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Neuregelungen im Bereich Gesundheit und Pflege ab dem 01. Januar 2022

Region/Berlin – Zum 1. Januar 2022 wurden im Bereich des Bundesgesundheitsministeriums zahlreiche Änderungen wirksam. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen:

 Entlastung für Pflegebedürftige in stationärer Pflege 

  • Um Pflegebedürftige vor Überforderung durch steigende Pflegekosten zu schützen, zahlt die Pflegeversicherung bei der Versorgung im Pflegeheim einen Zuschlag zu dem nach Pflegegrad differenzierten Leistungsbetrag. Er steigt mit der Dauer der Pflege: Im ersten Jahr trägt die Pflegekasse 5 % des pflegebedingten Eigenanteils, im zweiten Jahr 25 %, im dritten Jahr 45 % und danach 70 %.
  • In der ambulanten Pflege werden die Sachleistungsbeträge um 5 % erhöht, um den steigenden Vergütungen Rechnung zu tragen.
  • Es werden gesetzlich starke Anreize für den Ausbau der Kurzzeitpflege gesetzt. Um die Pflegebedürftigen nicht zu belasten, wird der Leistungsbetrag der Pflegeversicherung zur Kurzzeitpflege zudem um 10% angehoben.
  • Es werden die regionalen Netzwerke gestärkt, indem die Fördersumme um 10 Millionen Euro/Jahr aufgestockt wird.

Erstmals Bundeszuschuss für Pflegeversicherung

  • Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wird ein Bundeszuschuss in Höhe von 1 Milliarde Euro pro Jahr eingeführt.
  • Der Beitragszuschlag für Kinderlose steigt um 0,1 Prozentpunkte.

(Diese Regelungen sind Bestandteil des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“ – GVWG)

Pandemiebedingter Schutzschirm wird verlängert 

  • Die Regelungen zur Erstattung pandemiebedingter Mehrausgaben und Mindereinnahmen von zugelassenen Pflegeeinrichtungen und Angeboten zur Unterstützung im Alltag werden bis Ende März 2022 verlängert.
  • Der flexiblere Einsatz des Entlastungsbetrages bei Pflegegrad 1 zur Sicherstellung der Versorgung bleibt befristet erhalten. Gleiches gilt für die Möglichkeit der Kostenerstattung in Höhe der ambulanten Pflegesachleistungsbeträge bei Pflegegrad 2 bis 5.
  • Flexibilisierungen bei Familienpflegezeit und Pflegezeit bleiben befristet bestehen.
  • Der Anspruch auf coronabedingtes Pflegeunterstützungsgeld für bis zu 20 Arbeitstage wird bis Ende März 2022 verlängert.
  • Die Medizinischen Dienste können im Einzelfall bis Ende März 2022 Pflegebegutachtungen ohne persönliche Untersuchung der Versicherten in ihrem Wohnbereich durchführen.
  • Ebenfalls bis Ende März 2022 besteht für Pflegegeldempfänger die Möglichkeit, den Beratungsbesuch telefonisch, digital oder per Videokonferenz abzurufen.

Weiterhin längeres Kinderkrankengeld

  • Diese pandemiebedingte Sonderregelung für Kinderkrankengeld wird verlängert: Das Kinderkrankengeld kann auch 2022 je versichertem Kind grundsätzlich für 30 statt 10 Tage (bei Alleinerziehenden 60 statt 20 Tage) in Anspruch genommen werden.

(Diese Regelungen sind Bestandteil des „Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“)

E-Rezept startet bundesweit – Weiterentwicklung der ePA

  • Bundesweit können alle Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken, deren Systeme die technischen Voraussetzungen erfüllen, das E-Rezept nutzen. Sofern aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen das E-Rezept nicht erstellt werden kann, erhalten Versicherte zunächst weiterhin das gewohnte Papierrezept.
  • Die Krankenkassen gewährleisten, dass die Versicherten bzw. deren Vertreter mit einem geeigneten Endgerät eine Einwilligung gegenüber ihrer Ärztin/ihrem Arzt oder einem weiteren Berechtigten zum Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) – sowohl auf spezifische Dokumente und Datensätze als auch auf Gruppen von Dokumenten und Datensätzen der ePA – barrierefrei erteilen können.

