Kategorien
News

Neugestaltung der Kernstadt Bad Münstereifel – Sachstand über den Wiederaufbau

Bad Münstereifel – Die Ideen aus den Bürger-Workshops werden dem Rat vorgelegt. Die Bürgerinnen und Bürger diskutierten am vergangenen Wochenende erneut über Planungen der Stadt zur Neugestaltung der Kernstadt (von Tor zu Tor). Frau Preiser-Marian begrüßte die Teilnehmenden, gab einen kurzen Sachstand über den Wiederaufbau und begleitete anschließend die Workshops.

Nach einer ersten öffentlichen Beteiligung zu den Planentwürfen am 16.12.2021 hatten Anwohnende, Gewerbetreibende und interessierte Bürgerinnen und Bürger nun erneut die Möglichkeit, sich über die Pläne auszutauschen. „Viele Wortbeiträge gab es zur möglichen Freitreppe auf dem Platz an der Werther Straße“, sagt Dr. Sven Wörmer vom City-Management. „Während die Einen einen Ort der Begegnung an der Erft begrüßen, der nicht nur von Touristen, sondern auch von den Bürgerinnen und Bürgern zur Erholung genutzt werden kann, befürchten Andere, dass die Freitreppe zu mehr Lärm und Müll führen könnte.“ Einige Teilnehmende sorgen sich auch um den Hochwasserschutz an dieser Stelle der Erft. Auch über die Neugestaltung des Platzes vor dem St.-Michael-Gymnasium und dem Salzmarkt wurde gesprochen.

Diese und weitere Anregungen und Bedenken aus den Workshops gehen schriftlich an den Rat der Stadt, zur weiteren Beratung und Beschlussfassung in der Sitzung am 25.01.2022.

Kategorien
News

Telefon-Sprechstunde für Flutopfer im Kreis Euskirchen immer Mittwochs

Euskirchen – Die Flut hat lange Nachwirkungen. Psychische Dauerbelastungen machen krank -Traumafolgestörungen bei Kindern, Jugendlichen und Eltern werden sichtbar. In der telefonischen Sprechstunde für Flutopfer sind psychologisch geschulte Fachkräfte immer mittwochs von 9-11 h und von 15 – 17 h unter der Rufnummer 02251 – 15 723 direkt erreichbar.

Sechs Monate nach der Hochwasserkatastrophe, die schlimmste Verwüstungen in den Dörfern und Städten des Kreises hinterlassen hatte, haben viele Familien Großes geleistet: Mit Improvisationstalent, Ausdauer und Geduld haben sie wieder zu einem halbwegs geregelten Familienalltag finden können. Wie wertvoll ist nun plötzlich eine trockene, warme Wohnung, und sei es nur für den Übergang.

Dauerstress hinterlässt Spuren

In der Hochwasserkatastrophe haben viele Kinder und Jugendliche, oft gemeinsam mit Eltern und Verwandten zutiefst schockierende und überwältigende Situationen durchlebt. Zusätzlich hält Omikron Familien auf Trab, ein zweiter Winter mit schwierigen Lernbedingungen in der Schule, Impftermine, Tests, Kontaktbeschränkungen – besonders für Kinder und Jugendliche bedeutet dies größte Einschränkungen in ihrem Wunsch nach Entfaltung, unbeschwerten Kontakten mit Freunden und Verwandten, besonders an Weihnachten. Es entsteht Dauerstress für alle Beteiligten.

Wenn etwas Ruhe einkehrt, wird oft der Blick frei für die einzelnen Familienmitglieder, für deren psychisches Befinden und die Dinge, die notgedrungen in den Hintergrund rücken mussten.

„Ob Schlafstörungen, wiederkehrende Ängste in bestimmten Situationen, längere Traurigkeit und Einsamkeit, depressive Verstimmung, schnelle Gereiztheit oder körperliche Symptome  – finden wir keine Bewältigungsmöglichkeit, um schockierende Erlebnisse zu verarbeiten, gibt unsere Psyche eine Alarmmeldung in Form von bleibenden Symptomen“, sagt der Psychologe und Leiter der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Kreises Euskirchen, Alfons Gehlen.

