Kategorien
News

Zentrale Kontakt-Möglichkeiten bei Fragen zur Bauleitplanung und Wiederaufbau im Ahrtal

Ahrtal/Koblenz – Die SGD Nord informiert – Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli unterstützt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD Nord) als Obere Landesbehörde des Landes Rheinland-Pfalz den Wiederaufbau im Ahrtal insbesondere in Bezug auf das Thema Bauleitplanung.

„Um die komplexen Aufgaben fachübergreifend und gebündelt sowie möglichst pragmatisch und zeitnah innerhalb der SGD Nord abzuarbeiten, haben wir eine interne Arbeitsgruppe gebildet, in der auch die Kreisverwaltung Ahrweiler vertreten ist. Ich danke allen Beteiligten für die gute und engagierte Zusammenarbeit. Zudem haben wir eine zentrale Kontaktmöglichkeit geschaffen, um als Ansprechpartner für die betroffenen Gemeinden, Verbandsgemeindeverwaltungen sowie Bürger*innen zur Verfügung zu stehen“, so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

Bitte nutzen Sie bei Fragen an die SGD Nord folgende zentrale Kontakte:

Telefonnummer: 0261 – 120 – 8005 oder Email: ahrtal@sgdnord.rlp.de

Hier eingehende Fragestellungen werden im Haus koordiniert, an die Experten aus den Bereichen Gewerbeaufsicht, Wasser- und Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Landesplanung, Naturschutz und Bauwesen weitergegeben und beantwortet.

Kategorien
News

Müllvermeidung, Wasserschutz und Wildbienen – St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel ausgezeichnet

Region/Düsseldorf – Schülerinnen und Schüler für Umwelt-Forschung in NRW ausgezeichnet. Umweltministerin Heinen-Esser: Es ist beeindruckend, mit wieviel Forscherdrang und Know-how die Schülerinnen und Schüler eigene Beiträge für den Natur- und Umweltschutz erarbeitet haben / Auszeichnungen gehen nach Sankt Augustin, Krefeld, Bad Münstereifel, Saerbeck, Brüggen und Düsseldorf.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit: Von Müllvermeidung und Wasserschutz über Wildbienen bis zu „treibstofffressenden“ Pilzbarrieren – für ihre Forschungsarbeiten zu wichtigen Fragen rund um Natur und Umwelt erhielten heute junge Forscherinnen und Forscher aus Nordrhein-Westfalen den Sonderpreis „Umwelt“ der Landeswettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“.

Im Rahmen der virtuellen Preisverleihung betonte Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit ihren Experimenten und Entwicklungen gehen die Jungforscher wichtige Herausforderungen und Zukunftsfragen an. Es ist beeindruckend, mit wieviel Forscherdrang und Know-how die Schülerinnen und Schüler eigene Beiträge für den Natur- und Umweltschutz erarbeitet haben. Die Arbeiten sind hervorragende Beispiele dafür, wie wichtig und wertvoll es ist, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen zusammenzuführen und daraus Antworten für ein nachhaltiges Leben abzuleiten. Hierfür bedanke ich mich ganz herzlich.“

Der erste Preis im Rahmen des Wettbewerbes „Jugend forscht“ ging an Jonas Mauelshagen, Felix Möller und Benjamin Scholer vom Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin. Die Schüler haben in ihrem Forschungsprojekt „Wir sagen den Kippen den Kampf an“ selbstständig einen Pfandautomaten für Zigarettenkippen entwickelt. Den ersten Preis in der Kategorie „Schüler experimentieren“ erhielt Laurenz Hilbert von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck für den „Bau einer funktionsfähigen Filteranlage für Silagesickersäfte“ für landwirtschaftliche Betriebe.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Veranstaltung zu dem Thema „BNE trifft MINT: Bildung für nachhaltige Entwicklung trifft Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“ statt. Die jungen Preisträgerinnen und Preisträger erhielten die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen, ihre innovativen Projekte vorzustellen und an Workshops teilzunehmen. In einer Feierstunde wurden die Urkunden dann schließlich an die Schülerinnen und Schüler überreicht.

