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Zugang zum Verwaltungs-Gebäude in Kaisersesch ab heute 6. Dezember 2021 mit 3G-Regelung und Termin

Kaisersesch – Der Zutritt zur Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch ist seit dem heutigen Montag, 6. Dezember 2021 nur noch unter Beachtung der 3G-Regelung und mit Termin möglich.

Besucher*innen müssen beim Eintritt in das Verwaltungsgebäude einen Nachweis (geimpft, genesen oder getestet) vorzeigen. Dabei darf der Nachweis eines Schnelltest (PoC-Antigentest) höchstens 24 Stunden alt sein, der eines PCR-Tests höchstens 48 Stunden. Ohne entsprechende Nachweise kann der Zutritt zur Verwaltung nicht mehr gewährt werden. Die Durchführung eines Selbsttests vor Ort ist nicht möglich.

An der Drive-In-Schnellteststation der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch können Sie sich kostenfrei und ohne Terminvereinbarung mittels Schnelltest (PoC-Antigentest) auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) testen lassen. Die Teststation ist als Drive-In eingerichtet, d. h. das Fahrzeug muss für die Testung nicht verlassen werden. Aktuelle Öffnungszeiten und Informationen finden Sie unter www.kaisersesch.de/drive-in-test

Im Verwaltungsgebäude gelten zudem die Maskenpflicht (medizinische OP-Maske oder FFP2-Maske) und das Abstandsgebot. Der Zutritt zur Verwaltung ist nur über den Haupteingang im Verwaltungsgebäude möglich.

Termine für das Einwohnermeldeamt und das Standesamt können Sie bequem von zu Hause online unter www.kaisersesch.de/termin vereinbaren. Weitere Terminanfragen können Sie über unsere Telefonzentrale unter Telefon: 02653 9996-0 oder per E-Mail an info@vg.kaisersesch.de stellen.

Viele Behördengänge können in der Verbandsgemeinde Kaisersesch und im Landkreis Cochem-Zell bereits online erledigt werden. Diese finden Sie unter www.kaisersesch.de/onlinedienste oder unter www.cochem-zell-online.de

Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch

Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch

www.kaisersesch.de | www.facebook.de/vgvkaisersesch

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte das Ahrtal

Ahrtal – „Gemeinsam und solidarisch bringen wir den Wiederaufbau voran“.  „Die Flutkatastrophe vom 14. Juli war eine schreckliche Tragödie mit einem Ausmaß an Zerstörungen, die es so noch nicht in Rheinland-Pfalz gab. Es wird noch lange dauern, bis die seelischen Wunden verheilt sind und die Menschen einen normalen Alltag leben können. Aber es gibt bereits große Fortschritte beim Aufbau der Infrastruktur, die schrittweise mehr Normalität möglich machen. Ich bin sehr froh darüber, wie gut alle Beteiligten kooperieren und sich mit Nachdruck gemeinsam für den Wiederaufbau eines lebenswerten Ahrtals einsetzen. Der finanzielle Rahmen und die Förderkulisse sind in kürzester Zeit geschaffen worden. Alle Schritte des Wiederaufbaus werden wir nur im engen Dialog schaffen. Die Besuche, Gespräche und Begegnungen im Ahrtal sind mir daher besonders wichtig. Es sind viele Akteure und Akteurinnen am Wiederaufbau beteiligt, deren Erfahrungen und Lageeinschätzungen sind sehr wichtig für mich“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei einem ganztägigen Besuch am Freitag, 03. Dezember im Ahrtal. Die Ministerpräsidentin verschaffte sich an vier Orten einen Überblick.

Erste Station der Ministerpräsidentin war die schwer getroffene Ortsgemeinde Schuld. Dort besuchte sie den Steinmetzbetrieb Natursteine Kaspers. Der Betrieb wurde durch die Flutkatastrophe schwer getroffen, ist aber schon wieder auf einem guten Weg zurück in die Normalität. Die Zukunft des Betriebs wird durch drei Töchter sichergestellt, die alle im elterlichen Betrieb mitarbeiten. Wer zum ersten Mal im Flutgebiet sei, sehe vor allem das Ausmaß der Zerstörung. Die Menschen, die dort leben, sehen aber auch, was sich seit dem verhängnisvollen Sommer getan hat“, so der Eindruck der Ministerpräsidentin.

