Kategorien
News

IGS Pellenz hat ein neues Gesicht

Plaidt/Mayen-Koblenz – Neuer Anbau für Oberstufe wurde mit kleinem Festakt eingeweiht. Vor rund zwei Jahren wurde mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau zu der Oberstufe an der IGS Pellenz in Plaidt, die sich in Schulträgerschaft des Landkreises Mayen-Koblenz befindet, begonnen. Und die Mühen haben sich gelohnt: Das neue Gebäude bietet den Schülern einen modernen und zukunftsfähigen Lernort.

Jüngst wurde der Erweiterungsbau im Rahmen eines kleinen Festaktes eingeweiht. Symbolisch wurde dabei der Schlüssel an Schulleiterin Martina Backmann übergeben. „Lernen braucht optimale Rahmenbedingungen. Und mit diesem Erweiterungsbau verfügt die Schule nun über Räumlichkeiten und eine bestmögliche Ausstattung, die mit dem Aufbau einer Oberstufe erforderlich geworden sind“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig und dankte allen Beteiligten sowie den anwesenden Vertretern der Schulabteilung der Kreisverwaltung, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der Schulleitung sowie den Architekten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Musikalisch am Klavier sowie gesanglich begleitet wurde der kleine Festakt von Schülerinnen und Schülern der IGS Pellenz.

Mit dem Bau der Erweiterung in der Nähe des bestehenden Haupteinganges wurde im Mai 2019 begonnen. Seit dem aktuellen Schuljahr 2021/2022 wird das Gebäude, für das ein Raumprogramm intensiv mit der ADD ermittelt und abgestimmt wurde, bereits intensiv von Schülern und Lehrern genutzt. Der neue Baukörper grenzt den Schulkomplex zur angrenzenden Wohnbebauung ab und bildet zwischen dem Bestandsgebäude und dem Neubau ein Atrium. Material- und Farbwahl, sowie die Gestaltungsprinzipien des bestehenden Gebäudes bestimmen das Bild des Neubaus, der sich harmonisch in den Gesamtkomplex einfügt.

Im Gebäude selbst befinden sich die Bibliothek als zentraler Ort, die den Schülern neue mediale Möglichkeiten bietet sowie allgemeine Unterrichtsräume. Darüber hinaus erfolgten im Bestandsgebäude Anpassungen im Bereich der Fachklassen. So wurden dort die Biologie- und Chemieräume neu eingerichtet. Sowohl die Medientechnik und Ausstattung der Bibliothek als auch der Unterrichtsräume und der Fachklassen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik.

Auf der Höhe der Zeit ist auch der Einsatz von LED-Beleuchtung mit Präsensmeldern, wodurch die Stromkosten erheblich reduziert werden. Außerdem verfügt der Neubau im Bereich der WC-Anlagen über innenliegende Entlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung. Nicht zuletzt wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 70 KW/p auf dem Erweiterungsbau installiert, deren erzeugter Strom überwiegend selbst genutzt wird – ein wichtiger Beitrag in Richtung Klimaneutralität. Für die Errichtung der PV-Anlage hat der Landkreis Mayen-Koblenz rund 117.000 Euro investiert.

Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf insgesamt 6,5 Millionen Euro. Gefördert wurde die Baumaßnahme mit rund 2,84 Millionen Euro über die Schulbauförderung des Landes Rheinland-Pfalz. Die restlichen Kosten trägt der Landkreis Mayen-Koblenz als Schulträger.

Kategorien
News

Landschaft zum Turnen und Toben

Mechernich-Strempt – Eine Bewegungslandschaft im Gegenwert von fast 15.000 Euro nennt die Kindertagesstätte Strempt seit geraumer Zeit Ihr Eigen. Die 18 ständigen und zeitweise durch Überbelegung bis zu 27 Kinder der von der Arbeiterwohlfahrt im städtischen Auftrag betriebenen Einrichtung fühlen sich bereits seit zwei Jahren sehr wohl in dem überdimensionierten Spiel- und Turnzimmer.