Telefonsprechstunde für Flutopfer

„Traumatische Belastungsstörungen zeigen sich häufig erst nach einigen Wochen oder Monaten. In der Erziehungs- und Familienberatung erleben wir derzeit vermehrt Anmeldungen durch Eltern, die seit der Flut auffällige Symptome bei ihren Kindern und Jugendlichen, oder auch bei sich selbst feststellen“, so Gehlen weiter.

„Deshalb wollen wir Flutopfern unkompliziert Hilfe anbieten, die psychischen Folgen der Flut zu bewältigen und passende Hilfsangebote für Traumafolgestörungen zu finden.“

Ob mit Leitideen für den Erziehungsalltag, psychologische Einordnung von Auffälligkeiten und Symptomen, Hinweise auf passende Kinderbücher oder Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Therapieplätzen, die Erziehungs- und Familienberatungsstelle kann unterstützen, erste Lösungsschritte zu finden.

In der telefonischen Sprechstunde für Flutopfer sind psychologisch geschulte Fachkräfte immer mittwochs von 9-11 h und von 15 – 17 h unter der Rufnummer 02251 – 15 723 direkt erreichbar.

Kategorien
News

Archimedischer Sandkasten in Aachen als bundesweites Vorbild zertifiziert

Aachen – Die Datenbank ist seit dem gestrigen Dienstag, 25. Januar 2022 um ein Projekt reicher: Der Archimedische Sandkasten des Future Lab Aachen hat den Zuschlag erhalten und wurde nun aufgrund seines Innovationscharakters und seiner enormen Beliebtheit zertifiziert.

„Stadtimpulse“ zertifiziert bundesweit Projekte zum Nachahmen. Archimedischer Sandkasten des Future Lab Aachen ist Best-Practice. Aufwertung von Innenstädten und Partizipation der Bürger*innen soll gefördert werden. Nicht zuletzt die Corona-Krise setzt viele Städte unter Druck: Wie lässt sich der Stadtkern attraktiveren und wie können Bürger*innen zusammenfinden in einer Zeit, in der Abstand halten höchstes Gebot ist? Offenbar gibt es viele Möglichkeiten: Das zeigt seit Mai 2021 die Plattform „Stadtimpulse“, auf der bundesweit Projekte aus Stadtmarketing, Tourismus und Stadtentwicklung als Best-Practices zertifiziert und veröffentlicht werden.

Aachen ist dabei!

Darüber freut sich Dr. Jutta Göricke, Leiterin des Marketings der Stadt Aachen und Ideengeberin des Projekts riesig: „Als wir 2016 den ersten Archimedischen Sandkasten organisierten, waren alle Mitstreiter*innen sofort begeistert. Dass wir aber auf so eine positive Resonanz in der Stadtgesellschaft stoßen, das haben wir uns nicht zu träumen gewagt. Inzwischen ist der Archimedische Sandkasten ein fester Bestandteil des Aachener Sommers.“

Besonders lobend hervorgehoben wurde die Tatsache, dass so viele unterschiedliche Player aus der Kommune dieses Projekt ermöglichen. Auch seine Fähigkeit, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbessern, Partizipationsmöglichkeiten für alle zu bieten sowie spielerisch für ingenieurwissenschaftliche Themen zu sensibilisieren, machen den Archimedischen Sandkasten zu einem besonderen Projekt.

https://www.futurelab-aachen.de/projekte/

Auf Archimedes Spuren

Seit 2016 werden jeden Sommer 150 Tonnen Sand auf den historischen Katschhof zwischen Dom und Rathaus aufgeschüttet. Jung und Alt können dann nach Herzenslust baggern, buddeln und auf Liegestühlen chillen.

Innerhalb der städtischen Ferienspiele, der Archimedischen Werkstatt, konstruieren Kinder und Jugendliche unter Aufsicht eine monumentale, wachsende Installation, die von der Stadtgesellschaft beobachtet und entdeckt wird. Große und kleine Ingenieur*innen begeben sich auf die Spuren von Archimedes, der als größter Mathematiker und Maschinenbauer der Antike gilt.

