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Bruno Schmidt mit Bundesverdienst-Medaille ausgezeichnet

Düren/Linnich – Bruno Schmidt ist am vergangenen Mittwoch im Linnicher Rathaus von Landrat Wolfgang Spelthahn in Vertretung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden. Der in Gereonsweiler lebende Bruno Schmidt leidet seit sieben Jahren an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und setzt sich für die Erforschung der Krankheit ein.

Als Bruno Schmidt am 19. Dezember 2014 die Diagnose ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erhielt, veränderte sich sein Leben radikal – vom begeisterten und durchtrainierten Radsportler bis hin zur kompletten Unbeweglichkeit und Beatmung in nur sieben Jahren. Doch aufzugeben kam für Schmidt nicht infrage. Nach kurzer Zeit akzeptierte er seine Krankheit und gründete den Verein „ALS – Alle lieben Schmidt“ e. V., mit dessen Hilfe er seitdem unermüdlich Spenden für die Erforschung der Krankheit sammelt.

Seine Lebens- und Leidensgeschichte ist so beeindruckend, dass er für die Bundesverdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen wurde und diese nun in einer Feierstunde am 15. Dezember im großen Sitzungssaal des Rathauses Linnich durch den Landrat des Kreises Düren in Vertretung für den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen bekam.

In seiner Laudatio würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn den Verdienst von Bruno Schmidt als außergewöhnlich und äußert ehrenhaft.

Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls ein paar Worte an und über Bruno Schmidt zu sagen und schloss in Ihrer Rede auch seine Familie mit ein. Ohne diesen Rückhalt wäre seine Tätigkeit für den Verein nicht in diesem Maße umsetzbar.

Zu guter Letzt ergriff Dr. Patrick Weydt, Forscher am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Leiter der Ambulanz für ALS und andere Motoneuronerkrankungen am Universitätsklinikum Bonn, das Wort und berichtete über seine Arbeit mit Bruno Schmidt, ohne dessen fachliche und menschliche Expertise sowie auch finanzielle Unterstützung von Seiten des Vereins, die Erforschung der Krankheit ALS nicht so weit fortgeschritten wäre. Für seinen unermüdlichen Kampf gehen die tückische Krankheit wurde Schmidt im kleinen, familiären Rahmen ausgezeichnet.

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„WirFürEuch-Tag“ in Mayen nahm im 2. Jahr der Corona Pandemie einen anderen Verlauf

Mayen – Das Team Jugendarbeit der Stadt Mayen überraschte die Bewohner des Altenzentrums St. Johannes  in diesem Jahr wieder einmal auf eine ganz andere Art und Weise. Im vorigen Jahr überraschte man die Bewohner mit Plätzchen, Kaffee und einem kleinen Videogruß des Nikolauses.

In den vergangenen Jahren fand diese Aktion immer in den Räumen des Mayener Jugendhauses statt. Die Bewohner wurden von Kindern des Jugendhauses, sowie dessen Team am Altenheim abgeholt und ins Jugendhaus gebracht. Dort verweilte man mit Musik und Gesang, Erzählungen, Gedichten, Kaffee und Kuchen ein paar Stunden und feierte gemeinsam die vorweihnachtliche Zeit.

Da auch in der jetzigen Zeit so etwas leider nicht möglich ist, fasste man im Jugendhaus den Entschluss, den Bewohnern des Altenheimes auf eine andere Art wieder etwas Gutes zu tun. Schnell waren ein paar Weihnachtsmänner besorgt und man kaufte Urkundenpapier und Holzbrettchen. Man kontaktierte kurzerhand den Nikolaus und bat ihn ein paar nette Gedichte aufzuschreiben. Die Brettchen wurden mit einem Laserdrucker beschrieben und die Gedichte schön bunt auf das Urkundenpapier aufgebracht.

So ging es nun in Richtung Altenzentrum und man brachte den „WirFürEuch-Tag“ wieder zu den Bewohnern des Altenheimes, die sich sichtlich über diese Überraschung freuten.

