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Wölfe in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Das Land NRW finanziert Schutzmaßnahmen auch für kleinere Pferde und führt Beratung und Förderung zusammen. Ministerin Heinen-Esser: Ziel unserer Wolfspolitik ist es, das Leben mit dem Wolf so konfliktfrei wie möglich zu gestalten und Naturschutz und Herdenschutz in Einklang zu bringen.

Zum Schutz von Weidetieren in Wolfsgebieten hat das Land Nordrhein-Westfalen die Förderrichtlinie Wolf erweitert. So werden ab 2022 in dem besonderes betroffenen Wolfsgebiet Schermbeck Schutzmaßnahmen auch für Kleinpferde (Ponys), Fohlen und Jungpferde finanziell gefördert. Zudem wird ab 2022 die Landwirtschaftskammer NRW die Prüfung und Förderung von Herdenschutzmaßnahmen vollständig übernehmen. Bisher waren jeweils die räumlich zuständigen Bezirksregierungen mit eingebunden.

Ministerin Heinen-Esser sagte hierzu am Dienstag in Düsseldorf: „Mit den Neuerungen wollen wir zum einen auch die Halter von Kleinpferden zusätzlich unterstützen und motivieren, ihre Tiere besser vor Wolfsübergriffen zu schützen. Zum anderen führen wir die Herdenschutzberatung und -Förderung zusammen und erhoffen uns davon noch passgenauere und beschleunigte Verfahren. Der Schritt vor der Antragstellung sollte ein klärendes Beratungsgespräch zwischen Tierhalter und Herdenschutzberatung sein.“ Die Service-Hotline der Herdenschutzberatung bei der Landwirtschaftskammer ist zu erreichen unter: 02945 / 98 98 98.

Sorgen bereitet das Wolfsrudel im Wolfsgebiet Schermbeck. Seit Oktober ist es hier wiederholt zu Übergriffen auf Kleinpferde (Ponys) gekommen. Die räumliche und zeitliche Häufung der Übergriffe auf Kleinpferde hatte das Ministerium veranlasst, die Lage im Wolfsgebiet auch zur Frage der Verhaltensauffälligkeit und damit verbundenen Fragen einer Entnahme erneut zu prüfen. Ein in der Folge in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass zumutbare Alternativen wie eine wolfsabweisende Zäunung, die bisher unzureichend genutzt wurden, vorhanden sind, womit weiterhin eine Entnahme von Wölfen nicht rechtssicher möglich ist.

Damit die in den Wolfsgebieten betroffenen Weidetierhaltungen die zusätzlichen Lasten durch die Rückkehr des Wolfs nicht alleine tragen müssen, unterstützte die Landesregierung die Halter in diesem Jahr bisher mit rund 1,5 Millionen Euro. „Das ist bundesweit die zweithöchste Summe, die ein Bundesland für Prävention und Entschädigung ausgegeben hat. Im kommenden Jahr werden wir weitere Geldmittel zur Verfügung stellen“, so Heinen-Esser. „Ziel unserer Wolfspolitik ist es, das Leben mit dem Wolf so konfliktfrei wie möglich zu gestalten und Naturschutz und Herdenschutzes in Einklang zu bringen.“ Dazu müssten Weiden mit potenziell gefährdeten Haus- und Nutztieren wolfsabweisend umzäunt werden, zudem sollten Tiere in dunklen Tag- und Nachtstunden am besten im Stall sein.

Während das Land die Förderrichtlinien anpasst und zusätzliche Mittel für den Herdenschutz bereitstellt, stellt die Umweltministerin zugleich die Frage der Verhältnismäßigkeit. „Dass der Wolf zu schützen ist, steht außer Zweifel. Aber ab welcher Größenordnung sind millionenschwere Ausgaben unverhältnismäßig?“ so Heinen-Esser. Hier müsse der Bund mehr Klarheit schaffen, die Formulierungen im Koalitionsprogramm seien sehr vage. Grobe Orientierung bietet ein zwischen Bund und Ländern Ende November 2021 verabschiedeter Praxisleitfaden Wolf.

