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Ausfall der Notrufnummern 110 und 112 am gestrigen Donnerstag 11. November

Region/Düsseldorf – NRW Innenminister Reul: Dieses Problem werden wir nachbereiten – das geht so nicht! Am gestrigen Donnerstag ist es bundesweit zu einem Ausfall der zentralen Notrufnummern 110 und 112 gekommen. Ab etwa 4.50 Uhr war der Notruf in den Ländern Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen nicht erreichbar. Die Polizei und Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen waren aber weiterhin über die lokalen Festnetznummern ansprechbar.

Innenminister Herbert Reul: „Auf die Störung haben wir sofort reagiert: Polizei und Feuerwehr haben unmittelbar und ausführlich über die lokalen und landesweiten Radios sowie die sozialen Netzwerke informiert und mitgeteilt, über welche Telefonnummern sie zu erreichen sind. Alle verfügbaren Einheiten waren eingesetzt, um größtmögliche Präsenz zu gewährleisten – die Feuerwehr hat ebenfalls ihre Feuerwehrhäuser besetzt. Außerdem haben wir umgehend begonnen, nach dem Grund für den Ausfall zu suchen. Unsere Fehlersuche ergab, dass die Ursache der Störung nicht in unseren eigenen Systemen liegt.“

Nach bisherigen Erkenntnissen wird eine technische Störung bei der Deutschen Telekom vermutet: „Das Unternehmen hat aber schnell reagiert und konnte die Störungen ab 6 Uhr nach und nach beseitigen. Natürlich werden wir dieses Problem gemeinsam mit der Deutschen Telekom nachbereiten – das geht so nicht!“ sagte Innenminister Reul.

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Vorlesetag der Mainzer Stiftung Lesen am 19. November – Die AOK ist Unterstützer

Region/Eisenberg/Mainz – Die AOK beteiligt sich wieder am bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen am 19. November, welcher unter dem Motto „Freundschaft und Zusammenhalt“ steht. Dazu veröffentlicht die Gesundheitskasse eine passende Geschichte mit ihrem Drachenkind Jolinchen. Diese kann schon jetzt mit weiteren Aktionsmedien unter aok.de/freunde-machen-stark kostenfrei heruntergeladen und eingesetzt werden. Egal, ob für Vorleseaktionen im privaten Bereich, in Schulen oder Einrichtungen. In Rheinland-Pfalz und im Saarland finden auch vielerorts AOK-Aktionen am Vorlesetag statt.

Das Drachenkind der AOK macht Gesundheitswissen für Kinder seit vier Jahrzehnten erlebbar – spielerisch und unterhaltsam. Dabei werden auch immer Themen der Zeit aufgegriffen. Pandemie-bedingt ging es im gleichnamigen Kindermagazin der AOK im Frühsommer um das Thema Freundschaft. Die jungen Leserinnen und Leser konnten Jolinchen berichten, wie sie in Coronazeiten mit ihren Freunden Kontakt gehalten haben. Patin dieser Aktion war die Ehefrau des Bundespräsidenten und UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender. Etwa 3.000 Kinder nahmen teil.

Aus dem Erlebnis der neunjährigen Lia aus Zeitz, die sich mit ihrer Freundin vom Balkon aus austauschte, entwickelte das Jolinchen-Team mit dem rheinland-pfälzischen Kinderbuchautor und Lesekünstler Stefan Gemmel eine lustige, inspirierende Geschichte: Jolinchen und das Geheimkommando Lia. „Dabei geht es aber nicht um Corona“, betont Rolf Geifes von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, „sondern um eine anderean einem Tag, wo man das gar nicht gebrauchen kann.“ Die Story greift viele Herzenssachen auf, die Kinder in Cononazeiten beschäftigten. Zum Beispiel die Enttäuschung darüber, dass viele ihre Freunde oder Großeltern nicht sehen konnten, über die ausgefallene Geburtstagsfeier, untersagte Freizeitaktivitäten wie Sport und Zoobesuch oder ein Abstecher zur geliebten Pommes-Bude.

