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Dormagener Feuerwehr verschenkt zwei Einsatz-Fahrzeuge an die Stadt Euskirchen und Gemeinde Hellenthal

Euskirchen – Neben Straßen und Häusern wurden bei der Flutkatastrophe vor rund drei Monaten in Teilen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz auch zahlreiche Fahrzeuge schwer beschädigt. Auch die örtlichen Feuerwehren waren betroffen. Aufgrund langer Beschaffungszeiten von neuen Fahrzeugen fehlten dadurch in den Krisenregionen wichtige Einsatzmittel.

Foto: Stadt Euskirchen

„Um schnell und unbürokratisch zu helfen, haben wir uns entschieden, die Gemeinde Hellenthal sowie die Stadt Euskirchen mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Mannschaftstransportfahrzeug zu unterstützen“, sagt der Leiter der Dormagener Feuerwehr, Bernd Eckhardt. Nachdem die Fahrzeuge zunächst verliehen worden waren, wurden sie am Montag in Dormagen dauerhaft an die beiden Wehren übergeben. Der Hauptausschuss hatte in seiner Sitzung am 5. Oktober beschlossen, die Fahrzeuge zu verschenken.

Als Dankeschön überreichte der Hellenthaler Bürgermeister dem Leiter der Dormagener Feuerwehr einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Foto: Stadt Euskirchen

„Wir hatten in Dormagen großes Glück. Daher stand es für uns außer Frage, anderen Gemeinden bei der Bewältigung dieser Katastrophe zu helfen. Ich freue mich, dass unsere beiden Fahrzeuge nun in Hellenthal und Euskirchen sinnvoll weiter genutzt werden und dort einen wichtigen Dienst leisten“, so Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Übergabe.

Die beiden Fahrzeuge, die bei der Dormagener Feuerwehr zuletzt durch neue Fahrzeuge ersetzt wurden, wären demnächst verkauft worden. Durch die Schenkung verzichtet die Stadt auf Einnahmen in Höhe von rund 24.000 bis 31.000 Euro.

„Wir freuen uns riesig über diese Schenkung und sind der Stadt Dormagen sehr dankbar. Die Fahrzeuge befinden sich in einem sehr guten technischen Zustand und haben uns in den vergangenen Wochen und Monaten bereits enorm geholfen“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt Euskirchen, Alfred Jaax. Neben Jaax freut sich auch Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg über die neuen Einsatzmittel: „Viele unserer Fahrzeuge sind bei der Flut so stark beschädigt worden, dass wir sie bis heute nicht mehr einsetzen können. Daher möchte auch ich mich im Namen der Gemeinde Hellenthal herzlich bei der Dormagener Feuerwehr bedanken.“ Als Dankeschön überreichte der Hellenthaler Bürgermeister dem Leiter der Dormagener Feuerwehr einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. „Wir wollen mit dieser kleinen Geste unsere große Dankbarkeit ausdrücken und den Nachwuchs der Feuerwehr Dormagen unterstützen“, so Westerburg.

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Busspende an den BC Ahrweiler – Im Kleinbus geht´s zu Training und Wettkampf

Ahrweiler – Freude beim BC Ahrweiler über eine weitere große Geste der Hilfsbereitschaft nach der Flutkatastrophe: Der Sportverein ist nun im Besitz eines 16 Sitzer-Kleinbusses, gespendet von der BwFuhrparkService GmbH.

Diese reagierte prompt auf ein Schreiben des Sportbundes Rheinland (SBR) und stellt dem Verein das Fahrzeug vorerst für sechs Monate zur Verfügung. BC-Jugendleiter Gerd Treffer fällt ein Stein vom Herzen, als er das Fahrzeug vor den Toren des Apollinarisstadion vom Vorsitzenden des Sportkreises Ahrweiler, Fritz Langenhorst und SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke in Empfang nimmt. Werden doch besonders die Eltern und weitere ehrenamtliche Helfer entlastet, die derzeit Kinder und Jugendliche zum Training und Wettkampf in entfernte Sportstätten fahren.

Der Fußballverein stellt 16 Jugend- und drei Seniorenmannschaften. „Wir sind derzeit in zwei Bundesländern, vier Kreisen und sechs Kommunen unterwegs, um einen geregelten Trainingsbetrieb möglich zu machen“, sagt Treffer. Da komme der Bus gerade zur rechten Zeit. Langenhorst und Weinitschke hoffen nun, dass die Spende der BwFuhrparkService GmbH Nachahmer findet. „Wir haben noch weitere Unternehmen und Organisationen in der Region angeschrieben, von denen wir annehmen, dass sie Fahrzeuge für Sportvereine zur Verfügung stellen können“, sagt Weinitschke.

