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Gemeinde Simmerath sucht dringend Wohnraum für Afghanische Ortskräfte

Simmerath – In Kürze werden der Gemeinde Simmerath von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen Ortskräfte aus Afghanistan zugewiesen. Die Afghanischen Ortskräfte haben den deutschen Sicherheitskräften bei ihrem Einsatz in Afghanistan den Kontakt zur Bevölkerung erleichtert, Übersetzungsarbeit geleistet, als Fahrer oder in anderen Bereichen gearbeitet oder waren Mitarbeitende von deutschen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen.

Für die Unterbringung dieser Einzelpersonen und Familien wird dringend nach geeignetem Wohnraum gesucht.

Wenn Sie ein Haus bzw. eine Wohnung für Afghanische Ortskräfte vermieten und diesen Menschen und der Gemeinde Simmerath damit
helfen möchten, wenden Sie sich bitte an die Leiterin des Sozialamtes,
Frau Monika Johnen, Tel. 607127.

Auch für die Unterbringung von Asylbewerbern, hier insbesondere für die Unterbringung von Familien mit Kindern, wird ebenfalls weiterhin nach geeignetem Wohnraum gesucht.

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Erinnerungen an den berühmten Eifelmaler Curtius Schulten

Blankenheim/Bad Münstereifel – Ein Interview mit seinem Sohn Marius Schulten über den berühmten Eifelmaler (1893 – 1967). Curtius Schulten (1893 -1967) war neben Fritz von Wille einer der bekanntesten Landschaftsmaler der Eifel. Dreh- und Angelpunkt seines künstlerischen Schaffens war sein Atelier direkt unterhalb der Kapelle Hülchrath in Blankenheim. Im Eifel-Jahrbuch 2022 ist ein umfangreicher Artikel über Curtius Schulten erschienen. Autor ist sein Sohn Marius. An dieser Stelle nun erinnert er im Interview an Leben und Werk seines Vaters und formuliert eine Würdigung seines Schaffens.

Eifelmaler Curtius Schulten in typischer Pose vor der Nürburg, 1966, ein Jahr vor seinem Tod. Repro: Marius Schulten/pp/Agentur ProfiPress

Curtius Schulten wurde 1893 in Elberfeld geboren, begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Elberfeld (1909-11). Anschließend studierte er an den Kunstakademien Karlsruhe (1911-13) und München (1914). Er war Soldat im Ersten Weltkrieg.

Eifelherbst, Öl auf Leinwand, 1927 (Eifelmuseum Blankenheim)
Repro: Marius Schulten/pp/Agentur ProfiPress

Zwischen1922 und 1924 betrieb er intensive graphische Studien an der Akademie Leipzig. Zunächst wohnte er in Elberfeld, hatte aber bereits 1913 Atelier und Sommersitz in Blankenheim/Eifel, wo er ab 1938 ganzjährig wohnte. Die Eifel war zu seinem Lebens- und Schaffensschwerpunkt geworden. 1957 wurde die „Europäische Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen“ von ihm mitgegründet.

Die ersten Bilder Ihres Vaters, die ich gesehen habe, fand ich in den Schleidener Heimatkalendern der 60er Jahre, wo Eifelmotive von Curtius Schulten in unglaublicher Fülle und Ausdruckskraft erschienen. Die zweite Begegnung mit seinen Werken fand im Atelier meines Nachbarn in Lückerath statt: Das waren völlig andere Motive, aus dem Mittelmeerraum, von Teneriffa…

Marius Schulten: Natürlich haben die Eifellandschaften und die Eifler meinen Vater Zeit seines Lebens fasziniert. Aber er hat auch ausgedehnte Malreisen nach Nord- und Südeuropa unternommen. Nicht nur seine Eifelbilder haben ihm zu Bekanntheit und auch einer gewissen Popularität verholfen, sondern auch diese künstlerischen Reiseeindrücke – und natürlich Auftrags- und Portraitarbeiten. Er war weit über die Region hinaus bekannt.

Als Maler war er schon 1932 auf Teneriffa gewesen und hatte die Gelegenheit erhalten, dort eine Ausstellung zu organisieren. Er hatte sich auf Teneriffa einen Namen gemacht; die spanische Presse machte Interviews mit dem „pintor aleman“. Insgesamt verbrachte er – zusammengerechnet – drei Jahre seines Lebens in Spanien (fünfmal auf Teneriffa und viermal auf Ibiza), wo er immer wieder die Mandelblüte erleben wollte.

Was trieb ihn immer wieder nach Spanien?

Marius Schulten: Mein Vater Curtius genoss dort den Zauber des Südens: Die Wärme, das südliche Licht, die Farben. Die Mentalität und Liebenswürdigkeit der Spanier kamen seinem heiteren Wesen entgegen; und er durfte Land und Leute in einer Zeit der Ursprünglichkeit erleben, die noch nicht vom Tourismus geprägt war.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Malreisen war der Norden Europas. Bei Kreuzfahrten lernte er Schottland, Norwegen, Spitzbergen und Island kennen. Hier genoss er die Stille, das ruhige gleißende Licht und die Variation der Grün-, Silber- und Grautöne des Nordens, die er meist im Pastell festhalten wollte.

