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Neuer Jugend-Beauftragter der Region Eifel

Mechernich – Der Mechernicher Gunnar Simon wird neuer Jugendbeauftragter der Region Eifel. Der 49-Jährige folgt damit auf Helmut Woelk im Schleidener Franziskushaus und verlässt nach mehr als 13 Jahren die „Kleine Offene Tür“ (K.O.T.), die er bislang im Team mit Anja Lehmann leitete. Mit ihr gemeinsam hat der studierte Sozialpädagoge viele Projekte ins Leben gerufen und die Angebote der Jugendeinrichtung in Mechernich für die GdG St. Barbara und die Stadt Mechernich aufgestellt und ausgeweitet. Die „Mechernicher Kinderstadt“ in den Sommerferien war eines seiner Großprojekte.

„Wir haben die mobile Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in und um Mechernich aufgebaut. An wichtigen Plätzen im Kernort und zuletzt in den Außenorten mit den Projekteinsätzen mit Hilfe des Jugendbusses ‚Linie Zwo‘ sogar eine noch breitere Zielgruppe erreicht“, berichtet er rückblickend: „Und auch in der Corona-Phase hat sich die Arbeit weiterentwickelt; so konnte ich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem kirchlichen Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ein digitales Jugendzentrum auf Discord eröffnen und die hybride Jugendarbeit mitgestalten.“

Junge Menschen stärken

In der Funktion als Jugendbeauftragter werde er in der Region Eifel – und damit im Altkreis Schleiden, Monschau, Simmerath – weiterhin die Interessen, die Sorgen sowie Bedarfe junger Menschen wahrnehmen, sie gerne bei Projekten unterstützen und sie nicht zuletzt dadurch auch in ihrer Entwicklung stärken. Dies geschehe themen- und teamorientiert gemeinsam mit seiner Kollegin Rebekka Narres, die bereits seit knapp drei Jahren Jugendbeauftragte der Region Eifel ist, oder gar im größeren Team der vier Jugendbeauftragten der Regionen Düren und Eifel. Gunnar Simon, der mit seiner Frau Nicole und seinen drei Kindern in Lorbach wohnt, ist außerdem als UWV-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Mechernicher sowie Ausschüssen politisch aktiv.

Wer sich von Gunnar Simon verabschieden möchte, ist eingeladen am Montag, 29. November, zwischen 15 und 18 Uhr in die K.O.T. Mechernich, Ecke Im Sande/Emil-Kreuser-Straße, zu kommen. Daniel Ottersbach, der bereits seit Sommer mit einer halben Stelle zum K.O.T.-Team gehört, wird ab Dezember seinen Stundenumfang erweitern.

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Naturschutz-Gebiet Ahrmündung: Grünes Licht für Beseitigung von Müllresten

Ahrtal – Der restliche Flutmüll im Naturschutzgebiet „Mündungsgebiet der Ahr“ wird durch die Kreisverwaltung Ahrweiler zeitnah entfernt. In Kürze werden die dazu notwendigen Arbeiten beauftragt und die Ausführung von einer ökologischen Baubegleitung betreut. Darauf einigten sich die Teilnehmenden des gestrigen Ortstermins einvernehmlich. Insgesamt war der noch verbliebene Müll in der Aue überschaubar. Abfallhaufen kleineren Ausmaßes wurden an zehn Stellen vorgefunden und dokumentiert.

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Lewentz begrüßt Absichts-Erklärung für neue Wohnflächen im Ahrtal

Ahrtal/Mainz – In der Ahrtal-Gemeinde Ahrbrück (Landkreis Ahrweiler) soll ein ehemaliges Fabrikgelände der Firma Brohl Wellpappe in Raum für neue Wohn- und Gewerbeflächen umgewandelt werden. Die Ortsgemeinde Ahrbrück und der Eigentümer der Firma Brohl Wellpappe haben dazu im Rahmen eines Informationstages für Einwohnerinnen und Einwohner am Samstag, 20.11.2021, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Innenminister Lewentz begrüßte die Vereinbarung. Der Minister befürwortet das Konversionsprojekt und hatte entschieden, dass das Innenministerium eine entsprechende Machbarkeitsstudie durchführt und finanziert. Diese läuft bereits seit Anfang Oktober.