Hildegard Orlandini (von links) von der Fachaufsicht der Arbeiterwohlfahrt erklärt die neue Bewegungslandschaft im Kindergarten in Strempt Beate Hausmann-Solh, der Leiterin der AWO-Kindertagesstätte, Volksbank-Markbereichsleiter Rolf Schmitz, Maria Jentgen von der Mechernich-Stiftung, Sparkassen-Regionaldirektor Volker Zart und Erzieherin Sibille Meyer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Vor allem sind sie gut und gerne beschäftigt in dem mit Schaukeln, verstellbaren Bändern und einer großen Hängematte ausgestatteten Raum. „In neuen Einrichtungen ist so eine Bewegungslandschaft heute Standart“, sagte Beate Hausmann- Solh, die Leitern der AWO-Kindertagesstätte in der Strempter Geranienstraße dieser Tage bei einem Pressetermin.

„Wir konnten als gewachsene ältere Tagesstätte von so einem Bewegungsparadies lange Zeit nur träumen“, so die seit 41 Jahren im Dienst der Stadt stehende Erzieherin aus Kalenberg. Beate Hausmann-Solh und ihre AWO-Kolleginnen Sibille Meyer und Hildegard Orlandini hatten Vertreter der Sponsoren eingeladen, die die Anschaffung der kostspieligen Indoor-Gerätekonstruktion erst ermöglicht hatten.

Klettern, krabbeln, schaukeln

Dabei handelte es sich um die gemeinnützige Mechernich-Stiftung, die von Maria Jentgen und Volker Zart vertreten wurde, der in Personalunion als Regionaldirektor auch die Kreissparkasse Euskirchen verkörperte, die ebenso ihr Scherflein beigetragen hatte wie die Energie Nordeifel (e-regio) und die Volksbank Euskirchen, die beim Ortstermin vom Mechernicher Marktbereichsleiter Rolf Schmitz repräsentiert wurde.

Eine Bewegungslandschaft besteht aus verschiedenen Geräteaufbauten und Elementen und greift Anregungen aus der Natur auf. Rollen und Rutschen, Klettern, Krabbeln, Balancieren und Springen stellen nur einen Ausschnitt der Bewegungsmöglichkeiten dar, die sich den jungen Benutzern bieten. Der Aufbau der Elemente kann auf die Altersgruppe abgestimmt werden.

Beate Hausmann-Solh ließ die vergangenen beiden Corona-Jahre Revue passieren, die den Kindergarten Strempt durch mehrere Quarantänephasen und sie selbst und ihre Familie durch schwer verlaufende Erkrankungen getroffen hatten.

Deshalb sei es auch erst jetzt zu dem Dankeschön an die Sponsoren gekommen, die insgesamt 2325 Euro zu den Gesamtkosten von 14.245 Euro beigetragen hatten. Den überwiegenden Teil brachte die Arbeiterwohlfahrt selbst auf.

Sowohl Mechernich-Stiftung und Volksbank als auch die Bürger- und Sport- und Kulturstiftungen der Kreissparkasse ermutigten Beate Hausmann-Solh und ihre Kolleginnen, weitere Förderanträge zu stellen. Die Zeit sei günstig, bei derartigen Unterstützungsanfragen bedacht zu werden. Maria Jentgen, Rolf Schmitz und Volker Zart signalisierten ihre besondere Sympathie für Kinder- und Jugendprojekte und die herausragende Stellung der AWO-Kindergärten von Mechernich.

Kategorien
News

Nordrhein-Westfalen sucht drei weitere Öko-Modellregionen

Region/Düsseldorf – Ministerin Heinen-Esser: Mit den Öko-Modellregionen machen wir den nächsten Schritt, den Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen mit regionalen Konzepten und den Akteuren vor Ort weiter zu stärken und auszubauen. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

Nordrhein-Westfalen sucht drei weitere Öko-Modellregionen. Hierzu hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium jetzt eine weitere Wettbewerbsrunde gestartet. Nach der großen Resonanz auf den ersten Wettbewerbsaufruf in diesem Jahr, können sich im kommenden Jahr drei weitere Regionen als Öko-Modellregionen bewerben. „Es gibt viele gute Ideen und Konzepte zur Förderung des Ökolandbaus im Rahmen einer Öko-Modellregion. Daher starten wir nach der großen Resonanz auf den ersten Förderwettbewerb einen zweiten Aufruf. Damit machen wir den nächsten Schritt, den Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen mit regionalen Konzepten und den Akteuren vor Ort weiter zu stärken und auszubauen“, sagte Ministerin Heinen-Esser.