Folgende Schülerinnen und Schüler wurden ausgezeichnet:

„Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre)

1. Preis (350 Euro)

Zigarettenkippen stellen ein ernstzunehmendes Umweltproblem dar und bieten zudem Gesundheitsrisiken beispielsweise für Kinder, welche die Kippen verschlucken können. Die Schüler Jonas Mauelshagen, Felix Möller und Benjamin Scholer des Rhein-Sieg-Gymnasiums in Sankt Augustin erkannten dieses Problem und handelten. Eigenständig entwickelten sie am 3D-Drucker einen Pfandautomaten und führten Versuche zur Eignung und Akzeptanz durch. Sie analysierten demnach ein aktuelles und relevantes Problem, boten selbst einen innovativen Lösungsvorschlag und testeten diesen schließlich.

2. Preis (250 Euro)
Lale Bussmann  und Maximilian Winkler vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld untersuchten in ihrem Projekt „Straßenverkehr, des Bodens größter Feind?“ mit Hilfe einer Bodenqualitätsanalyse, wie sich der Straßenverkehr auf die Qualität der Böden in der Umgebung auswirkt. Dabei wurde die Freisetzung von Feinstaub, Mikroplastik und weiteren Schadstoffen in systematischen Untersuchungen festgehalten, sodass verschiedene Flächen verglichen werden konnten. Die Ergebnisse wurden abschließend vorgestellt.

3. Preis (200 Euro)

Ziel des Forschungsprojekts Die treibstofffressende Pilzbarriere“ der Schülerinnen Johanna Bungart und Hannah Wagner-Gillen vom städtischen St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel war es, die Meeresverschmutzung zu bekämpfen, indem sie das Abbaupotenzial von terrestrischen Baumpilzen (Mykoremediation) nutzen. Die Schülerinnen wollten mit diesem Projekt herausfinden, ob es durch diesen biochemischen Ansatz möglich ist, Verunreinigungen durch raffinierte Öle wie Diesel und Rohöl einzudämmen und unschädlich zu machen. Sie konstruierten und bauten selbstständig schwimmfähige Barrieren, die Verunreinigungen aufnehmen und abbauen können und testeten diese daraufhin systematisch.

„Schüler experimentieren“ (ab der 4. Klasse bis 14 Jahre)

1. Preis (200 Euro)

Laurenz Hilbert von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck entwickelte in seinem Projekt „Bau einer funktionsfähigen Filteranlage für Silagesickersäfte“ ein geeignetes Tool, um Grundwasserverschmutzung in der Landwirtschaft zu verhindern. Da er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufwächst, konnte er seine Anlage zudem direkt vor Ort testen. Er verifizierte seine Ergebnisse mit chemischen Wasseranalysen und durch die Hilfe seiner Anlage können nun Nitrateinträge in den Boden gesenkt werden. Laurenz Hilbert stellte weitergehend Überlegungen an, wie das Projekt in die Praxis umgesetzt werden könnte.

2. Preis (150 Euro)

Durch seine im Projekt „Wildbienennisthilfen“ durchgeführten Untersuchungen konnte Jan Altenburg von der Gesamtschule Brüggen feststellen, was sich genau für Wildbienen eignet. Er verglich verschiedene Materialien, Lochgrößen und Standorte und stellte dabei fest, dass kommerziell verkaufte Wildbienennisthilfen oft nicht den Bedürfnissen der Insekten gerecht werden. Durch seine Arbeit hat der Schüler viel über die Bedeutung der Bienen gelernt, ist nun selbst zum Imker geworden und hält Honigbienen im eigenen Garten.

3. Preis (125 Euro)

Mit der Entwicklung einer Android-App haben die Schülerinnen Rithika Santhosh und Vasylisa Kalantarenko des Städt. Georg-Büchner-Gymnasiums in Düsseldorf eine Möglichkeit gefunden den Recyclingwert von Plastikprodukten festzustellen. Sie fragten sich, was mit den Plastikflaschen passiert, die sie zum Pfandautomaten im Supermarkt bringen. Daraufhin entwickelten sie die App, um Recycling-Codes auf Verpackungen zu scannen und per Ampelsystem bereits die Kaufentscheidung nachhaltig zu beeinflussen. Kundinnen und Kunden können somit schon im Supermarkt schnell ökologisch wertvolle Entscheidungen treffen und Plastikmüll verringern.

