Kreis Ahrweiler zu einer Häufung von COVID-19-Erkrankungen kommt. Mit Stand Dienstag, 17. August 2021, sind kreisweit 59 Menschen mit Corona infiziert; zwei der Betroffenen befinden sich in stationärer Behandlung im Kreis Ahrweiler. Die Sieben-Tages-Inzidenz beträgt laut LUA im Kreis 25,4 je 100.000 Einwohner und liegt damit deutlich unter der Sieben-Tages-Inzidenz des Landes Rheinland-Pfalz mit 35,5 je 100.000 Einwohner.

Auch wenn vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe die Corona-Pandemie verständlicherweise aus dem Fokus gerückt ist, appelliert das Gesundheitsamt Ahrweiler an die Bevölkerung und Hilfskräfte, das Impfangebot gegen COVID-19  zu nutzen und die AHA-Regeln weiterhin zu beachten.

Anderweitige Krankheitsausbrüche mit gehäuften Durchfallerkrankungen sowie Erkrankungen mit besonderen Erregern, wie beispielsweise Typhus, Cholera oder Leptospirose, wurden bisher nicht gemeldet. Diese derzeit positive Entwicklung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Umsicht der Bürger und Helfer sowie die zunehmende Wiederherstellung von Teilen der Infrastruktur (wie der Trinkwasserversorgung) zurückzuführen.

Direkter und ungeschützter Kontakt zu Wasser oder Schlamm der Ahr sollte nach Möglichkeit weiterhin vermieden werden. Auch das in den jeweils betroffenen Bereichen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr bestehende Abkochgebot für Trinkwasser gilt nach wie vor. Alternativ kann auf abgepacktes Wasser oder Flaschenwasser zum Trinken, Zähneputzen und zur Zubereitung von Speisen zurückgegriffen werden.

Bei Verletzungen sollte die Wunde desinfiziert, möglichst steril abgedeckt und medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Hierbei sollten die durch die STIKO empfohlenen Impfungen, hier insbesondere der Impfschutz gegen Tetanus, überprüft und eventuell aktualisiert werden.

Eine tagesaktuelle Übersicht über geöffnete Arztpraxen sowie Apotheken im Kreis Ahrweiler ist auf der Homepage der Kreisverwaltung Ahrweiler unter https://kreis-ahrweiler.de > Button „Notdienste“ hinterlegt.

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Staffelübergabe beim Mayener Marktamt der Stadt Mayen

Mayen – Marktmeister Horst Krämer übergibt Staffelstab an Nachfolgerin Yvonne Müller. Nach über 44 Jahren im Dienst der Stadtverwaltung Mayen hat sich Marktmeister Horst Krämer für die Altersteilzeit entschieden und ist bereits seit Februar 2021 in der so genannten „Arbeitsphase“. Ende März 2022 wird er in die „Freistellungsphase“ übergehen und wird dann aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Horst Krämer war von 1991 bis heute, um genau zu sein 30 Jahre, als Marktmeister bei der Stadt Mayen tätig und übergibt den Staffelstab an seine Nachfolgerin Yvonne Müller, die bis dahin noch mit den Feinheiten im Marktwesen vertraut gemacht wird.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung im Amt der Marktmeisterin“, so Yvonne Müller – Nachfolgerin vom jetzigen Marktmeister Horst Krämer. Die Arbeit in der Mayener Stadtverwaltung ist der 30-Jährigen keinesfalls fremd. Im Rahmen der Praxisphasen ihres Dualen Bachelor Studiums an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen von 2018 bis 2021 konnte sie bereits Einblicke in verschiedene Fachbereiche des Hauses erlangen. Nach sehr gutem Prüfungsabschluss im März dieses Jahres wurde sie zum 01.07. in das Beamtenverhältnis auf Probe zur „Stadtinspektorin“ ernannt.

„Ich bin zuversichtlich, dass sich Yvonne Müller schnell in ihre neue Aufgabe einarbeiten und die Stelle der Marktmeisterin hervorragend ausführen wird“, so Marktmeister Horst Krämer.

Oberbürgermeister Dirk Meid wünscht der baldigen Marktmeisterin stets viel Freude bei ihren neuen Aufgaben und eine reibungslose Aufgabenübergabe mit Marktmeister Horst Krämer. Diesem wünschte er alles Gute für die letzten Monate seiner Arbeitsphase sowie dem sich daran anschließenden Ruhestand.