Derweil haben die ersten drei Ökomodellregionen in Nordrhein-Westfalen im Oktober 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Mit finanzieller Unterstützung des Landes werden sie in den kommenden Monaten die Nachfrage nach Ökoprodukten aus der Region ankurbeln und neue Impulse für Verarbeitung, Vermarktung und Absatz heimischer Öko-Produkte setzen. Das Land trägt bis zu 80 Prozent der Kosten zur Umsetzung der eingereichten Konzepte für ein Öko-Regionalmanagement über eine Laufzeit von zunächst bis zu drei Jahren und maximal 80.000 Euro pro Region und Jahr.

„Wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Bis 2030 soll ein Anteil von 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Nordrhein-Westfalen ökologisch bewirtschaftet werden“, sagte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. „Das schaffen wir aber nur, wenn wir die Unterstützung für den Ökolandbau breiter aufstellen.“

Im Rahmen des Wettbewerbs werden erneut innovative Konzepte zur Stärkung des Ökolandbaus in der Region gesucht. Kreise in Nordrhein-Westfalen und Zusammenschlüsse von Kreisen mit benachbarten kreisfreien Städten oder weiteren kommunalen Partnern können ihre Bewerbung bis zum 21. Februar 2022 beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz einreichen.

Auch der zweite Aufruf adressiert gezielt die kommunale Ebene. Ziel ist unter anderem die Erweiterung und stärkere Vernetzung von Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten, etwa im Lebensmittelhandwerk, im Handel, in der Gastronomie oder in öffentlichen Kantinen. Durch eine bessere Erschließung regionaler Absatzpotenziale soll das Interesse an einer Umstellung und damit langfristig der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche in Nordrhein-Westfalen steigen.

Zweistufiges Auswahlverfahren hat sich bewährt

In der ersten Stufe, dem Wettbewerb, werden die eingegangenen Bewerbungskonzepte von einer eigens für diesen Wettbewerb eingerichteten Auswahljury, bestehend u.a. aus Vertreterinnen und Vertretern der Land- und Ernährungswirtschaft Nordrhein-Westfalen, anhand fachlicher Kriterien begutachtet. In der zweiten Stufe, dem Förderverfahren, werden die Regionen mit den drei erst-platzierten Konzepten aufgefordert, konkrete Anträge zur Förderung des Öko-Regionalmanagements einzureichen.

Zahlen zum Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen

Geschätzt 20 Prozent des gesamtdeutschen Umsatzes mit Biolebensmitteln, rund drei Milliarden Euro, werden in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Im vergangenen Jahr belief sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Nordrhein-Westfalen auf rund 96.000 Hektar. Das sind fast 7.000 Hektar mehr als in 2019 und entspricht einem prozentualen Zuwachs von rund acht Prozent. Damit lag der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche in Nordrhein-Westfalen in 2020 bei 6,5 Prozent.

Weitere Informationen und Download der Wettbewerbsunterlagen: https://www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft/landwirtschaft-und-umwelt/oekologischer-landbau/foerderung-des-oekologischen-landbaus

Weitere Informationen zum 1. Förderwettbewerb und der Auszeichnung am 28.10.2021:

https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/kick-off-in-duesseldorf-die-ersten-drei-oeko-modellregionen-koennen-jetzt-durchstarten-1635501070

Kategorien
News

Weihnachten im Schuhkarton in Prüm und Umgebung

Prüm – 740 Weihnachten im Schuhkarton-Päckchen gingen von Prüm aus Ende November auf die Reise. 3200 Euro konnten an Spendengeldern an die Dachorganisation Samaritan‘s Purse überwiesen werden. „Stellen Sie sich 740 Kinder vor, die zu Weihnachten ein tolles Geschenkpäckchen bekommen. Das ist alle Mühe wert“, resümiert Sammelstellenleiterin Christa Busch.

Insgesamt hatten sich 14 Sammelstellen in der Großregion um Prüm beteiligt und über 30 ehrenamtliche Helfer waren wieder am Werk.

Besuch in der Sammelstelle Evangelisch freie Gemeinde Prüm gab es dieses Jahr aus der Urkraine. Sina Lemenkowa von der Gemeinde „Christus ist der Retter“ in Saporoschje engagiert sich seit Jahren für die Verteilungen der Geschenkpäckchen vor Ort in ihrer Heimat. Ihr war es wichtig, die Menschen hinter den Päckchen kennen zu lernen. Beeindruckt war sie von dem Engagement der vielen Helfer und besonders auch von den vielen älteren Menschen, die das ganze Jahr über warme Kleidung stricken.