Zum Sonderpreis „Umwelt“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

Der Preis wird seit 39 Jahren vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und erkennt die Leistung junger Talente an, die sich mit dem verantwortungsvollen Umgang natürlicher Ressourcen für eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft beschäftigen. Er wird jedes Jahr im Rahmen der Landeswettbewerbe „Jugend forscht“ (Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren) und „Schüler experimentieren“ (ab der vierten Klasse bis zum Alter von 14 Jahren) für Projekte vergeben, die mit herausragenden Arbeiten im Umwelt- und Naturschutz überzeugen konnten. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden mit Geldpreisen zwischen 125 Euro und 350 Euro honoriert.

Weitere Informationen zu BNE finden Sie hier.

Kategorien
News

Parkhaus Büchel in Aachen – Der Abrissbagger steht bereit

Aachen – Der Longfrontbagger ist vor Ort und soll nächste Woche mit dem Abriss beginnen. Die Sicherungsarbeiten an benachbarten Bestandsgebäuden laufen noch, führen aber nicht mehr zu Behinderungen. Die neu entstehende Freifläche wird ab Frühjahr mit der „ZwischenZeit“ bespielt.

Den Beschluss zum Abriss des Büchel-Parkhauses gab es bereits 1989. Anders als die Mauer zwischen BRD und DDR fallen die Mauern des zentralen Innenstadt-Parkhauses aber erst mehr als dreißig Jahre später, so spät dass viele Aachener*innen schon nicht mehr an den Fall dieser Mauern geglaubt haben. Doch nun steht der Longfrontbagger – so der Fachbegriff für das eingesetzte Spezialgerät – vor Ort. Über Nacht wurde er mit einem Schwertransporter zum Büchel gefahren. In den nächsten Wochen soll er sich durch die Betonstruktur des Parkhauses hindurcharbeiten. Ein kleiner Wermutstropfen ist dabei: Der tonnenschwere Greifer, mit dessen Hilfe das Bauwerk Stück für Stück abgeknabbert werden soll, ist heute nicht mitgeliefert worden. Das Unternehmen hat aber zugesagt, den Bagger nächste Woche zum Einsatz zu bringen.

Vorgestellt haben die nächsten Schritte mit großer Freude am Dienstagmorgen, 21. September, in prominenter Besetzung Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Baudezernentin Frauke Burgdorff, SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt, der Vorsitzende des SEGA-Aufsichtsrats Marc Beus und der Leiter des Gebäudemanagements Klaus Schavan.

Sibylle Keupen und Frauke Burgdorff wiesen gemeinsam darauf hin, dass der nächste, spürbare Schritt zum „neuen Stück Stadt“ auf dem besten Weg sei. Basis ist ein Konzept, das unter dem Namen „Wiese“ weniger auf Bebauung als auf freie Flächen setzt. „Ich möchte mich jetzt schon insbesondere bei den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gewerbetreibenden im Umfeld der Baustelle bedanken. Sie haben den Abbruch bisher mit bewundernswerter Geduld ertragen!“, so die Oberbürgermeisterin. Jetzt gelte es, noch eine Zeit lang durchzuhalten, denn die Aussichten seien motivierend. „Ich freue mich schon auf den Start der ZwischenZeit Büchel! In den nächsten Jahren wird dieser Ort hier von verschiedenen Initiativen und Vereinen wie auch den Hochschulen gestaltet und bespielt werden. Das bringt wieder Leben an den Büchel“. Da ist sich die Oberbürgermeisterin sicher.

Das Gebäude ist bereits perfekt für den Abriss vorbereitet. Die Einbauten sind aus dem Parkhaus entfernt, Schadstoffe fachgerecht ausgebaut und entsorgt, letzte Sicherungsarbeiten an benachbarten Bestandsgebäuden laufen noch, stören aber das schwere Abbruchgerät bei seiner Arbeit nicht und können voraussichtlich so rechtzeitig abgeschlossen werden, dass sie den weiteren Bauablauf nicht mehr behindern.

