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St. Hubertus Schützen-Bruderschaft e.V. Niedermendig freut sich über Unterstützung von Westenergie

Mendig – Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiterinitiative „aktiv vor Ort“. Die St. Hubertus Schützenbruderschaft e.V. aus Niedermendig freut sich über eine kräftige Unterstützung durch Westenergie. Durch starke Sturmböen wurde die Schießstätte des Schützenvereins beschädigt. Teile der Dachhaut wurden mit hochgerissen und teilweise in den Schießstand geweht. Das Energieunternehmen förderte die Sanierung der Schießstätte in Niedermendig über die Mitarbeiterinitiative „Westenergie aktiv vor Ort“ mit 2.000 Euro. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer konnten somit die Dachfläche sanieren und Bodenbeläge erneuern. Ebenso wurden umfangreiche Streicharbeiten erledigt.

Projektpate Steven Siemens, selbst für die Westenergie tätig, hatte bei seinem Arbeitsgeber erfolgreich die Förderung beantragt und freut sich über das Engagement: „Es ist in meinen Augen ein absoluter Gewinn für die St. Hubertus Schützenbruderschaft e.V., dass wir hier gemeinsam angepackt haben. Ohne die finanzielle Unterstützung von Westenergie und dem Einsatz tatkräftiger Helferinnen und Helfer hätte das Projekt in diesem Umfang nicht umgesetzt werden können. Ein großes Dankeschön für dieses Engagement.“

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative von Westenergie, bei der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro Zuschuss für Materialien. Über „Westenergie aktiv vor Ort“ konnten bereits mehr als 10.000 ehrenamtliche Projekte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen umgesetzt werden.

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Polizei eskortierte Weihnachtsbaum in Mechernich

Mechernich – Eine Polizeieskorte bahnte sicherheitshalber den Weg für den diesjährigen Mechernicher Rathaus-Weihnachtsbaum-Transport. Wie in den Vorjahren soll er mit seinen Lichtern die Herzen in der Adventszeit erfreuen. Die Blautanne ist stattliche neun Meter hoch und stammt traditionsgemäß auch diesmal aus dem Mechernicher Stadtgebiet.

„Die Kollegen Marcel May, Alexander Schröder, Justin Distler, Stefan Mertens und Sven Ebmaier haben ihn bei der Familie Klein in Satzvey in den frühen Morgenstunden geschlagen und zum Rathaus gebracht. Die sind als Team erprobt, daher geht das flott und fachmännisch“, lobt Reiner Metternich, der Leiter des Bauhofs seine Mannschaft. Zeitlich etwas ausgebremst wurde der Tross dann nur durch Umwege, die zu fahren waren, weil seit dem Hochwasser mitten in Satzvey die Brücke der Hauptstraße nicht mehr befahrbar ist und auf der B266 eine Baustelle war.

Insgesamt drei Exemplare standen diesmal zur Auswahl als Mechernicher Weihnachtsbaum gekürt zu werden. Aber nicht jeder kam dann in Frage, weil sich eben manchmal auch ganz andere Hindernisse in den Weg stellen. „Zwei der drei Bäume kamen letztlich nicht in Frage, weil Strom und Telefonkabel schon beim Fällen und Transport im Weg gewesen wären“, berichtet Reiner Metternich.

Am Ziel angekommen, stellte die Firma Kurth aus Blankenheim die dreieinhalb Tonnen schwere Tanne mit einem Schwerlastkran auf. Die Elektrofirma Braun kümmerte sich darum, dass die Beleuchtung angebracht wurde. Reiner Metternich: „Er mag vielleicht nicht ganz so perfekt gleichmäßig gewachsen sein, wie sein Vorgänger im vergangenen Jahr, aber er wird genauso wie immer ein schöner Lichtblick mitten in Mechernich sein.“

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Kunstkalender 2022 der Kreissparkasse Bitburg-Prüm

Bitburg – Kreissparkasse Bitburg-Prüm widmet ihren Kunstkalender 2022 dem Kunstprojekt „BitburgART“ und stellt erneut einen breiten Querschnitt künstlerischen Schaffens in unserer Region und darüber hinaus vor. Als Kooperationspartner der „BitburgART“ präsentiert die Kreissparkasse Bitburg-Prüm einige Werke regionaler und international renommierter Künstlerinnen und Künstler in ihrem beliebten Kunstkalender. Impressionen der unterschiedlichen Ausstellungen werden auf dem neuen Familienkalender vorgestellt.