„Nach Weihnachten ist vor Weihnachten“, so die bekannte Aussage von Christa Busch. Sie arbeitet schon an Ideen für das nächste Jahr.

Über „Weihnachten im Schuhkarton“:

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse. Der deutschsprachige Verein wird von Sylke Busenbender geleitet, internationaler Präsident ist Franklin Graham. Infos unter www.weihnachten-im-Schuhkarton.org

Kategorien
News

DRK ehrt Mitarbeitende des Stadtbetriebs Aachen

Aachen – „Diese Aktion hier im Stadtbetrieb war für uns etwas ganz Besonderes“, sagt Georg Simon, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendediensts West. Damit erinnert er an zwei Blutspendetermine, die Axel Stärk und Christina Lorbach des Aachener Stadtbetriebs kurzerhand initiierten, als zu Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Blutspendetermine an Zulauf verloren.

„Wir wollten helfen und konnten kurzerhand mit viel Unterstützung hier etwas organisieren“, erinnert sich Christina Lorbach. „Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben wir angesprochen und sind auf viel Zuspruch gestoßen.“ Während zum ersten Termin noch die Kantine umfunktioniert wurde, kam zum zweiten Termin das Mobil des Blutspendedienstes zum Betriebsgelände. „Insgesamt konnten wir 100 Neuspenden erzielen, das ist ein wirklich tolles Ergebnis“, betont Georg Simon. Mit einer Urkunde bedankte er sich nun stellvertretend für das Engagement der Stadtbetriebsmitarbeitenden und bekam von Betriebsleiter Thomas Thalau das Versprechen, weitere Aktionen dieser Art im Stadtbetrieb zu unterstützen.

Kategorien
News

Broschüren Service NRW goes App!

Region/Düsseldorf – Das beliebte Publikationsangebot des Landes Nordrhein-Westfalen ist jetzt auch auf Smartphones abrufbar. Die App ist ab sofort sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store verfügbar.

War es bislang nur auf dem PC möglich, Info-Materialien des Landes anzuschauen, herunterzuladen oder online zu bestellen, geht das jetzt von überall mit dem Handy. Inhalte aus dem Broschürenservice können dann auch über Instant-Messaging-Dienste geteilt oder das Servicekonto.NRW mit Online-Ausweisfunktion eingebunden werden – https://servicekonto.nrw/serviceaccount/faq.html.

Allein in diesem Jahr sind aus dem ständig wachsenden Angebot an aktuellen Broschüren aus dem Gesamtprogramm der Landesregierung bislang fast 122.000 Publikationen bestellt und über 256.000 heruntergeladen worden.

Sie können die App unter folgendem Link herunterladen: https://broschuerenservice.nrw.de/appstore

Kategorien
News

Nachhaltige Spenden gefragt – Finanzielle Mittel fördern soziale Projekte in Hochwasser-Gebieten

Altenahr/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Trier – Weihnachtszeit ist auch oft Spendenzeit. Viele Menschen wollen nicht nur ihren Liebsten mit Geschenken eine Freude machen, sondern auch denjenigen, die es im Leben nicht so leicht haben. In diesem Jahr fällt dabei der Blick oftmals in die Hochwassergebiete in der Eifel, im Trierer Raum und an der Ahr.

„Wir sind immer noch überwältigt von den vielen Spendenangeboten, die uns seit der Katastrophe erreicht haben“, sagt Thomas Theis, Leiter des Zentrums für Stiftungen und Fundraising im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Allein auf das Spendenkonto von Bistum und Diözesan-Caritasverband (DiCV) Trier für die Betroffenen der Flutkatastrophe sind mehr als 1,6 Millionen Euro eingegangen. Zusätzlich gibt es viele weitere Spendenkonten und Hilfsangebote kirchlicher Träger.