Marc Beus, Lokalpolitiker und Aufsichtsratsvorsitzender der Städtischen Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA), die den Auftrag hat, das Altstadtquartier Büchel zu entwickeln, ergänzt unterstützend: „Das Ergebnis langer Jahre der Diskussion um den Büchel wird jetzt erstmals vor Ort deutlich sichtbar: Das ungeliebte Parkhaus verschwindet!“ Beus, von Beruf selbst Architekt, ist Realist. „Die Aufgabe, den Beton aus der Innenstadt herauszubekommen, steht uns noch bevor, aber“, davon ist Beus überzeugt, „mit dem Engagement und dem Durchhaltewillen, mit dem alle Beteiligten die Bauarbeiten bislang begleitet haben, schaffen wir den Rest auch noch.“

Neben den zeitaufwendigen Entkernungsarbeiten besteht eine der weiteren anspruchsvollen Maßnahmen in der baulichen Trennung des Parkhauses von unmittelbar angrenzenden Nachbargebäuden. Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, und von der SEGA mit der Steuerung der Abbrucharbeiten beauftragt, ist zufrieden. Mit einer Umstellung des Bauablaufs konnte Zeit für die Ertüchtigung schadhafter Bauteile an den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden Büchel 41 und Nikolausstraße 17 gewonnen werden. „Mit der parallel zum Abbruch kurzfristig geplanten und umgesetzten Ertüchtigung der Bestandsgebäude gelingt uns gerade ein kleines Kunststück“, so Schavan. „Derzeit lassen wir schadhafte Fugen und Steine an der Rückwand der Nikolausstraße 17 von Fachfirmen, begleitet von Fachingenieuren, ausbessern und ersetzen, damit hier wieder dauerhaft Standsicherheit gegeben ist.“ Der Bagger wird sich nun – anders als zunächst geplant – von der Mitte aus zunächst nach rechts und später nach links in das Parkhaus hineinarbeiten. Eine mögliche Staubentwicklung wird durch den Einsatz von Wasserkanonen reduziert. Nach dem Abbruch folgt dann noch die Herstellung einer funktionsfähigen Entwässerung der Fläche und die Verfüllung der Baugrube, bevor dann – etwas später – die neu gewonnenen Freiflächen für die Nutzung in der ZwischenZeit Büchel hergerichtet werden.

Christoph Vogt, Geschäftsführer der SEGA blickte dabei schon weiter nach vorne: „Der Abbruch ist ja nur ein erster – wenngleich wichtiger – baulicher Schritt hin zum neuen Altstadtquartier Büchel.“ Diese Sicht ist verständlich, denn seine Aufgabe und die seines SEGA-Teams ist es, die endgültige Planung voranzutreiben. „Die Planer für die Konkretisierung des städtebaulichen Konzeptes mit dem Schwerpunkt einer öffentlichen Freifläche sind beauftragt, und die Koordination mit den vielen beteiligten Stellen der Verwaltung läuft sehr zielorientiert. Damit sind wir jetzt so weit, dass die SEGA bald wieder auf die Stadtmacher*innen, also diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Vergangenheit mit Ideen und eigenen Plänen eingebracht haben, zugehen und sie in die nächsten Schritte einbinden kann.“

Im Frühjahr wird es dann so weit sein: Die Stadt gewinnt eine neue Freifläche.

Das Projekt Altstadtquartier Büchel und schon der Abbruch des Parkhauses wird gefördert aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Kategorien
News

Große Spenden-Bereitschaft für die Flutopfer-Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel

Kall – Die Hilfsgruppe Eifel erlebt derzeit eine große andauernde Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung, nachdem sie nach der Hochwasser-Katastrophe im Juli viele betroffene Familien mit Kindern unterstützt hat und auch weiterhin finanzielle Soforthilfen leisten möchte. Bis zum letzten Wochenende hat der Kaller Verein zahlreiche Familien mit Kindern mit jeweils 2000 Euro unterstützt und über 200.000 Euro Soforthilfe geleistet.

Eine Spende von 500 Euro für die Hilfsgruppe Eifel übergab der Vorsitzende des Roggendorfer Renault-Oldtimer-Club, Jörn Hück, an Ralf Heistert. Foto: Reiner Züll

„Wir können das machen, weil die Spendenbereitschaft der Eifeler weiterhin ungebrochen ist“, berichtet Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Dankbar ist er auch der Finanzbehörde, die der Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung erteilt hat, entgegen dem eigentlichen Satzungszweck der Kinderkrebshilfe, Spendengelder auch für die Unterstützung von Flutopfern zu verwenden.