Fritz Langenhorst blickt unterdessen mit Sorge in die Zukunft. „Wir stehen vor dem Winter und an einen geregelten Trainings- und Wettkampfbetrieb ist noch lange nicht zu denken. Der Sport im Ahrtal ist weiter auf jede Unterstützung angewiesen!“

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„Dafür sind wir sehr dankbar“

Kall/Weiler am Berge – Ungebrochen ist die Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung, wenn es darum geht, die derzeitige Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Beim jüngsten Monatstreffen der Hilfsgruppe in Roggendorf wurden erneut zwei größere Spenden von 5440 und 1700 Euro übergeben. Wie der Vorsitzende der Hilfsgruppe, Willi Greuel, berichtete, ist die Not bei Familien auch drei Monate nach der schlimmen Flut noch immer groß. Die große Spendenbereitschaft zeige erneut, dass sich die Hilfsgruppe auf die Eifeler Bevölkerung verlassen könne. Greuel: „Und dafür sind wir ihr sehr dankbar“.

Ralf Pütz und Edith Dederichs (links) von der Band „Die Old Timer“ übergaben den Erlös des Flutopfer-Konzertes am 19. September in Kall an Ralf Heistert und Dagmar Poth von der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Hilfsgruppe Eifel

Von der Band „Die Old Timer“, die am 19. September auf dem Gelände des Möbelhauses Brucker ein großes Flutopfer-Konzert gegeben hatten, waren Frontfrau Edith Dederichs und Bandkollege Ralf Pütz zur Sitzung der Hilfsgruppe gekommen, um den Konzerterlös von 5538,80 Euro zu übergeben. Die Band habe viele positive Resonanzen bekommen, berichtete Edith Dederichs. Auch der Band selbst und den Gastmusikern habe das Konzert an dem sonnigen Sonntag viel Spaß bereitet.

Die Besucher hätten sich spendenfreudig gezeigt. Auch die e-regio habe mit 500 Euro zum großen Erfolg für die Unterstützung der Flutopfer beigetragen.  Man habe auf der Bühne gespürt, dass das Publikum nach langer Corona-Pause wieder so richtig Lust darauf hatte, sich draußen mit Freunden zu treffen und Musik zu hören.

Eine Spende von 1700 Euro überbrachten die Vorsitzende des Ortskartells Weiler am Berge, Tanja Kreuser, und deren Stellvertreterin  Birgit Stoll. Auch das Kartell hatte sich am Sonntag; 19. September, in den Dienst der Hilfsgruppe gestellt, um Flutopfer in der Region zu unterstützen. Man habe im Ort einen Dorftrödel veranstaltet, für den von den Dorfbewohnern fleißig Kuchen gebacken worden sei.

Im Vorfeld der Veranstaltung sei man sich schnell einig gewesen, den Erlös an die Hilfsgruppe zu spenden, die viele Familien unterstütze, die von  der Flutkatastrophe schwer betroffen sind. So seien alle Erlöse aus dem Trödel sowie auch die fällig gewordenen Standgebühren in den Spendentopf gewandert. Außerdem seien auch viele Spenden von Dorfbewohnern hinzugekommen.

Sie sei stolz auf so eine tolle Dorfgemeinschaft und auf den Erlös von 1700 Euro. Ein großes Lob hatte Tanja Kreuser auch für die Hilfsgruppe parat: „Sie sind ein tolles Team und sie machen einen super Job“.

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Gute Nachrichten für Vereine und ehrenamtliche Initiativen im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Baumaßnahmen können flutbedingt erneut gefördert werden. Um Vereine, Ortsgemeinden sowie ehrenamtliche Projekte und Initiativen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, zu unterstützen, werden die Antragsvoraussetzungen in den Förderprogrammen Ehrenamt, Vereinswesen und Sport sowie des Ländlichen Raumes neu definiert. Das hat der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Konkret bedeutet dies, dass Baumaßnahmen an von der Flut beschädigten vereinseigenen Anlagen auch dann gefördert werden können, wenn sie innerhalb der letzten fünf Jahre bereits eine Förderung erhalten haben. Auch bereits geförderte Flächen im Rahmen des Projekts „Artenreiche Wiese – Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.“, die durch die Flut beschädigt wurden, können erneut finanziell unterstützt werden. Außerdem wird in diesen Förderprogrammen grundsätzlich ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bei von der Flut betroffenen Projekten erteilt.