„Die Geschichte ist humorvoll und informativ, regt die Fantasie der Kinder an und macht Lust aufs Verkleiden. Etwas, was man in der Schlechtwetterzeit gut daheim machen kann. Im Vordergrund steht aber der Freundschaftsbeweis: Dasein, auch wenn man sich nicht nah sein kann“, so Geifes.

Kinderbuchautor Gemmel, der am Vorlesetag gleich an zwei Orten als Vorleser aktiv ist, ist überzeugt, dass „Jolinchen und das Geheimkommando Lia“ die Kids begeistern wird. „Kinder lieben einfach alles, was mit „geheim“ zu tun hat.“ Zu der Geschichte gibt es Rätsel und Spiele, ein gesundes Süßkartoffel-Rezept und eine Aus- und Weitermalvorlage. Diese soll insbesondere bei Vorleseaktionen in Gruppen dabei helfen, die Kinder auf Abstand zu halten. Sie können das Bild bearbeiten, während sie dem Vorlesenden lauschen – sofern sie die Geschichte nicht selbst lesen.

Zum Vorlesetag

Der Vorlesetag wird seit 2004 von der Stiftung Lesen mit Sitz in Mainz organisiert und hat das Ziel, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken. Die AOK ist seit 2013 Mitglied im Stifterrat der Stiftung Lesen und unterstützt die Initiative bei Programmen zur Leseförderung. Denn Lesen und Gesundheit stehen in einem engen Zusammenhang.

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Elektrobetriebe machten sich fit für mehr Sicherheit im Haus – E-Check Seminnar in Prüm

Prüm – Verbraucher als auch Firmeninhaber bekommen Sicherheit über ihre elektrischen Anlagen und Geräte im Haus oder Unternehmen mittels E-CHECK durch einen Fachbetrieb der Elektroinnung. Hierzu hatte die Elektroinnung Westeifel ihren Innungsfachbetrieben Ende Oktober ein zweitägiges Seminar vor Ort in Prüm angeboten.

Geleitet wurde das Seminar von Dipl.-Ing. (FH) Werner Bonin und Dipl.-Ing. (DH) Stefan Petri vom Fachverband Elektro- und Informationstechnik (FEHR) Hessen/Rheinland-Pfalz aus Wiesbaden. Die 15 Teilnehmer wurden fit gemacht über die aktuellen Anforderungen von Sicherheitsprüfung und Prüffristen. Ebenso wurden die relevanten Bestimmungen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), welche auch Bestandteil der DIN-Normen sind, vertieft. Der Theorie folgten dann praktische Messübungen an Geräten und Anlagen am zweiten Seminartag. „Nur Innungsfachbetriebe sind berechtigt den E-CHECK nach den Richtlinien des Verbandes durchzuführen und entsprechende Gütesiegel auszustellen“, so Innungsobermeister Rainer Schmitz.

Diese Fachbetriebe finden Verbraucher auf www.elektroinnung-westeifel.de, www.e-check.de oder können diese unter 06551-9602-0 bei der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, der Geschäftsstelle der Innungen, telefonisch erfragen. „Fachliche Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Innungs- und Verbandsarbeit. Diese Seminare vor Ort in die Region besuchen zu können, ist ein weiterer Vorteil der Innungsmitgliedschaft“, weiß Dirk Kleis, Geschäftsführer der Innung.

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Appell zum Sessions-Auftakt 11.11. 2021

Region/Düsseldorf – NRW Innenminister Reul: Wir müssen noch immer halblang machen. Der 11.11.2020 war ein stiller Tag in den Karnevalshochburgen – in diesem Jahr wird vielerorts wieder der Sessionsauftakt gefeiert. „Es ist aber immer noch ein Corona-Karneval und kein Karneval, wie wir ihn sonst kennen und gern wiederhätten“, so Innenminister Herbert Reul, der anlässlich des Starts in die fünfte Jahreszeit an die Jecken im Land appelliert: „Auch ich freue mich, dass wir dieses Jahr wieder ein bisschen feiern dürfen, aber wir müssen noch immer halblang machen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, im Gegenteil – die Infektionszahlen sind so hoch wie nie. Daher gilt der dringende Appell: Halten Sie sich an die Regeln, lassen Sie sich testen, bleiben Sie auf Abstand!“