„Im nächsten Jahr findet der „WirFürEuch-Tag“ hoffentlich wieder im städtischen Jugendhaus statt. Wir würden uns wieder sehr über ihren Besuch freuen“, so die abschließenden Worte von Jugendpfleger Thomas Mintenig an Christiane Jeub, Einrichtungsleiterin des Altenzentrums St. Johannes bei der Verabschiedung.

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Kreuzauer Vereine und Parteien rufen gemeinsam mit Bürgermeister Ingo Eßer zur Corona-Impfung auf

Kreuzau – Jede Impfung zählt! Gegen Corona zählt jetzt Teamgeist. Corona lähmt uns – keine Vereinsabende, keine Weihnachtsfeiern, kein Jugendtraining, keine Karnevalssitzungen. Immer mehr Veranstaltungen, auch hier in Kreuzau, werden abgesagt. Die Angst vor Ansteckung lässt viele Menschen zuhause bleiben, auch wenn sie selbst schon (mehrfach) geimpft sind.

Wir alle brauchen die sozialen Kontakte. Es tut so gut, miteinander zu lachen, zu musizieren, Sport zu treiben.

Sie haben sich noch nicht impfen lassen? Sie brauchen noch Informationen? Sie haben Bedenken bezüglich der Impfung oder es hat sich noch kein Termin gefunden?

Neben den Praxen der niedergelassenen Ärzte gibt es vielfältige Impfangebote. Der Kreis Düren hat Impfstellen und „Drive-In“-Möglichkeiten in Jülich, Niederzier, Düren und Nideggen eingerichtet, in denen täglich geimpft werden kann. Damit sind im nördlichen, südlichen und im zentralen Kreisgebiet Angebote vorhanden, die jeden Tag Erst-, Zweit- oder Drittimpfungen ermöglichen. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

Folgende Impfmöglichkeiten im Kreisgebiet gibt es:

  • Düren, Annakirmesplatz

(Öffnungszeiten, Mo-Do 14 bis 18 Uhr, Fr und Sa 14-21 Uhr, So 14-20 Uhr)

  • Stadtmitte, Zehnthofstraße 4

(Öffnungszeit: Mo-So von 14 bis 20 Uhr)

  • Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ – Johanniter, Am Langen Graben 25

(Öffnungszeit: Sa+So von 9 bis 17 Uhr)

  • Nideggen: Mehrzweckhalle, Konrad-Adenauer-Straße

(Öffnungszeit: Mo-So von 14 bis 20 Uhr)

Geben Sie sich einen Ruck – für Ihre Gesundheit und unser Miteinander!

Bitte lassen Sie sich impfen!

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„Aachen hilft!“ – Vereine erhalten weiterhin Unterstützung – Über 250.000 Euro stehen noch zur Verfügung

Aachen – Das Spendenkonto „Aachen hilft!“ wird zum 31. Dezember 2021 geschlossen. Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 bis heute spendeten Bürger*innen über 360.000 Euro.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bedankt sich bei allen Spender*innen: „Es ist überwältigend zu sehen, wie sehr die Menschen in der Not fest zusammen stehen. Mein Dank gilt Allen, die mit großen oder kleinen Beträgen dazu beigetragen haben, Hilfe zu leisten wo sie dringend benötigt wird. Das zeigt eindrücklich wie groß die Solidarität in unserer Gemeinschaft ist.“

Vereine, Verbände und bürgerschaftliche Initiativen aus Stadt und Region Aachen sowie der Stadt Eupen, die hochwasserbedingt in Not geraten sind, konnten und können weiterhin Hilfen aus dem Spendenkonto „Aachen hilft!“ beantragen.

Es stehen noch über 250.000 Euro zur Verfügung, die an die passenden Empfänger ausgezahlt werden sollen. Die Verwendung und Auszahlung der Spenden erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Alle Betroffenen sind weiterhin herzlich eingeladen, unter https://www.aachen.de/de/stadt_buerger/aktuell/aachen_hilft/thema2/index.html Hilfen zu beantragen.