Sie sind Jahrgang 1949, ihr Vater 1893, da wurde sozusagen eine Generation übersprungen

Marius Schulten: Als ich zur Welt kam, war mein Vater 55, als er starb war ich 18 und stand vor dem Abitur. Bewusst kann ich mich also nur an die letzten 15 Jahre seines Lebens erinnern. Da ich meine Schulzeit im Internat (Konvikt) in Münstereifel verbrachte, fußen diese Erinnerungen vor allem auf Ferien- und Wochenend-besuchen in Blankenheim. Als einziges Kind kümmere ich mich nun seit mehr als 50 Jahren um den künstlerischen Nachlass.

Sie schreiben im Eifel-Jahrbuch, Sie hätten in Blankenheim eine „unbeschwerte und glückliche Kindheit“ verbracht?

Marius Schulten: Unser Haus und das terrassierte, teilweise bewaldete Grundstück waren für mich das schönste Spielgelände, das ich mir hätte wünschen und vorstellen können. Mein Vater „spielte und experimentierte“ im Atelier mit Pastell­- und Kohlestiften und mit Ölfarben. Und mitten im Raum stand die alte Staffelei. Es roch nach Farben und Leinöl.

Meinem Vater war es vergönnt, wirklich freischaffend und unabhängig zu arbeiten, ganz bewusst ließ er sich nicht zu irgendeinem Lehrauftrag oder zu anderen regelmäßigen Verpflichtungen bewegen. Freiheit galt ihm mehr als Sicherheit…

Wie war der Familienalltag im Haus Schulten, gab es den überhaupt, bei einem so viel beschäftigten Künstler?

Marius Schulten: Nun, es war ein Künstlerhaushalt. Und der hatte seine eigenen Gesetzmäßigkeiten: bei sonnigem Wetter wurden Picknick- Koffer und Malutensilien zusammengepackt und wir fuhren in die Eifel. Ich erinnere mich an spannende Fahrten mit ihm, auf denen er mir die Schönheit und den besonderen Charakter der Landschaft zeigen wollte: Ich sollte „sehen lernen“, wie er sich ausdrückte.

Seine Bilder laden den Betrachter zum „Wandern mit den Augen“ ein. Auch die gelegentlich mitgenommenen Freunde lernten von ihm: Hinsehen, Formen und Farben unterscheiden, die Schönheit der Landschaft erfassen. Die Eifel war längst zu seiner Heimat geworden…

Damals war es womöglich wirtschaftlich nicht ganz einfach, sich als freischaffender Künstler mit Familie, wie man so sagt, „über Wasser zu halten“?

Marius Schulten: Vom Verkauf seiner Eifelbilder allein konnte er seine Familie jedenfalls nicht ernähren. Er musste sich als Künstler immer wieder ins Gespräch bringen. Dies tat er auf vielfältige Weise. Als Mitglied des Eifelvereins, des lbero-Clubs, der Deutsch-Isländischen Gesellschaft und des Lions Clubs traf er mit verschiedenen Leuten aus allen Berufssparten zusammen, die ihn als Künstler gerne in ihre Reihen aufnahmen. Wenn mein Vater seine Fotos und die Abbildungen seiner Bilder  zeigen konnte, war er sofort Mittelpunkt des Interesses – und das zog wiederum zahlreiche Atelierbesuche und Aufträge nach sich.

Eine weitere Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, waren die Studienreisen und Kreuzfahrten in den hohen Norden Europas oder auch nach Griechenland. Kaum hatte er an Bord angefangen, Reiseeindrücke im Bild festzuhalten und seine Werke in Ausstellungen zu zeigen, scharten sich die Mitreisenden um ihn und ließen sich von ihm unterhalten. Oft kam er mit zahlreichen Portraitaufträgen zurück.

Und daheim im Blankenheimer Haus?

Marius Schulten: Im Atelier war es oft wie in einem Taubenschlag: So hatten wir oft Besuch von außergewöhnlichen Persönlichkeiten: Kaufleuten, Industriellen, Künstlern, Professoren, Schauspielern. Es kamen Schulklassen, Vereine, Gesellschaften, Journalisten, auch das Fernsehen. Für mich eine willkommene Abwechslung in meinem Schülerdasein.

Haben eigentlich auch Sie die Begabung Ihres Vaters geerbt?

Marius Schulten: So sehr es ihn anfangs traurig stimmte, dass seine zeichnerische Begabung nicht auf seinen Sohn übergegangen war, so ist er am Ende seines Lebens eher froh darüber gewesen. Er ahnte, dass bald eine Ära zu Ende gehen würde, in der ein freischaffender Künstler noch alleine durch seine Kunst existieren konnte. Sein Lebensgefühl wurde maßgeblich durch Intuition, Improvisation, Spontanität und Kreativität bestimmt. Er war eben auch ein Lebenskünstler.

Sie zitieren im Eifel-Jahrbuch Goethes berühmten Satz „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“ (Faust I)

Marius Schulten: Nach meinem Studium und Lehrerausbildung kam ich wieder in die Eifel.  Als Einzelkind lag es nun an mir, die Nachlassverwaltung mit meiner Mutter Hete  zu teilen. Nachlass – das hieß damals – wie auch noch heute: Hunderte von Ölbildern, Aquarellen, Graphiken, Zeichnungen, Skizzen, Dias, Fotos, Alben, auch noch viele Farben, Paletten und so weiter….zu sichten, um das Erbe zu erhalten.