„Ahrbrück ist eine der Gemeinden, die schwere Zerstörungen durch die Flutkatastrophe im Ahrtal zu beklagen haben. Diese Gemeinden benötigen jetzt dringend neue, sicherere Flächen für den Wiederaufbau von Wohngebäuden. Ich danke dem Eigentümer der Firma Brohl Wellpappe für das großzügige Angebot, der Gemeinde das ehemalige Fabrikgelände zum symbolischen Preis von einem Euro zu übertragen. Im Zuge dessen habe ich veranlasst, dass Expertinnen und Experten, die schon zahlreiche Konversionsprojekte erfolgreich begleitet haben, das Projekt intensiv betreuen und so eine zügige Entwicklungsentscheidung durch die Gemeinde ermöglichen“, sagte Innenminister Roger Lewentz.

Derzeit wird die erste Stufe der Machbarkeitsstudie (technische und wirtschaftliche Machbarkeit) durch ein Fachbüro unter Beteiligung verschiedener Fachgutachter durchgeführt. Sie soll bis Ende des Jahres 2021 eine belastbare Einschätzung liefern, ob und wie ein Flächenerwerb und eine Nachnutzung durch die Gemeinde erfolgen kann. In der anschließenden zweiten Stufe der Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, wer die Flächen in welchem Zeitraum und mit welchen Gebäuden (Einfamilienhaus, Mietwohnungen etc.) bebauen könnte. Hierfür soll unter anderem über eine Planungswerkstatt ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden, das die Machbarkeitsstudie abschließt und vom Gemeinderat zu beschließen ist.

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Umrüstung der Straßen-Beleuchtung in drei Ortsgemeinden der Verbands-Gemeinde Daun abgeschlossen

Gillenfeld – Moderne Technik von Westenergie senkt Kosten und schont die Umwelt. LED-Straßenlaternen erhellen die Ortsgemeinden Gillenfeld, Saxler und Udler. Die Umrüstung der Straßenlaternen in Gillenfeld, Saxler und Udler ist abgeschlossen. Insgesamt hat Westenergie alle Straßenleuchten im Rahmen der Dienstleistung „Licht & Service“ auf energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht.

Zum Abschluss der Arbeiten überzeugten sich die Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlifter aus Gillenfeld, Winfried Scheppe aus Saxler und Alfred Borsch aus Udler gemeinsam mit Westenergie Kommunalmanager Thomas Hau von der erfolgreichen Umsetzung der Modernisierung. „Die Erneuerung der Anlagen auf energiesparende LED-Technik ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende, sowie ein garantierter Erfolgsfaktor für Energieeinsparung und Energieeffizienz“, so die Aussage der drei Ortsbürgermeister. „Wir freuen uns, dass wir durch die Umrüstung in unseren Ortsgemeinden zukünftig Energie und Kosten einsparen.“

Das Ergebnis der Modernisierung ist in jeder Hinsicht einleuchtend: LED-Leuchten verbrauchen dank geringerer Leistung deutlich weniger Energie und entlasten die Umwelt. Der Energieverbrauch der Straßenbeleuchtungsanlagen wird um rund 70 % pro Jahr reduziert. So wird dank der Umrüstung in den Ortsgemeinden Gillenfeld, Saxler und Udler zusammen ein jährlicher Ausstoß von rund 36 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 vermieden. Diese Einsparung wurde auf einem Zertifikat festgehalten, welches Thomas Hau von Westenergie den Ortsbürgermeistern überreichte.

Neben dem Plus für die Umwelt rechnet sich die Sanierung für die Kommunen auch finanziell. Durch die Umrüstung der rund 400 Straßenlaternen auf moderne Technik reduzieren sich die Stromkosten um ungefähr 70 %. „Zudem sind moderne LED-Laternen energiesparend, haben eine längere Lebensdauer und haben damit auch günstigere Betriebskosten als die zuvor verbaute Technik. Die Umrüstung rechnet sich bereits nach wenigen Jahren“, sagt Thomas Hau.

Im gesamten Versorgungsgebiet engagiert sich Westenergie mit den Kommunen vielerorts als Dienstleister im Bereich der Wartung und des Betriebes von Straßen- und Außenbeleuchtungsanlagen. Dabei unterstützt Westenergie die Modernisierung der Anlagen auf hochmoderne LED-Technologie mit einem Zuschuss aus dem Programm „Kommunales Energie Konzept“ (KEK). Das KEK-Programm beinhaltet Lösungen und Produkte, mit denen sich Kommunen fit für die Energiezukunft machen. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Infrastruktur.