Nach der Idee von Stefan Bohl wurde die „BitburgART“ professionell durch die Galeristen Dieter Nusbaum und Thomas Hoffmann von der Overhead Gallery konzipiert und bot Kulturinteressierten im Sommer 2021 ein vielfältiges und beeindruckendes Angebot, welches auch überregionale Beachtung fand.

Von Mitte Juni bis Ende August schmückte die »BitburgART«  die Bitburger Innenstadt. Über die  »Neue  Galerie« im Haus Beda hinaus fand der Dialog mit der Kunst in Geschäftshäusern und Ladenlokalen, in der Stadthalle und in Parks, in Kirchen und auf öffentlichen Plätzen statt.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Landrat Andreas Kruppert, sowie die Vorstandsmitglieder der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Rainer Nickels und Mark Kaffenberger, präsentieren den neuen Kunstkalender 2022 und danken Stefan Bohl, Dieter Nusbaum und Thomas Hoffmann stellvertretend für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler.

Gerne laden wir unsere Kundinnen und Kunden ein, sich ihr eigenes Exemplar in den Filialen der Kreissparkasse Bitburg-Prüm abzuholen. Erleben Sie die stimmungsvollen Darstellungen künstlerischen Schaffens aus Malerei, Fotografie, Grafik und skulpturellen Elementen.

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Rurkreis Düren-Jülich – Deutliche Mehrheit für Namens-Änderung

Düren – Aus dem Kreis Düren wird der Rurkreis Düren-Jülich. Dafür entschied sich mit großer Mehrheit heute Abend, 07. Dezember der Kreistag und leitete damit die Namensänderung ein – knapp 50 Jahre nach der kommunalen Neugliederung 1972. „Mit der Erweiterung des Namens um ,Rur‘ und ,Jülich‘ wird sehr viel deutlicher, aus welchen Gebieten der Kreis besteht – und wofür er steht“, hatte Landrat Wolfgang schon im Vorfeld der Abstimmung gesagt.

Für die Namensänderung war eine Mehrheit von 75 Prozent im Kreistag notwendig; dies wurde sogar noch übertroffen. Am Ende stimmten bei der Sitzung heute Abend in der Aula der Kaufmännischen Schulen insgesamt 53 Politikerinnen und Politiker für den neuen Rurkreis Düren-Jülich (5 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung). „Wir schreiben nun ein neues Kapitel Kreis-Geschichte“, sagte der Landrat. „Wir nutzen eine historische Chance auch für den Strukturwandel.“

Die Rur ist das verbindende Element im gesamten Kreis. Jülich ist hinter Düren die mit Abstand größte Stadt und ein international anerkannter und bekannter Wissenschafts- und Forschungsstandort. Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Umbenennung angestoßen hat, betonte, die beiden neuen Bezeichnungen „Rur“ und „Jülich“ seien wichtig, um den Kreis in seiner Gesamtheit und seinen wesentlichen Bestandteilen zu erfassen. Der neue Name „Rurkreis Düren-Jülich“ führe zu einer höheren Identifikation aller Bürgerinnen und Bürger mit dem Kreis und außerdem zu einem Imagegewinn.

Der Namensänderung muss nun noch das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zustimmen.

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Zutritt zum Rathaus Bad Münstereifel ab Mittwoch 8. Dezember nur nach der 3-G-Regel möglich

Bad Münstereifel – Zutrittsregelungen für das Rathaus ab dem 08.12.2021. Aufgrund der Corona-Infektionslage ist ab dem morgigen Mittwoch, 08.12.2021 der Zugang zum Rathaus und den übrigen Dienststellen der Stadtverwaltung nur nach der 3-G-Regel möglich.