Ansprechpartnerin für die Vereinsförderung ist Ann-Kathrin Schäfer, Telefon 02641/975-583, E-Mail ann-kathrin.schaefer@kreis-ahrweiler.de; Ansprechpartner für das Förderprogramm Ländlicher Raum ist Timo Schäfer, Telefon 02641/975-228, E-Mail timo.schaefer@kreis-ahrweiler.de.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen des Landkreis Ahrweilers gibt es unter www.kreis-ahrweiler.de/Ehrenamt.

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Fritz Kohl zieht im neuen Wittlich LandCast Fazit

Wittlich – Seit Ende Mai führt der Erste Beigeordnete Fritz Kohl die Amtsgeschäfte der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Mittlerweile haben die Bürgerinnen und Bürger einen neuen Bürgermeister gewählt, der am 02. November sein neues Amt in der Verwaltung antritt.

Spannende fünf Monate liegen nun hinter Fritz Kohl. Angefangen bei der anhaltenden Corona-Pandemie, über die Hochwasserkatastrophe im Sommer hin zu zahlreichen wie auch vor allem zielführenden Entscheidungen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Hermann-Josef Haller (OK Wittlich e.V.) und Alena Hahn von der Verbandsgemeinde fragen nach, wie er die Herausforderungen gemeistert hat, was ihm besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, aber auch was evtl. noch Verbesserungspotenzial mit sich bringt.

Erfahre mAIR im neuen Wittlich LandCast „Fritz Kohl zieht Fazit“, der ab sofort auf Spotify, Anchor, Apple Podcasts sowie Google Podcasts kostenlos verfügbar ist. Viel Spaß beim Reinhören!

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Kultur geht sicher weiter – Plakat- und Online-Kampagne in NRW macht Lust auf Kunst und Kultur

Region/Düsseldorf – Zweite Phase der Kultur-Kampagne UNRWARTET unterstützt Kultureinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Wir wollen die Menschen ermutigen, wieder Kulturveranstaltungen zu besuchen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW teilt mit:

Nach langen Monaten der pandemiebedingten Einschränkungen können die Kultureinrichtungen in Nordrhein-Westfalen mittlerweile wieder ihre Türen öffnen. Egal ob im Theater, im Konzertsaal oder auf der Freilichtbühne – überall zeigt sich: Die Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen ist voller Vitalität, Spiellaune und neuen Ideen aus der harten Phase der Pandemie gekommen. Mit einer Plakat-Kampagne in rund 35 Städten in allen Regionen Nordrhein-Westfalens möchte die Landesregierung die Kulturorte im Land unterstützen und Lust darauf machen, Kunst und Kultur wieder persönlich und ungefiltert zu erleben. Start der Kampagne war der vergangene Freitag 22. Oktober.

„Die Kultur in Nordrhein-Westfalen sprüht nur so vor Kreativität, die entdeckt werden will. Die ersten Theater- oder Konzertbesuche nach den harten Pandemiemonaten haben gezeigt, wie bereichernd gemeinsame und unmittelbare Kulturerlebnisse sind. Gleichzeitig berichten Kultureinrichtungen und Veranstalter, dass viele potenzielle Besucherinnen und Besucher – gerade ältere Menschen – nach wie vor zurückhaltend sind. Mit der Plakat- und Online-Kampagne UNRWARTET wollen wir den Menschen in Nordrhein-Westfalen Lust auf Kunst und Kultur machen und sie ermutigen, wieder ein Konzert, eine Ausstellung oder eine Aufführung in ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde zu besuchen. Die Einrichtungen unternehmen ihr Möglichstes, um den Gesundheitsschutz ihrer Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten. Unsere Botschaft, die sich auch auf den Plakaten findet, ist daher klar: Kultur geht sicher weiter“, sagt Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

In den kommenden Tagen und Wochen werden mehr als 3.000 City-Light-Poster (CLP) und insgesamt 375 Großflächen-Plakate in rund 35 nordrhein-westfälischen Städten Orte und Projekte vorstellen, die die Kulturszene des Landes so unverwechselbar machen. Die Geschichten hinter den Motiven werden parallel dazu auf dem Landesportal „kulturkenner.de“ erzählt und die Plakat-Kampagne so multimedial erweitert.