Allein in Köln werden am Donnerstag mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher erwartet – das Feiern ist jedoch nur unter strengen Corona-Auflagen erlaubt, bei offiziellen Feierlichkeiten, in Kneipen und Sälen gilt die 2G-Regel: „Auch die Polizei wird kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden und bei Verstößen einschreiten“, so Reul. „Abstand und Anstand gehören dieses Jahr mehr denn je zur Kostümierung.“

In den vergangenen Wochen war die Polizei vor allem in Düsseldorf und Köln besonders gefordert. Auch an Halloween hatte es vermehrt Einsätze gegeben. Innenminister Reul: „Die Polizei wird Randalierer und Enthemmte auch am 11.11. genau im Blick haben – der Sessionsauftakt ist da keine Ausnahme. Ich wünsche mir, dass alle heil nach Hause gehen.“

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Zusätzliche Impfstellen in Euskirchen und Marmagen

Euskirchen – Kreis Euskirchen unterstützt die Impfungen der Hausärzte mit eigenem Angebot. Um bei den Auffrischungsimpfungen schneller zu werden, wird der Kreis Euskirchen eigene Impfstellen einrichten. Ab dem 28. November wird es möglich sein, sich jeden Sonntag in der Stadt Euskirchen sowie montags, mittwochs und samstags in Marmagen impfen zu lassen. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird ein Terminbuchungssystem (online und telefonisch) aufgebaut. Die genauen Uhrzeiten und Anmeldemodalitäten werden gerade festgelegt und rechtzeitig bekanntgegeben.

Landrat Markus Ramers: „Auch im Kreis Euskirchen steigen die Infektionszahlen deutlich, die vierte Welle ist auch bei uns angekommen. Daher haben wir gestern Abend im Krisenstab entschieden, jetzt mit Hochdruck zusätzliche Impfstellen in Euskirchen und Marmagen zu eröffnen. Der Impfstoff ist bereits bestellt.“

Das Land NRW hatte die regionalen Impfzentren Ende September geschlossen und die Impfung der Bevölkerung komplett auf die niedergelassenen Ärzte verlagert. Um den rasant steigenden Inzidenzzahlen und der aktuellen Infektionsdynamik entgegenzuwirken, sollen nun die Kreise und kreisfreien Städte zusätzliche Anlaufstellen einrichten – ergänzend zu den Impfungen der Ärzteschaft. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein wird die Ärzte für die neuen Impfstellen zur Verfügung stellen.

Der Kreis Euskirchen wird daher ab dem 28. November sowohl im Nord- wie auch im Südkreis eine derartige Impfstelle eröffnen.

Euskirchen: sonntags im Malteser-Zentrum, Am Schwalbenberg 3

Nettersheim-Marmagen: montags, mittwoch und samstags in der Eifelhöhenklinik, Dr.-Konrad-Adenauer-Straße 1

Diese zusätzlichen Impfstellen sind offen für alle Impfungen, also sowohl Erst-, Zweit- wie auch Drittimpfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungen unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, Pflegepersonal oder Menschen, die mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geimpft wurden. Auffrischungen könnten aber grundsätzlich allen angeboten werden, die diese sechs Monate nach der ersten Impfserie wünschten, heißt es im Impferlass des Landes. Verimpft wird in Euskirchen und Marmagen der Impfstoff der Firma BioNTech.

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Kreissparkasse Bitburg-Prüm ehrt langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bitburg – Das nicht alltägliche 40-jährige Dienstjubiläum konnten sieben Beschäftigte der Kreissparkasse Bitburg-Prüm feiern. Drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blicken auf 25 Dienstjahre zurück.

Diesem besonderen Anlass wurde in einem feierlichen Rahmen Rechnung getragen. Die den Jubilaren überreichten Dankurkunden stehen als Symbol für die hohe Anerkennung ihrer erbrachten Leistungen. Gerade die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Fundament der Sparkasse. Sie sorgen für die notwendige Stabilität und Kontinuität, ohne die ein langfristiger Unternehmenserfolg, so wie ihn die Kreissparkasse Bitburg-Prüm vorweisen kann, nicht möglich ist.