„Mich beeindruckt immer wieder die Zuversicht und die Tatkraft, mit der die Menschen nach der Flutkatastrophe ihre Heimat wiederaufbauen wollen. Wie sehr wir das Handwerk brauchen, merken wir gerade jetzt beim Wiederaufbau. Ohne unsere Handwerksbetriebe geht nichts. Dass Sie nach vorne blicken und für Ihr Unternehmen eine Zukunft hier in Schuld sehen, gibt ganz viel Zuversicht, dass es im Ahrtal weiter vorangeht“, sage die Ministerpräsidentin beim Besuch des Familienbetriebs.

Ein Beispiel für die großartige Hilfsbereitschaft, die nach wir vor ganz maßgeblich die Fortschritte beim Aufräumen, Entkernen und Wiederaufbauen ermögliche, ist die AHRche e.V. in Ahrweiler. Der Verein für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau wurde direkt nach der Flutkatastrophe von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland gegründet, um die Betroffenen zu unterstützen. Mit ihnen tauschte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf deren Gelände in Ahrweiler aus. Dort gibt es unter anderem einen Beratungsbus, einen „Hof“ mit Waschsalon und Friseur, einen Klimacontainer und ein Versorgungszelt. Die Ministerpräsidentin eröffnete eine Turnhalle, dort können Sporttreibende die kalte Jahreszeit überbrücken, bis die regulären Hallen wieder nutzbar sind. „Ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen wären wir mit dem Wiederaufbau noch nicht so weit vorangekommen. Ob der Helfershuttle, ob Essensausgaben, Handwerkerleistungen oder die psychosoziale Betreuung, überall ist eine riesige Hilfsbereitschaft spürbar. Für diesen Einsatz danke ich allen sehr herzlich“, betonte die Ministerpräsidentin beim gemeinsamen Mittagessen im Versorgungszelt.

Anschließend besuchte sie das Schulzentrum in Sinzig. Dort war die Schulmensa durch das Hochwasser vollständig zerstört worden. Die ebenfalls stark beschädigte Realschule plus konnte pünktlich zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien den Betrieb vor Ort wieder aufnehmen, wenn auch noch mit provisorischen Klassenräumen. Insgesamt sind im Ahrtal 17 Schulen so stark betroffen, dass dort nach den Sommerferien noch kein Schulunterricht möglich war. „Uns war es sehr wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen trotzdem in ihren Klassengemeinschaften bleiben konnten. Wir haben unser Angebot an Schulpsychologen und Schulpsychologinnen verstärkt, um bei der Aufarbeitung der schrecklichen Ereignisse zu helfen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Am Abend überreicht sie in der Landskroner Festhalle in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Bewilligungsbescheid über 130.200 Euro an die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz für das Projekt „Angebot von Psychoedukationsgruppen und Fortbildungsgruppen im Ahrtal“. Bei der Veranstaltung wurde das Projekt des Netzwerkes „Soforthilfe Psyche“ vorgestellt, das im Ahrtal von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten geleitete Informationsgruppen anbietet. Dort erhalten Betroffene Unterstützung und Hilfe; zudem können Fachkräfte wie Lehrer, Erzieher oder Mitarbeiter in Altersheimen geschult werden, um traumabedingte Auffälligkeiten ihrer Schutzbefohlenen zu erkennen und helfend zu unterstützen. „Gerade solche niedrigschwelligen Angebote sind unglaublich wertvoll. Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt für die Menschen im Ahrtal ins Leben gerufen wurde“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Die traumatischen Erlebnisse der Flut haben bei vielen Betroffenen zu starken psychischen Belastungen geführt. Viele Menschen haben Schlimmes erlebt und brauchen Hilfe, um die Bilder jener Nacht zu verarbeiten. Gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnerinnen und Partnern hat die Landesregierung daher zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, von psychosozialen Soforthilfen und Nachsorge bis zum Aufbau des Traumahilfezentrums Ahrtal, das am heutigen Montag eröffnet wird.“