Die Eingangstür zum roten Rathaus Marktstraße 11 bleibt geschlossen. Der einzige Eingang für Besuchende befindet sich im Gebäudeteil Marktstraße 15. Dort muss der Nachweis über die Impfung, Genesung oder ein aktueller Testnachweis (maximal 24 Stunden alt) vorgezeigt werden.

Weiterhin ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Sie erreichen die Infostelle wie gewohnt unter der Rufnummer 02253/505-0 oder per E-Mail unter info@bad-muenstereifel.de

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Bundeswehr hilft erneut im Gesundheitsamt Mayen-Koblenz aus

Region/Mayen-Koblenz – Auf Antrag von Landrat Dr. Alexander Saftig hat die Bundeswehr erneut Unterstützung durch Soldaten im Corona-Einsatz bewilligt. Während zehn Soldaten des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr in Mayen dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bei der täglichen Aufarbeitung von Corona-Fällen im Kreishaus helfen, konnten zehn weitere Bundeswehrsoldaten für den Einsatz im Impfzentrum Koblenz gewonnen werden.

„In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie ist diese personelle Verstärkung überaus wertvoll. Die Zusammenarbeit mit den Soldaten hat bereits beim ersten Mal hervorragend geklappt und ich bin dankbar, dass uns die Bundeswehr erneut als verlässlicher Partner zur Seite steht und hilft“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

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Erdgas-Versorgung im Ahrtal steht wieder nahezu komplett

Ahrtal – Wiederaufbau des Gasnetzes war eine Gemeinschaftsleistung. evm-Gruppe konnte im Ahrtal auf die Unterstützung von rund 80 Partnern aus Deutschland setzen. Viereinhalb Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal steht die Erdgasversorgung im Ahrtal wieder nahezu komplett.

Fachkräfte aus ganz Deutschland arbeiteten im Ahrtal Hand in Hand – hier eine Baubesprechung in Ahrweiler mit Mitarbeitern der Sachsen Netze, der Hubert Niederländer GmbH und der Energienetze Mittelrhein. Foto: Ditscher/evm

„Es ist uns mit Unterstützung zahlreicher Partner aus ganz Deutschland gelungen, insgesamt 133 Kilometer Gasleitungen, die vom Hochwasser betroffen und teilweise zerstört waren, neu zu bauen oder wieder instand zu setzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Mittelrhein (evm), Josef Rönz. Auch notwendige Gasregelstationen, Flussquerungen und weitere Anlagen konnten errichtet werden. Insgesamt investiert die evm-Gruppe rund 25 Millionen Euro in den Wiederaufbau des Gasnetzes. Das Ergebnis der Anstrengungen: Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle intakten Gasheizungen im Ahrtal wieder in Betrieb.

Umfangreiche Rohr- und Tiefbaumaßnahmen waren notwendig, um das zerstörte und beschädigte Leitungsnetz wiederherzustellen. Foto: evm

Damit konnte die evm-Gruppe ihr Ziel, bis Ende November die Gasversorgung in den betroffenen Orten wiederherzustellen, fast vollständig erreichen. Insgesamt waren 8.250 Netzanschlüsse im Kreis Ahrweiler von der Flut betroffen und zunächst von der Gasversorgung abgeschnitten. Zurzeit gibt es noch wenige kleine Bereiche, in denen noch Restarbeiten zu erledigen sind, bevor auch dort wieder Erdgas durch die Leitungen strömen kann. Betroffen sind hiervon rund zehn Heizungsanlagen, die aber in Kürze wieder in Betrieb genommen werden können. Bei den übrigen können die Netzanschlüsse nur entlüftet und wieder verschlossen werden, da in den betreffenden Gebäuden noch umfangreiche Renovierungsarbeiten laufen und keine Gasheizung vorhanden ist. Parallel hatten sich in den vergangenen Wochen etliche Hauseigentümer dazu entschlossen, von Öl auf Erdgas zu wechseln. Rund 120 neue Gasnetzanschlüsse konnte die evm-Gruppe bisher schon realisieren. „Wir sind froh, dass wir auch diesen Betroffenen so schnell helfen konnten und sie nun eine klimafreundliche Heizung nutzen“, erklärt der Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein, Udo Scholl.