Wölfe in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen verfügt über 4 Wolfgebiete mit Pufferzonen (Senne, Schermbeck, Oberbergisches Land und Eifel) und eine Pufferzone an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Nachgewiesen sind aktuell sieben Wölfe und mindestens elf ausgewachsene Welpen, verteilt auf drei Rudel und ein Einzeltier. Damit ist die Zahl der erwachsenen Wölfe im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen. Zwei der drei Rudel leben auf den Landesgrenzen und halten sich nur teilweise in Nordrhein-Westfalen auf. Hinzu kommt eine unbestimmte Zahl von durchwandernden Einzeltieren, die sich teils Tage, teils Wochen in Nordrhein-Westfalen aufhalten und danach Nordrhein-Westfalen wieder verlassen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden für die aktuellen Zählperiode 2020/2021 insgesamt 157 Rudel, 27 Paare und 9 ortstreue Einzeltiere angegeben.

2021 kam es bis Dezember zu rund 40 Übergriffen in Nordrhein-Westfalen auf Haus-und Nutztiere, mehrheitlich auf Schafe. Davon entfielen 18 Übergriffe auf das Rudel, das dauerhaft ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, im Wolfsgebiet Schermbeck lebt. Bei den Übergriffen war in der Mehrzahl der Fälle kein Grundschutz gegenüber dem Wolf vorhanden. Stets aktuelle Übersichten sind unter https://www.wolf.nrw.de/ zu finden. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 wurden bundesweit 942 Übergriffe von Wölfen auf Haus- und Nutztiere registriert, die meisten in Niedersachsen und Brandenburg.

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Thomas Impekoven ist neuer DFB-Stützpunkt-Koordinator im Fußballverband Rheinland

Region/Koblenz – Wechsel in der Leitung der rheinländischen DFB-Stützpunkte: Der Fußballverband Rheinland freut sich, mit Thomas Impekoven einen neuen DFB-Stützpunktkoordinator begrüßen zu dürfen. Am 1. Dezember hat der 30-Jährige seine Tätigkeit von Ricardo Böck übernommen, der seinerseits eine neue Aufgabe als Verbandssportlehrer im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen angetreten hat.

Impekoven ist in Brühl aufgewachsen, hat Sport studiert und war parallel dazu von 2013 bis 2016 DFB-Stützpunkttrainer im Rhein-Erft-Kreis sowie Co-Trainer bei Verbandsauswahlmannschaften des Fußballverbandes Mittelrhein. 2016 wechselte er ins Leistungszentrum von Bayer 04 Leverkusen, wo er vorwiegend im Scouting und in der Kaderplanung aktiv war. Zum 1. Juni 2018 übernahm er die Aufgabe als DFB-Stützpunktkoordinator im Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern, der er nach dreieinhalb Jahren im Nordosten nun im Rheinland nachgehen wird. „Es hat sich die Möglichkeit ergeben, eine neue Herausforderung anzunehmen, die mit der privaten Lebensplanung einhergeht. Ich freue mich sehr auf meine Tätigkeit beim FVR, in einem interessanten Gebiet mit netten Kolleginnen und Kollegen“, sagt Impekoven.

Und auch wenn er naturgemäß noch ein wenig Zeit benötigen wird, um zu Trainern und Vereinen einen Kontakt zu knüpfen: Gewisse Vorstellungen, Ideen und Anregungen bringt er aus seiner Zeit in Mecklenburg-Vorpommern mit. Einem Landesverband übrigens, bei dem die geografischen und sportlichen Voraussetzungen durchaus Ähnlichkeit zum Rheinland aufweisen. „Jede Region ist besonders, und es gilt, die Wege der DFB-Talentförderung zu gehen, die auf das Gebiet hervorragend passen“, sagt Impekoven. „Ich genieße die Arbeit mit den Talenten und den Trainern sehr, die Möglichkeit zu haben, individualisiert die Talente zu betreuen, den Vereinen einen Input geben und als Ansprechpartner vor Ort dienen zu können.“

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„Hand in Hand“ spendet 11.111 Euro

Aachen – Eine karnevalistische Zahl hat die Initiative „Hand in Hand“ dieses Jahr für den guten Zweck gesammelt. Stolze 11.111 Euro konnten am vergangenen Freitag im weißen Saal des Aachener Rathauses an caritative Einrichtungen überreicht werden.

„Mit dieser Initiative werden Menschen unterstützt, die Hilfe dringend benötigen. Das Ganze ist vorbildlich“, freute sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Die Schirmherrin begrüßte Freunde, Förderer und Empfänger der Spenden.