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Unterirdische Schatzsuche in Aachen

Aachen – Denkmalpflege und Feuerwehr erforschen gemeinsam 42 Meter tiefen, alten Brunnen. Eine ungewöhnliche Übung der Spezialrettungsgruppe der Feuerwehr Aachen auf dem historischen „Gut Muffet“ freut städtische Denkmalpfleger und Archäologen. „Glück auf!“, rufen die Kolleginnen und Kollegen in ihren roten Einsatzanzügen Markus Hirtz zu. Dieser blickt ein letztes Mal auf, reckt den Daumen hoch, bevor er gut gesichert mit Helm, Gurten, Karabinern und Seilen sowie ausgestattet mit einem Sauerstoffgerät im tiefen dunklen Loch verschwindet.

Hirtz ist an diesem regnerisch-windigen Morgen der Mann, auf den alle Blicke gerichtet sind. Denn das speziell ausgebildete Mitglied der Spezialrettungsgruppe (SRG) der Feuerwehr Aachen tritt um Punkt 11.15 Uhr eine ungewöhnliche Mission an. Eine Mission, die ihn 42 Meter tief in die Erde führt. Eine Mission, die nicht nur eine besondere Übung für ihn und sein Team darstellt, sondern die auch im Dienst der Wissenschaft steht.

Gutshof im Aachener Westen

Denn gleich neben der 15-köpfigen SRG-Truppe, die auch als Höhenretter der Feuerwehr bekannt sind, stehen am Mittwoch (1. Dezember) Stadtarchäologe Andreas Schaub und Andreas Priesters von der städtischen Denkmalpflege. Sie waren – gemeinsam mit den Eigentümern Marc und Philipp Eller – Auslöser für die ungewöhnliche Schatzsuche in der denkmalgeschützten Hofanlage „Gut Muffet“ im Aachener Westen. Vor einem guten Jahr ist im Rahmen von Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück nahe des Westfriedhofs ein historischer Brunnenschacht entdeckt worden. „Er weist mit 42 Metern eine für unsere Region außergewöhnliche Tiefe auf“, sagt Andreas Priesters und berichtet weiter: „Das Gut Muffet ist ein erstmalig im 16. Jahrhundert erwähnter ehemaliger landwirtschaftlicher Hof und Sommersitz vor den Toren Aachens. Der Name ‚Muffet‘ rührt übrigens in der Aachener Mundart vermutlich von der Lage des Hofes nahe der ehemaligen Richtstätte der Stadt mit Galgen und dem wohl wahrnehmbaren Verwesungsgeruch.“ Noch Mitte des 20. Jahrhunderts gab es in der Aachener Mundart daher den mahnenden Hinweis mit erhobenem Zeigefinger „Deä jehüet op Muffet“ (Der gehört nach Muffet).

Der Sauerstoffgehalt in der Luft sinkt

Als die Höhenretter – die selbstverständlich auch Menschen aus tiefgelegenen Notlagen befreien können – von dem außergewöhnlichen Übungsterrain erfuhren, waren sie direkt Feuer und Flamme. So beobachtet SRG-Leiter André Duisberg an diesem Tag persönlich den Einsatzablauf im Dauerregen. Über Funk ist er stets mit dem Kollegen in der Tiefe in Kontakt. „Sieht die Wand tragfähig aus?“, fragt er durchs Mikro. Sicherheit geht bei der Übung selbstverständlich vor. Die Signale von Markus Hirtz sind positiv. Also lassen die absichernden Kameradinnen und Kameraden weiter Seil ab. Noch 20, dann nur noch zehn Meter. Der bisherige Sauerstoffverbrauch, um auch wieder ungefährdet hochkommen zu können, stimmt, heißt es aus dem Hintergrund. Der Sauerstoffgehalt im tiefen Brunnenschacht allerdings nicht mehr. Er liegt laut Messgeräten bei nur noch 16 statt der an der Oberfläche üblichen 21 Prozent. Ohne entsprechendes Schutzgerät wäre es also für Menschen auf Dauer gefährlich geworden. Ein Punkt, der die spannende Frage aufwirft, unter welch widrigen Umständen der Brunnenbau vor Jahrhunderten stattgefunden haben muss.

