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Das Unmögliche geschafft

Kall/Bonn/Scherfen – Familie eines an Leukämie erkrankten jungen Mannes fiel beim Kauf einer PlayStation 5 auf einen Betrüger rein – Die Hilfsgruppe Eifel, der  Unternehmer René Kautz und die Sponsoren des SC „Fortuna Köln“ schafften es trotzdem, den Weihnachtswunsch des Jungen zu erfüllen.

Rene Kautz aus Mechernich-Strempt ist als selbstständiger Kälteanlagenbaumeister Sponsor des Fußballvereins Fortuna Köln. Mit Hilfe anderer Sponsoren hat er nun das Weihnachtsgeschenk des leukämiekranken Jungen gerettet. Foto: Reiner Züll

Der Hilferuf des Bonner Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche machte die Verantwortlichen der Hilfsgruppe Eifel wenige Tage vor Weihnachten ziemlich betroffen. Und er löste eine spontane Hilfs-Aktion aus, die dank der Verbreitung in den sozialen Medien schon wenige Stunden später zu einem beispielhaften Erfolg führte.

Dank der Hilfsgruppe, sowie des Mechernicher Kälteanlagenbau-Meisters René Kautz und mehrerer Sponsoren des FC Fortuna Köln, kann eine Familie ihrem 18-jährigen Sohn, der derzeit in der Bonner Uni-Klinik zum zweiten Mal gegen eine Leukämie ankämpft, einen großen Weihnachtswunsch erfüllen, den ein skrupelloser Betrüger fast zunichte gemacht hatte.

Sehnlichst hatte sich der 18-Jährige, der zurzeit in der Bonner Uni-Klinik stationär therapiert wird, zu Weihnachten die aktuelle Playstation 5 (PS5) gewünscht, die aber wegen einer großen Nachfrage so gut wie nirgendwo zu bekommen ist. Die Märkte für diese Konsolen sind seit Wochen total leergefegt.

Doch dann entdeckte die Mutter des jungen Mannes im Internet die Möglichkeit, das so heiß begehrte Spiel für ihren schwerkranken Sohn zu erwerben. Sie bestellte und bezahlte die Spielkonsole, eine Lieferung erfolgte aber nicht. Die Familie musste erkennen, dass sie einem gemeinen Betrüger aufgesessen waren – keine PS5 bekommen, und das Geld ist weg..

„Als wir hörten, wie sehr dieser Vorfall die Eltern erschüttert hat, war uns klar, dass wir versuchen mussten zu helfen“, so die Geschäftsführerin des Förderkreises, Meike Rüsing. Der Hilferuf erreichte am gleichen Dienstag auch die Kaller Hilfsgruppe Eifel, deren Schatzmeister Helmut Lanio sofort aktiv wurde und auf der Facebook-Seite des Vereins um Unterstützung bat. Mit Erfolg, wie sich es schon wenige Minuten später zeigte. Der 35-jährige René Kautz, der erst im Sommer in Schwerfen eine Firma für Kälte- und Klimatechnik gegründet hatte, entdeckte nachmittags den Hilferauf auf der Hilfsgruppen-Seite.

Und auch Kautz reagierte sofort und erinnerte sich an die Riege der Sponsoren, die den Fußballclub Fortuna Köln unterstützen, und zu der auch Kautz seit seiner Firmengründung im Juli gehört. Er verbreitete den Notruf der Hilfsgruppe in der WhatsApp-Gruppe der Fortuna-Sponsoren und erhielt schon wenige Minuten später eine Vollzugsmeldung.

Was unmöglich schien, war plötzlich möglich geworden. Kautz: „Ein Mitglied unseres Netzwerkes, der die begehrte Play-Station vor vier Monaten bestellt hatte, verzichtete zugunsten des 18-jährigen Leukämiepatienten auf das Spiel und gab es ab“. Nicht das Geld sei ein Problem gewesen, sondern die Nicht-Verfügbarkeit der Spielstation, berichtet René Kautz: „Das Geld hatten  schnell zusammen“. Und so war das ersehnte Weihnachtsgeschenk für den 18-Jährigen Patienten durch den Verzicht des großzügigen Eigentümers schon wenige Stunden nach dem Notruf des Förderkreises gesichert.

