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TSV Alemannia Aachen gewinnt Bitburger-Pokalfinale 2024

Region/Aachen/Köln – Am gestrigen Samstag um 15.37 Uhr baten die Aachener zum Tanz. Arm in Arm begann der Kreis von Spielern und Verantwortlichen zu singen und zu hüpfen, ehe es zur Tribüne und den mitgereisten Fans ging. Sie hatten sich Applaus und Ausgelassenheit verdient. Mit 4:2 (2:1) hatte der Regionalliga-Meister und künftige Drittligist TSV Alemannia Aachen den Mittelrheinligisten Bonner SC im Kölner Sportpark Höhenberg bezwungen und so den Bitburger-Pokal 2024 gewonnen. Es war der erste Triumph der Aachener seit 2019 und der achte in der Klubhistorie auf Verbandsebene. Damit erreichte das Team um Alemannia-Coach Heiner Backhaus die erste Hauptrunde im DFB-Pokal.

„Bonn hat uns durch aggressives Pressing zwischenzeitlich vor Probleme gestellt. Aber wieder einmal haben wir mit Mentalität das Spiel gedreht. Erst die Meisterschaft zu gewinnen und jetzt den Pokal in die Höhe zu stemmen, das ist etwas, das passiert dir im Leben nicht so oft, vielleicht nie wieder“, sagte Backhaus. Sein Pendant auf der Bonner Bank, Sascha Glatzel schwankte zwischen Enttäuschung und Stolz: „Es war ein intensives Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Es ist einerseits bitter, weil wir nahe dran waren, andererseits bin ich stolz auf die Spieler und ihre Leistung“, meinte er.

Beide Trainer und die 7.242 Zuschauer*innen hatten das erhoffte Fußballfest erlebt. Empfangen von farbenprächtigen Choreografien beider Fanlager hatten beide Mannschaften ein packendes Finale geboten. Und das ohne lange Warmlaufzeit. Aachens Freistoß-Spezialist Anton Heinz erhielt schon nach vier Minuten die Chance, seine Künste zu zeigen, verzog jedoch deutlich. Keine zehn Minuten später setzte Nils Winter Mitspieler Thilo Töpken in Szene, dessen Kopfball aber keine Gefahr für den BSC bedeutete. In Führung ging dann aber Bonn. Jonas Berg behauptete den Ball nach einem Zuspiel im Strafraum, drehte sich um die eigene Achse und sein Zuspiel verlängerte Serhat Koruk mit der Hacke ins lange Eck (14.).

Die Alemannia rang nun um eine Antwort. Die Chance sollte kommen: Nach 29 Minuten gab es Strafstoß, weil der Bonner Adis Omerbasic seinen Gegenspieler Lukas Scepanik unfair am Abschluss gehindert hatte. Heinz trat an und traf mit einem überlegten Flachschuss ins rechte Eck. Kurz darauf kam der Torschütze am Ende eines Konters erneut zum Abschluss, fand seinen Meister jedoch in BSC-Keeper Martin Michel.

Thilo Töpken trifft zur Aachener Führung

Die Alemannia blieb das aktivere Team, wirkte in der Defensive aber nicht immer sattelfest. So hatte die nächste große Chance BSC-Angreifer Berg. Er scheiterte nach einem schnellen Gegenstoß allerdings an Marcel Johnen.  Besser machte es wenige Augenblicke später auf der Gegenseite Töpken, der nach einer gefühlvollen Flanke von Nils Winter von der rechten Seite per Kopfball zum 2:1 traf (43.). So ging es in die Pause.

Mit der Führung im Rücken waren die Aachener auch nach dem Wiederanpfiff direkt wieder brandgefährlich. Bei einem Pfosten-Kopfball von Heinz fehlten nur Zentimeter zum 3:1. Glatzel reagierte nun, brachte Leander Goralski für Verteidiger Tarik Dogan (51.). Bonn war nun wieder voll im Spiel. Und das zahlte sich aus: Wipperfürth spielte Michael Okoroafor an, der sich auf Höhe des Elfmeterpunkts behaupte und zum 2:2 traf (58.). Es dauerte sieben Minuten, bis der eingewechselte Dustin Wilms das Spektakel auf der anderen Seite fortsetzte. Heinz überließ ihm uneigennützig per Ablage den Ball und Wilms schoss den Ball humorlos unter die Latte des Bonner Tores (65.).

Gonzalez mit letzter Chance für Bonn

Nun waren die seit dem Amtsantritt von Sascha Glatzel in 24 Pflichtspielen ungeschlagenen Bonner erneut gefordert. Kein leichtes Unterfangen, denn die Alemannia zog sich nicht zurück. Der BSC hatte sogar Glück, dass Jan-Luca Rumpf den Ball aus kurzer Distanz nach einer Freistoßflanke am Bonner Tor vorbei schob (70.). Auch Scepanik verpasste das 4:2 (74.). Den Spielern aus der Bundesstadt lief nun die Zeit davon. Nach 84 Minuten wurde es noch schwieriger, weil Maximilian Pommer nach erneutem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Der eingewechselte Rudolf Gonzalez kam noch einmal zum Abschluss, scheiterte aber an Johnen im Alemannia-Tor (89.). Dann machte Sasa Strujic mit einem Treffer aus kurzer Distanz in der Nachspielzeit den Deckel auf diese Partie (90.+2). Kurz darauf pfiff der umsichtige Schiedsrichter Ivan Mrkalj ab.