Hilferufe hat die Hilfsgruppe auch aus dem Bereich des zerstörten Ortes Schuld an der Ahr erreicht, wo besonders viele Familien mit Kindern ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.  Greuel: „Da muss man einfach helfen“.

Um die Fluthilfe des Kaller Vereins zu unterstützen, hatte auch die Interessengemeinschaft (IG) Schmidtheim einen Betrag von 2750 Euro gespendet.  Als Vertretung der IG waren Ute und Lothar Bieder vom Schmidtheimer Musik-Cafe beim jüngsten Monatstreffen der Hilfsgruppe anwesend, um den Spendenscheck zu übergeben. Sie berichteten, dass die IG spontan beschlossen habe, die Opfer der Flut zu unterstützen.

Eine Großspende aus der Gemeinschaftskasse der drei IG-Unterabteilungen Dorfentwicklung, Barfuß- und Generationenpark, Eifeler Musikcafe) sowie durch mehrere Einzelspenden sei so viel Geld zusammen gekommen, dass man die DRK-Wasserwacht Dahlem und die Hilfsgruppe Eifel mit jeweils 2750 Euro unterstützen könne. Die hohe Spendensumme  sei dadurch möglich geworden, dass alle Mitglieder trotz Corona dem Verein treu geblieben seien und somit die Mitglieder- und Förderbeiträge in die Spendensumme hätten einfließen können.

Zu den treuen Spendern für die Hilfsgruppe Eifel zählt auch der Renault-Oldtimer-Club Roggendorf mit ihrem Vorsitzenden Jörn Hück. Der Club veranstaltet schon seit vielen Jahren im Juni ein großes Renault-Oldtimertreffen vor dem Autohaus Hück in Roggendorf zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.  Infolge von Corona waren diese Veranstaltungen nicht möglich. Wie schon im Vorjahr spendete der Verein trotzdem an die Hilfsgruppe. „Auch wenn wir dieses Jahr wieder kein Oldtimer Treffen hatten, wollen wir trotzdem unseren Beitrag für die Flutopfer leisten“, sagte Clubvorsitzender Jörn Hück, als er jetzt in Kall eine Spende von 500 Euro an Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel übergab.  (Reiner Züll )

Kategorien
News

Verteilung der Spendengelder der Stadt Schleiden beschlossen

Schleiden – 101 Gewerbebetriebe und 354 Haushalte erhalten eine Zuwendung aus dem Spendentopf der Stadt Schleiden – Auszahlungen sollen im Laufe der nächsten Woche erfolgen. Die Spendenbereitschaft nach der Hochwasser-Katastrophe in der Nacht zum 15. Juli 2021 war groß: Das Spendenkonto der Stadt Schleiden verzeichnete am 20. September 2021 einen Spendenstand von 1.703.657,66 Euro. Von dieser Summe wurden 10.100 Euro für die Einwohner aus Olef, 13.412 Euro für die Einwohner aus Gemünd und 16.500 Euro für die Gemünder Gewerbetreibenden zweckgebunden eingezahlt.

Bis zum 15. September 2021 konnten von dem Hochwasser betroffene Bürger*innen bei der Stadt Schleiden einen Antrag auf Spendengelder stellen. Insgesamt wurden 807 Anträge eingereicht, von denen 101 Gewerbebetriebe und 354 Haushalte eine Zuwendung aus dem Spendentopf erhalten. Im Durchschnitt sind das 4.950 Euro je Gewerbebetrieb und 3.290 Euro je Haushalt.

Die Kriterien zur Verteilung der Spendengelder hat der Stadtrat im Wege der Dringlichkeit am 21. September 2021 festgelegt. Die Höhe der Zuwendung richtet sich dabei nach der Schadenshöhe und dem Maß der Betroffenheit. Im Antrag wurden Angaben zur Schadenshöhe, zur Versicherungssituation, zum Einkommen und Vermögen, zur Familiengröße und zur monatlichen finanziellen Belastung abgefragt. Aus diesen Angaben wurde ein Punktwert ermittelt, aus dem sich der Grad der Betroffenheit ergibt.