Das Angebot steht für Aachen als familienfreundlicher Wissenschaftsstandort und verweist exemplarisch auf seine zahlreichen MINT-Programme. Das Future Lab Aachen, ein Zusammenschluss von allen vier Hochschulen und der Stadt, macht seit 2016 anhand verschiedener Leuchtturmprojekte wie diesem, Wissenschaft sichtbar.

Wer auch in 2022 den Archimedischen Sandkasten besuchen möchte, der sollte sich am besten schon jetzt die Sommerferien freihalten, denn dann heißt es wieder ganze sechs Wochen lang: Schaufeln raus! Die Ferienspiel-Kinder lernen übrigens in den ersten drei Wochen, wie man mit Windkraft Energie gewinnt.

Aus der Praxis, für die Praxis

Die innerstädtische Aufenthaltsqualität und Attraktivität für die Bürger*innen soll gesteigert werden, das wollen die Kommunen und ihre Akteur*innen aktiv gestalten. „Die Plattform Stadtimpulse bietet ihnen dafür eine breite Auswahl an Best-Practice-Beispielen. Aus der Praxis, für die Praxis – ein echter Mehrwert für die Städte. Die Beispiele sind auf ihre Qualität hin geprüft und decken ein breites Spektrum von Handlungsmöglichkeiten für alle Innenstadt-Akteure ab.“, so Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages und einer der Initiatoren der Plattform.

Um positive Beispiele für gelungene Gestaltung und gute Ideen für Innenstädte bekannter zu machen, starteten der Handelsverband Deutschland (HDE), der Deutsche Städtetag (DST), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) sowie die Bundesvereinigung für City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) und die CIMA Beratung + Management GmbH im Mai 2021 den bundesweit ersten Best-Practice-Datenpool mit zertifizierten Projekte der Stadtentwicklung.

Den Archimedischen Sandkasten und andere zertifizierte Projekte findet man hier: https://unsere-stadtimpulse.de/project/archimedischer-sandkasten/

Kategorien
News

Landratswahl im Kreis Ahrweiler – Wahlausschuss stellt amtliches Endergebnis fest

Ahrweiler – Der Kreiswahlausschuss unter Vorsitz von Kreiswahlleiter Friedhelm Münch hat am Montagabend, 24. Januar 2022, das Endergebnis der Landratswahl im Kreis Ahrweiler festgestellt. Demnach waren 102.972 Personen wahlberechtigt, von denen 49.438 gewählt haben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,0 Prozent. Von den insgesamt abgegebenen Stimmen waren 49.241 gültig und 197 ungültig. Auf Horst Gies von der CDU entfielen 13.877 Stimmen (28,2 Prozent). Auf die Einzelbewerberin und die Einzelbewerber entfielen folgende Stimmanteile: Dr. Axel Ritter 1114 Stimmen (2,3 Prozent), Christoph Schmitt  9520 Stimmen (19,3 Prozent) und Cornelia Weigand 24.730 Stimmen (50,2 Prozent).

Nach Feststellung des Wahlausschusses ist damit Cornelia Weigand zur Landrätin im Kreis Ahrweiler gewählt. Die Amtseinführung der neuen Landrätin wird in einer öffentlichen Sitzung des Kreistags erfolgen. Ein Termin hierfür steht derzeit noch nicht fest.

Kreiswahlleiter Münch dankt nicht nur den Wählerinnen und Wählern für ihre Beteiligung an dieser „für den Kreis so entscheidenden Wahl“, sondern auch den rund 1200 Wahlhelferinnen und Wahlhelfern in den 129 Wahllokalen sowie einem Briefwahlvorstand der Stadt Adenau. Durch die sorgfältige und zugleich schnelle Arbeit in den Wahlvorständen sei es möglich gewesen, das vorläufige Ergebnis am Wahlsonntag bereits frühzeitig festzustellen.

Kategorien
News

Elternschule Mayen – das neue Programm ist da!!!!