Markus Müller freut sich über Fußballfest

„Wir haben das erhoffte Fußballfest gesehen. Es waren zwei hochmotivierte Mannschaften, die alles gegeben und sich einen echten Pokalfight geliefert haben. Auch der Rahmen hat gestimmt. Mehr kann man sich nicht wünschen“, erklärte Markus Müller, der Vorsitzende des FVM-Verbandsspielausschusses.

Mit Tim Beckers durfte noch ein weiterer Fußballer nach dem Finale im Bitburger-Pokal glücklich sein. Und das gleich aus doppeltem Grund: Der 21-Jährige ist Fan des TSV Alemannia und außerdem als Spieler des SV Eilendorf mit vier Treffern Torschützenkönig des Wettbewerbs. Im Spiel am Samstag blieb seine Position unangetastet. Denn seine ärgsten Verfolger, die Aachener Vincent Schaub und Beyhan Ametov sowie der Bonner Leon Augusto (alle drei Tore im Bitburger-Pokal) blieben im Endspiel ohne Torerfolg. „Die Auszeichnung macht mich stolz und freut mich sehr“, so Beckers, der sich mit seinen Teamgefährten vom SV Eilendorf auf Mannschaftstour befindet und daher im Sportpark Höhenberg von seinem Vater Ralf Beckers vertreten wurde. Beckers Junior hatte seine vier Tore allesamt in einem Match erzielt: beim 6:3-Erstrundenerfolg Anfang November gegen den A-Ligisten SV Roland Millich.

TSV Alemannia Aachen: Johnen, Strujic, Scepanik (79. Marquet), Rumpf, Hanraths, Bapoh (23. Wilms), Schwermann, Heinz (90. Uzelac), Müller (59. Baum), Töpken, Winter (83. Heister).

Bonner SC: Michel, Keita, Dogan (51. Goralski), Augusto (79. Braun), Koruk, Pommer, Berg, Okoroafor (77. Gonzalez), Strobl, Omerbasic, Wipperfürth.

Tore: 0:1 Koruk (14.) 1:1 Heinz (FE/29.), 2:1 Töpken (43.), 2:2 Okoroafor (58.), 3:2 Wilms (65.), 4:2 Strujic (90.+2).

Schiedsrichter-Gespann: Ivan Mrkalj, Marion Heller (1. Assistent), Sandro Prescha (2. Assistent), Michael Olligschläger (4.Offizieller).

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Bitburger Rheinlandpokal – TuS Koblenz gewinnt das Finale gegen die SG Schneifel

Region/Koblenz – In Endspielen kann bekanntermaßen immer nur einer gewinnen. Als Verlierer aber musste sich auch der Unterlegene nach dem Finale des Bitburger Rheinlandpokals 2024 nicht fühlen – ein 2:0 (1:0) über Rheinlandligist SG Schneifel bescherte Noch-Regionalligist TuS Koblenz den Titel. Das Ganze vor 4.112 Zuschauern – eine stattliche Zuschauerzahl, „die belegt, dass der Amateurfußball zieht“, betonte Jens Bachmann, Vorsitzender des Spielausschusses im Fußballverband Rheinland.

Das „gefühlte“ Finale hatte bereits im Viertelfinale stattgefunden, als TuS Koblenz vor mehr als 7.000 Fans bei Eintracht Trier mit 1:0 gewann. „Doch dieses Endspiel muss sich nicht verstecken“, galt der Dank Bachmanns neben dem FVR-Partner Bitburger beiden Vereinen und den Anhängern beider Lager, die dem Spiel einen würdigen Rahmen boten. Die TuS –„ein verdienter Sieger“, so Bachmann – ist somit im Lostopf, wenn am 1. Juni im Rahmen der ARD-Sportschau die erste DFB-Pokalrunde 2024/25 ausgelost wird.

„Im DFB-Pokal stehe ich in der Fankurve“, strahle Leon Waldminghaus, der mit seinem Treffer zum 2:0 in der 86. Minute für die Entscheidung sorgte. Waldminghaus‘ Abgang zum Ahrweiler BC steht seit einigen Wochen schon fest und ist berufsbedingt. „Der Abschied fällt mir, da die TuS mein Heimatverein ist, schwer“, gab er freimütig zu: „Umso schöner, dass es heute ein krönender Abschluss war und ich ein Tor beisteuern konnte.“ In der Fankurve hatte er sich von Leverkusens Keeper Lukas Hradecky abgeschaut, den begehrten Pokal mal eben den Fans zu überlassen. Zahlreiche Erinnerungsfotos wurden geschossen, manches Bier geleert – und auch die Gäste aus der Eifel feierten derweil auf der anderen Seite der Kurve.

„Wir freuen uns über die riesige Unterstützung aus unserer Heimat und durch die dortigen Vereine“, betonte Schneifels Trainer Stephan Simon. Die südliche Hälfte der Haupttribüne und die gegenüberliegende Seite der Nordkurve waren in Rot gefärbt, hatten sich immer wieder lautstark bemerkbar gemacht und den Underdog angefeuert. „Wir waren ein unangenehmer Gegner“, so Simon weiter, der mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufrieden war. Auch trugen nahezu alle Beteiligten ihre „Silbermedaille“ noch lange nach dem Abpfiff, anstatt sie enttäuscht gleich wieder abzunehmen. „Wir können stolz darauf sein, was wir im Pokal geleistet haben“, sagte Kapitän Alexander Zapp, „wir genießen es und hoffen, nächste Saison Ähnliches zu erleben.“