Welche Veranstaltungen finden wo von wem gerade statt? Um das zu zeigen, lädt die Kulturkenner-Redaktion Kulturschaffende aus ganz Nordrhein-Westfalen dazu ein, ihre Projekte und Aktionen sichtbar zu machen. Schon jetzt speisen rund 270 Museen, Theater und Orchester, aber auch freie Kulturschaffende regelmäßig ihre Termine in das Kulturportal ein. Wer Teil des Kulturkenner-Netzwerks werden will, schreibt einfach eine Mail an redaktion@kulturkenner.de.

Weitere Informationen: www.kulturkenner.de

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Schutz vor Corona im Kreis Düren durch Auffrisch-Impfung

Düren – Wer 70 Jahre oder älter ist, hat nun die Möglichkeit, sich bei den niedergelassenen Ärzten, aber auch im Impfbus und in der Impfstelle in Düren eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus geben zu lassen. Dies wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, da durch eine dritte Impfung der Schutz noch einmal deutlich gestärkt wird. Die betroffenen Menschen werden in den kommenden Tagen per Brief von Landrat Wolfgang Spelthahn und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann darüber informiert.

Die Auffrischimpfung darf frühestens sechs Monate nach der vollständigen Corona-Schutzimpfung verabreicht werden. Zur Verfügung steht hierbei der Impfstoff von Biontech. „Der Impfschutz ist sechs Monate nach der zweiten Impfung zwar immer noch relativ gut“, erklärt Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schnitzler. „Aber dieser Schutz lässt ab dann bei den Älteren kontinuierlich nach. Daher wird die Auffrischimpfung empfohlen.“

Nicht nur den über 70-Jährigen wird dies nahegelegt – auch Immungeschwächten, medizinischem Personal, das im Risikobereich tätig ist, als auch denjenigen, die vollständig mit AstraZenca oder Johnson & Johnson geimpft sind, wird diese Impfung mit Biontech empfohlen. „Der Kreis Düren liegt mit einer Impfquote von rund 70,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Ich freue mich, dass sich viele im Kreis haben impfen lassen und hoffe, dass auch viele Ältere sich für die zusätzliche Impfung entscheiden werden, um noch besser vor einer schweren Erkrankung geschützt zu sein“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Neben den Arztpraxen gibt es folgende Impfmöglichkeiten im Kreis Düren: Der Impfbus hält jeden Tag an verschiedenen Haltestellen im gesamten Kreisgebiet. Hier stehen die Impfstoffe von Biontech und Johnson & Johnson zur Verfügung. Es sind sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen für alle Menschen ab 12 Jahren als auch Auffrischimpfungen für bestimmte Personengruppen möglich. Die Impfstelle des Kreises Düren ist in der Zehnthofstraße 4 in Düren zu finden. Sie hat montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 9 – 15 Uhr geöffnet. Die Impfstelle in Jülich bleibt geschlossen. Eine beantragte Verlängerung durch den Kreis Düren wurde nun vom NRW-Gesundheitsministerium abgelehnt.

Zur Impfung sollte der Personalausweis und (wenn vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Ein Termin ist nicht nötig. Weitere Infos sowie alle Haltestellen des Impfbusses gibt es unter www.kreis-dueren.de/impfen.

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Neues Eifeljahrbuch erschienen

Düren – Der Eifelverein hat sein neues Eifeljahrbuch 2022 herausgegeben. Seit 1926 nimmt der Eifelverein seine Leser vor Winterbeginn mit auf eine literarische Reise kreuz und quer durch die Eifel. Auf 222 Seiten haben 25 Autoren ihre Beiträge über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern zu Papier gebracht.

Diesmal erscheint das Eifeljahrbuch in einer Zeit, in der Teile der Eifel vor besonderen Herausforderungen gestellt werden. Nach wie vor haben die betroffenen Gebiete mit den Auswirkungen des Juli-Starkregens zu kämpfen, und die Wiederaufbauphase ist noch lange nicht abgeschlossen. Mut, Entschlossenheit und Optimismus sind heute  – neben finanzieller und personeller Unterstützung – mehr denn je gefragt, damit die Eifel in Gänze wieder zu vollem Glanz erstrahlen kann.