Der Stadtrat hat daraufhin entschieden, allen Betroffenen, die einen Mindestschaden von 10.000 Euro erlitten und aufgrund der Angaben im Antragsformular mindestens zehn Punkte erreicht haben, einen Anteil aus dem Spendentopf auszuzahlen.

Alle Antragsteller werden von der Stadt Schleiden entsprechend benachrichtigt. Die Auszahlung der Spendengelder soll im Laufe der nächsten Woche erfolgen.

Kategorien
News

Cholangioskopie – Chefarzt informiert am heutigen Donnerstag 23. September in Online-Vortrag

Region/Mayen-Koblenz – Cholangioskopie – Was bringt diese Form der Gallenwegsdiagnostik? Chefarzt Prof. Dr. Kilian Weigand informiert am heutigen Donnerstag, 23. September zwischen 17 und 18 Uhr umfassend. Unter der Gallengangsspiegelung (ERCP) versteht man die endoskopische Gabe von Kontrastmittel in die Gallengänge, um diese unter Durchleuchtung darstellen zu können. Bei der Cholangioskopie wird mit einem sehr kleinen Endoskop direkt in die Gallenwege eingegangen.

Was durch diese technische Weiterentwicklung möglich ist, wie Veränderungen direkt beurteilt werden können und welche neuen Möglichkeiten der Therapie im Gallengang es gibt, erklärt Prof. Dr. Kilian Weigand, Chefarzt der Inneren Medizin – Gastroenterologie, Gastroentero-logische Tumortherapie und Diabetologie im Kemperhof in Koblenz, am heutigen Donnerstag, 23. September. Interessierte können zwischen 17 und 18 Uhr am Online-Vortrag teilnehmen und im Anschluss ihre Fragen an den Experten stellen.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Es genügt eine E-Mail mit dem Thema des Vortrags im Betreff an veranstaltungen@gk.de. Über alles Weitere wird dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich per E-Mail informiert.

Kategorien
News

Schnelles Internet für Ausweich-Dienstsitz der Verbands-Gemeinde Altenahr

Kesseling/Altenahr – Westnetz legt Glasfaserhausanschluss für Verwaltung der Verbandsgemeinde Altenahr in Gemeindehäusern von Kesseling. Highspeed-Internet mit Übertragungsraten im Gigabitbereich. Das Hochwasser hat einen großen Teil der Infrastruktur im Ahrtal zerstört, besonders betroffen ist die Verbandsgemeinde Altenahr. Durch die Flutwelle wurden zahlreiche Gebäude in Altenahr und den Gemeinden entlang der Ahr stark beschädigt oder zerstört. So auch das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Altenahr in der Roßbergstraße. Ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung hat ihren Dienstsitz auf unbestimmte Zeit in zwei Gemeindehäuser in die Kirchstraße und Weidenbachstraße nach Kesseling verlegt. Westnetz unterstützte den Umzug und hat innerhalb kürzester Zeit vor Ort einen Glasfaserhausanschluss gelegt und die Gebäude mit dem Breitbandnetz verbunden.

Der Verteilnetzbetreiber stellte für die Anbindung der Gebäude an das Glasfasernetz einen neuen Glasfaserverteilerschrank auf und verlegte die Glasfaserkabel in der technisch modernsten Variante „Fiber to the Home (FTTH)“, direkt bis in die Gebäude. Dadurch sind wesentlich schnellere Datenübertragungen möglich, denn die letzte Meile bis ins Haus wird nicht mit einem herkömmlichen Kupferkabel überbrückt, sondern komplett über Glasfaser angebunden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeinde profitieren somit von Übertragungsraten im Internet von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde.

„Innerhalb kürzester Zeit haben wir die Gemeindehäuser ans Glasfasernetz anschließen können. Es war uns ein wichtiges Anliegen, die Verbandsgemeinde Altenahr schnellstmöglich bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit zu unterstützen“, sagt Netzplanungsingenieur Benedikt Eulgem von Westnetz.

Kategorien
News

Eifelkreis Kulturprojekt „A Bit-Music“ – Musikrevue in der zahlreiche freie Künstler aus der Region mitwirken

Bitburg – Kooperationsvertrag zwischen dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und Projektleiterin Michaela Klinkhammer unterzeichnet. Um infolge der Corona-Pandemie zu einer verantwortungsvollen kulturellen Wiederbelebung der Städte beizutragen und bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise zu unterstützen, hat der Bund kurzfristig aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“ ein antragsoffenes Förderprogramm ausgelobt.