Schon über 90.000 Euro konnten bisher an zehn Vereine und gemeinwohlorientierte Institutionen in Aachen und den betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg sowie der Gemeinde Roetgen überwiesen werden. „Ich freue mich für die Vereine, die bereits Unterstützung erfahren haben. Immer noch fehlt es an Ausstattung oder Hilfe für bauliche Maßnahmen und vieles andere, dafür können jetzt noch weitere Hilfen beantragt werden“, fordert Keupen alle Betroffenen zur Antragstellung auf.

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Mit den Augen des Christkinds…

Mechernich – Ebenso eindrucks- wie humorvoller Impulsvortrag des Jünkerather Salesianer-Paters Paul Thörner bei der Communio in Christo in Mechernich. Einen ebenso schwung- wie humorvollen „Zwischenstopp vor Weihnachten“ legte Salesianer-Pater Paul Thörner am Donnerstagabend beim monatlichen „Impulsabend“ der Communio in Christo in Mechernich ein.

Ein Corona-bedingt auf große Abstände gesetztes Auditorium, hier zur ein Teil der Zuhörer, quittierte die geist- und glaubensreichen Bemerkungen des Jünkerather Don-Bosco-Priesters mit langanhaltendem Applaus. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ein Corona-bedingt auf große Abstände gesetztes Auditorium quittierte die geist- und glaubensreichen Bemerkungen des Jünkerather Don-Bosco-Priesters teilweise mit lautem Lachen und am Ende mit langanhaltendem Applaus.

Seinen Zuhörern riet Pater Thörner ausdrücklich zum Gebrauch der Augen, allerdings mit Perspektivwechsel, wie im Film „Club der toten Dichter“, in dem Robin Williams seine Schüler auf die Schulbänke steigen lässt, um die Dinge einmal von oben zu betrachten. „Schauen Sie das Christkind in der Krippe an und wenn Sie sich sattgeschaut haben, dann schauen sie mit den Augen des Christkinds aus der Krippe heraus…“

„Erste Liebe neu entfachen“

„Anschauen ist mehr als sehen“, verriet Thörner: „Anschauen hat etwas Göttliches…“ Wer es nicht glaube, solle sich daran erinnern, wie Verliebte einander zeit- und ortsvergessen anschauen. Apropos: Wer seine erste Liebe verloren habe, solle sich nicht in Weltschmerz verzehren: „Vielleicht haben Sie Ihre erste Liebe ja auch verlassen…“

Womit nicht unbedingt eine bestimmte Person gemeint sein muss, sondern das Faszinosum der Liebe selbst. „Entfachen Sie sie neu“, riet der Pater aus dem Jünkerather Don-Bosco-Haus der Salesianer. Menschen mit gescheiterten Beziehungen, das bemerkte Pater Thörner eher beiläufig, brauchten „Akzeptanz, keine Verurteilung“.

Bei der Pflege von schwächelnden menschlichen Beziehungen könne es durchaus eine Hilfe sein, sich zu fragen, was der andere liebt. Indem man sich mit der Frage beschäftige, wachse die Aufmerksamkeit und auch die Phantasie, wie und womit man anderen eine Freude machen kann.

Im Alltag solle man Hirn, Herz und Hände gebrauchen, so Paul Thörner SDS – und zwar exakt in dieser Reihenfolge. Nachdenken, mitfühlen und handeln, aber nicht halbherzig oder kaltherzig, so Pater Paul: „Um Gottes willen nie herzlos werden!“ Die religiöse Auslegung dieser Regel stamme vom aufgeklärten Regenburger Bischof Johann Michael Sailer (1751 – 1832): „Lass Dein Herz vorbeten und Dein Handeln im Alltag nachbeten – Dein Mund kann nur mitbeten!“

„Schönheitssalon Beichtstuhl“

Die Liebe Gottes, die alles durchziehe und die selbst jedem Mörder eine zweite Chance zubillige, so der ehemalige Gefängnisjugendseelsorger, gelte auch jenseits der Gräberschwellen: „Unsere Toten sind zwar abwesend, aber nicht untätig…“ Sie existierten außerhalb von Zeit und Raum „in der beständigen Anschauung Gottes“, so Thörner, der damit unausgesprochen deutlich machte, dass sie im Angesicht des Allmächtigen Gutes für uns bewirken können.