Die Feierstunde verbrachten die Jubilare gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Rainer Nickels und Mark Kaffenberger. Glückwünsche überbrachten ebenfalls Andrea Kleis (Personalratsvorsitzende) und Stefan Krämer (Personalleiter).

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Geschichtsforum Schleiden aktualisiert Jahresheft nach der Flutkatastrophe

Schleiden – Was hat ein anderthalb Tonnen schweres Monument in Düsseldorf-Oberbilk mit der Nordeifel zu tun? Diese Frage wird sich mancher Leser stellen, wenn er das frisch gedruckte Jahresheft 2022 des Geschichtsforums Schleiden in der Hand hält. Das von Alice Gempfer fotografierte Denkmal in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erinnert an die Maueler Arbeiter, die im Jahr 1860 mit Unternehmer Albert Poensgen ihre Heimat verließen, um am Rhein ein neues Werk aufzubauen, mit dem sie weltweit Industriegeschichte schrieben. Dieser Ereignis hat Auswirkungen bis auf das heutige Düsseldorf und die auf diese Zeit zurückzuführenden Gaslaternen sind sogar als mögliches Unesco-Weltkulturerbe im Gespräch, erläutert Bernd Kehren in „Ein Denkmal für die Maueler Arbeiter“.

Mit dem 360 Seiten starken siebten Jahresheft legt das Geschichtsforum Schleiden die bisher umfangreichste Publikation dieser Serie vor. Obwohl die Mehrzahl der Texte bereits vor der unvorstellbaren Flutkatastrophe in der Nacht vom 14. Auf den 15. Juli 2021fertiggestellt waren, konnte der Geschichtsverein über dieses historische Ereignisse nicht hinweggehen. Einige Artikel wurden von den Autoren nachträglich aktualisiert. Alfred Käßbach lieferte sogar noch einen aktuellen Beitrag über „Hochwasser im Schleidener Tal – heute und früher“.

In thematischer Hinsicht umfasst das Heft unter anderem Beiträge zur Kirchengeschichte, zur Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte, wichtige Persönlichkeiten werden vorgestellt, Zeitzeugen berichten über ihre Erlebnisse und zeitlich werden mehrere Jahrhunderte abgedeckt.

Dr. Norbert Toporowsky berichtet in „Aus Karrenwegen wurden Chausseen“ über den unermüdlichen Kommunalbaumeister Christian Wilhelm Ulich. Ihm verdankt die Nordeifel heute noch bestehende sakrale und profane Hochbauten in Schleiden. Wesentlich umfangreicher gestalteten sich seine Leistungen im Bereich des Straßen- und Brückenbaus, die auch nach fast 200 Jahren von nachhaltiger Bedeutung geblieben sind, vor allem im Schleidener Raum.

Wilfried Hermanns beschäftigt sich ausführlich mit „Geschichte und Bau der Oleftalsperre“ und, unterstützt von Ralf Louis, mit der traditionsreichen Holzstoff- und Lederpappenfabrik Louis in Olef. Auf eine spannende Spurensuche nach den Ursprüngen des Dorfkreuzes in Wolfgarten begibt sich Dirk Küsters. Klaus Stüber trägt Fakten über die interessante Geschichte der „Eifel als Renngebiet im Westen“ zusammen, wobei Gemünd eine besondere Rolle zukommt. Bernd Kehren hat in „Die letzten Kriegsmonate im Wasserbunker in Mauel“ die Erlebnisse des Zeitzeugen Raimund Braden wiedergegeben. Historiker Manfred Conrads berichtet über die „Die Entstehung der ehemaligen Pfarrei Wollseifen und ihre ersten Seelsorger“, Miro Honhoff  erforscht nach den „Kirchenglocken im Raum Schleiden“,  Norbert Stoffers porträtiert den ideenreichen Schleidener Otto Kersting und Dr. Norbert Toporowsky schreibt über „Vereine vor 100 Jahren“, die 1920 Eingang in die Presse fanden. Der Kölner Althistoriker Prof. Thomas Gärtner stellt zwei protestantische Geistliche Gemünds vor und der Leiter des Finanzamtes Gemünd, Wolfgang Röhrig, wirft eine Blick auf die vergangenen 100 Jahre dieser Behörde. Abgerundet wird das Buch durch „Eine Postkutschenfahrt durch die Eifel im Jahre 1860“ von Franz Heid und den von Siegfried Scholzen und Dr. Toporowsky organisierten Schülerwettbewerb 2021, aus dem beispielhaft der Aufsatz von Katharina Lüssem über das „Karnevalsbrauchtum in Blankenheim“ abgedruckt ist.