(Diese Regelungen sind Bestandteil des „Gesetzes zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur“ – PDSG)

Einheitliche Ausbildung für Assistenzberufe im OP und in der Anästhesie

  • Für die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) gelten erstmals bundesweit einheitliche Regelungen. Damit werden die Weiterentwicklungen der komplexen Aufgabenstellungen und das breite Tätigkeitsspektrum dieser Fachberufe aufgegriffen.

(„Gesetz über den Beruf der Anästhesietechnischen Assistentin und des Anästhesietechnischen Assistenten und über den Beruf der Operationstechnischen Assistentin und des Operationstechnischen Assistenten“ und „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten“)

Ergänzender Bundeszuschuss

  • Der ergänzende Bundeszuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung steigt auf 14 Milliarden Euro. Damit kann der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der GKV 2022 stabil bleiben.
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Das Mayener Neujahrsbaby heißt Ella Maria

Mayen – Mit dem Geburtsdatum 1. Januar 2022 hat sich Ella Maria einen besonderen Termin ausgesucht. Um 5:07 Uhr kam sie als Mayener Neujahrsbaby im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen zur Welt. Ella Maria wog bei ihrer Geburt 2820 Gramm und war 49 Zentimeter groß. Für Christina und Rene Dehren aus Ellenz-Poltersdorf ist es das erste Kind und sie sind überglücklich.

Das St. Elisabeth hat ebenfalls einen besonderen Grund zur Freude, denn es blickt mit Stolz auf seine Geburtenzahlen. In der Klink für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gab es bereits zum zweiten Mal mehr als 800 Geburten in einem Jahr! In 2020 betrug die Anzahl 804 und es kamen 809 Kinder zur Welt. 2021 waren es 818 Geburten mit 832 Kindern, darunter 429 Jungen und 403 Mädchen sowie 3 Zwillingspärchen.

 

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Neujahrs-Ansprache von Ministerpräsident Hendrik Wüst für das Jahr 2022

Region/Düsseldorf – Am ersten Tag des neuen Jahres grüße ich Sie alle sehr herzlich. Ich stehe hier in einem Klassenraum der Grundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr. Jetzt, in den Schulferien, ist die Klasse natürlich leer. Aber in den vergangenen beiden Jahren konnten die Kinder auch während der Schulzeit wochenlang nicht hier sein. So wie hier in Mülheim war es an allen Schulen in unserem Land. Und auch die Kitas waren kurzzeitig geschlossen. Das war nötig, um Infektionen zu vermeiden und Ältere und Kranke zu schützen. Es gab ja zu Beginn der Pandemie noch keinen Impfstoff.

Für viele Familien war es eine enorme Belastung, Kinderbetreuung und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Mein Respekt und Dank gilt deshalb allen Familien, die diese schwierige Zeit durchgestanden haben.

Danke auch allen Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, die auf Distanz Wissen vermittelt und Kontakt gehalten haben so gut es ging.

Ein besonders großer Dank geht an die Kinder und Jugendlichen dafür, dass sie auf Vieles verzichtet haben, um andere zu schützen.

Dass viele Großeltern ihre Enkel über lange Zeit nicht sehen konnten, ist ein besonders trauriges Kapitel der Pandemie. Die wahren Heldinnen und Helden der Pandemie arbeiten im Gesundheitswesen.

Da wird oft weit über die Belastungsgrenze hinaus um Leben und Tod gerungen. Dafür sind wir diesen Frauen und Männern zu größtem Dank verpflichtet.

Und natürlich ist die Pandemie trotz aller staatlichen Hilfe auch eine harte Zeit für viele wirtschaftliche Bereiche – etwa den Einzelhandel oder die Gastronomie.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nur zu gerne würde ich Ihnen heute sagen: Diese schwere Zeit liegt nun endgültig hinter uns. Aber das wäre nicht ehrlich.

Das Virus ist noch nicht besiegt. Die aktuellste Mutation – Omikron – verzeiht keine Nachlässigkeit. Darum müssen wir weiter konzentriert und wachsam sein. Und wir müssen jederzeit bereit sein, entschlossen zu handeln, um Menschenleben zu schützen.

Ich will in aller Offenheit sagen: Nach allem, was wir heute wissen, werden die nächsten Wochen eine neue, große Herausforderung in dieser Pandemie.