Nach 15 Minuten hat der Feuerwehrmann den Brunnenboden erreicht. Es sei schlammig, berichtet er, aber es stehe aktuell kein Wasser am Grund. Dafür entdeckt er einige alte Hölzer, dazu Kettenglieder. Auch nicht allzu alte Ziegelstücke und eine Glasflasche – vermutlich aus dem 20. Jahrhundert – sammelt Hirtz auf. Ebenso entnimmt er eine Bodenprobe, die Stadtarchäologe Schaub später weitere Details über Alter und Geschichte der Anlage verraten kann. Die Schatzsuche im viele hundert Jahre alten Brunnen endet letztlich ohne die Entdeckung spektakulärer Reichtümer – aber dennoch mit vielen hilfreichen Erkenntnissen.

Weitere Untersuchungen sollen folgen

„Offenbar kein Goldbarren in Sicht“, sagen oben Archäologe Schaub und Denkmalpfleger Priesters denn auch mit einem Schmunzeln. Das mindert die Neugier der Geschichtsexperten kein bisschen. Es dauert weitere 30 Minuten, bis Höhenretter Hirtz samt dem Sack voller Fundstücke wieder das gar nicht so helle Tageslicht an diesem schmuddeligen Dezembervormittag erblickt.

Stadtarchäologe Schaub erklärt: „Die Hölzer, die hochgeholt werden konnten, sehen alt aus. Mit naturwissenschaftlichen Messverfahren wollen wir in einem nächsten Schritt eine Zeiterfassung vornehmen, um das Alter der Hölzer – und somit die Entstehungszeit des Brunnens – möglichst genau datieren zu können.“ So könne man womöglich weitere Informationen über die Geschichte des Gut Muffets und über die Konstruktion des Brunnens erfahren. Auch ohne großen Goldfund am Brunnenboden, betonen die beiden Experten, habe sich die ungewöhnliche gemeinsame Schatzsuche mit der Feuerwehr in jedem Fall gelohnt.

Ein ebenso positives Fazit zieht SRG-Leiter Duisberg: „Solche authentischen Übungsszenarien sind für uns immens wichtig, um für den Notfall bestens gewappnet zu sein“, sagt er. Wenn zugleich auch noch unkompliziert Amtshilfe wie nun für Denkmalpflege und Stadtarchäologie geleistet werden kann, freut das die Feuerwehreinheit umso mehr.

Weitere Informationen zum Gut Muffet:

Die heute noch erhaltenen Gebäudeteile des Gutshofes entstammen aus der Zeit zwischen 1700 und 1800 und wurden ab 1966 durch den Architekten Prof. Fritz Eller (1927-2018) zu einem bemerkenswerten Ensemble umgestaltet und ergänzt. Eller und sein Büro EMW Eller-Moser-Walter schufen unter anderem bekannte Bauten wie den NRW-Landtag am Rheinufer in Düsseldorf, die Ruhruniversität Bochum oder das Dreischeibenhaus Düsseldorf.

Ein Film über die Gutsanlage ist im Rahmen des Denkmaltages 2020 entstanden: https://bit.ly/3G3Os7d.

Einen Film über eine weitere Übung der Spezialrettungsgruppe im Aachener Wald finden Sie hier: https://bit.ly/3rnUX0K.