Neben finanziellen Mitteln wurden insbesondere in den ersten Tagen und Wochen viele Sachspenden in die betroffenen Gebiete gebracht. Doch schnell zeigte sich, dass diese gut gemeinten Dinge, meist für den alltäglichen Bedarf und die Erstausstattung, kaum gelagert werden konnten. „Und so ist es auch noch heute. Vier Monate nach der Flut fehlen uns immer noch geeignete Lagermöglichkeiten“, berichtet Gertrud Hermes vom Team der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. Daher plädiert sie gemeinsam mit Pfarrer Jörg Meyrer, auf Sachspenden wie Spielzeuge oder Schoko-Nikoläuse zu verzichten. „Wir können die Verteilung und Koordinierung hier vor Ort nicht leisten“, betont sie. Daher könnten solche Hilfsaktionen nur in Eigenregie direkt zwischen Spendern und Betroffenen stattfinden. „Geldspenden bieten die nötige Flexibilität, um auch in einigen Monaten noch auf Situationen und Bedarfe zu reagieren, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können“, unterstreicht Theis.

Manuela Kremer-Breuer, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Altenahr, kann bestätigen, dass beispielsweise Kleider in den meisten Fällen nicht mehr benötigt werden. „Ich finde es wichtig, die Betroffenen und die Teams vor Ort zu fragen, was sie benötigen“, sagt sie. Denn die Bedarfe sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Geldspenden seien allerdings wichtig, um Projekte zum Beispiel zur Förderung von Gemeinschaft in vertrauter Umgebung zu realisieren.

Geldspenden können zudem für den Eigenanteil verwendet werden, den Betroffene aufbringen müssen. Vieles wird zwar von Land und Bund übernommen, wie 80 Prozent der Wiederaufbaukosten, aber es verbleiben 20 Prozent Eigenanteil. „Für die Betroffenen, insbesondere aber Alleinstehende sowie Rentnerinnen und Rentner, führt das in der Regel zu schwierigen Situationen. Spendengelder können dann unterstützen“, weiß Joachim Schäferbarthold, Fluthilfekoordinator im Diözesan-Caritasverband Trier. Hier kommt das Prinzip der Nachrangigkeit zum Tragen: Wo staatliche Hilfen enden, greift die karitative Unterstützung. „In dem Punkt und in vielen weiteren ist es daher wichtig, dass wir ausreichend Gelder zur Verfügung haben, um den betroffenen Menschen finanziell zu helfen“, erklärt Schäferbarthold.

Daher versichern die für die Spenden Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat Trier, im Diözesan-Caritasverband wie die Teams vor Ort, dass Geldspenden eine sehr gute Möglichkeit der Hilfe seien und versichern, dass diese ausschließlich für die Betroffenen der Flut verwendet werden.

Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nachhaltig zu helfen. Die Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler möchte zusammen mit der Caritas und anderen örtlichen Organisationen langfristige Hilfsprojekte fördern, die die Gemeinschaft und die psychische Gesundheit fördern. Konkret geht es in einem ersten Projekt um zwei neue Arbeitsplätze: einer im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und einer in der Familienarbeit. „Dabei soll es darum gehen, neue Strukturen aufzubauen, Projekte zu entwickeln und durchzuführen, die den Betroffenen im – noch immer – schweren Alltag Unterstützung bieten können“, erklärt Gertrud Hermes vom Team der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Zusätzlich beteiligt sich die Gemeinde mit 1,1 Millionen Euro an der Gutscheinaktion gemeinsam mit der Stadt und der örtlichen Volksbank. Jede betroffene Person der Kreisstadt erhält einen Gutschein für Geschäfte in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Wert von 125 Euro.

In Altenahr haben die Auszahlungen von Geldern begonnen, die auf dem Spendenkonto des Kirchengemeindeverbands Altenahr für die Pfarreiengemeinschaft eingegangen sind. „Beim Abgeben der Anträge kommt es immer wieder zu Gesprächen“, berichtet Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer. Diese persönlichen Begegnungen seien ihnen im pastoralen Team sehr wichtig. „Man kann nachfragen, ob es weitere Bedarfe gibt, wo der Schuh drückt. Das sind ganz wertvolle Begegnungen“, sagt sie. Zum Schluss weist sie darauf hin: „Auch im kommenden Jahr ist noch Hilfe und Unterstützung in den Flutgebieten nötig.“

Kategorien
News

Der neue Kinder- und Jugend-Förderplan im Kreis Düren steht

Düren – Es geht unter anderem um Jugendbeteiligung, eine zukunftsfähige Infrastruktur und Chancengerechtigkeit: Der neue Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Düren steht und wurde nun vom Jugendhilfeausschuss verabschiedet. Dieser Plan, der die zukünftige Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfearbeit beschreibt, wurde gemeinsam mit vielen Akteuren, darunter auch Jugendliche, Vereine, Verbände und den Kommunen, gestaltet.