Solidarität aus ganz Deutschland

Der zügige Wiederaufbau der Gasinfrastruktur war nur durch die Unterstützung vieler Partner möglich. „Wir sind sehr beeindruckt von der großartigen Solidarität, die so viele Unternehmen bewiesen haben. Schon einen Tag nach der Flut erreichten uns die ersten Hilfsangebote befreundeter Stadtwerke. Diese Hilfe aus ganz Deutschland hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Menschen im Ahrtal so schnell wieder mit Erdgas versorgt werden konnten“, erklärt Josef Rönz. Mehr als 80 Netzbetreiber, Energieversorger, Rohr- und Tiefbauer, Ingenieurbüros und Installationsbetriebe haben in den zurückliegenden Wochen im Ahrtal mit angepackt. „In der Summe waren mehr als 500 Mitarbeiter externer Firmen sowie rund 230 Beschäftigte der evm-Gruppe an diesem Wiederaufbau-Projekt beteiligt. Ihnen allen gilt mein aufrichtiger Dank für diese fantastische Gemeinschaftsleistung“, unterstricht der Vorstandsvorsitzende.

So gab nicht nur Unterstützung aus der Region von den Stadtwerken Neuwied, den Stadtwerken Andernach und der Bad Honnef AG, sondern auch von weiter her. Beispielsweise waren Experten von Gasnetz Hamburg über Wochen im Ahrtal, um mitzuhelfen. „Unser Hilfseinsatz war getragen von einer breiten Welle der Solidarität in unserer Belegschaft“, sagt Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer von Gasnetz Hamburg. „Wir sind stolz, dass die Kompetenz unserer Teams insbesondere bei der Trennung des Netzes in zu sanierenden Abschnitten, bei Schweißarbeiten und der Wiederinbetriebnahme geholfen hat, die Gasversorgung rechtzeitig vor dem Winter wieder betriebsfähig zu machen.“

Große Hilfe kam auch von der ESWE Versorgungs AG aus Wiesbaden. Vorstandsmitglied Jörg Höhler begründet das Engagement seines Unternehmens so: „Solidarität geht über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Als kommunales Unternehmen wissen wir, welch hohe Verantwortung Energiedienstleister täglich in ihrer Region zu tragen haben. In einer Krisen- und Notsituation bei der Versorgung der Bevölkerung zu unterstützen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“

Auch Fachkräfte der Westenergie-Tochter Westnetz engagierten sich: „Die Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Regionen schnell wieder mit Energie zu versorgen, hatte für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir nicht gezögert, beim Aufbau der Gasversorgung in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu unterstützen. Elf Wochen lang haben 62 Kolleginnen und Kollegen der Westnetz rund 700 Gasnetzanschlüsse und mehr als 15 Kilometer Gasleitung geprüft, gereinigt und begast. Damit konnte Westnetz dazu beitragen, die Versorgungssituation für die Menschen vor Ort deutlich zu verbessern“, sagt Dr. Stefan Küppers, Technikvorstand der Westenergie.

Besonders wichtig waren auch die Tief- und Rohrbauunternehmen. Hubert Niederländer, Chef des gleichnamigen Bauunternehmens aus dem Saarland, zog alle verfügbaren Kräfte zusammen: „Es war für mein Team und mich selbstverständlich, zugunsten des Ahrtals andere Baustellen zunächst ruhen zu lassen. In einer solchen Ausnahmesituation muss man Prioritäten setzen.“

Auch wenn die Gasversorgung im Ahrtal wieder steht, wird das Wiederaufbau-Projekt auch im kommenden Jahr fortgesetzt: „Es ist noch viel zu tun. So müssen wir noch alte, zerstörte Leitungen entlang des Ahrufers sichern und gegebenenfalls zurückbauen. Dass größte Projekt ist jedoch der Bau einer neuen, endgültigen Hochdruckleitung im Bereich der Heerstraße“, berichtet der Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein, Dr. Andreas Hoffknecht. Diese wird dann später die provisorische Leitung ersetzen, die entlang der Weinberge gebaut wurde, um die Häuser schnellstmöglich wieder mit Erdgas versorgen zu können. Derzeit laufen die Planungen für diese Hochdruckleitung.