Das Heft hat 360 Seiten, über 200 Abbildungen (s/w) und kostet 6,00 €. Es ist erhältlich in den Buchhandlungen Braunisch/Wachtel in Gemünd, Pavlik in Kall und Schreibwaren Hanf in Hellenthal. Bestellt werden kann das Heft auch auf der Internetseite des Geschichtsforums: https://gf-sle.de“

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Zusammen seit mehr als 1500 Jahren im Einsatz für Zülpich

Zülpich – Stadt Zülpich zeichnet langjährig engagierte Feuerwehrleute aus. Während der Hochwasserkatastrophe Übermenschliches geleistet.
40 Feuerwehrleute aus den Löschgruppen des Stadtgebietes wurden jetzt bei einer Festveranstaltung in der neuen Dorfgemeinschaftshalle in Bürvenich/Eppenich für ihre langjährigen Dienste bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zülpich ausgezeichnet.

Corona-bedingt konnte diese Veranstaltung im vorigen Jahr nicht durchgeführt werden, so dass diesmal zwei Jubiläumsjahrgänge zu ehren waren. Bürgermeister Ulf Hürtgen und Stadtbrandinspektor Jörg Körtgen dankten allen Jubilaren sehr herzlich für ihr langjähriges
ehrenamtliches Engagement. „Sie alle haben in Ihrer langen Laufbahn in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zülpich Überdurchschnittliches geleistet und dabei Ihre eigenen persönlichen Interessen und Ihre Familien oft zu Gunsten der Feuerwehr zurückgestellt. Sie setzen Leben und Gesundheit aufs Spiel, um anderen zu helfen“, sagte Bürgermeister Hürtgen in seiner Dankesrede.

In diesem Jahr sei die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zülpich besonders herausgefordert worden. „Die Flutkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat den Kameraden und den Bürgerinnen und Bürgern Übermenschliches abverlangt“, so Hürtgen weiter. Abgesehen davon, dass viele Kameraden auch persönlich mit Überschwemmungen zu kämpfen gehabt hätten, sei die Feuerwehr allerorts und unermüdlich im Einsatz gewesen. „Davon konnte ich mich persönlich in der Flutnacht überzeugen.“

„Das Hochwasser hat uns gezeigt, wo unsere Grenzen sind und wie klein und hilflos der Mensch in solchen Naturkatastrophen werden kann. Es war ein nie vorhergesehenes, nicht planbares Einsatzgeschehen, das die meisten unserer Feuerwehrkameraden noch nicht erlebt haben und hoffentlich auch nicht mehr erleben müssen“, berichtete Feuerwehrchef Jörg Körtgen.

An mehr als 640 Einsatzstellen hätten die Zülpicher Feuerwehrkameraden teilweise zeitgleich mit allen 32 Fahrzeugen und mehr als 240 Einsatzkräften oftmals mit dem Rücken an der Wand gekämpft. „Zwei Drittel der aktiven Kameraden, die heute geehrt werden, waren zum Teil über mehrere Tage im Hochwassereinsatz“, so Körtgen weiter. „Das zeigt uns, dass Ihr keine Reserve oder Rückfallebene seid, sondern das Fundament unserer Truppe, auf das wir bauen und noch lange nicht verzichten können.“
Zusammengerechnet bringen es die in diesem Jahr geehrten Feuerwehrleute auf mehr als 1500 Jahre im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zülpich.