Auch Fachbereichsleiter Uwe Hoffmann ist über den Generationswechsel und die damit reibungslose Übergabe in dem besonderen Aufgabengebiet Marktwesen für die gesamte Stadt Mayen sehr froh. „Es freut mich, dass eine sehr gut ausgebildete junge Frau diese Aufgabe übernimmt“, so Uwe Hoffmann.

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„Lange Nacht des Impfens“ mit Freigetränk der Gastronomie am Freitag 20. August in Düren

Düren – Der Kreis Düren veranstaltet am morgigen Freitag. 20. August, die „Lange Nacht des Impfens“, die auch von einigen Gastronomen in Düren unterstützt wird. Der Impfbus wird an diesem Freitag von 16.30 bis 24 Uhr am Dürener Marktplatz stehen und jedem ab 16 Jahren terminlos eine Impfung mit Biontech oder Johnson & Johnson anbieten. Zudem gibt es diesmal eine besondere Belohnung aus der Gastronomie.

Zu jeder Impfung gibt es zusätzlich einen Gutschein für ein alkoholfreies Kaltgetränk oder, wer mag, für ein Bier. Sieben Dürener Gastronomen unterstützen so die Impfkampagne des Kreises Düren. „Nur wenn sich genügend Menschen impfen lassen, können wir den Kampf gegen die Pandemie gewinnen. Die ‚Lange Nacht des Impfens‘ soll möglichst vielen ein Angebot bieten, die abends sowieso in der Stadt sind“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir freuen uns über jede Unterstützung wie diese aus der Gastronomie.“ Wer also eh etwas trinken gehen wollte, könne sich dabei gerne die Impfung abholen.

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Neue Gesundheits-Partnerschaft ab August zwischen Landessportbund RLP und AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Region/Mainz/Eisenberg – Betroffene der Flutkatastrophe: Aktive Unterstützung für Sportvereine und Kinder. Die schrecklichen Unwetterereignisse von Mitte Juli machen fassungslos – erst nach und nach wird die ganze Dimension sichtbar. Die Schilderungen aus den betroffenen Gebieten machen deutlich, dass sie sicherlich noch lange durch die schrecklichen Erlebnisse belastet sein werden und dringend Unterstützung benötigen. Hier setzt das gemeinsame Engagement von AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und des Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) an:

Um gerade die Kleinsten von den belastenden Bildern abzulenken und eine schöne Aktivität zu bieten, unterstützt die Gesundheitskasse mit 15.000 Euro die, von den Sportorganisationen bzw. Sportvereinen organisierten, Betreuungs- und Freizeitangebote in Feriencamps für die betroffenen Kinder. Gesundheitspartner der AOK ist hierbei der Landessportbund, der die Mittel bedarfsorientiert direkt an die ausrichtenden Organisationen 1:1 weiterleitet. Die Feriencamps bzw. Betreuungs- und Freizeitangebote sind für die Familien aus der Krisenregion kostenfrei.

Überdies unterstützt die Gesundheitskasse per „Wiederaufbau-Hilfe“ betroffene Sportvereine mit einer Summe von insgesamt 55.000 Euro“. Zum Hintergrund: Zahlreiche Sportvereine im Krisengebiet haben neben elementaren Schäden ihrer Sportlagen ihr komplettes Material (wie Matten, Bälle, Fitness-Kleingeräte) verloren. Durch die Hilfestellung sollen der Gesundheitssport und die Präventionssportaktivitäten, sobald die Infrastruktur einigermaßen hergestellt ist, wieder rasch aufgebaut werden. „Dank der großartigen Unterstützung der AOK können wir gemeinsam mit den Spendengeldern, die der Landessportbund zusammen mit dem DOSB über die Stiftung Deutscher Sport eingesammelt hat, in enger Abstimmung mit dem Sportbund Rheinland vor Ort die konkrete bedarfsgerechte Verteilung an die notleidenden Vereine übernehmen“, freut sich auch Wolfgang Bärnwick, Präsident des LSB, über das wichtige Engagement der AOK-Gesundheitskasse. Basis der Verteilung der Spendengelder ist eine sehr zeitnah nach der Katastrophe seitens des LSB initiierte Schadensabfrage bei den Vereinen der betroffenen Region.

„Als Gesundheitskasse war es für uns selbstverständlich, mit Präventionsmitteln den Betroffenen der Flutkatastrophe unbürokratisch und schnell zu helfen. Gemeinsam mit dem Landessportbund kümmern wir uns zugleich um spontane Angebote für die Kinder in den Ferien und unterstützen gerne auch die Sportvereine bei ihrer wichtigen Funktion vor Ort. Dabei für das richtige Handwerkszeug zu sorgen, ist eine gute Sache“, erklärt Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

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Land NRW legt Programm gegen Corona-bedingte Erwerbslosigkeit von Eingewanderten auf

Region/Düsseldorf – Projektanträge können ab sofort eingereicht werden. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Ein neues Landesprogramm fördert regionale Initiativen, die eingewanderten Menschen, die im Zuge der Pandemie ihre Beschäftigung verloren haben, helfen sollen, neue Arbeit zu finden. Hierzu stehen acht Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird das Programm aus Landesmitteln und Geldern der EU-Initiative REACT-EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe).