Frau Michaela Klinkhammer hat innerhalb der vorgegebenen kurzen Frist ein Projekt erarbeitet und den entsprechenden Förderantrag gestellt. Zu den Förder-Voraussetzungen gehört, dass ein Landkreis die Projektträgerschaft übernimmt. Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat in seiner Sitzung am 30. August 2021 die Übernahme der Projektträgerschaft einstimmig beschlossen. Das Verfahren wird über die Kulturstiftung des Bundes abgewickelt und einer Spende der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung finanziert. Der Eifelkreis ist unter anderem für den Mittelabruf und die Vorlage des Verwendungsnachweises zuständig.

Das Projekt mit dem Titel „A Bit-Music“ ist eine Musikrevue, in der zahlreiche freie Künstler aus der Region mitwirken. Inhaltlich dreht sich alles um das Jubiläum der Großtante – „Tant Tilda“ – zu der alle Darsteller gratulieren kommen. Die Bühne ist als typisches Eifler-Wohnzimmer gestaltet. Die Musikrevue wird eigens für dieses Projekt von Dirk Klinkhammer, dem künstlerischen Leiter, geschrieben. Als Künstler treten regionale, professionelle Sänger, Instrumentalisten, Schauspieler und Kleinkünstler sowie ein Autor auf, die als Gratulanten vorbeikommen und der Großtante etwas vorführen – Stelzenlauf, Jonglage, Comedy, Gesang, Lesung, Schauspielerei – dabei wird die Eifel liebevoll aufs Korn genommen. Pandemiebedingt wurden die Veranstaltungen als Open-Air-Reihe mit maximal je 250 Zuschauern geplant; die Umsetzung sollte kurzfristig erfolgen. Aufgrund der zurückliegenden Unwetterkatastrophe wurde jedoch entschieden, das Projekt erst im kommenden Jahr umzusetzen.

Bei der Vertragsunterzeichnung betonte der Erste Kreisbeigeordnete Michael Billen, wie unverzichtbar kreative Projekte gerade in herausfordernden Zeiten sind: „Die Menschen im Eifelkreis haben in den zurückliegenden Monaten viele Entbehrungen erlitten. Es ist mir daher ein Herzensanliegen, das Projekt von Frau Klinkhammer, dass viele Akteure, Musiker und Kleinkünstler aus unserer Region einbezieht, zu unterstützen und bin mir sicher, dass die Zuschauer große Freude daran finden werden.“

Kategorien
News

Nach Flutkatastrophe: Container-Wache sichert Arbeitsfähigkeit der Polizei im Kreis Euskirchen

Schleiden/Euskirchen/Düsseldorf – NRW Innenminister Reul: Diese schnelle und pragmatische Lösung ermöglicht weitestgehend Normalbetrieb. Das Ministerium des Innern NRW teilt mit: Die Polizei in Schleiden im Kreis Euskirchen hat vorübergehend eine neue Polizeiwache: Container ersetzen übergangsweise das ursprüngliche Gebäude. Dieses ist aufgrund der Flutkatastrophe stark beschädigt und deshalb sanierungsbedürftig.

„Die Polizei muss arbeitsfähig sein. Das ist unsere Pflicht. Und da versuche ich als Innenminister so viel wie möglich zu beizutragen. In Schleiden haben wir eine schnelle und pragmatische Containerlösung gefunden. Und ich bin erleichtert, dass die Polizistinnen und Polizisten damit im Wesentlichen im Normalbetrieb arbeiten können“, sagte Innenminister Herbert Reul bei seinem Besuch am Mittwoch (22. September 2021).

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste hatte die 24 Container organisiert und der Kreispolizeibehörde zur Verfügung gestellt. Die Kreispolizeibehörde Euskirchen selbst hat die Wache dann in den vergangenen Wochen technisch eingerichtet. In den Containern werden der Wach- und Wechseldienst sowie der Bezirksdienst untergebracht – insgesamt 37 Beamtinnen und Beamte sowie zwei Regierungsbeschäftigte.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Schleiden haben den Wachbetrieb trotz der widrigen Umstände durchgehend aufrechterhalten. „Hier zeigt sich einmal mehr, wie gut das Team Polizei NRW zusammenhält. Sie können sich aufeinander verlassen. Und: Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf die Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen verlassen – in jeder noch so schwierigen Situation“, so Reul.