Nachfolgend die Übersicht der Geehrten, die Bürgermeister Ulf Hürtgen und Wehrführer Jörg Körtgen zusammen mit den unlängst ernannten stellvertretenden Wehrführern Marcel Kratz und Kassim Bougherf im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Kreisbrandmeister Peter Jonas auszeichneten:

Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

Alexander Langhammer, Daniel Kill, Oliver Jahnes, Michael Robens, Frank Floß, Andreas Conrad, Claus Berk,
Hans Steckert, Henning Krämer, Stefan Wilde, Marc Dittmann.

Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Gold für 35 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

Stefan Goldbach, Heinz Müller, Richard Berg, Wilhelm Josef Schiffmann, Heinz Uwe Krings, Franz Schwaer, Heinz
Koch, Wolfgang Zimmer, Paul Gerhard Thoors, Wilfried Redmann, Guido Schnicke, Hartmut Huthmacher.

Sonderauszeichnung in Silber des VdF NRW für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

Peter Wyffels, Helmut Valder, Heinz Josef Berg, Jörg Körtgen.

Sonderauszeichnung in Gold des VdF NRW für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

Ernst Wiskirchen, Peter Bertram, Paul Trimborn, Franz-Josef Voißel, Heinz-Bernd Pütz, Peter Strick, Toni Faust, Wilfried Wolfgarten, Hubert Josef Brauweiler, Wolfgang Embgenbroich, Paul-Josef Orth.

Sonderauszeichnung in Gold des VdF NRW für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

Werner Koch, Theo Pütz.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der diesjährigen Feuerwehrehrung auch die bisherigen stellvertretenden Wehrführer verabschiedet. Heiko Bensberg und Mario Zimmermann waren auf eigenen Wunsch aus diesen Positionen ausgeschieden. Auch ihnen sprachen Bürgermeister Hürtgen und Wehrleiter Körtgen ihren Dank aus.

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HoT in Sinzig mit dem Deutschen Dialogpreis 2021 ausgezeichnet

Sinzig – Das Haus der offenen Tür (HoT) in Sinzig, eine offene Jugend-Einrichtung in Trägerschaft des Bistums Trier, ist mit dem ,,Deutschen Dialogpreis 2021“ in der Kategorie „Soziales Engagement“ ausgezeichnet worden Der Deutsche Dialogpreis wird vom Bund Deutscher Dialog Institutionen (BDDJ) verliehen und würdigt Personen und Institutionen, die zum friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft beitragen. „Das ist eine große Ehre für uns, und wir haben uns riesig gefreut“, betont Petra Klein. Sie ist die Leiterin des HoT in Sinzig. „Es ist aber vor allem auch eine Auszeichnung für unsere Jugendlichen und für das, was sie in den zurückliegenden Wochen und auch Monaten nach der Flutkatastrophe und mit Blick auf die Corona-Pandemie geleistet haben. Denn, obwohl das HoT selbst nicht direkt von der Flut betroffen war, änderte sich doch seine Arbeit innerhalb nur weniger Stunden.

„Noch an dem Morgen der Flut sind wir gemeinsam mit jugendlichen Helfern und Helferinnen in die Notunterkünfte und haben von da an die Kinderbetreuung übernommen – für sechs Wochen, sieben Tage die Woche. Und jeder Tag war eine neue Herausforderung.“ Das HoT selbst konnte dabei auf ein Netzwerk zurückgreifen, das es über die Jahre geknüpft hatte. „Wir haben etwa schon vorher mit den Kinder- und Jugendpsychologen und -psychologinnen des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) der Johanniter in Sinzig zusammen gearbeitet“, erklärt Klein.

Diese Zusammenarbeit zahlte sich jetzt aus, denn die Jugendlichen halfen nicht nur den Betroffenen der Flut, sondern waren auch selbst zum Teil Geschädigte. „Wir hier sind Pädagogen – wir sind keine Seelsorger und keine Psychologen“, betont Klein. Diese Expertise musste über das Netzwerk hinzukommen. Letztendlich gehe es dabei auch um den Schutz der Jugendlichen und den Schutz ihres Teams. „Noch immer sind wir im Hamsterrad.“ Eine Auszeit sei geplant und werde auch kommen, doch das, was sie und ihre Kolleginnen und Kollegen in den zurückliegenden Wochen zu leisten hatten, habe alle Beteiligten an die Belastungsgrenze geführt.