Als Kautz mittwochs das Fußballspiel der Fortuna gegen die Mannschaft des FC Köln II (Ergebnis 1:1) besuchte, konnte er die Play-Station 5 auf der Sportanlage entgegennehmen. Die Sponsoren hatten zudem eine Weihnachtskarte unterschrieben, einen Schal der Fortuna beigelegt und auch das brandneue PS-Spiel „Fifa 22“ als Geschenk eingepackt. Kautz: „Damit der Junge Heiligabend direkt damit loslegen kann“.

Den Karton mit der neuen PS5 signierte der 45-jährige ehemalige Bundesliga-Spieler Hans Sarpei, der in Köln Chorweiler aufwuchs und der unter anderen für den MSV Duisburg, für Schalke 04, den VfL Wolfsburg, bei Bayer 04 Leverkusen und auch für die Kölner Fortuna gekickt hat und der von 2000 bis 2010 in seinem Heimatland Ghana 36 Mal in der Nationalmannschaft spielte. Als Teilhaber der Kölner Orthopädie-Manufaktur „Gangbild“ ist ehemalige Fußballer Sarpei inzwischen Mitglied der Fortuna-Sponsorenriege.

Donnerstags machte sich René Kautz am frühen Morgen auf den Weg nach Bonn, wo er die Geschenke im neuen, von der Hilfsgruppe mit eingerichteten Familienhaus an die Geschäftsführerin des Förderkreises, Meike Rüsing; und die Psychoonkologin Brigitte Gräfin von Schweinitz übergab.

Die beiden waren überwältigt: „Uns fehlen die Worte, Ihr seid die Besten. Es bleibt uns nichts weiter, als danke zu sagen; danke für so viel Engagement, soviel Menschlichkeit und Mitgefühl“, so Meike Rüsing. Die Geschenke werden dem jungen Mann Heiligabend im Elternhaus der Klink übergeben.

Die Geschäftsführerin lud alle Beteiligten dazu ein, das Familienhaus, in dem die Eltern während der Krebsbehandlung ihrer Kinder wohnen, zu besuchen, sobald die Pandemie es wieder zulasse. Hilfsgruppen-Schatzmeister Helmut Lanio und René Kautz sind froh, dass die üble Geschichte ein so schnelles und glückliches Ende gefunden hat.

Auch René Kautz hat nach der Flut im Juli selbst um seine Existenz kämpfen müssen und trotzdem drei Wochen lang ehrenamtlich in den Flutgebieten an Ahr, Urft und Olef mit angepackt, um den verzweifelten Menschen zu helfen.

14 Tage vor dem schlimmen Hochwasser hatte sich Kautz als Meister in Kälte- und Klimatechnik selbstständig gemacht und in Schwerfen einen Betrieb eröffnet. Durch die Flut seien durch die großen Zerstörungen in den betroffenen Gebieten 80 Prozent der gebuchten Kunden-Aufträge weggefallen, neue Aufträge in seinem Metier aber nicht in Sicht gewesen. „Jetzt geht es langsam wieder los“, schaut der Jungunternehmer hoffnungsvoll in die Zukunft. (Reiner Züll)

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RLP Innenminister Lewentz: Videokonferenzen erhalten Handlungsfähigkeit der Räte

Region/Mainz – Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist durch eine Änderung des Kommunalrechts die Möglichkeit geschaffen worden, dass Beschlüsse kommunaler Gremien nicht nur in Präsenz, sondern auch in Video- und Telefonkonferenzen sowie Umlaufverfahren gefasst werden können. Voraussetzung dafür ist die Erforderlichkeit aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen.

Innenminister Roger Lewentz hat die neu geschaffenen Möglichkeiten nun durch sein Ministerium unter wissenschaftlicher Begleitung des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung (FÖV) in Speyer evaluieren lassen. „Die Befragung zeigt, dass das Ziel, durch die gesetzlichen Änderungen die Handlungsfähigkeit der Kommunen während der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten, erreicht wurde“, sagte Lewentz, der die Ergebnisse in dieser Woche im Ministerrat vorstellte. Am häufigsten war von Videokonferenzen Gebrauch gemacht worden, gefolgt von elektronischen Umlaufverfahren, von schriftlichen Umlaufverfahren und schließlich von Telefonkonferenzen.