Antragsberechtigt sind alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Pro Kommune wird ein Projekt in Abhängigkeit von der regionalen Arbeitsmarktsituation mit bis zu drei Stellen gefördert.

Die Initiative ist bereits der dritte Förderaufruf des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus REACT-EU-Mitteln. Weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, etwa zur Unterstützung Langzeitarbeitsloser, sind geplant oder befinden sich bereits in der Umsetzung. Für Nordrhein-Westfalen stehen im Rahmen der Initiative rund 400 Millionen Euro für die Europäischen Strukturfonds bereit. Davon entfallen rund 140 Millionen Euro auf den Europäischen Sozialfonds (ESF) in Nordrhein-Westfalen.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Es ist mir ein großes Anliegen, denen zu helfen, die von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Arbeitsmarkt besonders betroffen sind. Das sind in vielen Fällen Menschen, die es ohnehin nicht leicht haben, so auch Eingewanderte. Sie sind öfter prekär beschäftigt und im Zuge der Krise häufiger arbeitslos geworden. Wir müssen diese Menschen schnell zurück in Arbeit bringen. Hierzu haben wir ein flexibles Angebot geschaffen, das es den Akteuren vor Ort ermöglicht, genau die Schritte zu ergreifen, die in der Region erforderlich sind“.

Die konkrete Ausgestaltung der Projekte und Maßnahmen soll sich am individuellen Bedarf der Menschen, am regionalen Arbeitsmarkt und auch an den bereits vorhandenen Angeboten und Strukturen zur Unterstützung der Zielgruppe in der Kommune oder Region orientieren. Neben aufsuchender Sozialarbeit können die Unterstützungsangebote zum Beispiel Erstanlaufstellen zur Aktivierung und Klärung der Lebenssituation, Coaching und die Hinführung zu den Maßnahmen der Arbeitsförderung oder auch Arbeitsvermittlung und Nachbetreuung umfassen.

Eine Bewerbung für das Förderprogramm ist bis spätestens zum 30. November 2021 möglich. Weitere Informationen zu dem Förderaufruf sowie zum Antragsverfahren finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales unter: www.mags.nrw/esf-aufrufe

Hintergrund:

Mit der Initiative REACT-EU stellt die Europäische Union zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Für Nordrhein-Westfalen stehen im Rahmen der Initiative rund 400 Millionen Euro für die Europäischen Strukturfonds bereit. Auf den Europäischen Sozialfonds (ESF) in Nordrhein-Westfalen entfallen davon rund 140 Millionen Euro.

Ziel der Initiative REACT-EU (das steht für: Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Euro also „Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas“) ist, zur Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und ihrer sozialen Folgen sowie der Vorbereitung einer nachhaltigen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft beizutragen. Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) sollen die EU-Mittel vor allem diejenigen Menschen unterstützen, die durch die Corona-Krise besonders benachteiligt sind.

Weitere Informationen zur Initiative REACT-EU finden Sie unter Informationen zur Initiative REACT-EU der Europäischen Union – Einsatz in Nordrhein-Westfalen | Arbeit.Gesundheit.Soziales (mags.nrw)

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Tosender Applaus für Nachwuchs-Artistinnen und Artisten in Meckenheim

Meckenheim – Zirkuswoche: ZappZarap zum zwölften Mal in Meckenheim. Mit einem tosenden Applaus endete die zwölfte Zirkuswoche des Mosaik-Kulturhauses. Zuvor hattes es für die 100 Kinder geheißen: „Kannst Du nicht, war gestern!“ Und tatsächlich agierten die Nachwuchskünstler gekonnt als lustige Clowns, mutige Fakire und wagemutige Luftakrobaten am Trapez.

Für das 21-köpfige Betreuerteam und die beiden Zirkuspädagogen des Leverkusener Zirkus ZappZarap hatte die Veranstaltung bereits zwei Tage vor der Zirkuswoche mit einer eingehenden Schulung begonnen. In der so genannten Teamershow wurden die erlernten Genres schließlich vorgestellt, während sich die Teilnehmenden in vier 25er-Gruppen aufteilten. Hier bot sich den Kindern die Gelegenheit, sich für ihre Workshops zu entscheiden. Das Training fruchtete schon bald: Die Nachwuchsartistinnen und Artisten lernten schnell. Die Choreographie für die Shows nahm von Tag zu Tag spektakulärere Züge an.