Die Wissenschaft sagt eine nie da gewesene Verbreitung des Virus voraus – trotz großer Erfolge beim Impfen und Boostern in den letzten Wochen.

Deshalb kommt es auch im neuen Jahr auf jede und jeden Einzelnen an:

  • Hygiene-Regeln einhalten
  • testen lassen.

Wir kennen das. Und so viele Menschen wie möglich müssen sich impfen lassen. Nur wenn noch mehr Menschen geimpft sind, können wir das Virus auf Dauer in Schach halten.

Nordrhein-Westfalen bereitet sich mit einem vorausschauenden Kurs auf die kommende Zeit vor – mit zielgerichteten und klaren Maßnahmen.

Wenn möglicherweise sehr viele Menschen infiziert werden oder in Quarantäne müssen, kommt es darauf an, dass wir unser Land am Laufen halten.

Damit unsere Jüngsten nicht wieder besonders hart betroffen sind, wollen wir, dass Schulen und Kindertagesstätten möglichst offenbleiben.

Noch etwas ist mir wichtig: Lassen wir nicht zu, dass uns das Virus die Lebensfreude nimmt. Lassen wir nicht zu, dass aus räumlicher Distanz, die wir halten müssen, auch menschliche Distanz wird. Holen wir andere aus Einsamkeit und Isolation heraus. Das neue Jahr wird uns sicher Chancen dazu bieten. Nutzen wir diese Chancen.

So wie es diese Schule hier tut. Sie hat im vorigen Jahr den Deutschen Schulpreis gewonnen.

  • Weil sie es geschafft hat, dass die Kinder auch in der Pandemie, auch online, engen Kontakt mit der Schule und untereinander halten konnten.
  • Weil sie aus großer Vielfalt von Kindern unterschiedlichster Herkunft gemeinsame Erfolge macht.

Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, Vielfalt – das ist das Erfolgsrezept dieser Schule.

Es war und ist auch das richtige Rezept für unser Land.

  • Gemeinsam haben wir in 75 Jahren ein starkes Nordrhein-Westfalen geschaffen,
  • gemeinsam haben wir tiefgreifende Veränderungen bei Kohle, Stahl, Textil und in vielen anderen Branchen bewältigt,
  • gemeinsam leben wir eine beeindruckende Vielfalt von Herkunft, Glauben und Weltanschauung.
  • Auch nach der Flut im Juli war Zusammenhalt für Viele selbstverständlich.
  • Die Hilfsorganisationen waren im Einsatz – auch die Bundeswehr – und viele Menschen haben Schüppen und Eimer eingepackt, Landwirte sind mit ihren Treckern losgefahren, um zu helfen.

Danke dafür!

Wir sind das Land der Hilfsbereitschaft.
Wir sind das Land des Gemeinsinns.
Wir sind das Land, in dem jede und jeder eine Chance bekommt.
Wir sind das Land, in dem wir gemeinsam Erfolg haben.
Und auch mit Corona werden wir gemeinsam fertig.

Mit dieser großen Gemeinsamkeit werden wir es schaffen, dass 2022 zu einem guten Jahr wird – für uns alle und für unser Land.

Passen Sie auf sich auf, bleiben Sie gesund.

Alles Gute fürs neue Jahr!

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„Dreikönigs-Drive-In“ in Mechernich

Mechernich – Die Mechernicher Sternsinger sammeln und segnen im neuen Jahr wegen Corona in einem völlig neuen „Drive-in“-Verfahren. Wer für das Kindermissionswerk spenden und einen Segensaufkleber für seine heimische Haus- beziehungsweise Wohnungstür haben möchte, kann am Sonntag, 9. Januar, zwischen 10.30 und 17 Uhr vor dem Mechernicher Johanneshaus direkt an der Kirche vorfahren, seine Spende durchs offene Fenster übergeben – und einen Segensaufkleber von Kaspar, Melchior und Balthasar mit nach Hause nehmen.

Das Motto der Sternsinger-Aktion 2022 lautet: „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Wer sich dafür im Pfarrbüro (Tel. 02443/ 86 40) angemeldet hat, bekommt den Segensaufkleber auf Wunsch auch in den heimischen Briefkasten zugestellt. Spenden kann man auch im Pfarrbüro, Weierstraße 80, abgeben.