Der gegenseitige Respekt der Teams voreinander zeigte sich in dem Spalier, das die Mannschaften bei der Siegerehrung jeweils für die andere bildeten. Eine Sonderehrung ging derweil an TuS-Mittelfeldspieler Benko Sabani, der nicht nur Waldminghaus‘ Treffer vorbereitet hatte, sondern das 1:0 kurz vor der Pause selbst erzielte: Ein weiter Einwurf war bei Dylan Esmel gelandet, dessen Schuss aber geblockt wurde. Der Ball gelangte zu Sabani, der zur Führung einköpfte (44.). Die Mehrheit der Torchancen insgesamt besaß die TuS, die sich aber an der Schneifel-Abwehr immer wieder die Zähne ausbiss oder nicht genug Präzision im Abschluss zeigte. So fehlten nur Zentimeter, als Armend Qenaj nach Zuspiel von Nicolas Jörg nur die Latte traf (59.). Schneifel hatte die Führung auf dem Fuß, als sich Jan Pidde zu viel Freiräume erfreute, quer zu Simon Reetz legte, ehe TuS-Keeper Michael Zadach die Situation bereinigte (28.).

„Alles, was wir hatten, haben wir auf dem Platz gelassen“, erkannte Simon den Sieg des Gegners neidlos an. Das Fazit von Michael Stahl, Spielertrainer der TuS, bezog sich nicht auf das Endspiel allein, sondern auf die vergangenen Monate: „Wir haben unser Ding durchgezogen, auch als wir phasenweise nur 12, 13 Spieler zur Verfügung hatten, und dafür sind wir heute belohnt worden.“ Ein noch volleres Stadion in der 1. Runde des DFB-Pokals 24/25 aufgrund eines attraktiven Gegners wäre, zusätzlich zu den bereits feststehenden Einnahmen, ein treffender Anlass, erneut Werbung für den Fußball im Rheinland zu machen.

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Doppelt gespendet hält besser

Mechernich-Kommern – War es jetzt Kaiserwetter oder Kommerner Kaiserwetter? Egal. Die Voraussetzungen waren jedenfalls bestens für ein wundervolles Vatertagsfest auf dem Arenbergplatz – und so kam eine stattliche Summe für den guten Zweck zusammen. Denn bereits im Vorfeld hatte das Kommerner Vereinskartell beschlossen, dass der Erlös des Vatertagsfestes einerseits der Mechernich-Stiftung und andererseits dem Tambourcorps Einigkeit Kommern zugutekommen sollte.

Jetzt konnten die Schecks über jeweils 1200 Euro an Ralf Claßen und Maria Jentgen von der Mechernich-Stiftung sowie an Walter Schäfer vom Tambourcorps überreicht werden. „Das Geld ist noch nicht verplant, aber wir werden es für die Jugend einsetzen und dafür, noch mehr Jugendliche für das Tambourcorps zu begeistern“, sagte Walter Schäfer bei der Übergabe, der sich ebenso wie Ralf Mertens, Leiter des Tambourcorps‘, für die Spende bedankte.

Ralf Claßen betonte: „Kommern hilft und spendet. Die Leute hier, das Vereinskartell und alle Helferinnen und Helfer sind immer da, wenn es darum geht, Gutes zu tun für Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht. Dafür unser herzliches Dankeschön.“

Auch Rolf Jaeck war sichtlich zufrieden. „Es war einfach ein gelungenes Vatertagsfest mit einer super Stimmung, einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und tollen Gästen“, sagte der Chef des Kommerner Vereinskartells bei der Scheck-Übergabe. Viele Leute hätten nicht nur fröhlich und friedlich gefeiert, getrunken und gegessen, sondern zusätzlich noch für den guten Zweck gespendet. Dankbar sei er für die vielen Unterstützer, die immer wieder mit anpacken, genauso wie für die zahlreichen Sponsoren und für Menschen wie Willi Hein, der seinen Sattelauflieger als Bühne zur Verfügung gestellt hat.

Helferin Klaudia Radzautzki fand besonders schön, dass die Veranstaltung, für die Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick die Schirmherrschaft übernommen hatte, einen richtig schönen Familienfest-Charakter gehabt habe. Dazu beigetragen hatte sicherlich auch, dass die Grundschule Kommern sich mit einem Spiele-Angebot beteiligte. Natürlich hatte auch das Vereinskartell ein Karussell besorgt. Gerade dadurch zeichnet sich das Kommerner Vatertagsfest besonders aus. Es ist nicht nur ein Fest für die Väter, sondern ein Familienevent, das dank Blasmusik für die Älteren, Kinderunterhaltung, Tanzmusik und Geselligkeit alle Altersgruppen anspricht und durch eine harmonische Stimmung getragen wird.

So konnten alle zusammen ein eindeutiges Fazit ziehen: Es wurde fröhlich gefeiert und gleichzeitig wurde mit dafür gesorgt, dass Menschen in Mechernich, denen es nicht so gut geht, ein stückweit mehr Unterstützung erfahren und dass das Tambourcorps noch etwas mehr für seine Jugendarbeit tun kann. Und bei noch etwas waren sich nach der Scheckübergabe alle einige: Es war Kommerner Kaiserwetter.

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Alsdorf ist ein Beispiel gelungener Transformation

Alsdorf – Nicht nur für einen Eintrag ins Gästebuch und um eine Alsdorf-Tasse für seine Sammlung „abzustauben“ hat Christof Sommer, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, den Weg in die ehemalige Bergbaustadt gefunden. Über beides hat er sich gefreut. Aber eigentlich wollte er sich – geführt von Bürgermeister Alfred Sonders – einen Eindruck verschaffen, wie denn der Strukturwandel in den vergangenen drei Jahrzehnten seit dem Ende des Bergbaus in Alsdorf vorangekommen ist. Schließlich ist Alsdorf eine von 361 Kommunen, die der NRW-Verbund vertritt, und Alfred Sonders ist auch Mitglied im Präsidium dieser Institution.