Die Beichte bezeichnete der an der Küste Norddeutschlands aufgewachsene bekennende „Diaspora-Katholik“ als „Schönheitssalon der katholischen Kirche“. Wo sonst bekomme man nicht nur eine zweite Chance, sondern jede Möglichkeit der Rehabilitation und Wiedergutmachung als bei Gott?! „Lassen Sie andere spüren, wenn Sie beichten waren, man darf Ihnen das ansehen!“

„Machen Sie kleine Geschenke, überraschen Sie Ihre Mitmenschen“. Und noch einer von Pater Thörners SDS brauchbaren Ratschlägen: „Wenn ich bete, dann atme ich mich aus – und Gott ein“.

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Eifel-Traumpfad-Wanderer unterstützen die Wildvogel Pflegestation in Kirchwald

Laacher See – Die Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald ist in Not – diesem Aufruf folgte die LG Laacher See und überlegte, wie sie helfen können. Das Projekt „Sieben Eifeltraumpfade in sieben Wochen“ bot hier die beste Gelegenheit. 176 Aktive unterstützten die Aktion und wanderten fleißig die Eifel-Traumpfade. Neben einem geringen Startgeld von einem Euro spendeten viele Teilnehmer*innen zusätzlich für die Wildvogel-Station. Außerdem gab es zahlreiche wertvolle Preise zu gewinnen.

Im Jahr 2020 gab es auf der Wildvogel-Pflegestation 35% mehr tierische Patienten als im Jahr zuvor. In diesem Jahr kamen noch viele Pflegefälle hinzu. Die Kassen der Pflegestation waren leer und die finanzielle Not war absehbar. Mit einem Aufruf in regionalen Zeitungen und im Internet baten die Verantwortlichen um Unterstützung. Zahlreiche Vereine, Schulen, Privatleute usw. fühlten sich angesprochen und starteten Aktionen. Viele Spendengelder wurden gesammelt und die Pflegestation war erst einmal gerettet. Aber ständig kommen verletzte und kranke Tiere wie diverse Vögel, Eulen, Igel und sonstigen seltenen Gäste hinzu. Eine Versorgung muss gewährleistet sein.

Jetzt konnten Axel Schäfer und Klaus Jahnz von der LG Laacher See die Wildvogel Station in Kirchwald besuchen und einen Spendenscheck in Höhe von 650,00 Euro überreichen. Die Mitarbeiter*innen der Station bedankten sich ganz herzlich bei dem Team der Laufgemeinschaft Laacher See.

Bitte vormerken


2. Winterlauf der LG Laacher See in Bell am Sportplatz. Samstag, 8. Januar 2022 ab 13:00 Uhr, Zielschluss 16:00 Uhr
Anmeldung und weitere Informationen: www.winterlaeufe.de

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Dietrich Schnell schenkt dem Burgenmuseum Nideggen kostbare Keramikwerke

Nideggen/Düren – Der Nideggener Sammler Dietrich Schnell schenkt dem Burgenmuseum erneut kostbare Keramikwerke. Seinen 80. Geburtstag nahm er zum Anlass, dem Burgenmuseum erneut eine wertvolle Schenkung zu überlassen. Bereits zum 40. Bestehen des Museums schenkte er 160 historische Keramikwerke.

 Nun vermachte er dem Museum historische Bartmannkrüge, die aus dem 15. bis 17. Jahrhundert stammen und die Schenkung aus dem Jahr 2019 vervollständigen. Insgesamt überreichten Dietrich Schnell und seine Frau Helga Schnell zehn Werke an das Burgenmuseum. „Wir danken von Herzen für diese Schenkung, die wirklich sehr wertvoll ist – nicht nur aus materieller Sicht, sondern vor allem auch aus historischer“, sagt Museumsleiterin Luzia Schlösser.

Zur neuen Sammlung gehören zum Beispiel ein Bartmannkrug mit dem Kölner Wappen aus dem Jahr 1580, ein großer Krug aus Frechen mit Spruchband und Ornamentik und ein Bartmannkrug mit dem Wappen der Stadt Amsterdam aus dem 16. Jahrhundert. Aber auch eine Doppelhenkelflasche, ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert, sowie ein Kugeltopf aus dem Jahr 1450. Die Sammlung ermöglicht dem Museum zu zeigen, wie der Alltag der Menschen im Mittelalter und der Renaissance ausgesehen hat, wie sie ihre Nahrung zubereitet und Vorräte gehalten haben.