Dass es sich gerade jetzt lohnt, die verschiedenen Eifelregionen zu besuchen und somit die ortsansässige Bevölkerung zu unterstützen, zeigt die Vielfalt der Beiträge im neuen Eifeljahrbuch.

StädteRegion Aachen

Von einem besonderen musikalischen Talent weiß Heinrich Rüttgers zu berichten: Wilhelm Pitzen aus Stolberg/Breinig. Er war bereits mit 16 Jahren Geiger im städtischen Orchester von Aachen, übernahm nach dem Ersten Weltkrieg die Leitung des Männergesangschores Aachen und feierte fortan einen musikalischen Erfolg nach dem anderen. Kein geringerer als Herbert von Karajan empfahl Pitzen für die Leitung des Bayreuther Festspiel-Chores. Weltruhm erlangte Pitzen dann mit der Leitung des Londoner Philarmonischen Chors.

LK Ahrweiler

Matthias Bertram fasst die Erkenntnisse über das damalige Leben von Juden im Ahrtal zusammen. Seine Recherchen führten ihn zweimal nach Israel und lösten Gegenbesuche in Dernau und Ahrweiler aus, verbunden mit großen Familientreffen. Dies war der Beginn einer grenzenlosen Freundschaft mit Nachkommen jüdischer Mitbürger aus dem Ahrtal.

Die Autoren Jürgen Haffke und Winfried Sander setzen sich kritisch-analytisch mit den staatlichen Bestrebungen auseinander, den Nürburgring ganzjährig und somit auch im Winter einer touristischen Nutzung zuzuführen. Ihr Fazit: Es fehlte weder an ambitionierten Plänen noch an beträchtlichen Investitionen, dennoch stellten sich die erhofften strukturfördernden Effekte für die gesamte Eifel nicht ein.

LK Bernkastel-Wittlich

Wenige Jahre vor der NSDAP-Machtergreifung entstand in der Stadt Wittlich eine Försterschule, deren Schüler nicht nur bei gesellschaftlichen Anlässen, sondern auch bei den Wittlicher Mädchen gern gesehen waren. Diese und andere Anekdoten gibt Albert Klein zum Besten in seinem Rückblick auf 45 Jahre Försterausbildung in der Wittlicher Kreisstadt.

LK Bitburg-Prüm

Der Wandervorschlag 2022 führt in die Schönecker Schweiz, idyllisch gelegen in der Verbandsgemeinde Prüm. Die von Ehepaar Ursula und Hans-Eberhard Peters vorgestellte Tour zeigt ihr schönstes Gesicht im Frühjahr, wenn Märzbecher und Bärlauch blühen.

Wer weiß schon, dass der Ortsname St. Thomas an der Kyll auf den Hl. Thomas Becket aus Canterbury zurückgeht, der im 12. Jahrhundert brutal ermordet worden ist. Die gleichnamige Klosterkirche in der ehemaligen Verbandsgemeinde Kyllburg zieht auch heute noch die Besucher in ihren Bann und lässt sie den Geist des Mittelalters atmen, so der Autor Andreas Britz.

Kreis Cochem-Zell

Akribisch und informativ lässt André Uzulis die über 2.000-jährige Geschichte des Bad Bertricher Kurbetriebs Revue passieren. Die Glaubersalzquelle, erstmalig von den Römern erfasst, war Kristallisationspunkt für die Entstehung der Siedlung Bad Bertrich, die seit über 500 Jahren Staatsbad ist. Heute wird das wertvolle Quellwasser für die Befüllung der Schwimmbecken in der Vulkan-Therme und zur Speisung von Trinkbrunnen genutzt.

Kreis Düren

Wie immer spannend und phantasievoll nimmt sich die Autorin Gabriele Goslich historischer Gegebenheiten an und entwickelt daraus eine Geschichte, die sich in der Tat so zugetragen haben könnte. Diesmal im Fokus steht das Kreuz im Tiefenbachtal bei Kall. Es erzählt von dem Schicksal eines Mühlenknechtes aus Dreiborn/Schleiden, der hier auf tragische Weise verunglückte.