Die Anzahl der als Zuschauer teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger ist bei Videokonferenzen gestiegen. Die Teilnahme der Gremienmitglieder ist nach Wahrnehmung einer deutlichen Mehrheit der Vorsitzenden bei allen neuen Verfahrenstypen in etwa gleich geblieben. Die Möglichkeit zur Durchführung von Videokonferenzen wird von den Vorsitzenden und Gremienmitgliedern, die diese nutzten, überwiegend positiv bewertet.

Auch die Öffentlichkeit, die sich an der Befragung beteiligte, bewertet die Möglichkeit von Videokonferenzen sehr positiv. Die Sitzungsqualität hängt dabei allerdings auch von der Internetverfügbarkeit ab. Auch die schriftlichen und elektronischen Umlaufverfahren erhalten überwiegend eine gute Bewertung. Bei Telefonkonferenzen ist das Meinungsbild insgesamt schlechter ausgefallen.

Die Mehrheit der Befragten geht jedoch von einem geringeren Austausch als in Präsenz, von einer verringerten Intensität der Aussprache und einem Rückgang der Anzahl der Wortbeiträge aus, bei den Telefonkonferenzen deutlicher als bei Videokonferenzen.

Insgesamt möchte von denjenigen, die von den neuen Verfahren Gebrauch gemacht haben, eine deutliche Mehrheit der Vorsitzenden (84,3 %), der Gremienmitglieder (78,6 %) und der Öffentlichkeit (90,6 %) gerne auch in Zukunft auf die Möglichkeit von Videokonferenzen zurückgreifen können. Eine Mehrheit der Vorsitzenden und eine knappe Mehrheit der Gremienmitglieder befürworten einen solchen Rückgriff auch außerhalb von Notsituationen. Die Öffentlichkeit positioniert sich hier noch eindeutiger. Eine deutliche Mehrheit möchte immer einen Zugang über den digitalen Weg eröffnet bekommen. Mehrheitlich wird auch der Rückgriff auf Telefonkonferenzen und Umlaufverfahren von den Vorsitzenden und Gremienmitgliedern befürwortet, bei den Umlaufverfahren deutlicher als bei den Telefonkonferenzen.

Sogar in Kommunen, die von den neuen Verfahren keinen Gebrauch gemacht haben, befürworten die Vorsitzenden und die Gremienmitglieder mehrheitlich die Möglichkeit von digitalen Sitzungen, allerdings nur in Notsituationen. Als Grund für ein bisheriges Absehen von digitalen Sitzungen wurde von den Vorsitzenden überwiegend die fehlende Notwendigkeit in der jeweiligen Kommune genannt.

„Da die letztes Jahr eingeführten neuen Verfahren bis Ende März 2022 befristet sind, wäre ein denkbarer erster Schritt, diese Verfahren für Notsituationen auf Dauer zu etablieren. Das weitere Verfahren wird nun aber der Landtag unter Beteiligung des kommunalen Rates auf der Grundlage des Berichts beraten und beschließen“, sagte Lewentz. Die befristeten gesetzlichen Änderungen waren durch die Fraktionen der SPD, CDU, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebracht worden.

An der Erhebung haben 370 Vorsitzende, 2630 Gremienmitglieder und 527 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Davon haben 196 Vorsitzende, 1866 Gremienmitglieder und 408 Bürgerinnen und Bürger die neuen Verfahren genutzt.

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Eurojackpot geknackt: 73,7 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen

Region/Münster – Bei der Ziehung am Freitag, 17. Dezember 2021 traf er die Gewinnklasse 1. Als einziger Tipper hatte der Nordrhein-Westfale das Glück auf seiner Seite und erhält nun exakt 73.720.055 Euro.

Ein Volltreffer kurz vor Weihnachten: Welcher Lottospieler träumt nicht davon? Ein Spielteilnehmer der europäischen Lotterie Eurojackpot hat jetzt gut lachen, denn er hat das große Los gezogen.
Damit gibt es in diesem Jahr bereits 16 geknackte Jackpots bei der europäischen Lotterie. So viele pro Jahr, wie noch nie seit Start der Lotterie. Passend vor der weihnachtlichen Bescherung gehen über 73,7 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen.

Schönes Weihnachtsgeschenk

Der Spielschein mit den Gewinnzahlen 6 – 8 – 16 – 44 – 50 und den beiden Eurozahlen 1 und 10 ist wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk. Als einziger Tipper hatte der Nordrhein-Westfale das Glück auf seiner Seite und erhält nun exakt 73.720.055 Euro. Somit können die Weihnachtspräsente für Familie und Freunde in diesem Jahr sicherlich größer ausfallen als geplant.