Sommer kennt Not und Wehe der Verwaltungschefs, er war selbst über 20 Jahre Bürgermeister, davon alleine 15 Jahre in Lippstadt, dessen Bevölkerung in dieser Zeit von 15.000 auf nahezu 70.000 Menschen angestiegen war. Und er weiß: „Es geht immer auf die Knochen derer, die ganz vorne stehen.“ Was er meint ist klar, Bürgermeister Alfred Sonders und seine Amtskollegen aus der Städteregion haben es unlängst in einem offenen Brief an NRW-Finanzminister Optendrenk angeprangert: Bund und Land stellen Forderungen an die Kommunen, die diese umsetzten müssen – doch bei der finanziellen Ausgestaltung dieser Ansprüche stehen die Städte und Gemeinden im Regen, die Bürgerinnen und Bürger müssen tiefer in die Tasche greifen, damit die Kommunen sich noch halbwegs über Wasser halten können.

Dass die Bürgerschaft nicht begeistert ist, sei klar, allerdings ebenso, dass die Verantwortlichen für diesen Missstand nicht in Berlin oder Düsseldorf ausgerufen werden, sondern man gerne auf die mit Fingern zeigt, die gleich vor Ort sind: Bürgermeister, Verwaltung, politische Kommunalvertreter. „Und das in Zeiten, die sehr bewegt sind“, sagt Sommer, „eine solche Kumulation von Krisen und Anforderungen habe ich persönlich noch nicht erlebt. Flüchtlingskrise, Klimawandel, Folgen der Corona-Pandemie, Verkehr, Krieg in Europa, Inflation…. Man weiß gar nicht, wo man bei diesen Herausforderungen anfangen und wo man enden soll.“ Die Erwartungshaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern werde dabei nicht geringer. Aufgabe des Städte- und Gemeindebundes sei es daher, bei allen Unterschieden, die es in den Belangen der Kommunen gäbe, die gemeinsamen Interessen zu bündeln und mit einer Stimme auszusprechen, was nicht stimme: „Sonst wird man nicht gehört“, sagt der Hauptgeschäftsführer.

Alsdorf betrachtet er als ein „hervorragendes Beispiel für Transformation“. „Wenn man die Kommunen arbeiten lässt, dann kommt was dabei raus. Die Arbeit findet statt im Rathaus und in der Bürgerschaft. Kommunale Selbstverwaltung ist ein Riesengut, für diese braucht es aber die finanzielle Unterstützung, die die Landes- und Bundespolitik schaffen muss“, fordert Christof Sommer. Was kreative kommunale Selbstverwaltung und Engagement auch aus den Reihen der Bürgerschaft leistet, davon ließ sich der Hauptgeschäftsführer im Anschluss an den Eintrag ins Gästebuch von Bürgermeister Alfred Sonders überzeugen. Der Alsdorfer Verwaltungschef führte den hohen Gast vom Städte- und Gemeindebund persönlich über das ehemalige Grubengelände und zeigte ihm Annapark, KuBiz, Annabad und das Energeticon – nur einige Zeugnisse des Alsdorfer Strukturwandels in den vergangenen 30 Jahren. (apa)

 

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt Majtie Kolberg auf ihrem Weg nach Paris

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler ist ein Förderer der ersten Stunde von 800-Meter-Läuferin Majtie Kolberg. Bereits zu Kinder- und Jugendzeiten unterstützte die Kreissparkasse Ahrweiler die Mittelstreckenläuferin bei ihren regionalen Wettkämpfen. Mittlerweile ist Majtie Kolberg international bei Welt- und Europameisterschaften in der Weltspitze angekommen und eine der sportlich berühmtesten Personen des Kreises Ahrweiler.

Ihre großen Ziele für diese Saison sind die Europameisterschaften in Rom sowie die Olympischen Spiele in Paris. Seit 2019 ist die Kreissparkasse Ahrweiler Sponsor von Majtie Kolberg und setzt die Unterstützung auch in diesem Jahr fort. „Wir freuen uns, dass wir Majtie Kolberg auf vielfältige Weise unterstützen können. Als internationale Spitzensportlerin ist sie ein weltweites Aushängeschild für unsere Region. Daher ist es selbstverständlich, dass sie auf unsere Unterstützung zählen kann.

Für die anstehenden Großevents dieser Saison drücken wir Majtie die Daumen und hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden“, berichtet Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler und zugleich Präsident der LG Kreis Ahrweiler, und führt weiter aus: „Darüber hinaus unterstützen wir jährlich mit bis zu 500.000 € die Vereine, Kindergärten und Schulen und viele weitere Institutionen aus unserer Region bei der Umsetzung ihrer Projekte zu den Themen Soziales und Bildung, Kulturarbeit, Unterstützung für Forschung, Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung, Sport.“

„Ich freue mich, mit der Kreissparkasse Ahrweiler einen so zuverlässigen Partner an meiner Seite zu haben. Für die großartige Unterstützung, die ich hier bekomme, möchte ich mich herzlich bedanken und freue mich auf die nun anstehenden Wettkämpfe“, ergänzt Majtie Kolberg.