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Kita Mäusebande in Vettweiß eröffnet

Düren – Die Räumlichkeiten der alten Schule an der Schulstraße 12 in Vettweiß erstrahlen in neuem Glanz. Von außen als auch innen macht das Gebäude einen einladenden Eindruck und beherbergt nun 50 Kinder, die Teil der Mäusebande in Vettweiß sind.

„Das kleine, kuschelige Gebäude“, wie es Kita-Leiterin Josefa Schleich nennt, ist nun offiziell eröffnet worden. In feierlichem Rahmen, mit Einsegnung durch Diakon Martin Schlicht (Gemeinschaft der Gemeinden Vettweiß Nörvenich) und Joscha van Riesen (Evangelische Gemeinde zu Düren) sowie Tanzbeiträgen einiger Kinder konnten sich Träger und Gemeindevertreter davon überzeugen, dass die Mäusebande einen guten Platz zum Toben, spielerischen Lernen und Wohlfühlen gefunden hat. „Es ist ein wunderschönes Haus mit Tradition und wir dürfen nun Teil dieser Geschichte sein“, so Schleich weiter. Umgebaut wurde es mit Hilfe der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen mbH (GIS) des Kreises Düren.

Träger ist die Kreismäuse AöR des Kreises und damit steht auch das Leitbild fest: „Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt – mit seinen individuellen Bedürfnissen und Interessen „, sagte Elke Ricken-Melchert, die gemeinsam mit Christoph Siebertz den Vorstand der Kreismäuse AöR bildet. „Wir freuen uns über die Vielfalt an Trägern in unserer Gemeinde“, ergänzte Bürgermeister Joachim Kuhnt.

Die Kita bietet rund 50 Plätze für Kinder ab einem Jahr, der Betreuungsumfang umfasst 25 bis 45 Stunden. Die Kindertagesstätte hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Kind in seiner Entwicklung dort abzuholen, wo es gerade steht. Um dies zu erreichen, wird besonders Wert auf ein positives Umfeld gelegt, in dem sich die Kinder frei entfalten können.

Die neue Kita Mäusebande in Trägerschaft des Kreises Düren zahlt mit ihrem Angebot klar auf die Wachstumsoffensive 300.000+ des Kreises ein. Denn die Versorgung der Kinder und die damit verbundene Unterstützung der Familien ist ein wichtiger Grundpfeiler der Familienfreundlichkeit. Ebenso wie qualifizierte Mitarbeiter. Die Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR freut sich immer über neue Teammitglieder in ihren Einrichtungen und hat ein großes Stellenangebot. Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, wird sicherlich unter www.kreis-dueren.de/kreismaeuse fündig.

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Warnstufe 2 für den Landkreis Mayen-Koblenz ab Montag 22. November

Region/Mayen-Koblenz – Ab Montag, den 22. November befindet sich der Landkreis Mayen-Koblenz in der Warnstufe 2 des rheinland-pfälzischen Corona-Warnstufensystems. Bisher wurde der Landkreis in der Warnstufe 1 geführt. Die Einstufung gilt bis zum Inkrafttreten der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung, welche seitens des Landes angekündigt wurde und bereits ab Mittwoch, 24. November gültig sein soll.

Es wurden im Landkreis Mayen-Koblenz an drei aufeinander folgenden Werktagen die beiden nach der noch gültigen 27. Corona-Bekämpfungsverordnung Leitindikatoren „Sieben-Tage-Inzidenz“ und „Intensivbetten-Anteil“ überschritten.

Alle aktuellen Corona-Regeln im Überblick findet man im Internet  unter  https://corona.rlp.de/de/aktuelles/corona-regeln-im-ueberblick/ und unter https://corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/

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Nürburgring bekommt zweieinhalb Kilometer neuen Asphalt

Nürburg – Die Nordschleife und die Grand-Prix-Strecke bekommen in diesem Winter insgesamt zweieinhalb Kilometer neuen Streckenbelag. Den Startschuss für die Arbeiten gab diese Woche eine mächtige Asphaltfräse auf der Döttinger Höhe. Sie wird sich nun von der langen Nordschleifen-Geraden durch die Abschnitte Antoniusbuche, Tiergarten und Hohenrain-Schikane bis zur Grand-Prix-Strecke arbeiten. Hier werden die Hyundai N Kurve vor Start-Ziel sowie die Verbindungsstücke zwischen beiden Rennstrecken neu asphaltiert. Bis Februar 2022 werden die Baumaschinen Vollgas geben, damit der Saisonstart wie jedes Jahr bei besten Streckenbedingungen stattfinden kann.