Manegen-Kostenproben schärften die Sinne. Im echten Zirkuszelt konnten die Mädchen und Jungen ihre Tricks ausprobieren und ihnen den letzten Feinschliff geben. Auf die Generalprobe folgten die beiden Shows exklusiv für die Eltern. Die Kinder wurden jeweils mit einem tosenden Applaus belohnt. Und nach dem allerletzten „Hepp“ der Woche leuchteten dann alle Augen. „Es hat mir so großen Spaß gemacht, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein möchte und zum Workshop Jonglage gehen werde“, lautete das begeisterte Resümee eines der Kinder gleich nach dem Finale. Trainerteam, Teilnehmende und Zuschauerinnen und Zuschauer waren sich schließlich einig: „Diese Leistung war hervorragend!“

Ein besonderer Dank geht an die Unterstützenden der Zirkuswoche: Westenergie, Deutsche Post, Grafschafter Krautfabrik, Projektservice Schwan, Konditorei Reichwein, Raiffeisenbank Voreifel e.G., Autohaus Kempen Löhr Automobile Vertriebs GmbH, IKS – Elektro Göttert GmbH & Co. KG sowie Fischer GmbH.

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Kreis Düren: Impfungen für Kinder ab 12 Jahren ab dem heutigen Donnerstag 19. August terminfrei überall möglich

DürenAuch Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren können sich ab dem heutigen Donnerstag, 19. August, in der Impfstelle und bei allen mobilen Impfangeboten des Kreises Düren gegen das Coronavirus impfen lassen. Im Impfzentrum ist dies ab Freitag ebenfalls möglich. Es sind keine gesonderten Termine mehr für diese Altersklasse erforderlich, da die STIKO (Ständige Impfkommission) eine allgemeine Impfempfehlung auch für 12- bis 15-Jährige ausgesprochen hat.

Dort, wo im Kreis Düren Coronaschutzimpfungen angeboten werden, kann somit jeder ab 12 Jahren geimpft werden. Zusätzlich zu den Praxen der Kinder- und Jugendärzte gilt das nun auch für die Hausarztpraxen. Zunächst waren Impfungen für 12- bis 15 Jährige im Impfzentrum nur zu festen Terminen möglich, da ein Kinderarzt die Impfung und das Aufklärungsgespräch vornehmen musste. Dies ist laut aktuellem Impferlass des NRW-Gesundheitsministeriums nun nicht mehr erforderlich. Die Impfärzte im Impfzentrum, der Impfstelle und bei den mobilen Angeboten können die Impfungen sowie das Aufklärungs- und Beratungsgespräch bei Kindern und Jugendlichen durchführen.

Bei 12- bis 15-Jährigen ist jetzt die Einwilligung eines (und nicht mehr von allen) Sorgeberechtigten erforderlich. Diese muss für eine Impfung aber vorliegen. Entsprechende Impfangebote in Schulen, zusätzlich zu den aktuellen Impfungen der Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, sind derzeit in Planung.

Das Impfzentrum ist jeden Tag (außer montags und donnerstags) von 14-20 Uhr geöffnet. Die Impfstelle des Kreises Düren ist in der Zehnthofstraße 4 in Düren zu finden. Sie hat montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 – 15 Uhr geöffnet. Die Impfbusse im Kreis Düren halten jeden Tag an anderen Haltestellen im Kreis Düren. Ein Termin ist bei jedem Angebot nicht erforderlich. Aktuelle Informationen und die Haltestellen der Impfbusse gibt es unter: bit.ly/Impf-InfosKreisDüren

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Mayener Motorrad Club Powerwheel spendet an Opfer der Hochwasser-Katastrophe

Mayen – In diesen Tagen überreichte der Mayener Motorradclub Powerwheel, Oberbürgermeister Dirk Meid eine Spende in Höhe von 650€. Die Spendengelder werden den Opfern der Hochwasserkatastrophe zu Gute kommen, die dringend Hilfe benötigen.

Der Stadtchef nahm die Spende des Motorradclubs entgegen und bedankte sich für die großzügige Spende. Der 20- köpfige Verein, in dem auch die städtischen Mitarbeiter Dirk Petzenhauser und der kürzlich verstorbene Elmar Seidel Mitglieder sind, hat untereinander gesammelt um den Flutopfern bestmöglich zu helfen.