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Bewerbungen zum Vielfaltspreis der Stadt Aachen sind noch bis zum 14. Juni möglich

Aachen – Stadt Aachen und Integrationsrat freuen sich auf zahlreiche Vorschläge – Gemeinsam mit dem städtischen Integrationsrat lobt die Stadt Aachen in diesem Jahr erstmals den Vielfaltspreis anstelle des traditionellen Integrationspreises aus. Der Preis soll zu einer nachhaltigen Verankerung und Bewusstseinsbildung des Themas Migration, Zuwanderung und Vielfalt innerhalb der Stadt Aachen beitragen. Viele Einzelpersonen, Organisationen, Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt die Vereine setzen sich für ein gutes Ankommen von Neuzugewanderten und ein friedvolles Zusammenleben aller Menschen in allen Bereichen des Lebens ein. Dieser außergewöhnliche Einsatz und diese herausragenden Leistungen sollen mit dem Preis in der Öffentlichkeit besonders hervorgehoben werden.

Vorschlagsberechtigt ist jede natürliche und juristische Person, Vereine, Institutionen, der Integrationsrat sowie die Verwaltung. Es können sowohl Maßnahmen Dritter als auch eigene Maßnahmen vorgeschlagen werden. Eine förmliche Antragstellung ist nicht erforderlich.

Vorschläge und Bewerbungen können noch bis zum 14. Juni an die Adresse „Stadt Aachen, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, Geschäftsstelle des Integrationsrates, 52068 Aachen“ und / oder die Mailadresse integrationsrat@mail.aachen.de geschickt werden. Die entsprechenden Richtlinien zum Vielfaltspreis sowie den offiziellen Ausschreibungstext finden Sie im Internet unter www.integration-aachen.de .

Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, 30. August, ab 19 Uhr im Depot Talstraße statt.

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Mehr als 400 geladene Gäste – 24. Ehrenpreis-Verleihung für soziales Engagement des Kreises Düren

Jülich/Düren – Verdiente Würdigung – Landrat zeichnet Ehrenamtliche aus – Bei der 24. Ehrenpreisverleihung für soziales Engagement des Kreises Düren wurden am Mittwoch, 22. Mai, in der Kulturmuschel Jülich wieder 25 Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine für ihren Einsatz ausgezeichnet. Zudem wurden der Indeland-Preis sowie ein Sonderpreis für Zivilcourage feierlich überreicht.

Bei der festlichen Verleihung würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn vor mehr als 400 geladenen Gästen das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger, die nacheinander auf der Bühne jeweils eine Urkunde, ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro und lauten Applaus erhielten. Die Vorschläge für die Engagierten stammten wieder aus der Bevölkerung und eine unabhängige Jury, bestehend aus Landrat Wolfgang Spelthahn und Vertreterinnen sowie Vertretern der Kreistagsfraktionen, wählte die Gewinnerinnen und Gewinner aus.

„Sie alle haben durch ihr uneigennütziges sowie vorbildliches Verhalten zum Wohle anderer diese Würdigung mehr als verdient. Ich freue mich besonders über das vielfältige Engagement in den unterschiedlichen Bereichen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Ob Karneval, Literatur, Musik, Trauerarbeit, Sport oder Feuerwehr – die Themen, für die sich die Ausgezeichneten einsetzen, sind sehr vielfältig. Benny Simmat und Band sorgten für das musikalische Rahmenprogramm und erfreuten mit ihrer Musik aus Coversongs.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger können durch die Nominierung des Kreises Düren am Deutschen Engagementpreis in Berlin teilnehmen. Sie haben damit die Chance auf die bedeutendste Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement, die es in Deutschland gibt.

Es war ein rundum leichter, emotionaler, würdevoller und geselliger Abend, der dank der Unterstützung der Sparkasse Düren ermöglicht wurde.

Folgende Preisträger wurden ausgezeichnet:

Der Verein Martinus-Aktion Aldenhoven e.V. erhält den Indeland-Preis. Er hatte vor 50 Jahren die Idee, an Sankt Martin eine Wende vom Nehmen zum Geben herbeiführen. Anstatt der Weckmänner am Martinsfeuer wurden und werden sogenannte Martinsbrötchen gereicht. Im Rahmen des Sankt Martin-Festes organisiert der Verein alljährlich einen herbstlichen Markt. So hat der Verein bereits rund 500.000 Euro gesammelt und gespendet.

Ann-Kristin Waitschekauski erhält den Sonderpreis für Zivilcourage. Nachdem sie 2013 Opfer einer Vergewaltigung wurde, setzt sie sich in der Öffentlichkeit für andere betroffene Menschen von Gewalt sein. In TV-Sendungen und Zeitungen macht sie auf ihr Schicksal aufmerksam. Als Reittherapeutin hilft sie Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen. Ann-Kristin Waitschekauski möchte einen eigenen Verein oder eine Organisation gründen, um noch mehr Menschen helfen zu können, die von Gewalt betroffen sind.

Preisträgerinnen und Preisträger des Preises für ehrenamtliches Engagement:

 Die Tiernothilfe Niederzier e.V. kümmert sich um Wildtiere im Kreis Düren, die in Not geraten sind. Mit erheblichem Arbeitsaufwand kümmern sich die Ehrenamtlichen um verletzte, kranke und verwaiste Tiere. Insbesondere die Igelrettung liegt ihnen am Herzen.

Die DLRG Ortsgruppe Düren e.V. bietet Schwimmkurse für Kinder mit Handicap. Die Ehrenamtlichen bringen ihnen das Schwimmen bei, begleiten beim Wasserspaß und schenken den Kindern ein Stück Normalität.

Bilal Salim engagiert sich seit seinem 13. Lebensjahr ehrenamtlich in vielfältiger Weise für seine Mitmenschen. Bei den jährlichen Ferienspielen der Stadt Jülich und des Roncallihauses übernahm er früh die Betreuung und Beschäftigung der Kinder im Rahmen der Möglichkeiten. Auch bei der Flutopferhilfe in Jülich, Stolberg und Eschweiler war er aktiv.