Weitere Großgewinne

In der Gewinnklasse 2 (fünf richtige Gewinnzahlen plus eine korrekte Eurozahl) gab es weitere Hochgewinne. Hier gingen jeweils 714.788,90 Euro nach Niedersachsen, Norwegen, Dänemark und Kroatien.

Nächste Ziehung an Heiligabend

Auf eine große Bescherung an Heiligabend können Eurojackpot-Tipper trotzdem hoffen, denn der Eurojackpot startet am kommenden Freitag (24. Dezember) erneut mit zehn Millionen Euro im obersten Rang. Tipps können in allen Lotto-Annahmestellen oder unter www.eurojackpot.de abgegeben werden.

 

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Verkehrs-Freigabe des Europatunnels in Stolberg

Stolberg/Düsseldorf – Der „Europatunnel“ in Stolberg an der L238 ist wieder für den Verkehr freigegeben. Die Freigabe der mit mehr als 10.000 Fahrzeugen pro Tag wichtigen Stolberger Hauptverkehrsachse erfolgt rund fünf Monate nach der Unwetterkatastrophe im vergangenen Juli. Im Zuge des Hochwassers der Vicht wurde der 388 Meter lange Europatunnel durch eindringendes Wasser bis auf Deckenhöhe geflutet.

Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen, nahm an der offiziellen Verkehrsfreigabe des Tunnels teil: „Eine wunderbare Nachricht für alle Pendler, Reisende und Lkw-Fahrer noch vor Weihnachten: Endlich ist die wichtige Hauptverkehrsachse in Stolberg wieder voll befahrbar. Die Verkehrsfreigabe des Europatunnels bringt Stolberg und dem Umland mehr Entlastung. Mein Dank gilt dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und allen weiteren Beteiligten, die mit Hochdruck in den vergangenen Monaten dafür gesorgt haben, dass der Verkehr wieder durch den Europatunnel rollen kann. Nordrhein-Westfalen macht Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau, um die Mobilität der Menschen zu verbessern, die von den Folgen der Hochwasserkatastrophe betroffen sind.“

Entlastung der Bevölkerung im Stolberger Umland

Als Folge der Tunnelfreigabe und der damit verbundenen Verlagerung des Verkehrs zurück auf die Landesstraße L238 und den Europatunnel wird die Belastung der Bevölkerung durch Verkehrslärm und Schadstoff-emissionen in den umliegenden Ortslagen noch vor Weihnachten spürbar reduziert. Durch die Sperrung des Tunnels nach dem Hochwasser verlagerte sich der Durchgangsverkehr der L238 auf die umliegenden Ortschaften, die ebenfalls unter den Folgen des Hochwassers litten. Rund fünf Monate nach der Katastrophe hat Straßen.NRW jetzt die Instandsetzung des Tunnels und der technischen Ausstattung insoweit abgeschlossen, um den Tunnel im verkehrssicheren Zustand wieder für den Verkehr freigeben zu können. Aus Sicherheitsgründen wird der Europatunnel Stolberg mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometer pro Stunde freigegeben. Die vollständige Sanierung des Tunnels wird voraussichtlich in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Umfassende Wasserschäden an der Tunnelinfrastruktur

Durch die Wassermassen stand der Tunnel mehrere Tage lang bis zu einer Höhe von vier Metern unter Wasser. Das einfließende Wasser hat die gesamte Steuerungstechnik im Betriebsgebäude und die Elektrik des Tunnels einschließlich der Beleuchtung zerstört, die durch speziell für den Europatunnel hergestellte Ersatzbauteile ersetzt wurden. Tunnelröhre, Betriebsgebäude und das Fluchttreppenhaus wurden aufwändig instandgesetzt und gereinigt. Allein die Reinigungsarbeiten haben mehrere Wochen in Anspruch genommen, da durch das einfließende Wasser mehrere Tonnen Schlamm, Müll und Unrat angespült wurden. Im Zuge der Reinigung der Fahrbahn wurde auch die Mittelstreifentrennung der beiden Fahrbahnen durch neue Reflexionsglaskörper hergestellt.