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„Wir sind hier, um Leid zu teilen“

Mechernich/Nyons – Siebenköpfige Delegation aus der französischen Partnerstadt Nyons besuchte Mechernich, um ein Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit zu setzen nach der Hochwasserkatastrophe. Wahre Freundschaft ist, wenn man auch in schlechten Zeiten füreinander da ist. Daher war der jetzige Besuch der siebenköpfigen Delegation aus der französischen Partnerstadt Nyons ein wohltuendes Zeichen der Anteilnahme nach der Hochwasserkatastrophe.

Pierre Combes richtete bewegende Worte an die Mechernicher: „Wir sind heute hier, um ein Zeichen der Solidarität und der Freundschaft zu setzen und Leid miteinander zu teilen.“ Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ralf Claßen, Dezernent, Stadtkämmerer und Vorsitzender der Mechernich-Stiftung begrüßte die französischen Freunde im Ratssaal. Darunter auch den Bürgermeister von Nyons, Pierre Combes.

Ralf Claßen gab einen Überblick über die Schäden im Stadtgebiet Mechernich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Einen Abend zuvor war man bereits zum Auftakt auf der Burg Zievel zusammengetroffen. Heute ging es darum, einen direkten Vor-Ort-Eindruck der entstandenen Schäden in und um Mechernich zu erhalten. Nyons könne sehr gut mitfühlen, sagte Pierre Combes. Schließlich war das französische Städtchen im Department Drome im Jahr 1992 selbst schwer von Wasserfluten betroffen – wo auch Mechernich geholfen hatte. Pierre Combes: „Wir sind heute hier, um ein Zeichen der Solidarität und der Freundschaft zu setzen und Leid miteinander zu teilen.“

„Die Wunden in Nyons sind verheilt“

Die Auswirkungen der Katastrophe in Nyons seien Jahre später zu spüren gewesen, so der französische Bürgermeister: „Die Wunden sind verheilt. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Aber ich kann Ihnen Hoffnung geben. Man schafft das gemeinsam.“ Wichtig sei, den Menschen auch seelischen Beistand zu geben, nicht nur direkt nach der Katastrophe, sondern lange, über Monate hinaus.

Ortsbürgermeisterin Heike Waßenhoven begrüßte die französischen Freunde in Satzvey. Foto: Ewa Bochynek/pp/Agentur ProfiPress

Er signalisierte, dass Nyons helfen und zur Seite stehen wolle in diesen schwierigen Zeiten für die Mechernicher. Schon früh habe man Kontakt aufgenommen und auch Spenden überwiesen. Er erinnerte daran, dass der 14. Juli traditionell ein Nationalfeiertag in Frankreich ist. „In Mechernich wird das Datum mit dem Hochwasser sicher eine völlig andere Bedeutung haben“, sagte er und fügt hinzu: „Wir sind mit unseren Gedanken bei den Opfern und Betroffenen.“

Die Stadt sei dankbar für die gezeigte Verbundenheit, so Claßen: „Freunde mit denen man geweint hat und die einem in der Krise helfen, die vergisst man nie.“ Auch dem anwesenden Freundeskreis Mechernich-Nyons rund um die Vorsitzenden Wilfried Hamacher, Andreas Sack und Gerhard Lenz zollte er Dank: „Wir sind froh und stolz, diesen Freundeskreis zu haben, der schon seit vielen Jahren die Geschicke der Städtepartnerschaft hervorragend managt.“

Um ein Bild der Fluten und Schäden im Stadtgebiet zu vermitteln, wurden den Gästen aus Nyons im Ratssaal Fotos und Videos gezeigt. Ralf Claßen berichtete: „In Mechernich gibt es 44 Ortschaften, 38 waren mehr oder weniger betroffen. Wir hatten über 2.000 Haushalte – von rund 12.000 – die einen Flutschaden hatten.“ Die Schäden an der städtischen Infrastruktur bezifferte Ralf Claßen auf 15 Millionen Euro. Zehntausende Tonnen von Schutt die Bilanz am Ende.