Das Begegnungscafé Merzenich ist ein Zusammenschluss von neun Personen, die Begegnungsorte und Möglichkeiten für geflüchtete Personen schaffen, um sie bei alltäglichen Angelegenheiten zu unterstützen. Mit der Einfühlsamkeit der ehrenamtlich Tätigen wird den Geflüchteten nicht nur bei den alltäglichen Bedürfnissen geholfen, sondern auch seelischer Beistand geleistet.

Die Theatergruppe „Martinis“ aus Schlich hat sich vor 22 Jahren zur Aufgabe gemacht, mit ihren Aufführungen den Zuschauern ein Lachen ins Gesicht zu zaubern und die Einnahmen für einen guten Zweck zu spenden. Über 100.000 Euro kamen bisher Kindern in Not und Kinderprojekten im gesamten Kreis Düren zugute.

Hans Günter Sieberichs ist seit 1967 ein wesentlicher Leistungsträger der DLRG-Ortsgruppe Linnich. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Menschen im Kreis Düren das Schwimmen erlernten und somit vielen Menschen das Leben gerettet wurde.

Karl-Josef Heimbüchel ist seit 51 Jahren aktiver Feuerwehrmann in der freiwilligen Feuerwehr Langerwehe. 1996 wurde ihm in der Feuerwehr das Ehrenabzeichen in Silber für seine Verdienste verliehen, 2006 das Ehrenabzeichen in Gold und 2021 die Sonderauszeichnung für 50 Jahre aktives Engagement in der Feuerwehr.

Die Dorfgemeinschaft Gey e.V. sammelte Spenden und erwirkte Fördergelder, um den Traum vom neuen Dorfgemeinschaftshaus zu verwirklichen. Es ist der Dorfgemeinschaft Gey zu verdanken, dass mit der Errichtung des Gebäudes ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist und ein wichtiger Bestandteil – die Gemeinschaft – erhalten bleiben kann.

Seit 2001 betreibt der Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. das Museum „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ in Vossenack und den ehemaligen Sanitätsbunker 374 des Westwalls in Simonskall. Das Museumsteam trägt im hohen Maße dazu bei, dass eine freiheitlich demokratische Denkweise erhalten bleibt und mahnt insbesondere vor Krieg, damit dieser nie wieder ausbricht.

Seit mehr als 20 Jahren ist Manfred Fuß ehrenamtlich in der Christophorus Schule Düren aktiv. Ohne Manfred Fuß würden viele Reparaturarbeiten im Haus aus Zeit- und Kostengründen erst viel später oder gar nicht erledigt. Zudem pflegt er einen freundlichen Kontakt zur Lehrer- und Schülerschaft.

Um das ehemalige Vereinsheim des Gürzenicher Fußballclubs wieder sinnvoll zu nutzen, haben sich nahezu alle Gürzenicher Vereine im Verein „Haus für Gürzenich“ zusammengetan. Die Gemeinsamkeit wird gefördert und hat damit großen Anteil an der Aufrechterhaltung des Dorflebens.

Toni Straeten ist als Pfarrer und neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit als Subsidiar in Sankt Marien ehrenamtlich tätig. Er hat im Jahr 1999 den Verein Lebens- und Trauerhilfe e.V. Düren gegründet. Toni Straeten lässt die vielen trauenden Menschen im Kreis Düren nicht allein. Er lebt Nächstenliebe.

Die Eheleute Veronika und Hans-Jakob Bläsen sind in vielfältiger Weise für den Turnverein Pattern 1896 e.V. und die Ortschaften Mersch und Pattern aktiv. Die Eheleute schaffen es seit 40 Jahren die junge Generation für den Sport zu begeistern, ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und für eine sportliche Aktivität einzustehen.

Albert Dreyling übernahm im Alter von 20 Jahren die Leitung der Jugendabteilung des SV Selgersdorf 1910, ist seit über 30 Jahren im Karneval aktiv, engagiert sich für Demenzkranke, ist Ansprechpartner nach Trauerfällen und besucht eine Grundschule sowie Altenheime als Nikolaus. Er ist ein wahres Multitalent in Sachen Ehrenamt.

Die Arbeit des Krippenbauer Teams Golzheim wird nicht nur von der Dorfbevölkerung Wert geschätzt. Sie schaffen mit der alljährlichen Krippe seit 2019 einen Begegnungsort. Bei musikalischer Begleitung und einem weihnachtlichen Umtrunk erfreut sich der ganze Ort an der Krippe, die in der Mitte des Ortes aufgebaut wird.

Karin Ruch ist seit mehr als 50 Jahren in der Fachschaft Turnen und im sozialen Bereich im TuS Aldenhoven 1969 e.V. ehrenamtlich im Einsatz. Sie schafft es, die Gesellschaft für sportliche Aktivitäten zu begeistern.

Der MGV „Eintracht 1879 Hausen“ – gemischter Chor – e.V. umfasst derzeit 20 aktive Sängerinnen und Sänger sowie rund 180 inaktive Mitglieder in einem Ort mit 280 Einwohnern. Die Vereinsmitglieder singen bei kirchlichen und privaten Festen und schaffen es, eine intakte Dorfgemeinschaft herzustellen.

Wilfried Jansen ist in vielfältiger Weise ehrenamtlich im Einsatz. Seine Leidenschaft gilt unter anderem dem Tennisclub Untermaubach. Seinem großen Einsatz ist es zu verdanken, dass die gesamte Anlage nach der Flutkatastrophe wieder für den Sportbetrieb hergerichtet wurde.