Dietrich Schnell hat seine berufliche Professionen im Hotel- und Gaststättengewerbe gefunden. Er war Leiter der „ZIHOGA“ (Zentrale und Internationale Management- und Fachvermittlung für Hotel- und Gaststättenpersonal) in Frankfurt und wurde von der Zeitschrift „NGZservice Manager“ als Hotelier des Jahres mit dem Special Award für ein Nachwuchs-Konzept im Jahr 1994 ausgezeichnet. Seine Ernennung zum Mitglied der Gastronomischen Akademie Deutschlands e.V. brachten den vielgereisten Dietrich Schnell auch immer wieder zur Kunst und kostbaren Sammlungsstücken.

Das Burgenmuseum hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 16.30 Uhr. Es gilt die 2G-Regelung.

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Der Impfbus kommt am heutigen Montag 20. Dezember nach Mayen

Mayen – Am heutigen Montag, 20. Dezember kommt der Impfbus erneut nach Mayen. Um dem großen Zulauf besser gerecht zu werden, kommt der Impfbus dieses Mal nicht in die Innenstadt, sondern macht von 9 – 17 Uhr Halt am Bürgerhaus in Hausen. Dort stehen ausreichend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Wer geimpft werden möchte, kann einfach vorbei kommen. Wichtig ist: Ausweis nicht vergessen! Terminvereinbarungen sind weder erforderlich, noch möglich.

Möglich sind Erst-, Zweit- sowie Booster-Impfungen. Personen ab 12 Jahren können in Begleitung eines Erziehungsberechtigten eine Schutzimpfung erhalten. Jugendliche zwischen 16-18 Jahren können mit einer schriftlichen Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten das Impfangebot wahrnehmen.

Wir bitten zu beachten, dass Booster-Impfungen in einem Abstand von fünf Monaten zur Zweitimpfung bei einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden.

Die Impfaktion richtet sich nicht nur an die Mayener Bürgerinnen und Bürger, sondern auch an die Bürgerinnen und Bürger umliegender Kommunen. Fragen können per E-Mail an Impfen@lv-rlp.drk.de gerichtet werden.

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Bäume aus Kaarst finden in Euskirchen ein Zuhause

Euskirchen – Die Baumschule Schmitz aus Kaarst musste zwangsweise einen Teil ihres Geländes abgeben und damit wären auch 100 Bäume verloren gegangen. Allerdings konnte die Baumschule durchsetzen, dass sie die Bäume zumindest verschenken konnte, um sie vor dem Schredder zu retten.

So kamen einige Kommunen, darunter auch die Stadt Euskirchen zu neuen Bäumen. In der Kreisstadt sind insgesamt 18 Bäume mit Unterstützung der Baumschule angepflanzt wurden. Vier Eiben wurden am Schillerstein im Stadtwald gepflanzt, zehn Hainbuchen entlang der Straße Am Lindenbaum in Roitzheim, eine Waldkiefer am Tuchmacherweg, eine Schwarzkiefer im Ruhrpark, eine weitere Hainbuche in Schweinheim und eine Stieleiche in Roitzheim.

„Es ist toll, dass wir die Bäume auf diesem Wege retten konnten, schließlich haben diese ausgewachsenen Bäume einen hohen ökologischen Wert“, so Jürgen Nonn vom Grünflächenamt.

Zusätzlich wurde darauf Wert gelegt, dass dort Bäume gepflanzt wurden, wo die Flut besonders gewütet hatte. So ist beispielsweise am Tuchmacherweg ein Baum, der von der Flut umgerissen wurde, durch eine neue Anpflanzung ersetzt worden.

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Virtuelles Krankenhaus Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Mehr als 500 COVID-Patientinnen und-  Patienten profitierten in der Pandemie von telemedizinischer Klinikvernetzung. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Seit dem Start der Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen (VKh.NRW) im März 2020 haben bereits 530 schwerst an COVID-19 erkrankte Patientinnen und Patienten von telemedizinischen Behandlungen im Rahmen des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen profitieren können.