Umso mehr freue sie sich darüber, dass diese Arbeit mit einem Preis gewürdigt werde. Was so auch in der Begründung für die Preisvergabe hervorgehoben wird: Dialog sei stets der Versuch, Brücken der Verständigung aufzubauen. Neben den Stimmen der Vernunft, den Signalen der Mäßigung, der Bereitschaft zum Gespräch und dem offenen Ohr sei das HoT durch seinen tatkräftigen Einsatz in den Katastrophengebieten mit gutem Bespiel vorangegangen. Dank seines unermüdlichen Engagements konnte unzähligen Menschen in der Not Zuflucht und eine helfende Hand geboten werden, so die Begründung. Die durch das Organisieren und Koordinieren von jungen Menschen entstandene Gruppendynamik habe unglaubliches Potenzial und werde sicherlich feste Wurzeln für ein friedvolles Zusammenleben schlagen.

„Noch haben wir hier keine Normalität, und wir werden auch in den kommenden Wochen und Monaten keine Normalität haben“, resümiert Petra Klein. Die Angebote für die von der Flut betroffenen Kinder laufen weiter, zusätzlich zu dem ‚eigentlichen‘ Programm des HoT. Noch kommen die Schülerinnen und Schüler der örtlichen Realschule plus täglich zum Mittagessen vorbei – jetzt in einem winterfesten Zelt. Und noch kommen auch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule für ihre AGs in das HoT. Petra Klein: „Wenn es hier in ein paar Jahren wieder eine Normalität geben wird, dann wird das eine andere Normalität sein.“

Der Deutschen Dialogpreis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Dialog – notwendiger denn je“. Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten und Institutionen, die in besonderem Maße der Vielfalt der Gesellschaft gerecht werden und selbst in schwierigen Zeiten eine außerordentliche Dialog-Leistung vollbringen. Neben dem HoT in Sinzig erhalten den Preis die Migrations-Pädagogin Ursula Boos-Nünning, die ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments Rebecca Harms, die jüdisch-muslimische Begegnungsinitiative „meet2respect“, das Frauennetzwerk „Merida“ und die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Die Preisverleihung ist am 17. November in Frankfurt.

Weiter Informationen über das HoT gibt es im Internet: http://www.hot-sinzig.de

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Zuwendungen für flutbetroffene Kulturschaffende im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Kulturstiftung stellt 200.000 Euro für Fluthilfe bereit. Kulturschaffende und Kulturinstitutionen im Kreis Ahrweiler, die von der Flut betroffenen sind, können mit zusätzlichen finanziellen Zuwendungen rechnen. Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur stellt insgesamt 200.000 Euro für den kulturellen Wiederaufbau in den flutbetroffenen Regionen bereit. Anträge können ab sofort gestellt werden. Darauf weist die Kreisverwaltung hin.

Die Kulturstiftung unterstützt zum Beispiel Kunst- und Kultureinrichtungen, darunter auch Museen und Archive, bei Rettung oder Ersatz von Kunstwerken. Ebenfalls gefördert werden Projekte von Kunst- und Kulturschaffenden. Anträge können über das Online-Portal der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gestellt werden: https://kulturstiftung.antragsverwaltung.de/. Anders als bei der weiterhin bestehenden Regelförderung der Kulturstiftung gelten für das neue Unterstützungsprogramm keine Antragsfristen. Damit soll den betroffenen Kulturschaffenden eine flexible Planung für Vorhaben in 2021 und 20222 möglich sein.

Auch der Kunst- und Kulturbereich ist massiv von den Folgen der Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen worden: Neben zerstörten Ateliers wurden Bibliotheken geflutet, Archive überschwemmt und kulturelle Infrastrukturen vernichtet.

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur wurde vor 30 Jahren gegründet. Die Stiftung fördert insbesondere Vorhaben im Bereich der Bildenden Kunst, der Darstellenden Kunst, des Films, der Literatur, der Musik und der Soziokultur sowie spartenübergreifende Vorhaben. Zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern können Stipendien vergeben werden. Weitere Informationen unter https://www.kulturstiftung-rlp.de.