Elektrische Tunnelausstattung wurde vollständig ersetzt

Die Beleuchtung im Tunnel musste nach dem Wassereinbruch mit LED-Einsätzen komplett erneuert und für den Notbetrieb mit einer Dauerschaltung eingerichtet werden. Zusätzlich wurden im Abstand von rund 40 Metern beidseitig gelbe Warnblinklichter installiert.

Die Notbeleuchtung im Betriebsgebäude, welches auch als Fluchtweg dient, wurde ebenfalls ersetzt. Im Falle eines Stromausfalls ist die Beleuchtung durch eine gepufferte Spannungsversorgung gesichert. Die Fluchtwege und die Fluchttür wurden mit grünen Leuchtelementen und mit langnachleuchtenden Fluchtwegkennzeichnungen versehen. Die Datenanbindung des Tunnels wurde ebenfalls wiederhergestellt, sodass die Kameraüberwachung des Verkehrsflusses im Tunnel und die Überwachung des Fluchtweges erfolgen kann.

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Pfarrhaus als Herberge für Helfer

Ahrtal/Neuwied – Seit der Hochwasserkatastrophe sind unzählige Helferinnen und Helfer ins Ahrtal gefahren, um den Menschen vor Ort unter die Arme zu greifen. Auch fünf Monate nach der Flut engagieren sich Männer und Frauen in der Region. Im Pfarrhaus der Gemeinde St. Matthias in Neuwied finden sie eine gemütliche Übernachtungsmöglichkeit, um sich nach ihrem Einsatz auszuruhen.

„Bis zu 22 Personen haben hier gleichzeitig übernachtet“, berichtet Tina Monzen. Sie ist die Koordinatorin des Projekts und für den Erstkontakt zuständig – ehrenamtlich, wie das Dutzend Engagierter, die in Gruppen für das Frühstück und das Housekeeping zuständig sind. Insgesamt stehen im Pfarrhaus derzeit drei Wohnungen leer. Eigentlich sind sie für zwei Pfarrer und einen Diakon gedacht, aufgrund von Vakanzen kann der Platz nun anders genutzt werden.

„Die Idee kam uns schon kurz nach der Flutkatastrophe“, berichtet Tina Monzen, die sich dann mit Kooperator Oliver Seis darüber ausgetauscht hat. „Über einen Aufruf bei Facebook haben wir schnell Bettzeug, weiteres Material und Betten erhalten, die die Messdiener gleich aufgebaut haben.“ Die Aufgaben verteilten sich generell gut, sagt  Herbert Börsch, der zusammen mit seiner Frau Andrea Neu Mitglied des Housekeepings ist. „Mülleimer leeren, Bettbezüge abziehen, waschen und neubeziehen sind unsere Aufgaben“, sagt er.

Roswitha Klein ist Teil des Frühstücksteams. Die Fachfrau, sie hat Hauswirtschaft gelernt, kümmert sich darum, dass der Kühlschrank immer gut gefüllt ist und der Kaffeeduft die fleißigen Helferinnen und Helfer morgens weckt. Oft kommen die Hausgäste über das Wochenende. „Im Sommer hatten viele Urlaub, da war dann unter der Woche mehr Betrieb“, blickt Tina Monzen auf die zurückliegenden Monate zurück. Und die Buchungen gehen weiter. „Es gibt immer noch viel zu tun an der Ahr“, weiß sie.

„Neben Handwerkern war auch eine Dame hier, die Hausaufgabenbetreuung angeboten hat, jemand, der einfach mit Kaffee durch die zerstörten Orte gefahren ist oder Fachleute, die in der Verwaltung ausgeholfen haben“, zählt Tian Monzen auf. Auf einer Landkarte in der Küche kann man sehen, woher die Gäste kommen: von der Insel Föhr bis aus der Schweiz.

Corona ist natürlich auch ein Thema im Pfarrhaus. „Es herrscht 2G-plus, was auch von uns überprüft wird“, erklärt Tina Monzen. Zahlen müssen die Übernachtungsgäste hingehen nichts; die Kirchengemeinde bringt sich finanziell ein. „Und das Pfarrbüro, das sich im Haus befindet, steht auch dahinter. Ohne die würde es nicht gehen“, betont Tina Monzen. „Manche Gäste hinterlassen eine kleine Geldspende“, fügt sie noch hinzu. Das Team arbeitet ehrenamtlich, wäscht die Wäsche auf eigene Kosten oder gibt eigene Küchengeräte und Möbel ab, um die Räumlichkeiten noch wohnlicher zu gestalten. „Die kleinen Schränkchen oder den Toaster brauchte ich nicht mehr daheim“, sagt Roswitha Klein beim Blick durch die Küche. „So kann ich wenigstens helfen“, schwere handwerkliche Arbeiten im Ahrtal könne sie in ihrem Alter nicht mehr übernehmen. „Jeder bringt sich so ein, wie es eben geht“, lautet die einhellige Meinung.