Wie geht das überhaupt?

Marius Schulten:

Letztlich wollte ich es schaffen, alle Werke zu dokumentieren und zu katalogisieren. Alle vorhandenen Werke mussten fotografiert, vermessen und später digital gesichert werden. Großartige Arbeit hat dabei Dr. Conrad-Peter Joist geleistet, der für seine Monographie „Curtius Schulten – Maler der Eifel“ eine Vielzahl der vorhandenen Werke erfasst hatte. Ebenfalls leistete er eine kunsthistorische Einordnung der Werke meines Vaters.

Ich stelle mir vor, dass Nachlassverwaltung viel Recherche und detektivisches Gespür nach sich zieht?

Marius Schulten: Aber sicher! Es geht aber nicht nur um die Recherche von Fakten; ich suche auch nach den Malstandorten, die mein Vater bei einem konkreten Gemälde eingenommen hat. Ich versuche, hinter dem fertigen Bild die Motivation des Künstlers und seine Empfindungen zu entdecken. Er sprach immer vom, „Festhalten“ eines Augenblicks. Und am liebsten reise ich auch dorthin, wo die väterlichen Werke entstanden sind.

Was für eine Bereicherung für das eigene Leben!

Marius Schulten: Als Nachlassverwalter muss man das künstlerische Erbe pflegen, erhalten und sichtbar machen. Nach meiner Mutter haben meine Frau und ich zahlreiche Ausstellungen initiiert, durchgeführt und Vorträge gehalten über sein Leben und sein Werk. Sein Name soll nicht in Vergessenheit geraten. Curtius Schulten soll in seinen Werken weiterleben!

Wenn wir uns die Besucherzahlen bei den Ausstellungen und Vorträgen betrachten, so können wir sagen, dass wir immer wieder überrascht sind, wie groß die Resonanz ist: Im Herbst 2014 in der Ausstellung in Düren – Schloss Burgau – sind über 600 Besucher registriert worden und dies fast 50 Jahre nach seinem Tod.

Was hat das Publikum begeistert?

 Marius Schulten: Die Fähigkeit meines Vaters, alle künstlerischen Techniken wie Zeichnung, Radierung, Pastell, Aquarell und Ölmalerei gleichermaßen zu beherrschen wie kaum ein anderer Maler der Eifel. Der Betrachter hat die Möglichkeit, die Menschen und die Landschaften der Eifel im Gang der Jahreszeiten zu sehen und die Bedeutung und den Wert der – damals noch intakten – Natur- und Kulturlandschaft zu begreifen und die leichte Poesie zu spüren, die über manchen Impressionen liegt. Der Betrachter kann mit den Augen und dem Herzen in ursprüngliche Lebenswelten im Norden und Süden Europas reisen, die heute so nicht mehr erfahrbar sind.

Wie geht es weiter mit dem Nachlass des Eifelmalers Curtius Schulten?

Marius Schulten: Wir sind auch weiterhin bestrebt, die Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und können Ausstellungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten organisieren und durchführen. Wir laden Sie ein, auf unserer Homepage: www.curtius-schulten.de Eindrücke zu gewinnen und den Film der bekannten Dürener Filmemacherin Roswitha Katharina Wirtz anzuschauen, der im Zusammenhang mit der Retrospektive „Curtius Schulten – ein Künstlerleben“ entstanden ist, welche die Bürgerstiftung Düren 2014 auf Schloss Burgau organisiert hat. Mit Marius Schulten sprach Manfred Lang (Agentur ProfiPress)

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Aktuelle Infos für Infizierte sowie zu den Impfungen ab Montag 31. Januar im Kreis Düren

Düren – Die Zahl der positiven Coronafälle steigt auch im Kreis Düren rasant an. Aktuell sind mehr als 3000 Menschen aktiv mit dem Virus infiziert. Der Großteil davon mit der sich sehr schnell verbreitenden Omikron-Variante. Aufgrund der hohen Fallzahlen im Kreis Düren kann das Gesundheitsamt die positiv getesteten Menschen nicht mehr direkt kontaktieren, keine Ordnungsverfügungen und keine Erkrankungsnachweise mehr ausstellen.

Was bedeutet das? Positive Testergebnisse werden nun von den Laboren an die Betroffenen übermittelt. Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, müssen sich automatisch in häusliche Isolation begeben und erhalten keine Anweisung mehr vom Gesundheitsamt. Das regelt so die Test- und Quarantäneverordnung des Landes NRW. „Wir appellieren an die Eigenverantwortung aller Bürger „, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Als Nachweis für den Arbeitgeber sowie für Ansprüche auf Ersatz des Verdienstausfalls reicht die Bescheinigung über das positive Testergebnis aus. Ein positiver Schnelltest sollte nach wie vor durch einen PCR-Test bestätigt werden. Diese sind mit Terminvereinbarung in einigen Abstrichzentren sowie beim Hausarzt möglich.