Das Wirken der weitverzweigten Familiendynastie Hoesch aus Düren analysiert Rolf Krutwig. Beginnend im 18. Jahrhundert mit der Verhüttung von Eisenerz und Errichtung einer Eisenschneidemühle in Schneidhausen/Lendersdorf, über den Erwerb von Papiermühlen im Dürener Land und Gründung des Eisen- und Stahlwerks in Dortmund bis zur Übernahme weiterer metallverarbeitender Betriebe Anfang des 20. Jahrhunderts, darauf gründet der Pioniergeist und das Vermögen der Familie Hoesch, die lange zu den reichsten Familien Deutschlands zählte. Seit den 1970er Jahren werden in Schneidhausen unter dem Namen Hoesch-Design hochwertige Sanitärartikel aus Kunststoff produziert.

Kreis Euskirchen

Kurioses rund um das Bad Münstereifeler Rathaus gibt Harald Bongart zum Besten. Vom Bürgermeister, der nicht dick sein sollte, über Verwirrungen bei der Abfolge der Bauzeiten bis hin zum Secktürmchen am Rathaus. Da sind allerlei Mythen aufgekommen, mit denen Bongart aufräumt und stattdessen plausible Erklärungen liefert.

Durch den Zufallsfund eines 200 Jahre alten Manuskripts konnte Norbert Knauf nachweisen, dass es bereits damals in Mechernich ein Besucherbergwerk und in Kommern eine großzügig angelegte Parkanlage gab,  auf deren Areal vor 50 Jahren (1972) sogar eine Landesgartenschau eröffnet wurde. Als ausgewiesener Mineraloge erläutert Knauf die historische Abbautechnik und Ausstattung der Anlagen.

Wer kennt ihn nicht, den Maler der Eifel: Curtius Schulten aus Blankenheim. Sohn Marius gibt Einblicke in die Lebensweise seines 1967 verstorbenen Vaters, der nicht nur einer der letzten bedeutendsten freischaffenden Künstler seiner Zeit, sondern auch ein bemerkenswerter Lebenskünstler war.

Einblicke in die Epoche einer der bedeutendsten Orgelbauerfamilien in Deutschland gewährt Hans-Georg Reinertz. Über 100 Jahre lang stellte die Familiendynastie Müller aus Reifferscheid/Hellenthal bis in die 1920er Jahre kunstvoll gestaltete Orgeln auf handwerklich höchstem Niveau her. Heute sind nur noch sehr wenige Originale in Kirchen erhalten. Vier davon hat kürzlich das luxemburgische Kultusministerium als Nationales Monument unter Schutz gestellt.

LK Mayen-Koblenz

Franz G. Bell erinnert an den Zuckertoni, ein Mayener Original, der in den Nachkriegsjahren bis Ende der 1960er Jahre mit seinem Handkarren durch Mayen zog. Im zu Ehren wurde ein Denkmal errichtet und sogar ein Schauspiel bei den Mayener Burgfestspielen gewidmet.

LK Vulkaneifel

Karl-Josef Bales befasst sich mit der Entwicklung des Christentums in der Eifel von der Franken- bis zur Preußenzeit. Anhand ausgewählter Kirchen- und Klosterstandorte zeigt er exemplarisch die wechselvolle Geschichte der klerikalen Herrschaft in der Eifel auf. Dabei gibt Bales dem preußischen Einfluss auf bedeutsame Sakralbauten wie der Kölner Dom oder die Kapelle Mirbach, auch Eifeldom genannt, besonderen Raum.

Nordeifel

Von floristischen Kostbarkeiten in den Muschelkalk-Kuppen von Embken und der Zülpicher Börde weiß Hermann Bothe zu berichten. Über 500, größtenteils geschützte Pflanzenarten, darunter 14 verschiedene Orchideen, verteilen sich auf diese Areale und verzaubern das Herz jeden Naturliebhabers.

Thema Wolf

Die Diskussion um das sporadische Auftreten des Wolfs in der Eifel polarisiert die Gemüter. So bricht der Autor Bruno P. Kremer eine Lanze für dieses Großsäugetier und verweist auf dessen rechtlich verbriefte Unterschutzstellung. Die seit 2012 vorliegenden wissenschaftlichen Wolfsnachweise in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ließen nur auf das Auftreten einzelner Wanderwölfe, und das nur in ehemaligen Truppenübungsplätzen, rückschließen. Der promovierte Biologe Kremer plädiert für einen gelassenen Umgang mit dem Heimkehrer und sieht ihn als eine Bereicherung der heimischen Fauna an.