Bäder, Küche, W-LAN und Fernseher sind vorhanden, und durch das Neuwieder Stadtmarketing werden die Gäste auch auf touristische Ziele in und um Neuwied hingewiesen. „Vielleicht will jemand ja nochmal wiederkommen?“, sagt Tina Monzen. An den Weihnachtsfeiertagen machen die Verantwortlichen betroffenen Familien das Angebot, eine kleine Auszeit in den Räumen zu nehmen. Eine Familie aus dem Ahrtal hat schon zugesagt.

Für das kommende Wochenende hat sich wieder eine Gruppe mit 13 Personen angemeldet, sozusagen „Wiederholungstäter“. Sie sind bereits das vierte Mal im Pfarrhaus, das zentral in Neuwied liegt, zu Gast. Dafür müssen noch zwei, drei Betten aufgebaut werden. Herbert Börsch und Andrea Neu machen sich gleich an die Arbeit. (jf)

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Ministerpräsident Wüst zu den Karlspreis-Trägerinnen 2022

Düsseldorf/Aachen – Ministerpräsident Hendrik Wüst gratuliert zur Entscheidung des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen, die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo mit dem Internationalen Karlspreis 2022 auszuzeichnen. Die Entscheidung wurde am Freitagvormittag bekanntgegeben.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Verleihung des Internationalen Karlspreises 2022 an Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo ist ein wichtiges Zeichen für Freiheit und Demokratie. Mutig und entschlossen widersetzen sich die belarussischen Bürgerrechtlerinnen der brutalen Diktatur in Belarus. Friedlich und gewaltfrei haben sie eine demokratische Bewegung in Gang gesetzt, die das ganze Land erfasst hat. Dafür zahlen sie persönlich einen hohen Preis. Ihr Widerstand gegen den Wahlbetrug Lukaschenkos und ihr Einsatz für die Freiheit in Belarus verdienen unseren tiefen Respekt. Sie treten ein für die Ideale, die Europa großgemacht haben und Europas Fundament bilden. Die Auszeichnung unterstreicht, dass wir in Deutschland und Europa fest an der Seite der belarussischen Opposition stehen.“

Im Mai 2021 wurden Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo bereits mit dem „Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2021“ geehrt. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten und Projekte aus, die im Sinne des Humanisten und Weltbürgers Lew Kopelew wirken.

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LSB freut sich über 20.000 Euro vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest

Region/Mainz – Spendengelder kommen Schwimmvereinen und der Förderung der Neueintritte zugute. Einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest eG hat am Mittwoch Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB), aus den Händen von Andreas Manthe bei der Sparda Bank, entgegengenommen. Mit 5.000 Euro davon werden schwimmsporttreibende Vereine im Land unterstützt, die restlichen 15.000 Euro fließen in die Kampagne „Comeback der Gemeinschaft“ – und kommen dabei einer zusätzlichen Förderung der Neueintritte von Mitgliedern zwischen null und zehn Jahren zugute.

Die ursprüngliche Förderung von 15 Euro pro neu gewonnenem Mitglied kann durch die großzügige Spende der Sparda-Bank dafür sorgen, dass bis zu drei Euro pro neu gewonnenem Mitglied bei den Sportvereinen ankommen. Ende Januar/Anfang Februar sollen die Gelder den Vereinen zugehen.

„Sparen, gewinnen und Gutes tun – diese drei Dinge miteinander zu verbinden, daran haben viele unserer Kunden Spaß“, erläutert Manthe, Leiter Kommunikation bei der Sparda Bank Südwest. „Ein Los kostet sechs Euro. Fünf Euro davon werden auf dem eigenen Konto angespart, vom restlichen Euro werden Gewinne gekauft – aber 25 Prozent schütten wir auch wieder an soziale und kulturelle Zwecke aus.“ So gelingt es der Sparergemeinschaft, Jahr für Jahr etwa zwei Millionen Euro für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen. „Man sieht also, dass mit einem kleinen Betrag auch eine große Wirkung erzielt werden kann“, sagt Manthe. „Wir freuen uns, wenn sich weiter ganz viele Menschen am Gewinnsparen beteiligen.“

Bei der Sparda-Bank Südwest stehe nicht das Kapital im Vordergrund, sondern der Mensch. „Deswegen ist es uns auch wichtig, weiterhin den Vereinssport zu unterstützen.“ Ein Teil der Spendensumme sei ganz konkret für Schwimmkurse gedacht, weil es gerade auch in Pandemie-Zeiten ganz wichtig sei, dass junge Menschen Schwimmen lernten.