Das Gesundheitsamt des Kreises Düren steht den Bürgerinnen und Bürgern natürlich weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Corona-Hotline wurde personell verstärkt. Bei Fragen zu PCR-Tests, Quarantäneregelungen, Kontaktpersonenmanagement, etc. helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne telefonisch weiter. Es ist auch möglich, Fragen über das Kontaktformular schriftlich einzureichen.

Das Kontaktformular gibt es unter: https://www1.kreis-dueren.de/www1/covid/

Die Corona-Hotline ist erreichbar unter der Telefonnummer 02421/221053920 (Mo-Do 8 bis 16 Uhr, Fr 8 bis 13 Uhr)

Aktuelle Infos vom Kreis Düren: www.kreis-dueren.de/corona

Aktuelle Infos vom Land NRW: https://www.land.nrw/corona

Impfungen

Im Kreis Düren sind mittlerweile 57,8 Prozent der Gesamtbevölkerung dreimal geimpft (79 Prozent haben zwei Impfungen erhalten). Damit liegt der Kreis Düren sowohl bei den Zweit- als auch Drittimpfungen über dem Landesschnitt von derzeit 76,7 Prozent (Zweitimpfung) bzw. 54,1 Prozent (Drittimpfung).

Um das Angebot dem Bedarf anzupassen, ergibt sich eine Änderung: Die Johanniter werden ab Februar keine Impfungen mehr am Wochenende im Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ anbieten.

Die Impfstellen ab dem 31.1. in der Übersicht:

Jülich (Öffnungszeiten Mo-Fr von 14 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 19 Uhr, So 10 bis 17 Uhr)

  • Maxis Gruppe, Freifläche Zuckerfabrik, Dürener Straße (Kreisverkehr gegenüber Königskamp)

Niederzier (Öffnungszeiten Mo-Sa von 16 bis 20 Uhr und So von 9 bis 20 Uhr)

  • DWS Test-Impfzentrum, Rurbenden 2

Düren

  • Annakirmesplatz: Öffnungszeiten, So-Do 14 bis 18 Uhr, Fr und Sa 14 bis 20 Uhr
  • Stadtmitte, Zehnthofstraße 4: Öffnungszeiten Mo-Fr von 10 bis 16 Uhr, Sa 9 bis 15 Uhr

Nideggen (Öffnungszeiten mittwochs und samstags jeweils 14 bis 18 Uhr) 

  • Mehrzweckhalle, Konrad-Adenauer-Straße

 Bei diesen Impfangeboten sind für alle ab 12 Jahren sowohl Erst-, Zweit- als auch Auffrischimpfungen möglich. Die Auffrischimpfungen sind frühestens drei Monate nach der Zweitimpfung möglich. Wer mit Johnson & Johnson geimpft wurde, kann bereits nach vier Wochen die zweite Impfung erhalten, ebenso Personen mit einer Immunschwäche. Hinweis: Wer das erste Mal mit Johnson & Johnson geimpft wurde, benötigt insgesamt drei Impfungen, um als geboostert zu gelten. Zu einer Impfung sollte der Personalausweis und (wenn vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Ein Termin ist nicht erforderlich.

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Berufskolleg Eifel und Thomas-Eßer-Berufskolleg stehen vor einem Modernisierungs-Schub

Euskirchen – Zukunftssicherer Wiederaufbau – Nach Flutschäden ist der Präsenzunterricht gesichert – Anmeldephase für neues Schuljahr läuft auf Hochtouren. Das Thomas-Eßer-Berufskolleg (TEB) in Euskirchen und das Berufskolleg Eifel (BKE) in Kall sehen sich für die Zukunft gut gerüstet. Beide Einrichtungen wurden zwar schwer von der Flut getroffen und geschädigt, haben aber mittlerweile durch beeindruckendes Engagement und großes Improvisationstalent die Weichen für einen weitgehend normalen Schulalltag gestellt. Aktuell läuft die Anmeldephase für das neue Schuljahr.

„Wir werden die beiden Berufskollegs wiederaufbauen und sie zukunftssicher gestalten – mit modernen Lehr- und Lernbedingungen“, betont Landrat Markus Ramers. „Das wird ein echter Modernisierungsschub für die berufliche Bildung im Kreis Euskirchen.“ Er begrüßt ausdrücklich den einstimmigen Kreistagsbeschluss, dass am Standort der beiden Einrichtungen festgehalten wird.

An einen normalen Schulalltag war unmittelbar nach der Flut nicht zu denken. Die Schäden waren enorm und belaufen sich nach einer vorläufigen Schätzung des Schulträgers Kreis Euskirchen auf 8,5 Mio. Euro am TEB und 11,6 Mio. Euro am BKE. Für die rund 3.200 Schülerinnen und Schüler und die Lehrerschaft begann eine Zeit des Improvisierens und der Notlösungen. So wurden die Eifeler Schüler zeitweise auf bis zu 15 Standorte verteilt, die Euskirchener auf acht. Mittlerweile können aber alle wieder in den jeweiligen Hauptgebäuden unterrichtet werden.