Seit 12 Jahren unterstützt die Initiative „Hand in Hand“ verschiedene soziale Einrichtungen in Aachen und der Region. „Durch Corona mussten auch in diesem Jahr alle Veranstaltungen abgesagt werden“, bedauert Bürgermeisterin Hilde Scheidt, die die Initiative seit Jahren fördert und Benefizveranstaltungen moderiert. Initiator Markus Jussen hat sich durchdiese Zeit nicht entmutigen lassen und sich aufgemacht, persönlich Spenden zu sammeln. Auf das Ergebnis ist er besonders stolz: „Was soll ich sagen, ich bin wirklich sprachlos, denn mit so einer großen Spendenbereitschaft konnte niemand rechnen. Ich bin sehr dankbar, dass wir so großartige Freunde und Förderer an unserer Seite haben, denn nur so funktioniert unser Motto „mit Euch, für Andere“. Danke!“

Zu den diesjährigen Spendern zählten bekannte Gesichter wie Baugruppe Schlun, Förderer der Initiative seit der ersten Stunde, sowie die Sparkasse Aachen.

Begeistert zeigte sich Jussen über neue Förderer, die sich selbst bei ihm gemeldet haben und ihre Unterstützung in Form von Spenden anboten. Dr. Arash Amjadi vom Augenzentrum-Euregio und Eses Seker, Gründer von Royal Donuts, wollten ihren Teil an der Aktion übernehmen und zeigen vorbildlich, dass die Weihnachtszeit eine Zeit des Teilens und Miteinanders ist.

Erstmalig erhielten die Türöffner aus Würselen und die Clown-Visite des Luisenfreunde Spenden. Damit Herkunft nicht Zukunft bestimmt – mit dieser Idee wurde der Verein Türöffner e.V. 2016 von im Bereich Integration engagierten Menschen gegründet. Das Ziel ist es, benachteiligte Familien zu stärken und vor allem Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Regelmäßig bringen die Clowns des Klinik-Clowns Aachen e.V. Abwechslung, Spaß, Heiterkeit und Leichtigkeit in den Heimalltag von an Demenz erkrankten Menschen. Durch Clowns-Visiten sollen die Bewohner zusätzlich eine physische und psychische Aufhellung ihres Alltags erfahren. Lachen wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus. Es hilft sogar gegen Schmerzen.

Weiter werden mit den Spenden die Ambulante Palliativ und Querbeet von der Caritas, Madagaskar VOZAMA Dorf macht Schule von Misereor, der Abenteuerspielplatz des Deutschen Kinderschutzbundes Aachen, und der Aachener Tierpark unterstützt.

Sarah Schiffer sang, begleitet von Martin Guha, passend zur Spendenübergabe kurz vor den Festtagen, Weihnachtslieder.

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Adenau erhält 490.000 Euro für die Entwicklung des Stadtkerns

Adenau/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau (Landkreis Ahrweiler), Guido Nisius, einen Förderbescheid über weitere 490.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ für die laufende Entwicklung der Adenauer Innenstadt überreicht. Land und Bund unterstützen die Entwicklung des Fördergebiets seit 2017 und haben seither 1,24 Millionen Euro bereitgestellt.

„Die Stadt plant, die Mittel vor allem für die Einrichtung eines Quartiersmanagements, den Umbau der Komturei sowie private Modernisierungsmaßnahmen einzusetzen. Die Maßnahmen stärken die Innenstadt weiter und sind Teil einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um Adenau langfristig voranzubringen“, sagte Minister Lewentz.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demographischen Wandels. Ziel des Programms ist es, diese Gebiete zu zukunftsfähigen und lebenswerten Quartieren zu entwickeln. Mit den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch ein Investitionsprogramm für Sportstätten abgerundet.

„Das Fördersystem der Städtebauförderung hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten insbesondere für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur zu entwickeln“, so der Minister.

Im Programmjahr 2021 können in der Städtebauförderung insgesamt wieder rund 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2020 profitierten rund 200 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz mit etwa 780 Millionen Euro von der Städtebauförderung.

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Rotary spendet nach Hausbrand obdachloser Kommerner Familie 5000 Euro

Mechernich-Kommern – Dr. Ludwig Veltmann, Rotaryclub Euskirchen, und Manfred Poth, Rotarier Euskirchen-Burgfey, überreichten jetzt einen Scheck über 5000 Euro an den Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und den Kommerner Ortsbürgermeister Rolf Jaeck. Das Geld ist für die durch einen Wohnhausbrand obdachlos gewordene Familie Opladen bestimmt.