Mayen – Das neue Programm 2022 der Elternschule Mayen erscheint jetzt als Jahresprogramm. Es ist in Apotheken, bei Gynäkologen und Kinderärzten, im Gemeinschaftsklinikum Mayen, bei der Stadtverwaltung und dem Jugendamt Mayen sowie bei der Kath. Familienbildungsstätte Mayen e.V. erhältlich. Selbstverständlich ist es auch online zu finden unter: www.fbs-mayen.de oder www.gk.de.

Auch in diesem Jahr gestaltet sich das Angebot sehr umfangreich.

Viele Kurse können wieder in gewohnter Form, wenn auch unter entsprechenden Hygienemaßnahmen, durchgeführt werden. Zusätzlich sind erstmals auch online-Angebote im Programm zu finden.

Schwangerschaft, Geburt und das Leben mit Kindern bedeuten eine völlig neue Erfahrung im Leben. Die Elternschule möchte junge Familien mit Informationsveranstaltungen und Kursen in den zum Teil noch unbekannten Lebensphasen unterstützen. Die Angebote bieten Zeit, Fragen zu stellen und sich umfangreich auf den Säugling und die zukünftige Situation vorzubereiten. Gleichzeitig soll die Entwicklung des Kindes begleitet und die Gesundheit aller gefördert werden. Neben einer fachkompetenten Betreuung können Kontakte zu anderen Familien geknüpft werden und Erfahrungen, Wünsche, Erwartungen und Ängste ausgetauscht werden.

Fachübergreifende Teams aus Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Stillberaterinnen, Ernährungsberaterinnen, Gynäkologen, Kinderärzten, Therapeuten, Pädagoginnen, Physiotherapeutinnen und Erzieherinnen stehen den Familien an den unterschiedlichen Standorten umfassend und kompetent zur Seite.

Um den Eltern weite Anfahrtswege zu ersparen, ist die Elternschule Mayen dezentral tätig. Es finden Kurse in Mayen, Mendig/Bell, Polch, Kaisersesch, Heupenmühle Kelberg und Cochem/Pommern statt.

Die Elternschule in Mayen ist eine Kooperation des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen und der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen e.V.

Weitere Informationen:

Kath. Familienbildungsstätte Mayen e.V. 02651-6800 oder www.fbs-mayen.de sowie Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen 02651-834730 oder www.gk.de

Kategorien
News

„Lolli“-PCR-Testverfahren an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen wird verändert

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Gebauer: Knappe Testkapazitäten und Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz erfordern Anpassung des „Lolli“-Verfahrens. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilt mit: Die „Omikron-Welle“ hat das Land Nordrhein-Westfalen und in Teilen auch die Schulen erreicht. Die landesweit hohen Inzidenzzahlen sowie hohen Positivraten bei den „Lolli“-PCR-Testungen von aktuell über 20 Prozent spiegeln dies wider. Aufgrund des deutschlandweit stetig ansteigenden Infektionsgeschehens und angesichts begrenzter PCR-Testkapazitäten haben am gestrigen Montag die Regierungschefinnen und -chefs der Länder zusammen mit dem Bundeskanzler die Entscheidung der Gesundheitsminister für eine Priorisierung von PCR-Testungen, eine Konzentration von PCR-Tests vor allem auf vulnerable Gruppen und Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln, bestätigt. Im Hinblick auf diese Priorisierungsentscheidung von Bund und Ländern ist somit eine kurzfristige Anpassung des „Lolli“-PCR-Testregimes erforderlich, da dies erhebliche Testkapazitäten von mehr als 400.000 PCR-Tests (Pool- sowie Einzeltestungen) pro Woche bindet.

„Das bisherige „Lolli“-PCR-Verfahren an unseren Grund- und Förderschulen ist nahezu einzigartig in der Bundesrepublik, kein anderes Land hat es geschafft, ein solch komplexes und hochsensitives System in seinen Schulen zu etablieren. Es hat uns in den ersten Wellen der Pandemie sehr gute Dienste erwiesen, ist anerkannt und hat den für die Schülerinnen und Schüler so wichtigen Präsenzunterricht seit dem 10. Mai 2021 flächendeckend gesichert. Aufgrund der fehlenden PCR-Kapazitäten muss die Landesregierung in der „Omikron“-Welle nun Anpassungen dieses Verfahrens vornehmen, um entsprechend der heutigen Problemanzeige der Labore die PCR-Laborkapazitäten für vulnerable Gruppen freizugeben. Es bleibt weiterhin das oberste Ziel, auch unter diesen schwierigen Bedingungen gerade unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht zu halten – und gleichzeitig bestmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Kurzfristig werden folgende Anpassungen im „Lolli“-PCR-Testregime vorgenommen:

  • Auch weiterhin werden in den Grund- und Förderschulen „Lolli“-PCR-Pooltests angewandt.
  • Die Auflösung positiver Pools durch PCR-Einzeltests wird an den Grundschulen verändert. Es ist keine Abgabe von Einzel-PCR-Rückstellproben an die Labore mehr vorgesehen.
  • Schülerinnen und Schüler eines negativ getesteten Pools nehmen wie gewohnt am Präsenzunterricht teil. Derzeit sind rund 80 Prozent aller Pools in den Grund- und Förderschulen negativ.
  • Schülerinnen und Schüler eines positiv getesteten Pools werden am nächsten Tag zu Unterrichtsbeginn in den Schulen mit Antigenschnelltests getestet. Hierzu verfügen die Schulen bereits jetzt in ausreichendem Umfang über die notwendigen Testkapazitäten. Alternativ ist es auch möglich, eine offizielle Testeinrichtung im Rahmen eines Bürgertests zu nutzen und diesen Test der Schule vorzulegen.
    Schülerinnen und Schüler eines positiv getesteten Pools dürfen nur dann am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie ein negatives Schnelltestergebnis zu Unterrichtsbeginn vorweisen können.
  • Bei einem positiven Antigen-Schnelltest erfolgt das in den weiterführenden Schulen eingeübte Verfahren und das infizierte Kind begibt sich in häusliche Isolation; eine Kontrolltestung außerhalb des Schulsystems ist erforderlich.
  • Für alle Förderschulen, unabhängig von ihrem Förderschwerpunkt, bleibt das bestehende Lolli-Testsystem komplett in seiner jetzigen Form erhalten. Grund dafür ist die strukturell höhere Vulnerabilität dieser Schülergruppe. Darüber hinaus ist diese Testmethode für die dortigen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Anwendbarkeit ganz besonders geeignet.

Die notwendigen rechtlichen Anpassungen der Corona-Test/Quarantäneverordnung werden kurzfristig durch die Landesregierung vorgenommen.

Die Grundschulen werden ab sofort vollumfänglich in das Bestellmanagement von Antigen-Schnelltests eingebunden, so dass sich die Schulen mit den notwendigen Bedarfen weiterhin eindecken können. Schon jetzt mit dem Stichtag 19. Januar 2022 haben die Grundschulen einen durchschnittlichen Bestand von insgesamt rund 2,5 Millionen Schnelltests (4,1 Tests pro Schüler) im Rahmen der wöchentlichen Cosmo-Abfrage gemeldet, eine Bevorratung für über eine Kalenderwoche ist also bereits wie vom Schulministerium in der Vergangenheit bei den Schulen angefordert, gegeben.

Kategorien
News

Corona-Krisenstab im Vulkaneifelkreis beschließt: Änderung in der Kontakt-Nachverfolgung

Daun – Nach einem einstimmigen Beschluss des Corona-Krisenstabes wird das Kontaktpersonenmanagement des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Vulkaneifel wie folgt umgestellt: Telefonische Kontaktaufnahme des Gesundheitsamtes nur noch in Ausnahmefällen.

Angesichts der hohen Zahlen kann der Großteil der Infektionsfälle und der Haushaltsangehörigen zukünftig nicht weiter ermittelt werden. Kontaktpersonen werden zudem durch Ge-sundheitsämter nicht weiter verfolgt, vielmehr besteht die Notwendigkeit, dass Infizierte aktiv ihre Kontaktpersonen ansprechen. Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Vulkaneifel wird also somit nur noch in Ausnahmefällen bei den Corona-Infizierten bzw. deren Kontaktpersonen anrufen.