Die Container werden als Übergangslösung eingesetzt, bis die Polizistinnen und Polizisten wieder in ein festes Wachgebäude zurückziehen können.

Kategorien
News

IHK-Vollversammlung will Bildungszentrum Euskirchen neu aufstellen

Euskirchen/Aachen – Ein Ort mit Symbolwert: Rund zwei Monate nach der für unsere Region so verheerenden Flutkatastrophe hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen die Mitglieder ihrer Vollversammlung zur Sitzung in das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) eingeladen. Die Einrichtung und viele Gebäude der renommierten Ausbildungsstätte in gemeinsamer Trägerschaft von IHK, Handwerkskammer Aachen und dem Kreis Euskirchen haben durch das Hochwasser erheblichen Schaden genommen. Wiederaufbau ist hier – wie an vielen anderen Stellen in der Region – das Gebot der Stunde. „Lassen Sie uns das als Chance sehen!“, appellierte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel.

Da die BZE-Gebäude teilweise bereits vor der Flutkatastrophe sanierungsbedürftig waren, ist die Wiederherstellung dieses Zustands kein erstrebenswertes Ziel. Vielmehr soll ein Neubau unter dem Arbeitstitel „Zukunftswerkstatt“ moderne Unterrichtskonzepte und Synergien zwischen den Gewerken ermöglichen. Eine Initiative, die Kohl-Vogel ausdrücklich unterstützt: „Das BZE muss nicht nur ein herausragender Bildungsort für Euskirchen bleiben, sondern einen besonderen Beitrag für ein positives Image unserer Wirtschaftsregion leisten.“

Euskirchens Landrat Markus Ramers freute sich, die Vollversammlung der IHK im BZE begrüßen zu können: „Wir erleben das als ein Zeichen der Verbundenheit und der Solidarität. Das tut uns gut.“ Auch bei ihm richtet sich der Fokus jetzt auf den Wiederaufbau. „Wir haben eine Katastrophe erlebt. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass der Kreis Euskirchen keine zweite Katastrophe erlebt.“ Zentral sei jetzt, dass Unternehmen schnellstmöglich wieder wirtschaften können, um Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern. Gerade was Letzteres angeht, spiele das BZE eine Schlüsselrolle.

Positiv in die Zukunft schauen: Ohne diese Einstellung werden die immensen Herausforderungen, die der Wiederaufbau mit sich bringt, nicht zu bewältigen sein. Das machten die Impulsvorträge von Bad Münstereifels Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Wolfgang Zuraszek, Produktionsleiter des Metallverarbeiters Aurubis GmbH & Co. KG in Stolberg, und von Marc Hausmann, Inhaber des Café Cornelius in Aachen- Kornelimünster, deutlich. Alle drei sind stark, aber auf unterschiedliche Weise von den Flut-Folgen betroffen. Aufgabe sei es jetzt, zu schauen, wo sich im Rahmen des Wiederaufbaus die Chance biete, bereits zuvor notwendige Maßnahmen zur Modernisierung von Infrastruktur in Angriff zu nehmen, sagte etwa Preiser-Marian: „So schlimm die Katastrophe war, so wichtig ist es jetzt, Richtung Zukunft zu denken.“

Fest steht, dass die Aufbauarbeiten die Wirtschaftsregion Aachen auch in den kommenden Jahren noch prägen werden. „Um sie erfolgreich zu gestalten, brauchen wir eine ähnliche Ausdauer wie beim Strukturwandel“, sagte Kohl-Vogel. Jeder sei willkommen, sich einzubringen. Eine besonders einfache Möglichkeit dafür biete sich ab November. Über den gesamten Monat sind die Unternehmer der Region dazu aufgerufen, ihre Stimme bei der Vollversammlungswahl der IHK Aachen abzugeben. Kohl-Vogel: „Nutzen Sie die Chance, über die Zusammensetzung des ‚Parlaments der Wirtschaft‘ zu entscheiden.“