Die dreiköpfige Familie war mit ihrem Einfamilienhaus stark von der Flutkatastrophe im Juli betroffen. Das Erdgeschoss war flutbedingt unbewohnbar. Vor einigen Wochen dann traf es die Familie erneut. Wahrscheinlich ausgelöst durch einen Kurzschluss eines Trocknungsgerätes wurde das Einfamilienhaus bei einem Wohnungsbrand vollständig zerstört.

In einer Erklärung der Rotarier heißt es: „Die Euskirchener Rotary-Familie freut sich sehr, die Familie mit einer Spende von 5000 Euro unterstützen zu können.“ Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick und Ortsvorsteher Rolf Jaeck nahmen den Scheck treuhänderisch entgegen.

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„Licht der Hoffnung“ für Mayschoß – Aktion bringt Freude und Zuversicht ins Ahrtal

Mayschoß/Ahrtal – Die Aktion „Licht der Hoffnung“ soll das Ahrtal erhellen und vor allem Freude und Zuversicht in die von der Flut betroffenen Orte bringen. Das ist das Ziel des Mainzer Fluthelfers Dirk Baum, der die Aktion ins Leben gerufen hat. Die Lichter, die an markanten Orten im Ahrtal angebracht werden sollen, sind 2,50 Meter groß und speziell zu diesem Zweck geschmiedet. Nach einem ersten Licht in Walporzheim wurde am Samstag, 18. Dezember 2021, ein weiteres in Mayschoß übergeben.

Schirmherr der Aktion und Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies MdL dazu: „Aktionen wie diese sind für unser Ahrtal besonders in der dunklen Jahreszeit und so kurz vor den Feiertagen, die für viele Menschen anders und sicherlich auch schwer werden, enorm wichtig. Sie zeigen, dass wir nicht alleine sind und vor allem nicht vergessen werden. Umso mehr hoffe ich, dass bald noch weitere ‚Lichter der Hoffnung‘ unser Ahrtal erhellen und uns Mut, Hoffnung und Zuversicht schenken.“

„Es ist in uns zu einer Herzensangelegenheit geworden, die Hilfsbereitschaft, das Miteinander, die Verbundenheit unter all den Menschen, die sich hier im Ahrtal zusammenfinden, auch symbolisch nach außen zu tragen“, erklärt Baum ein weiteres Anliegen der Aktion. Weitere Standorte für das „Licht der Hoffnung“, das durch Spenden finanziert wird, sind bereits in Planung.

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Erneuter Bombenfund in der Euskirchener Kernstadt – Sprengung erfolgt gegen 16 Uhr

Euskirchen – Am heutigen Dienstag 21. Dezember 2021 ist auf dem Gelände der ehemaligen westdeutschen Steinzeugwerke in Euskirchen ein Teil einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Ein Teil der Bombe wurde bereits beim Aufprall zerstört, so dass nur noch ein Zünder von zweien übrig ist. Es handelte sich vermutlich um eine 250 Kilo Bombe.

Nach Rücksprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wird ab 15 Uhr der umliegende Bereich des Fundorts der Bombe durch das Ordnungsamt der Kreisstadt Euskirchen, die Feuerwehr und die Polizei für eine kontrollierte Sprengung geräumt. Davon betroffen ist ein Radius von circa 200 Metern um den Fundort. Den Anordnungen der eingesetzten Kräfte ist Folge zu leisten.

Für die Bewohner des betroffenen Evakuierungsbereichs, die nicht bei Familien oder Freunden unterkommen können, ist ab 15 Uhr eine Sammelstelle in der Turnhalle der Hermann-Josef-Grundschule, Keltenring 36, 53879 Euskirchen eingerichtet, in der sie sich bis zum Ende der Entschärfung aufhalten können.

Die Zugangsstraßen des Evakuierungsbereichs werden um 15 Uhr vollständig gesperrt.

Die Sprengung der Bombe ist gegen 16 Uhr vorgesehen.

Für Betroffene, die beim Verlassen ihres Hauses Hilfe benötigen, ist eine Hotline eingerichtet. Die Telefonnummer lautet: 02251/14227.

Aktuelle Informationen von Stadt und Polizei sind auf den Social-Media-Kanälen (Facebook und Instagram) der Stadt Euskirchen zu finden.

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Wiederaufbau-Arbeiten im Ahrtal und für die Eifelstrecke bleiben an Sonntagen bis zum 30. April 2022 erlaubt

Ahrtal/Mainz – Der Wiederaufbau in den Flutregionen ist noch nicht abgeschlossen und erfordert nach wie vor viel Arbeit, wenn es um das Wiederherstellen von Infrastruktur und das Beseitigen von Abfall geht. Daher dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Ahrtal vorläufig weiter auch an Sonntagen beschäftigt werden.