„Das war schon eine enorme Herausforderung“, blickt TEB-Schulleiter Hermann Wilkens auf diese Wochen zurück. „Wir mussten von jetzt auf gleich rund 2000 Schüler ohne Gebäude beschulen.“ Aber da man schon im Vorfeld digital gut aufgestellt war, habe dies funktioniert. Dies bestätigt auch Holger Mohr, der Schulleiter des BKE. „Unser Schüler waren zeitweise über das gesamte Kreisgebiet verteilt, aber auch wir haben von der Digitalisierung profitiert und konnten diese Zeit ganz gut überbrücken. Die Sanierung laufe zwar noch, aber mittlerweile seien alle wieder zurück in Kall. Ausdrücklich dankten die beiden Schulleiter dem Immobilienmanagement und dem Schulamt der Kreisverwaltung. „Wir haben diese schwierige Zeit mit Know-How, Kreativität und Flexibilität gemeinsam gut bewältigt“, blickt Wilkens auf die vergangenen Wochen und Monate zurück.

„Die Zukunft der beiden Berufskollegs ist jedenfalls gesichert“, betont Landrat Markus Ramers. Kurzfristig werden die Sanierungsarbeiten fortgesetzt, mittel- und langfristig werde man sich über die zukunftsfähige Ausrichtung der Schulen beraten, um attraktive Bildungsgänge „am Puls der Zeit“ anbieten zu können. Dazu werde man auch in den Austausch mit den Betrieben der Region gehen.

ANMELDUNG:

Die Bewerbung für die Anmeldung erfolgt nach vorheriger Beratung. Neu ist in diesem Jahr die vorherige telefonische Terminvereinbarung zur Beratung. Weitere Informationen sind auf den jeweiligen Homepages der Berufskollegs zu finden:

Berufskolleg Eifel in Kall, Tel. 02441 / 77970, www.bkeifel.de

Thomas-Eßer-Berufskolleg in Euskirchen, Tel. 02251 / 957080, www.teb-eu.eu

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Ausschreibung Kunstpreis CityARTists 2022 Aachen

Aachen – Aachener Künstler*innen über 50 können sich beteiligen. Die Stadt Aachen schreibt gemeinsam mit dem NRW KULTURsekretariat und seinen Mitgliedsstädten für das Jahr 2022 zehn Preise im Sinne einer Förderung für Bildende Künstler*innen aus den Sparten Malerei, Skulptur, (Video-) Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in der Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro aus. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro je Künstler*in und Mitgliedsstadt. Insgesamt werden bis zu zehn Künstler*innen aus zehn Mitgliedsstädten ausgezeichnet.

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Künstler*innen, die eine künstlerische Ausbildung (Hochschule, Akademie, Meisterklasse etc.) genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in Museen, Kunsthallen, Kunstvereinen etc. vorweisen können. Die Bewerber*innen müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben. Künstler*innen, die sich im Jahr 2021 beworben haben, sind herzlich eingeladen, sich erneut zu bewerben. Davon ausgenommen sind die CityARTists-Preisträger*innen 2021.

Eine lokale Jury wählt unter der Federführung des Kulturamts/Kulturbüros der Stadt eine/n Künstler*in aus und schlägt sie der zentralen Jury des NRW KULTURsekretariats vor. Gültig sind ausschließlich digitale Bewerbungen, die per E-Mail beim jeweils zuständigen Kulturamt/Kulturbüro eingehen. Die Bewerbung (maximal 12 Seiten und in einem PDF zusammengefasst) soll enthalten: Ihren künstlerischen Lebenslauf mit aussagekräftigen Angaben zur Ausbildung und zu Ausstellungen (maximal 2 Seiten) sowie Referenzen und Werkbeispiele. Internetverweise sind möglich, jedoch nicht maßgeblich. Ergänzend zum

Bewerbungs-PDF wird ein Anschreiben (maximal 2 Seiten in einem PDF) erwartet, in dem u.a. die beabsichtigte Verwendung des Preisgeldes für ausschließlich künstlerische Zwecke dargelegt wird. In dem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass für die Jurys neben den Angaben zur Verwendung des Preisgeldes vor allem die Arbeiten der Künstlerin/des Künstlers maßgeblich sind. Sofern nicht anders verfügbar, kann dem Kulturamt/Kulturbüro fristgerecht ergänzendes Material in analoger Form bereitgestellt werden.

Die Ausschreibungsfrist endet am 29. April 2022. Später eingehende Einreichungen werden nicht berücksichtigt. Die Entscheidung der zentralen Jury wird spätestens am 30. September 2022 getroffen.

Aachener Bewerber*innen senden ihre digitale Bewerbung bitte an die E-Mail-Adresse: info@ludwigforum.de .

Alle Informationen zur Ausschreibung sowie auch weiterführende Links zu den Preisträger*innen 2020 und 2021 finden sich auf der Webseite www.cityartists.de.

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Interviewer für Zensus 2022 gesucht – Jetzt noch für interessante Tätigkeit registrieren

Region/Mayen-Koblenz – Wie viele Einwohner hat Deutschland, wie leben und arbeiten die Menschen? Der Zensus 2022 gibt Antworten darauf und ist maßgebend für viele finanz- und gesellschaftspolitische Entscheidungen. Dabei liefert er wichtige Grundlagen für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Wichtige Eckdaten werden durch persönliche Befragungen erhoben.