Es ist der Jugendarbeit der KG Wollersheim 1972 e.V. zu verdanken, dass viele Kinder und Jugendliche auch im Erwachsenenalter dem Verein erhalten bleiben und somit das Brauchtum als wichtiges gesellschaftliches Ereignis fortgeführt werden kann. Die Ehrenamtlichen begeistern für den karnevalistischen Tanzsport.

Horst Deselaers ist seit Jahrzehnten für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Langerwehe ehrenamtlich tätig. Er unterstützt sozial schwache und ältere Menschen, ist das Gesicht der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Langerwehe, ist Ortsvorsteher und in der katholischen Pfarrgemeinde sehr aktiv.

Heike Laufer-Claßen engagiert sich seit 24 Jahren ehrenamtlich in der Karnevalsgesellschaft „Els-Spechte Vossenack“. Sie lebt den Karneval mit all seinen Facetten, trainiert verschiedene Tanzgruppen und organisiert den Rosenmontagszug. Man beschreibt sie als „Leuchtturm“ des Ehrenamtes und des sozialen Miteinanders.

Annemarie Caspers ist ein unerlässlicher Bestandteil des Kirchenchores St. Anna/St. Marien. Durch ihren tatkräftigen Einsatz findet alljährlich das Cäcilienfest statt. Außerdem organisiert sie Chorausflüge.

Monika Fuchs wurde 2014 in den Vorstand der Kreisgruppe Düren des Paritätischen NRW gewählt. Sie ist im Jugendhilfeausschuss der Stadt Düren tätig und kann ihr umfängliches Wissen zum Wohle der gesamten Bevölkerung in Düren einbringen.

Brit Possardt und Angelika Cremer sind Bücherschrankpatinnen in Heimbach und erhalten somit ein wichtiges Kulturgut: Das Buch. Aus alten Telefonzellen entstehen Bücherschränke, die ein sortiertes Sortiment an Büchern bieten. Insbesondere die Kinder- und Jugendliteratur steht im Vordergrund, um zum Lesen zu animieren.

Annemiek Krieger ist seit 29 Jahren ehrenamtlich als Leiterin in der Bücherei in Linnich tätig. Zudem setzt sie sich für Kooperationen mit Kindergärten und Schulen ein, um Kinder frühzeitig für das Lesen zu begeistern. Sie ist ebenso für das Glasmalerei-Museum in Linnich aktiv.

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„Rheinland-Pfalz summt!“ – Auch in Kaisersesch

Kaisersesch – Bienenanhänger steht zum Ausleihen bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch zur Verfügung – Seit sieben Jahren steht der mobile Bienenanhänger bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch zur kostenfreien Ausleihe für Kindergärten, Schulen und für Veranstaltungen zur Verfügung. Das Kooperationsprojekt zwischen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Verbandsgemeinde Kaisersesch zielt darauf ab, das Bewusstsein für den ökologischen und wirtschaftlichen Wert von Bienen sowie die vielfältigen Verbindungen zwischen Natur und Bienen in der Gesellschaft zu stärken.

Die mobile Bienenschule bietet Anschauungsmaterial und Ausstattung für eine ganze Schulklasse, um spielerisch die Lebensweise der Honigbienen kennenzulernen. Mit Imkeranzügen, Fotobeute, Honigschleuder, Werkzeugen und Spielen werden Kinder eingeladen, die Welt der Bienen zu entdecken und zu verstehen.

Das Bildungsangebot zielt nicht nur auf konkrete Naturerfahrungen und Umweltbildung für Kindergärten und Schulen ab, sondern richtet sich auch an Erwachsene. So können Imker den Anhänger auch an Märkten, Festen oder besonderen Veranstaltungen ausleihen und für Bienen und die Imkerei werben.

Sie möchten den Bienenanhänger ausleihen?

Die Online-Anfrage zur Ausleihe finden Sie unter www.kaisersesch.de/bienen

Viel Spaß beim Erkunden der faszinierenden Welt der Bienen mit unserem Bienenanhänger.

Adresse und Kontaktdaten:

Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch
Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch
Viktoria Schmitt, Telefon: 02653 9996-601, E-Mail: vorzimmer@vg.kaisersesch.de

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Wolfs-DNA bei verunglücktem Pferd nachgewiesen – Bisse sind nicht Todesursache

Ahrweiler – Bereits im April 2024 kam es in der Verbandsgemeinde Altenahr zum Ausbruch eines Pferdes aus der Koppel, in dessen Folge das Tier mutmaßlich verunglückte und zu Tode kam. Wie das Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) nun mitteilte, wurden an dem Tier Bisse festgestellt, die nach einem genommenen DNA-Abstrich von einem Wolf stammen.

Die genauen Umstände des Unfalls sind nicht bekannt. Die verhältnismäßig geringfügigen beziehungsweise oberflächlichen Bissverletzungen seien jedoch nicht ursächlich für den Tod des Pferdes, das aufgrund eines Sturzes verstorben sei. Aufgrund des direkten Nachweises von Wolfs-DNA an dem verunglückten Tier ist eine Beteiligung eines Wolfs an dem Koppelausbruch nicht sicher auszuschließen.

Laut der DNA gehört der nachgewiesene Wolf zur sogenannten Mitteleuropäischen Flachlandpopulation, Haplotyp HW02. Da eine Individualisierung der Proben nicht erfolgreich war, liegen keine weiteren Informationen, beispielsweise zur Herkunft oder dem Geschlecht des Tieres, vor. Ob es sich um das gleiche Tier handelt wie die kürzlich gemeldeten Wolfsnachweise vom 15. April 2024 im Landkreis Trier-Saarburg und vom 3. April 2024 im Landkreis Birkenfeld kann weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Der Verbleib oder aktuelle Aufenthaltsort des Wolfs sind nicht bekannt.