Bei 3.299 Telekonsilen – digitale fachliche Beratungen – entfallen im Schnitt sechs bis sieben auf den einzelnen Patienten. Mittlerweile haben sich etwa 140 Krankenhäuser aus Nordrhein-Westfalen dem telemedizinischen Netzwerk angeschlossen. Das Virtuelle Krankenhaus ist seinem Ziel, medizinische Expertise durch Telekonsile flächendeckend im Land bereitzustellen, ein gutes Stück nähergekommen.

„Durch die enge Vernetzung von Expertinnen und Experten können wir auch angesichts der vierten Welle der Corona-Pandemie dem erhöhten Bedarf an intensivmedizinischer und infektiologischer Expertise besser gerecht werden. Das Virtuelle Krankenhaus hilft uns dabei, die Kapazitäten der nutzbaren Intensivbetten zu erhöhen und Zeit zu gewinnen, da durch die erhöhte Behandlungsqualität die Verweildauer verkürzt werden kann. Das zeigt uns einmal mehr, wie wichtig diese unterstützende Form der Versorgung in der Pandemie ist“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

„Wir sind sehr froh, Ärztinnen und Ärzte auch in der vierten Welle der COVID-19-Pandemie über das Netzwerk der Vorstufe des VKh.NRW dabei unterstützen zu können, COVID-Patientinnen und -Patienten auf ihren Intensivstationen optimal zu versorgen“, so Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Medizin und Intermediate Care der Universitätsklinik Aachen sowie Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er ist verantwortlich für die Leitung und Steuerung der Vorstufe des VKh.

„Wir vernetzen Medizin digital und interdisziplinär. Das Virtuelle Krankenhaus ermöglicht eine zeitnahe Beratung mit den Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, was die Behandlung und Prognose gerade bei schwer erkrankten Patientinnen und Patienten deutlich verbessern kann“, so Nadja Pecquet, Geschäftsführerin der Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH.

Hintergrund:

Das Virtuelle Krankenhaus ist im März 2020 mit einer Vorstufe gestartet, um schwer an COVID-19 erkrankte Menschen standortunabhängig zu versorgen. Durch den Einsatz von Telekonsilen können landesweit Kliniken auf die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster zurückgreifen. Die Uniklinik RWTH Aachen gehört seit Jahren zu den Vorreitern in der digitalen Medizin. Zudem konnten die Uniklinik RWTH Aachen und das Universitätsklinikum Münster mit dem Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW gemeinsam das Fundament für das Virtuelle Krankenhaus legen.

Gerade in Krankenhäusern der Allgemeinversorgung lässt sich dadurch die Versorgung optimieren. Verlegungen sind nur in Ausnahmefällen erforderlich, können dann aber passgenau und sehr zeitnah erfolgen.

Nach dem erfolgreichen Start der Vorstufe geht es nun darum, das Virtuelle Krankenhaus Schritt für Schritt in die Regelversorgung zu integrieren. Dafür wird das Angebot in der Pilotphase auf die Indikationsfelder therapierefraktäre Herzinsuffizienz, resektable Lebertumore und Seltene Erkrankungen ausgeweitet – alles Spezialbereiche, in denen hochspezialisiertes Expertenwissen in ausgewiesenen Fachzentren gebündelt ist. Der strukturierte Austausch mit den behandelnden Kolleginnen und Kollegen in den Arztpraxen und Krankenhäusern vor Ort soll das Wissen in die Fläche bringen.

Das Virtuelle Krankenhaus hat bereits mit über 100 Krankenhausträgern in Nordrhein-Westfalen Kooperationsverträge geschlossen. Zeitnah sollen nun auch erste Einrichtungen im ambulanten Bereich angeschlossen und mit der Konsilvermittlung in den neuen Indikationsfeldern gestartet werden. Die Pilotphase wird wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse dienen dazu, die Praxis zu verbessern und die Telekonsile optimal auf die Bedürfnisse der konsil-anfragenden Netzwerkpartner auszulegen.