In Roggendorf geht der Kapellenverein am Sonntag, 16. Januar, ab 10 Uhr von Haus zu Haus und wünscht allen ein frohes neues Jahr. Beim „Sternsinger-Drive-In“ am Johanneshaus sind natürlich leibhaftige Sternsinger zugegen, nehmen Spenden an und segnen. Der Segensspruch 20 C + M + B 22 bedeutet „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) plus Jahreszahl.

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Polizei: Jahreswechsel in Rheinland-Pfalz – Silvesternacht ruhiger als gewöhnlich

Region/Mainz – Die Silvesternacht verlief nach Einschätzung der rheinland-pfälzischen Polizei auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie insgesamt deutlich ruhiger als gewöhnliche Silvesternächte. Landesweit betrachtet herrschte zum Jahreswechsel geringes bis mäßiges Besucheraufkommen im öffentlichen Raum. Die Feierlichkeiten verliefen insgesamt friedlich und ohne herausragende Vorkommnisse.

Der Schwerpunkt der polizeilichen Tätigkeit lag wie bereits im Vorjahr auf den Kontrollen im Zusammenhang mit den Corona-Regelungen. Die eingesetzten Kräfte führten rund 380 Personenkontrollen durch und stellten dabei 46 Verstöße gegen die aktuelle Corona-Verordnung fest, davon 35 Fälle von Missachtung der Kontaktbeschränkungen.

Es bestand wie bereits 2020 ein bundesweites Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk. Auch aus den Vorjahren noch vorhandene oder in Nachbarländern gekaufte Feuerwerkskörper änderten nichts daran, dass Feuerwerk in deutlich geringerem Maße abgebrannt wurde als in den Jahren vor der Pandemie.

Vereinzelt kam es zu weiteren Einsatzanlässen für die Polizei. Insgesamt wurden 43 Ermittlungsverfahren eingeleitet, davon 27 im Zusammenhang mit Gewaltdelikten im öffentlichen Raum sowie zwei aufgrund der Nutzung gefälschter Impfausweise. In Wörth schoss ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Polizeibeamte. Zwei Kräfte erlitten leichte Verletzungen. In Worms kam es zu einer sexuellen Belästigung durch einen Autofahrer gegenüber einer Fußgängerin. Zu Bränden kam es in der Küche einer Gaststätte in Großlittgen (Kreis Bernkastel-Wittlich) und aufgrund eines vergessenen Backofens in Wittlich.

In Koblenz wurden am Jesuitenplatz acht Personen aus dem Spektrum der Corona-Maßnahmen-Kritiker, zum Teil mit Lichterketten behangen, festgestellt.

Die Polizeipräsidien hatten die Stärken der Dienstgruppen in allen Landesteilen für den Jahreswechsel deutlich erhöht und wurden zusätzlich durch Kräfte der Bereitschaftspolizei verstärkt.

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Ministerpräsident Hendrik Wüst sendet Neujahrsbriefe an Eltern von Mehrlingskindern

Region/Düsseldorf – Mit einem persönlichen Brief würdigt Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Jahreswechsel alle Eltern von Mehrlingskindern (Drillinge oder mehr gleichgeborenen Kindern) in Nordrhein-Westfalen sowie die enorme Leistung kinderreicher Familien – insbesondere in Corona-Zeiten. Für das Jahr 2021 wurden bislang 24 Mehrlingsgeburten (Drillinge) gemeldet. Der Ministerpräsident übernimmt die Ehrenpatenschaft für diese Kinder. Zudem erhalten die Erziehungsberechtigten ein sogenanntes Mehrlingsgeld in Höhe von 1.000 Euro pro Kind.

„In diesen Tagen ist wegen der Corona-Pandemie ein für uns alle anstrengendes Jahr 2021 zu Ende gegangen, das wie schon 2020 einmal mehr auch mit erheblichen Einschränkungen unseres Alltags verbunden gewesen ist. Ich hoffe sehr, dass Sie im vergangenen Jahr trotzdem auch viele tolle Erfahrungen und Augenblicke mit Ihren Kindern erleben konnten“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst in dem Brief, der in den kommenden Tagen bei den Eltern der Mehrlingskinder eintrifft. Ministerpräsident Wüst weiter: „Kinder sind ein wahres Geschenk und gehören persönlich zu dem Spannensten und Schönsten, was unser Leben zu bieten hat. Familien und Kinder sind auch für unsere Gesellschaft von besonderer Bedeutung.“

Dem Schreiben beigefügt ist ein Geschenk in Form eines Büchergutscheins. Die Eltern können selbst wählen, ob sie sich für ein Vorlesebuch oder für Bücher für ihre Kinder entscheiden. Darüber hinaus lädt Ministerpräsident Wüst zu einer Zusammenkunft aller Ehrenpatenkinder und ihrer Familien im Frühling ein – sofern es die Pandemie-Lage dann zulassen sollte.