Um diese durchführen zu können, ist die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz auf 300 sogenannte Interviewer angewiesen. „Viele Menschen, die die Tätigkeit ausüben möchten, haben sich schon bei uns gemeldet. Trotzdem fehlen noch für fast jede Ortsgemeinde einzelne Interviewer“, sagt Wolfram Post, Leiter der Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung. Daneben gebe es auch Kommunen, bei denen noch ein größerer Bedarf an Freiwilligen besteht. „Dazu zählen die Städte Bendorf, Vallendar, Andernach, Mayen, Mülheim-Kärlich. Weißenthurm und Polch und Gemeinden der Verbandsgemeinde Vordereifel“, so Wolfram Post.

Die Interviewer werden im Zeitraum von Mai bis August 2022 in der Regel rund 100 Befragungen mit Auskunftspflichtigen im Kreis Mayen- Koblenz durchführen. Dafür erhalten sie eine attraktive Aufwandsentschädigung, die von der Anzahl der Befragungen, der angetroffenen Personen und weiteren Faktoren abhängt und im Durchschnitt 800 Euro beträgt. Grundlage für die Tätigkeit ist eine Schulung. Danach kann man sich seine Arbeitszeiten flexibel einteilen. Innerhalb der vorgegebenen Fristen führen die Interviewer kurze persönliche Gespräche mit den auskunftspflichtigen Personen. Hierzu suchen sie die ihnen zugewiesenen Anschriften im Vorfeld auf und kündigen sich an. Nach den Gesprächen geben sie die ausgefüllten Erhebungs- und Arbeitsunterlagen an die Zensus-Erhebungsstelle zurück.

„Eine schöne Sache, bei der man mit vielen Menschen ins Gespräch kommt“, findet Wolfram Post, der gleichzeitig darauf hinweist, welche Voraussetzungen Interessierte mitbringen sollten. „An oberster Stelle steht die Vertraulichkeit. Darüber hinaus sollten die Interviewer zuverlässig agieren, selbstbewusst auftreten und gewissenhaft arbeiten. Sie müssen volljährig sein und einen Wohnort in Deutschland haben. Neben guten Deutschkenntnissen sind Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil, jedoch kein Muss.“

Wer sich die Tätigkeit als Interviewer beim Zensus 2022 vorstellen kann, kann sich ab sofort auf der Homepage der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de/zensus2022 registrieren. Dort gibt es auch weitere Informationen und Antworten auf viele Fragen.

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Euskirchener Narrenzunft spendet 1111 Euro

Euskirchen – Die Euskirchener Narrenzunft hat es zurzeit nicht einfach. Zum zweiten Mal in Folge wird die Session der Corona-Pandemie zum Opfer fallen und auch die Flutkatastrophe hat den Verein hart getroffen. Sowohl das Materiallager auf der Gerberstraße als auch die Kleiderkammer auf der Mühlenstraße wurden von der Flut unter Wasser gesetzt. Zelte, Bühnen- und Veranstaltungsausstattung sowie die Uniformen der verschiedenen Formationen fielen den Fluten zum Opfer.

Dennoch hat der Verein beschlossen, andere in Euskirchen nach der Flut zu unterstützen. Präsident Josef Schleser sowie der erste Vizepräsident Hans Josef Schneider und der zweite Vizepräsident Peter Schumacher waren vor wenigen Tagen im Rathaus bei Bürgermeister Sacha Reichelt zu Gast und überbrachten eine Spende von 1111 Euro. Diese Summe konnte zustande kommen, da in diesem Jahr leider zum zweiten Mal die Ausgaben für Wurfmaterial im Rosenmontagszug entfallen.

Die Karnevalisten wollten, dass dieses Geld ganz explizit den betroffenen Kindern in Euskirchen zugutekommt. Deshalb wurde in Absprache mit der Stadtverwaltung beschlossen, dass die von der Flut betroffene Kita Nordstraße diese Spende bekommt. Mit dem Geld können nach der Sanierung Spielgeräte und Spiele für die Kinder angeschafft werden.

Bürgermeister Sacha Reichelt bedankte sich bei den Karnevalisten für ihr tolles Engagement. „Es ist sehr beachtlich, dass der Verein trotz großer eigener Betroffenheit die Euskirchener Kinder mit einer Spende bedenkt,“

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Nach 46 Jahren ist Schluss – Heinz-Peter Hoffmann verabschiedet sich in den Ruhestand

Daun – „Jetzt ist er da, der Zeitpunkt des Abschieds. Schneller als gedacht und leider ohne die wichtigen persönlichen Verabschiedungs-Feierlichkeiten“, bedauerte Büroleiter Heinz-Peter Hoffmann an seinem letzten offiziellen Arbeitstag vergangenen Freitag bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel.

„Habe ich doch in meiner 46-jährigen Laufbahn viele engagierte, tolle und bereichernde Menschen kennengelernt!“, berichtete er weiter. Coronabedingt wurde daher auch die offizielle Verabschiedung im Kreishaus auf ein Minimum reduziert.