„Die Asphaltarbeiten auf unseren Rennstrecken sind einer der emotionalsten Bestandteile meines Jobs“, erklärt Projektleiter Alexander Schnobel. „Wir arbeiten hier im Auftrag der 95-jährigen Geschichte unserer Rennstrecke. Die Erhaltung der Streckencharakteristik hat bei den Bauarbeiten immer höchste Priorität. Gleichzeitig stellen wir einen modernen Standard her, der den heutigen Anforderungen an unsere Strecken gerecht wird.“ Seit 20 Jahren ist Schnobel am Nürburgring für die Bauplanung und die Infrastruktur zuständig und hat bereits etliche Projekte rund um die Strecke umgesetzt. Neben den Asphaltarbeiten gehören hierzu auch die vielen baulichen Sicherheitsmaßnahmen, die neue Race Control oder das digitale Test-Cluster auf der Döttinger Höhe.

Grundhafter Ausbau auf der Nordschleife – neue Asphaltoberfläche auf der Grand-Prix-Strecke
Im Durchschnitt wird jedes Jahr auf Nordschleife und Grand-Prix-Strecke ein Kilometer Asphalt erneuert. Bei einer Gesamtlänge von rund 25 Kilometern muss die Qualität des neu eingebauten Asphalts deshalb rund 15 bis 20 Jahre den höchsten Beanspruchungen standhalten, bevor er wieder erneuert wird. „Unsere Rennstrecken sind von Mitte März bis Mitte November täglich ausgelastet. Neben den rund 50 Großveranstaltungen sind dies unter anderem Fahrtrainings, Touristenfahrten oder die Testfahrten der Industrie“, erklärt Alexander Schnobel. Darüber hinaus erläutert der Projektleiter, dass bei den Bauarbeiten auf den Rennstrecken unterschiedlich vorgegangen wird. Bei der Nordschleife werden demnach auch die unter dem Asphalt liegenden Schichten der 1927 eröffneten Strecke erneuert. Über ein Meter tief wird der Bereich deshalb ausgeschachtet und anschließend komplett neu aufgebaut. Bei der modernen Grand-Prix-Strecke, auf der 1984 zum ersten Mal gefahren wurde, reicht es hingegen in der Regel, wenn die oberen beiden Asphaltschichten zunächst abgefräst und anschließend erneuert werden. Eigens entwickelte Asphaltmixturen sorgen zudem dafür, dass das jeweilige Grip-Niveau auch bei der neu eingebauten Oberfläche auf den jeweiligen Strecken einheitlich bleibt. Dies soll den Fahrern auf einer Runde von 25 Kilometern Länge ein verlässliches Fahrgefühl ohne zu große Unterschiede geben.

2,5 Millionen Euro für neuen Asphalt
Insgesamt investiert der Nürburgring für die Baumaßnahme rund 2,5 Millionen Euro. Wie in der Vergangenheit setzt man hierbei auf Expertise aus Rheinland-Pfalz – so sind die Firma Schnorpfeil aus Treis-Karden und in der Planung das Ing.-Büro Porz & Partner aus Sinzig beteiligt.

Eine der Besonderheiten in diesem Jahr: Obwohl die Bauarbeiten auf der Nordschleife und Grand-Prix-Strecke zwei Strecken einschließt, die getrennt voneinander betrieben werden können, werden sie auf einer zusammenhängenden Fläche durchgeführt. Er umfasst die Strecke von der Döttinger Höhe bis zur Sabine-Schmitz-Kurve, und beinhaltet die Verbindungsstücke zwischen Grand-Prix-Strecke und Nordschleife sowie die dort befindliche Hyundai N Kurve der Grand-Prix-Strecke. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten Ende Februar abgeschlossen sein. Kurz darauf startet der Nürburgring im März in seine 95. Saison.

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„Preissteigerungen im Bäckerhandwerk unvermeidbar“ – Kostendruck steigt von Tag zu Tag

Prüm/Region – Alles wird derzeit rasant teurer: Benzin und Diesel, Strom und Gas, Logistik und Rohstoffe. Der Motor der Weltwirtschaft hat erheblich an Fahrt aufgenommen, mehr Nachfrage und Lieferprobleme führen zu deutlichen Preissteigerungen. Von diesen Preissteigerungen sind alle Handwerksbäckereien in dem Bezirk der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR) und im ganzen Bäcker-Verbandsgebiet in Westfalen-Lippe und dem Rheinland massiv betroffen.