„Mit dem aktuellen Kinder- und Jugendförderplan setzen wir ein wichtiges Signal an die jungen Menschen im Kreis Düren, das für Zusammenarbeit, gemeinsame Ideen und verbindende Werte steht“, sagt Landrat Spelthahn. Mehr als 45.000 junge Menschen im Alter von 0 bis 27 Jahren im Kreis Düren betrifft dieser Plan, der von 2021 bis 2025 wichtige Entwicklungen und Ziele beschreibt. Im Fokus stehen dabei auch Themen wie die Digitalisierung, Vernetzung und Ausstattung sowie Gesundheit und Klimaschutz. Orientiert an den globalen Nachhaltigkeitszielen werden Ideen zu Konzepten gebündelt und Fördermöglichkeiten aufgezeigt, an denen sich auch die Kinder- und Jugendförderung beteiligen wird. Der Zuwachs an Präventionsangeboten sowie die Beteiligung junger Menschen soll ausgebaut werden.

„Neue Herausforderungen müssen mit modernen Konzepten bewältigt werden. Daher freuen wir uns, dass der neue Kinder- und Jugendförderplan mit vielen Menschen gemeinsam erarbeitet wurde und in den kommenden Jahren umgesetzt wird“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren und hebt besonders die engagierte Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Kinder- und Jugendförderung“ hervor, bei der rund 60 Mitglieder aus dem Bereich der Jugendhilfe mitgewirkt haben. Die Jugendhilfeplanerin Anke Niederschulte hat den Plan hauptverantwortlich gestaltet und freut sich auf die nächsten Jahre: „Das Besondere ist hierbei, dass wir konkrete und überprüfbare Ziele für den Kreis Düren festgehalten haben, auf die wir hinarbeiten werden.“

Kategorien
News

Mitgliedschaft der Stadt Euskirchen wurde verlängert

Euskirchen – Die Stadt Euskirchen ist seit 1995 Mitglied in der „AG fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Dieser Arbeitskreis arbeitet kontinuierlich daran, die Bedingungen für den nicht-motorisierten Verkehr verbessern. Auch die Stadt Euskirchen möchte in den kommenden Jahren weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nahmobilität angehen. Schwerpunkt sind z. B. die Weiterentwicklung eines attraktiven stadtweiten Radverkehrsnetzes, kreisweite Radvorrangrouten sowie auch die Attraktivierung der Innenstadt für zu-Fuß-Gehende und Radfahrende. Als Grundlage soll das zurzeit in Erstellung befindliche Mobilitäts- und Fahrradkonzept dienen.

Alle sieben Jahre müssen sich die Mitglieder der AGFS erneut bewerben und unter Beweis stellen, dass sie aktiv und kontinuierlich daran arbeiten, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten. Nur Kommunen, die den Kriterien weiterhin gerecht werden, bleiben Teil der Arbeitsgemeinschaft und profitieren weiter von den Vorteilen einer Mitgliedschaft. Gerade erst wurde die Mitgliedschaft der Stadt Euskirchen für weitere 7 Jahre verlängert.

Kategorien
News

„Gott schaut uns in die Augen…“

Mechernich – Der „große“ Gründungsgedenktag der Communio in Christo, der am ersten Adventssamstag in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist geplant war, ist bekanntlich der neuesten Pandemiewelle zum Opfer gefallen. Stattdessen feierte der Konvent des Ordo am 8. Dezember, Mariä Empfängnis, dem tatsächlichen Jahrestag der Gründung durch Mutter Marie Therese vor 37 Jahren, eine Heilige Messe mit Mitgliedern in der Hauskapelle an der Bruchgasse.

Zur Freude der ganzen Gemeinschaft nahm auch Generalsuperior Karl-Heinz Haus (88) an dem Gottesdienst teil und nahm die Gelübde-Erneuerung der Mitglieder entgegen. Hauptzelebrant war Pater Rudolf Ammann ISch, Festprediger Diakon Manfred Lang. Für würdige Musik sorgten Thomas Müller an der Orgel und die Sopranistin Christiane Scheld. Konzelebranten waren die Priester Mathew Varughese (Indien) und Patrick Mwanguhya (Uganda).