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Was brauchen die touristischen Betriebe der Eifel? – Antworten werden bis 15. Dezember berücksichtigt

Prüm – Eine gemeinsame Umfrage der Eifel Tourismus GmbH mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier bringt Klarheit über die Bedürfnisse der Branche. Der Tourismus als Leitbranche der gesamten Eifelregion steht vor wachsenden Herausforderungen, verstärkt durch die Pandemie und die Flutschäden des Sommers. Die mittelständischen Leistungsträger in Gastronomie und Freizeitwirtschaft sind stärker als viele andere Wirtschaftszweige von teil gravierenden Problemen betroffen. Passgenaue Unterstützung bei der Bewältigung benötigt passgenaue Informationen über die tatsächlichen Bedürfnisse der Betriebe vor Ort.

Darum starten die Eifel Tourismus GmbH im Schulterschluss mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier eine Umfrage in der Region Eifel. Das Ziel der Befragung sind fundierte und praxisnahe Erkenntnisse, welche Hilfestellungen von den Tourismusorganisationen, den IHKen, dem DEHOGA und den touristischen Verbänden erwartet werden.

Das Ergebnis der Umfrage soll das Bild schärfen, welche Dienstleistungen für die Zukunft der Betriebe als besonders relevant erachtet werden. Es geht um konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen, die sich vordringlich herauskristallisieren.

Mit der Teilnahme an der Befragung tragen die Gastronomie- und Freizeitunternehmen der gesamten Eifel maßgeblich zur Effizienz der Unterstützung bei, die ihnen künftig gewährt werden kann. Die Befragung und Analyse der Ergebnisse erfolgen durch das renommierte tourismuswissenschaftliche Institut dwif. Antworten der Betriebsinhaber beziehungsweise der betrieblichen Führungsebene werden bis zum 15. Dezember online unter https://dwif.survalyzer.eu/Befragung_Eifel berücksichtigt.

Die Teilnahme ist freiwillig und anonym entsprechend des Datenschutzes.

Für weitere Fragen steht zur Verfügung: Stephan Kohler, Eifel Tourismus GmbH, E-Mail: kohler@eifel.info

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„evm-Ehrensache“ unterstützt zwei Dorf-Projekte in der Verbands-Gemeinde Daun

Daun – Über insgesamt 2.000 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich zwei Dorf-Projekte aus der Verbandsgemeinde Daun freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht.

Am Montag, 29. November, übergab Berthold Nick, Leiter der kommunalen Betreuung bei der evm, den Spendenbetrag gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thomas Scheppe. „Es ist toll, dass so engagierte Projekte in unserer Verbandsgemeinde unterstützt werden“, erklärt Scheppe. „Ich freue mich über das große Engagement für die Dorfgemeinschaften in der Region. Es ist schön zu sehen, wie sich die Ehrenamtlichen für Jung und Alt einsetzen und das Miteinander in unserer Verbandsgemeinde fördern.“

500 Euro gehen an das Dorf-Hühner-Projekt in der Ortsgemeinde Bleckhausen, durch das die Gemeinschaft im Dorf und der verantwortungsbewusste Umgang mit Tieren und deren Erzeugnissen gefördert werden soll. 1.500 Euro erhält die Ortsgemeinde Dockweiler für die Instandhaltung des Sportplatzes, damit er weiterhin für die Nutzung der ortsansässigen Vereine und auch der Sportvereine aus den Nachbargemeinden zur Verfügung gestellt werden kann.

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Online-Veranstaltung zu zukunftsfähigen Technologien und Fördermitteln am Mittwoch 8. Dezember

Ahrweiler – Wiederaufbau der Wärme- und Energieversorgung. Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung bis zum 7. Dezember 2021 auf der Homepage der Energieagentur Rheinland-Pfalz unter https://www.earlp.de/wiederaufbau möglich.

Bei der Flut sind auch viele Heizungsanlagen zerstört worden. Um den Winter zu überbrücken, wurden in den betroffenen Gemeinden zunächst Notlösungen, wie Holz-Öfen oder Elektroheizungen installiert. Nun steht die Frage nach der künftigen Energieversorgung im Raum: Wie kann die Wärme- und Energieversorgung der Zukunft aussehen? Darüber informiert einer Online-Veranstaltung, die am 8. Dezember um 19 Uhr stattfindet.