Das Bäckerhandwerk hat von diesen Preissteigerungen bislang nur sehr wenig an seine Kunden weitergegeben, es ist allerdings damit zu rechnen, dass sämtliche Sparpotentiale der Betriebe zwischenzeitlich ausgeschöpft sind. Mehl, Butter und andere wichtige Zutaten sind rund 30 bis 40 Prozent teurer als im Vorjahr, die Energie- und Logistikkosten haben um mehr als 30 Prozent zugelegt – und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Damit das Geschäftsmodell einer Handwerksbäckerei auch künftig noch funktioniert, sind Preissteigerungen daher unvermeidbar.

Und für das kommende Jahr droht schon der nächste Kostenfaktor: der neue Mindestlohn.

„Der Tarifvertrag des Bäckerhandwerks sieht ab Februar 2022 eine faire Erhöhung der Entgelte um 1,9 Prozent vor. Die Ankündigung der künftigen Bundesregierung, den Mindestlohn in 2022 auf 12 Euro anheben zu wollen, bringt das tarifliche Lohngefüge nicht nur im Bäckerhandwerk gehörig durcheinander. Diese Entwicklung wird für weiteren Preisdruck im kommenden Jahr sorgen“, so die beiden NRW-Landesinnungsmeister Jürgen Hinkelmann und Jörg von Polheim. „Es ist deutlich effizienter und sinnvoller, wenn der Staat durch Steuersenkungen dafür sorgt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Netto im Portemonnaie haben“, so die Landesinnungsmeister weiter. „Das bringt echte Kaufkraft! Die Übergehung der Tarifautonomie mit der einseitigen Festlegung des Mindestlohnes durch die Politik sorgt über die daraus zwingend erforderlichen Preisanhebungen lediglich für eine noch höhere Inflation, die Wirkung wird einfach verpuffen.“

Die Sicht der Landesinnungsmeister vertritt auch der Obermeister der regionalen Bäcker-Innung MEHR, Raimund Licht, aus Lieser. „Wir verzeichnen die gleichen Entwicklungen in unserem Innungsbezirk“, so der Bäckermeister. „Unsere Kunden schätzten die handwerkliche Arbeit und die Erzeugnisse der Innungsbäcker. Doch jeden trifft eine weitere Preissteigerung hart. Die Forderung der Landesinnungsmeister, dass letztlich mehr Netto im Portemonnaie unserer Fachkräfte landen muss, kann ich für alle Verbraucher unterstreichen.“

Über die Verbände Westfalen-Lippe und Rheinland und die regionale Innung:

Der Bäcker-Innungsverband Westfalen-Lippe und der Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks vertreten gemeinsam die Interessen von über 1200 Betrieben in Nordrhein-Westfalen und den ehemaligen Regierungsbezirken Koblenz und Trier in Rheinland-Pfalz mit über 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. 3,2 Mrd. Euro.

Die Bäcker-Innung MEHR vertritt die Interessen von rund 30 handwerklich arbeitenden Bäckereien in der Mosel-Eifel-Hunsrück-Region.

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Ausstellung der Handwerks-Kammer präsentiert Kunsthandwerk der Extraklasse bis 23. Dezember

Region/Koblenz – Galerie Handwerk stellt bis 23. Dezember Arbeiten von Kunsthandwerkern aus ganz Deutschland vor –  Goldschmiedemeisterin aus Ahrweiler bringt eine besondere Geschichte mit. Rund 150 Aussteller, Kunsthandwerker, Gestalter und Künstler aus ganz Deutschland präsentieren in der Koblenzer Galerie Handwerk Unikate und Kleinserien aus Keramik, Glas, Holz, Metall, Papier, Seide, Leder sowie Gold, Silber und Edelsteinen. Hier lädt die Handwerkskammer (HwK) Koblenz bis zum 23. Dezember zum Schauen, Stöbern und Kaufen ein.