„Nöte und Existenzängste groß“

„Auch wenn die Flut schon vier Monate her ist, sind die Nöte, Existenzängste und Sorgen der Betroffenen sehr groß“, so Ralf Claßen und weiter: „Viele Familien wohnen zurzeit noch in Garagen, Gartenlauben oder im ersten Stock.“  Von der Mechernich-Stiftung konnten bereits 700.000 Euro an die Betroffenen ausgeschüttet werden. Letztlich ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Zurzeit merken wir, dass die Not immer größer wird. Die Leute haben ihre Ersparnisse aufgebraucht.“

Per Bus ging es für die Delegation danach auf eine Fahrt durch das Stadtgebiet. Man machte beispielhaft Station in den besonders stark vom Hochwasser betroffenen Ortsteilen Satzvey und Kommern. Dort warteten die beiden Ortsbürgermeister Heike Waßenhoven und Rolf Jaeck auf die Gäste, um ihnen von den Geschehnissen in der Flutnacht, den Tagen und Wochen danach als auch vom Wiederaufbau vor Ort zu erzählen. Später fuhr die Gruppe gemeinsam noch zur Besichtigung Vogelsangs inklusive der Ausstellung „Herrenmensch“

Im Rathaus und auf Tour dabei waren auch Manuela Holtmeier und Ewa Bochynek, die in der städtischen Verwaltung federführend für die Städtepartnerschaft zuständig sind, Günter Kornell, stellvertretender Bürgermeister, sowie der Vorsitzende des für Städtepartnerschaften zuständigen Fachausschusses, Dr. Peter Schweikert-Wehner. Fabienne Garczarek übernahm äußerst charmant und gekonnt den Part der Übersetzerin. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick stieß später zur Gruppe dazu, da er parallel einen Termin mit NRW-Ministerin Ina Scharrenbach in Bad Münstereifel wahrnahm.

Beim Abschied der französischen Freunde sprach Ralf Claßen gleich eine weitere Einladung aus – zum Stadtfest: „Wir feiern 2022 50 Jahre zweite kommunale Neugliederung und möchten unsere Freunde aus Nyons und Polen dazu gerne in Mechernich begrüßen.“

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Spende des SWR für die Wintertreffs in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – 1.000 Schoko-Nikoläuse wurden pünktlich zum Nikolaus-Tag in den acht Wintertreffs der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler verteilt. Die süße Überraschung war eine Idee des SWR. Gespendet wurden die „Jungs“ von WAWI Schokolade aus Pirmasens.

Der SWR hat den Transport von Pirmasens ins Ahrtal organisiert und übernommen. Dort wurden die Nikoläuse an Ellen Tappe überreicht, die gemeinsam mit der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH Programm und Aktionen in den Wintertreffs organisiert. Erste Station der Verteilung war der Wintertreff Kurpark Bad Neuenahr.

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Auszeit für Betroffene – 17 Urlaubswochen für Flutopfer an die Stadt Euskirchen gespendet

Euskirchen – Carsten und Helga Lübke aus Fehmarn besuchten Bürgermeister Sacha Reichelt mit einer Tüte voller Erholung im Gepäck. Das Paar von der Ferieninsel Fehmarn spendierte 17 Urlaubswochen für Flutopfer, die nun von der Stadt Euskirchen an stark betroffene Menschen verteilt werden.

„Wir wollen Hoffnung spenden“, betonte Carsten Lübke, der 17 Umschläge mit allen organisatorischen Details und Freizeittipps gefüllt hat, so dass die Betroffenen ihre Urlaubswoche perfekt auskosten können.

„Wir sind sehr dankbar, dass Sie an die betroffenen Menschen in unserer Region gedacht haben“, bedankte sich Bürgermeister Sacha Reichelt für das tolle Angebot.