„Viele Bürgerinnen und Bürger wollen nicht mehr mit fossilen Energieträgern heizen und suchen nach Alternativen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL. „Wir haben jetzt die Chance, den Kreis Ahrweiler zu einer Modellregion für zukunftsfähige und erneuerbare Energien zu machen, die es zu nutzen gilt.“

Welche Möglichkeiten der klimafreundlichen und nachhaltigen Wärmeversorgung gibt es? Wie können die zerstörten und teilweise entkernten Häuser saniert werden? Wie soll in Zukunft geheizt werden? Gemeinsam informieren der Kreis Ahrweiler mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz und dem Land Rheinland-Pfalz über die Wärme- und Energieversorgung der Zukunft, zukunftsfähige Technologien und darüber, wie diese finanziell gefördert werden.

 

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Erlös für Flutopfer-Hilfe – Weihnachtsbaum-Verkauf der Hilfsgruppe Eifel hat begonnen

Kall – Der Weihnachtsbaum-Verkauf der Hilfsgruppe Eifel am Rewe-Center in Kall hat begonnen – Bürgermeister Hermann-Josef Esser zählte zu den ersten Kunden – 120 Nordmanntannen aus belgischen Wäldern. „Einen Weihnachtsbaum kaufen und damit die Flutopfer unterstützen“, lautet das Motto eines Weihnachtsbaum-Verkaufs, den die Hilfsgruppe Eifel am Freitag in Kall gestartet hat. Angeboten werden  Bäume aus belgischen Wäldern. Mit Unterstützung und Vermittlung des Kaller Blumenhauses Geschwind hat die Hilfsgruppe in Belgien 120 frisch geschlagene Christbäume geordert, die nun zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Kaller Kinderkrebshilfe am Rewe-Center Pauly verkauft werden.

Rentner Ekkehard Scholz verkauft seit vier Jahren ehrenamtlich die Weihnachtsbäume der Hilfsgruppe Eifel. Foto: Reiner Züll

Es ist seit 2017 der nunmehr vierte Weihnachtsbaum-Verkauf, den die Hilfsgruppe auf dem Parkplatz des Rewe-Centers für den guten Zweck veranstaltet. Zum vierten  Mal stellt sich auch der Rentner Ekkehard Scholz bei Wind und Wetter ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache, indem er die Bäume im Namen der Hilfsgruppe verkauft. In diesem Jahr wird er von seinem Bekannten Jürgen Kersten unterstützt, mit dem er auch die 120 Nordmanntannen in Belgien abgeholt hat.

Die Erlöse der Christbaum-Verkäufe wurden in den letzten Jahren unter anderem für die Unterstützung der Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik und im letzten Jahr für die Finanzierung der Inneneinrichtung von 42 Elternzimmern im neuen Elternhaus des Eltern-Kind-Zentrums der Klinik verwendet. In diesem Haus wohnen Eltern in der Nähe ihrer schwerkranken Kinder, die in  der Klinik behandelt werden.

In diesem Jahr verwendet die Hilfsgruppe den Erlös der vierten Weihnachtsbaum-Aktion für ihre Flutopfer-Hilfe. Bisher hat der Kaller Verein 175 Familien mit Kindern, die im Juli bei der schlimmen Flut ihr Hab und Gut verloren haben, mit rund 350.000 Euro unterstützt.

Obwohl auch das Rewe-Center bei der Hochwasser-Katastrophe schwere Schäden davon getragen hat und seitdem geschlossen ist, war es für die Inhaberin Anna Pauly keine Frage, die Weihnachtsbaum-Aktion der Hilfsgruppe auch dieses Mal zu unterstützen und den Platz vor dem Markt, der kurz vor der Wiedereröffnung steht, wieder zur Verfügung zu stellen.