„Ganz großen Dank an die Sparda-Bank“, sagt LSB-Präsident Bärnwick. „Mit solchen Aktionen gibt sie einen Teil des Geldes wieder zurück, das sie von ihren Kunden erhalten hat. Wir wissen, dass solche Spendenaktionen keine Selbstverständlichkeit sind und freuen uns – dieses Geld ist bei den rheinland-pfälzischen Sportvereinen besonders gut investiert.“

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10.000 Euro für Flutopfer gespendet

Kall/Eiserfey/Bonn – Beate Heimersheim aus Eiserfey hatte in ihren zwei Pflegeinrichtungen in Bonn viel Geld gesammelt – Den Spenden-Scheck an die Hilfsgruppe übergeben  – Greuel: „420.00 Euro an betroffene Familien ausgezahlt“ Das Spendenaufkommen für die Flutopfer-Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel ist weiterhin recht hoch, wie Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel jetzt bei einer Spendenübergabe in Eiserfey berichtete. Auch fünf Monate nach dem schlimmen Hochwasser sei die Bereitschaft der Eifeler Bevölkerung, von der Flut betroffene Familien zu unterstützen, ungebrochen. Dank der vielen Spenden habe die Hilfsgruppe viele Flutopfer-Familien in den Hochwassergebieten, vornehmlich an  Urft, Olef und Ahr, mit bisher 420.000 Euro unterstützen können. Willi Greuel: „Das zeugt von einer großen Solidarität der Menschen in der Eifel, denen die Schicksale der verzweifelten Menschen, die beim Hochwasser ihr Hab und Gut verloren haben, nicht einerlei ist“.

Zu diesen solidarischen Mitmenschen zählt auch Beate Heimersheim aus Eiserfey, die Willi Greuel jetzt einen Spendenscheck über 10.000 Euro überreichte. Die engagierte Eiserfeyerin, die als Vorstandsmitglied der KG „Feytaler Jecken“ auch als Mitorganisatorin des inzwischen bekannten Karnevals-Lichterzuges agiert, ist Geschäftsführerin von zwei Pflegeinrichtungen in Bonn-Lengsdorf mit 170 Bewohnern.

Sie sei in Eiserfey selbst nicht schwer von der Flut betroffen gewesen. „Aber die Bilder aus den anderen Gebieten des Kreises haben mich betroffen gemacht“, berichtete Beate Heimersheim bei der Spendenübergabe.

Da sie, in Bonn tätig, nicht selbst in den Flutgebieten habe anpacken können, habe sie ein Konto erlöffnet und in ihren Pflegeinrichtungen eine Spendenaktion gestartet. Aufgrund ihrer vielfältigen beruflichen Kontakte seien Spenden von Firmen, Kollegen, Heimbewohnern, Freunden und Bekannten  eingegangen. So seien am Ende annähernd 10.000 Euro zusammengekommen, die sie dann glatt gemacht habe.

„Mir ist es wichtig ist, dass die Spenden auch zu 100 Prozent bei den Betroffenen ankommen. Bei der Hilfsgruppe weiß ich, dass das geschieht“, zeigte sich Beate Heimersheim überzeugt, dass der Kaller Verein die richtige Adresse ist.

http://www.hilfsgruppe-eifel.de

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Neues Hörbuch „Drei Kopfschüsse für Aschenbrödel“

Hillesheim – Mit seinem neuen Hörbuch „Drei Kopfschüsse für Aschenbrödel“ sorgt Ralf Kramp dafür, dass es nicht zu gefühlsduselig wird an den Feiertagen. Ralf Kramp macht vor nichts Halt. Alles, was sich nicht wehrt, wird von ihm literarisch verarbeitet. Als Beobachter des menschlichen Versagens inmitten dieser ganzen weihnachtlichen Herausforderung sieht sich der Autor und persifliert in Reim und Prosa das Fest der Liebe.