Auf Grundlage der hohen Anzahl der täglichen Neuinfektionen und überlasteten Laborkapazitäten bei gleichzeitig verkürzten Quarantänezeiten macht die bisherige Vorgehensweise aus medizinischer Sicht keinen Sinn mehr. Die Infektionsketten lassen sich aktuell nicht mehr ermitteln und damit auch nicht unterbrechen. Daher muss sich das Gesundheitsamt auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen konzentrieren, etwa in Alten- und Pflegeheimen oder bei möglichen „Superspreader-Ereignissen“. Für Schulen und Kindertagesstätten gibt es gesonderte Regelungen. Darüber hinaus werden dort regelmäßige Tests durchgeführt, die im Infektionsfalle zur Quarantäne führen.

In der jetzigen Situation ist ein höherer Grad der Eigenverantwortlichkeit gefordert.

Unter https://www.vulkaneifel.de/buergerservice-verwaltung/corona/corona-downloads.html finden die Bürgerinnen und Bürger Informationen zu

•    Corona-Infektionen
•    Quarantäneregelungen
•    Testmöglichkeiten sowie
•    Impfstatus

Darüber hinaus gehende Fragen können schriftlich über die Kontaktmailadresse des
Gesundheitsamtes gesundheitsamt@vulkaneifel.de mit unbedingter Angabe der telefonischen Erreichbarkeit zwecks etwaigen Rückrufs geklärt werden.

Die Quarantäne- /Genesenenbescheinigung wird automatisch mit Ablauf der Quarantäne/ häuslichen Isolation postalisch zugestellt. Von weiteren diesbezüglichen Anrufen bitten wir daher Abstand zu nehmen.

Kategorien
News Top-Themen

SachsenEnergie wandelt Überstunden in Spenden für Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal um

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Ahrtal – Ostdeutschlands größter Kommunalversorger zeigt Herz: Dank einer ungewöhnlichen Aktion der Mitarbeiter*innen werden 110.000 Euro für das Flutgebiet im Ahrtal aus Sachsen gespendet. Auch über ein halbes Jahr nachdem ein Hochwasser große Teile der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zerstörte und 73 Menschen das Leben kostete, wird weiter daran gearbeitet, die Folgen der Naturkatastrophe zu beheben. Zu den zahlreichen städtischen Gebäuden, die derzeit saniert werden, zählt die Grundschule Bad Neuenahr. Keller, Erdgeschoss und Turnhalle wurden Mitte Juli vergangenen Jahres überschwemmt. Die Flut riss alles mit sich fort, Unterrichtsmaterialien ebenso wie Tische und Stühle.

Mit Hilfe einer Spende aus Sachsen über insgesamt 110.000 Euro können der Wiederaufbau vor Ort weiter vorangetrieben und wichtige Anschaffungen getätigt werden. Neben der Grundschule Bad Neuenahr (40.000 Euro) kommt das Geld der Spielgemeinschaft Ahrtal (40.000 Euro) zugute. Deren Trainingsanlagen und Plätze waren in der Flutnacht schwer zerstört worden. Außerdem profitiert der Spendentopf des Landkreises Ahrweiler (30.000 Euro). Die Mittel aus diesem Fond sollen künftig für Projekte und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Ahrtals genutzt werden – und somit ebenfalls die Betroffenen unterstützen.

Möglich wird dies durch eine Gemeinschaftsaktion der Mitarbeiter*innen des Versorgers SachsenEnergie aus Ostsachsen, der damit ein Zeichen der Solidarität und Anteilnahme an die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz senden möchte. Denn vielen Menschen in Sachsen sind die Erinnerungen an das damalige Jahrhunderthochwasser und die anschließende Unterstützung aus ganz Deutschland unvergessen geblieben.