Einer der ersten Weihnachtsbaum-Kunden war der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser, der direkt nach dem Start des Baumverkaufs am Freitagmorgen einen stolzen Christbaum erstand und damit die Aktion der Hilfsgruppe unterstützte. „Wie viel man gemeinsam erreichen, zeigt diese tolle Aktion; allen Beteiligten gilt mein Dank“, so der Bürgermeister, der bereits zum zweiten Mal einen Baum bei „Ecki“ Scholz kauft. Und: „Die Qualität ist hervorragend, letztes Jahr hat der Baum bis Mariä Lichtmess gehalten.“ sagt Hermann-Josef Esser. (Reiner Züll)

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Wittlicher Teststation öffnet wieder am Dienstag 7. Dezember

Wittlich – Gute Nachricht für alle, die aufgrund der neuen Regelungen einen Corona-Schnelltest benötigen. Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich öffnet in Kooperation mit dem Wittlicher Unternehmen Bungert wieder seine Teststation in der Röntgenstraße 13 (ehemals Diskothek Colosseum) für POC-Schnelltests. Die Teststation hat ab dem 7. Dezember 2021 montags bis sonntags von 15 bis 20 Uhr geöffnet, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Das Warenhaus Bungert betreibt bereits in seinen eigenen Geschäftsräumen eine Teststation und verfügt somit über entsprechend geschultes Personal und die nötige Erfahrung. Die Teststation in den Geschäftsräumen bleibt ebenfalls für Kundinnen und Kunden des Warenhauses erhalten. Eine Auflistung aller Testmöglichkeiten im Landkreis finden Sie im Internet unter https://corona.rlp.de/de/testen/ .

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Gemeinsame Impfaktion des St.-Antonius-Hospitals und der Stadt Eschweiler

Eschweiler – Erstimpfung, Zweitimpfung und „boostern“ – Das St.-Antonius-Hospital und die Stadt Eschweiler bieten an drei Samstagen Corona-Impfungen für alle an. Um einen Beitrag im Kampf gegen die vierte Corona-Welle zu leisten, hat sich die Stadt Eschweiler in einer Kooperation mit dem SAH dazu entschieden, allen Impfwilligen ein offenes Impfangebot zu machen. Damit wird das St.-Antonius-Hospital zu einer offiziellen Impfstelle der StädteRegion. Der 1. Impfsamstag war am 4. Dezember.

An den nächsten zwei Samstagen 11.12.2021 und 18.12.2021 können Interessierte in der Zeit von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr die Räumlichkeiten des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in der Englerthstr. 49 in Eschweiler, dritte Etage, aufsuchen.

Es werden sowohl Erst-, Zweit- als auch Booster-Impfungen (ab 5 Monate nach Zweitimpfung) vorgenommen. Leider ist der Fahrstuhl in Folge des Hochwassers nicht funktionsfähig und der Zugang zum MVZ ausschließlich über das Treppenhaus möglich.

Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Dosis des COVID-19 Vakzins von Johnson & Johnson verimpft wurde, können schon nach 4 Wochen eine Auffrischimpfung erhalten.

Für Genesene, die bereits eine Impfung erhalten haben, wird eine Auffrischung nach 6 Monaten empfohlen. Dies gilt auch für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (Trimenon). Erstgeimpfte erhalten vor Ort einen Termin für ihre Zweitimpfung.

Alle unter 30-Jährigen und Schwangeren werden mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer, alle anderen mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna geimpft.

Zur Steuerung der Kapazitäten und Vermeidung von Warteschlangen müssen Interessierte vorab Termine über ein Online-Portal buchen. Den Link hierzu finden Sie auf der Homepage des St.-Antonius-Hospitals oder auf der Homepage der Stadt Eschweiler.  Die notwendigen Erklärungen (Einwilligungs- und Aufklärungsbogen zu den mRNA-Impfstoffen) werden Ihnen nach der Buchung des Termins per Mail zugesendet und sollen ausgefüllt mitgebracht werden.