Zum Inhalt

Wenn das Jahr zu Ende geht, wenn überall die Lichterketten leuchten und allenthalben »Last Christmas« erschallt, dann sorgt Ralf Kramp mit sicherem Gespür dafür, dass es nicht allzu gefühlsduselig wird. Da trifft der Steakhammer den Weihnachtsmann, da wird die Christbaumspitze zum Mordinstrument, und da findet eine unheilbare Aschenbrödel-Sucht mit ein paar Pistolenkugeln ihr jähes Ende. In vielen bitterbösen Geschichten und Gedichten hat er sich auch immer wieder dem Fest der Liebe gewidmet – selbstverständlich mit dem rabenschwarzen Humor, für den er so berühmt ist. Auf dieser CD bringt er sie nun mit facettenreicher Stimmgewalt und viel Temperament zu Gehör. Ein Gefühl wie Weihnachten …

Autoreninfo

Ralf Kramp … geboren 1963, lebt als Krimiautor und Veranstalter der Krimi-Erlebniswochenenden BLUTSPUR im Herzen der Eifel. Für sein Debüt „Tief unterm Laub“ erhielt er 1996 den Förderpreis des Eifel-Literaturfestivals. In „Spinner“ betrat zum ersten Mal Herbie Feldmann die Szene, der glücklose Held, dem ein nur für ihn sichtbarer Begleiter namens Julius stets auf dem Fuß folgt. Seither erschienen mehrere Kriminalromane und zahlreiche Kurzgeschichten.

In Hillesheim in der Eifel unterhält er zusammen mit seiner Frau Monika das »Kriminalhaus« mit dem »Deutschen Krimi-Archiv« (30.000 Bände), dem „Café Sherlock“, einem Krimi-Antiquariat und der „Buchhandlung Lesezeichen“. www.ralfkramp.de

Drei Kopfschüsse für Aschenbrödel – Hörbuch gelesen von Ralf Kramp – MP3-CD, 200 Minuten – ISBN: 978-3-95441-586-1
Preis 12,00 € (D)

Auch als Download bei den gängigen Hörbuch – Portalen!

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„Das ist ein historischer Tag für die Kirchen Musikalische Arbeit in Maria Laach“

Maria Laach – Vertrag zur Renovierung der Orgeln unterzeichnet.
Nach über fünf Jahren Planungsphase ist neuer Meilenstein erreicht.
Instrumente in der Abteikirche dringend renovierungsbedürftig. Am vergangenen Freitag, 10. Dezember 2021, wurde in der Abtei Maria Laach der Vertrag zur Renovierung der historischen Stahlhuth-Orgel und der Schwalbennest-Orgel unterzeichnet.

Nach einer Planungsphase von über fünf Jahren ging, in Kooperation mit der Landesdenkmalpflege, der Zuschlag an die renommierte Werkstätte für Orgelbau Mühleisen in Leonberg. Die Renovierung, die ab dem Jahr 2023 beginnen soll, umfasst Restaurierungsarbeiten an den beiden Instrumen-ten, klangliche Anpassungen sowie die Installation zweier baugleicher Generalspieltische.

Abteiorganist Gereon Krahforst freute sich: „Das ist ein historischer Tag für die kirchenmusikalische Arbeit in Maria Laach.“ Pater Philipp Meyer OSB, Kantor und Chordirektor der Abtei, erklärte: „Der Aufbau der Kirchenmusik in den vergangenen Jahren hat auch den Stellenwert der Orgeln in der Abteikirche verdeutlicht. Beide Instrumente dienen vielfältigen Aufgaben in Liturgie und Konzert.“

Eine ganz wichtige Neuerung stellt in Zukunft die Spielbarkeit beider Orgeln von zwei Generalspieltischen aus dar; einer wird auf der Orgelempore aufgestellt, einer wird im Chorgestühl positioniert.
Zahlreiche Privatspender und der Freundeskreis der Abtei haben einen großen finanziellen Beitrag geleistet, die anstehenden Renovierungsarbeiten zu ermöglichen.

Außerdem fördert die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Projekt mit nahezu 150.000 Euro. „Wir sind dankbar für diese großzügige Unterstützung, ohne die dieses Projekt nicht zu realisieren wäre“ freut sich Pater Philipp.