Goldschmiedemeisterin Petra Hagenau aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist mit einer besonderen Geschichte in der HwK-Ausstellung vertreten, denn in der Flutnacht Mitte Juli wurde ihr Betrieb samt Schmuck ein Opfer des Hochwassers. Die wenigen Schmuckstücke, die ihr blieben, stellt sie nun in der Winterausstellung aus. Foto: HwK Koblenz

Unter den Ausstellern ist auch Goldschmiedemeisterin Petra Hagenau aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die von ihr mitgebrachten Schmuckstücke, entstanden in ihrer Werkstatt in der Ahrweiler Altstadt, zählen zu den wenigen Objekten, die nicht Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli wurden. „Die Schäden waren extrem. Die Werkstatt und der Ausstellungsbereich standen über zwei Meter unter Wasser“, erzählt die Handwerksmeisterin, die seit 2002 Jahren selbstständig ist. Sie selbst rettete sich ins Obergeschoss des Hauses – ohne jede Chance, irgendetwas aus ihren Arbeitsräumen im Erdgeschoss zu sichern. „Alles weg oder kaputt“ lautete nach der Katastrophe das nüchterne Fazit. Und wenn da nicht noch einige wenige Schmuckstücke in Bonner Räumlichkeiten der Handwerkerin gelegen hätten, wäre ihr gesamtes Schaffen in einer Nacht unwiederbringlich verschwunden.

Nun stellt Petra Hagenau genau diese geretteten Kreationen – Ketten, Ringe, Anhänger, Hals- und Armschmuck – in der Galerie Handwerk aus und sagt auch: „Wer uns betroffenen Handwerkern helfen möchte, unterstützt uns auch über den Kauf unserer Arbeit! Denn Mitleid hilft uns nicht und wir schauen nach vorn, wollen auch unsere Werkstätten wieder aufbauen und weitermachen!“

Die Beteiligung an der Herbst- und Winterausstellung der HwK in der Koblenzer Galerie Handwerk ist so auch ein kleiner Schritt Richtung Normalität „und der Zuspruch hier macht auch Mut und ist Motivation.“ Denn auch das war nach der Katastrophe Mitte Juli 2021 ein Thema, mit dem sich die 49-Jährige auseinandersetzte: wo in diesem Chaos und der Zerstörung findet sich der kleine Funken Hoffnung für einen Neuanfang? „Auch viele meiner Kunden waren betroffen und gemeinschaftlich sind wir diese Herausforderung angegangen. Kapitulieren war keine Option“.

So sind in den vergangenen Wochen auch die ersten Arbeiten „Nachflutschmuck“ entstanden. In improvisierten Räumlichkeiten ist Petra Hagenau mit ihrer Übergangswerkstatt wieder für die Kundschaft da – und freut sich über neue, die über die Galerie Handwerk auf sie aufmerksam werden.

Die HwK-Ausstellung in der Rizzastraße 24-26, 56068 Koblenz, ist bis zum 23. Dezember geöffnet.

Mehr Informationen zu Öffnungszeiten, Ausstellern und das Corona-Konzept im Internet: galerie-handwerk.de

oder per E-Mail: galerie@hwk-koblenz.de, Tel. 0261/ 398-277.

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VdK-Weihnachtsfeier in Mechernich abgesagt

Mechernich – „Wie schon im vergangenen Jahr muss der Ortsverband Mechernich im Sozialverband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner Deutschlands (VdK) wiederum seine bereits geplante Weihnachtsfeier absagen“: Mit dieser Hiobsbotschaft wandten sich jetzt Vorsitzender Wolfgang Weilerswist und die Frauenbeauftragte Elke Züll an den Mechernicher „Bürgerbrief“.

Die Inzidenzwerte in der Corona-Pandemie hätten „eine nicht vorhersehbare Höhe erreicht“, so heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Da die Gesundheit der Mitglieder an erster Stelle stehe, habe sich der Vorstand des VdK-Ortsverbandes in seiner bislang letzten Vorstandssitzung schweren Herzens entschlossen, die geplante Weihnachtsfeier abzusagen.

Weilerswist: „Wir hoffen, dass die im neuen Jahr 2022 geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden können und wünschen schon jetzt unseren Mitgliedern eine gesunde und beschauliche Weihnachtszeit und einen guten Start im neuen Jahr“, verbunden mit dem Wunsch der Gesundheit und des Durchhaltens.

Auch 2020 hatte der VdK bereits wegen Covid 19 die Jahresfahrt nach Xanten, die Männertour nach Köln, Frauencafé und Weihnachtsfeier abgesagt.