Ohne Termin wird kein Einlass ins MVZ gewährt. Der Link zum Anmeldeportal:

https://vac.no-q.info/impfzentrum-am-st-antonius-hospital-mvz/checkins#/

Der Zugang zum MVZ ist nur mit einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz/FFP2 sowie bei Vorlage der Krankenkassenkarte, des Personalausweises und – wenn vorhanden – des Impfpasses möglich. Die weiteren Hygienebestimmungen vor Ort sind zu beachten.

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GRÜNE wollen zukunftssichere Ahrtalbahn

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Landtagsabgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler zu Gast in Heimersheim, Heppingen und Lohrsdorf. Die Grünen des Ortsverbandes Bad Neuenahr-Ahrweiler begutachteten zusammen mit MdL Jutta Blatzheim-Roegler und Mitgliedern der Ahrtalbahnfreunde die Gleise der Ahrtalbahn zwischen Heppingen und Lohrsdorf.

Was am dringendsten von Bund und Land in die Wege geleitet werden muss ist die Elektrifizierung der Ahrtalbahn. Hier läuft die Zeit davon. Die Konzession läuft noch bis 2033. Wenn bis dahin die Elektrifizierung nicht hergestellt ist, müsste entweder wieder auf Diesel oder eine Zwischenlösung gesetzt werden. Da wir aber eine leistungsstarke Ahrtalbahn brauchen, sind solche Extrawege immer kostspielig. Die Anschaffung geeigneter Triebwagen braucht eine lange Vorlaufzeit. Deshalb begrüßen wir die Ankündigung des geschäftsführenden Verkehrsministers Scheuer, den Wiederaufbau der Ahrstrecke in Verbindung mit einer gleichzeitigen Elektrifizierung gestalten zu können. Die Förderung des Bundes beliefe sich dabei auf 90% der Kosten. Das Land hat bereits Interesse bekundet.

Damit die Ahrtalbahn auch in der Zukunft beim ÖPNV eine wichtige Rolle spielt und viele neue Kunden gewinnt, muss sie für jeden auch einfach nutzbar sein. Das heißt Barrierefreiheit an allen Haltepunkten. Bisher sind im Stadtgebiet nur die Bahnhöfe Bad Neuenahr und Ahrweiler barrierefrei. Alle anderen Haltepunkte, Heimersheim in der Bauweise mit der Unterführung vor der Flutkatastrophe, Ahrweiler Markt und Walporzheim sind es nicht. Das Land Rheinland-Pfalz hat sich gemeinsam mit den beiden Zweckverbänden SPNV Rheinland-Pfalz Nord und Süd und der DB Station&Service AG auf eine neue Rahmenvereinbarung verständigt, um weitere Stationen zu modernisieren und barrierefrei umzugestalten. In diesem Programm sollten ursprünglich auch die Haltepunkte Heimersheim und Ahrweiler Markt berücksichtigt werden.

Vor Ort wurde auch intensiv diskutiert, ob der Haltepunkt Heimersheim durch zwei neue Haltepunkte Lohrsdorf und Heppingen zu ersetzen wäre. Für die Grünen steht fest: „Eine Fußgängerbrücke zwischen dem Heimersheimer Stadtgebiet im Süden der Ahr und dem Wohngebiet am Bahnhof Heimersheim im Norden muss, egal welche Variante der Bahnhaltepunkte umgesetzt wird, wieder aufgebaut werden“, so Christoph Scheuer, Heimersheimer und Sprecher des GRÜNEN Ortsverbandes Bad Neuenahr-Ahrweiler.

„Es gibt für beide Varianten, Wiederherstellung des Bahnhofs Heimersheim oder Neuaufbau in Lohrsdorf und Heppinger gute Argumente. Wenn der Haltepunkt Heimersheim barrierefrei gebaut werden kann, spricht vieles dafür, an diesem festzuhalten“, nimmt MdL Jutta Blatzheim-Roegler mit in den Landtag.