Wolfgang Schmid als habilitierter Geschichtswissenschaftler gibt mit gebührender Nüchternheit die Schilderungen der Wolfsangriffe auf Menschen im 19. Jahrhundert in der Eifel wieder und verweist auf die damaligen rabiaten Methoden der Heilungsversuche und Methoden zur Ausrottung des Wolfs. Die einstigen Lebensbedingungen, unter denen sich Wolf und Mensch gegenüber gestanden hätten, seien mit den heutigen nicht mehr vergleichbar. Alleine aus diesem Grund sei mehr Sachlichkeit in der emotionalisierten Diskussion um die Rückkehr des Wolfs gefragt.

Das farbige Eifeljahrbuch 2022 kostet 17,50 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle Eifelverein, Stürtzstr. 2-6, 52349 Düren, Tel. 02421/13121, Fax. 02421/13764, E-Mail: info@eifelverein.de und im Buchhandel unter ISBN 978-3-944620-40-4 erhältlich.

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Stadt-Jugendamt Mayen erhält erneute Kleiderspende von Esprit

Mayen – Bereits zum zweiten Mal konnte das Stadtjugendamt Mayen, vertreten durch Sarah Sondermann, eine beachtliche Kleiderspende von Herrn Adolf Oetz, Inhaber der Esprit Stores in Mayen und Andernach, entgegennehmen.

Herr Oetz spendete erneut etwa 40 Kartons mit Neuware aus der vergangenen Frühjahrs- und Sommerkollektion. Neben Pullovern, Jacken, Hosen und Shirts sind auch wieder einige Accessoires wie Taschen und Tücher dabei, welche zeitnah verteilt werden können.

Mit Unterstützung des Netzwerkes Flüchtlingshilfe wird die Ware in den nächsten Wochen ausgepackt und sortiert. Anschließend wird die Kleidung bedürftigen Menschen aus Mayen zukommen gelassen.

Es ist Herrn Oetz ein besonderes Anliegen, dass er mit diesen Kleidungsstücken Menschen eine besondere Freude bereiten kann, welche finanziell nicht so gut gestellt sind.  „Ich bin sehr dankbar dafür, dass es mir so gut geht und ich wünsche mir, dass ich mit dieser Spende ein kleines bisschen dazu beitragen kann, anderen Menschen eine Freude zu bereiten“, so Adolf Oetz.

Schon mit seiner ersten großen Spende konnten zahlreiche Familien mit neuer Kleidung ausgestattet werden, unter anderem auch einige von der Flut betroffene Familien.

„Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Spende im Namen des Stadtjugendamtes Mayen nun schon zum zweiten Mal entgegennehmen durfte und freue mich darauf, die Kleidung bald an ihre neuen Besitzerinnen übergeben zu können“, so Sarah Sondermann.

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Katastrophenschutz: Warnungen zukünftig direkt ins Auto

Region/Ahrweiler/Bonn – Neue Technologie ermöglicht Alarmierung über Navigationsgeräte. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) arbeitet stetig daran, den in Deutschland bestehenden Warnmittel-Mix auszubauen, um in Gefahrenlagen so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Ein wichtiges Instrument ist dabei die Erschließung innovativer Warnkanäle. Mit der Einführung eines neuen Dateiformates, des sogenannten „TPEG“-Formats, können Warnmeldungen künftig direkt über das Navigationssystem in Fahrzeugen ausgespielt werden. Darauf weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

„Im Ernstfall ist es wichtig, so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zu erreichen – das haben wir aus der Katastrophe gelernt. Jedes Hilfsmittel, das dabei helfen kann, ist daher zu begrüßen und ein Baustein im Katastrophenschutz insgesamt“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

„TPEG“ steht für Transport Protocol Experts Group und wird bereits von vielen Herstellern in ihren Fahrzeugen verbaut. So können mithilfe dieser Technologie bislang beispielsweise Stauwarnungen und Verkehrsmeldungen direkt in das Navigationssystem des Autos eingespielt werden. Mit der neuen Entwicklung „TPEG2-EAW“ (EAW = Emergency Alerts and Warnings) können in Zukunft neben Verkehrsinformationen auch offizielle Warnmeldungen, zum Beispiel über Unwetter oder Waldbrände, direkt auf das Navi gesendet werden.

TPEG2-EAW-Warnungen können sowohl über DAB+ als auch über mobile Internetkanäle verbreitet werden; die Informationen erfolgen in mehreren Sprachen.

Weitere Informationen zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es unter www.bbk.bund.de.