Schwestern, Brüder und Priester der Communio verpflichten sich bei ihren Gelübden zur Einhaltung der so genannten evangelischen Räte, zu  Keuschheit, Demut und Gehorsam und zur äußersten Nächstenliebe. Laien, die in dieser Gemeinschaft ebenso Ordensmitglieder sein können, bleiben weiterhin in ihren „normalen“ Lebensverhältnissen in Ehe, Familie und Beruf.

Nächstenliebe im Zentrum

Sie verpflichten sich lediglich zur äußersten Nächstenliebe. Sie steht allerdings im Zentrum der Gründung von Mutter Marie Therese, wie sie auch im Zentrum des christlichen Glaubens generell steht.

„Dieser Gedenktag erinnert uns daran, dass wir von Gott Berufene sind, wir sind berufen zu lieben“, heißt es im Hinführungstext zur Gelübde-Erneuerung: „Ertragt einander, seid freundlich zueinander, liebt um der Liebe willen. Gebt euer Herz Gott, damit es frei bleibt von Egoismus. Bewahrt die Demut, denn sie macht den Weg frei für die wahre Liebe. Dankt Gott für sein Erbarmen. Bewahrt euer Herz vor Unzufriedenheit und Falschheit.“

„Die Erneuerung unserer Gelübde gibt uns neue Kraft, nur auf Gott zu vertrauen und nicht auf eigene Kraft zu bauen“, so Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der vor sechs Wochen eine wegen seiner Gesundheit sehr strapaziöse Romreise auf sich genommen hatte, um einem Wunsch der Gründerin nachzukommen und die Communio in Christo in die Hände von Papst Franziskus zu legen.

Der Papst habe den Geist aus Mutter Marie Thereses Gründungen, der identisch mit dem Geist Christi sei, ebenfalls in sich und trage ihn weiter zu den Menschen, so Diakon Manni Lang, und zwar zu allen Menschen: „Zu den Prostituierten und Gefängnisinsassen in Rom, denen er Gründonnerstag die Füße wusch, oder gerade wieder vor wenigen Tagen zu den Flüchtlingen auf die Insel Lesbos.“

Diesmal habe der Papst keine politische Botschaft auf den Lippen gehabt, wie vor Jahren, als er den Mächtigen dieser Welt im Angesicht der verzweifelten, ausgemergelten und um ein Haar im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge die Leviten las.

„Alle sitzen in einem Boot“

Diesmal habe der Papst dennoch etwas ungeheuer Aufwühlendes und Emotionales gesagt: „Ich bin gekommen, um Euch zu sehen! Ich bin hier, um in Eure Gesichter zu sehen – und Euch in die Augen zu schauen! Ich bin gekommen, um Euch nahe zu sein…“

„Wir sitzen im übertragenen Sinne und auch tatsächlich in einem Boot“, sagte Pater Rudolf Ammann in seiner Einführung zum Gottesdienst. Trotz aller Brüche und Widersprüche seien wir aufeinander und auf Gott verwiesen, so der Geistliche.

Was Franziskus da auf Lesbos den Frauen und Kindern und Männern gesagt habe, sei Ausbruch der Liebe Gottes, so Diakon Lang: „Das ist Mutter Marie Thereses Liebes- und Gottesbotschaft eins zu eins: »Caritas est vivere in Deo«, ihr Wahlspruch, bedeutet, wer Gott liebt, muss das durch seine Liebe zum Nächsten zum Ausdruck bringen“.

Es gebe keine andere Möglichkeit. Franziskus tue genau das, was auch Mutter Marie Therese denen getan habe, die keiner haben wollte, als sie die AIDS-Kranken und Ausgegrenzten umarmte und an sich drückte. „Ich bin hier, um euch zu sagen, dass ich euch nahe bin“, habe der Papst gesagt, so Diakon Lang, und „die Welt hat verständnislos den Kopf geschüttelt, wie sie sich über Mutter Marie Therese empörte, als sie hier in Mechernich und in Blankenheim AIDS-Kranke und schwerste Pflegefälle bei sich aufnahm.“

Der Satz „Ich bin hier, um Eure Gesichter zu sehen – um Euch in die Augen zu schauen“ gelte auch den Gottesdienstbesuchern in Mechernich und den Menschen zu Hause, sagte Manfred Lang: „Gott blickt uns in die Augen. Er kommt heute ausgerechnet zu uns armen Sündern nach Mechernich, um uns in die Augen zu schauen – und um uns an sein Herz zu drücken.“