Seit der Wiedereinführung des Mehrlingsgeldes zum 1. Januar 2019 unterstützt die Landesregierung Eltern von Drillingen oder mehr gleichgeborenen Kindern, die zum Zeitpunkt der Geburt in Nordrhein-Westfalen gemeldet sind, mit einer einmaligen Zahlung in Höhe von 1.000 Euro pro Kind. Damit übernimmt der Ministerpräsident zugleich die Ehrenpatenschaft für die Mehrlingskinder. Seit 2019 sind insgesamt 139 Mehrlingsgeburten an die Staatskanzlei (von Kommunen oder Eltern) gemeldet worden, davon 135 Mal Drillinge und vier Mal Vierlinge. Die Mehrlingseltern wurden bisher mit insgesamt 421.000 Euro unterstützt.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: 2022 gemeinsam zu einem Jahr der guten Zukunft machen

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in ihrer Neujahrsansprache den Ärzten und Pflegenden gedankt, die selbst an den Feiertagen alles geben, um Schwerkranke zu retten. „Mein Dank gilt ebenso der Bundeswehr, den Impfteams, Teststellen und den Hilfsorganisationen, die unermüdlich im Einsatz sind“, so die Ministerpräsidentin. Sie sagte auch denen danke, die sich impfen lassen. Sie würden Leben retten und hätten nachweislich ein geringeres Risiko, schwer zu erkranken. Zugleich appellierte die Ministerpräsidentin erneut an alle Ungeimpften, sich und andere zu schützen. „Geben Sie sich einen Ruck. Auch bei Omikron macht eine Impfung den entscheidenden Unterschied.“ Die Ministerpräsidentin warb um Verständnis für die neuen Einschränkungen, die nur dem einen Ziel dienten, massenhafte Erkrankungen zu verhindern und Krankenhäuser, Rettungsdienste, Polizei oder Feuerwehr vor einem Kollaps zu bewahren.

Neben der Corona-Pandemie bleibe das Jahr 2021 auch verbunden mit der schrecklichen Flutkatastrophe vom Sommer, bei der 134 Menschen ihr Leben verloren, die viele tausende Häuser zerstörte und die tiefe Wunden an Leib und Seele der Betroffenen hinterlassen habe. „Was kann angesichts der bedrückenden Krisen bei uns und an vielen Orten auf der Welt für das neue Jahr Trost und Zuversicht spenden? Für mich ist es die große Mitmenschlichkeit, die ich bei den allermeisten von Ihnen, liebe Bürger und Bürgerinnen, erlebe. Ich bin sicher: Diese Mitmenschlichkeit wird am Ende stärker sein als die Krisen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Mut macht in dieser schweren Zeit die überwältigende Solidarität der vielen tausend Menschen, die in den vergangenen Monaten im Ahrtal großartige Hilfe geleistet haben. Derzeit ist das Ahrtal gesäumt von unzähligen Weihnachtsbäumen, die viele Hände als stille Trost- und Mutspender aufgestellt haben“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Den Betroffenen sicherte sie zu, dass die Landesregierung auch 2022 fest an ihrer Seite stehe. „Mit dem Aufbaustab und den Verantwortlichen vor Ort bauen wir das Ahrtal und die betroffenen Gebiete in der Eifel wieder auf.“

Trotz aller Sorgen rief die Ministerpräsidentin dazu auf, auch das Schöne zu sehen wie etwa den 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr. „Unser Bundesland ist Land des Corona-Impfstoffs, wir haben eine zukunftsweisende Industrie und herausragenden Wein, wir sind ein wichtiger Medienstandort und ein Land für Familien und beste Bildung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Rheinland-Pfalz sei immer stark im Wandel gewesen und das gelte auch jetzt. Die Landesregierung werde die Klimaziele entschlossen verfolgen, die Digitalisierung zum Nutzen der Menschen vorantreiben und auch im nächsten Jahr bestmöglich dabei unterstützen, die Lasten der Pandemie zu tragen. „Wir haben alle Voraussetzungen, die Corona-Krise gemeinsam zu meistern und auch in Zukunft ein starkes und liebenswertes Land zu sein“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie rief dazu auf, das Jahr 2022 gemeinsam zu einem Jahr der guten Zukunft zu machen.