Heinz-Peter Hoffmann kam als Landesbeamter 1981 zur Dauner Kreisverwaltung. Nach kurzen Einsätzen in den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz bzw. Landesplanung und Kreisentwicklung, übernahm er 1985 den Aufgabenbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Hier sammelte er Erfahrungen fürs Leben, wie er heute sagt. Habe er doch in seiner 46-jährigen Amtszeit – davon 41 Jahre bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel – vier Landräte und eine Landrätin kennengelernt. Dabei war jede Zusammenarbeit auf ihre Art und Weise unterschiedlich und „stets voller gegenseitigem Respekt“, wie der Büroleiter ergänzt.

Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem damaligen Landrat Karl-Adolf Orth sei aber eine besondere Herausforderung für den jungen Pressesprecher gewesen. Da Landrat a.D. Karl-Adolf Orth zu damaliger Zeit auch Vorsitzender des deutschen Landkreistages war, fungierte Hoffmann oft als Bindeglied zwischen Verwaltung, Außenwelt und Landkreistag. „Das war unwahrscheinlich spannend und hat sehr viel Spaß gemacht! Ich konnte einen Einblick in die kommunalpolitischen Themen und Entscheidungen bekommen, war immer nah dran.“

Zwischenzeitlich, im Jahre 1992, wurde er zum stellvertretenden Büroleiter ernannt und 1995 als Kreisbeamter übernommen. (Bis zu diesem Zeitpunkt war er Landesbeamter gewesen).

Im Sommer 2006 wechselte er, nachdem er 19 lange Jahre als Pressesprecher und Gesicht der Kreisverwaltung Vulkaneifel fungiert hatte, als Abteilungsleiter in die Abteilung „Bauen, Umwelt, Schulen und Kultur“. Auch hier stellte er sich neuen Herausforderungen: ein neues Sachgebiet, welches im totalen Gegensatz zu seiner bisherigen Aufgabe stand.

„Eine wichtige Entscheidung zum Weg der Position des Büroleiters, die ich nicht missen möchte“, sagt Heinz-Peter Hoffmann heute.
Mit dem Ruhestand seines Vorgängers Helmut Klassmann wurde Heinz-Peter Hoffmann am 01. Oktober 2012 zum Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel berufen und damit direkter Vorgesetzter von mittlerweile 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Nun ist der Tag des Abschieds gekommen. Seine Wehmut sieht man ihm an. Trifft man ihn doch meist gut gelaunt und mit einem spitzbübischen Lächeln an.

„Ich habe meinen Job immer gerne gemacht und bin dankbar für diese intensive Zeit, in der ich viele positive Erlebnisse und bereichernde Begegnungen hatte. In der ich viele Dinge begleitet, bewegt und erreicht, viele kommunalpolitische Akteurinnen und Akteure kommen und gehen gesehen, eine Kommunalreform auf Landkreisebene und eine Sparkassenfusion mit abgewendet, eine Umbenennung des Landkreises begleitet und wichtige Projekte initiiert habe. Es war mir eine Ehre und Freude im Hause der Kreisverwaltung mitgestalten zu dürfen und große wie kleine Herausforderungen zu meistern.“

Nun geht der Büroleiter, der Manager der Kreisverwaltung, in Ruhestand. Der Mann, der im Hintergrund die Fäden gezogen hat, stets strategisch agierte, Netzwerke bildete – immer mit dem Ziel, das Bestmögliche für die Kreisverwaltung und den Landkreis Vulkaneifel zu erreichen.

„Unseren Landkreis, die Vulkaneifel, die Eifel voran zu bringen, als Region zu vermarkten, Aufmerksamkeit zu erzeugen, das hatte für mich immer oberste Priorität!“.

Und das hat er über die Verwaltungsebene hinaus geschafft: Heinz-Peter Hoffmann ist nicht nur bekannt als Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel, sondern auch als Festivalleiter des überregional bekannten Krimifestivals „Tatort Eifel“. Entwickelte er doch 1999/2000 gemeinsam mit dem Krimiautor Jacques Berndorf das Festival, welches zum ersten Mal 2002 und seit her im Rhythmus von zwei Jahren im September in der Vulkaneifel stattfindet. Es ist fester Bestandteil der Krimiszene und alles, was „Rang und Namen“ hat, konnte Heinz-Peter Hoffmann schon in die Vulkaneifel „locken“: Ob Götz George, Hannelore Elsner, Senta Berger, Michaela May, Dietmar Bär, Matthias Brandt, Heino Ferch oder Jan Josef Liefers, Axel Prahl, Ulrike Folkerts, Anja Kling, Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Charly Hübner und Uwe Ochsenknecht – sie und zahlreiche weitere prominente Schauspielerinnen und Schauspieler waren bereits am „Tatort Eifel“.

In diesem Jahr, vom 16. – 24. September, findet das renommierte Krimifestival „Tatort Eifel“ zum elften Mal statt. Im Gegensatz zur Kreisverwaltung muss das Krimifestival nicht auf seinen Festivalleiter verzichten. Aus dem Ruhestand heraus wird Heinz-Peter Hoffmann das diesjährige Krimifestival als Festivalleiter begleiten.