Arbeitsminister Alexander Schweitzer und der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, informierten gestern in Mainz und Koblenz, dass die bislang bis zum 23. Dezember 2021 bestehende Ausnahmebewilligung im Landkreis Ahrweiler bis zum 30. April 2022 verlängert werde. Ausgeklammert bleiben die Weihnachtstage, Neujahr, Karfreitag, der Ostersonntag und der Ostermontag. „Die Not vieler Menschen ist nach wie vor groß. Wir wollen mit der Ausnahmegenehmigung einen Teil dazu beitragen, dass der Wiederaufbau in den Hochwassergebieten weiter schnell voranschreitet“, sagte Arbeitsminister Schweitzer.

Die Ausnahmegenehmigung betreffe Arbeiten, die dazu dienen, Infrastrukturen wiederherzustellen – wie Kommunikations-, Gas-, Strom- und Eisenbahnnetze, Straßen und Brücken sowie die Wasserver- und –entsorgung.  Ebenso falle die Entsorgung von Abfall sowie die Restaurierung und Sanierung von Gebäuden unter die Ausnahmegenehmigung.

Ferner werde auch in einer Allgemeinverfügung für den Wiederaufbau und Wiederherstellung der Eifelstrecke im Kylltal zwischen Trier-Ehrang und der Landesgrenze bei Jünkerath die Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an den Sonntagen entsprechend zugelassen, betonten der Minister und der Präsident der SGD Nord.

Unterstützt werde dadurch der Wiederaufbau der gesamten Eifelbahn durch die DB Netz AG. Hierfür seien Bauarbeiten auch an Sonntagen unverzichtbar, sagte Wolfgang Treis. Die Schäden auf der Eifelstrecke sollen im rheinland-pfälzischen Abschnitt nach der derzeitigen Planung bis Herbst 2022 beseitigt sein, erläuterte er.

Die Verlängerung sei im dringenden öffentlichen Interesse, betonten der Minister und der Präsident der SGD Nord. Minderjährige sind von der Regelung ausgenommen, da sie unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen. Für schwangere und stillende Frauen gelten die Regelungen des Mutterschutzgesetzes. Nicht umfasst sei von der Genehmigung der Bau neuer Gebäude.

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Für Babynotfälle gewappnet

Weilerswist – Zum Neuen Jahr soll das DRK-Kursangebot „Babynotfälle“ in der Reihe „Elternstart NRW“ fortgesetzt werden. Die fünfteilige Kursreihe findet in Henrys Eltern-Kind-Kompetenzzentrum, Kölner Straße 160, in Weilerswist statt. Das DRK-Angebot startet am Montag, 24. Januar 2022, ab 18 Uhr.

Das Kursangebot „Elternstart NRW“ wird von der DRK-Familienbildung angeboten. Es ist Teil des Projekts „Eltern stärken – präventiv handeln“ der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die Variante „Babynotfälle“ steht dieses Mal auf dem Programm. In den fünf Treffen, die immer montags jeweils anderthalb Stunden dauern, liegt der Schwerpunkt darin, Eltern von Säuglingen im ersten halben Lebensjahr zu zeigen, wie sie im Notfall schnell und richtig helfen können. Darüber hinaus werden aber auch Themen wie Einfühlung, Bindung und Versorgung angesprochen.

Als Dozentin wird Melanie Kötter agieren, die Anmeldung für den kostenlosen Kursus erfolgt telefonisch bei der DRK-Familienbildung unter 02251/791184 oder per Mail unter fbw@drk-eu.de.

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SPD / DIE LINKE im Rat der Stadt Mechernich beantragt den Erhalt des Eifelstadions in Mechernich

Mechernich – Brief an den Bürgermeister der Stadt Mechernich – Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Schick, die Fraktionsgemeinschaft der SPD / DIE LINKE im Rat der Stadt Mechernich beantragt hiermit den Erhalt des Eifelstadions für schulischen und außerschulischen Kinder– und Jugendsport. Der Antrag soll sowohl im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales, sowie auch im Ausschuss für Planung, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz beraten werden.

Begründung:
Der Bürgermeister erklärte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 16.11. 2021, die Fläche des Eifelstadions als Baugebiet nutzen zu wollen. Dies wurde bisher in dieser Form sowohl von Seiten der Verwaltung, als auch von den Vertretern der CDU / UWV- Koalition verneint.