SachsenEnergie-Vorstandschef Dr. Frank Brinkmann anlässlich der Spendenübergabe am 23. Januar in Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Spenden unserer Mitarbeitenden einen kleinen Beitrag leisten können und die Menschen unterstützen, die nach wie vor täglich im Einsatz sind, um die Schäden der Hochwasserkatastrophe zu beseitigen.“

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Aufsichtsratsvorsitzender der SachsenEnergie: „Die Menschen in der Region Dresden haben die Hochwasserkatastrophen von 2002 und 2013 nicht vergessen und gerade deshalb ist die Solidarität mit den betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auch so groß gewesen. Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens sehr dankbar, dass sie dieses starke Zeichen gesetzt haben.“

Die SachsenEnergie hat nicht nur Geld gespendet, sondern beim Wiederaufbau der Erdgasversorgung im Ahrtal auch tatkräftig mitangepackt. Dafür dankte Marcelo Peerenboom im Namen der Energieversorgung Mittelrhein (evm). „Die SachsenEnergie war Teil einer beeindruckenden Solidaritätsaktion vieler Energieversorger und Netzbetreiber aus ganz Deutschland. Sie alle haben geholfen, die Erdgasversorgung im Ahrtal in Rekordzeit wiederaufzubauen“, sagte Peerenboom.

Hintergrund

Das aus DREWAG und ENSO fusionierte Unternehmen SachsenEnergie hatte seine Mitarbeiter*innen Ende Oktober 2021 dazu aufgerufen, den Geldwert ihrer Über-stunden steuerfrei für insgesamt drei Projekte im Katastrophengebiet zu spenden. Innerhalb kürzester Zeit kamen auf diese Weise rund 47.500 Euro zusammen. Die SachsenEnergie verdoppelte – wie zu Beginn der Aktion angekündigt – die Summe auf 95.000 Euro und rundete schließlich auf 100.000 Euro auf.

Bereits zuvor waren durch Eigeninitiative von Arbeitnehmer*innen des Versorgers 9.000 Euro an Spenden gesammelt worden. Dank erneuter Unterstützung durch das Unternehmen selbst summiert sich der Gesamtbetrag jetzt auf insgesamt 110.000 Euro.

Kategorien
News

Kinder-Tagesklinik schließt eine Lücke für junge Patienten und Eltern

Region/Mayen-Koblenz – Kemperhof bietet interdisziplinäre Versorgung in modernen Räumlichkeiten an. Manaal ist eifrig bei der Sache: Mal malt sie, mal macht sie es sich im Sessel bequem und blättert ein Bilderbuch oder sie schaut kurzerhand bei ihrem Bruder Omar im Kinderwagen vorbei. Allerdings ist Manaal nicht zuhause, sie ist in der Kinder-Tagesklinik des Kemperhofs und erhält wie jeden Monat zeitgleich mit ihrem Bruder ihre lebenswichtige Bluttransfusion.

Monatlich erhält Manaal in der Klinik ihre Bluttransfusion. Die Kinder-Tagesklinik im Kemperhof macht es ihr nun einfacher. In den neuen Räumlichkeiten findet sie sowohl Spiel- als auch Ruhemöglichkeiten. Und Chefarzt Dr. Stephan Lobitz kommt auch hier zur Visite. Foto: GK-Mittelrhein

Seit Mitte Januar ist für die 2-Jährige allerdings einiges anders. Auch wenn Papa Abdul schon immer zufrieden mit dem Angebot der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie war, ist er nun begeistert über die neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss der Kinderklinik. „Das Team hier ist einfach schon immer toll gewesen, aber dass es nun für Kinder, die nur einige Stunden da sind, einen eigenen großen Raum gibt, ist klasse.“

„Dieses Angebot schließt die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Kindes- und Jugendalter. So können wir die Familien bei notwendigen diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen optimal unterstützen und entlasten den stationären Bereich“, berichtet Dr. Ulla Pfeffer-Roth, Oberärztin Kinder- und Jugendmedizin. Und Dr. Stephan Lobitz, Chefarzt der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie, ergänzt: „Wir ersparen den betroffenen jungen Patienten und den Familien Wartezeit und oftmals auch eine Übernachtung. Und die Behandlung leidet keinesfalls.“

Neben Manaal und Omar, die bereits am frühen Nachmittag wieder die Klinik verlassen können, sind Kinder, bei denen zum Beispiel eine Untersuchung – etwa MRT, CT oder Gastroskopie – in Narkose erfolgen musste, das beste Beispiel.