Doch vorerst ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Landrätin Julia Gieseking betonte bei der Verabschiedung im kleinsten Kreise: „Einen Landrat oder eine Landrätin braucht jemanden wie Sie, lieber Heinz-Peter Hoffmann. Sie haben mir die letzten 10 Monate mit Rat und Tat zur Seite gestanden, mit Ihrem unglaublichen Wissen über dieses Haus, über die Aufgaben, die hier erledigt werden, über die Menschen, die hier arbeiten. Sie waren für mich die Bank, auf die man sich immer verlassen konnte. Genau wie Sie für Ihre Kolleginnen und Kollegen, die sichere Bank waren. Dafür herzlichen Dank!“

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Illegaler Welpenhandel – Ministerin Heinen-Esser fordert schärfere rechtliche Vorgaben um Tierleid zu beenden

Region/Düsseldorf – Umweltministerin Heinen-Esser: Der Onlinehandel muss strikt eingeschränkt werden – Identitätsprüfung allein ist keine Lösung. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser fordert illegalen Welpenhandel durch schärfere rechtliche Vorgaben zu unterbinden. Anlass ist ein erneuter aktueller Vorfall in Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis. Hier wurden am Mittwoch (26. Januar 2022) vom zuständigen Veterinäramt fünf Hundewelpen aus einer Privatwohnung beschlagnahmt. Der aktuelle Fall zeige, so die Ministerin, dass dringend Handlungsbedarf bestehe: „Der illegale Handel muss gestoppt werden – Tiere sind nicht irgendeine Ware. Nur tierschutzrechtlich zugelassene und kontrollierte Züchterinnen und Züchter oder Einrichtungen, die einer Überwachung durch die Tierschutzbehörden unterliegen, sollen Hundewelpen online anbieten dürfen. Wir setzen uns für einheitliche und verbindliche Regeln für den Online-Handel ein.“

Nordrhein-Westfalen hatte dies bereits im Bundesrat mit einem Entschließungsantrag zur Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung im Jahr 2021 gefordert und dafür eine breite Unterstützung der Bundesländer erhalten. Die Forderung, nur von behördlich zugelassenen und kontrollierten Anbietern oder Vermittlern Hundewelpen zu erwerben, geht über die Pläne der aktuellen Bundesregierung hinaus. Deren Überlegungen sehen lediglich eine Identitätsprüfung bei Hundeverkäufen auf Online-Plattformen vor.

Um dem illegalen Welpenhandel zu stoppen und so Tierleid zu verhindern, appelliert die Umweltministerin zudem an das Verantwortungsbewusstsein von potentiellen Käuferinnen und Käufern: „Wer bei der Anschaffung von Tieren auf eine tierschutzgerechte Aufzucht achtet, unterstützt die Eindämmung von Tierleid und illegalem Handel. In den lokalen Tierheimen warten viele Hunde auf eine zweite Chance, sind bereits tierärztlich untersucht und werden tierschutzgerecht betreut.“

Die Ministerin will zeitnah ein Tierheim besuchen, um sich vor Ort ein Bild zur aktuellen Situation zu machen. So befinden sich zum Beispiel im Tierheim in Köln-Dellbrück derzeit Hundewelpen, die kürzlich bei einem illegalen Tiertransport von rund 70 Rassewelpen auf einer Autobahn bei Aachen im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle entdeckt wurden.

Der Onlinehandel mit Hundewelpen hat in den vergangenen Jahren – insbesondere seit der Corona-Pandemie – zugenommen. 2021 wurden in Deutschland monatlich rund 37.000 Online-Annoncen für Hunde geschaltet, Tendenz steigend. 70 Prozent davon waren Angebote mit Welpen. Die häufig unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchteten, gehaltenen sowie transportierten Welpen sind nicht selten krank und psychisch sowie sozial gestört, da Zucht und Handel mit Welpen rein auf den Profit ausgerichtet sind.

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Absonderungs-Regeln in Kitas und Schulen von Rheinland-Pfalz werden angepasst und gelten ab Montag 31. Januar

Region/Mainz – Für Kitas und Schulen in Rheinland-Pfalz werden die Regelungen hinsichtlich nicht-infizierter Kinder und Jugendlicher sowie Erwachsener angepasst. Das kündigten Gesundheitsminister Clemens Hoch und Bildungsministerin Stefanie Hubig in einer gemeinsamen Presseerklärung an.

Für Schulen gilt, dass sich künftig wieder ausschließlich infizierte Personen absondern müssen. Die Quarantäneregelungen für die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn entfallen. Tritt ein Infektionsfall auf, muss sich die gesamte Lerngruppe im Anschluss an fünf aufeinanderfolgenden Schultagen testen. Als weitere Sicherheitsmaßnahme werden die anlasslosen Testungen von bisher zwei auf drei Testungen pro Woche ausgeweitet.

In Kitas bleibt die Regelung bestehen, dass sich im Fall einer Infektion als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auch unmittelbare Kontaktpersonen zunächst absondern. Eltern ist es möglich, bei Vorlage eines negativen PoC-Testergebnisses ihr Kind am Folgetag wieder in die Kita zu bringen. Auch können Kitas in Abhängigkeit der Infektionslage oder als zusätzliche Schutzmaßnahme nach eigenem Ermessen feste Gruppen, sogenannte „Kohorten“, bilden.

Die Regelungen gelten ab dem morgigen Montag, 31. Januar 2022.

Nähere Informationen zu den angepassten Absonderungsregeln in Schulen und Kitas unter https://mwg.rlp.de.