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RLP Minister Hoch – Botschaft an Apothekerschaft des Landes

Region/Mainz – Der Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, unterstreicht die Bedeutung der Apotheken vor Ort und stellt sich hinter die Apothekerinnen und Apotheker des Landes sowie die Mitarbeiter in den Vor-Ort-Apotheken. Er beton dabei die Rolle der Vor-Ort-Apotheken sowohl während der Corona-Pandemie als auch nach der Flutkatastrophe des Sommers 2021.

v.l.n.r.: Kammergeschäftsführer Dr. Tilman Scheinert, Kammerpräsident Pharmazierat Peter Stahl, Minister Clemens Hoch, Kammervizepräsident Thomas Christmann. Foto: © LAK RLP & Marcus Steinbrücker

In seiner Videobotschaft an die Apothekerschaft in Rheinland-Pfalz führt der Minister aus: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen und beeinflussen weiterhin alle Bereiche unserer Gesellschaft. Dadurch wird insbe­sondere unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen gestellt. In dieser Zeit ist es für eine Landesregierung wichtig und unverzichtbar, auf verlässliche Partner im Gesundheitswesen set­zen zu können.

Die Vor-Ort-Apotheken mit ihren vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören zweifelsfrei zu solchen vertrauten und un­verzichtbaren Säulen der Gesundheitsversorgung, da sie tagtäg­lich eine zentrale Rolle in der Arzneimittelversorgung spielen.

Besonders in den vergangenen 18 Monaten, in der Corona-Pandemie, haben die Präsenzapotheken als unverzichtbare Partner bei vielen Fragen des Gesundheitsschutzes unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützt.

Sie sichern die flächendeckende Arzneimittelversorgung, unterstüt­zen das Land in Zeiten des Mangels mit der Produktion von Desinfektionsmitteln, der Abgabe von Schutzmas­ken und der flächendeckenden Durchführung von Antigen-Schnelltests sowie der Erstellung digitaler Impfzertifikate. Damit haben sie aktiv zum Schutz der Bevölkerung beigetragen.

Als im Juli dieses Jahres im Ahrtal eine massive Flutkatastrophe die Existenz von tausenden Menschen bedrohte, waren auch hier die Apotheken vor Ort zur Stelle, obwohl die Arzneimittelversorgung und auch die Apotheken selbst gravierend von der Zerstörung betroffen wa­ren. Neben den materiellen Schäden, die allein im Apothekenbe­reich zweistellige Millionenhöhen erreicht haben, wird aus meiner Sicht die psychische Belastung der Bevölkerung in diesen Regionen für lange Zeit bestimmend sein. Umso wichtiger sind die Signale der Unterstützung und das sofortige „Zupacken“ durch Apotheken und „Apotheker ohne Grenzen e.V.“ zur Versorgungsstabilisierung in den betroffenen Regionen.

Die Apotheken vor Ort sind wahrhaftig ein tragender Pfeiler des rheinland-pfälzischen Gesundheitssystems. Deshalb bekennt sich die Landesregierung zur flächendeckenden Arzneimittelversorgung durch Vor-Ort-Apotheken. Eine gute medizinische Versorgung darf keine Frage des Wohnortes sein.“

Das Video-Statement finden Sie unter
https://www.facebook.com/miteinanderfuergesundheit

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Leseratten-Service erhält europäische Auszeichnung

Region/Mayen-Koblenz – Der Eva Pfitzner Leserattenservice wurde mit dem Titel „Europäisches Bildungsprogramm des Jahres 2021“ ausgezeichnet. Da die geplante Preisverleihung Corona-bedingt ausfallen musste, überreichte Landrat Dr. Alexander Saftig die Trophäe, die den Namen Aurica trägt, an Eva Pfitzner und Stefan Gemmel.