Daher möchten wir frühzeitig eine weitere Nutzung des Eifelstadions zum Wohle der Mechernicher Bevölkerung sicherstellen. Erzieher*innen, Lehrer*innen und vor allem auch Kinderärzt*innen beklagen ein wachsendes Defizit an Fein- und Grobmotorik bei Kindern und Jugendlichen. Bewegung durch sportliche und spielerische Aktivitäten muss deshalb in besonderem Maße ermöglicht und gefördert werden. Hierzu gehört ein niederschwelliges Angebot an Freizeitsport innerhalb aber auch außerhalb von Vereinen für den Zentralort Mechernich.

Weiterhin ist das Eifelstadion eine wichtige Sportstätte für den Schulsport. Mit der vorhandenen Laufbahn, der Kugelstoß- und Weitsprunganlage, können nur hier wichtige Sportarten ausgeübt werden, die z.B. bei Bundesjugendspielen und für einen evtl. Leistungskurs „Sport“ der gymnasialen Oberstufe sowohl für Gymnasium und Gesamtschule gleicher Maßen unabdingbar sind.
Des Weiteren wird die Anlage regelmäßig von der Jugendfeuerwehr zum Training und zur Erlangung der Leistungsspange genutzt.

Leider ist der zeitlich sehr begrenzte Schulsport bei Weitem nicht ausreichend, um Bewegungsdefizite von Kindern und Jugendlichen hinreichend zu kompensieren.

Die Kehrseite der Ganztagsbeschulung, die immer knapper werdende Zeit der Schüler*innen für den Vereinssport, fordert die politischen Verantwortlichen auf, ein niederschwelliges Sport-, Spiel- und Bewegungsangebot zu ermöglichen, welches konzeptionell zwischen der Schulsozialarbeit, der offenen Jugendarbeit und den örtlichen Vereinen angesiedelt werden soll. Dies eröffnet auch den Schulen die Möglichkeit, Sport am Nachmittag anzubieten.

Weiterhin kann auch ein jederzeit nutzbares und zugängliches Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, die nicht vereinsmäßig organisiert sind, geschaffen werden. Hieraus kann sich in einem zweiten Schritt, neben dem sportlichen Aspekt, auch eine Stärkung des Ehrenamtes im Verein entwickeln, da Kinder und Jugendliche, die sonst keinen Kontakt zu Vereinen haben, Strukturen erleben und sich ggf. angesprochen fühlen, diese selbst mit zu gestalten. Letztendlich braucht es hier adäquate Sportstätten, die einfach im Sozialraum der jungen Menschen zu erreichen sind, und es braucht nicht den Abbau dieser Sportstätten.

Zusätzlich ist der Erhalt zumindest eines Kleinspielfeldes zu Trainingszwecken für den Kinder- und Jugendfußball als ortsnahes Angebot wichtig.  Eine völlige Verlagerung der Sportstätten nach Kommern führt auch zu zusätzlichen Fahrwegen und Fahrzeiten. Deshalb ist der Erhalt eines ortsnahen Angebots im Zentralort erforderlich.

Zu guter Letzt gibt es auch noch einen sehr starken emotionalen Aspekt. Durch die siedlungsgeschichtliche und städtebauliche Entwicklung gibt es im Zentralort Mechernich nur wenige markante Gebäude und Orte mit denen sich die einheimische Bevölkerung identifizieren kann. Das Eifelstadion ist, neben der alten Kirche, vielleicht sogar der letzte Ort, wo dies noch geschieht. Bei einem Wegfall würde die „Mechernicher Seele“ hart getroffen.
Ein Baugebiet auf dem Gelände des Eifelstadions weckt aus fiskalischer Sicht wohl sehr attraktive Begehrlichkeiten. In einem vorzunehmenden Abwägungsprozess sollten wir hier aber einmal die Gewinninteressen hinten anstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Bertram Wassong                                       Dustin Gemünd

(Fraktionsvorsitzender)                              (stellv.Fraktionsvorsitzender)

Daniel Decker                                             Egbert Kramp

(Stadtverordneter)                                       (Stadtverordneter)

Dr. Peter Schweikert-Wehner                      Horst Sielaff

(Vorsitzender AfBKS)                                (Stadtverordneter)

Thomas Tampier                                         Ute Wagener

(Stadtverordneter)                                       (Stadtverordnete)