Das Team der beiden pädiatrischen Kliniken ist begeistert von dem Konzept der interdisziplinären Versorgung und bietet von montags bis freitags jeweils fünf tagesklinische Plätze an. Und auch in der Region gibt es viele Förderer und Unterstützer. So hat Ikea im Rahmen eines Azubis-Projekts die nicht medizinische  Inneneinrichtung geplant und alles liebevoll und kind- und familiengerecht gestaltet. Finanzielle Unterstützung gab es auch von der Elterninitiative krebskranker Kinder. Dazu die Vorsitzende Helma Kutzner: „Uns hier einzubringen, war uns eine Herzensangelegenheit. Wir wissen, wie kräftezehrend es für die betroffenen Familien ist, wenn ihre krebskranken Kinder immer wieder stationär aufgenommen werden müssen. Dass nun vieles in einer Tagesklinik angeboten werden kann, ist eine enorme Entlastung.“

Kategorien
News

Besuch beim Ahrtal-Winzer in Meckenheim

Meckenheim – Bürgermeister Jung informiert sich am neuen Standort von Ludwig Kreuzberg. Die Flut-Katastrophe im vergangenen Sommer sorgt auch für ungewöhnliche Betriebsansiedlungen in Meckenheim. So fand Ahrtal-Winzer Ludwig Kreuzberg nach dem Hochwasser eine neue „Heimat“ in der Apfelstadt. In den ehemaligen Logistikhallen einer Drogeriekette in der Buschstraße hat der Winzer aus Dernau nun seinen Betrieb eingerichtet. Bürgermeister Holger Jung und Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer besuchten ihn und waren begeistert. „Es ist sehr bemerkenswert, welche Energie und Zuversicht Ludwig Kreuzberg verströmt. Sein sehr persönlicher Bericht über die Flutnacht und die Tage danach ist mir sehr nahe gegangen; er vermittelt einen Eindruck, was die Menschen im Ahrtal erleben mussten. Dass er sich binnen kürzester Zeit hier bei uns einen Standort aufgebaut hat, verdient höchsten Respekt und zeugt von großem Pragmatismus“, so der Bürgermeister.

In der großen Halle stapeln sich die Weinflaschen und Fässer, zum Teil gerettete Überbleibsel aus der Flut, die noch intakt oder verwertbar sind. „Viele Gerätschaften, große Tanks und Barrique-Fässer wurden uns von Winzern aus ganz Deutschland geschenkt oder vorübergehend geliehen“, berichtete Ludwig Kreuzberg, der ohne diese Unterstützung und die vielen Helfenden seinen Betrieb so nicht hätte weiterführen können. Hierfür ist er sehr dankbar. Auch freute er sich über den Besuch von Bürgermeister und Wirtschaftsförderer, die sich nach seinem Betrieb erkundigten und ihre Unterstützung anboten.

Das Weingut Kreuzberg zählt zu den bekanntesten Betrieben an der Ahr und sicherlich zur Riege der besten Weingüter des Landes. Bekannt ist das Weingut vor allem für seine Früh- und Spätburgunder aus den teilweise sehr steilen Lagen mit dem markanten Schiefergestein der Ahr. Gegründet 1953 von Hermann-Josef Kreuzberg Senior ging das Weingut 1994 in die Verantwortung von Ludwig Kreuzberg über, der rund neun Hektar Rebfläche bewirtschaftet.

Die Betriebs- und Wohngebäude in Dernau wurden in der Nacht zum 15. Juli 2021 überflutet und stark beschädigt. Ein Gebäude sei bereits abgerissen, ein weiteres sicher auch nicht wiederherzurichten, sagte Kreuzberg, der mit seiner Familie derzeit in Bonn wohnt. Sein Ziel ist es jedoch, den Betrieb in Dernau wiederaufzubauen, um mittelfristig dorthin zurückzukehren. Bis im Ahrtal aber alles wieder funktioniert und der Betrieb dort wiedereröffnet werden kann, möchte er gerne in Meckenheim bleiben und hier Ahrwein produzieren und vertreiben.

Weitere Informationen gibt es unter: www.weingut-kreuzberg.de.