Das Projekt Weltrekordlesen motiviert Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ungewöhnlichen Formaten zum Lesen. Dazu gehörten auch die insgesamt vier Lese-Weltrekorde mit 30.000 Teilnehmern. „Wir freuen uns sehr, dass die Jury unsere Vorstellung teilt, dass Leseprojekte Spaß machen und einen Eventcharakter haben dürfen“, sagt Eva Pfitzner. In vielen Köpfen erwachsener Menschen herrsche noch immer die Meinung, dass Kinder entweder das ruhige Lesen mögen oder Sport. „Dabei ist das natürlich Unsinn. Denn es gibt sportliche Leser und lesende Sportler – und genau das stellt die Marke Weltrekord Lesen immer wieder dar“, betont Pfitzner. Denn Sport und Lesen haben vieles gemeinsam: hartes Training, Konzentrationskraft, Muskelaufbau, Teamfähigkeit und Spaß. Für das auf Initiative und in enger Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Stefan Gemmel entstandene Projekt hat die Leserattenservice GmbH daher einen ganzheitlichen Ansatz gewählt. Schon viele Monate vor dem eigentlichen Event üben die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen und bereiten sich auf den Weltrekord vor. Zahlreiche Partner und Lesevorbilder unterstützen immer wieder die Kampagne. „Das gibt uns Rückenwind ohne Ende“, freut sich Gemmel über die Auszeichnung. „Wir machen das, um die Kinder zum Lesen zu bringen oder am Lesen zu halten. Aber dass der Bildungsgedanke dahinter dermaßen wahrgenommen wird, stärkt uns den Rücken“, sagt der Autor.

Genauso stolz ist auch Landrat Dr. Alexander Saftig: „Ich freue mich sehr, dass der Leserattenservice zum Europäischen Bildungsprogramm des Jahres 2021 gewählt wurde und bin stolz auf Frau Pfitzner, Herrn Gemmel und alle weiteren Akteure, die den Leserattenservice durch Ihr herausragendes Engagement, Ihre Kreativität und Ihre Leidenschaft zu dem gemacht haben, was er heute ist: eine Anlaufstelle für unsere großen und kleinen Leseratten in Mayen-Koblenz, die eine hohe Lesekompetenz vermittelt und gleichzeitig großen Spaß und Freude bereitet. Das erfolgreiche Projekt hat sich die Auszeichnung wahrlich verdient.“

Weitere Informationen zum Projekt und Impressionen aller vier Lese-Weltrekorde gibt es unter www.weltrekord-lesen.de

Hintergrund:

Die Aurica ist eine 23 Zentimeter hohe, gewachste Bronzestatue. Aurica, ein rumänischer Mädchenname, der die Goldene meint, trägt alles in sich, was so begehrenswert ist: Aura, Aurum und Heureka. Die Skulptur steht darüber hinaus für die Exzellenz, Attraktivität und Vielfalt des europäischen Kulturmarktes und versinnbildlicht die wertvolle Vermittlungsarbeit der europäischen Kulturanbieter und das herausragende Engagement europäischer Kulturförderer.

Die 2006 von dem Kulturmanager Hans-Conrad Walter ins Leben gerufenen Awards für innovatives Kulturmanagement, trendsetzendes Kulturmarketing und nachhaltige Kulturförderung werden mittlerweile als Europas avancierteste Kulturpreise gehandelt und zeichnen zukunftsweisende Kulturprojekte in insgesamt acht Wettbewerbskategorien mit einer 40 köpfigen Jury.

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LAK Rheinland-Pfalz dankt „Apotheker ohne Grenzen e.V.“ für ehrenamtliche Hilfe in den Flutgebieten

Region/Mainz – Der Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, Pharmazierat Peter Stahl, dankte den ehrenamtlichen Helfern der Hilfsorganisation „Apotheker ohne Grenzen e.V.“ für ihren selbstlosen Einsatz in den Flutgebieten und überreichte im Namen der Kammer einen Spendenscheck über 5.000 € an Apothekerin Dr. Petra Nolte, Vorstandsmitglied von „Apotheker ohne Grenzen“. Gesundheitsminister Clemens Hoch schloss sich dem Dank der Kammer an.