Der Wolfsnachweis ist auf der Homepage des KLUWO online unter www.fawf.wald.rlp.de/kluwo veröffentlicht.

Zum Hintergrund:

Das KLUWO bietet auf seiner Webseite www.fawf.wald.rlp.de/kluwo umfangreiche Hintergrundinformationen zum Wolf, wie beispielsweise Verhaltensempfehlungen oder eine Übersicht der Wolfsnachweise in Rheinland-Pfalz. Wolfsichtungen oder Verdachtsfälle auf Wolfsrisse können telefonisch an die Nummer 06306 911-199 oder per E-Mail an KLUWO@wald-rlp.de gemeldet werden.

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Mehr Erlebnisse und Aktionen für die Aachener Innenstadt

Aachen – Die Aachener Innenstadt wandelt sich – vor allem vor dem Hintergrund des wachsenden Onlinemarktes. Die Möglichkeit des Einkaufens bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der Innenstadt, es braucht jedoch darüberhinausgehende Angebote. Mit dieser Entwicklung steht Aachen nicht alleine da. Nahezu alle Innenstädte in Deutschland stehen vor der Herausforderung, sich neu erfinden zu müssen oder zumindest die Angebote der eigenen Innenstadt vielfältiger aufzustellen und somit den Innenstadtbesuch auch in Zukunft attraktiv zu machen.

Neue Runde für die Fonds zur Stärkung der Innenstadt

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Aachen die beiden Fonds „Guten Abend, Aachen“ und „Aachener Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk stärken“ ins Leben gerufen. Geschäftstreibenden, Kulturakteuren und auch Privatpersonen haben hierüber die Möglichkeit, eigene Aktionen und Events für zusätzliche Erlebnisse insbesondere in der Aachener Innenstadt umzusetzen. Bis zu 10.000 Euro pro Aktion kann man beantragen, um die eigene Idee in die Tat umzusetzen. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen freut sich, dass diese Erfolgsgeschichte nun in eine nächste Runde starten kann: „Unsere Fonds sind ein wichtiger Bestandteil des Zukunftsprozesses Innenstadtmorgen, mit dem wir den Wandel des Herzstücks unserer Stadt voranbringen. Im letzten Jahr konnten wir hierüber Straßenfeste, Konzerte, Streetart und Zaubershows in der Fußgängerzone bis hin zu Straßengestaltungen und Marketingaktionen der Geschäftstreibenden unterstützen. Ich freue mich, die nächste Förderphase nun zu eröffnen, und ich freue mich auf die vielfältigen Projekte, die wir damit ermöglichen.“

Vom Orchester im Bettengeschäft bis hin zum Musikquiz im Restaurant

Nachtbürgermeister Lukas Delvenne kümmert sich zusammen mit Citymanager Kai Hennes um den Fonds „Guten Abend, Aachen“. Der Fonds setzt einen Schwerpunkt darauf, die Innenstadt insbesondere durch mehr kulturelle Aktionen in den Abendstunden zu beleben. Die Beiden resümieren: „Insgesamt konnten wir 42 Anträge und dadurch 75 Veranstaltungen in der ersten Phase fördern. Positiv überrascht hat uns die Bandbreite an Ideen, die vom Orchesterkonzert im Bettengeschäft über Filmabende im Biergarten bis hin zum Musikquiz im Restaurant reichte.“ Luca Liehner, Inhaber des Literaturcafés Vers in der Barockfabrik, ist einer der Antragstellenden. Er sagt: „Wir haben die Eröffnungsfeier unseres Literaturcafés über den Antrag finanzieren können. Es war ein schönes Fest mit Fotoausstellung, Open Mic-Session, Poetry Slam und Musik.“

Von Seiten der städtischen Wirtschaftsförderung bearbeitet Jalina Maaßen mit ihren Kolleg*innen die Anträge des Fonds „Aachener Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk stärken“: „Unser Anliegen ist es, die Unternehmer*innen darin zu unterstützen, auf sich und ihr Angebot zusätzlich aufmerksam machen zu können und Netzwerke zu stärken. Dabei haben diese natürlich schon mit dem Betrieb ihres Geschäfts viel zu tun, das wissen wir. Deshalb haben wir die Antragstellung sehr einfach gemacht. Wir unterstützen gerne jedes gute Vorhaben und konnten so bereits 81 Projekte auf den Weg bringen.“

Aktion „Jahre im Handel“

Auch Martin Görg hat als Vertreter der Interessengemeinschaft Domviertel über den Fonds bereits schöne Aktionen umsetzen können. Er ist Einzelhändler und betreibt den Wollladen „Görg & Görg“ in der Annastraße. Mit viel Engagement lässt er sich immer wieder Aktionen einfallen, um das Viertel rund um den Dom kreativ mitzugestalten. „Wir konnten dank des Fonds zum Beispiel die Annastraße mit Mobiliar zum Verweilen ausstatten, Weihnachtsbeleuchtungen installieren sowie unser Projekt ‚Essbare Innenstadt‘ in der Annahalle ausprobieren und dann auf das Stadtgebiet ausweiten. Aktuell starten wir die Aktion ‚Jahre im Handel‘, bei der mehr als 240 Läden aus Aachen mitmachen und den Innenstadtbesucher*innen zeigen, wie lange es sie schon an diesem Standort gibt. Damit verbunden wird es auch ein Gewinnspiel geben“, sagt Görg und freut sich schon auf die nächsten Projekte.