V.l.n.r.: Kammerpräsident Peter Stahl, Kammervizepräsident Thomas Christmann, Gesundheitsminister Clemens Hoch, Dr. Petra Nolte, Dr. Tilman Scheinert
Foto: © LAK RLP & Marcus Steinbrücker

Nach der verehrenden Flutkatastrophe im Sommer des Jahres 2021 war es der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz ein besonderes Anliegen, sich bei den ehrenamtlichen Helfern des Vereins „Apotheker ohne Grenzen e.V.“  zu bedanken.

Unmittelbar nach der Flut hatten sich knapp zwei Dutzend Apothekerinnen und Apotheker der Hilfsorganisation auf den Weg gemacht, um in den Flutgebieten direkte, persönliche Ehrenamtshilfe in den Apotheken vor Ort zu leisten. Die Flutkatastrophe hatte alleine in Rheinland-Pfalz knapp 30 Apotheken in Mitleidenschaft gezogen. Dabei war und ist das Schadensmaß sehr unterschiedlich und reicht(e) vom kurzfristigen Stromausfall bis hin zur totalen Zerstörung von Apothekengebäuden. Hinzu kam, wie überall im Flutgebiet, das unermeßliche Ausmaß menschlicher Schicksale. Auch für jeden betroffenen Apothekenmitarbeiter hat diese Katastrophe persönliche Namen und Gesichter – und wird sie für immer behalten.

Gerade in dieser Extremsituation mußte jedoch auf jeden Fall die Arzneimittelversorgung der Menschen, die mitunter im wahrsten Sinne des Wortes ALLES verloren hatten, aufrechterhalten werden. Dabei war und ist die Hilfsbereitschaft innerhalb des Berufsstandes sehr groß. Einen besonderen Ausdruck fand die frei- und heilberufliche Verantwortung in dem Einsatz der Apothekerinnen und Apotheker der Hilfsorganisation „Apotheker ohne Grenzen“. Sie übernahmen unkompliziert Dienste in betroffenen Apotheken. So gewährleisteten auch sie die Aufrechterhaltung bzw. den Wiederaufbau der qualifizierten Arzneimittelversorgung der Menschen durch die Apotheken vor Ort. Und sie verschafften den Apothekenteams die Möglichkeit, sich neben der Versorgung der Menschen im Flutgebiet mit Medikamenten auch ein Stück weit um eigene, private Angelegenheiten und Schicksaale zu kümmern. Denn viele Apothekenmitarbeiter wurden auch privat sehr hart von der Flutkatastrophe getroffen.

Eine besondere koordinierende und maßgebliche Rolle spielt(e) dabei Apothekerin Dr. Petra Nolte, Vorstandsmitglied von „Apotheker ohne Grenzen“. Frau Dr. Nolte war und ist von Anbeginn der Katastrophe an unermüdlich in den Flutgebieten unterwegs und steht Apotheken mit Rat und Tat zu Seite. In zahllosen Gesprächen mit der betroffenen Apothekerschaft sowie in ebenso ungezählten Abstimmungsrunden mit der Vielfalt der Ansprechpartner vor Ort machte und macht Frau Dr. Nolte dem heilberuflichen Standesethos damit mehr als alle Ehre. Dabei kommt ihr ihre Professionalität zugute, die sie in zahlreichen Auslandseinsätzen erlangt hat.

Vor diesem Hintergrund sprach Kammerpräsident Strahl auf der Sitzung der Vertreterversammlung – dem höchsten Gremium der Kammer – in Anwesenheit des Gesundheitsministers des Landes Rheinland-Pfalz Clemens Hoch persönliche Worte des Dankes aus, die Frau Dr. Nolte stellvertretend für alle Helfer entgegennahm.  Sie haben, so Kammerpräsident Stahl in seiner Dankesrede, den Apotheken vor Ort nicht nur faktisch geholfen, sondern darüber hinaus ihre unübersehbare Zuneigung und persönliche Wertschätzung erlangt. Auf diese Weise haben Frau Dr. Nolte sowie die weiteren ehrenamtlichen Helfer sich in besonders hervorragendem Maße um den Berufsstand der Apothekerschaft und die betroffenen Menschen verdient gemacht.

Auch Gesundheitsminister Clemens Hoch hob in seiner Rede vor der Vertreterversammlung den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer von „Apotheker ohne Grenzen“ hervor und dankte Frau Dr. Nolte für ihren persönlichen Einsatz und die Leistungen zum Wohle der wohnortnahen Arzneimittelversorgung in den Flutgebieten.